Str. 102.

schaftlichen Grundlagen verloren hat in wenigen Jahren, so zäh und so beharrlich um neue For­men der Gesellschaft ringen. Sollen wir da wie­derum einzelne Menschen herausgreifen, die da von dem Bettel ihrer Arbeitslosenunterstüßung, ihren Parteibeitrag leisten, die den Kulturorga nisationen feinen Tag untreu geworden sind und lieber täglich farge eine Mahlzeit geopfert hätten, frohe als den Kampf gegen die kapitalistische Welt auf­zugeben. Es genügt, wenn wir sagen, daß auf mir Biesem Gebiet, wo die Umstellung der Wirtschaft durch Krieg, Technik und wissenschaftliche Ar­beitsmethode so schwere Wunden gefchlagen hat, daß in diesem Gebiete die proletarischen, fozial­demokratischen Organisationen gerade in der Zeit des proletarischen Leides aufgestiegen ist.

Damit geben wir den Beweis, daß die ar­beitende Klaffe nicht nur die gewaltige Differenz awischen ihrer und der Welt der besitzenden Klasse sieht, sondern auch ihre Aufgaben erkannt und den Weg gefunden hat, der aus der Hölle des Rapitalismus heraus in eine neue Gesellschafts­ordnung führt. Alle arbeiten und alle genießen. Diesem Ziel leben wir, diesem Ziel opfern wir und um dieses Ziel kämpfen wir bis zu seiner Erfüllung.

Die Maifeier

. R.

als internationales Arbeiterfest.

Von Karl Kautsky .

Mittwoch, 30. April 1930.

Maigefühle.

Von Alfons Petzold .

Schrittleicht ist mir dieses Wandern durch die Straßen.

Denn tausend Schwestern und Brüder sind vor und hinter mir, die dasselbe Ziel haben.

Werksaal, du ferner! Heute umfängt mich nicht dein graues Gemäuer und wehrt den Anblick der Sonne. Hoch steht sie über mir! Nein, sie steht nicht, sie wandert mit uns.

Brüder, Schwestern, so in der Sonne gehen, wie macht das stark und froh! Wie lustig flattern doch die roten Fahnen, auf welche die starren Augen der Zinshäuser mit Haß schauen.

Hei, rote Fahne! Hei, rote Jugend! Fürchtet euch nicht vor dem Haß der lichtscheuen Dinge!

Uns gehört die Sonne, uns gehört die Welt!

Seite 3.

Linfere Maifeftnummer

crscheint in vergrößertem Um­fang bereits am 30. April, damit das Blatt nod) rechtzeitig in die Sände unserer Leser gelangt.

Am 1. Mai früh erscheint unser Blatt in normaler Stärke, die nächste Nummer erscheint dann erst am Samstag, den 3. Mai.

Der 1. Mai und die Welwirtschaftskrise. Der Mai im Volksaberglauben.

Von Paul Löbe , Präsident des Reichstages.

Von Phönig.

Es ist ein merkwürdiges Zusammentreffen Ueber den 1. Mai 1930 fallen die Schatten| stießen, arbeitet heute ein Bagger mit wenigen der kulturellen Entwicklung, daß der Mai Jahr­einer weltwirtschaftlichen Krise, die, von Amerika Arbeitskräften. hundertelang bei einer Unzahl von Völkern als bis Japan reichend, besonders im alten Europa Wo früher hundert Müllerburschen oder Ge- besonderer Festmonat galt. Als Freudezeit und Millionen fleißiger Sände zur Untätigkeit vertreidebodenarbeiter sich mühten, saugt heute ein Siegesfest des Frühlings und aller guten Ge­dammt und in unzähligen Familien das Ge- Elevator tausende von Zentnern Getreide und walten des Lichtes, auch in unserer sonst so spenst der dauernden Arbeitslosigkeit immer dro- Mehl aufs Lager! nüchternen Gegenwart diesen Charakter bei­hender wachsen läßt. Wo früher hunderte von Kohlentrimmern behalten hat, wenn auch nur an seinem ersten und Heizern ihre schwere Arbeit verrichteten, Tag, an welchem das Proletariat aller Länder steht heute der Stippwagen oder ein Monteur, das Fest der Arbeit begeht: der Arbeit als schaf bedient die Hebel und Hähne der Delfeuerung! fender Straft, gleichwie es die Sonne in der Wo früher zahlreiche Bauarbeiter und Zie- Natur ist. gelträger die Leitern hinauf und hinab stiegen, Diese festfreudige Bedeutung finden wir seit schleppt heute ein gewaltiger Stran die Baumate- altersher in allen Bräuchen, die im Mai geübt

