Dienstag, 22. März 1927.
Inland.
gegen die Arbeiter! Von Abg. Franz aufmann.
Seite 8.
genehmen Arbeitern den Urlaub zu versagen. Die Begründung dafür wäre dann eben, die Arbeit wurde wohl geleistet, war also ständig", aber nicht zufriedenstellend, nicht gehörig". Aus allen diesen Gründen ist die Auslegung des Artikelfchreibers nur eine Wortklauberei. Der Zweck des Urlaubes ist die Erholung des Arbeiters, das Recht hierauf erarbeitet sich jeder Arbeiter innerhalb eines Zeitraumes von einem Jahr. Daß fprechen, wenn in dem betreffenden Betrieb Kün gesprochen, und zwar noch zu einer Zeit, wo das diesen Fällen, von einer Arbeitsverweigerung zu dies so ist, hat auch das Oberste Gericht aus digungsausschluß besteht. Der Arbeiter hat in Urlaubsgefes überhaupt nicht bestand. Es ist dies diesem Falle, genau so wie der Unternehmer, das die Entscheidung vom 29. Mai 1923, Nv. 784 Recht, ohne Kündigung, also jederzeit, das Ar bis 83, wo der Grundsatz ausgesprochen wird, beitsverhältnis zu lösen. Man kann doch bei einem daß der Urlaub( damals der kollektivvertragsArbeiter, der seinen Arbeitsplatz unter den angemäßige) ein Bestandteil des Lohnes sei, erarbeitet führten Umständen verläßt, nicht ganz einfach nach werden muß und dem Arbeiter nicht vorenthalten träglich den Paragraph 82 d. G.-O. in Anwen werden darf. Wenn dieser Grundsatz, bevor das dung bringen, denn durch die Verwirklichuig feines Gesetz in Straft trat Geltung hatte, um wie viel Willens, die Arbeit nicht fortzusetzen, hat er das mehr muß diese Geltung heute beſtehen! Arbeitsverhältnis unterbrochen und dem UnterDer Artikel des Professors Egon Weiß, der nehmer die Möglichkeit genommen, ihn zu ent geeignet sein mag, bei Juristen eine Aenderung laffen, Von einer Entlassung zu reden, wäre hier dieser grundsäßlichen Anschauung herbeizuführen, genau so widersinnig, wie wenn man sagen würde: wird, davon sind wir überzeugt- an der es bindet jemand einen freilaufenden Sund von objektiven Rechtserkenntnis der Richter des Ober der Kette Yos. sten Gerichtes nichts ändern. Wir hoffen, daß die Richter des Obersten Gerichtes nicht nach dem alten, sehr bequemen Grundsay: Wie hat das alte österreichische Gericht darüber geurteilt", rechtsprechen werden, fondern nach dem gerechten Grundsay, daß auch dem Arbeiter ein erworbenes, ev. gefeßlich gewährleistetes Recht, nicht genommen werden kann.
Laut einer beim Bezirksgerichte in Ma rienbad ausgehängten Kundmachung, hat das Staatsbudenamt die Sündigung einiger von dem Besitzer des Stiftes Tepl beschlagnahmten Objette am 7. April 1870 in Kraft trat, gab dem Arbeiter Das Gesetz über das Koalitionsrecht, welches zurückgezogen. Diese Aufhebung der Kündigungen das Recht, Vereinigungen zu bilden, die den Zweck bezieht sich auf die beschlagnahmien Barzellen in verfolgen, beffere Lohn- und Arbeitsbedingungen A baschin und Auschwitz, sowie auf die anzustreben und zu erreichen, nachdem bis zu nachstehenden Objekte in Marienbad : Brunnen Siefem Zeitpunkt die Paragraphen 479 und 481 bersendungshaus, Zentralbad, Goldene Kugel, des alten Strafgesetes dies verboten haben.. Schon Tepler Haus, Neubad und Siederei. Es handelt bei der Schaffung dieses Gesetzes haben die Unterfich durchwegs um Realitäten, deretwegen beim nehmer die größten Anstrengungen gemacht, es zu Verwaltungsgerichtshofe ein Streit anhängig ist, Fall zu bringen, doch dank des Widerstandes der ob sie überhaupt in den Rahmen der Bodenre- Arbeiter ohne Erfolg. Als dieses Gesetz den Arformgesetze fallen. Eine für das Bodenamt un- beitern das