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Enzyklika verwendet. Aber Mussolinis und Hit lers Politik ist und war dadurch beſtimmt, daß immerhin große Massen, von ihrer Demagogic

Donnerstag, 19. April 1934

Große Not in den Dörfern

verblendet, tönen Gefolgſaaft leiften. Die Rüd des Altvatergebirges

jicht auf diese Majsen zwingt diese Führer" die soziale Tarnung nicht mit einem Mal fallen zu lassen, diese Massen gewähren ihnen aber auch vorläufig noch ein gewisses Rückgrat gegen all zu stürmische Unternehmerforderungen, die den Herrn Führern" noch nicht in den Kram pas sen. Bei Dollfuß , der seine Macht buchstäblich nur auf Kanonen geſtügt antrat, liegen die Dinge merklich anders. Hier liegt, vielleicht zum erstenmal in der Geschichte, die Klassen struktur des Fascismus nackt vor den Augen aller, die sehen können und wollen. Doll­ fuß , der Diftator ohne Anhänger, muß mit schamloser Offenheit seine Rückendeckung in dem Lager derer suchen, deren Geschäft er verrichtet: im Industriellenverban d. Das Bild. das in Deutschland nur dem politisch Geschulten ganz deutlich und verständlich wird, hebt sich in Oesterreich mit aller wünschenswerten Klarheit für jedermann ab: hinter dem Diktator stehen als Diktatoren des Dikta. tors die Fabriksherren.

Nr. 91

Provinzkrankenhäuser sollen geschaffen werden!

Die Gesundheitskommission der Landesver

Nicht nur im Erz und Riesengebirge gibt es öffentlicher Arbeiten. Da wartet man tretung für Böhmen fuhr bei ihrer am 18. April ungergemeinden, sondern auch in den Gemein vor allem auf den Bau der Verbindungsstraße abgehaltenen Sizung in der Beratung des An­den am Fuße des Alivatergebirges herrscht seit zwischen den Gemeinden Sirchberg und Ober- trages Novak( Tschech . Sozialdem.) auf Jahren großes Elend, weil die Bevölkerung dieser Sillersdorf, der seit langer Zeit geplant ist. Da Schaffung zentraler großer Strankenhäuser in der Dörfer in der Hauptsache aus Meinbauern zusam= gibt es eine Reihe anderer nicht minder wichtiger Provinz fort. In der ersten Etappe sollen die mengesetzt ist, deren Boden reich an Steinen, aber Straßenbauten, die einesteils dem Straßenstan- Strankenhäuser in Jung bunzlau und arm im Ertrag ist. Neben der Feldarbeit suchen dal des Gebietes ein Ende machen und zum an- Budweis ausgebaut werden. Dozent Ge­die Kleinhäusler und die Mieter bei den Klein- dern auch Arbeit und Brot schaffen würden. Man noſſe Dr. Grus cha wies auf die Bedeutung bauern Arbeit im Walde, als Handweber und sagt, daß viele Arbeiten zwar projektiert seien, des Krankenhauses in Aufsig hin und for Bauarbeiter. Derzeit aber ist es fast unmöglich, aber noch nicht in Angriff genommen werden, weil derte die Berücksichtigung dieses Krankenhauses für die Menschen des Altvatergebirges, irgendwie man an zuständiger Stelle zu wenig Verständnis in dem Plane des Ausbaues eines Netzes großer und irgendwo Arbeit und Verdienst zu finden für die Verkehrsnotwendigkeiten und die Wirt- Krankenhäuser. In der Debatte zeigten fast alle und die lebte Hoffnung auf Besserung der Arbeits- schaft dieses Gebietes habe. Es ist aber hoch an Redner die Unhaltbarkeit des veralteten Kranken­verhältnisse ist infolge der geringen Aussichten auf der Zeit, dieses Interesse für die Hungerdörfer des hausgesetzes( aus dem Jahre 18881) auf und dem Baumarkte geschwunden. Bauarbeiter wer- Altvatergebirges zu wecken, um die Menschen vor forderten Beschleunigung in den Arbeiten zur Schaffung eines modernen Gesetzes über die den nirgends gefordert und eingestellt. Es bleibt der Verzweiflung zu schüßen. Krantenanstalten. Die Kommission erklärte sich lediglich noch die Aussicht auf die Durchführung einmütig für die Schaffung eines planmäßi genezes großer Provinz­Sie sprechen Ihnen den herzlichsten Dank für frankenhäuser und deren etappen­Ihre Arbeit aus und verfichern Sie ihres unbe- mäßige Durchführung. schränkten Vertrauens.