Immer höher türmen sich die Widersprüche der kapitalistischen Welt vor uns auf. Was ist Vier Jahrzehnte sind es her, daß zum ersten- das überhaupt für eine Welt? male bei allen sozialistischen Parteien der Welt Wohin wir bliden: Ueberschuß an Rohstof­die Feier des 1. Mai begangen wurde. Unend- fen, an Fertigwaren, an Arbeitsträften! Und lich viel hat sich seitdem geändert, aber der Cha troydem wohin wir blicken: Mangel am Not rafter der Maifeier ist derselbe geblieben, den wendigsten, ein lebermaß an Not und Elend. jie von ihren Anfängen an hatte. Sie ist wic vor vierzig Jahren das eindrucksvollſte, am weitesten sichtbare Symbol des Völkerfriedens, der internationalen Solidarität. Ihre Parole it dieselbe, die Marx und Engels schon 1847 geprägt: Proletarier aller Länder, vereinigt Euch!

Aber soll diese Parole zur Wahrheit werden, dann müssen vor allem die Proletarier in jedem einzelnen Lande geeinigt ſein in einer gemein­samen Organisation, so weit sie teilnehmen am Befreiungskampfe ihrer Klasse. Nur geeinigt fönnen sie Macht gewinnen, nur geeinigt ver

mögen sie diese Wiacht erfolgreich und zwed­mäßig auszuüben.

Ueberschuß an Stohlen auf, legen viele Bergwerke England, Deutschland , Polen weisen einen still- trozdem hausen jeden Winter Hundert tausende in mangelhaft erwärmten Räumen.

-

Es fehlt an Wohnungen, an Kleidung, an Schuhen, an Nahrung und Erquidung und doch ruhen Millionen Arme beschäftigungslos, weil die Ordnung der kapitalistischen Welt den Aus­gleich zwischen Produktion und Verbrauch, zwi schen Rohstoffen und Konsumgütern, zwischen Herstellung und sachgemäßer Verteilung nicht herstellen kann!

rialien in schwindelnde Höhen!

Täglich schreiten diese Ersparnisse" fort. Bereinfachung zu, aber speit bei erweiterter Bro­Täglich nimmt die technische und organisatorische duftion neue Scharen von Arbeitern und An­gestellten auf die Straße!

werden. Im germanischen Heidentum war der erste Mai dem Donar geweiht und einer der ihm wurden die Thingsversammlungen abgehal heiligsten Tage des ganzen Jahreslaufes. An ten, an ihm fanden große Opferfeste statt, deren berzerrte Gestalt sich im Walpurgisnacht­Aberglauben erhalten hat, an ihm fuhren auch die Herden wieder nach dem Winter zum erstenmal aus. Das Maifeld, die Waiversamm