freie Recht auf Vereinigung und das günstige Entscheidung ist diesbezüglich erflossen durch die Möglichkeit gab, sich beffere Arbeits und und es ist bezeichnend, daß sich das Bodenamt auch Lohnbedingungen auch mit Hilfe des Streifes zu diesmal vorbehalten hat, im Rahmen einer neuer ergivingen, fannte die Hinterhältigkeit der Unterlichen verwaltungsgerichtlichen Entscheidung die nehmer, samt ihren gelehrten Helfern, bei den VerObjekte aufs neue zu fündigen. suchen das Gesetz zuungungsten der Arbeiter aus Die befagte Marienbader Kundmachung beden- zulegen, feine Grenzen. Man versuchte auf un- Der Standpunkt des Artikelschreibers steht tet also feineswegs, daß die betreffenden Objekte geraden Wegen das zu erreichen, was auf geradem aber auch im Widerspruch zum Verfaffungsgefes aus der Beschlagnahme im Sinne der Bodenre- Wege nicht möglich war. Wir wollen nicht die der Tschechoslowafischen Republif, das in seinem forgefeße ausgefchieden sind, sondern nur den tausend und abertausend Chikanen der einzelnen Paragraph 114 den Grundsatz ausspricht, daß das Aufschub der Uebernahmte( Enteignumg) Gerichte, die den Arbeitern das bißchen Recht Recht auf Roalition, zum Schuße und zur Unter bis zur Stiarstellung der Rechtslage. Sofern der wieder nehmen sollten, im Detail anführen, müssen stüßung wirtschaftlicher Bestrebungen, den ArSchritt des Bodenanntes als ein neuer aktivisti jedoch auf die Dentschrift der Vereinigung der Arbeitern und Angestellten gewährleistet ist. Jn scher Erfolg" gedeutet werden sollte, muß betont beitgeber Desterreichs vom Jahre 1905 verweisen, feinem weiten Absatz verbietet es sogar alle Handwerden, daß es sich um eine Geſte des Entgegen wo ebenfalls von gelehrten Herren der Versuch fungen, die eine Verlegung dieses Rechtes dar kommens handelt, die in jedem Augenblicke ivider gemacht wurde, das Stoalitionsrecht der Arbeiter stellen. Es dürfte höchste Zeit sein, daß der Geist rufen werden kann. Und wenn es den deutschen so auszulegen, daß vom Gesetzgeber nicht beabsich der alten österreichischen Rechtssprechung, der auch Regierungsparteien schließlich gelingen sollte, den tigt worden fei, den Arbeitern ein R e dyt zu geben, heute noch auf unseren Hochschulen den Hörern Besitz des Stiftes Tepl ganz oder teilweise zu ret fich zu vereinigen, sondern daß das Gesetz nur eine eingeimpft wird, verschwindet und einem neuen sen, so wäre diefes neue inödelgeschenk mit der Duldung der Koalition ausspreche. Also Geist, der den tatsächlichen, neuzeitlichen Verhäft Breisgabe der sonstigen Bodenreformansprüche Tein Recht follte es nach Meinung der damaligen nissen angepaßt ist, Plaß macht. der deutschen Bevölkerung teuer genug erfauft. Schreiber dieser Denkschrift fein, sondern nur eine Die deutschen Kleinlandwirte, Häusler und Land freiwillige Sache der Behörden, Organisationen zu arbeiter haben unter dem jetzigen Regime noch bulden. Diese Denischrift hat ebensowenig ihren nichts wahrgenommen, was einem gerechten Ent- Zweck erreich, wie die Polizeischikanen, die Augegenkommen oder einer Sinänderung des Bo- wendung des Prügelpatentes gegen Sireikende, die Paragraph 85 G. O.( Folgen des Kontraktbruches und Schadenersay), 98( Erpressung) und 99( gefährliche Drohung) St. G., den beabsichtigten Erfola herbeizuführen vermochten.
Denamtes ähnlich sähe.
Im Kampf gegen behördliche Willtür.
Aus der Tätigkeit unseres Abgeordnetenklubs.
In den letzten Tagen hat unser Abgeordne tenflub eine ganze Reihe von Interpellationen eingebracht, die sich mit Uebergriffen der Behörden befassen.
