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Ein deutscher Sozialdemokrat Bürgermeister von Dur.

Genosse Schlein zum Bürgermeister gewählt.

Freitag, 11. Auguft 1988

Herr Spina, wo leben wir?

Mr. 186

Be­

Arbeiterkonsumgenossenschaften erkannt wird. Die Sozialistenfeindschaft der Redaktion der Land­post" scheint aber größer zu sein als ihre wirt. wo es lediglich einer Reorganisation be- schaftliche Einsicht. Wenn nämlich sich das agra­rische Blatt über große Fabriten aufregt, dann darf, um diese gegen alle Standesgegner au einer unüberwindbaren, ja schreden einer unüberwindbaren, ja schreden müßte es sich folgerichtig auch über die im siz landwirtschaftlicher Größen und Genossen­erregenden Wacht zu gestalten. schaften befindlichen Zuckerfabriken, Spiritus aufregen, was es aber wohlweislich nicht tut. Es wäre also notwendig, wenn die Redaktion der Landpost" insbesondere in wirtschaftlichen Fra gen einen größeren Ernst an den Tag legte.

Ueber die Einzelheiten kann brennereien, Viehverwertungsgesellschaften usw.

hier nicht gefprochen werden. Es heißt da arbeiten und Maul halten!.. Die Reichsleitungen haben nunmehr in zwölfter Stunde das Wort! Sie müffen uneinbringbaren Schaden zu bringen." zur Tat schreiten! Jede Stunde Verzug droht

Wir verwiesen schon gestern auf das Lob, das die in Saaz erscheinende ,, Heimat", ein land bündlerisches Organ, Hitlern spendet und auf Dug, am 10. Auguſt( Eigenbericht). Heute die Niederträchtigkeit des Kampfes, den es gegen fand in Dug die insvige der Nichtbestätigung die Demokratie führt. Durfte man annehmen, des Bürgermeisters Hartig notwendig gewor daß die Stellungnahme der Heimat" eben ein dene Neutonstituierung der Gemeindevertretung Einzelfall bleiben würde, der verschuldet ist durch statt. Die Entscheidung der Parteien gestaltete den sattsam bekannten Chefredakteur Fich fich außerordentlich schwierig, da 19 deutschen einen Mann, der für den Bund der Landwirte 17 tschechische Gemeindevertreter gegenüberstan- schon lange eine arge Belastung ist, so tann den. Angesichts dieser Tatsache hatte sich unsere diese Annahme nach der neuesten Ausgabe der Partei trop größter Bedenken zu dem schweren Deutschen west böhmischen Stim­Opfer bereitgefunden, für den Bürgermeister zu men" nicht mehr gelten. Dort wird an leiten mischen Stimmen" ist nicht mißzuverstehen: hier­Das Verlangen der Deutſchen westböh fandidieren, da die Vertreter der deutschen Bar- der Stelle in einer hierzulande bisher nicht geulande soll, gestützt auf die Bauernmassen, mit teien erklärt hatten, einen deutschen Sozialdemo- fannten Offenheit zur Aufrichtung der faten zu wählen, falls ein solcher fandidiert faschistischen Dittatur nach hitlerichem Ronzentrationslagern und agrarisch- landbündle­Muster aufgerufen unter dem bezeichnenden rischer SA regiert werden! Titel Barmherzige Aerzte schaffen eiternde Wunden". Es heißt da u. a.:

werde.