Eine kommunistische

Riesen- Blamage

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Die Heyze gegen Schrader zusammengebrochen. ,, Die Welt von heute" hatte vor einiger Zeit behauptet, Genosse Schrader, der die sozialdemo kratische Emigrantenfürsorge betreut. habe etwa dreißig politische Emigranten um das Asyl­recht gebracht. Das war eine Beschuldigung, die Schrader nicht nur als Sozialdemokraten, sondern als anständigen Menschen überhaupt gerichtet hätte; denn Emigranten um ihre Zuflucht zu bringen, das ist ungefähr die erbärmlichste Tat, die sich ein Mensch in der Funktion Schraders hätte leisten können.

Sie bitten Sie, in Ihrer beispielgebenden Tätigkeit für die Emigranten weiter fortzufahren. Sie haben nichts dagegen, wenn Sie diese Erklärung im Gebrauchsfalle benügen.

Mit Hochachtung:

für das čil. Komité

Dr. Jan Löwenbach, Vorfikender, m. v. gende Daten zu ergänzen: Vorhandensein von

M. Schmolfa m. p.

Ein Antrag des Stommissionsmitgliedes Dr. Nohejl gab Anlaß zu einer Aussprache über die Tuberkulose abteilungen bei den allgem. Krankenhäusern. Doz. Dr. Gruschka stellte das Ersuchen, den Bericht der Gesundheits­abteilung der Landesbehörde über die Tuberku loseheilfürsorge an den Krankenhäusern durch fol­Liegehallen, Benüßung von Röntgenapparaten, fachliche Qualifikation der leitenden Aerzte und Damit ist für uns der Fall erledigt. Die Zimmergröße in den Tuberkuloseabteilungen. Erst Welt von heute" aber ist durch den Brief des nach Prüfung dieser Daten läßt sich halb= Silfskomitees gebrandmarkt. Sie hat einen ehren wegs beurteilen, ob die Tuberkuloseabteilungen haften Menschen einer verwerflichen Tat beschulden modernen Anforderungen entsprechen können. digt, ohne den geringsten Anhaltspunkt für ihre Dr. Nohejel stellte den Antrag, daß den Geburtss Behauptungen zu haben. Kurz: sie hat sich be= afſiſtentinnen empfohlen werde, durch Schivan­nommen, wie ein echtes Kommunistenblatt. gerenmeldung an der Tuberkuloſebekämpfung durch Calmetteimpfung mitzuwirken. Für die Durchführung der Calmetteimpfung for derte Dr. Nohejl Beistellung von Landesmitteln. Statt 2 Monate 1 Jahr Kerker Brünn , 18. April. Am 7. Dezember des

Die Leftüre der amtlichen Wiener Zei tung" des neuesten Ständestaates ist in diesen Wochen eine dankbare und lehrreiche Beschäfti gung. Die Unternehmer, die sehr gut verstehen, wie die Sache mit der gemeinsamen Schüssel gemeint ist, lassen fast keinen Tag vergehen, ohne der Regierung lange Wunschlisten mit den vor dringlichsten" Forderungen zu überreichen. Alle Gespenster der Vergangenheit werden hier mit einem Schlag lebendig: der Industriel Lenverband verlangt Abschaf Wir forderten denn auch sofort Beweise. fung des Achtstundentages. Die Welt von heute" wand sich, versprach, mit Aufhebung der Ueberstunden den Beweisen, die sie in Fülle habe, herauszu­bezahlung. rigoroseres Vorge- rücken, wiederholte ihre Beschuldigung und hen" bei der Gewährung der Arschwieg. Denn das, was sie als Beweis angeführt hatte, erwies sich als Unsinn, als ein jämmer­beitslosen unterstützung, der licher Versuch, Tatsachen in ihr Gegenteil zu ver Prag , 18. April. Morgen tritt die parla­Hausherrenverband fordert die fehren. Nicht in einem einzigen Falle ist es der mentarische Spar- und Kontrollkommission zur Aufhebung jeder Mietzins be- Welt von heute" gelungen, Schrader einen Ver- Wahl ihres Vorsitzenden zusammen. Der bis­schränkung und die sofortige stoß gegen die Interessen der Emigranten nachherige Vorsitzende, der tschechische Agrarier Dok­Einstellung aller öffentlichen zuweisen. Singegen hat die infame Heße des Bautätigkeit. Nur nach dem friedlichen Kommunistenblattes die Emigranten selbst auf Zuſammenſiven an der gemeinsamen Schüssel den Plan gerufen, die Schrader sehr viel verdan hat bisher fein Unternehmer verlangt. fen. Sie nahmen eindeutig gegen den Versuch einer Diffamierung Schraders Stellung.

