Mr. 92

Eingesendet.

Anglo- Čechoslovakische und Prager Credit- Bank.

Der Verwaltungsrat der Anglo- Techoslowaki­schen und Prager Creditbank hielt am 19. April 1934 die Bilanzfißung ab. Der Abschluß für das Jahr 1933 weist einen Bruttogewinn von 63,864.818.85 aus. Nach Abzug der Verwal­tungsauslagen, Steuern, Gebühren und Abschreibun gen verbleibt ein Reingewinn von 645.684.35. Der Verwaltungsrat beschloß, der General versammlung, welche am 11. Mai 1934, um 10 1hr 30 Min. im Bankgebäude stattfinden wird, vorzu schlagen, den nach ſtatutarischer Dotierung des all gemeinen Reservefonds verbleibenden Rest des Reingewinnes dem Spezialreservefonds zuzuweisen. Die Bilanz weist folgende Posten aus: Bilanzkonto

Aktiva:

Barbestände, sofort fällige For

derungen bei tschst. Geldinsti­tuten, schil. Staatsbons und tschil. Staatsfaffenscheine... 177,097.488.50 Devisen und Scheds in fremder Währung

Wechsel

Eigene Wertpapiere:

a) tschechoslowakische..

b) ausländische..

c) fällige Kupons u. verloste Weric

Beteiligungen Debitoren:

a) durch Wertpapiere gedect b) Forderungen bei auslän

dischen Banken 1. Banfiers c) sonstige

Immobilien und Inventar

Transitorische Aktiva

Durchlaufende Posten.

Passiva:

.

Eingezahltes Aftienkapital.. Reserven

Bensionsfonds der Angestellten.

Einlagen:

a) gegen Einlagebücher.

b) gegen Stassenscheine.

Kreditoren:

a) Geldinstitute

b) sonstige

Nicht

eingelöste Kupons von

Aftien eigener Emission

Transitorische Passiva

Durchlaufende Posten

Reingewinn des Jahres 1938

Erträgnisse: Zinsen.. Provisionen

Verschiedene Gewinne

Freitag, 20. April 1934

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regie zu erzielen. Die fachlichen Verwaltungsaus- d. i. mm 17.1 Prozent gegenüber dem Jahre 1932 157,729.908.55 Tagen ermäßigten sich um 996.890.40, d. i. um und um 43,294.969.54, d. i. um 43.1 Prozent 21,192.989.35 12.7 Prozent, die persönlichen Verwaltungsauslagen gegenüber dem Sabre 1930. Die durchgeführten Er­8,313.541.45 um 10,753.005.-, d. i. um 17.6 Prozent gegen varungsmaßnahmen werden sich auch im über dem Jahre 1932. Insgesamt verringerten sich ſich Jahre 1934 durch eine weitere Senkung der Aus­187,236,389,35 die Verwaltungsauslagen um 11,749.895.40, lagen auswirken. Zu den einzelnen Bilanzposten wird bemerkt: Die Barbestände, sofort fällige Forderungen bei tschst. Geldinstituten, tschst. Staatsbons und tschst. Staatsfaffenscheine verringerten fich um 2,618.708.30 auf 177,097.488.50, Devisen und decks in fremder Währung haben sich ein wenig erhöht, und zwar um 768.445.70 auf Einigung zwischen Angestellten und Direktion Ke 7,587.706.85. Wechsel verminderten sich um der Riunione ". Wie bekannt, hat die Versicherungs­ 57,579.662.75 auf 190,920.360.10, welche A.-G. Riunione Aadriatica di Sicurta" die Be Serabsetzung auf die allgemeine Geschäfts- züge ihrer Angestellten ab 1. Oftober 1933 um 10 schrumpfung zurückzuführen ist.

