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1. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt.

Mr. 261.

Achtung!

Sonnabend, den 7. November 1891.

Alle diejenigen Genossen, welche sich bei den bevorstehenden Stadtverordneten - Ergänzungswahlen während der Wahlperiode| fich bei nachfolgenden Genossen melden: Berbreiten von Flugblättern u. s. w. betheiligen wollen, können

August Wuttig, Tischler, Willibald- Alexisstr. 39.

1. Wahlkreis( Bezirk 3):

Dito Klein, Restaurateur, Schönleinstr. 6.

2. Wahlkreis( Bezirke 8 und 10):

Rarl Ehling, Tischler, Königgrägerstr. 79. Riging, Restaurateur, Bülowstr. 52. Saege, Restaurateur, Fürbringerstr. 22. Lüdite, Restaurant, Zoffenerstr. 10.

S. Jahrg.

zwei größern Kinder zusammen theilen. Im Uebrigen wird dem III., 92 dem V., 206 dem 1I., 250 dem IV. und 308 dem von Kaffee, Kartoffeln und etwas Mehl- VI. angehörten, von denen jeder Kreis einen Abgeordneten speisen gelebt. Die Einnahmen decken gerade die Aus- wählt; in den 4 Landtags- Wahlkreisen gehörten 207 Einwohner gaben. Ersparnisse und Schulden sind nicht vorhanden." zum IV., 211 zum I., 237 zum II., 345 zum III. Wahlkreis, So sieht's in den größeren Städten aus, auf dem platten doch wählt hier der I. Kreis 3, die übrigen je 2 Abgeordnete. Lande unter den Kleinbauern ist's ebenso schlimm. Das Organ Bezüglich des Geschlechts, Alters und Familienstandes ergiebt des Erkanzlers brachte dieser Tage einen" Nothschrei aus sich, daß 1890 das weibliche Geschlecht zu Gunsten des männ­Ostpreußen", in welchem gar bewegliche Klagen darüber ge- lichen etwas zurückgegangen ist; während 1885 noch 480 männ führt wurden, daß die jungen Schweine( Ferkel) in diesem Herbstliche, 520 weibliche Personen unter 1000 Einwohnern sich be­so im Preise gesunken seien, daß sich der Verkauf gar nicht mehr fanden, wurden 1890 481 männliche, 519 weibliche gezählt. Dem verlohne: was früher 1,20-1,50 m. gekostet habe, bringe dieses Zivilstand nach waren 462 847 männliche, 459 013 weibliche, Hof Querg. III. Jahr nur 20-50 Pfennig! Das stanglerblatt führt diesen Personen ledig, 277 874 männliche, 277 429 weibliche verheirathet Preissturz auf die Aufhebung des amerikanischen Schweine- 15 308 männliche, 76 829 weibliche verwittwet, 2284 männliche, Einfuhrverbots zurück, befindet sich aber mit dieser 5188 weibliche geschieden. Dem Alter nach gehörten u. a. Ansicht vollkommen auf dem Holzwege. Der Preis- 81 217 männliche, 80 686 weibliche in die Geburtsklasse 1890/86; fturz erfolgte vielmehr, weil zwar Angebot, aber absolut 1800 und früher waren 160 geboren. Die Auszählung der Be­feine Nachfrage vorhanden ist. Der kleine Bauer, Handwerker, völkerung nach der Konfession ergab für 1890 1356 648 Evan­Häusler und Arbeiter ist nicht im Stande, das fleine Thier gelische, 135 031 Römisch- katholische , 79 286 Juden, 4899 Deutsch­auffüttern( mäften) zu können, weil es ihm hierzu an Futter fehlt fatholische, so daß bei den Evangelischen die Zunahme gegen 36,1 pot. betrug. Unterſcheidet man die Bevölkerung in ge­infolge früher 1885 18,4 bei 23,2 bei den Katholiken

