Wir glauben, mit der gesammten deutschen Künstlerschaft einig zu sein, wenn wir vor der Oeffentlichkeit erklären, daß wir jenen peinlichen Vorfall aufrichtig beklagen und als eine unserem ganzen Stande widerfahrene Kränkung mitempfinden.
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G. wurde vom Landgericht der Brauch besteht, die im Auslande befindlichen Offiziere alle zwei| anwaltschaft denunzirt worden. Jahre abzulösen. Insbesondere sind Angaben, wie die, daß Admiral Braunschweig freigesprochen. Wegen Majestätsbeleidigung ist der von seinem v. Diederichs in Ungnade gefallen sei und wegen Mangels an Takt und Unkenntniß der Höflichkeiten im internationalen Flottengebrauche Mitknecht denunzirte dänische Knecht Nissen Ohlsen, der zuletzt auf Das Recht der freien Meinungsäußerung über fünstlerische getadelt werde, völlig unbegründet."- einem Hofe bei Stappeln diente, von der Flensburger StrafFragen steht selbstverständlich jedermann zu; Zustimmung und Außer dem Unterstaatssekretär v. Wehrauch tritt nach der fammer zu einem Jahre Gefängniß verurtheilt worden. Mißfallen offen aussprechen, fann auch dem wenig urtheilsfähigen Laien nicht verwehrt werden. Wogegen wir aber mit at.-tg." auch der Wirkliche Geheime Oberregierungsrath Dr. foll ungebührliche Bemerkungen über Wilhelm II. gemacht aller Entschiedenheit Verwahrung einlegen müssen, das ist der Schneider aus dem Kultusministerium in den Ruhestand. Wie der haben.- geringfähige Ton, die verlegenbe Form der Hannov. Cour." aus sicherer Quelle vernimmt, steht die Ernennung des Ministerialdirektors Dr. b. Bartsch zum Unterstaatssekretär im jüngsten Ausfälle eines Mitgliedes des deutschen Reichs- Kultusministerium außer allem 8weifel. tages gegen Künstler von anerkanntem Ruf, eine Form, die in jedem anderen Falle als unparlamentarisch gerügt Der Werth von Lippe. Justizrath Rechtsanwalt sie. Vor der Graubenzer Straftammer stand am 4. März worden wäre, und die hier umsoweniger entschuldbar erscheint, als missen in Detmold hat gegen den Grafen Ernst zur der Landwirth Wegener aus Kl. Grabau, angeklagt wegen Freider Inhalt des Vorgebrachten eine sachliche Begründung fast ganz 2ippe Biesterfeld, den Regenten des Fürstenthums Lippe, he its beraubung, gefährlicher Körperverlegung bermissen ließ. eine Forderung bei dem dortigen Gericht eingeflagt. Der und Bedrohung. Am 27. Dezember hatte sich ein bis dahin Nicht unterlassen fönnen wir es, unser Befremden darüber Kläger glaubt, infolge Ertheilung von juristischen Rathschlägen in bei ihm in Dienst stehender Arbeiter etwas angetrunken und war zum Ausdruck zu bringen, daß weder von Seite des Präsidiums der lippeschen Thronfolge- Frage finanzielle Ansprüche an den Graf- mit dem Angeklagten in Streit gerathen. Schließlich verlangte der noch aus der Mitte der Abgeordneten gegen eine derartige Ver- regenten zu haben, und beziffert seine Forderung nach der„ L. 2. 