Nr. 226.
Sonntag, 27. September 1931.
Callos Zauberschachtel.
über die wir einſt in den dunklen Nächten schritten, Gin neues Silfsmittel gegen Fälschungen.- Berdrängung der teuren Quarzin Reihen zu zweien; quer vor der Brust hingen uns Gewehr und Patronengürtel, die den Nacken wund scheuerten und dem Atem verklemmten. Damals lohte am Horizont düsterrot der Scheiterhausen der Front. Das Grollen des Völkerhasses brach nie ab in unsern Ohren und ließ die Gespräche in der Korporatschaft bald verstummen. Dentit du noch daran, Nam'rad, der du jetzt an der Straße Morslede- pern sicher besser schläfft als früher je beim Fourageunteroffizier im Seu und war das doch schon der Wollust wollüstigste, damals, als wir noch auf dieser Straße über Stacheldraht und glitschige Baumstämme vorwärts stolperten! In die Nächte des Grauens.
lampe. Der Mann, der die Wunderbr lle erfinden will.
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SPD . Ein bescheidener junger Mann stellt sich Bukett der Fleischerpapiere, als Herr Alexander Callo vor, seines Zeichens PhyAls nächstes kommen ein paar Muster von iter, wohnhaft in Nikolassee bei Berlin . Sein Ver- Fleischerpapieren an die Reihe, die zum Einwickeln dienst ist, eine Methode gefunden zu haben, durch der Ware verwandt werden und daher giftfrei ſein die die im Tageslicht enthaltenen ultravioletten müssen. Mt bloßem Auge sehen alle Proben rosa Strahlen ohne fünstliche Lichtquelle verwertbar ge- aus; unter den ultravioletten Strahlen leuchtet macht werden können. plötzlich ein ganzes Bukett auf: rot, grün, gelb, blau
Als man machtlos war ,, Wie ich zu meiner Erfindung gekommen bin? Das ist doch ganz einfach. Sehen Sie, früher war Achtung! Granatloch! Weitersagen! Mensch, tu man geschickten Fälschungen gegenüber fast machtlos. die Zigarette weg!"- Da mußte man umständliche chemische Analysen und physikalische Untersuchungen machen, bis man herIn Ypern ist Markttag du lachst, Stam'rad? ausbetam, ob ein Geldschein echt, ein Stoff wider Es ist doch so! Ja, und deinen Appelzinenorden- standsfähig, ein Nahrungsmittel unverfälscht, ein denn du warst ein braver Sachse aus Crimmitschau Brief nicht aufgebrochen worden war. Dann tamen und ohne jeden Sinn fürs Heroische deinen Appel- die ultravioletten Strahlen. Sie sind unsichtbar und zinenorden mit dem empörend geiben Bande, dem du als langwellige Strahlfen im Tageslicht enthalten. nicht entgegen konntest, als wir beide die Patrouille Man hat sie fünstlich hergestellt durch die sogen um am Wegekreuz von Brodseinde machten, o, deinen ten Quarzlampen; diese künstlichen ultravioletten fchönen gelbent Appelzinenorden habe ich hier im Strahlen sind furzwellig und, wenn sie nicht sehr „ Museum of War" wiedergefunden, neben verbo - vorsichtig angewandt werden, gesundheitsschädlich. genen und berrosteten Seitengewehren, zerfetzten und Man benutzt sie, um Fälschungen aufzudecken. Unter berwitterten Gasmasken, Feldtelephonen, chsel der Ginwirkung der ultravioletten Strahlen erhält Stücken, Stoppelschlössern, die ein geschwäßiger Belgier jede Materie ein anderes Aussehen, ein andere in leidenschaftslosem schlechtem Französisch in einem Farbe; mögen sich zwei Stücke Papier oder Stoff Reller zeigt. bei Tageslicht noch so sehr gleichen, unter ultra violettem Licht sehen sie plöblich grundverschieben aus. Die Dinge selbst beginnen in einer bestimmten Art zu floureszieren.