Barth, Friedrichsfelderstr. 33. 3. Wahlkreis( Bezirke 19 und 21):

ilhelm Gründel, Restaurateur, Dresdenerstr. 116. Bet pige berierte. Die Gartoffeln, welche frischen der

4. Wahlkreis( Bezirke 12, 14, 25, 26, 27):

Rarl Scholz, Glasermeister, Wrangelstr. 32. Söhne, Restaurateur, Eldenaerstr. 2. er. Samuel, Bigarrengeschäft, Oppelnerstr. 16. Spindler, Destillation, Forster- und Reichenbergerstr.- Ecke. Brig Bubeil, Restaurateur, Naunynſtr. 86. Thrabel, Restaurateur, Frankfurter Allee 90. Julius Hente, Restaurateur, Blumenstr. 38.

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5. Wahlkreis( Bezirk 28):

Berndt, Bigarrengeschäft, Neue Schönhauserftr. 18. Beber, Restaurateur, Landsbergerstr. 41.

6. Wahlkreis( Bezirke 32, 34, 38, 40);

Zaun hann Gnadt, Restaurateur, Brunnenstr. 38. Adolph Scho It, Restaurateur, Kastanien- Allee 35, Seterson, Restaurateur, Veteranenstr. 22. Bigel, Restaurateur, Elisabethkirchstr. 18. Leininger, Restaurateur, Boyenstr. 40. Boß, Zigarrengeschäft, Lübeckerstr. 8.

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Das Zentral- Wahlkomitee:

J. A.: Otto Klein, Schönleinstr. 6.

Lokales.

Menschen.

borene Berliner und Auswärtsgeborene, so zeigen erstere einen stetigen Rückgang seit 1880; während damals unter 1000 Be­wohnern noch 434 geborene Berliner waren, befanden sich 1885 nur noch 424 und 1890 nur noch 407 darunter.

Die Thatsache, daß sehr viele Landbewohner diesen Winter fein Schwein im Stalle stehen haben werden, kann schon als feststehend betrachtet werden. Der fleine Bauer mästet sein Schwein selten zum Verkauf, meist zum Selbstverbrauch. Schweine­fleisch in den verschiedensten Zubereitungen war bisher in fast Gemeinsame Vorschriften für alle Beamten der All­jedem Bauernhause zu finden. Diefen Winter wird dasselbe vom gemeinen Elektrizitäts- Gesellschaft 1891" lautet der Titel Tisch des Landbewohners verschwinden, die geernteten Kartoffeln eines Heftchens, welches uns vorliegt und das in 21 Para­werden zeitiger verbraucht sein als früher. Borräthe an Lebens- graphen die Menge dessen zusammenfaßt, was die Angestellten dieser Gesellschaft thun dürfen und was nicht. Es wäre be= mitteln können aus Geldmangel nicht angeschafft werden.

Was aber dann? So lange es geht, wird gehungert wer- quemer gewesen und hätte die Zahl der Paragraphen wesentlich den, aber schließlich treibt der Hunger die Menschen schaarenweise von ihrem Besitz. Der Zug nach dem Westen" wird ungeheure Dimensionen annehmen und das Proletariat der Haus- oder Fa­brifarbeiter der Großstädte wird ein ganz erhebliches Kontingent Refruten zugewiefen erhalten, Rekruten für das Maffenelend.

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reduzirt, wenn einfach das zusammengestellt worden wäre, was der Angestellte thun darf. Außer arbeiten für den festge­setzten Lohn ist das nicht viel, das andere besorgt Alles der nächste Vorgesetzte" oder der Bureau- Chef" oder der Ressorts Vorsteher" oder schließlich-Chimborasso aller Elektrizitäts­männer das zuständige Direktionsmitglied".