Die Gesamtsumme der Wertpapiere von 395,859,545.90 bleibt annähernd auf der gleichen Höhe des Vorjahres. Die Poſt der tschechoslowati­schen Wertpapiere ist etwas gestiegen, während die ausländischen Wertpapiere durch Abverkäufe und teilweise durch Kursrüdgänge eine Verringerung erfahren haben.

Die Beteiligungen ermäßigten sich um 650.000.- auf 73,000,000.- durch Abver fäufe fleinerer Posten.

PRAGER ZEITUNG

Prozent gefürzt. Nunmehr ist es zwischen den An­gestellten und der Direktion zu einem neuen Ueber­einkommen gefommen, auf Grund dessen die Bezüge lebiger Angestellter mit einem Höchstbezug von 14.000.-, verheirateter Angestellter mit einem Höchstbezuge vor 18.000.- jährlich überhaupt nicht, die Bezüge der übrigen Angestellten statt um 10, um 5 Prozent gefürzt werden, so daß die seiner zeitige Berabießung auf die Hälfte reduziert wird. Die dadurch fällig gewordenen Nachzahlungen an die Angestellten für die Zeit vom 1. Oftober 1933 bis April 1984 werden in der allernächsten Zeit flüſ­sig gemacht werden. Gegenüber von Gerüchten über Die durch Wertpapiere gebedten Debitoren eine angebliche Intervention des Ministeriums für zeigen eine Erhöhung um 9,954.077.90 auf foziale Fürsorge bei der Direktion obgenannter Ge­388,984.702.25 49,502,489,65, die Forderungen bei ausländi fellichaft fonstatiert der Zentralverband der Ver­9,403.593.30 fchen Banten und Bantiers stiegen um Ke ficherungsangestellten, daß diese Gerüchte nicht den 2,689.780.60 auf 36,691.288.90, wogegen sich Tatsachen entsprechen. 2,471.250.35 bic sonstigen Debitoren um 186,189.821.60 auf 73,000.000.- 1.853,677.971.75 durch Rückzahlungen seitens der weniger beschäftigten Induſtrie vermindert 49,502.489.65 haben. Enistandene Verluste an Forderungen wur­den zur Gänze abgeschrieben; bei Bewertung der 36,691.288.90 Debitoren wurde auch auf mögliche Risken Rüdsicht

7,587.706,85 190,920.360.10

1.853,677.971.75 75,091.171.05 21,848.094.90 592,117.887.10 2.880,776.117.60

genommen.

Die Immobilien und das Inventar sind um 1,981.029.75 niedriger bewertet, und zwar mit 75,091.171.05.

Die Einlagen gegen Einlagebücher und Kassen scheine verringerten sich um 104,046.988. auf 915,962.038.35, die Kreditoren um 120,000.000.- 120,333.408.50 auf 1.739.781.025.30. Der 18,072.478.20 Südgang der fremden Mittel hängt zusammen 62,329.600.20 cinerseits mit der allgemeinen Wirtschaftskrise, anderseits mit der Durchführung der Zeichnung der 746,770.606.90 Arbeitsanleihe, an welcher sich die Bank im beden­169,191.431.45 tenden Ausmaße beteiligte; die Zeichnungen bei der Bank erreichten die Höhe von 142 Millionen. 800,806.024.25 938,975.001.05 Im Einklange mit der Verkleinerung der Zif­fern des Bilanzkontos ermäßigten sich auch gegen 23.232. über dem Jahre 1932 die Ergebnisse des Gewinn 23,962.059.20 und Verlustkontos. 592,117.387.10| Die Laſtenzinsen verringerten sich um 645.684.35 36,039.969.35 auf 123,371.570.50, hauptsäch 2.880,776.117.60 lich infolge der Herabseßung der Zinssäße im Sinne der gesetzlichen Regelung.

Gewinn- und Berlustkonto

Lasten:

Zinsen

Kosten:

Tagen.

b) persönliche Verwaltungs­

a) sachliche Verwaltungsaus­

auslagen.