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Die Aufhebung des Unternehmerbeitrages zur Fürsorgeabgabe und die Einstellung der öffentlichen Bautätigkeit hat Herr Dollfuß be­reits gehorsam apportiert, die Erhöhung der Arbeitszeit beschäftigt seit einer Woche den öfter. reichischen Ministerrat, und die nächsten Wochen und Monate werden jedem aufmerksamen Beob. achter beweisen, daß Dollfuß auch für die übri gen Forderungen seiner wahren Brotherren ein geneigtes Ohr hat.

Nun liegt auch noch ein Schreiben des Tsche choslowakischen Hilfskomitees für Flüchtlinge aus Deutschland vor. Das Hilfskomitee, eine Zusam menfassung aller Einzelkomitees, dem auch das Salda- Komitee angehört, übermittelte dem Ge­nossen Schrader folgenden Brief: Československý komitét pro pomoc emigrantúm

7. Německa, v Praze V.

Aus dem Parlament

tor er ny, mußte im Feber d. J. nach seiner Ernennung zum Innenminister diese Funktion niederlegen, da ein Minister nicht zugleich Mit­glied der Spartommission sein darf, die ja eine Kontrollfunktion auch über die Regierung aus­übt. Als Vorsißender ist von der Koalition der tschechische Agrarier Beran, der amiierende Bizevorsitzende der Partei, vorgeschlagen. In der Sigung soll auch Finanzminister Dr. Travl ein Erposee über die Entwicklung der finanziel len und wirtschaftlichen Lage des Staates halten.

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Vorjahres wurde vom Senat des Kreisgerichtes in Klattau der Geigenbauer Roland Mayer aus Schönbach wegen Beziehungen zur SA. zu zwei Monaten Sterker verurteilt. Der Staatsanivalt hatte gegen dieses Urteil Berufung eingelegt, der das Oberste Gericht in Brünn heute stattgab und dem Verurteilten die Strafe auf ein Jahr Kerker und 1000 Geldstrafe ſowie auf fünf Jahre Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte erhöhte.

Das Oberste Gericht hat weiter der Berufung des Staatsanwaltes stattgegeben und die vom Senat des Kreisgerichtes in Chrudim am 8. Jan­ ner gegen den Knecht Josef Elkner wegen Bezie hungen zur SA. verhängte Strafe von sechs Monaten Kerfer auf ein Jahr und den Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf fünf Jahre er­höht.

Für nächsten Dienstag, d. i. den 24. April um 3 Uhr nachmittags, ist auch das Parlament Prag , den 16. Avril 1934. nach sechswöchiger Pause wieder zu einer Plenar­Sehr geehrter Herr Schrader! jigung einberufen worden. Auf der Tagesordnung So sieht ein Stände staat" un. In der letzten Sisung unferes Komités wurde steht das neue Hopfensigniergeses, ein Zusaßpro­Prince- Mord bleibt Rätsel geschminkt aus! Jetzt merft langsam auch über die Zeitungsangriffe gegen Ihre Berfon ver- tololl zum franzöfifchen Handelsvertrag, die Ent­handelt. Sämtliche Vertreter der verschiedenen Ko. schädigung der Witglieder des Wahlgerichtes und Paris , 18. April. Alle Spuren in der Mord­der Dümmste, was mit dem ständischen Klassen mites, welche im tschechoslowakischen Hilfskomité der Senatsbeschluß auf Aenderung der Bejtim angelegenheit des Obergerichtsrates Prince haben frieden", der mit Kanonendonner angebrochen für die Flüchtlinge aus Deutschland vertreten sind, mungen über die Todesstraje. Den lezten Punkt sich als falsch herausgestellt, insbesondere die Er­iit, gemeint ist: der Stand" der Fabriksherren und welche Ihre opferfreudige und objektive der Tagesordnung bildet die Klage des Kommu zählung über die Erschießung des Mörders Prin diftiert und der Stand" der Proleten hat feit im Interesse aller Emigranten ohne Rücksicht auf ihre politische oder fonfessionelle Sugehörigkeit nisten Dr. Stern gegen den Genossen I a tich ces, so daß also zwei Monate nach der Tat die friedlich zu kuschen und zu hungern. Ein fennen, verurteilen mit aller Entschiedenheit diese wegen des Zusammenstoßes in der Plenarsizung Polizei vor einem gleich schwierigen Rätsel steht, Ständestaat stellt sich vor. Angriffe. vom 16. Feber. wie zu Anfang.