3." Arbeiter feinen Lohn und seine Papiere, weil er sich andere unglimpfung ernster fünstlerischer Arbeit energisch Einspruch er auf 9000 2. vorbehaltlich einer Erhöhung der Summe. Das Streit Arbeit suchen wollte. Wegener rief ihn in sein Zimmer der Man weiß nun und hoben wurde. Jeder im Saale nicht anwesende Beamte irgend objekt ist auf 30 Millionen Mark bewerthet. Arbeiter, welcher glaubte, würde abgelohnt Sowie er eines Ressorts pflegt vor allzu heftigen, gegen feine Wirksamkeit wenigstens, welchen Kapitalswerth das Amt darstellt, ein fleines werden, ging hinein. das Zimmer betrat, ver= fich richtenden Angriffen durch den Leiter der Debatte geschützt Ländchen zu regieren, und man versteht, warum dieser Posten so schloß der Angeklagte die Thür und versetzte dem zu werden. Den gleichen Schuß auch abwesenden, deshalb begehrt ist. 30 Millionen sind in der That keine Lumperei.- Arbeiter mit einem harten Gegenstand einen der zu eigener Bertheidigung unfähigen Künstlern zu Theil Eine Ausweisung nennt die Ronservative Korre artigen Schlag an den Kopf, daß er zu Boden fiel; werden zu lassen, scheint man nicht für der Mühe werth zu spondenz" den Ausschluß einer Sozialdemokratin aus der Partei& üßen gegen den Leib. Dann riß der Angeklagte ein dem am Boden Liegenden versetzte er dann Stöße mit den erachten. Die Beurtheilung solcher Werthschäzung von Kunst und und findet einen Widerspruch darin mit unserer Stellung gegen die Gewehr von der Wand und schrie: ,, Hund, ich schieße dich todt." Künstlern können wir getrost der Oeffentlichkeit überlassen. Köllerei. 3u dumm, selbst für die„ Konf. Korrefp."! So etwas Schließlich ließ er den Mißhandelten aus der Stube. Nach einem Ganz unerhört muß uns aber der Gedanke erscheinen, Ihnen Hochverehrter Meister die fernere Einwirkung auf Ihr großes sollte sie der" Post" überlassen. ärztlichen Attest hat der Arbeiter durch die Fußstöße einen Wert durch Entziehung der Oberleitung über die künstlerische Aus2e i stenbruch davongetragen. Der Gerichtshof verurtheilte den schmückung unmöglich zu machen. Wir setzen das feste Bertrauen rohen Patron zu der Strafe von einem Monat Gefängniß. in die weitaus größte Mehrzahl der Mitglieder des Reichstages, daß sie einen dahin zielenden Antrag niemals zustimmen werden, und wir glauben auch, daß kein deutscher Künstler sich bereit finden laffen wirde, die Stelle einzunehmen, von der Sie verdrängt
worden sind."
Herr Lieber hat sich diese Abkanzelung gewiß redlich verdient. Aber zweierlei Einwendungen müssen wir gleichwohl hervorheben. Erstlich ist der Vorwurf gegen das Präfidium in diesem Falle gänzlich ungerechtfertigt. Selbst das Strafgesetzbuch läßt mit Recht die Kritik fünstlerischer Leistungen auch in der schärfsten Form zu, weil Angriffe gegen Kunstwerte nicht persönliche Beleidigungen ihrer Urheber sind, weil der Vorwurf ästhetischer Unfähigkeit keine Verdächtigung des sittlichen Charakters ist, der allein beleidigt werden kann.
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Der Dresch Graf Pückler ist seines Postens als Amtsvorsteher enthoben worden. Schade; denn nun kann er nur ohne die Autorität des Staates, als bloßer Privatmann, das deutsche Volk die Kunst des Dreschens lehren, und wird am Ende gar Redakteur der Staatsbürger- Beitung" werden müssen. Wer sich in unserer Beit des Brügelfultus derart für schneidige Mittel begeistert, sollte doch die Treppe der staatlichen Karrieren hinauf fallen, nicht aber schnöde hinunter geworfen werden.
