Doitiersing, 22. Dars 193

Krach im österreichischen

Dollfuß verhindert einen Heimwehrputsch Rebellion der Tiroler Heimwehr

Erst jcht wird bekannt, daß an dem Tage, an dem Dollfuß nach Rom reiste, nämlich am 12. März, Oesterreich an einem Heimwehr= putsch vorbeigerutscht ist. Der Vizekanzler Fey, der die Abwesenheit des Kanzlers gern zu Extratouren benügt, hatte alles vorbereitet, um dem Totalitätsanspruch der Heimwehren Geltung zu verschaffen. Das tam Dollfuß zu Ohren, der rasch noch für die Berufung Schönburg- Harten| steins in das Heeresministerium sorgte. Diese Er nennung hat das Losschlagen der Heimwehren verhindert. Montag abends war in den Kasernen des Bundesheeres höchste Alarmstufe angeordnet worden; die Offiziere hielten an die Mann­schaften Reden, in denen sie den bevorstehenden Heimwehrputsch behandelten und sagten, daß in diefem Falle ,, bis zur letzten Patrone" geschossen werden müsse.

Aller Welt sichtbar wurde der schwere Gegensatz zwischen den Heimwehren und den Christlichsozialen durch die letzten Vorgänge in Tirol. Dort weigern sich die Heimwehren, mit dem christlichsozialen Landesrat Dr. Gamper in der Landesregierung zusammenzuarbeiten. Die der Heimwehr angehörenden Mitglieder der Landes­regierung haben ihre Mandate zurückgelegt und fordern den Rücktritt Dr. Gampers. Gamper wurde von den Heimwehrlern sogar tätlich angegriffen und zu Boden geschlagen. Die Landesregierung ist durch das Zurücklegen der Mandate durch die Heimwehr arbeitsunfähig ge­worden. Die Ostmärkischen Sturmscharen haben das Verbleiben Dr. Gampers in der Landesregie­rung verlangt. Zu diesen Vorgängen macht die gleich geschaltete Innsbruder Volkszeitung" u. a. folgende bissige Bemerkungen:

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,, So bleiben als Stein des Anstoßes die bei den anderen antoritär ernannten Landesräte:

Sandner, der Idealist

Rudolf Sandner ist sozusagen der Stell­vertreter des Herrn Henlein. Der stellvertretende Führer einer Partei also, die einmal ausge zogen ist, das Parteiwesen zu überwinden und sich jetzt ganz einfach damit bescheidet, das Partei­Erbe der verewigten Nazi fortzuführen. Es vers steht sich, daß sich Herr Sandner bei solchem Tun durch die Tatsache belastet fühlt, einmal Mitglied des Sozialistischen Jugendverbandes gewesen zu sein. In einer Antwort an den Startsbader Volks. ville" fommt Sandner darauf zu sprechen und schreibt:

Ich war seit meiner Schulzeit nie und unter feinen Umständen dafür zu haben, meine Gesin­nung und Ueberzeugung für eine gute Anstellung zu verkaufen. Selbst zu einer Zeit, da ich als jun­ger Idealist Mitglied des Sozialistischen Jugend­verbandes war, habe ich dort einen Kampf geführt, der gegen die Partei und die von ihr bevorzugten Abhängigkeitsverhältnisse gerichtet war. Oder cr= innert man sich im Volkswille" nicht mehr an jene Zeit, da man hunderte junger Menschen aus dem Jugendverband ausschloß, weil sie so dachten wie ich, und weil man von ihnen eine Sprengung des Jugendverbandes befürchtete?"

Herr Sandner war, wie man im ,, Volkswville" lefen kann, immerhin einige Zeit hindurch Ver­walter des Rodisforter Kinderheims. Seine Ueber zeugung hat er dabei nicht verkaufen müssen. War sie sozialdemokratisch, so fiel von vornherein jeder Grund hiezu weg, war sie nicht sozialdemokratisch, so hat er geheuchelt. Er hätte ja sonst den Posten nicht bekommen.