Bisher hat man mit den Quarzlampen ausgezeichnete Erfahrungen gemacht. Sie haben nur den einen Fehler, daß sie ein paar hundert Wart tosten und sehr umständlich zu handhaben sind. Ich kam mun auf die Idee, ohne künstliche Lichtquelle einfach das Tageslicht zur Hergabe seiner ultravioletten Strahlen zu veranlassen. Dazu brauchte ich weiter nichts als eine bestimmte Glasscheibe, die imstande ist, alle anderen Strahlen des Tageslicht spektrums aufzuhalten und nur die ultravioletten burchzulassen. Das ist mir nun nach zweijähriger
je nach der Qualiät. Für den Kriminalisten ist biese feine Unterscheidung sehr wichtig: fast jedes ungeklärte Verbrechen stellt die Polizei vor die Frage, wo dieses oder jenes Material gekauft, von wem es hergestellt worden ist.
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Parteigenosfin! Parteigenoffe! ist Deine Tochter- Dein Sohn schon in den Reihen der sozialistischen Arbeiterjugend, ist fie( er) schon Mitglied des Sozialistischen ..Sozialistischen Jugendverbandes?"
Vom Prager Rundfunk
Wenn ich einer von den Glücklichen wäre, denen Nun kommen Tapetenproben an die Reihe; die die Novelle von 1931 eine Verbesserung der Peneinen sind lichtecht, die anderen nicht. Dann folgen sionsversicherung gebracht hat, ich wüßte aber nicht zwei Sorten Giernudeln, scheinbar aus demselben genau, welche und unter welchen Bedingungen Teig gemacht; erst der Blick ins Callophane zeigt aus dem Vortrag des Herrn Dr. A. Schmiede: ganz verschiedene Farben. Die eine Sorte Eier über das Thema wäre ich nicht flüger geworden. nudeln ist nämlich ohne Eier hergestellt worden! Denn dies war feine Rede, sondern eine Schretse Also auch Lebensmittelfälschung läßt sich beicht nach und noch dazu in den berühmten juristischen meijen. Wir sehen einen versiegelten Brief; im Schachteljäzen abgefaßt, die schon beim Lesen dem Callophane stellt sich heraus, daß das Siegel aus zwei Verständnis hartnädigen Widerstand entgegensezen. verschiedenen Laden besteht. Der Brief ist also ge- geschweige denn beim Hören. öffnet und wieder verschlossen worden. Aber noch Vorbildlich wie immer ist die Jugendstunde eine raffinierteve Art gibt es, um Postdiebstähle fest- mit Musik der Frauen Lulu Stuchlit Deutelzustellen. Bekanntlich, dringt der Delstempel der Bost moser und Emma Sayl: wie sich die Sprecherin in das Papier der Marten und Ruverts ein, aber fortwährend unmittelbar an ihre Zuhörer wendet, auch in andere Papiere, auf die man einen gestem- sich dadurch ständig in lebendigster Verbindung mit pelten Brief legt. Bei einem mutmaßlichen Postbieb ihnen hält, ihr Interesse, da sie sich stets ange wird nun alles untersucht, das während des Brief- prochen fühlen, nie losläßt und ſo, was sie zur öffnens als Unterlage gebient haben kann. Die ultra- sagen hat, su eindringlichster Wirkung bringt violetten Strahlen zeigen untrüglich den Abbrud des das ist beste Kunst des Rundfunks. Sörenswert ist immer auch, was Archivrat Dr. Stempels auf der Unterlagel Eine feltene Briefmarke wird uns vorgelegt. Im A. Moucha über neue Bücher zu sagen weiß. Nur Callophane erkennen wir die Fälschung: an ein schwer müßten die Autornamen, besonders wenn es sid lädiertes Stüd sind neue Ränder geschickt angefügt wie diesmal um Ausländer( Franzosen ) handelt, worden! Keine Sammlerlupe hätte das entdecken deutlicher ausgesprochen, vielleicht buchstabiert werEine andere Briefmarke zeigt im Kasten den, damit man Notizen machen und die Früchte einen dunklen Querstrich, der sonst nicht zu sehen ist seines Eifers auch beim Buchhändler ficher verein gastempeltes Stück, das als ungestempelt ver- werten före. kauft wurde! „ Vorsicht Schwindler!"
fönnen.