Desterreich, Bayern , Finnland , Polen kla- Statt daß die höhere Ergiebigkeit die Bürde gen über mangelnden Absaz des reichlich vorhan- der Arbeit für alle vermindert, das Leben er denen Holzes. Die Eisengewinnungsstätten, die leichtert und verschönt, die Arbeitszeit verkürzt, Baustoffindustrie verringert ihre Produktion. den Urlaub verlängert, die Alten sichert, ver- lungen spielen in der fränkisch- deutschen Geschichte Aber ringsherum herrscht bittere Wohnungsnot schlimmert sich das Los der Proletarier in Stadt eine große Rolle, und bei solchen Gelegenheiten und Abertausende lampieren in menschenunwür- und Land! pflegten die merowingischen Könige ein- oder digen Behausungen! Für die betroffenen Volksschichten wird der abgesetzt zu werden. In Ost- Deutschland , in ganz Ost- Europa Zustand jahrelang andauernder Arbeitslosigkeit Der Aberglaube, der sich an den ersten Mai gibt es zu viel Roggen, in Amerika zu viel Wei- und Hoffnungslosigkeit immer unerträglicher. Enüpft, ist in ganz Deutschland bis in die Ost­zen, Brasilien verbrennt seinen überschüssigen will die menschliche Gesellschaft furchtbaren Safeeprovinzen hinein verbreitet, besonders aber im Staffee, Zuder aus Rohr und Rüben ist nicht tastrophen ausweichen, die zwangsläufig heran- Ober- und Niedersächsischen . Altheidnische Vor­Leider ist es um die Einigkeit des unterzubringen, jedes Land sperrt sich gegen die wachsen, dann muß sie bald den organischen stellungen spielen hinein. Von der Walpurgis fämpfenden Proletariats heute schlechter be- Einfuhr von Fleisch und Vich. Zu viel Roggen 11 m bau der Produktion und Bertei nacht haben wir schon gesprochen. In ihr ist stellt als vor vierzig Jahren. Der Gegen- aber zu wenig Brot, zu viel Bich aber zu lungsverhältnisse nicht nach den aller Zauber los und ledig. Aber auch vom Tage satz zwischen den Verfechtern der Demokratie wenig Fleisch! Millionen, die nicht satt werden, Prinzipien des Gewinns, sondern nach denen weiß die Mär so manches zu melden. In Mecklen und denen der Diktatur hat sich seit dem Welt und in unzähligen Familien die Sorge ums des Bedarfs vornehmen. frieg aufgetan, ein Gegensatz, der vorher nicht tägliche Brot! burg fürchtet man Regen bei Tag als Vorboten Zwischen diesen beiden bleibt nur die Wahl. cines unfruchtbaren Jahres. Tau am Morgen bestand; denn bis dahin galt es als eine Selbst- Wir haben zu viel Wolle und Baumwolle, Entweder das unerträgliche entlädt hingegen wird von den Holsteinern als Vor­verständlichkeit, daß die demokratische Republik in Indien , in Europa ! Unzählige Spindeln sich in fatastrophalen Zusammenstößen, oder zeichen eines guten Butterjahres gedeutet. Dort die Staatsform darstelle, in der die sozialistische ruhen, Webereien liegen still, Schuhfabriken die Erkenntnis von der Unhaltbarkeit dieser Ent- ftreichen die Bauern am Maimorgen das Gras Gesellschaft aufzubauen sei. Der Krieg hat dann feiern. Aber über der Hälfte der Menschen fehlt widlung sucht rechtzeitig die Umformung in auf einem Leintuch aus und pressen den ab­nicht nur in vielen bürgerlichen Kreisen, sondern genügende Kleidung-geschweige ein festliches sozialistische Produktions- und Verteilungsgrund- fließenden Tau in das Butterfaß; dann bekom auch in manchen proletarischen den Wahn er- Gewand, Ungezählie gehen in zerrissenen. Schu- jäße vorzunehmen. zeugt, die Methoden der Diktatur seien denen hen einher! men fic so viel Scheffel Butter, als Bauern in Es gibt fein Ausweichen, kein anderer Weg der Nachbarschaft sind. In Ostpreußen läßt man der Demokratie überlegen. Die Ausgaben für die Erwerbslosen schwel- ist sichtbar für die kapitalistische Welt! Alles, wo die Gänse an diesem Tage nicht austriechen, und Dieser Wahn hat die Reihen des Proleta- len lawinenartig an in England, in Deutsch für wir am 1. Mai demonstrieren: Sicherung richtet die Brütezeit darnach ein. Wan meint, Ländern zerrissen und land, in Desterreich, in der Tschechoslowakei , des Existenzminimums für alle Menschen, Aus- sie würden sonst nicht gut gedeihen. Bei Kindern bedenklich geschwächt. Doch mit den andern Nach- fünf Millionen Erwerbslose in den Vereinigten bau der Erwerbslosenunterstützung, Verkürzung läßt es sich leider mit ihrer Geburt nicht so wirkungen des Weltkrieges ist auch diese seiner Staaten, auch Japan ist nicht verschont und der Arbeitszeit und Ausdehnung des Arbeiter- arrangieren, zum Leidwesen der Schlesier, die Wirkungen seit einiger Zeit im Rüdgang begrif- Rußland muß hundert bis hundertfünfzig Mil- schutzes, Bewahrung der Invaliden, Verunglüd- glauben, daß Kinder, die am ersten Mai geboren fen. Der Kommunismus wirtschaftet rasch lionen Rubel für diese Unterſtüßungen in feiten und Greise vor dem wirtschaftlichen Ber- werden, blöd und tolpisch werden. ab, und damit verbessern sich die Aussichten, daß nen Etat einsetzen. fall, alle diese Forderungen sind Etappen auf gesamte fämpfende Proletariat wieder unter dem Wege der Lösung dieser kapitalistischen Rolle. Sich nadt in ihm wälzen, bringt nach Der Maimorgentan spielt eine große einer gemeinsamen Flagge marschieren zu sehen. Widersprüche. Je mehr wir uns diesem Ziele nähern, um Ueber diese Forderungen der Gegenwart fächsischer Vorstellung Schuß vor Ungeziefer und so bedauerlicher erscheint es, wenn in einem lenkt also der 1. Mai die Augen des Proletariats Kräße; und in Böhmen betrachtet man ihn als Lande das Proletariat so weit gespalten ist, daß auf die grundsätzliche Umgestaltung einer immer bestes Mittel gegen Sommersprossen. Im Erz­ gebirge treibt man das Vich am ersten Wai das sich zu dem Gegensatz zwischen Kommunisten und Lebensunfähiger werdenden Gesellschaft. Sozialdemokraten noch die Trennung der Sozial­erstemal aus; dabei legt man ein frisches Ei demokratie in zwei verschiedene Organisationen und einen Schlüffel unter die Stallschwelle, gibt gesellt, die einander aufs schärfste bekämpfen. Rasen darüber und läßt die Tiere hinausschreiten. Der Schlüssel ist ein Donar- Symbol, desgleichen Zum Glück ist das nur noch in wenigen Ländern die Zweige der Ebereschen, mit denen man in der Fall. Westfalen bei Sonnenaufgang am ersten Mai die Zu denen gehört leider auch Argenti Stühe aufs Streuz schlägt, um sie milchreich zu nien. Wir in Europa stehen den Verhältnissen machen. In Böhmen und dem Erzgebirge stedt Südamerikas zu fern, um beurteilen zu können, man Zweige von Birken, Hollunder oder Weich­wie weit Recht und Unrecht sich zwischen den felbäume auf die Misthausen. Es soll ein guter beiden kämpfenden Parteien verteilen. Einig ist und erprobter Schutz gegen die Heren sein. sich die Sozialdemokratie der ganzen Internatio Was bringt der 1. Mai den Frauen? Er[ chelichen Mutter gegen Not, Verachtung, Aus­Neben der heilenden und schirmenden Be­nale darin, daß sie diesen Zustand schmerzlich bringt den Frauen des Proletariats einen Tag, beutung? Beseitigung von jenem§ 218, der im empfindet und gern dazu beitragen möchte, ihn an dem sie stärker als sonst im Ablauf des modernen Wirtschaftsleben feinen Blaz mehr sichung findet sich vereinzelt cine gefährliche und zu überwinden. Partei- und Versammlungslebens fich als voll- beanspruchen kann, von anderen Gründen abge- brohende, so z. B. daß manche Flüsse, wie die Ein ermutigendes Beispiel wurde eben ge- wertige, gleichberechtigte Mitglieder einer Ge- sehen, schon allein von dem aus, daß er eine Saale , am ersten Mai ein Menschenleben fordern. geben: die Sozialdemokraten Italiens waren meinschaft fühlen sollen und dürfen. Jener einseitige Waffe gegen die Proletarierin darstellt? Hier haben wir Nachflänge ehemals bestandener Sulthandlungen. Hierher gehört auch das böhmi­cbenfalls gespalten, seit zehn Jahren. Ihre Spal- Gesellschaft, die die proletarische Frau um ihr Eine Entlohnung der Arbeitskraft, die es fche Sprichwort: Hochzeit im Mai, ruft tung hat dem Aufkommen der Schwarzhemden fostbarstes Frauenrecht, Hausfrau und Mutter möglich macht, daß die Arbeiterfrau einmal ben Tob herbei". Ferner die Vorstellung Mussolinis die Wege geebnet. Jetzt endlich haben fein zu dürfen, betrügt, wird diese Gemeinschaft etwas anderes sein kann, als ein gehettes Laft im gleichen Lande, daß man ein Kind nicht zur sie sich geeinigt, mit Ausnahme einer kleinen am 1. Mai also auch für sie mit den Kampfruf tier, nie im Besiße eigener Mittel und darum Zeit der Baumblüte im Mai entwöhnen dürfe, Schar eigensinniger Settierer, die zu viel vom zuschleudern: Bis hierher und nicht weiter! stets abhängig, nie entlastet durch wirtschaftliche weil es sonst weiße Haare befommt. In Wer etwas bringt, pflegt auch etwas zu Erleichterungen, wie sie für jede andere Haus- Ostpreußen gilt der Mai überhaupt als unge­haben. Durch diese Einigung wird der italieni - fordern. Ein Tag der Besinnung, des Nach frau zu den Selbstverständlichkeiten gehört, nie- eignet zur Aussaat des Flachses; Leinwand aus sche Sozialismus an Schlagkraft gegenüber dem denkens sollte deshalb der 1. Mai für die Frauen mals in der Lage einmal ausspannen zu können solchem gerät schlecht. In Schlesien , Bayern , des arbeitenden Bolles sein. Welche Rolle spielt von dem täglichen aufreibenden Lebenskampf, der Schwaben besteht noch hie und da die Sitte, Fascismus sehr gewinnen. Möge dieses Beispiel Nachahmung finden in die Frau im gemeinsamen Ringen und Schaffen ihren Zügen und ihrer Erscheinung frühzeitig am ersten Mai den sogenannten Maibaum auf­Argentinien! Möge der nächste Kongreß der ihrer Partei? Ift sie nur ein Anhängsel auf den Stempel aufdrückt, deshalb so oft auch nicht zurichten, ein Nachtlang des einstigen Frühlings­ge- Grund ihres bescheidenen Mitgliedsbeitrages, in der Lage in ruhigen Pausen zwischen der festes. Die ursprünglichen Maibäume waren sozialistischen Arbeiterinternationale eine einigte Sozialdemokratie Argentiniens schen! Sie vielleicht nicht einmal von allen Genossen gern Arbeit die Zeit zu finden für geistige Betätigung grüne Besen und oft findet sich auch heute noch wird dann ein leuchtendes Vorbild werden für und mit Wertschätzung betrachtet? Oder ist sie und dann die Initiative zu ergreifen zu eigenem an der Spitze des Maibaumes ein Besen auf­gesteckt, der ja im Herenglauben immer seine die proletarischen Parteien des ganzen füdlichen bewußte und unentwegte, entschlossene Mitfämp- geistigen Schaffen. Ihr laßt den Armen schuldig werden," das Bedeutung hatte. Die neubegrünten Zweige sind Amerita, ja vielleicht des ganzen Kontinents, ferin um die noch immer dem größten Teil der denn eine geeinigte Sozialdemokratie in Argen- Menschheit vorenthaltenen drei elementaren tinien fann die Bereinigten Staaten des nörd- Lebensgrundrechte: Satt werden, hausen und alt steht über dem Frauenleben des Proletariats. a so recht ein Sinnbild der wiedergelehrten lichen Amerika überholen, wenn diese das bis- werden dürfen? Bringt sie darüber hinaus den Nur Eins- und Verbundenſein mit den Kampf- Beugungskraft der Natur. herige Tempo ihres Wachstums beibehält. großen Forderungen, von Frauen aufgestellt und genossinnen kann ihr helfen.

