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werden wird."

Ausland. Desterreich.

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Parlamentarisches."

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Polizeiliches, Gerichtliches c. Die neueste Nummer des Süddeutschen Postillons"

Der

Jm benachbarten Dorfe Bölffen, einer Station vor Springe, 1 Die Kaiserin- Wittive empfing gestern die Gemahlimmen ber welage der faiserliche Zug auf der Fahrt hierher passirte, ist ein Gesandten der europäischen Mächte. Die Damen versammelten sich Mann verhaftet worden, welcher verdächtige Aeußerungen gethan in der englischen Gesandtschaft und begaben sich von dort in den haben soll. Er wurde in das hiesige Gefängniß eingeliefert. Der kaiserlichen Balast, wo feierlicher Empfang stattfand. Der Staffer ist auf Veranlassung der Münchener Staatsanwaltschaft wegen Berhaftete scheint jedoch nur ein harmloser Prahler zu sein, faß zur Linken der Kaiserin - Wittwe. Die Gemahlin des englischen des Gedichtes Ein Weihnachtslied" tonfiszirt worden. Auch der wegen Majestätsbeleidigung zur Rechenschaft gezogen Gesandten Lady Macdonald als Doyenne verlas eine Adresse in in der Buchhandlung Vorwärts" in Berlin wurden einige Eremplare Man schreibt uns aus dem Elsaß : Wie verlautet, handelt es zu ihrem Geburtstage beglückwunscht wird. Die Kaiserin zeigte sich verstoßen, der von Vergehen wider die Religion handelt. Gegen die englischer Sprache, in welcher die Kaiferin im Namen der Damen beschlagnahmt. Das Gedicht soll gegen den§ 166 des Strafgesetzbuches sich bei dem gegen den Reichstags- Abgeordneten Genossen Bueb außerordentlich huldvoll und herzlich.- eingeleiteten Strafverfahren wegen Majestätsbeleidigung um den Konfistation ist sofort Beschwerde erhoben worden. Wir sind in Preß Vortrag, den Bueb unmittelbar nach seiner am 9. Oftober erfolgten Entlassung aus dem Mülhauser Bezirksgefängniß in einer Protest­prozessen doch auch nicht ganz unerfahren, haben aber in dem stimmungs­versammlung in der Vogteihalle zu Basel gegen die in der vollen Gedicht nichts zu finden vermocht, was Christen, die sich wirklich Oeynhauser Kaiserrede angekündigte 8uchthausvorlage ge Gegen die Wahl des Genossen Albert Schmidt( Aschers- bemühen, der Lehre des Nazareners nachzuleben, in ihren religiösen halten hat.­leben) ist unter dem 13. d. M. von dem Vorstand der nationalen Gefühlen kränken könnte. Das Verhältniß der Staatsanwaltschaft Mittelpartei Calbe- Aschersleben zu Schönebeck a. Elbe ein Protest zur Presse scheint in München immer preußischer zu werden. eingegangen, welcher der 3. Abtheilung resp. der Wahlprüfungs­Kommission überwiesen worden ist. Wir sind neugierig, schreibt meldet: Heute, mehr als zwei Wochen nach der Verhandlung seiner Aus Beuthen O.-S. wird uns unterm 15. Dezember ge Kabale und Liebe. Die Neue Freie Preffe" brachte aus nalen Mittelpartei den Protest begründet. Uns steht ein stattliches hütte auf seinen Antrag hin aus der haft entlassen dazu die Magdeburger Volksstimme", wie der Vorstand der natio- Straffache vor dem Reichsgericht, ist Genosse Dylong aus Königs aus Agram folgende Depesche: Vor dem hiesigen Garnisonsgericht fand Material zur Verfügung zur Kennzeichnung der von den sogenannten worden. Als Kuriosum aus seiner Haftzeit sei erwähnt, daß er eine Sonnabend eine Verhandlung gegen den Oberlieutenant Matasfich Mittelparteien betriebenen Agitation. Keglevich statt. Wie verlautet, wurde Matassich zu sechs Jahren Zeit lang die Belle bewohnt hat, wo seinerzeit der Raubmörder Festungshaft verurtheilt und zur Strafverbüßung nach Peter- Arendt( Dtsch. Reichsp.) mit