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Dort drüben aber ist Markttag. Markt in pern! Denn da stehen nur noch die grauen, fläglichen, niedrigen Stumpfen von den einstmals stolzen Tuchhallen dieser Stadt der Weber und königlichen Kaufherren. Daneben, freilich, die Kathedrale vom Heiligen Martin die Kathedrale, weist du, die immer die heiße, bellende Wut unserer Saubigen erregte, weil der Engländer von ihrem Turm in unsere Stel lungen, unsere Quartiere, unsere Löcher äugteist neu ersiellt in schönem, weißem Badstein. Auch sonst ist dieses Opern, wie alle die anderen Orte, Baschendaele und Bierlabenhavet, Zonnebede und Becelaere, die nur einmal zerhadte Steller und zerpflügte Fried höfe waren, auferstanden wie ein Saatfeld im Früh ling. Brattisch ist's hier und ein bißchen ungemütlich, wie alles Neue. Selbst der Dorfschmied von Zonnebeeke darf jetzt auf seinem Wasserklosett sizen, wenn er will oder muß. Jeder Biebfraul hat noch feinen Granattrichter; aber nicht pro memoria; er ist vielmehr die Tränke, die man gerade bort braucht. Ohne das Wellblech unsrer Siegfriedstellung" lein Rand." Die Schachtel wird hochgeklappt; jetzt kann hoch. Callophane" steht auf einem Schildchen am Sühnerstall, fein Karnidelbehälter! man sie mit der einen Seite an die Augen halten, Aber Markttag auf dem großen, frisch gepfla- se didyt, daß nur durch eine merkwürdig dunkle, fterten Rathausplatz von pern violett schimmernde Scheibe im Deckel Licht in den tion europäischer Geschichte. Ueber Gräbern Geschäfte: Staſten fällt. De Gegenstände, die geprüft werden Ein Korb grüner, fauber gewaschener Spinat steht sollen, werden in den Kasten hineingelegt; oder, auf dem Stumpf einer Säule. Die sollen, werden in den Kasten hineingelegt; die immer noch rot blutet, ist geputzt mit Blumenkohl wenn sie zu groß sind, wird ein Stüd Boden des dreißig Mart tosten wird. Und das ist die Haupt- Autoren wenigstens nachzustreben sich verpflichtet
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und Petersilie. Das Mädchen, das Nepfel und Pflau. men verkauft, sitzt auf den Bauch eines Heiligen ohne Kopf und ftridt fleißig, weil die Kundschaft noch fehlt. Staro, angeschirrt an feinen Wagen, hat fich in den Eingang des Unterstandes gelegt, in dem noch die Drähte funterbunt liegen, die einmal Schrapnelle und Gasgranaten anforderten. Er sonnt
lich und gähnt und ledt mit der roten weichen Zunge nach der deutschen Hanb, die ihm jetzt den biden, ftruppigen Kopf streicheln will.
Ja, Europa ist so unsentimental. Europa ist so bergeßlich! Wär's anders, wir wären längst dort, wo
das Feuerland oder Kamischatka heute noch sind. Es lebe unfre Vergeßlichkeit! Wenn man alles bedenkt: ihr verdanken wir, daß wir immer noch leben. In Europa . In pern. Hugo Efferoth .
Arbeit gelungen."
Das„ Callophane."
Alexander Callo zeigt uns eine Art Holzschachtel, swanzig Zentimeter lang, fünfzehn breit und drei
und das„ Callophane" auf
den zu prüfenden Gegenstand aufgelegt.
Wir gehen mit dem Staſten zum Fenster; das Licht des trüben Herbsttages genügt, Sonne ist nicht nötig. Nun können die Prüfungen beginnen.
Ein leeves Blatt Papier zeigt im Gallophane eine violette Schrift: Vorsicht, der Mann ist ein Schwindler!" Callo denkt sich die Verwendung so, daß derartige Bermerke nötigenfalls im Verkehr von Bant zu Bant auf den Schecks als Geheimschrift gemacht werden, um vor dem Ginlöser zu warnen.