Geiste des Bolschewvismus in sich aufgenommen

Dieser Prozeß schreitet von Tag zu Tag weiter. Wo früher tausend Spaten in die Erde

Neben der Lösung der praktischen Gegen­wartsaufgaben hebt sich unser Blid am 1. Mai auf das Ziel des Sozialismus, die Erlösung der Menschheit vom fapitalistischen Drud.

Der erste Mai und die Frauen.

Von Elfriede Schäfer.

Die enge Verbundenheit mit der Natur, zu von einst in noch ganz

-

böse

Natürlich wünscht dies letztere niemand in für Frauen verlangt, das volle Verständnis und So fordert der 1. Mai von den Frauen, sich welcher der Mensch ber Internationale und auch nicht in Argen - den unbeirrbaren Katwillen entgegen: Schutz den Seite an Seite, in Reih und Glied zu stellen anderer Art Abhängigkeit als wir heutigen ge tinien. Wir wünschen ein gleich fröhliches Wachs. Schwangeren, dem werdenden Säugling, daß er mit der Schar aller der Vielen, die ihr Auge hörte, und der Trieb, sich diesen Sachverhalt tum für beide Schwesterparteien, die berufen nicht schon im Mutterleibe der fronenden Mutter auf das große Ziel des Sozialismus richten, dem finnfällig und in doppelter Bedeutung be find, gleichzeitig die eine das angelsächsische, die bedroht, ja, gar schon im Schoße der Fabrik- Morgenrot einer Zeit entgegen, an deren Schwelle und gut vor Augen zu führen, spiegelt sich, andere das lateinische Amerita mit dem Geiste arbeiterin den Lärm, den Staub und die Unrast wir stehen. großer Betriebe erleben muß? Schutz der un Auf, sozialistische Frauen, schließt die Reihen! Bräuchen wieder. des Sozialismus zu erfüllen.

wenngleich entstellt, in allen diesen uralten