Genosse de Wit te interpellierte den Innenminister wegen der Ronfiskation eines Leitartikels im Karlsbader
Volkswille",
der unbeanständet auch in unserem Blatt und einer Reihe anderer Parteiblätter erschienen war. Weil darin von dem Leiter der Karlsbader Staatspolizei Votava als Pascha von Karlsbad" die Rede war, machte Herr Votava furzen Prozeß und tonfiszierte die betreffende Stelle. Die Interpellation stellt fest, daß es sich hier um einen Willküraft der Karlsbader Polizei handelt, und daß die betreffende Stelle nur deshalb der Beschlagnahme verfiel, weil er einen persönlichen Angriff auf den Leiter der Karlsbader Staatspolizei enthält. Genosse de Witte verlangt vom Minister des Innern, daß er das Karlsbader Polizeikommissariat darüber belehre, daß die Pressepolizei feineswegs nach persönlichen Empfindlichkeiten, sondern nur nach dem Gesetze gehandhabt werden darf.
Wenn der Unternehmer das Recht hat, die Arbeiter seines Betriebes auszusperren, weil er etwas von ihnen ergivingen will, ohne sich dabei irgendwelche Beschränkungen auferlegen zu müssen, muß auch umgekehrt der Arbeiter dasselbe Recht bejißen, denn der Grundsatz unseres Rechtes ist doch Gleiches Recht für Alle", dem man, wenn es den Arbeiter betrifft, nicht mit dem vom Ar tifelschreiber angewendeten lateinischen Satz: Lege non diftinguente nec noftrum eft diftinguere" ( Wenn das Gesez feine Entscheidung trifft, ist es nicht unsere Sache zu entscheiden), aus dem Wege gehen fann.
Wir bedauern nur, daß sich unsere Gelehren, von denen wir wissen, daß sie in ihrer Mehrzahl den Arbeiterintereffen fremd gegenüberstehen, dazu hergeben, den Arbeiter, der als der wirtschaftlich Schwache den geringsten Widerstand zu leiſten vermag, zum Objekt ihrer Versuche zu machen, das Recht den Wünschen der Unternehmer anzupassen und dem Arbeiter dadurch das bißchen Recht das er besitzt, noch schmälern. Wir sind überzeugt, daß es troß aller Bemühungen auf die Dauer nicht möglich sein wird, den Arbeiter auch in der Rechtssprechung nur als Objekt zu behandeln, sondern daß er bald auch als Subjekt auf diesem Gebiete sowie durch die Gelehrten Beachtung finden wird.
Für uns ist die Sachlage klar. Der Arbeiter, der auf Grund des Koalitionsrechtes dem UnterDie Rechtsprechung im alien Desterreich benehmen seine Arbeitskraft entzieht, hat für die wegte sich in der vom Artifelschreiber angegebenen Zeit, während der er im Betrieb arbeitete, das Richung, daß jeder Streif eine Arbeitsverweige Recht auf seinen Urlaub erworben; wenn es ihm rung darstelle, doch glauben wir, daß unter den genommen wird, ist es eben ein Unrecht, das an heutigen Verhältnissen diese Formel nicht mehr Aber auch der Sinn des Urlaubsgesetzes wird dem Arbeiter verübt wird. Tritt der Arbeiter angewendet werden kann. Bei einem Streif hört vom Artikelschreiber verkannt. Wäre es richtig, nach Beendigung eines Streikes bei demselben der Arbeiter zu arebiten auf, weil ihm entweder daß der im§ 7 des Urlaubsgesetzes ausgesprochene Unternehmen oder Unternehmer, in die Arbeit der Lohn herabgesetzt werden soll, er einen höheren Grundsatz, daß die Arbeit„ ständig" und gehörig" ein, so muß ihm die im Betrieb vor dem Lohn erreichen will, weil er schifaniert wird, aus zu verrichten ist, so auszulegen sei, daß der Be- Streit verbrachte Dienstzeit ange= Solidarität für einen entlassenen Mitarbeiter oder griff ständig" die Zeit umfaßt und gehörig" rechnet werden, außer es werden dafür sepa aus einem anderen wirtschaftlichen beziehungsweise mit zufriedenstellend übersetzt werden soll, so hätte rate Vereinbarungen getroffen, in moralischen Grund und es ist ein Unsinn, in allen der Unternehmer die Möglichkeit, allen ihm nicht denen der Arbeiter freiwillig seinen Verzicht 600esssee80600 00020003338080086c000000000000000000088850822e ausspricht. feier für die Märzgefallenen mit der Begründung| tungsbehörden widerspricht, daß jedes Wort verboten, daß an diesem Tage die Geburtstags- der Kritik überflüssig sei. Die Vertei feierlichkeiten des Präsidenten Masaryk begangen lung von Flugzetteln sei nicht nur eine der ältewürden und die Abhaltung einer Trauerfundge- sten, sondern auch heute noch eine der verbreibung an diesem Tage daher den Charafter einer Demonstration hätte. Eine Gedenkfeier wurde nur für den 4. März unter zahlreichen Einschränkungen bewilligt; so wurden gemeinsame Umzüge zum und vom Friedhof sowie das Tragen von Abzeichen und Fahnen verboten und die vorherige Vorlage der zu singenden Choräle gefordert. Die Interpellation stellt fest, daß es der Bevölkerung von Sternberg ganz ferne gelegen ist, irgend eine Demonstration gegen den Präsidenten zu veranstalten, und daß der Geburtstag des Präst
( Schluß.)