Das Technische des Sprechens ist eben bein: Rundfunk so sehr entscheidend. daß selbst gediegenter Inhalt über mangelhafte Wiedergabe nicht hin weghelfen kann. Daß Dichtervorlesungen aus werden, bestätigte wieder Frau Mine.Hoenig eigenen Werken selten dieser Forderung gerecht Ohnsorg. Shre saubere, im Ausdruck etwas nüchterne Poesie ist reichlich sentimental und sieht urteilt. Der Mißbrauch der Bezeichnung Novelle die Welt aus der Perspektive der guten alten Gartenlaube, nach den vorgetragenen Muſtern befür jede anspruchslose Erzählung sollte doch einmal durch Uebereinkunft aller Beteiligten abgestellt wer den; wir wollen doch nicht vergessen, daß Goethe, Rleist, Gottfried Keller und Storm für die Gattung ein Maß aufgestellt haben, dem unsere heimischen
neuen Apparates aufzählen. Die Kriminalpolizei Es läßt sich nicht entfernt jebe Möglichkeit des fonn ihn am Tatort, der Staatsanwalt oder Verteidiger vor Gericht, der Sammler zuhause, der Wissenschaftler im Laboratorium verwenden. Daß dies nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch möglich ist, bewirkt der Preis des Callophane, das nur fache! Die gleichen Resultate laffen sich wohl auch mit Quarglampen erzielen; aber derart teure Apparate So bleiben mir von der Rundfuntwoche zwei können sich nur ganz wenige Behörden, Industrie- Vorträge von wirklicher Bedeutung, Antipoden der firmen oder Privatleute leisten. Das Callophane ist bereits im Berliner Bolizei- gleichwertig als menschliche Leistungen. Pater Weltanschauung, Gegensäße der inneren Form. präsidium in Betrieb; das preußische Innenministe mittnacht sprach über Auguftinus und das rium hat in einem Erlaß alle Bolizeistellen auf den apparat hingewiesen. Das Reichspostzentralamt, das Kriminalgericht, eine Reihe von Banten erhält dieser Tage ihre Apparate.
Zuerst holt Herr Callo zwei Behnmartscheine aus der Tasche. Der eine wurde ihm von einer Bant zur Begutachtung übergeben. Mit bloßem Auge ist faum irgendein Unterschied zwischen beiden Scheinen Aber Alexander Callo hat schon wieder weitere zu erkennen. Sie werden in den Kasten gelegt; und man sieht plötzlich zwei grundverschiedene Farben: Pläne. Er will als nächstes eine„ Wunderbrille" erder eine Schein ist hellgrün, mit deutlich erkenn- finden, die man nur aufzusehen braucht, um die baven Wasserzeichen. Der andere aber ist dunkel- Welt in Echt und Unecht geschieden zu erblicken. Das braun, die Wasserzeichen sind nicht zu sehen. Dieser wäre dann gewissermaßen die„ Brille der Erkennt Schein ist falsch.
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Broblem des Glüds. Ausgehend von der Festftellung, daß weder der Gelehrte. noch der Bischof, noch der Mönch Augustin unserem heutigen geben
oder da er des
den Menschen Augustin und sein Leben als unab unmittelbar so viel zu sagen hätte, zeichnete er lässiges Streben zum Glüd, auf Irrwegen des weltlichen Ehrgeizes und Genusses, dann aber in Hingabe an die letzte Wahrheit: Gott . Dies alles gab der Redner meisterhaft in einer Form, welche dic Nuzantendung auf die Gegenwart immerfort spüren ließ, ohne sie doch aufdringlich deutlich ausNach diesen offiziellen Ansprachen kam der fach- der geschichtlichen Situation: das Streben, den zusprechen; dadurch z. B., daß er auf Personen und Erste gesamtstaatliche Rundfunktagung liche Teil. Doz. Dr. Safranel sprach über den jungen Staat zu sichern, ließ die engen und hem Zustände jener Zeit die Bezeichnungen der Gegengegenwärtigen Stand und die Aussichten der Radio- menden Bestimmungen entstehen, die aber nun wart anvendet( Mittelschule, Hochschulprofessor, in Bardubig. technik. Klar und wohlgegliedert erörterte er Ent längst überholt, unnük und unhaltbar geworden General usw.), wodurch