Titl.
A Geller.
Dělnická akademie
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8. Jahrgang.
24
aldemokrat
A der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowatischen Republit.
Samstag, 9. Juni 1928.
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Nr. 136.
Die Rede, in der sich Genosse heute mit den Darlegungen des Außenministers auseinandergesetzt hat, sollte von allen unseren Vertrauensmännern, von allen Parteigenossen mit Aufmerksamkeit gelesen und studiert werden. Denn sie formte nicht nur mit plastischer Darstellungskraft die vielfach verschlungenen Linien der internationalen Gegensätze und der diplomatischen Schachzüge zu einem an ichaulichen Bilde der weltpolitischen Lage, sondern sie zeigte auch, ganz im Geiste proleta rischer Politik und völlig im Einklange mit den Beschlüssen der Arbeiterinternationale die einzig mögliche Richtung sozialistischer Außenpolitik und den Weg, der zu ihrer Verwirklichung führt.
die deutsche Sozialdemokratie.
Die Rede des Abg. Genossen Dr. Czech im Außenausschusse des Abgeordnetenhauſes.
Das Exposee des Herrn Außenministers ist, wenn man die nadien Tatsachen herausschält, überaus auf schlußreich. Es zeigt uns geradezu plastisch die schwe en Krisen auf, von denen die internationale. Politif in einer für den Herrn Außenminister charakteristi in diesem Augenblic heimgesucht wurde, allerdings fchen, optimistischen Einhüllung. Es zeigt uns
die großen Brandherde der internationalen
Politif,
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Im Außenausschusse des Abgeordneten| österreichisch- serbischen Konfliktes und mitten in den vollständiger Passivität verurteilt wurde. So geschal hauses hat gestern der Vorsigende unserer planmäßigen Kriegsvorbereitungen immer und es in allen Fragen, die im Vorstehenden gestreift Partei zum Exposee des Ministers Benes immer wieder an Freundschafts- und Friedensbe- wurden, so aber auch in allen in der jetzigen Sitzung Stellung genommen und hiebei eine Dar- enerungen gegeben? Welch ein Aufwand von Opti- des Bölferbundrates zur Verhandlung stehenden stellung und Kritik der weltpolitischen Lage mismus wurde immer und immer wieder aufgeboten, Minderheitsfragen, der albanisch- griechischen, der im allgemeinen und der internationalen um die Völker zu beruhigen. Welch überschäumenden oberschlesisch polnischen, der schlesisch deutschen und Stellung der Tschechoslowakei im besonderen Friedensaustrudelungen hat es dabei immer und den vielen anderen großen, noch viel schwierigeren gegeben, die für unsere Leser außerordentlich immer wieder gesetzt. Wie fonnten die beiderseitigen Minderheitsfragen, in der jüdtiroler, polnisch- nfrai aufschlußreich sein wird. Wir bringen nach Außenminister jahrzehntelang immer wieder darauf nischen, tschechisch- deutschen, usw. Was ist, was muß das Ziel aller soziali stehend die Rede mit einigen wenigen Kür verweisen, daß sie mit ihrem Optimismus recht be- Doch wozu in die Ferne schweifen? Wirt: nicht stischen Bestrebungen auf dem Felde der Außenjungen: halten haben, bis es schließlich doch zu jener Raia etwa die Tatsache, daß der derzeit im Vordergrunde bol if sein? Nichts anderes, als der Friede, strophe lam, der man im ersten Augenblick nur lofafe der internationalen Politif, der internationalen Bedeutung beimeffen zu können glaubte und die Diskussion stehende Kelloggsche Kriegsächtungsantrag feine Erhaltung, seine dauernde Sicherung schließlich die ganze Welt in Brand steckte. Wir sind mit vollständiger Ausschaltung des Völkerbundes vergegen alle Gefahren. Freilich, auch Herr Beneš sicher die allerletzten, die dem Völkerbund jede Behandelt wird, wie ein Blißlicht auf die trostlose Lage beteuert, daß er eine Politik des Friedens bedeutung absprechen, ihn gar befämpfen wollten. des Völkevbundes? Und bedeutet nicht etwa der volltreibe. Aber gerade an dem Beispiel der tscheNichts liegt uns deutschen Sozialdemokraten ferner, ständige Zusammenbruch der Abrüstungsaktion ein choslowakischen Außenpolitik, die trotz des soziaals dies. Aber man darf dem Völkerbund andererseits offenkundiges Debacle des Völkerbundes, aus dem die listischen Parteinamens ihres ersten Trägers, nicht, wie