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Die Regierung aufzufordern,
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Weibliche Aufsichtsbeamte beim Fabrikinspektorat. Man schreibt uns aus Baden: In dem Augenblick, wo das preußische Abgeordnetenhaus sich mit der Frage der Anstellung vou Fabrikinspektorinnen prinzipiell beschäftigt und eine rückständige Auffaffung den Sieg davon trägt, empfiehlt es sich, aus dem neuesten Die Infel Helgoland war bisher abgesehen von ihrer Bericht des badischen Fabritinspettorats zu zeigen, wie Naturichönheit in deutschen Landen besonders durch die Leichtigkeit die Regierung eines event. fortgeschritteneren Staates über die Ver= berühmt, mit der auf helgoländischem Boden Heirathen ge- wendung weiblicher Beaniten in der Gewerbe- Aufsicht denkt. Die schlossen werden konnten. Bahlreiche Bärchen, deren Verbindung in badische zweite Kammer nahm mit großer Mehrheit auf Anregung der Heimath irgend welche Schwierigkeiten entgegenstanden, gingen der sozialdemokratischen Fraktion den Antrag an: nach Helgoland, um dort ohne viel förmlichkeiten getraut zu werden. Das Bürgerliche Gesetzbuch beseitigt nun grausamerweise dieses awet zur Fabrikaufsicht geeignete weibliche Eheschließungsrecht auf Helgoland . Eine beim Abgeordnetenhause Bersonen auszuwählen und ausbilden zu lassen und im nächsten Weiterhin aber wäre zu wünschen, daß die Künstler sich nicht eingegangene Petition verlangt aber Erhaltung des bis. Budget die Mittel vorzusehen, damit dieselben als Assistentinnen nur daun muthig an die Oeffentlichkeit wagen, wenn es unberechtigte herigen Rechtes, andernfalls Entschädigung. Allerdings der Gewerbe- Inspektion angestellt werden können. Angriffe von Reichstags- Mitgliedern abzuwehren gilt. In haben die Helgoländer für die Vornahme der in der Heimath der Der Bericht der Fabritinspektion glaubt, daß zwei Lösungen anderen Fällen, wo die staatliche Kunstpflege in schlimmster Weise Brautleute unmöglichen Trauung recht hohe Gebührensäße ge- diefer bei der Neuheit der Sache" noch undeutlichen Frage mög beeinflußt worden ist, hat man von derlei öffentlichen Protesten schaffen. Von jeder Trauung erhält der evangelische Pfarrer lich find: nichts gehört, wenn man auch insgeheim berb genug geflucht hat.-100 m., die politische Gemeinbe 57 M., ein besonderer Beamter entweder stellt man Arbeiterinnen oder aber Damen an. Die fittliche Verrohung, der unsere Scharfmacher mehr und 11 W., awei Lehrer je 6 M. In den letzten fünf Jahren haben mehr verfallen find, äußert sich in einem Sage, den einer der 10 der Betheiligten 104 000 m. bezogen! 1898 waren die Post" Finte im Stumm'schen Geiste schreiben mußte. Das Blatt Einnahmen besonders beträchtlich. Die Helgoländer machen auch zieht aus den Verhandlungen des Abgeordnetenhauses über die geltend, daß neben den Gebühren auch der Aufenthalt der Braut Märzfeier den folgenden Schluß: Teute, mitunter auch eines Verwandtenkreises, eine Einnahmequelle bildet.
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" Man wird daher für den 18. März mit einer Reihe vont öffentlichen Demonstrationen der Sozialdemokratie und der bürger lichen Demokratie zu rechnen haben, welche ohne Zweifel einen ziemlich lärmenden Charakter annehmen würden, wenn nicht der Erlas über den Waffengebrauch der Polizei beruhigend wirkte."
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Braunschweig , 9. März. Der Landtag nahm endgiltig mit mehr als Zweibrittelmehrheit das neue Wahlgefez an. Damit ist die gesammte Wahl- und Steuergesetz- Reform in Braunschweig zum Abschluß gelangt.-
Die erste Kategorie sollen Personen etwa von der Qualität besserer Aufseherinnen und Werkmeisterinnen sein, denen die Ueberwachung des Arbeiterschutz- Bollzuges mit Beziehung auf die weibliche Arbeiterschaft zufiele; sie hätten ungefähr dasselbe zu thun, wie die männlichen Beamten. Sie würden aber nur einen Theil der routinemäßigen Geschäfte zu besorgen haben und ihre Mitwirkung würde mit geringen Ausnahmen bei Neuanlagen ausgeschlossen sein. Die Wegnahme eines Theils der Arbeit unserer männlichen Beamten würde die ganze Institution diskreditiren".