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Die falsche Humanität". Wenn heute irgendwo im Daß uns das Heftchen überhaupt überantwortet worden ist, Reich ein konservatives Konventikel zusammensitzt, dann wird ist schon ein Verbrechen, denn der Schlußsatz des§ 20 lautet: ftets ein großes Lamento über die falsche Humanität" angeſtimmt. .. Diese gemeinsamen Bestimmungen zählen mit zu den Den armen Teufeln in den Zuchthäusern und Gefängnissen geht jenigen Instruktionen, welche der Beamte bei seinem Abgange an es angeblich zu gut", wenn die konservativen Herren so könnten, die Gesellschaft zurückzugeben hat." wie sie wollten, dann würden die Gefangenen halb todt geprügelt Da nun ein Theil dieses Paragraphen schon übertreten wor und kämen lebendig aus den Strafanstalten nicht mehr heraus. den ist, sollen unsere Leser auch noch einige andere der 21 kennen Es passirt zwar sehr oft, daß da und dort ein Unschuldiger ver- lernen. Wir fügen keinem derselben eine Bemerkung bei, das urtheilt wird, der Staat hat keinen Groschen übrig, um den sei unseren Lesern überlassen. Folgende Paragraphen seien also Mann wenigstens materiell entschädigen zu können, aber, wenn angeführt: fchon...!

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§ 1.

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Wie wohl" sich die Züchtlinge und Sträflinge in den Ge- Jeder Beamte ist verpflichtet, das Interesse der Ges Säuptlinge, welche im Berliner Rathhause ihr Wesen treiben, welche kürzlich vor der Straftammer des Landgerichts Dresden seine Dienstobliegenheiten willig und gewissenhaft aus iebt es wirklich keinen Nothstand? Die freisinnigen fängnisfen" fühlen, haben wir aus einer Berhandlung ersehen, ſellschaft nach jeder Nichtung hin gewissenhaft wahrzunehmen, wollen von einem Nothstande in Berlin absolut nichts wissen. verhandelt wurde. Wir haben unseren Lesern schon an anderer zuführen, sich eines musterhaften Betragens zu befleißigen Das ist eigentlich natürlich, denn bei Geburtstags Rommersen, Stelle wiederholt manch' eigenartiges Stücklein aus der sächsi. und im geschäftlichen Verkehr mit dem Publikum ein höfliches beim Einstreichen der Quartalsmiethen und beim schäumenden schen Justizpflege erzählt, dieselben sind also unterrichtet dar- Benehmen zu beobachten. Schoppen Echten" im Hofbräu merkt auch kein Mensch etwas über, wie femiehdlich" es nach der Richtung hin innerhalb der|

§ 2. Mittheilungen aus Rechnungen, Anschlägen und

Dom Rothstand. Nach den Arbeitervierteln führt der Weg die grün- weißen Grenzpfähle zugeht. Kommen wir also zu dem Stadtväter nicht, die somit über die dort herrschenden Zustände erwähnten Fall aus Dresden : Eine ganze Familie ist des Be- anderen geschäftlichen Schriftstücken oder über sonstige ges enormen Ausdehnung die einzelnen Fälle nicht so prägnant Fall, wie er so oft vorkommt in dem schönen Deutschen Reich . fachen, Projekte an Privatpersonen, überhaupt an Dritte, bezw. hervor, wie in Kleinstädten, außerdem hat die bürgerliche Presse Noth und Elend auf der einen, Prasserei und Schlemmerei auf an 3eitungen find ohne besondere schriftliche Ermäch der Hauptstadt, welcher der gute Ruf" Berlins arg am Herzen der anderen Seite. Der Hauptangeklagte betrügt" feine Mittigung der Direktion nicht zulässig. liegt, mannigfache Ursache, das zu verschweigen, was diesen menschen, d. h. er sucht durch allerhand zu verdammende Mittel guten Ruf" etwa gefährden könnte.

Aber noch hat der Winter nicht richtig begonnen, fommt erst hungern.