dies Mussolini in einer am 5. Juni ge Sozialistische Arbeiter Internationale in ihrer Feberimmer von fapitalistisch- imperialistischen Inter haltenen außenpolitischen Rede den sogenannien tagung die einzig richtige Konsequenz gezogen hat, Idealisten zurief,„ mythologische Eigenschaften" an indem sie das Proletaria: alle Länder aufrief, alle essen geleitet war, läßt sich der Unterschied von denen einige, wenn es zu den letzten Auswir dichten. Nur wenn man die wahre Bedeutung und Regierungen unter den stärkstmöglichen Drud zu zwischen dem echten proletarischen Friedens fungen kommt, neue Leidensstationen der Menschheit den wahren Charakter des Völkerbundes, seine Unzusetzen, die militärischen Gegentendenzen gegen die willen und der bürgerlichen Politik des Frie- jein werden. Es zeigt uns vor allem die schwere länglichkeiten, feine heutige Machtlosigkeit feststellt, internationale Abrüstung auf das Schärffte zu be dens mit Vorbehalt der Kriegsrüstungen flar Serise des Völkerbundes, die die Richtigkeit wird man dazu gelangen können das Vorhanden lämpfen und gleichzeitig auszusprechen, daß eine vol. herausarbeiten. Herr Dr. Beneš ergeht sich in unserer Behauptung erweisen, daß der Völkerbund in fein der erforderlichen Machtverhältnisse vorausgesetzt ständige Abrüstung nicht möglich ist, solange die ReAeußerungen wärmster Sympathie für den seiner heutigen Konstruktion und Zusammensetzung aus dem Völkerbund einen brauchbaren Friedens gierungen der meisten Länder von kapitalistischen und amerikanischen Vorschlag der Striegsächtung, niemals ein wirkliches Frieden vehelf zu machen, den wir bei den heutigen templi imperialiſtiſchen Klaffen beherrscht werden und so. den sogenannten Kelloggpalt, aber er betont trument fein kann. Es zeigt uns schließlich die zierten internationalen Verhältnissen in den Dienst lange in den meisten Ländern nicht jene Demokratie gleichzeitig, daß er auf Grund dieses Paktes großen Gefahrenquellen des Weltfriedens, den tapi bes großen Kampfes der Arbeiterflaffe um den Welt besteht, die allein die Durchführung internationaler niemals auf die anderen Garantien- das ist taliſtiſchen Imperialismus, wie er sich in dem henfrieden ſtellen können. Daß unsere Behauptungen Abrüstungsabkommen unter die Kontrolle dentefra tigen England verkörpert und vor allem den Fascis von der tischer Einrichtungen zu stellen vermag. Den Opti die Politik der Bündnisse und auf die mus in seinen verschiedenen Ausgaben, in der italie mismus bei Betrachtung der internationalen Politi eigenen Verteidigungsmittel das ist der nischen, ungarischen und litauischen. Dabei führt uns schweren Krise des Völkerbundes hat der Herr Außenminister aber auch auf Militarismusverzichten werde. Das ist, wie der Herr Außenminister alles dies in überquellendem richtig sind, können wir an einer ganzen Reihe von die internationale Stellung der Tschechoslowakei Dr. Czech bemerkte, der bewaffnete Friede, die Optimismus vor. Nun, Optimismus ist eine schöne altuellen Problemen erweisen, die die letzte Wölferständige Kriegsgefahr. Sache. Kampf ohne Optimismus wäre bundtagung beschäftigten. Siebei fönnen wir alles, übertragen. Der Herr Außenminister bezeichnet die Wohin hat diese Politik der Bündnisse und ein trostloses Beginnen. Jeder von uns was zurückliegt, so das Verhalten und die Ohnmacht auswärtige Situation der Tichechoslowakei als durch)- der Rüstungen geführt? Nicht zum Erfolge, allen muß ein Stück davon in sich haben. Aber Opti- des Völkerbundes in dem italienisch griechischen aus günstig. In gleicher Weise beurteilt er auch die sondern zum zusammenbruche der Warlegungen des Herrn Außenministers aufscheint, Albanien Affäre, in dem englisch - ägyptischen Streit die Worte:„ Wir sind feit und ruhig" charatteriſiert. mismus von einer Unbändigkeit, wie sie aus den Greta- Konflikte, in der jugoslawisch italienischen Lage der Kleinen Entente , deren Position er durch außenpolitischen Konzeption des ist Opium, das einschläfert und sicherlich nur die usw., furzum in allen den vielen Fragen, die den Diesen Auffassungen des Herrn Außenministers ver Herrn Dr. Beneš. Seine Friedenspolitik gegenteilige, als die gewollie Wirkung