A. M. de Jong:

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Verschlungene Pfade

Ein Roman in vier Episoden

Autorisierte Uebersetzung aus dem Holländischen von E. R. Fuchs.

Ich weiß das so bestimmt, daß ich Befehl erteilt habe, dich auf einem ganz anderen als den befanntgemachten Weg zu führen. Du wärest ge­Iyncht worden."

habt ihr geendet durch Krieg und Verderben...] gen und Vermögen. Ja, ihr, euer Staat, cure Ge- Allmählich wurde ihr Blick sanft und Peter sprach: und das hat es zufällig noch nicht vergessen. Wenn sellschaft, ihr tatet bewußt und vorfäßlich Unrecht. ,, Stannst du dich nicht fügen?" wir dich in vollem Königsornat in offenem Wagen Und da ihr für Vernunftgründe nicht empfänglich Traurig schüttelte der andere den Kopf. in die Stadt geführt hätten, hätten wir uns eine schient, mußtet ihr über den Haufen gerannt ,, Nein," sagte er. Ich kann mich nicht peinliche Hinrichtung erspart." werden, erniedrigt, ausgerottet. Und weil du ein fügen... noch immer nicht... ich fühle es als ,, Glaubst du?" Symbol des Alten bist und für das Neue immer Unrecht..." eine Gefahr bedeuten wirst, weil du allüberall die Peter lächelte milde. reaftionären Kräfte um dich sammeln und unauf-..Aber darum dreht sich die Frage ja nicht. hörlich unserem friedlichen inneren Wert eine Als ich den Tod erwartete, fühlte ich es ebenso Drohung sein wirst, mußt du zum Besten der als Unrecht. Ich wußte, daß ich für eine recht Jugend und der Zukunft sterben, und deshalb schaffene Sache gekämpft und daß ich dafür durch würde ich dich nicht retten, selbst wenn ich es ver- die Gewalt des Unrechts büßen müßte. Ich hatte möchte." mein Werk getreu und ehrlich erfüllt, alles ge­geben, was ich konnte... deshalb war ich bereit, ohne Murren zu sterben. Ich war überzeugt, daß unsere Sache siegen werde, auch wenn ich nicht

Ich hätte dasselbe auch dir sagen können, damals, als du den Tod erwartetest." Das hättest du. Ich würde dir widerspro­

..Nein, ihr habt wohlweislich das Volf nicht ,, Nun ja... von deinen Anhängern." zuviel davon gelehrt. Das war nur die Kost für Vielleicht von den Verstümmelten aus die oberen Klassen. Das Volk durfte nur für eure eurem ruhmreichen Strieg vielleicht von den schöne Staatskunst bezahlen, bezahlen mit Geld, Witwen und Waisen der Gefallenen... vielleicht Arbeit und Blut. Es ist noch nicht reif, euer Volt, von den Frauen, die unheilbar angesteckt wurden und sicher nicht mit einem Schlage lug geworden mit schmußigen Krankheiten, die eure zurüd­und ein Vorbild aller Tugenden. Doch wir werden gekehrten Helden aus den Lagerbordellen mit- chen haben, aber ich hätte doch verstanden, daß du mehr für sie arbeiten konnte. Darum konnte ich es nicht dumm bleiben lassen und klein und ge- gebracht. Das Land wimmelt von Menschen, die von deinem Standpunkt aus recht hattest, wenn mich in das Unrecht fügen, das mir persönlich an­einem moralischen und höheren aus getan wurde. Das bedeutete so wenig gegenüber

fügig, sondern es erziehen zu einem freien, stol- glauben, daß sie gegen dich persönliche todeswür du Unrecht gewesen wärest. Du er dem Recht, das hartnäckig