Die Sigung wurde um 5 Uhr abends unter Anwesenheit des Vertreters der Bezirksbehörde, Bezirkshauptmann Spale, durch den Vizebür germeister, den tschechischen Gentoffen Belan eröffnet, worauf der Deutschnationle 2ch= mann als Aeltefter den Vorsiz übernahm. Die deutschen Nationalsozialisten gaben fodann eine Erklärung ab, in der sie auf die vierzehnjährige Tätigkeit Hartigs hinwiesen. Nach einer Erklä rung der Kommunisten erklärte der tschechische Sozialdemokrat Dvokat namens der tschechi schen Parteien, daß sich diese an der Wahl nicht beteiligen werden, worauf die 13 tschechischen Vertreter( mit Ausnahme der vier Kommunisten) den Saal verließen. Da nunmehr die Wahl eines deutschen Bürgermeisters sichergestellt er­schien, erklärte unsere Partei, von der Kandida­tur zurüdzutreten. Die übrigen deutschen Par­teien aber erklärten, nach wie vor für einen deutschen Sozialdemokraten zu stimmen. So­dann wurde zur Wahl geschritten. Es erhielt unser Genosse Schlein, der bisherige Vize­bürgermeister, 17 Stimmen, vier Stimmen fielen auf den Kommunisten No war, zwei Stimm zettel waren leer. Zum ersten Bürgermeister­stellvertreter wurde mit 15 deutschen Stimmen der tschechische Sozialdemokrat Belsan ge­wählt, vier Stimmen entfielen auf den Kom­munisten Förster . Bei der Wahl des zweiten Bürgermeisterstellvertreters entfielen auf den Nationalsozialisten Weiß 15 Stimmen. Unsere Partei hat sich bei der Wahl der Vizebürger­meister nicht beteiligt und leere Stimmzettel ab­gegeben.

Der neugewählte Bürgermeister, Genosse Schlein, gab jodann eine furze Erklärung ab, in der er ausführte, daß er trotz der ungeheuren Schwierigkeiten, die ihm bei der Ausübung seiner Funktion entgegenstehen werden, diese annimmt, und bemüht sein wird, sie nach besten Kräften zu erfüllen.

Die gleichgeschaltete Preise hat vor einigen Tagen behauptet, jeit der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten hätten jich nur vier oder fünf politische Mordtaten er

"

Massenverhaftungen in Dresden .