erzielt. Denn Völkerbund zu einer geradezu befchämenden Beden mögen wir nicht beizutreten. Es fällt uns natürlich war eine Politik der Gewaltfriedensverträge man fragt sich unwillkürlich, wozu man für den Frie- tungslosigkeit herabgedrückt haben, ruhig übergehen. absolut nicht ein, die außenpolitische Situation per von Versailles und St. Germain. Die Scheiden fämpfen soll, wenn alles wie im Liebesroman Wir brauchen nur den neuesten japanischen Gewalt Tschechoslowakei als kritisch hinzustellen, wir sind viel mehr der Meinung, daß die Tschechoslowakei von leidung der Welt in allmächtige Sieger und zu ausgehen wird, wenn die Liebenden sich trotz aller afi gegenüber China , den letzten italienisch jugosla nerlei wie immer gearteten akuten Gefahren bedroht Boden geworfene Besiegte hat der Tschechoslo- Semmnisse und Hindernisse, trop aller Leidenschaftswischen Zusammenstoß, den polnisch- litanischen Streit ist, und daß das Säbelgerassel, das man aus der wafei Gelegenheit geboten, eine internationale ausbrüche bestimmt friegen? Selbstredend dürfen wir fall, die St. Gotthardt- Affäre, den rumänisch - ungaRede des Herrn Außenministers nach einer bestimm Rolle zu spielen. Denn der Imperialismus der auch in das Gegenteil von Optimismus nicht verfal rischen Optantenstreit, die Rothermere Aftion her ten Richtung hin heraushört und das in dem Schluß. Westmächte bedurfte der Helfer und Diener in len, nicht alles nur schwarz ſehen, sondern müssen auszugreifen, alles Affären, in denen beiderseits Mitten Richtung hin heraushört und das in dem Schlußdie Tatsachen in ihrer Wirklichkeit und ganzen Wahr glieder des Völkerbundes beteiligt sind, um an jedem wort zum Ausdrucke kommt,„ daß wir jeden AugenMitteleuropa, um die Besiegten einzufreisen heit hinnehmen, uns auf sie einrichten, uns auf die einzelnen Falle aufzeigen zu können, daß der Völker blick zu unserem Schutze vorbereitet sind vollkommen überflüssig war. Troßdem halten wir die außenpoliund niederzuhalten. Indem sich Herr Dr. Venes weitere mögliche Entwicklung vorbereiten. Was hat bund im entscheidenden Augenblicke mit mehr oder willig und eifrig zu diesen Diensten hergab. es beispielsweise während der ganzen Dauer des alt- weniger Respekt einfach beiseite geschoben und zu vielen Zwiespältigfeiten, denen sie unterworfen ist. tische Lage der Tschechoslowakei im Hinblick auf die fam er und sein Staat zu Ansehen und Bedurchaus nich: für günstig. Ant prägnantesten läßt liebtheit bei der Entente. Aber wo ist die sie sich durch das Wort charakterisieren, daß Entente heute? Die wirtschaftliche Entwicklung, politit, ebenso wie die Weigerung Frankreichs . den Staaten. Nur aus sozialistischer die Tschechoslowakei außenpolitisch vereinsamt der die Ausschaltung Deutschlands zum immer der Tschechoslowakei Meistbegünstigung zu ge- Innenpolitit fann die friedliche ist, während die Stleine Entente, auch wenn hundert. größeren Hindernisse wurde, aber nicht minder währen, daß die Freundschaft der Westmächte Außenpolitif erwachsen. die politische Entwicklung, die ebensoviel Gegen- bedenklich fühl geworden ist, während auf der Wir wissen, daß unser Ziel nicht mit einem mal behauptet wird, daß sie fest" ist, daß sie lebt jätze der Ententestaaten untereinander erzeugte, anderen Seite das Vertrauen Deutschlands , Schlage erreicht werden kann. Darum unter- und man sich liebt, aufgehört hat, ein Machijaftor zu ols sie Bindungen und Interessengemeinschaften nach allem Vergangenen, nicht so leicht zu geſtüßen wir, anders als die Kommunisten, die ein und sich nur in Konferenzen und Protesten auszuwirken vermag. mit Deutschland schus, hat die Scheidung in winnen ist. Die Politik der Sonderbündnisse sich in unfruchtbaren Entlarvungsmanövern er Es hat Zeiten gegeben, in denen die Tschechoslo. Sieger und Besiegte durchbrochen und damit hat die Tschechoslowakei zum Schluſſe in völlige schöpfen, jeden poſitiven Schritt, der dem Frie- watei im internationalen Maßstabe etwas den dient. Litvinows Reden in Genf haben bedeutete, in denen Herr Außenminister Beneš sehr der tschechoslowakischen Außenpolitik völlig den Vereinsamung geführt. Boden entzogen. Ganz anders muß sozialistische Außen