Regierungslager

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Für das stellenlose Intelligenzproletariat

Regierung erwägt Neuaufnahmen

in den Staatsdienst

Prag , 21. März. Wie wir erfahren, werden in der Regierung zwischen den beteiligten Mini­sterien eifrig die Möglichkeiten und die Grundsäke einer außerordentlichen Arbeits. beschaffung für jugendliche Er=

unangenehm erscheinen, sich entwickeln lassen. Da werbslose crivogen. Es handelt sich nament­die Heimatwehr nun einmal ihr autoritäres Ziel erreicht hat und da das autoritäre Regime im Lande etabliert ist, wollen wir, daß die von den Heimatwehren verlangte und erreichte autoritäre Ordnung mit Konsequenz geübt wird. Wir verlangen das, selbst auf die Gefahr hin, daß wir den autoritären Gedanken der Heimatwehr gegen die Heimatwehr verteidigen müßten. Denn nichts erscheint dem Bürger eines Staates langweiliger, als wenn das System des Regic­rens und Verwaltens täglich geändert wird. In d c8fchabet gar nichts, wenn die Kreise, die die autoritäre Ordnung verlangt haben, fie auch einmal ordentlich ans. fosten...

lich um die Frage der Aufnahme geeig­neter Absolventen von Schulen in die Praxis im öffentlichen Dienst, und zwar gegen ein angemessenes Adjutum. Diese Praxis würde zugleich eine Vorbereitung für die definitive Uebernahme der betreffenden Personen in den öf fentlichen Dienſt darstellen.

der Vertreter des Arbeitsbundes, Professor Gamper, und der Vertreter des Bauern­bundes, der Bauernführer Obermoser. Die zwei Personen stellen in der Landesregierung das -sagen wir im Sinne der neuen Ordnung, die eben kommen soll berufsständische Element dar: der eine gilt als Repräsentant einer Arbeiter gruppe, während der andere die Bauernschaft ver tritt. Was ist dagegen fachlich einzuwenden? Wir wollen doch einen Ständestaat aufbauen und alles, was in Desterreich vor sich geht, soll im Zeichen der ständischen Ordnung geschehen, das ist der Wunsch und der Wille des Bundeskanzlers, wenn wir ihn recht verstanden haben! Was will also die Heimatwehr? Oder past ihr die per­fonelle Seite nicht? Da wäre allerdings zu sagen, daß das nicht Sache der Heimatwehr sein fann, zu bestimmen, wer als Vertreter eines Bernfsstandes Das ist für die Stimmung in Tirol sehr berufsständische Interessen zu wahren hat.... aufschlußreich und ist ebenso ein Beweis dafür, Wir haben bei Gott nicht die Auflösung des Land- daß starke Widerstandsfräfte gegen die Heimwehr tages verlangt und als sie geschehen war vorhanden sein müssen. Es wäre sonst kaum mög­auch nicht begrüßt. Aber logisch wollen wir lich, daß die Voltszeitung" eine solche Sprache bleiben und logisch alle Dinge, auch wenn sie spricht.

Landeshauptmann Stumpf

wahrt seine Autorität auch gegenüber der Heimwehr !

Zu dem neuen Konflitt in Tirol hat nach machten der Landeshauptmann, dar einer Wieldung aus Junsbruck Landeshauptmann unter auch das Recht, auf autoritäre Weife Wit­Stumpf folgende Stellung genommen: Die glieder der Landesregierung zu ernennen. Wenn Tiroler Vollspartei( die Christlichsozialen) hat von Heimwehrseite jetzt gegen die erfolgte Ernen­zugunsten des autoritären Regimes in Tirol nung Dr. Gampers Stellung genommen wird, so auf ihre früheren Positionen im Landtag und in steht das nach dem Empfinden der erwähnten der Landesregierung verzichtet und alle Rechte auf Streise im Widerspruch zu dem Sinn der autori­den Landeshauptmann übertragen. Diese Umstel tären Stellung des Landeshauptmannes. lung auf autoritäre Grundlage erfolgte eben auf Verlangen der Heimwehren. Seit dieser Umstellung besitzt im Lande alle Voll- eingeleitet worden.