Rundfunt für Alle!
Programm für morgen, Mitiwoch.
3. Goldmann: a) Stabber; b) Zu fa. 1. Bakata: In der
tetsten Waffen im politischen Kampf und jeder Versuch, dieses Kampfmittel zu unterdrücken, müsse la cherlich genannt werden. Aber auch schaftlicher Rundfunk und Zeitfignal. 12.05: Breffenach das zweite Verbot ist unhaltbar, weil ja gleichzeiten. 12.15: Mittagskonsert. 1. Urbach: Auf Flotows tig die Veranstaltung der öffentlichen Versamm lung unter freiem Himmel bewilligt wurde und nicht einzusehen sei, wodurch die öffentliche Sicher heit gefährdet sein soll, wenn die Teilnehmer dieser Versammlung nach Schluß in geschlossenem Zuge abmarschieren.
Spuren. 2. Delibes: Indisches Ballett aus" almé". giebesiaube. 5. Linde: Riette. 6. Sasler: Lieb. 13: Sund funt für Sandel und Gewerbe. 14: Börsennachrichten. mann. Suverture. 2. Sobed: Concertino. 3. Delibes: Bal eile Sylvia. 1. Bafft: Nocturno. 5. Smetana: Die
16.30: Nachmittagsfonzert. 1. Lorking: Zar und Simmer
Genosse Schäfer interpellierte den Innen- denten dem Sternberger Bezirkshauptmann nur Kommunistische Gesinnung bei solvaten rieler von kelimezib. 10: Borttan: Wie soll man bie
minister wegen
ein willkommener Vorwand zum Verbote der Märzgedenkfeier an einem Sonntage Konfislation eines Platates der Bankbeamten, war, um so die Beteiligung der Arbeiterschaft aut worüber wir seinerzeit schon berichtet haben. Der der Feier hintertreiben zu fönnen. Als sich tros Verband der Bauf und Spartassenbeamten hatte des Verbotes die Arbeiter von Sternberg am 6. in seinem schweren Stampf um die Aufrechterhal- März doch in größerer Zahl am Grabe der März tung der erworbenen Rechte der Bankbeamten ein gefallenen einfanden, weil sie sich an dem vom Blakat herausgegeben, das unter dem Titel Bezirkshauptmann gnädigst ausgewählten Werf Was ist mit der Revision der Direk tag nicht an der Feier beteiligen konnten, und torenverträge" auf die„ verdienstvolle" hiebei ein Vertrauensmann der Arbeiter in eini Tätigkeit einiger Direktionsmitglieder der Mährigen Worten schilderie, warum man heuer die Geschen Agrar und Industriebauf hinweift, welche Denkfeier nicht am Sonntag veranstalten durfte, durch eine gerichtliche Stlage Willionenabfertigun ordnete der Bezirkshauptmann von Sternberg gen zu verlangen drohen, obgleich sie bedeutende schon am nächsten Tage durch die Gendarmerie Bezüge erhielten, ihr Vermögen erst seit ihrer eine hochnotpeinliche Untersuchung Tätigkeit in der Vanf erworben haben und ob au, wer zu dieser Veranstaltung" aufgefordert wohl sie die Weitverantwortung für die Sanie- habe, und der erhebende Gendarm verlangte sogar rungsaktion ihres Institutes tragen. Demgegen von dem Redakteur der„ Volkswacht" aller über gehen die meisten der im Verlaufe der Sanie- dings ohne Erfolg- Auskunft darüber, wer eine rungsaktion entlassenen 108 subalternen Beamten diesbezügliche Notiz für das Blatt eingesendet einer ungewissen Zufunft entgegen. Das Plakat babe. Genosse Hadenberg fordert vom Jumenhatte schließlich verlangt, daß chestens ein Gesetz minister die Feststellung, daß das Verbot der herausgegeben werde, das die Möglichkeit einer Märzfeier gefeßlich nicht begründet war, sowie Revision und Neuregelung der Verträge der Vorkehrungen gegen derartige Willfürafte. Bankdirektoren gib:. Die Prager Polizeidirektion hatte die Affichierung dieses Plakates im angeb Den Reigen der Aktionen, die unsere Abgelichen Interesse der öffentlichen Ordnung unter- ordneten in der jüngsten Zeit gegen behördliche fagt. Die Interpellation stellt fest, daß die lebergriffe zu führen gezwungen waren, schließt Prager Polizei dadurch ganz offen- eine Interpellation des Genossen Leibl wegen tandig in einen Lohnfampf in parteiischer Weise zuaunsten der Unternehmer eingegriffen bat und verlangt vom Junenminifter geeignete Vorkehrungen, um folche Vorfälle in Sinfunft zu verhindern."