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§ 7. so viel zu ergaunern, daß er und seine Familie nicht ver- Urlaub darf nur unter der Voraussetzung, daß der laufende tüchtig Schnee und Eis, dann wird sich doch nicht Alles ver­Dienst dadurch nicht beeinträchtigt wird, ertheilt werden. tuschen lassen und die weisen Stadtväter werden sicher dann nach schon. Er ist frühzeitig auf die Bahn des Verbrechens gedrängt Dienst gestattet, dem untergeordneten Personal bis zur der Die Herren Bureauchefs sind berechtigt, sofern es der aus der Provinz Verbüßung ver erſten Straße ben qualvolen Kampf um's Dajein zur Dauer von drei Tagen ertheilen die Reſſort- Vorsteher der worden. Zu ungeschickt, ermattet, zu schwerfällig, um nach Dauer von einem Tage direkt Urlaub zu bewilligen. Urlaub bis Schlimmsten gestalten dürfte, der seit Dezennien im Reiche Gebessert" wurde der Mann aus der Strafanstalt nie entlassen entscheidet das zuständige Direktionsmitglied. bagewesen ist. Zu einer erbärmlichen Geschäftslage gefellen sich und all' die Besserung würde nichts genützt haben, denn sie hilft die Folgen der Mißernte und die verderblichen Wirkungen der nicht gegen den Hunger. Dieser unbarmherzige Feind der Schutzöllnerei und der Brotvertheuerungs- Politik. Unter all diesen Menschen brachte auch in unserem Fall zu Wege, daß eine An- stunden genau inne zu halten und soweit es die ihm übertragenden Fattoren muß die arbeitende Bevölkerung am meisten leiden, flage, eine Verurtheilung der anderen folgte. e wenig verdient und für ihre wenigen Bedürfnisse viel be­Wiederum war es Betrug, der den Unseligen auf die Anklage­bank brachte. Wenn es ihm in der Strafanstalt wirklich gut" Wirkliche Hungerlöhne werden in einzelnen Provinzstädten ergangen wäre, dann hätte er die neue Strafe nicht zu fürchten feinen Dienst auferlegt werden, führt, wenn Ermahnungen und aber der

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jahlen muß.

§ 10.

Jeder Beamte ist verpflichtet, die vorgeschriebenen Dienst­Obliegenheiten erheischen, auch außerhalb der fest= gesetzten Dienst stunden jederzeit zu arbeiten. Jede Verlegung der Pflichten, welche dem Beamten durch Warnungen sich als unwirksam erweisen, zu einer Kündigung " In der Sache war schon einmal Hauptverhandlung an- des Dienstverhältnisses. Die Lettere bezw. die sofortige

§ 13.

erhalten bei elfstündiger täglicher Arbeitzeit Rotalblätter berichten darüber folgendes: 3 Mart 80 Pfennige Wochenlohn! Und von diesem| Riefeneintommen müssen sich die Frauen auch noch Licht und gesetzt worden, doch konnte dieselbe damals nicht abgehalten wer- Dienstentlassung wird auch dann ausgesprochen, wenn der Beamte Seizung selbst beschaffen. Dabei ist nicht der geringste Mangel den, weil P. am 24. Oftober früh in seiner Zelle 185 der hiesigen nach Vorschrift der bestehenden Gefeße wegen eines Vergehens wird, sind in der nächsten Stunde hundert Andere da, welche sich auf der Lagerstatt aufgefunden wurde. P. hatte nämlich mit seinen Sinne) gerichtlich bestraft worden ist. an Arbeitskräften vorhanden, sobald eine Arbeiterin entlassen Gefangenenanstalt von einem Aufseher blutüberströmt und ohnmächtig oder Verbrechens gegen das Eigenthum( im weitesten für genau denselben Lohn gern verdingen möchte. Es bleibt ein scharf gemachten Eplöffel sich in den linken

fafeln tann.