Zur Beilegung des Konfliktes seien Schritte

Bombenexplosion

im Berliner Regierungsviertel

Man erwartet, das diese Frage bereits im Laufe des April in zwedentsprechender Form ge­löst werden wird.

Ein Utopist der Vermittlung

Die austrofascistische Dittatur gibt, wie das Kleine Blatt", auch den Arbeitersonntag", die Sonntagsbeilage der Wiener Arbeiterzeitung, in dem geraubten Vorwärts- Verlag heraus. Auch hier wird die äußere Aufmachung und Gliederung des Blattes getreulich nachgeahmt. Während die Män­ner, deren Werf der Arbeitersonntag war, in den Gefängnisfen der Dollfuß und Fey ſizen, wird ihr geistiges Eigentum von den Austrofascisten gestoh Ten. Es ist eine schmerzliche Erfahrung, an diesem Diebstahl an geistigem Eigentum auch einen Mann mitwirten zu sehen, der mit Recht die Achtung der österreichischen Sozialdemokratie genossen hat. Herr Dr. Erist Karl Winter ist ein fon servativer, katholischer Gelehrter. Er hat im letzten Jahre aus einer in der Erkenntnis der Kulturbe­deutung des Rechtsstaates wurzelnden Ueberzeu gung einen tapferen Kampf gegen den Austro- und den Nazifascismus zugleich geführt. Er nimmt jetzt an erster Stelle in dem geraubten Arbeiterionn­tag" das Wort. Er tut es, ohne die Ueberzeugun gen, die er vor dem Feberaufstand vertreten hatte, zu verleugnen. Aber was vor dem Feberaufstand ein ehrenwerter Versuch war, zwischen den Macht­habern und der Sozialdemokratie zu vermitteln, um eine blutige Statastrophe zu verhüten, das wird jetzt zu einem irreführenden und darum schäd lichen Versuch, die abgrundtiefe, unüberbrückbare Kluft, die die Arbeiterklasse vom Fascismus trennt, zu verhüllen und zu verdecken.

" Wer an die Waffen appelliert und mit den Waffen geschlagen wird, ist, was immer auch ihn dazu

Fieberhafte Suche der Polizei nach den Tätern getrieben hat, dem Rechte des Siegers ver­Verschiedene Versionen

Berlin, 21. März. In unmittelbarer Nähe des Berliner Regierungsviertels am Eck Wilhelmstraße- Unter den Linden wurde heute nachmittags eine Bombe auf die Fahr­bahn geworsen. Durch die Explosion, die von einer großen Rauchentwicklung begleitet war, wurde ein Ghauffeur verletzt und sein Auto be schädigt. An dem Tatorte wurde sogleich eine starte Polizeiabteilung entsandt, welche die Untersuchung aufnahm.

Bis jent ist die Tat in völliges Dunkel gehüllt. Zuerst verlautete, daß die Bombe zu einem Attentat auf den Ministerpräsidenten General Gvering bestimmt war, doch kann man diese Be­hauptung vorläufig nur schwer ernst nehmen, da General Goering anßerhalb Berlins weilt und sich in Niederfinow bei der dortigen feierlichen Eröffnung der Offensive gegen die Arbeits­losigkeit aufhält.

Man neigt daher cher der Ansicht zu, daß die Bombe ohne ein bestimmtes Ziel auf die Straße geworfen wurde und das: dadurch die Unzufriedenheit der Arbeiterschaft mit den gegen= wärtigen Verhältnißfen dokumentiert werden sollte.