Merkwürdigerweise glaubt die Fabritinspektion bei der weiblichen Arbeiterschaft Badens vorausseßen zu dürfen, daß solche weibliche, Das ist echt Lodspisel- Art, ja in kaum verhüllter Form Auf- threr Arbeit hinter sich. Die Verfassungskommission der II. Rammer fönnen, wenn fie nicht in einer Reihe von Jahren eine besondere Die badischen Wahlkreisgeometer haben das erste Stadium proletarische Aufsichtspersonen ihr Vertrauen nicht so leicht erringen reizung zu Gewaltthätigkeiten ber Polizei. Aber diese Rohheit ist zugleich sehr einfältig; denn die Bost" verräth hier, was die erhielt die Aufgabe, eine Verständigung der Parteien über die Thätigkeit im Interesse der weiblichen Arbeiterschaft im Ganzen entRealtionäre bisher eifrig bestritten haben, daß der Schießerlaß Recke's Schaffung eines neuen Wahlgefezes für den Landtag zu suchen. Es falten können in zusammenhängendem persönlichen Verkehr. boch etwas Neues fet, daß er eine Verschärfung der früheren Beber großen Bermehrung der Bevölkerung, mindestens eine Dent, so führt der Bericht aus, die Frauenarbeit hat im Laufe der besteht feine Meinungsverschiedenheit darüber, daß entsprechend Doch dürfe die Ausfüllung der Lücke nicht unterlassen werben. stimmungen barstellt.- Erhöhung der Zahl der Abgeordneten erfolgen müsse und industriellen Entwickelung eine außerordentliche Ausdehnung geDas Zentrum hat das Unglück, durch die- Post" von dem zwar so, daß etiva auf 25 000 Einwohner ein Mandat wonnen und gewinnt fortschreitend immer mehr; viele Arten gewerbVorwurf gereinigt zu werden, daß es sich an die Regierung in fommte. Der Zentrinns- Abgeordnete Wacker arbeitet feit licher Arbeit üben gerade auf den weiblichen Organismus eine der Militärfrage verkauft hat. Gs habe nicht aus Berechnung, Jahren mit einem anerkennenswerthen Fleiß an der Lösung schädigende Einwirkung. aus, und die Frauenarbeit hat im Ganzen nicht um Gegenleistungen willen, seine ganze bisherige Anschauung dieser wahlgeometrischen Aufgabe. Nach allen Methoden versuchte auf das Familienleben und den ganzen Kulturzustand der betreffenfallen gelassen, sondern aus Angst: er, der Aufgabe gerecht zu werden, unter möglichster Schonung der den Klaffen einen großen Einfluß. Unter diesen Verhältnissen kann Die Bedeutung liegt darin, daß das Zentrum mit seiner staatlichen Verbände, mit Berücksichtigung der historischen und wirth- aber mit Recht ein Organ für zweckmäßig gehalten werden, welches Erklärung auf Gegenleistungen für seine Leistung schaftlichen Verhältnisse und der bisherigen Zusammengehörigkeit der die besonderen Interessen der weiblichen Arbeiterschaft wahrverzichtet, vielmehr einfach der Thatsache Rechnung trägt, ländlichen Orte eine größere Anzahl Wahlkreise durch Trennung oder zunehmen geeignet ist, welches ferner alle die genannten daß die Regierung entschlossen ist, aus der Ablehnung Zusammenlegung zu bilden und der Grundzahl von 25 000 Ein Verhältnisse sorgfältig studirt, und befähigt ist, die Ergebnisse aller bon Forderungen, welche sie für die militärische Sicherheit Deutsch wohnern möglichst nahe zu bleiben. dieser Wahrnehmungen und Studien in einer der Bedeutung der lands für nothwendig erachtet, die äußersten Konsequenzen Sache entsprechenden Weise zur Darstellung zu bringen. Dazu eigne zu ziehen. sich nur eine Frau von genügender wissenschaftlicher Bildung und Befähigung. Je nach den gemachten Erfahrungen wird man sich's überlegen, ob später auch eine andere Beamtin der erstgenannten Art anzustellen ist.