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liche Breffe noch immer von einem Mangel an Arbeitskräften" eine m enge Stiche beigebracht und er hätte sich sicher ver­ach unverständlich, wie angesichts solcher Thatsachen die bürger interarm, die Iinte Brust und die linte Schläfe gestellte absichtlich zum Nachtheil der Gesellschaft handeln.

blutet, wenn ihm nicht noch im letzten Moment ärztliche Hilfe zu Theil geworden wäre." Es wurde der Mann, nachdem er wieder halbwegs aus

Die sofortige Entlassung tritt auch dann ein, wenn An­

Auf die soziale Lage in Mannheim wirft die neue Ar­Bwar giebt dieser Bericht als das Mittel" des durchschnitt furirt war, wieder vorgeführt, wieder verurtheilt und wieder in Mannheim zwischen 18 und 19 M. an; wie trügerisch aber diese die körperliche Mißhandlung in Gestalt des Willkommens" die Pflichten, welche die Arbeiter der Gesellschaft gegenüber lichen Wochenverdienstes für männliche und weibliche Arbeiter in das Zuchthaus gesperrt. Jetzt fehlte dem Züchtling" nur noch Durchschnitts- oder Mittel"-Angabe ist, möge aus Folgendem her- dann gäbe es eine Leiche mehr im Reiche. Dorgehen. Nicht weniger als rund 30 pCt. aller Mannheimer|

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Fabritarbeiter verdient nur von 6-15 M. pro Woche. Das Falles noch immer nach Verschärfung" der abzubüßenden Strafen| Derschiebt das Bild schon wesentlich. Geht man vollends auf Ginzelbetriebe ein, so sieht man, daß z. B. in Ziegeleien sogar 66 pt. der Arbeiter nur bis auf 15 M. die Woche kommen.

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Der§ 18 richtet sich gegen etwaige Durchstechereien zwischen Arbeitern" und" Beamten ",§ 19 verfeht die gemeinsamen" Bestimmungen auch dem Hilfspersonal und eine Schlußepistel läßt dieselben auch für die Angestellten der Berliner Elektricitäts­Werke gelten. In diesen 21 Paragraphen sind also strengstens formulirt zu erfüllen auf welchem Blatt stehen denn aber die Rechte,

Werden die Anti- Humanitätsapostel angesichts eines solchen beren sich die Angestellten zu erfreuen haben? schreien?

vom

Die Bevölkerung

In einer Hadernschneiderei hatten vollends 94 pCt. der Arbeiter 1. Dezember 1890, welche bisher nur nach einer vorläufigen Zu- Inhalts zu:. Toegen vorwiegender Beschäftigung von Arbeiterinnen, haben Amt der Stadt Berlin zur Veröffentlichung. niebere Löhne( bis zu 15 M.). Niedere Löhne, und zwar niedere sammenstellung bekannt waren, gelangen jetzt durch das Statistische ferner die Rohtabakfabriken, die Fabrik wasserdichter Wäsche und Berlins betrug am 1. Dezember v. J. 1578 794 Personen. bie Federnfabriten, und am niedrigsten stehen die letztern, wo den einzelnen Standesamts- Bezirken schwankte die Bevölkerung liber 77 pet. Der Beschäftigten nur zwischen 6 und 8 M. zwischen 57 990 im I.( Berlin , Alt- Kölln ) und 158 646 im IV. Bochenverdienst haben. Bessere Lohnverhältnisse weisen( Obere Friedrichs- Vorstadt und Tempelhofer Vorstadt); die größte bie Maschinenfabriken, Eisengießereien, chemischen Fabriken und Zunahme gegen 1885 mit 93,67 pet. zeigte der Stadttheil andere auf, obgleich auch da sehr niedrige Säße nicht fehlen. Moabit ( 93 463 gegen 48 258 Einwohner), es folgt der Thier­tabo für Arbeiter. Wir sehen aber aus der amtlichen Dar- thaler Vorstadt und die östliche Luisenstadt jenseit des gelten immer die chemischen Fabriken als ein wahres Eldo- garten mit 87,7 pCt. Zunahme, dann die nördliche Rosen­Don Arbeitern mit Wochenverdiensten von 10, 12 und 15 M. gegen im I. und II. Standesamtsbezirk ein, am stärksten giebt, und zwar erwachsene männliche Arbeiter, nicht etwa blos mit

lichen Arbeit:

init je 62 Prozent; eine

21,3 pŒt. im Friedrichswerder.