Die Massenverhaftungen im Dritten Reiche haben wieder eingesetzt. In Dresden sind zum Beispiel am Freitag, den 4. August 1933, wic Noch keine nationalsozialistische Zeitung hat derum gegen 200 Personen der SAP., SPD . eine solche Forderung aufzustellen gewagt, weil und des Reichsbanners verhaftet worden. Dar, Unser bäuerliches Landvolk muß endlich ein sie der Beschlagnahme verfallen wäre. unter befinden sich Personen, die wiederholt schon mal, fünfzehn Jahre nach Kriegsende, gründlich Dieser Angriff auf die demokratischen Grund- in Schußhaft waren. Die Gründe der Ver­So kann und darf das nicht lagen der Tschechoslowakischen Republik, auf die haftung werden nicht bekanntgegeben. In Radebeul bei Dresden wurden eben­weitergehen. Hier helfen keine Heftpflästerchen Freiheit seiner Arbeiter- und Bauernmassen blieb auf schwer eiternde Gebresten, hier muß scharf der Zeitung einer Partei vorbehalten, die in die falls wieder Haussuchungen vorgenommen und geschnitten, müssen die faulen Eiterherbe aus. Regierung der Republik einen Minister entfandt dabei 17 Personen verhaftet. Diese wurden gebrannt werden... Deshalb müssen die Reichs. hat. Einer deutschen Partei, die sich dar zuerst in die Turnhalle geschafft und schon leitung des Bundes der Landwirte und die über klar sein muß, wohin bei uns die Diktatur- während des Transportes und in der Halle geschlagen und gestochen. Drei der Verhafteten tschechischen und slowakischen Bauernorganisationen forderungen führen. ähnliche Swangsmaßnahmen in organisatorischen Es ist Aufgabe des Herrn Spina, sich dar- wurden später, im Gesicht ganz zerstochen und Fragen beschließen und auch unerbittlich durch über llar zu werden, wo er eigentlich lebt, in übel zugerichtet, nach Dresden gebracht. Bor etwa drei Wochen ist im Dresdner führen, welche Mussolini und Hitler zum vollen welchem Lande er eigentlich Minister ist. Uns Erfolg geführt, welche Dollfuß - wenn er tat- dünft, in einem noch immer demokratt- Polizeipräsidium ein Inhaftierter verstorben, fächlich energisch genug ist zum endgültigen schen Lande. Daraus folgt, daß er entweder in der durch die SA. eingeliefert worden war. Der Sieg gegen eine Riefenübermacht führen merben feiner Partei Ordnung schaffen und ihre Frau des Verstorbenen wurde als Todesursache Wir müssen eine Armee von Agrar- Fascisierung, die zudem einem offenen Verrat Herzschlag" angegeben. Gleichzeitig aber wurde soldaten heranziehen, welche entweder die an dem Sudetendeutschtum gleichkommt, be- der in Dresden - Löbtau wohnhaften Frau vom trengste Disziplin befolgen und mit Freude jeben fämpfen, oder auf die Ministerschaft ver- Präsidium mitgeteilt, daß die Sache von ihr ihnen aufgetragenen Befehl sofort in die Tat um zichten muß. Es geht nicht an, daß die deutschen geheim zu halten sei. Die Begräbniskosten und feßen, oder auf schimpflichste Weise ausgestoßen Landbündler ein Doppelspiel treiben: daß nämsonstigen Schaden würde das Polizeipräsidium und ber töblichen Berachtung preisgegeben wer- lich die Deutsche Landpost" und Herr Spina tragen. Bekanntlich mußten am 1. Mai alle NSBO­den... Wo ein fester Wille ist, findet sich auch eine gut demokratische Politik verfechten, während ein Weg. Mussolini wie Sitler find aus fich die Provinzorgane des Bundes der Land- Angehörigen fich Satenkreuzbinden kaufen. Dei winzigen Berhältnissen nur durch unabänderliche wirte nicht nur ideell gleichgeschaltet haben, son- den jetzigen Aufmärschen wurde ihnen wiederum Willenstraft und tätigen Fleiß zur Größe gedern auch ganz offen für die Fascisierung der von der SA- Leitung ihr Tragen untersagt. Dies dürften nur SA- Leute. wachsen. Sie standen allein und haben die Tschechoslowakischen Republik arbeiten. Millionen in die Knie gezwungen. Wird Herr Spina Klarheit Wir verfügen bereits über eine große Armee, fchaffen?

Nun läßt sie sich von dem Mörder 3. aus Berlin eine Antwort schreiben. Sie ist eigentlich belanglos, aber den Schluß, der die Vertiertheit des Schreibers und seiner Duger Freunde zeigt, dürfen wir den fudetendeutschen Arbeitern nicht vorenthalten:

Torgler die Zunge herausgeschnitten 500 Ke 400 Jaden elend verreden lassen" 20.000 K Jüdische Familie ermordet 2.000 Kz an Daily Mirror", Neuyort, Daily Herald", London , Wiener Allgemeine Zeitung". Betrag erhalten.

Hier gibts teine Polemit mit der Feder mehr, sondern nur eine solche mit der Faust!

Mordliste des Dritten Reiches

Basel, 10. Auguft. Das Aufsehen erregende Braunbuch über Reichstagsbrand und Hitler . terror, das sich auf Dokumente und nachgeprüfte Tatsachen füht, veröffentlicht eine Mordliste des Dritten Reiches , die am 29. Juli 1983 abge schlossen wurde.