Die Bombe ist sehr primitiv. Der Sprengstoff befand sich in einer Konservenbüchse. Die Bymbe wurde aus einem Hause geworfen, wo Reparaturarbeiten vorgenommen werden. Nach einer neuen Version war das Attentat| Gegen diese Version wird auch die ur gegen den nichtarischen österreichischen Staatsansprüngliche Behauptung aufrecht erhalten, daß gehörigen David Oliver gerichtet, der der In- es sich um einen Akt der Unzufrieden haber des großzen Berliner Ninos Kapitol" ist. heit mit den gegenwärtigen Verhältnissen han Das Attentat wurde entgegen der ursprünglichen delte. Es sei nur ein Zufall gewesen, daß durch Behauptung mit einer and granate berübt. die Granate jemand verlegt wurde. Oliver wurde leicht, sein Chauffeur schwer verletzi und das Auto zertrümmert. Die Ursache des Merkwürdig ist der Umstand, daß bis in die Attentats soll nach dieser Version in Anti- Abendstunden von maßgebenden Stel semitismus zu suchen sein. Im Kapitol" len nicht die geringste Mitteilung wurde nämlich vor einigen Tagen die Premiere über den ganzen Fall zu erlangen war. des Filmes Katharina die Große " mit der jüdi= schen Schauspielerin Bergner in der Hauptrolle ge­geben. Nach der Vorstellung wurde eine Manife­station der SA- Leute gegen den Film organisiert und tags darauf der Film verboten.

Auch Kamele in der Heimatfront!

Spät abends gibt das Polizeipräsidium nur eine furze Darstellung der Tat aus, ohne sich in Stombinationen einzulassen. Für Mitteilungen, die zur Aufklärung des Falles führen, wird eine Be­Tohnung von 5000 Mark ausgesetzt.

was davon wußte?! Gibt es ein besseres Beispiel für die Chamäleonstatiit der marristi­schen Voltsverführer?"

fallen." So beginnt Herr Dr. Winter. Dem Rechte des Siegers? Ist es das Kriegsrecht des Siegers, wehrlose Gefangene zu mißhandeln, ihren Frauen und Kindern die Hilfe ihrer Freunde, den Ange­flagten die gesetzliche Verteidigung zu sperren, den bejiegten Gegner mit einem Feldzug der schmutzig­sten Lüge zu verfolgen?

Es ist, so fährt Dr. Winier fort, die historische Schuld der österreichischen Sozialdemokratic, daß jie nicht mit beiden Händen den Staat, den sie doch mitgeschaffen hatte, auch festzuhalten wußte, weil dies ohne Opfer in der Doktrin nicht ging". Herr Dr. Winter fann und will offenbar den republikanischen Patriotismus nicht leugnen, aus dem die österreichischen Sozialdemokraten die Re­publif in Märnten und im Burgenland verteidigt, ihr im Alltag 14 Jahre lang unjägliche Opfer gebracht, noch im letzten Jahre den Kampf gegen ein Regime täglich provozierenden Rechtsbruchs immer weiter aufgeschoben haben. Beschränkt sich die Anklage aljo darauf, daß die österreichischen Sozialdemokraten Regierungsfoalitionen mit Bür gerparteien abgelehnt haben, wenn jie innerhalb dieser Koalitionen nicht ihrer Gesinnung ge= mäß hätten handeln können? Oder macht Herr Dr. Winter den Sozialdemokraten die Stellung zum Anschluß zum Vorwurf, die sie mit allen österreichischen Parteien, Dollfuß eingeschlossen,

geteilt haben?