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Eine Subtom mission von 7 Abgeordneten beschäftigte sich mit dieser Wahlkreis- Eintheilung. Dabei zeigten die Nationalliberalen Die Ueberzeugung, daß diese Entschloffenheit bei der Re- durch ihre systematische Negation, daß es ihnen um die Vereitelung gierung vorhanden ist, und daß man gegebenenfalles mit einer der Mandatsvermehrung auf Grund einer Neueintheilung zu thun Wiederholung des 1893 so erfolgreichen Vorist. Sie machten ihrerseits teinen Vorschlag zur Wahlkreis- Gingehens der Regierung zu rechnen hat, ist schon im theilung. In der Hiße der Debatte entschlüpfte dem Abg. Binz Im Allgemeinen spricht sich der Bericht gegen eine zu rasche vorigen Jahre bei der Annahme der Flottenvorlage von ent- aber das wichtige Geständniß, daß das bisherige Wahlsystem den Vermehrung der Beamten aus und empfiehlt, darin ein mäßiges scheidender Bedeutung gewesen, fie eriveist sich jetzt wieder als die thatsächlichen Wünschen des Volkes für die Besegung der Zweiten Tempo einzuhalten, schon deshalb, weil die Zahl der zu beaufsichti Haupttriebfeder für eine der Regierung annehmbare Erledigung Kammer gerecht würde. Das heißt also, daß die Zerschmetterung genden Betriebe nur um einige Hundert wächst und weil das Großder Militärvorlage und wird auch in Zukunft sich als das wirt der nationalliberalen Herrschaft und die Vermehrung der sozial- herzogthum in der Zahl der Aufsichtsbeamten sowohl mit Beziehung fame Mittel bewähren, von dem Zentrum die Bewilligung der demokratischen und bürgerlichen Oppofition auch von den National auf seinen Flächengehalt, als auch auf die Zahl der Anlagen und für Heeres- und Flottenzwecke nothwendigen Mittel zu erlangen." liberalen als ein Aft der historischen Nothwendigkeit und Ge- der in ihnen beschäftigten Arbeiter gegen die meisten anderen Es ist nicht unsere Sache, dem Zentrum die Beschuldigung rechtigkeit angesehen wird. Bundesstaaten erheblich zurücksteht. Wegen der im Vergleich mit fämmerlicher Feigheit abzuwaschen. Wenn aber die" Post" fabelt, Die Subfommission tam am Dienstag mit 4 gegen 3 Stimmen anderen Bundesstaaten mäßigen Zahl von Aufsichtsbeamten ist aber daß 1893 das Vorgehen der Regierung, d. H. die Auflösung des zu dem Mehrheitsbeschluß, der Verfassungskommission die Wacker'sche darauf hinzuweisen, daß der badischen Fabritinspektion die Erfüllung Reichstags erfolgreich gewesen ist, so steht dem die geschichtliche That- Arbeit als Material zur Berathung zu unterbreiten. Für die vier ihrer Aufgabe von Anfang an dadurch erleichtert worden ist, daß fache gegenüber: Das Ergebnis der 1898er Wahl war eine große größten Städte des Landes handelte es sich um eine Vermehrung fie sogleich in engen Zusammenhang mit der ganzen BehördenMehrheit der Stimmen gegen die Militärvorlage. Und auch der Mandate um 7, so daß Mannheim 5( 3), Karlsruhe 4( 3), Pforz- Organisation gefeht wurde. Ganz besonders kommt hier der rege im Reichstag wäre die Wälitärvorlage abermals abgelehnt heim und Freiburg je 8( 2) Abgeordnete zu wählen hätten. Daß die Berfehr mit den Bezirksämtern in Betracht namentlich für worden, wenn nicht die Antisemiten, die in der Wahlagitation Sozialdemokratie hier, trotz des indirekten Wahlsystems, die beste alle Dinge, die sich häufig wiederholen, und die sich hierdurch