Steuern, Gebühren und gesez­

liche Beiträge

Abschreibungen an Immobilien

und Inventar.

Verschiedene Verlustposten Reingewinn des Jahres 1933

Falsche

128,371.570.50

6,817.961.05 50,360.103.90 2,680.426.70

Diese Regelung, ebenso die Verminderung des Umfanges der Kreditgeſchäfte, kamen auch im Rüd­gang der Ertragszinsen um 40,541.878.60 auf 157,729.908.55 und der Provisionen um 7,313.576.95 auf 21,192.989.35 zum Aus brud.

Die diversen Gewinne verringerten sich um 1,690.166.05 auf 8,313.541.45.

Die Steuern, Gebühren und gesetzlichen Bei­träge verminderten sich um 247.131.65 auf 2,630.426.70. 2,017.649.70 Die Abschreibungen an Immobilien und am 1,392.993.15 Inventar betragen 2,017.649.70, verschiedene 645.684.35 andere Abschreibungen 1,392.993.15. 187,236.389.85

Falsche Diphtherie­bekämpfung

Von Doz. Dr. Theodor Gruschka.

Die Diphtherie ist eine gefürchtete Seuche. Seit einer Reihe von Jahren steigt die Zahl der Erkrankungen ständig. In manchen Orten hat die starke Ausbreitung der Epidemic die Eltern in panische Unruhe versetzt.

Es soll hier nicht das ganze Problem der Seuchenbelämpfung kritisch erörtert werden. Es ließe sich manches über die Notwendigkeit eines viel aktiveren Vorgehens bei der Propaganda und Durchführung der Schußimpfung, über die Un­zulänglichkeit der bakteriologischen Diagnostik in der Provinz und über die Zurückgebliebenheit der Krantenhäuser sagen. Hier sei nur auf eine Beson­derheit in unserer Seuchenbekämpfung hingewie­sen, die weit über den Kreis der jeweils Betrof= fenen Beachtung findet und von allergrößter Be= deutung ist: Es ist die bei uns herrschende Pragis, die Verpflegskosten für die über behördlichen Auf­trag gegen den Willen der Eltern durchgeführte Isolierung im Krankenhaus von den Angehörigen des kranken Kindes zu fordern und mit Härte einzutreiben.

Der Bank gelang es auch, im Jahre 1933 be dentende Ersparnisse an der Sach- und Personal

Lord Byron kommt aus der

Mode"

Schauspiel in 6 Bildern von Max Brod

Auch an diesem Drama, das bei seiner Erstaufs führung durch seine Problematik und seine Form in­Schöpfungen aus dem..Zwischenreich" deutlich, aus teressierte, wird das Schicksal aller literarischen der Epoche, die zwischen dem Weltfrieg und dem Fall Deutschlands in die Sitterbarbarei liegt, und die uns heute so unendlich fremd anmutet. Nicht nur mit Dramen geht es einem so. Auch die Romanc jener Evoche erscheinen heute so wesensfremd, so gleichgültig; man liest, hört, sieht und fragt sich, außerstande sich mit den Einzelheiten zu beschäftigen, was das alles uns heute noch angeht. Vielleicht hätte May Brods ,, Lord Byron kommt aus der Mode" Nur hätte es dann einer gründlicheren Umarbeitung sogar von diesem Gesichtspunft aus seine Afinalität. bedurft. An sich wäre dieses Aus der Mode= tommen" ein sehr zeitgemäßes Thema. Was ge­Sonntagszüge. Am Sonntag werden bei aünstern noch eine Sensation war, worüber man sich ſtigem Wetter auf der Strede Prag- Čerčany fol- aufregte und worum man stritt, das verblaßt zum gende Personenzüge eingeschoben: Branit ab 7.50, Schatten eines Ereignisses vor der brutalen Wirk Davle an 8.25; Branif ab 8.15, Tynec au 9.40; lichkeit, die über Nacht von allem Bejiz ergriffen Beschowiß ab 8.45, Silové an 10.30. Auf der Rück doner Salons, dem enfant terrible der Gesellschaft, hat. Die Wandlung Lord Byrons vom Star der Lon­fabrt: Tynec ab 16.50, Weinberge an 19.00; Ji- zum Freiheitsfämpfer, der selbstlos für andere ficht lové ab 18.35, Weinberge an 20.13; Vifobice ab und sein Leben einfeßt, um nur ein flein wenig von 19.15, Weinberge an 21.01; Jilové ab 20.46, Wein den Uebeln der Welt zu bessern, dieses eine Pro­biem Brods wäre unter solchem Aspekt ein unmittel­berae an 22.05. Der Verionenzua Nr. 3618( 9th­bares Gegenwartsproblem. Aber das kam bei der fahrt Wilionbahnhof 8.02) wird in Vrané Anschluß Inszenierung durch Julius Ge II ner nicht her­nach Dobřiš( Ankunft 10.00) haben.