Ueber das sozialistische Wirten des Herrn Sandner, das gegen die Partei und die von ihr bevorzugten Abhängigkeitsverhältnisse" gerich Aber jetzt, gerade jetzt, mahnt Herr Dr. Win­tet gewesen sein soll, wird bei Gelegenheit noch fer die österreichischen Arbeiter, sich mit beiden geredet werden. Aber die Behauptung, man habe Füßen auf den Boden der gegebenen Staatsord­hunderte junger Menſchen aus dem Sozialiſtiſchen nung zu stellen", die nur von Innen heraus" Jugendverband ausgeschlossen, weil sie so dachten verbessert werden könne, und bietet sich als Ver­vie Sandner, soll nicht unwidersprochen bleiben. mittler zwischen dieser gegebenen Staatsordnung" Herr Sandner fäme nämlich in Verlegenheit, und der Arbeiterschaft an. Diese gegebene wenn er sagen sollte, wer eigentlich ausgeschlossen Staatsordnung". das sind die Kanonen, ge­wurde, weil er mit ihm, dem jungen Idealisten, übereinstimmte. Es wurden einmal sechs Leute aus richtet gegen von Frauen und Kindern bevölkerie Gemeindebauten, das sind die Galgen des Austro­dem Jugendverband entfernt, weil sie gegen dessen Die Rundschau", das Organ der Henlein­christentums, die Schreie mißhandelter Gefange Grundsäße verstoßen hatten. Massenausschlüsse sind front, hat durch einige Wochen hindurch versucht, ner, das ist die Diftatur bewaffneter Heimwehr­nie vorgekommen, geschtveige denn, daß irgend die sozialdemokratische Arbeiterbewegung totzu führer nationalsozialistischer Tradition, daß sie ist ein Regierungsabsolutismus, der der Arbeiter Auch darin sind die Henleinfascisten die Fort- banditen. Die gegebene Staatsordnung".- das einmal eine Sprengung des Jugendverbandes schweigen; sie ging über deren Vorhandensein als Marr schmähen, ohne ihn zu kennen. Der funda- schaft alles geraubt hat, was sie sich in Jahr­durch die Sandners hätte befürchtet werden über etwas Unanständiges, über das man nicht mentale Say des Kommunistischen Manifests, der zehnten errungen, erkämpft, aufgebaut hatte. Die müssen. Die Arbeiterjugend hat Leute seines spricht, vornehm hinweg bis die feinen Herren von der leberwindung der Stlassengegenfäße durch gegebene Staatsordnung". das ist die Erbitte­Schlages immer selbst rechtzeitig und eindeutig von sozialdemokratischen Arbeiterfäuſten einge die Beseitigung der Klassenunterschiede handelt, rung, der Haß, die Rachsucht, der revolutionäre abgelehnt. blent befamen, daß fascistischen Verleumdern braucht das Köpfchen eines richtigen Senleinman Befreiungswille einer geschlagenen, gedemütigten, jederzeit das Fell gegerbt werden kann. Und dann nes nicht zu beschweren. Für die Fähigkeit und beraubten Arbeiterschaft. Nein, da gibt es keine hat die Rundschau" unter der dicken Ueberschrift den Ernst des Herrn Rudolf Sandner, des Füh- Vermittlung. Und wer vermitteln will, der liefert " Roter Terror" das Wort der Sozialdemokratie rer"-Stellvertreters, ist die Tatsache ein Beweis, nur den Charakterschwachen, den leverläufern, in ihre Spalten aufgenommen. In der nächsten daß einige Jahre Mitgliedschaft in der sozialisti den Verrätern, die jede Niederlage erzeugt, die Ausgabe hat sie's dann sozusagen mit geiſtiſchen Jugendbewegung spurlos an ihm vorüber- ideologische Entschuldigung für ihre Gesinnungs­gen Waffen versucht. Das sieht so aus: gingen. Er hat in seinen roten Tagen" immer schwäche. Der Name des Herrn Dr. Ernst Karl alles besser gewußt, hochmütig auf die dummen Winter ist uns zu gut, als daß wir glaubten, er Proleten hinabsehend. Jetzt stellt sich heraus, daß tönnte nach reiflicher Erwägung seine Aufgabe in er gar nichts weiß. Und eben das befähigt ihn. dieser Stunde darin sehen, marodierenden Dejer­einer der geistigen Führer der Sudetendeutschen teuren einer nach heldenhaftem Kampfe geschlage= Heimatfront zu sein. nen Armee die Ausreden zu liefern.

So unterstützte sie unabsichtlich, aber, wie man sieht, mit gutem Erfolg, Henleins Bemühun gen um gesinnungstüchtige, idealistische Mitarbei­ter. Einmal tämpften" Männer wie Sandner gegen die Partei der Arbeiter; in der der Bürger sind sie zufrieden. Was doch ein schönes Gehalt nicht alles vermag! Oder hat Sandner für seine Dienste bei Henlein keine andere Motivierung als den Idealismus, den er der Sozialdemokratie zu ihrem Wohle!- verweigern zu müssen glaubte? K. K.

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,, Wir fragen: warum spricht( sprechen frei­lich ist auch alles) heute die Sozialdemokratie von Voltsgemeinschaft und Aufhebung der Klassen gegensäße, wo doch der Maryisten papit Karl Mary nicht einmal et