die Abrüstung nicht gefördert, aber die sozia- viel galt. Es war dies in der Zeit der Staatsgrün Wie der großen, erging es auch der Kleinen politik geführt werden. Steine Scheibewände listischen Regierungen Dänemarks und Schive- dung, der Friedensverträge, des schweren Gegensatzes Entente. Solange die Entente vor der Wieder- zwischen den Völkern, sondern engste Gemein- dens haben den Militarismus abgebaut. Die zwischen Deutschland und den Ententemächten, der einsetzung der Habsburger bangte, stand sie schaft aller! Seine Ausnüßung vorübergehender Stommunisten halten Brandreden gegen die Balfanisierung Europas , der Glanzzeit der sogenannten Völkerbundpolitit, furz in einer Zeit, da man hinter dem Bündnis der Zichechoslowakei mit stonstellationen, feine Ausbeutung wechselnder imperialistischen Friedensverträge, aber Mac- der Meinung gewesen ist, daß es gelingen werde, Jugoslavien und Rumänien , seitdem Ungarn Wachtverhältnisse, sondern ehrliche Zusammen- donald und der von den Sozialisten unterſtüßte Deutschland endgültig niederzuringen und aus der zum Schoßfind der europäischen Gegenrevolu- arbeit ohne Ausschließung einer einzigen Herriot haben die Verſtändigung Englands und Liste der europäischen Mächte zu streichen. Das war tion geworden ist, hat die Kleine Entente Rück- Nation. Sein Friedenspakt mit Vorbehalt, son Frankreichs mit Deutschland angebahnt. Die auch die Blütezeit der Stleinen Entente, die eince halt und Straft verloren. Die Annäherung Ru- devn völlige Abrüstung zu Lande, zu Wasser Politik der Sozialdemokratie hat Deutschland der wichtigsten Werkzeuge der Entente, vor allem mäniens an Italien , die im Vorjahre, gerade und in der Luft, wie die Sozialistische Arbeiter aus der Verfemung herausgeführt. Diese Ent- der französischen Politik gewesen ist. Seither hat sich während des heftigsten italienisch- südslawischen Internationale sie fordert. Eine solche Bolitik wicklung muß das arbeitende Volk verstehen aber die internationale Situation ganz außerorden: Stonflittes erfolgte, zeigt überdies, daß die fann freilich nicht von den herrschenden silassen lernen. Stärkt es die Macht der Sozialdemo- lich geändert. Seither haben sich die Machtverhältnisse ständig wechselnden Spannungen und Inter - getragen werden, deren Profitinteressen und fratie, dann wird sie imitande sein, wie die vollständig amgestell; und verschoben. Die Politit, die damit gerechnet hatte, Deutschessengegensäße zwischen den Staaten, die auf Stonkurrenzfämpfe die gefahrenschwangeren Internationale es verlangt, jenen Druck auf die land auf die Knie zu zwingen, ist vorbei. Macht ausgehen, durch keinerlei Verträge ge- Gegensätze ständig aufs neue und in ständig Regierungen auszuüben, der sie zwingt, Sonbannt werden können. So hat Herr Dr. Benes neuen Formen erzeugen. Darum ist die Abfliften auszuweichen und die Rüstungen ein- An ihre Stelle ist die Locarno Politit getreten, der nach allen Seiten Garantieverträge und Bünd- rüstung und Sicherung des Friedens, die Umschränken. Legt das Volk die Eintritt Deutschlands in den Völkerbund, der Versi condic such einer friedlichen Auseinandersehung zwischen nisse geschlossen, und dennoch hat die Tsche- wandlung des Völkerbundes aus einem Spiel Staatsmacht Deutschland und Frankreich , das Abkommen Deutschchoslowakei nirgends einen wah ball rivalisierender Mächte in ein Inſtrument dann werden wir, ungehemmt von lands mit jämtlichen Großmächten, aber auch nut ren Freund. Herr Beneš reifst nach Paris des Weltfriedens bedingt durch den Aufstieg der kapitalistischen Profitinteressen Rußland , die wirtschaftliche Konsolidierung, jo der und London , er hat endlich auch den Weg nach proletarischen Demokratie. Nur der Vormarsch den Bund freier Völker begrün- ungeheuere wirtschaftliche Aufstieg Berlin gefunden, aber trotz aller höflichen Sym- des Sozialismus in jedem einzelnen Staat er den, der allein den ewigen Frie Deutschslands. Alles das hat die alte Bünd nispolitif, auf die man sich soviel zugute hielt, einfach pathiebezeugungen beweist die englische Zoll- möglicht die Festigung des Friedens zwischen den verwirklichen fann.
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