Diese Lifte, 28 eng bebrudte Seiten, enthält Ein paar frankhafte Bodsprünge weiter aus der riesigen Anzahl von Morden der SA fchreibt die Margistenpresse: Schäbige vier bis Leute nur" 250 Fälle. Bei einigen Fällen find fünf Bälle insgesam: find der Erwähnung wert, Einzelheiten in Stichworten angegeben. Neben bie restlichen fünftausend fallen in den Begriff dieser schauerlichen Liste nennt das Braunbuch Todesstrafe." Gemeint sind Wordfälle. Vaihinger , ,, Eine sozialdemokratische Margarinefabrit auch noch 48 Morde an Juden, die bisher über. Blut trieft ihm von der Schnauzer Philoſoph des Al18- ob, der den Menschen ge. für 25 Millionen." Unter diesem Titel, der zwei- prüft werden konnten. Da das Braunbuch über. zeigt hat, wieviel in ihrem Leben die Fiftion aus spaltig aufgemacht ist, bringt die Landpost" haupt nur solche Fälle nennt, die durch Zeugen­macht, muß an dem Satz seine wahre Freude einen Artikel, in dem sie sich darüber aufregt, aussagen und einwandfreie Dokumente in allen haben. Wochen und monatelang leben nun ge- daß die tschechische Großeinkaufsgesellschaft in der Einzelheiten flargestellt sind, fann man sich vor wisse Menschen von den angenommenen Aejern Nähe von Kralup sich eine Margarinefabrik er- ftellen, daß die Zahl der bestialischen Mordtaten der noch angenommeneren Toten, die angeblich baut hat. Diese Margarinefabrik dient dazu die in Deutschland , die hier angegebenen nachgeprüf auf Stoiten der nationalen Revolution im Reich tschechischen Konsumgenossenschaften mit einem ten Fälle vielfach übersteigt. gehen. 5000 Tote, fürwahr, man ist großzügig. Wassenartikel zu versorgen und ihnen eine gute Man hat ja auch seit je ein mächtiges Maß Phan- und billige Ware zu liefern. Gerade das agra­tasie gehabt. Schade, daß die Buchhal- rische Blatt sollte für die Eigenproduktion der tung der reuellügenfabriten nicht Konsumgenossenschaften Verständnis haben, da publi! gemacht wird. Man fann jich sie ja auch weite Streise der Bauernschaft in den nicht anders als so vorstellen. Genossenschaften einen wirtschaftlichen Fortschritt fehen und weil auch selbst innerhalb der agrari schen Parteien die Notwendigkeit des direkten wirtschaftlichen Verkehrs zwischen Bauern- und

eignet, von denen sogar drei von se v mm uni­ften begangen worden seien. Dem Kerl, der das aus Berlin geschrieben hat, tann nicht Angst werden vor seiner Schuftigkeit, denn er ist Natio­nalsozialist und reiht die Morde, die seine politi ichen Freunde begehn, in die Rubrit Böllische Erneuerung" ein. Aber die Tag" Redaktion bat jeiner Behauptung wider besseres Wissen Raum und sogar Gelegenheit gegeben, den ermordeten Genossen Stelling zu beschimpfen.

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Kriminalroman von Grete Hartwig

Alle Rechte vorbehalten

Ich glaubte Dich zu lieben, vielleicht liebte ich Dich wirklich. Deine füße Mädchenanmut go Balsam in mein Herz, das vordem von einer großen Leidenschaft zerwühlt und zerrissen wor­den war. Diese Leidenschaft hieß Lo Lu.

Sie war lange meine Geliebte, betrog mich

Thälmann die Ohren abgehadt.. Stelling in den Bandwehrkanal ge­worfen..

zitterte.

500 Ks 3.000 Ks

Oesterreich- Anleihe Überzeldinet.

Wien , 10. August. Die Zeichnung auf die österreichische Anleihe wurde in London Minute nach der Auslegung geschlossen und der betreffende Betrag hoch überzeichnet.