Kunst und Wissen Maifeſtvorſtellung

auts.

Herr Gellner hat einige sehr nötige Striche vor­genommen, er hat einen verbindenden Tert zwischen die sechs Bilder geschoben und kommt so der Neigung des Romanciers entgegen, der seine Dramen mit langen erzählenden und erklärenden Zwischenbemer­fungen füllt, die es dem Regisseur und dem Darstel= fer erschweren, mit dem Gerüst des Dialogs all das plastisch zu machen, was zwischen den gesprochenen Säßen an Kommentar steht, aber man hatte das Ge­Am Montag, den 30. April 1934, um 8 Uhr fühl, daß die Bearbeitung doch nicht tief genug ein abends, im Neuen Deutschen Theater

XI. Arbeiter Borstellung

Boris Godunow" Mujifalisches Volksdrama in neun Bildern nach Puschkin und Karamjin von M. Mussorgsty. Bearbei tet und instrumentiert von N. Rimsky- Korsakoff. Dirigent: Georg 8& II. Inszenierung: Renato - Mordo

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Kartenbestellungen auch tele bonisch Nr. 72820 ganztägig, 27727 um 5 bis 8 Uhr abends. Der allgemeine Vorverkauf beginnt Donnerstag, 19. April, bei Optifer Deutsch, Graben, Palais Koruna.- Preise der Plate: Parterre­Togen 70, I. Ranglogen 70, 11. Ranglogen 60, III. Ranglogen 35, Fauteuilsive, 1 bis 4. Reihe 18, Partettjive, 5. bis 12. Reihe 16, Parketijike, 13. bis 20. Reihe 14, Ballonfiße, 1. bis 4. Reihe 15, Balfonsine, 5. bis 7. Reihe 13, Galeriejiße, 1. Reihe 11, Galeriesige, 2, bis 6. Reise 10, Galeriesige, 7. bis 10. Reihe ' 8, Galerieseitensive 7.

griff, um das Stück für die Bühne dieser Zeit ein­zurichten.

Den Lord Byron , den seinerzeit Herr Leit geb als genialen Naturburschen gespielt hatte, legt Ernst Deutsch als Dandy an und als Genie mit hysterischen Stompleren. Die Rolle erträgt wie vielleicht die hiſtoriſche Gestalt ſelbſt- beide Deu­tungen. Freilich packen Not und Sterben des genia len Lords nicht so start, wenn man ihn als den gro­ßen Komödianten des Lebens gibt, wie es Deutsch tut, ihn im schillernden Glanz zwischen Natur und Stunit erscheinen läßt, ohne Antwort auf die Frage, welches seine wahre Seele ist. Solch eine ewig pro­blematische Figur mit Virtuojität zu zeichnen, gehört zu dem Besten, was Ernst Deutsch zu geben hat.