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ein Verbrechen. Schon wieder ein Berratsprozeß gegen Kommunisten.
verlaufie Braut, 6. Strauß: Kuß Walzer. 17.30: Börfent nachrichten und Bopfenmartipreife. 17.45: Sinderſtündchen. 18.15: Landwirtschaftlicher Rundfunt. 18.35: Deuifche Sendung. Wetterbericht und Tagesneuigkeiten vom Breß ofiro, bierauf: Juc. starl Scharf. Leitmerity: Sur 700Witshafts. und Börsennachrichten in den Zeitungen lefen? 19.15: Bortrag: Die ärztliche Behandlung des Gebiffes. 20: Wellervorausfage und Preffenachrichten. 20.08: Gla wifcher Abend. 21: Seitsignal. 21.20: Rundfuntspiel: Die Ausgebinger. 22: Seitfianal. 22.02: cyle Nachrichten des Brehbüros, ebersicht der Tagescreignisse, Sport und
Theaternarichten.
Braun, 141. 12.15: Wittagstonzert. 1. Strauß: Marfch.
2 Corvina: Bar und Zimmermann. Ouverture. 3. Urbach: Grieg Erinnerungen. 14.30: Effeftenöörie, Wetterbericht, zähmung wilder Tiere. 17.35: Deuifche Breffena.hrichten. 17.45: Deutfche Sendung. Ing.. Korzinffy: richten. 18.20: Bortrag: Eindrüde aus Rom . 19: Konzert. 1. Glinta: Das Leben für den Zar. Ouverture . 2. Muf Die folafenbe Würffin.
Breffenachrichten, Sport und Theater. 17.15: Sinderede.
Stabi und Eifen. 18: Seitfignal. Warft und Börsennach
Brünn , 21. März. Vor dem hiesigen Divi sionsgericht begann heute ein auf sechs Tage berechneter Prozeß gegen vierzehn Soldaten des Infanterieregimentes 31 aus Iglau , die wegen Berbrechens des militärischen Verrates, des Aufruhrs und einer Reihe anderer Delikte angeklagt sind. Bei näherer Betrachtung der Klageschrift schrumpft die ganze Auflage ziemlich zufammen. Der Hauptangeklagte Cihet soll sich abfällig Rebitoff: Romanze. 5. Efchaikewffit: Dornröschen. über die Offiziere ausgesprochen haben, foll fom- fife Eleber. 21: Rongeri. 22: Wie Bras munistische Blätter gelesen, verteilt und für fi geschrieben haben, ja er soll sogar bei einer Feier der russischen Revolution ein Gedicht rezitiert haben! Schließlich wird er beschuldigt, er habe sich einen Nachschlüssel zu Amtsräumlichkeiten ver sorgt, wichtige Geheimakten photographiert und sie abschreiben lassen, um sie den 3glauer Stom munisten in die Sände zu spielen.
Bei seiner Einvernahme erklärte sich Cihat für unschuldig. Er habe keine Dokumente verraten, feine fommunistische Werbearbeit betrieben
und bei der Revolutionsfeier nicht rezitiert. Die Verhandlung wurde dann abgebrochen.
Gemeindewahlerfolg.