Damals begann mein Wohlstand. Ich Hätte ich mehr Glüd gehabt, dann wäre ich nicht mehr von dem Gedanken. Vielleicht war Die Sache mit Borris is bahin hatte bersichten müssen, ich lebte auf den und müßte jezt nicht die Flucht ins Jenseits in meinem Leben eine gewiffe Rolle spieltest, fonnte mir verschiedene Dinge leisten, auf die ich nicht zum Räuber und nicht zum Mörder gewor wirklich ein wenig Rache dabei, Rache, weil Du großem Fuße und fonnte endlich den Elegant antreten. Vielleicht hätte ich nicht gleich die vielleicht aber ließ sie nicht loder, weil sie am spielen, der ich von Natur aus immer war. Flinte ins Korn werfen sollen! Jetzt ist es zu Abend mit Dir zusammentreffen fonnte und so Mein Glüd ermutigte mich, ich verwickelte mich spät! ihr organisatorisch wohl überlegter Plan am in immer gewagtere Spekulationen- und Lo Qu erwartete am nächsten Tage ihren besten seine Abwidlung fand. Es handelte sich schließlich, ich will Dir. die vielen nervenzerrüt Freund aus Paris . Er hatte sich telegraphisch an- nun bloß darum, die geeignete Form zu finden, tenden Details ersparen, war mein Vermögen gekündigt und wollte im Grand Hotel " abstei- um Dich tatsächlich zu dem Besuche im Separee bertan und ein neuerlich verwendeter großer gen. Sie wollte am nächsten Nachmittag mit ihm zu veranlassen. Der verliebten Einladung eines Teil fremden Geldes. Noch immer wiegte ich mich ein Rendezvous im Weißen Hahn", wo sie schon anonymen Verehrers würdest Du wohl nicht in der Hoffnung, doch noch alles gut machen zu öfters mit ihm soupiert hatte, verabreden. Ihn Folge leisten, das wußten wir nur zu gut, wir fönnen, obwohl ich jeden Tag vor der Entdeckung um das Geld zu bitten, schien ihr aussichtslos; kannten beide Deine Ablehnung alles Abenteuer­denn obwohl er sehr freigebig war, hätte er ihr lichen. Also mußten wir irgend etwas finden, und verließ mich schließlich, um die Geliebte eines sehr reichen Mannes zu sein, des franzöft- Nun ist es Dir auch begreiflich, warum ich doch einen so großen Betrag nicht gegeben, Es was auf Dich großen Einfluß üben konnte. Da schen Kaufmanns Renee Gaubier. Ich tonnte sie damals, als der Detektiv Deinen Freund bei mir blieb also nur übrig, den Mann zu betäuben und erinnerte ich mich an Deine Anteilnahme an der lange nicht vergessen und liebte wohl im Inner- suchte, so sehr erschraf. Weil ich dachte, es ginge zu berauben. Wir hatten nicht die Absicht, ihn zu Sache mit Borris und Dein Geständnis darüber sten weiter; denn als sie eines Tages wieder zu mich an. Aber es war nur ein Aufschub. Am töten. Ich war im Besize eines orientalischen machte ich mir zunuze. mir tam, and ich ieder völlig unter ihrem Banu. nächsten Tage schon, oder war es sogar derselbe, Giftes; es war ein Schlafmittel, das bei einer Du kanntest sie nicht. Sie ist ein wilder, großer war mein Verbrechen oder meine Schwäche oder gewissen Dosis einen leichten, schmerzlosen Tod vitaler Mensch, tierhaft in ihrer Gunst, berau- mein Unglüd, nenn es, wie Du willst, bekannt herbeiführte. Bei geringerer Dosis erzeugte es schend in der Tiefe ihrer Singabe. Mir hat sie und ich hatte höchste Eile, mich in Sicherheit zu einen tiefen, traumlosen Schlaf. Ich selbst hatte Gutes getan, trop allem, sie versuchte mich zu bringen. Vielleicht wäre es flüger gewesen, es vor Jahren gegen Schlaflosigkeit verwendet, retten, fie floh mit mir und da beides miklang, meinem Chef