ohne weiteres die erwünsch Zukunft des Batterie- find. Daher muß danach getrachtet werden, daß ten Assoziationen im Hörer getvedt werden; oder Aörperkultur und Sport zu beleben, ward die erste und des Nehempfängers, der vor jenem den Vor- die Novelle von 1930 mit ihren großen Erleich- indem er mit einem ganz leichten Deuter davon Wohl um das Interesse an der Ausstellung für wicklung, Gegenwart und Kundgebung der Rundfunkgemeinde am 20. Sep- sug hat und ihn mit fortschreitender Elektrifizie- terungen endlich in Kraft trete. Aus einer großen spricht, daß Augustin seine Wissenschaft umgebaut tember in Pardubiz abgehalten. Sie war auch er- rung verbrängt, während jenem wieder in der Ver- Bahl von Rechtsfragen privater Natur wurde be- habe auf Wahrheit und Liebe im Geiſte Christi schienen, die Gemeinde samt den Vorstehern, und wendung auf Fahrzeugen noch eine Zukunft blüht. sonders der Schutz des Hörers gegen Störungen und der katholischen Kirche; Die Frage der Antennen ward berührt. Die Ver- hervorgehoben und festgestellt, daß leider unsere Augustin Heilsbotschaft verkündet unserer Zeit, so die Versammlung in der Ausstellungsrotunde war gleich als ein Stüd praktischen Rundfunks auf mehrung der Sender stellt den Konstrukteuren neue Abgeordneten für die Bedeutung dieser Fragen wie arm, so hungernd nach Glück..."" Aber trog aller gemacht. Denn Prof. Dr. Ernest und Minister Aufgaben, die Frage der Selektivität ist noch nicht des Rundfunks überhaupt noch nicht das richtige Rednerkunst- man merkt die Absicht. Und wir werden doch nicht davon ablassen, das Glück auf Dr. Frante sprachen ihre Begrüßungen ins Mikro- gelöst, Reinheit und Treue der Wiedergabe gibt Verständnis haben. auch immer noch zu arbeiten und die Störungen dhon und die Bürgermeister von Brag, Brünn , im Empfang werden wohl zum Teil beseitigt wer- tionen tamen nicht, hingegen versprach der Vor- denen es die Kirche feit fast zwei Jahrtausenden Die im Programm versprochenen Resolu- Erden zu schaffen den Mühseligen und Beladenen, Prezburg, Rarlsbad und Mähr.- Ostrau ließen sich, Breßburg, Karlsbad und Mähr. Ostrau ließen sich, den durch Konstruktion von nichtstörenden Elektro- sigende, der Ausschuß der Tagung werde im Sinne schuldig geblieben ist. rundfunkübertragen, von zu Hause vernehmen. So apparaten, bleiben aber noch unbesiegt, soweit sie der vorangegangenen Ausführungen eine Resolution Der zweite bedeutende Vortrag war der der läßt sich auch eine bescheidene Unternehmung durch der Atmosphäre entstammen. Das Fernsehen ist im ausarbeiten und den maßgebenden Stellen zuleiten. Genoffin Sermine Cebisch- Rumburg über ErProminenzen verschönern, deren Teilnahme anders faum gu gewinnen wäre. Allerdings, viel und Brinzip erfunden, aber noch nicht reif zu praktischer Damit war die Tagesordnung erschöpft. Das Ganze ziehung im Haus. Sie hatte nichts tunswoll zn wesentlich Neues hatte eigentlich keiner der Herren war ein Anfang; die Unsicherheit der Veranstalter stilisieren, frei und flar zeigte sie die Schwierig Diesen flugen und klaren Darlegungen des in einer neuen Sache war in der ganzen Ver- feiten auf, die gerade den Arbeitereltern in der 8 sagen. Der Herr Minister erklärte, daß sein Ressort alles Mögliche für den Rundfunk getan technischen Wissenschaftlers folgte ein weniger be- anstaltung zu spüren. Was das Radio den Arbei häuslichen Erziehung erwachsen: Wohnungsnot, habe und daß alle an seiner Weiterverbreitung mit friedigender Bortrag des Prof. Papa? des Mini- tern bedeutet, fam natürlich kaum andeutungsweise Arbeitsnot, Bildungsnot und die sozialen Forde arbeiten müßten: die Erzeuger durch Herstellung steriums für Schulwesen über die Kulturbedeutung zur Sprache. Die Anteilnahme der Deffentlichkeit rungen, deren Erfüllung erst die Grundlagen für eines guten Bolfsempfängers, die Schulen( denen des Rundfunks. Trotz aller Bemühung, dem viel- an der Tagung selbst war auch recht gering. Für gute Hauserziehung schaffen würde. Was mir aber freilich erst die Empfangsapparate beigestellt wer- behandelten Thema von neuen und überschauenden das Bürgertum ist eben der Rundfunk nur eine ihren Vortrag so besonders erfreulich erscheinen den müssen), die Presse durch systematische Bericht Gesichtspunkten her beizukommen, trop manches Bildungsquelle und ein Vergnügen neben vielen läßt, das war die Fülle praktischer Anregungen estattung usw. Primator Baza wies besonders lugen Gedankens zeigte sich doch, daß gerade unsere anderen; hier wirft, nachdem die erste Sensation und Winte, die hier den Eltern gegeben wurde: auf die nationale Bedeutung des Radios für die amtlichen Stellen weltanschaulich mit dem Radio des Fernhörens abgeftumpft ist, mehr die Bequem- über Wesen und Ziel der Erziehung, über Körper Entwicklung des Volkes hin. Karl Tomes, Bür ziemlich unsicher sind. Bemerkenswert als Forde lichkeit des„ Bade zu Hause!", als ein wirkliches pflege, Willensbildung( Behandlung des Eigengermeister von Brünn , verlangte, daß die Monats- rung an den Rundfunt fei verzeichnet feine Auf- Bedürfnis." Desto mehr hat der Rundfunk dem finns), Weckung des Solidaritätsgefühls, Erziehung miete für die Empfangsstation nach der Größe des gabe, die soziale Schichtung der Hörer zu respel- Arbeiter zu geben: Belehrung, Aufklärung, Kunst, zur sozialen Gemeinschaft, Gehorsamt, Strafen... Apparats gerecht abgestuft werden müsse. Doktor tieren, dabei Gegenfäße zu mildern und die öffent unablässige Werbung für die Idee der Zukunft der lauter Dinge, die so ungeheuer wichtig und so rno( Preßburg ) hob die Bedeutung des Rund- liche Meinung zu bilden, und darüber hinaus zur Klasse. Um so größer ist freilich auch die Gefahr, wenig auch den klassenbewußten Arbeitereltern funts für die moderne Technik der Landwirtschaft kulturellen Berständigung aller Völker beizutragen. daß der Proletarier dies alles im bürgerlichen, bekannt sind. Denn wir dürfen uns nicht täuschen: hervor. Dr. Hermann Jakob( Karlsbad ) ver- Siebei vergaß der Redner freilich, die Abschaffung seiner Klasse feindlichen Sinne empfängt, und um niemals im fapitalistischen Stant werden wir eine langte Verbesserungen in der zwischenstaatlichen der ängstlichen und bürokratischen Zensur zu ver- so schärfer muß er in seiner Organisation danach wirklich soziale Schule erreichen, nur die ärgsten Wellenordnung, Abkehr von der rein polizeilichen langen. deren Walten gerade die besten Wirkungen streken, auf die Anwendung des Rundfunks maß- Auswüchse des Systems können wir beseitigen. Einstellung und Schutz der Hörer gegen Störungen. des Radios lähmt. gebenden Einfluß zu orringen. Dann darf die Immer werden nur wir selbst unsere Kinder zu Jan Protes( Mähr.- Ostrau) endlich wies auf die Praktisch wertvoll war wieber ber sehr gründ- nächste Rundfunttagung nicht mehr so fachmännisch freien. selbstbewußten, sozial verantwortlichen Menbesondere Stellung seines Senders in einer Gegend lich angelegte Vortrag über Rechtsprobleme des farblos, so offiziell überparteilich ausschauen; fie schen erziehen fönnen. Darum müssen wir solches überwiegender Arbeiterbevölkerung hin, der das Radio Radios von Dr. Ramil Sulc, Brünn . Er erklärte mug ein Bild der wirklichen Kräfte und Be Erziehen auch verstehen und dazu hat uns dieser Fürstenau. Vortrag dankenswert geholfen. ie Verbindung mit der Kultur bermitteln müsse. I die noch geltenden Gesetze von 1923 und 1924 aus strebungen um das Radio geben.
Verwertung.
Fürstenau.