20: Proben aus den Dichtungen Gellners. 20.30:@lowa Preiburg, 300. 18: oberne Tänze und Lieber. 19.05: Slowafifcher Sprachfurs für Ungarn . 20: Wie Brag, 21:
Beltfianai. 22: Bie Prag.
2ten, 517. 11: Bormittagsmufit. 16.15: Nachmittags. fongeri. 17.05: wärden. 18.05: Züchtung von Obft und
Gemüte. 18.30: Tas Tien der Stadierweiterung: 19.10: Franzöfifch. 19.30: English . 20.05: Bunter Abend. Deutschland .
Königswusterhausen , 1300 12: Franzöfifch). 14.30: 16.30: wrobe und stultur. 16: Stunft und Erziehung Englisch . 17: Unfere Stirchenmufif. 18: Blächen und einem Laien durch die Börfe. 19.20: Oft- und Elidasien
Maummeifung. 18.30: Enalifch. 18 55: Spaziergang mit in der heutigen Welipolitif. 20.15: Hebertragung von Bertin, 181. Beethoven Abend: Brofa. 21.15: Beethoven ; 9. Symphonic. 22.30: Tanamufif. Breslau , 323. 12: milionsfonzert. 13.20: Schallplatten fonzert. 16.30: Unterhaltungsfonzert. 18.50: Lebensglück und Lebensfunft. 20.10: Bunter Abend. Frankfurt , 429. 15.30: Jugendstunde. 16.30: te Tanzmusif. 18.15: Grauenstunde. 18.30: Naturfunde. 18.45: Neuere Seelenforschung. 19.15: 1tbentiche Zafelmalerei. 19.45: Junge ruffische Dichter. 20.15: Wer weint um
Judenad?", Traaifomödie von Rebfifch. 18: Rollstümliches Ronsert. 19.30 Die zareszellen. Oratorium von Sabhu. Tanzmusif.
Hamburg , 395. 14.05: Sausfonzert. 16.30: Tangtee.
Langenberg, 469. 13.30: Mittagsfonzert. 17: Strabier mufit und Lieber. 18.10: Das Problem: des Fernsehens.
20.05: Bunttecnit. 20.10: Schnepfentrich. 20.30: Stonsert.
22.20: Tanamufit.
Unterdrückung von politischen Kundgebungen. durch die Bezirksverwaltung in Slattau. Diese hatte mit Bescheid vom 3. Feber d. J. die Verteilung eines von unserer Partei herausgegebenen Flugblattes mit der Begründung untersagt, daß nach§ 23 des Preßgesetzes die Verteilung von Druckschriften außerhalb der dazu bestimmten Lofalitäten verboten sei; am selben Tag untersagte dieselbe Behörde auch einen von unserer Partei in Neuern nach Abschluß einer Versammlung zur Nede. Dort hatte die politische Bezirksver- unter freiem Simmel geplanten Umzug. Die In waltung die Abhaliung einer von der Sternberger terpellation stellt fest, daß das erstere Verbot in so ben auf unsere und acht auf die Partei der wien . 19.15: Bom Sinn und Babu des Gewefenen. 20: Arbetterschaft für den 6. März geplanten Gedenk frasser Weise der ständigen Praxis der Verwal
Genosse Hadenberg stellte den Innenminister wegen des Verbotes der Geder seier für Märzgefallene in Sternberg
Am Sonntag, den 20. März wurde in Schönau( im Bezirk Gra slip) die Gemeindevertretung neugewählt. In diesem rein länd lichen Gebiet waren bisher die Landbündler doppelt so start wie wir; sie hat ten zehn Mandate, während unsere Partei nur über deren fünf verfügte. Am Sonntag nun er hielt unsere Liste von den insgesamt 127 abgege benen Stimmen 60 und die Landbündler 67 Stimmen. Von den Mandaten entfallen nun sieLandbündler.
Leipzig , 366 16.30: Jugendfiunde. 19: Berufsarbeit Ifchaifowoffii- Abend. 22.25: Funtbretit.
unter Lebensgefahr. 19.30: Training und Affefe. 20.15:
München , 536. 12.30: Mittagsfonzert. 16: Nachmittagsreichischer Albend. 22: Weltwirtschaftliche Rundschau. Stuttgart , 380. 13.10: Edjallplattenfonzert. 15: Jugend
fonzert. 17: Jugendftunde. 19: Liederstunde. 20: Dester
Volkstümliches Ronzert. 21.30: Jass Band.