Abnahme trat da­

Berücksichtigt man

Allerhand Vogelfänger. Regelmäßig wie das Mädchen aus der Fremde im Frühling erscheint, senden diensteifrige Reporter den Zeitungen im Herbst eine Notiz etwa des folgenden Mit dem Beginn des Herbstes und der kalten Tage stellen sich auch die Bogelfänger wieder ein und suchen sich, um ihrem schändlichen Gewerbe nachzugehen, ihre Lieblingspläße auf. Am gestrigen Vormittag gelang es Rixdorfer Gendarmen auf dem Zerrain der Köllnischen Wiesen mehrere dieser Diebe zu überraschen und beim Legen von Leimruthen einen derselben zu erfassen. Die Namen der übrigen dürften heute festgestellt werden. Den bereits gefangenen Vögeln wurde die Freiheit wieder­gegeben. Wie verlautet, sollen in diesem Jahre seitens der Landrathsämter gegen die Vogelfänger besonders scharfe Maßregeln zur Anwendung kommen.

Wir nehmen mit Bewunderung Aft von der Thatsache, daß

weibliche oder jugendliche. Für die höhern Lohnsätze betont die das Verhältniß der Bodenfläche und Wasserläufe zur Ein- berittene Gendarmen im Stande gewesen sind, einen der schänd­amtliche Quelle aber sehr richtig, daß sie lediglich aus ange- wohnerzahl, so kamen 1890 nur noch 41 m. auf den Ein- lichen Vogelfänger" zu erwischen und die Namen der anderen Bon dem Haushalt eines in den besten Jahren stehenden dies Verhältniß in der Luisenstadt jenseits des Kanals mit sonders scharfe Maßregeln anwenden lassen wollen, ist uns auch Arbeiters der Maschinenindustrie ( 21,50 M. Wochenverdienst) der 17 Qm., am günstigsten noch auf dem Wedding mit 92 m., wo recht, eine Frau und vier Kinder zu ernähren hat, heißt es in der amt noch größere verfügbare Bodenflächen vorhanden sind. Die Be- handhabt werden sollen.

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wohner, während es 1885 noch 37,5 waren; am ungünstigsten ist festzustellen. Taß die Landrathsämter gegen Vogelfänger be= wozu sind die Gesetze da, wenn sie nicht schneidig ge Das Vogelfangen ist keine Kunst, die uns imponiren Aber irgend wo und von irgend wem muß sie ausgeüibt werden, wenn anderes die Menschen

völkerung wohnte auf 21 614 Grundstücken( 722 waren außerdem

Gin Zimmer mit Alkoven und Küche für 16 M. im unbewohnt), so daß 72,9 Bewohner gegen 66,9 im Jahre 1885 fann. Monat. Die Familie( sechs Köpfe!) schläft in dem auf das Grundstück kamen; den Grundstücken entsprechen 27 830 doch 60 m. jährlich) an einen Arbeiter vermiethete keiten bewohnt. Betrachtet man die Bevölkerung in ihrer Ver- Sänger in

das Vergnügen, einen der bnntgefiederten

Pfund Fleisch gegessen, welches Mann, Frau und die Wahlkreise, daß 1890 von je 1000 Einwohnern 58 dem I., 86 Gesang des Kanarienvogels ist nicht nach Jedes Geschmack, et

der Wohnung zu haben, verzichten wollen.

Kanarienvogel kann sich nicht Jeder kaufen, er: