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wiper Eisenwerke hat in einem Briefe, an] eine Versammlung, die Freitag abends in Prag stattfand und in der die Anerkennung Sowjetrußland gefordert wurde, dargelegt, daß die Witkowitzer Werke in den letzten zehn Jah­ren Aufträge für eine volle Milliarde Ke cr­halten haben und daß in der letzten Zeit zwei Hochöfen in Witkowitz gelöscht werden muß­ten, weil die Sowjetunion keine Bestellungen mehr tätige.

Sonntag, 19. November 1983

Otto Strasser rechnet mit Hitler ab

Otto Straffer, der Führer der machtloser, nie so unterdrückt, so vergewaltigt, Schwarzen Front ", der jahrelang an der wie seit den zehn Monaten Hitlerregierung. Seite Hitlers arbeitete, und jetzt aus der Tyrannei, Brutalität, Gemein Emigration gegen die braunen Bonzen heit feiern Triumphe und haben nicht kämpft, setzt sich in einem Aufruf an die nur eine völlige staatsbürgerliche Rechtlosigkeit Deutschen mit der verbrecherischen Politik der deutschen Menschen geschaffen, sondern das der Hunnen auseinander. In dem Aufruf Hochkommen aller niedrigen, chrlosen Instinkte In der Zeit, da wir mehr als 600.000 heißt es u. a.: gefördert. Denunziantentum, Feigheit, Verrat Arbeitslose haben und da die Gefahr besteht, 10 Monate Hitler- Regierung liegen hinter sind zu Alltagserscheinungen des öffentlichen und daß im Winter die Zahl der Arbeitslosen noch uns, zehn Monate, die es nötig und möglich privaten Lebens geworden und zersetzen alle wachsen wird, ist es unbedingt notwendig mit machen, eine Zwischenbilanz aufzustellen Bande menschlicher Gemeinschaften. Es könnte Hohn sein, wenn es nicht aller Energie die Verdichtung unseres Ge- und zu beurteilen. Friede Freiheit Brot waren Schwäche wäre, daß trotzdem diese Regierung ſchäfts mit der Sowjetunion zu fordern. Die die Versprechungen, mit denen die Regierung der Autorität und der Stärke" nach knapp acht wirtschaftlichen Voraussetzungen dazu sind, daß Sitler am 1. Feber 1933 das deutsche Volt über Monaten das Volk schon wieder zur Wahl auf­Monaten das Volk schon wieder zur Wahl auf wir Sowjetrußland Kredite geben, was um so schüttete, in einem gigantischen Vier Jahrief und um Vertrauen bettelte, wo doch nur leichter geschehen kann, als die Sowjetunion res= Plan wollte sie die Grundlagen dafür die Regiſtrierung erfolgreicher Einschüchterung bisher allen ihren finanziellen Verpflichtun vorlegen und dadurch den wirtschaftlichen, staat- erreicht werden konnte.

gen pünktlich nachgekommen ist. Wir haben lichen und nationalen Aufstieg Deutschlands Wie steht es mit dem Brot? ein Gesetz über die Staatsgarantie für Export durchführen. Hente, nach zehn Monaten Regie­Ausgezogen zum Kampf gegen den Kapita­kredite, das in den Dienst der tschechoslowakisch- rung Hitler ist noch fein Say dieses russischen Handelsbeziehungen gestellt werden Vier Jahres Plans vorgelegt und lismus, ist heute die regierende Sitlerpartei das muß und wir müssen für die Diskontierung ministerium breitet den Schleier der Vergeßlichtungssystems! Nach zehn Monaten Hitler- Regie­das sonst so geschickte und eifrige Propaganda- stärkste Bollwerk des fapitalistischen Ausbeu der Russenwechsel Sorge tragen. Regierung Hitler. - feit über dieses grundlegende Versprechen der rung ist der Kapitalismus stärker und aggressiver denn je!

Die Arbeiterschaft, ihrer eigenen Interessen­vertretung beraubt, ist schutzlos preisgegeben einer schamlosen Ausbeutung, die in sinkenden Löhnen, verschärften Arbeitsbedingungen und völliger Entrechtung ihren furchtbaren Aus­brud findet.

Wollen wir aber in ein besseres Verhält­nis zur Sowjetunion kommen, dann muß sich Wie steht es mit der Freiheit? die Regierung endlich entschließen Sowjet­ruzland auch formell anzuerken­Daß die außenpolitische Freiheit nicht errun nen. Wir stehen mit Staaten in regelrechten gen wurde, daß vielmehr das Diktat von Ver­politischen Beziehungen, die eine ganz andere failles unter Sitler noch genau so in Kraft ist, wie unter Stresemann und Müller, hat die Er Regierungsform haben als wir. Es sei nur auf füllungspolitik des Vier- Mächte- Patts, die Ver Die Lebenshaltung verteuert sich von Mo­Polen und auf Jugoslawien verwiesen sowie ratspolitik in Danzig eindringlichst bewiesen. nat zu Monat, was bei gleichbleibendem oder auf Italien , wo auch feine demokratischen Noch schlimmer steht es um die innen durch vielerlei Abzüge vermindertem Einkommen Regierungsformen herrschen. Wenn ein Gepolitische Freiheit! eine fortschreitende Berelendung bedeutet. Fort­sandter Hitlersin Bragsein kann, Verlogenheit und Bonzenwirtdauer der kapitalistischen Ausbeutung und sinkende Löhne, steigende dann werden wir wohl auch einen schaft des Parteiensystems wurden gesteigert Finanzherrschaft Gesandten Stalins ertragen. Es zur monopolistischen Verlogenheit und Bonzen Preise, fortschreitende Berelendung das ist ist höchste Eile, daß die Anerkennung Ruß- wirtschaft des Parteiſyſtems der NSDAP ! Nie das Ergebnis der 10 Monate Wirtschaftspolitik lands erfolgt und die wirtschaftlichen Voraus- war das werftätige Wolf Deutschlands rechtloser, der Regierung Hitler .

setzungen zur größeren Ausfuhr nach Rußland geschaffen werden. Sonst wird es uns gesche­hen, daß uns der russische Abjaßmarkt ver­Loren geht wie alle anderen Exportmärkte und daß wir eine handelspolitische Chance wieder einmal verpaẞt haben. Wir haben nicht mehr biel Zeit, wenn wir nicht unseren ganzen Er­port bis auf das letzte Kilogramm und die letzte Krone verlieren wollen, den Export, von dem das Wohl und Wehe von zehntausenden Arbeitern abhängt.

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Arbeitsloli leit in Nordböhmen in den letzten Monaten faſt unverändert geblie

im Oktober unverändert.

ben, bei den gänzlich arbeitlosen Unterstüßten zeigte sich jedoch im Vergleich mit dem Vorjahre im September eine Erhöhung um 7979, d. i. um 28.1 Prozent, und im Oktober um 6258, d. i. um 21.29 Prozent.

Die Lage am Arbeitsmarkte ist fast unver ändert geblieben. In der Landwirtschaft hat die

In den 47 Bezirksanstalten für unentgeltliche Dienst- und Arbeitsvermittlung in Nordböhmen waren im Oftober 12.888 Arbeits- und Dienst stellen und 165.055 Bewerber und Bewerberinnen Arbeit nachgelassen, aber ein Teil der Arbeitslosen angemeldet, wobei 10.685 Vermittlungen erzielt fonnte in einigen Bezirken noch in den Zucker­wurden. Im Vergleich mit dem Vorjahre zeigt fabriken untergebracht werden. Im Bergbau sich bei den Vermittlungen ein Rüdgang um anmachte sich die Besserung nur teilweise in der Er­nähernd 30 Prozent, der hauptsächlich auf die erhöhung der Anzahl der Schichten bemerkbar, in höhte direkte Nachfrage zurückzuführen ist.

Die Schamlosen

Nr. 271

In der Deutschen Landpost" vom 18. No, vember, bringt einer, der seinen Namen scham­haft- feige verschweigt, seine Liebe zu Hitler . Deutschland zum Ausdruck:

Und nun eine vielleicht unerwartete Frage: Was geht uns das Deutsche Reich an?

Wer die Wahl hat, hat die Qual", sagt ein Sprichwort. Diese Qual wird start vermindert, wenn man nicht aus vielem etwas Beliebiges aus zusuchen, sondern zwischen zwei äußersten Gegen. sägen zu entscheiden hat. Ja und Nein sind solche Gegenfäge. Die ungeheuere Beteiligung an der Wahl im Deutschen Reiche( man kennt dort feine Wahlpflicht) wird also wohl nicht allein der in alle Volksschichten gedrungenen An. teilnahme am politischen Geschehen, auch nicht der Rührigkeit der hatenkreuzlerischen Parteiber. bände, sondern auch der Einfachheit der Fragestellung zuzuschreiben sein.

Das Volk des Deutschen Reiches hat sich in jeiner überwältigenden Mehrheit zu Hitler und jeiner Außenpolitik bekannt. Diese Tatsache setzen wir in ihrer Bedeutung nicht dadurch herab, daß wir die mit Nein Wählenden mutig, demnach mit dem Schluß aufs Gegenteil- bie andern Feiglinge nennen. Auch der scheinbar abgrundtiefe Say: Hitler hat gewonnen, Deutschland verio­ren", erweist sich als Wortgeplätscher, das uns in unserer Stellungnahme zu der neugeschaffenen Lage nicht um einen Schritt weiterbringt. Man muß sich, wie gesagt, einmal vorstellen, bei uns sei in irgendeiner Angelegenheit eine solche Mehrheit erzielt worden. Ein einziger Jubelschrei ginge durch alle Blätter, die Begeisterung stiege ins Ungemessene. Nun, die Reichsdeutschen wer den sich wolyl etwas fühler verhalten, aber die Wirkung des Abstimmungserfolges wird trogdem nicht ausbleiben. Die alte Tante, die alle Ster­benden und Krüppel, alle Ungeschickten und Fahrigen mit ungültigen Stimmzetteln zu Gegnern der Hitlerischen Politik macht, wird hieran nichts ändern.

Die Volksbefragung bezog sich auch auf die Friedenspolitik der Reichsregierung. An Hitler fand man bisher manches au tabeln, aber ber Chara! terlofigfeit fonnte th noch niemand zeihen. Er ist zweifellos friedlie bend. Daß er lönnte beiseite geschoben werden, ist nicht zu befürchten. Wir dürfen also ohne Beunruhigung die weitere Entwicklung der Dinge abwarten.

Es ist in Deutschland ja nicht mehr ge­Deutschland protestiert schehen, als daß Nicht Wähler in die Konzentra den Steinbrüchen sowie in den Ziegeleien wurden tionslager gebracht oder auf den Straßen ver­Reichsregierung gegen die Arbeiter entlassen. wobei auch hier ein Teil der prügelt wurden. Nichts anderes, als daß man iranzösische und englisde Presse Die Anzahl der angemeldeten Arbeitslosen felben vorübergehend noch in den Zuderfabriken jeden Nein- Wähler und Nicht- Wähler von vorn­Berlin, 18. November. Der deutsche Bot- tober um 59 auf 126.405 gestiegen. Davon waren jedoch fürzer als in den früheren Jahren und SA. gegen ihn mobilisierte. Und Hitlern tann ist in Nordböhmen im Laufe des Monates Of untergebracht werden konnte. Die Kampagne war herein zum Landesverräter stempelte und die schafter in Paris ist angewiesen worden, die frans 81.725 Männer und 44.680 Frauen. Die größte fteigt bereits jetzt die Anzahl der Arbeitslosen in man höchstens nachsagen, daß er für die Konzen­zöfifche Regierung auf die berleumderischen" Behauptungen, die von der franzöfifchen Zeitung den Induſtriebezirken angemeldet, und zwar in In der Glasindustrie fonnten nur fleinere Befund für das Telegramm nach Potemba verant Anzahl der Arbeitslosen erscheint wiederholt in den Bezirken, in denen Buderfabriken bestehen. trationslager, die Erschießungen auf der Flucht" Petit Parisien" veröffentlicht worden dem politischen Bezirk Reichenberg 12.127. ferungen, zum Teil in Verbindung mit der Weih- wortlich ist. Ansonsten ist er ein Charakter. find, und auf die schädliche Auswirkung, die der Gablon; a. N. 10.977, Teplit- Schönau 10.729, Teplitz Schönau 10.729, nachtsfaison, beobachtet werden, in der Metall­artige böswillige Erfindungen auf die zwischen Gablon; a. N. 10.977, Schamloser als er sind nur noch die, die ihn B.- Leipa 9931, Tetschen 9374, Romotau 8299 staatlichen Beziehungen haben müssen, nachdrüd- Brür 7655, Dur 7584, Auſfig a. G. 7358, Schlut industrie zeigten sich die wenigsten Aenderungen loben oder sein hunniſches Tun ohne Beunruhi E. und wird die Lage allgemein als wenig zufrie Mit Rücksicht auf einen ähnlichen Vorfall in fenau 6212, Friedland 5953, Rumburg 5036. denstellend geschildert. Die Betriebe, die auf die gung betrachten können. Die gewerkschaftliche Arbeitslosenunterstüt Baubewegung angewiesen sind, waren schon der Londoner Presse ist auch der dortige Bot­Aufgelöster Verein. Die Polizeidirektion in schafter mit entsprechenden Weisungen versehen. zung mit dem Staatszuschuß erhielten 35.701 fchwächer beschäftigt, ähnlich wie diejenigen der Der Chefredakteur des Petit Parifien" E. gänzlich Arbeitsloje( 28.25 Prozent der Angemel- Holzbearbeitungsindustrie, bei welcher auch in Brünn hat mit Erlaß vom 17. November die J. Bois, beharrt heute troß des neuerlichen deut- deten) und 18.771 teilweise Ausgesetzte, also zu anderen Zweigen die Ausschung der Arbeiter Tätigkeit des deutschen Nuderklubs Bruna" mit schen Dementis auf der Erklärung, daß das von sammen 54.472 Personen davon 45.625 die nor- schaft nicht vermieden werden konnte. Auch in dem Blatte veröffentliche Dokument über die male und 8847, d. i. 16.23 Prozent der Unter der Textilindustrie waren nur fleinere Befferun- sofortiger Gültigkeit wegen gefeßwidriger Tätig­deutsche Propaganda, ihre Ziele und Mittel vollſtüßten, die außerordentliche Unterstützung. Die gen zu verzeichnen und ebenfalls meistensteils feit seiner Mitglieder eingestellt und ließ das Tommen authentisch ist. Anzahl der zeitweise arbeitslosen Unterstüßten ist nur als Saisonerscheinung.

lich hinzuweisen.

Der

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ppenspieler uppenspieler Roman von Felix Fechenbach

fein!"

Wenn d' halt meinst? Soll mir recht

Zum Abendessen gabs heute Butterbrot und Wurst. Haus packte sich sein Teil in eine alte Nummer des Würzburger Generalanzeigers" und steckte es in die Tasche:

Ich schau mich e bißle am Stranen um!" Ehe die Eltern noch weiteres fragen fonn­ten, war Hans schon fort.

Was is denn heut les mit ihm?" fragt der Vater.

" Die Gret!!" sagt die Mutter und lächelt

rerständnisinnig vor sich hin.

Vater Cornelius pfeift als Antwort nur leise burch die Zähne. Er hatte verstanden.

Vor der Kasperlbude brauchte Hans nicht lange zu warten. Greil fam bald und winkie ihm vom Gehsteig fröhlich zer den Platz her­über. Hans ging ihr entgegen.

No, hat der feurige Drachen seine Prin­zessin heut doch aus der Höhle entwischen lassen?" fragt er lachend und gibt ihr zum Gruß die Hand. Wär ja noch schöner. wenn mich der Vatter nit auf die Meß lassen wollt!"

Hans lacht.

Farbstifte, Pinsel, Federn und Federhalter feil­gehalten. Man sollte nicht glauben, daß es so Bist du aber e Angsthäsle! Weißt, für die vielerlei Sorten davon gibt. Dann fommt eine Lene wär das was! Die will doch immer hoch Bude mit Schmudsachen, hier eine mit Schuhen, hinaus." dort Stoffe, Strümpfe, Wäsche. Jetzt kommen Gegenüber vollführte ein Ausrufer einer sie an eine Zuckerwarenbude. Hier sind Kurz- fleinen Bude einen Höllenlärm mit einem riesi­waren, da fünstliche Blumen, und dort liegt eine gen Gong, auf den er andauernd losschlug. Dann

gesamte Vereinsvermögen feststellen.

tum mit, daß Silva eine Reihe Proben ihrer Hellseherkunst ablegen werde. Dann trat er auf einen Herrn zu und bat ihn um seine Uhr: ,, Bitte, stellen Sie die Uhr auf irgendeine beliebige Stunde."

ganze Bude voll mit Kokosnüſſen, Ananas und unterbrach er sich und pries feine Sehenswür- diese" Uhr jetzt anzeigt?"

Bananen. Oben an einer Latte baumeln vier fleine Männchen, ganz aus Kokosnußschalen ge­fertigt. Sie sehen aus wie primitiv angefertigte Götterfiguren irgendeines exotischen Volksstam

mes.

"

Magst ein Stüd Rofosnuß, Gret!?" Och, das muß nit fein."

Komm, wir faufen uns ein Stüd." Und Hans faufte zwei Schnitzel von der schmackhaften Frucht. Jedes kostet fünf Pfennig. Im Weitergehen knabbern sie sie auf. Sie kom­men wieder an einer Bude mit Ringen und Schmucksachen vorbei. Der Mann in der Bude, der einen roten Araberfez mit dider blauer Trottel auf dem Kopf trägt, bietet seine Ware an:

,, Nehmen Sie was mit, junger Herr! Ein schönes Ringchen für die Fräulein Braut!"

Gret schießt die Röte ins Gesicht. Ihr war plöslich, als müsse ihr jeder ansehen, wie gestern abend im Pleicher Glacis auf der Bank Hans sie umfaßt und geküßt hat. Sie drängte hastig zum Weitergehen:"

Du, ich hab eigentlich schon genug von den Verkaufsbuden. Is ja immer wieder das gleiche. Wolln wir nit lieber gleich zum Seranen zurück? Da is mehr los!"

Sie gingen zunächst zur Juliuspromenade. am die langen Reihen der Verkaufsbuden entlang Na, schön, machen wir fehrt!" zu schlendern Um diese Zeit ist der Menschen- Und sie gingen zurück zu dem fleinen Platz strom zwischen den Budenreihen nicht mehr so vor dem Kranentor. Hans fragt: dicht, man kann sich alles in Ruhe beschauen. Magst in der Russischen Schaufel fahren? Und auf dem Kranen geht der richtige Abend- Schau mal. wie hoch das Rad die Kabinen hin­betrieb doch erst um acht Uhr an. aufdreht!"

Was da alles zum Stauf ausgelegt ist! Gleich Oh da wird mir schon ganz schwindlig der ersten Bude vorne werden nur Bleistifte, und überzwerch, wenn ich nur zuschau."

Dann wandte er sich nach der Bühne um: ,, Silva, fannst du mir sagen, welche Stunde digkeiten an: Sensationen! Attraktionen, meine Herr­Einen Augenblick befann sich Silva, die mit schaften! Silva, das Mädchen, dem nichts ver- verbundenen Augen auf einem Stuhl auf der borgen ist. Sie errät Ihre geheimsten Gedanken, Bühne jaß. Dann gab sie Antwort: Ihr Geburtsdatum und sogar die Zahl Ihrer zukünftigen Kinder! In der zweiten Abteilung sehen Sie die Dame ohne Unterleib! Das mits fen Sie gesehen haben. da müssen Sie hereinge­treten sein! Versäumen Sie unsere Haupt- und Galavorstellung nicht! Stopf für Kopf zehn Pfennige; wer feinen Stopf hat, zahlt feinen Ein­tritt!"

Gong.

Die Uhr zeigt jetzt zwölf Uhr zehn Mi­nuten an." ,, Stimmt! Stannst du mir sagen, ob ich eine Herrenuhr, oder eine Damenuhr in der Hand halte?"

Eine Herrenuhr!"

Der Mann ging weiter. Vor Gretl blieb er stehen: Fräulein, wollen Sie mir bitte ganz leise fagen, wie alt Sie sind."

Grefl wurde verlegen und sagte nichts. ,, Na, Fräuleinchen, in Ihrem Alter fann mans doch noch sagen."

Wieber schlug er wie wütend gegen den ,, Das war das letzte Zeichen zum Beginn der Vorstellung. Die Dame geht hinein, und die Vorstellung beginnt! Zur Kassa! Zur Staffa !" Auf dem Podium vor der Bude hatte während Hans antwortete an ihrer Stelle leise. Dar diesen lauten Anpreisungen ein Mädchen gestan- auf wandte sich der Mann wieder an die Bell­den, das mit einem dichten Schleier verhüllt war und jetzt im Innern der Bude verschwand.

feherin:

Aus der Menge, die sich das Schwadronnie, die ren des Ausrufers angehört hatte, lösten sich eine Anzahl Leute und gingen zur Stasse, bezahlten und traten in die Bude. Auch Hans und Gret! mal gingen mit.

Im Halbduster sette man sich auf die Bänke, vor denen eine kleine Bühne aufgebaut war. Man wartete. Eine zeitlang tam gar nichts, weil der Budenbesitzer erst noch warten wollte bis mehr Publikum da war. Dann gings los. Zuerst produzierte sich Silva, das Mädchen, dem nichts verborgen ist. Der Mann, der vor der Bude Reklame geschoben hatte, teilte dem Ruhr:

Silva, iage mir doch bitte, welches Alte: Dame hat, vor der ich stehe?" ,, Siebzehn und ein halbes Jahr!" Und weißt du auch, wieviele Sinder sie ein­bekommen wird?"

Lange Pause. Dann kams von der Bühne: Elf Seinder, fünf Buben und fech&

Mädchen!" Das Publikum wieherte vor Bachen un Gretl wäre am liebsten vor Scham in die Erde versunken.

( Fortjeyung folgt.)