für anfangs gegen die Vorlage geradezu gewühlt hatten, elende Ernte haben wird, bezweifeln auch die Gegner nicht. Indessen den Vollzug ziemlich einfach gestalten, welche aber doch für die Verrätherei geübt hätten, als es fich fügte, daß gerade von arbeitet bei dem Widerstand des Ministers Eisenlohr, seiner National- Sicherheit der Arbeiter und für die geordnete Beschaffenheit der ihrer Abstimmung die Entscheidung abhing. liberalen und der Pairstammer die Verfassungskommission, worin gewerblichen Anlagen eine nicht zu unterschäzende Bedeutung haben. Dem Grafen Posadowsky wird zur Zeit eine„ nervöse die Abg. Drecsbach und Geck fizen, für diesmal wieder pro nihilo. Wo es sich um größere Einrichtungen oder um besonders gelagerte Abspannung" nachgesagt, die ihn zwingen würde, demnächst München , 9. März. Die Kammer der Abgeordneten gälle handelte, war die Durchführung des Erforderlichen durch das einen längeren Urlaub anzutreten. Sollte er nervös geworden nahm heute mit 114 gegen 21 Stimmen das neue Gewerbeforgfältige Eingehen auf diese Dinge seitens der großherzoglichen sein, weil seine Nachfrage über Arbeiterterrorismus ihn den Unter- steuer- Geses an, sodaß nunmehr alle zur Steuerreform ge- Bezirksämter für uns mindestens sehr erleichtert. nehmer terrorismus entdecken ließ? Wird man in der Urlaubs - hörigen Gesetze von der Kammer der Abgeordneten genehmigt find. geit" geneigter werden, Stumm's Buchthaussehnsucht zu be- Die Kammer der Reichsräthe hielt heute thre erste Eine blutige Gründung. Ueber die„ Nernst elektrische Licht friedigen?- Sigung in dieser Seffion ab. Präsident Graf Lerchenfeld widmete A.-G.", der wir schon einen Leitartikel gewidmet haben, schreibt die Ein Entwurf von Bestimmungen über den Betrieb von den beiden verstorbenen Kanzlern des Deutschen Steiches einen Electrical Review", eines der ersten englischen Fachblätter: Getreidemühlen ist dem Bundesrath zugegangen. äußerst warmen Nachruf, in welchem er besonders die Verdienste" Wir hatten geglaubt, daß die Gesellschaft außer den Patent Darnach muß Bismard's hervorhob. Auch dem zweiten Kanzler, dem Grafen rechten in verschiedenen Kolonien auch die für England selbst be den Gehilfen und Lehrlingen innerhalb der auf den Beginn ihrer Caprivi, der Soldat und Ritter in seinem Wesen war und die figen würde. Auch in diesem Falle wäre die dafür gezahlte Summe Arbeit folgenden 24 Stunden eine ununterbrochene tubegett Die Patentrechte für England bevon mindestens 8 Stunden gewährt werden. Auf Wind- ihm gestellte Aufgabe getreulich durchführte, werde Bayern stets ein von 5 400 000 m. enorm hoch. mühlen findet diese Vorschrift keine Anwendung. Lehrlinge unter haus ist des Grafen Caprivi, der preußischer Ministerpräsident und obige Summe wurde gezahlt für die Rechte in zum Theil untreues Audenken bewahren.( Im preußischen Abgeordneten finden sich jedoch im Besiz der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft, 16 Jahren dürfen in Getreidemühlen nicht in der Nachtzeit von entwickelten Ländern, in denen ein erheblicher Bedarf nach irgend 81/2 Uhr Abends bis 51/2 1hr Morgens beschäftigt werden. Die Be- war, nicht gedacht worden.) stimmingen sollen am 1. Juli 1899 in Straft treten. welchen elektrischen Lampen erst dann eintreten kann, wenn die Patente beinahe abgelaufen sein werden.
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Polizeithaten in Elfaß Lothringen. Eine am Sonntag Gegen die zweijährige Dienstzett wühlen die Reaktions- Nachmittag in Me stattgehabte Privatversammlung der Maurer Die Ueberlapitalisation, die in dieser neuen Gesellschaft stattmilitaristen unausgefeßt. Der Herausgeber der Intern. Revue über und Steinhauer, bei deren Einberufung die einschlägigen gesetzlichen die Armeen und Flotten", Major v. Wigleben," fordert 2/2 jährige Vorschriften genau beachtet worden waren, verfiel wiederum der gefunden hat, wird nach unserer Ueberzeugung eine gefunde Entpolizeilichen Auflösung. polizeilichen Auflösung. Der plöglich im Versammlungslotal wickelung derselben verhindern und wir würden unseren Dienstzeit und Zurücktransportirung der Reservisten in ihre Heimaths- erscheinende Kommissar erklärte die Zusammenkunft als eine öffent eferu empfehlen, sich vom Ankauf dieser Aktien bezirke. Wenn auch die Kreuz- Beitung" felbst an der Durchführbarkeit liche, die als solche der polizeilichen Genehmigung bedürfe, und fernzuhalten, bis beffere Beweise eines schließlichen Erfolges diefer von ihr lebhaft begrüßten„ teform" zweifelt, so zeigen solche nehmer mittels gebrudter Formulare erfolgt waren. Daß dieses motivirie dies damit, daß die Einladungen an die einzelnen Theil- vorhanden sein werden. Wenn die Gründer, Direktoren und berathenden Ingenieure der Wühlereien, daß das beutsche Bolt alle Beranlaffung hat, den jeber gefeglichen Grundlage entbehrende Vorgehen der Mezer Polizei Nernst elektrisch Licht A.-G. von dem Erfolge so fest überzeupt sind, Gegnern ber zweijährigen Dienstzeit gehörig auf die Finger zu gegen das bischen reichsländisches Versammlungsrecht sich in der wie sie in ihrem Prospekt uns glauben machen wollen, so werden hoffentlich Rechtlosmachung der politisch und gewerkschaftlich organifirten fie den praktischen Beweis dafür liefern und Nicht in Ungnade gefallen. Vor einigen Tagen wurde be- Arbeiterschaft erschöpft, während man den frommen und patriotischen ihre Aktien fünf Jahre für sich behalten. Sollten richtet, der Kommandant des asiatischen Kreuzergeschwaders, Admiral Bereinigungen den weitesten Spielraum gewährt, dürfte den Kenner sie dann im Stande sein, dieselben zum Nennwerthe abzusetzen, von Diederichs, sei durch den Prinzen Heinrich ersetzt worden, der elfaz- lothringischen Rechtszustände nicht sonderlich überraschen. werden wir sehr überrascht sein und ihnen unsere herzlichsten Glückweil er wegen Mangels an Taft im internationalen Berkehr in wünsche darbringen." Ungnade gefallen sei. Dies soll nicht der Wahrheit entsprechen. Chronik der Majeftätsbeleidigungs- Prozeffe. Soweit das englische Fachblatt, dessen Urtheil sich mit dem in Die Norbb. Allg 8tg." schreibt offiziös: Wegen Majestätsbeleidigung war der Anbauer unserem Leitartikel vom 28. Februar abgegebenen vollkommen deckt " Dieser Wechsel war für jeden Stenner des Dienstbetriebes in Grimminger aus Beltenhof aus Rache von dem Anbauer und das unsere Leser hoffentlich veranlassen wird, auf den Gründungsder Marine ganz selbstverständlich, da seit Jahren in der Marine Ding und dessen Ehefrau, ebenfalls aus Beltenhof, bei der Staats- schwindel nicht hineinzufallen.-
fehen.
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