alles zu gestehen, vielleicht! Aber ich und war einmal 36 Stunden in Schlaf gelegen, geht sie mit mir in den Tod. Auch ihr sollst Du war wie von Sinnen; von toller Angst getrieben, dann war ich erwacht, ohne Schaden an meiner nicht fluchen. von Schamt und Verzweiflung, hatte ich nur den Gesundheit genommen zu haben. Allerdings war Ich dachte nie daran, Dir über meine Ver- einen Gedanken: Rettung! Wie? Das wußte ich mein Erinnerungsvermögen für die Dauer von René Gaubier war für halb neun Uhr gangenheit, in welcher Hinsicht immer, reinen nicht. Ich stürzte zu dem einzigen Menschen, des pei oder drei Tagen getrübt. So wollte ich die Wein einzuschenken. Du hättest mich ja doch nie fen Berzeihung ich sicher war, zu Lo Qu. Jch Wirkung auf Renee Gaubier einteilen. Blieb er abends in das Separee bestellt, er wußte nicht, verstanden, warum sollt ich also die furzen schilderte ihr meine Lage und fie fand einen alfo vier Tage vernehmungsunfähig, dann war daß Lo Lu an diesem Abend Vorstellung hatte. Stunden unseres Glückes damit trüben? Ich Ausweg; einen teuflichen vielleicht, aber für mich unsere Flucht zum Teil geglückt; denn auf hoher Etiva um neun Uhr betrat ich bas Separee, fand ihn mit Essen und Trinken beschäftigt, stellte mich dachte chrlich daran, Dich zu beiraten, und an einen rettenben. Wir war alles recht, alle Wög- See erwartete ich keine Verhaftung mehr. als Schauspieler Müller vor, einen Kollegen bon Deiner Seite ein neues Leben zu beginnen, ein lichkeiten paren mir lieber, als die eine, im Ge- Zur Sicherheit aber mußte auch ein Mensch Lo Lu, die mich beauftragt hatte, ihm mitzuteilen, ruhiges, bürgerliches, ſittenstrenges Leben. Aber fängnis für meine Unbesonnenheit zu büßen; gefunden werden, der den ersten Verdacht auf sich daß sie etwas später tommen werde und ihn zu mitten in meinen Entschluß brach die erste Nata- denn das mußt Du mir glauben, ich war nur ein lenkte. Wir hatten nicht viel Zeit, diesen Men- bitten, sich zu gedulden. Sie habe versucht, zu strophe. Ich hatte mir fremdes Geld angeeignet, eitler Schwächling, ein betörter Anbeter bes gol- schen auszusuchen, es mußte außerdem einer fein, telephonieren, habe aber keine Verbindung be zu dem ich durch meinen Bosten unbewachten denen Stalbes, aber kein gemeiner Verbrecher, der um eine ganz bestimmte Zeit zu ihm ging, zu fommen. Er war sehr liebenswürdig, besonders, Zutritt hatte. Ich hatte das Geld zu Spetula- fein Mensch, der über Leichen ging, um seinen einer Zeit, die wir wußten, den wir unter Ston- da ich mit ihm französisch sprach und bot mir tionen verwendet, hatte dabei ein kleines Ver- strupellosen Egoismus zu befriedigen. Ich war trolle hatten. Platz an, um ihm eine Weile Gesellschaft au mögen gewonnen und konnte den angetasteten auch kein Dieb; denn bei mir lag Geld, das ich Ich weiß es heute nicht mehr, wie Dein leisten, Betrag wieber ersegen. provisorisch nehmen und wieder ersetzen konnte. Name plötzlich genannt wurde, aber 2o Lu ließ] ortfegung folgt.)

Lo Lu schrieb den Brief, natürlich mit ber­stellter Schrift, legte die Tabatiere bei, die ein ehemaliges Geschenk von Renee Gaubier an sie war, und übernahm es, Dir den Brief während der Vorstellung, in der sie Dich zwanglos treffen fonnte, nicht übergeben. Es wird Dir heute klar sein, warum sie Dich belauerte und Gewißheit erhalten wollte, ob Du auch wirklich der Ein­labung Folge zu leisten gesonnen warst.