Unterſtüßung seiner Fraktion den An- diese Belle gebracht. Immer war Dylong in Einzelhaft. Verhütung von Schiffsunfällen. Im Reichstage hat Dr. Sobczyk gelegen hatte. Nach Dylong wurde wieder ein Mörder in wardein gebracht." Schon an sich wäre diese Mittheilung höchst trag gestellt, behufs Herbeiführung internationaler Maßregeln zur Leipziger Bolts- 3tg." wird aus derselben Stadt berichtet: Da teiner merkwürdig; denn wenn man meldet, daß jemand zu sechs Verhütung von Schiffsunfällen und zur Sicherung der Gastwirthe des oberschlesischen Industriebezirks aus Furcht vor Jahren Kerler verurtheilt wurde, so pflegt man doch auch des Lebens der Seeleute und der Seereisenden mit den der Polizei den Parteigenossen sein Lokal zur Benutzung über zu sagen, welche That der Verurtheilte begangen hat. Herr Matassich- Keglevich ist aber in gewiffer Hinsicht eine interessante übrigen Seemächten in Verhandlungen einzutreten. Tassen will, miethete ein Genosse in Beuthen ein größeres Lokal in Bersönlichkeit." Er war der Geliebte der Prinzessin Arbeitsnachweise. Im Reichstage ist vom Abg. Röſicke- Polizei verhinderte jedoch gewaltsam jede Benutzung des Lokals zu Louise von Koburg- Gotha, die, wie man sich erinnert, Defiau( lib.) ein Antrag eingebracht worden, betr. die Einrichtung von dem angegebenen Zwede, und nicht nur das, sie verhinderte es auch einem Privathause zu Vereins- und Versammlungszwecken. Die von ihren Verwandten ins Jrrenhaus gesperrt wurde, obwohl Arbeitsnachiveisen.- die Dame im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte war und hoffentlich gewaltsam, daß außer dem Miether auch nur eine einzige Person auch noch ist. Ebenso unaufgeklärt wie die Internirung der angehörigkeit betreffend haben die Abgg. Dr. Hasse, Dr. Lehr und mit einer Regierungs- Polizeiverordnung vom Jahre 1889 zu be Den Erwerb und Verlust der Reichs- und Staats: bas Lotal betrat. Dieses unerklärliche Vorgehen suchte die Polizei Prinzessin Louise in eine Irrenanstalt ist die gleichzeitig Graf v. Arnim im Reichstage einen Antrag eingebracht. Der Antrag gründen. Gegen die Polizeibehörde ist Strafantrag gestellt und erfolgte Verhaftung des Oberlieutenants Matajsich Keglevich, hat die Form eines Gesegentwurfs, der 28 Paragraphen umfaßt. Klage auf Schadenersatz erhoben worden. dent seinerzeit nichts anderes zur Last gelegt wurde, wir heben daraus die nachstehenden hervor:§ 1. Die Reichs­als daß eine hochgeborene Dame ihn mit Ihrer Neigung zu angehörigkeit wird durch die Staatsangehörigkeit in einem Bundes- 21. September d. J. der damalige verantwortliche Redakteur der. -Wegen Beleidigung des Grafen v. Posadowsky ist am beglücken für gut fand. Es wäre also recht gut, wenn die Welt er- staate erworben. Die Staatsangehörigkeit in einem oder mehreren Magdeburger Voltsstimme", Genosse August Müller, führe, warum denn Herr Matassich- Keglevich sechs Jahre Festungs- Bundesstaaten erlischt durch den Verlust der Reichsangehörigkeit. vom Landgericht daselbst zu 300 M. Geldstrafe verurtheilt worden. haft erhielt. §. 8. Zum Zwecke der Erwerbung der Staatsangehörigkeit in Das Vergehen wurde in einer Besprechung des Poſadowsky'schen einem Bundesstaate bedarf es der Entlassung aus der Staats- Wahlbriefes und zwar besonders in dem Ausdrucke Tambourmajor Bern, 15. Dezember. Die Bundesversammlung wählte zum angehörigkeit in einem anderen Bundesstaate nicht; auch geht die der Geldjackspartei" erblickt. Müller legte gegen das Ürtheil Revision Bundespräsidenten für 1899 den bisherigen Vizepräsidenten Müller- Staatsangehörigkeit in einem Bundesstaate durch Erwerbung der ein, dieselbe wurde aber am Donnerstag vom Reichsgericht ver­Bern( radikal), zum Vizepräsidenten des Bundesrathes Hauser- Zürich Staatsangehörigkeit in einem anderem Bundesstaate nicht verworfen. ( radikay). Toren.§ 9. Die Naturalisation soll Ausländern in der Regel -Die Mannheimer Volts stimme" schreibt: In der nur dann ertheilt werden, 1. wenn diese Naturalisation im Straffache gegen die Redakteure Herzberg und Ja e dh wegen Interesse des Deutschen Neiches liegt; länder deutscher Abhunft und 2. went diese Aus Scipio Beleidigung ist die Voruntersuchung nunmehr geschlossen. find.§ 15. Die Ertheilung der Reichsangehörigkeit an solche fuchungshaft ist vom Gericht abgelehnt worden. Termin zur der deutschen Sprache mächtig Der Antrag des Inhaftirten Herzberg auf Aufhebung der Unter­gelassen haben oder niederlassen wollen, erfolgt auf deren Antrag Berhandlung ist noch nicht angesetzt. Ausländer, die sich in einem deutschen Schutzgebiete nieber- uchungshaft ist vom Gericht abgelehnt worden. Termin zur durch die Kolonialabtheilung des Auswärtigen Amtes.-§ 17. Die Staatsangehörigkeit in einem Bundesstaate geht fortan nur verloren durch Verlust der Reichsangehörigkeit.§ 19. Die Reichsangehörig­Das Begräbniß Jean Dormoy's gestaltete sich, wie man feit geht fortan weder durch vorübergehenden, noch durch dauernden uns von Montlucon ( Frankreich ) schreibt, zu einer großartigen Kund Aufenthalt im Auslande( Auswanderung), noch durch Erwerb Die Handelshilfsarbeiter hielten am 11. Dezember in Berlin gebung. Die Bahl derer, die dem zu früh Verstorbenen das letzte einer fremden Reichsangehörigkeit verloren.§ 20. Die eine Konferenz ab, in der die von beiden Seiten der lokalen und Geleite gaben, belief fich auf mehr als 30 000. Aus ganz Frankreich Entlaffung aus der Reichsangehörigkeit auf Antrag der Be- zentralen Richtung seit langen bestehenden Zwistigkeiten geschlichtet waren Delegationen, aus Frankreich und Deutschland Tele­theiligten wird nach Gehör der höheren Verwaltungsbehörde wurden. Vertreten waren von beiden Parteien je 12 Delegirte, gramme eingetroffen, und die Grabreden flangen aus in dem Ruf: Staatsangehörigkeit mehrerer Bundesstaaten besaß, dieser Heimaths- aus Hamburg , Frankfurt und Leipzig , sowie wei wit des Heimathsstaates oder, wenn der zu Entlassende die darunter befanden sich außer den Berliner Abgesandten, Vertreter Es lebe die soziale Republik ! Es lebe die internationale Sozial- staaten, soweit fie aftenfundig sind, durch eine vom Reichsamte des glieder der Generalfommission, Legien und Röske, bie demokratie! Hoch die Verbrüderung der Völker! Innern ausgefertigte Entlassungsurkunde ertheilt.§ 21. Die der Sache die Vermittelung übernommen hatten. Entlassung auf Antrag wird nur denjenigen deutschen Staats- langen und sehr heftigen Debatten wurde von beiden Parteien angehörigen ertheilt, die als Kinder deutscher Staatsangehörigen im unterzeichnet folgende Resolution vorgeschlagen: Auslande geboren sind und im Auslande ihren dauernden Auf- Die unterzeichneten Vertreter der Handelshilfsarbeiter erklären, enthalt haben. Sie kann auch dann ertheilt werden, wenn ein daß eine Einigung der beiden differirenden Richtungen in der Handels­deutsches Staatsinteresse vorliegt oder wenn sie durch Staatsverträge hilfsarbeiter- Bewegung auf folgender Grundlage erstrebt werden soll: bedingt ist. Hierüber hat das Reichsamt des Innern nach Anweisung 1. Die von den Genossen Hoffmann und Alboldt zum 25. De­zember 1898 nach Sajjel bezw. zu Pfingsten 1899 nach Frank­ furt a. M. einberufenen Kongresse der Handelshilfsarbeiter finden nicht statt.

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Schweiz .

Frankreich . Die Sammlung der ,, Libre Parole" für den Prozeß der Wittwe Henry gegen Josef Reinach weist den Betrag von 22000 r. auf. Monarchisten und nationalistische Antisemiten. Es find viele Aristo­General Mercier zeichnete 100 Fr. Es fubftribiren meist fraten darunter. Der Prozeß der Wittwe gegen Reinach wird nicht stattfinden, da er juristisch unmöglich ist. Das ganze ist nur ein Mittel der Agitation.

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England.

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Partei- Nachrichten.

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London , 14. Dezember.( Eig. Ber.) Die Sozialdemokratische Föderation hat durch plötzlichen Tod einen ihrer tüchtigsten und hingebendsten Mitstreiter verloren. Es ist dies der Genosse 2. G. Pearson, ein Arbeiter von nicht gewöhnlicher Begabung. Pearson war mehrere Jahre Wanderredner der Englischen Landzurück erstattungs- Liga. Nachdem er sich jedoch von der Hoffnungslosigkeit, des Bundesrathes zu befinden. die Landarbeiter in einer aktionsfähigen Gewerkschaft zu organisiren, überzeugt hatte, gab er 1895 diese Thätigkeit auf und arbeitete feitdem in verschiedenen Beschäftigungen legt wieder als Dodarbeiter, was er schon vor Jahren gewesen. In dieser Thätigkeit fiel er am Montag beim Uebergang wurden für die 16 Kandidaten unserer Partei, die bekanntlich Bei der Stadtverordneten Wahl in Offenbach a. M. über einen Weg ins Wasser und ertrank. Er war im vorigen Jahre sämmtlich stegten, 2443 unabgeänderte Stimmzettel abgegeben, Kandidat für das Londoner Schulamt und ward angesichts seiner mir 67 weniger als zur absoluten Mehrheit hingereicht haben Fähigkeit und seines sachgemäßen Auftretens von einem Theil der würden. Die Vereinigte Bürgerpartei brachte es nur auf 1244 un­Progreffiften unterstützt, ohne indeß gewählt zu werden. Er war abgeänderte Stimmzettel, das Zentrum sammt den Handwerkern ein Mann von seltener Unabhängigkeit des Charakters. mur auf 120. Jm einzelnen erhielten unsere Kandidaten 2520 bis 2690 Stimmen, im Durchschnitt 2570, die Kandidaten der Vereinigten Bürgerpartei 1901 bis 2217, im Durchschnitt 2077, die 4 Kandidaten des gentrums 381 bis 687, im Durchschnitt 522 Stimmen. An der Abstimmung nahmen 4952 Wähler theil. Wahlergebnis:

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Italien .

Rom , 15. Dezember. Die Adreßdebatte der Kammer verlief im ganzen sehr ruhig. Ueber die innere Politik wurde ein Schleier gedeckt und über die auswärtige wurde ausführlich und gründlich falbadert. Bezüglich der Allianzen sowie bezüglich des Verhält nisses zu allen anderen Nationen sei alles vortrefflich" versicherte Heute der Minister Carnevard. Unter den Allianzen ist der Drei­bund" verstanden, dem es allerdings vortrefflich" geht, sintemalen die Todten keine Schmerzen mehr haben.

Portugal .

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Aus Liffaben wird gemeldet: Gegenüber den aufs Neue auf kauchenden Nachrichten von der Berpachtung der Delagoa- Bai an ein Konsortium oder Syndikat versichert man in hiesigen Re­gierungskreisen, daß alle solche Gerüchte gänzlich unbegründet feien.

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Norwegen .

Das Offenbacher Abendblatt" schreibt über das glänzende

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Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend.

Mit­

2. Von Alboldt, dem Vertrauensmann der lokalorganisirten Handelshilfsarbeiter, und dem Beauftragten der Zentral­organisation, Hoffmann, wird zu Ostern 1899 ein allgemeiner Handelshilfsarbeiter- Kongreß einberufen.

3. Dieser Kongreß hat über das Statut des Zentralverbandes zu befchließen und die Beamten desselben zu wählen.

Als Grundlage für die Berathungen wird das Statut des gegenwärtig noch bestehenden Zentralverbandes angenommen. Selbstverständlich steht den beiderseitigen Organisationen( Zahl­stellen resp. Lokalvereinen) sowie Einzelmitgliedern das Recht zu, etwaige Anträge zum Statut zu stellen.

Die Anträge zum Statut und für den Kongreß überhaupt find an ein Kongreßkomitee einzusenden, das aus den Genossen Alboldt und Hoffmann besteht.

Auf je 300 Mitglieder ist ein Delegirter zu wählen. Die am Schlusse des 4. Quartals 1898 in beiden Organisationen vorhandenen Mitglieder werden als Grundlage für die Zahl der zu wählenden Delegirten angenommen.

An der Forderung, den Kongreß der Zentralorganisation zurüd­Bericht der Generalfommission giebt den Schluß der Verhandlungen auziehen, drohte schließlich die Verständigung zu scheitern. Der wie folgt wieder:

daß die Sozialdemokratie ihren Sieg nur ihrer eigenen Kraft zu Die Betrachtung des Wahlresultats lehrt auf den ersten Blick, verdanken hat. Es werden die Gegner, die nicht einig werden konnten über die Vertheilung des Bärenfells, wohl sich gegenseitig die Schuld zuschieben an dem Resultat; sie werden sagen: Ja, wäre doch nicht mit allen 16 Kandidaten siegen tönnen! Das ist nun eine Einigung zu stande gekommen, dann hätte die Sozialdemokratie allerdings nachträglich ein billiger Trost. Er entbehrt aber auch jedes Grundes. mur 67 Bettel ohne Streichung fehlen, um die absolute Mehrheit Die Thatsache allein, daß der Sozialdemokratie zu haben, zeigt, daß sie jeder Stoalition gewachsen ist. Es ist das Proletariat der Stadt Offenbach , das hinter der Chriftiania, 14. Dezember.( Eig. Bericht.) Die GeSozialdemokratie steht. Das Proletariat, das seine Interessen er meinderaths Wahlen in Norwegen finden zum tannt hat. ersten Mal nach dem neuen Wahlgejez ſtatt. das Ernste Arbeit erwartet die Erwählten der werkthätigen Be­feit der Storthings Periode 1894-1897 besteht. Dasselbe völkerung Offenbach' s. Bisher tomte der einzige Vertreter, Genoffe Lokalorganisation dann schließlich sich zu entfernen begannen und ist zwar noch tein mustergiltiges Gesez, denn alle Ullrich, in der Hauptsache mur agitatorisch wirken. Nun aber ist die Dienstboten sind noch vom Wahlrecht ausgeschlossen, auch alle, die Macht der Partei im Stadthause gestärkt: 17 gegen 19 stehen dort Armemunterstützung 2c. erhalten haben. Auch muß sich jeder Wähler die Parteien. Und die 17 Sozialdemokraten unter sich einig und 2-3 Monate vor der Wahl( 1) in die Wahlliste eintragen. Infolge fest auf dem Boden des Parteiprogramms stehend die 19 aber diefer letzten Bestimmung ist die Wahlbetheiligung eine sehr geringe von Interessen zertlüftet, hierhin und dorthin auseinander fahrend. gewesen, in Christiania z. B. statt sonst 18 000 diesmal nur 16 000 Oft genug wird sich Gelegenheit bieten, sozialdemokratische Forde Stimmen. Aber das Gesetz hat die Proportionalwahlen rungen durchzusetzen. eingeführt, und das ist für die in Norivegen noch schwache sozial- Zuerst soll gut gemacht werden dieses schmähliche Unrecht angewahrten, schien auch die Mehrzahl der Delegirten sichtlich bes demokratische Partei günstig. Deshalb hat fie diesmal auch überall den städtischen Arbeitern, die man für ihre Arbeit des Kandidaten aufgestellt; in Christiania z. B. sind 25 aufgestellt. An Wahlrechts beraubt. einigen Orten find nun die Wahlen schon zum Abschluß gelangt: in bas it a bt if he trier weite Stampf wird entbrennen um Bergen hat unsere Partei 7 Mandate gewonnen( neben 32 Linken, Der Arbeiterklasse freie Bahn das ist die Frucht des heißen 29 Rechten und 8 Enthaltsamkeitsmännern), in Sera gerö 3 Mandate, Kampfes!" in Drammen 3 und in Trondhjem 2. Nun haben auch die Wahlen in Chriftiania stattgefunden. Es find dort Stimmen abgegeben: beiden Kandidaten Tischlermeister Fri und Tischler Pappe mit Bei der Stadtverordneten - Stichwahl in Erfurt find unsere 5708 für die Rechte, 4528 für die Linke, 1104 für die Sozialdemokraten, 484 und 481 Stimmen unterlegen. Die Kandidaten der Gegner er 459 Enthaltsamkeitsmänner, 77 Grundbesizerwerb und 5 Wilde. Offenbar hat die Linke die bisher innegehabte Majorität verloren, rangen mit 1134 und 1188" Stimmen den Sieg. Die Wahl­hauptsächlich wohl, weil sie in der Zeit ihrer Macht alle Arbeiter betheiligung war fast um die Hälfte schwächer als bei der Haupt­forderungen unbeachtet gelassen hat.-

China .

wahl.

Ottroi.

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In die Redaktion der ,, Märkischen Volksstimme" in Forst tritt am 1. Januar der Parteigenoffe R. Wittrisch ein. Er wird Ein französischer Missionar ist bekanntlich von chinesischen die Leitung des Blattes übernehmen und Genosse 8appay den Rebellen" gefangen worden. Am Freitag wird dem Bureau Reuter lokalen und provinziellen Theil bearbeiten. Wittrisch war früher in aus Beling in der Sache gemeldet: Der Tjung- li- Damen verlangte der Redaktion der Sächsischen Arbeiter Zeitung" thätig und feit eine weitere Frist, um für die Freilassung des französischen Missionars 1. Januar d. J. Redakteur am Offenbacher Abendblatt"," Sorge zu tragen, welcher von den Szechuan- Rebellen gefangen genommen wurde. Der Tjung- li- Yamen erklärt, daß, falls Gewalt maßregeln ergriffen würden, der Gefangene wahrscheinlich umgebracht werden würde und daß nur durch Unterhandlungen mit dem Rebellen führer die Freilassung des Gefangenen zu erreichen sei. Der fran zösische Gesandte hat sich hiermit einverstanden erklärt.

Empfang bei der Kaiserin von China . Aus Peling wird bom Mittwoch, den 14. Dezember gemeldet:

gerade das Gegentheil deffen herbeiführen, was die Machthaber mit Ans Ungarn . Daß die Verfolgungen der Sozialdemokratie ihnen bezweden, zeigt der Ausgang der Gemeindewahlen in Oros haza, wo an stelle von zehn ausgeschiedenen Gemeindevertretern ebenso viele Sozialdemokraten gewählt wurden, darunter der Lehrer Brosz. der sich seit einigen Jahren öffentlich zur Sozialdemokratie bekennt. Von den 20 gewählten Mitgliedern des Gemeinderaths find nun 15 Sozialisten.

des Kongresses. Die Vertreter der Zentralorganiſation ſträubten sich " Die lokalorganisirten Vertreter verharren auf der Zurückziehung ganz entschieden, dieſem einen einzigen Verlangen der Gegner zu entsprechen. Nachdem sowohl die Genossen Legien und öste sich wiederholt ins Mittel legten, erklärte offmann( zentr.) daß er persönlich bereit sei, den Kongreß zu regressiren, er fand aber nur einige Anhänger. Als die Delegirten der jeder Versuch und jedes Entgegenkommen ihrerseits erfolglos schien, da endlich wurde die Zustimmung zur Regressirung des Kongresses ( und obgleich mehrere auswärtige Delegirte sich noch sträubten) doch erfreulicherweise einstimmig gegeben, Damit dürfte nun die Sache zu einem friedlichen Zusammens arbeiten freigemacht sein. Wir müssen gestehen, daß wir selten so zufrieden mit einem Beschlusse waren als mit diesem, und wie wir friedigt über das Resultat zu sein. Beide Parteien versprachen, die etwaigen von beiden Seiten anhängig gemachten Beleidigungs­prozesse zurückzuziehen, und über die Abrechnungen, welche das Karnickel in dem Streite war, sich in freundschaftlicher Weise zu einigen. Wann die maßgebenden Personen sich über diese und andere einigen und besprechen wollen, blieb ihnen überlassen, wir hörten Fragen, welche ein gemeinsames Berathen nothwendig machen, mur, daß sie gegenseitig sagten: Nun gut, wir klingeln mal an". wann es am besten paßt.

Hoffen wir im Interesse der gesammten Hilfsarbeiter und der: Gewerkschaftsbewegung, daß die am 11. Dezember vollzogene Einigung der getrennten Berufsgenossen vom besten Erfolg gekrönt sein möge."

Deutsches Reich .

Der Ausstand der Krefelder Weber ist noch nicht beendet.

Es wird uns fiber die gegenwärtige Situation folgendes berichtet; In der am Mittwoch stattgefundenen Vergleichsfizung ist fest­ei, da der Firma Engländer nachgewiefen werden konnte, daß gestellt worden, daß die Aussperrung ungerechtfertigt die Aufstellungen über den Durchschnittsverdienst der Arbeiter un richtig sind, und demgemäß trat eine entsprechende Lohnerhöhung ein. Ebenso wurden einige Zuchthausparagraphen der Fabrikordnung be­feitigt. Die Einstellung der Streifenden wurde zugesagt."

Am Donnerstag Mittag tagte eine Versammlung der Weber, die zu dem Ergebnis der Verhandlung Stellung nehmen sollte. Sier