zen, fulturell entwickelten Volt, das mit geschärf- dige Beschwerden haben... und da du nun nicht in ter Urteilstraft selbst bestimmen darf, wie und mehr von einer ganzen Staatsmaschinerie und innerst dich ja, daß ich dich nicht um mein Leben durch wen es regiert werden will... ein Volt, einer halb mystischen Ehrfurcht beschirmt wirst, gebeten habe. Ich wußte, daß ich es gegen die das nicht kriecht, sondern aufrecht geht, das sich hätte es schnell mit dir abgerechnet." herrschende Staatsgewalt verwirkt hatte, und war nur dem überlegenen Geiste beugen soll... ein ,, Verhetzter Pöbel." bereit, zu zahlen." Volt, das im vollen Sonnenlicht stehen und so glücklich sein soll, als es auf Erden möglich ist." Der König lachte bitter.

..Erzieht das Volk schnell zu intellektuellen Vielwissern, gebt ihm volle Freiheit... und es wird euch von eurem Play hinwegsegen."

..Möglich, daß wir unserer Aufgabe nicht gewachsen sind... aber eines ist volllommen ge­wiß: es wird euch nicht zurückrufen."

,, Das Bolf ist allezeit unserem Hause ange= Hangen! Tausendmal hat es mir zugejauchzt in stürmischer Begeisterung, im ganzen Land."

,, Verheßt durch cure Regierungsmethoden." ..Nicht durch cure aufhussenden Reden?" ,, Wir haben nur eure Regierungsmethoden demasfiert und das Unrecht aufgezeigt."

..Ihr tut kein Unrecht?" ..Das möchte ich nicht ganz beschwören. Doch bewußt und vorfäßlich... nein!" recht?"

Grüblerisch betrachtete ihn der König, dachte nach und seufzte schwer.

mußte."

rang und siegen Lange sann der König mit gebeugtem

Haupte nach:

Dann sagte er:

..Vielleicht ist es das. Ich habe mich geäng Ja," sagte er dann in verändertem Ton. ftigt für meine, für unsere Sache. Mir fehlt dein ..ja, ich erinnere mich... Du warst wunderlich Vertrauen in das, was ich als Recht betrachte. ruhig... unbeschreiblich ergeben... ich have oft Ihr seid so start... oh, ihr seid innerlich beinahe darüber nachgesonnen und es nie begriffen. Und übermenschlich stark. Ich will dir nur gestehen, daß jetzt begreife ich es weniger denn je."

Er wandte sich ab und starrte durch das Fenster in den mondlichten Nachthimmel, in dem ein kleiner, blasser Stern freundlich leuchtete...

Wir taten bewußt und vorsätzlich Un­" Diejenigen unter euch, die denken konnten, ja. Nur die Stumpfsinnigen taten es unbewußt. Es wurde genug an euren Verstand und euer Jawohl... und befohlene, zurechtgemachte Herz gepocht. Aber ihr öffnetet nicht. Ihr nahmt Suldigungen veranstaltet, gejohlt, geschrieen, es von jenen, die nichts hatten, und gabt denen, die hat getanzt, gesoffen und gefchiveinigelt an natio- in Ueberflus lebten. Ihr unterdrücktet die Schwa= nalen Festtagen, toll gemacht von Festkomitees chen und respektiertet die Starken. Ihr stießt die zu und Zeitungsgeschmiere. Das Volk will auch ab rechtlich Sprechenden in dunkle, stinkende Löcher und zu feiern, sogar zu deiner Ehre. Das Fest und ihr chrtet die Unredlichen mit Auszeichnun- die

VI.

Lange blieb es still.

Endlich erhob sich Peter, ging auf den Stönig und legte ihm die Hand auf die Schulter. Der König wandte langsam das Haupt und zwei Männer blickten sich fest in die Augen.

ich darüber oft sprachlos war. Nichts konnte euch brechen. Wenn ihr zehnmal niedergeschlagen wur det, staudet ihr zehnmal ungebrochen wieder auf. Es liegt etwas Furchtbares in eurer unerschrocke­nen Kraft. Oft und oft war ich deshalb mutlos und manchmal auch so zornig, daß ich alle Besin­rung verlor und Maßregeln erivog, um wie ein Nero gegen euch zu wüten und solchen Schrecken zu fäen, daß selbst das kälteste Herz erzittern mußte.

( Fortseßung folgt.)