War Frau Warnholtz in der Rolle der Lady Byron , als jittenstrenge Engländerin gut am Plak, scharf charakterisierend, ohne zu farifieren, so war die Rolle der Augusta Byron mit Grete Berndt ausgesprochen fehlbesetzt. In der Erstaufführung ist die Liebesszene zwischen den Halbgeschwistern die lebendigste, stärkste Szene des ganzen Dramas ge­

Kind lebt mit der vom Vater verlassenen Mutter Hier liegt ein schreiendes Unrecht So darf es nicht bleiben: Nicht nur deshalb und einem Geschwister bei den Großeltern. Der vor! Die Krankenhäuser, die offenbar nach höheren muß eine Aenderung erfolgen, weil hier im Großvater ist Pensionist und hat ein Monatsein Weisungen vorgehen, können sich leider auf eine Zwang zur Bezahlung einer im Interesse der All­fommen von 744.95. Dieser Pensionist erhielt Entscheidung des Obersten Gerichtshofes( Zahl gemeinheit aufgenötigten Leistung ein schreiendes nach der Entlassung seines Entelfindes aus dem 6707 in der Sammlung d. D. G.) berufen, in inrecht vorliegt, weil bestehende Gesetze verletz Krankenhaus dieses Schreiben: welcher die Ansicht ausgesprochen ist, daß der werden, sondern auch deshalb, weil durch dieses ..Herren Karl und Anna X. Wir übermitteln Landesfonds berechtigt ist, vom ehelichen Vater Vorgehen die Seuchenbekämpfung in schwerster Ihnen in der Beilage eine Verpflegsfostenrechnung den Verpflegskostenerfaß zu verlangen, auch wenn Weise beeinträchtigt wird: die Angst vor der durch über die für die Verpflegung Ihres Enfellindes der Vater mit der Abgabe des mit einer anstecken- die unerwünschte Krankenhauspflege erwachsenden N. N. im hiesigen Krantenhaus vom 10. Jänner den Krankheit behafteten Kindes nicht einverstan- Belastung ist für manche Eltern ein Grund, die bis 8. Feber 1934 noch unbezahlt aushaftenden den war. Mit dieser Ansicht des Obersten Gerichts- Buziehung eines Arztes hinauszuschieben. Die Verpflegskosten im Betrage von 600 und erhofes hat sich Prof. Dr. Ernſt Hoyer in der Verzögerung der ärztlichen Hilfe ist gerade vei suchen um geft. Anweisung dieser Kosten. der Diphtherie von katastrophaler Schädlichkeit. Auch für den Amtsarzt ist der gegenwärtige Zu­stand unerträglich. Wie soll er Kraft und Energie aufbringen zu an und für sich harten Maßnah­men, wenn er dabei zugleich Zahlungsverpflich tungen von gewaltiger Schwere auferlegt? Dic Amtsärzte leiden unter dem Bewußtsein, ihr Handeln in so unerträglicher Weise zu belasten und sich selbst so sehr der Unpopularität, je dem Hasse, auszusetzen.

Da die Eltern des verpflegten Kindes lant Erhebung nicht in der Lage sind, diese Kosten be­zahlen zu lönnen, sind nach den Bestimmungen des allgemeinen bürgerlichen Gesetzbuches Sie zur Zahlung der sonst uneinbringlichen Verpflegskosten verpflichtet, da durch die gepflogenen Erhebun­gen sichergestellt wurde, daß Sie den Betrag von 600 ohne Gefährdung Ihrer Eristenz bezahlen fönnen.

Wir bewilligen Ihnen die Zahlung dieses Betrages von 600 Ke in 6 aufeinanderfolgenden Monatsraten von je 100. Die erste Rate ist am 1. April d. J., die weiteren Raten jeweils am Ersten eines jeden Monates fällig. Wir ersuchen um genaueste Einhaltung dieser Fristen. Nach Ver­brauch der beiliegenden 3 Erlagscheine wollen Sie weitere verlangen. Der Verwalter: Namen."

1 Rechnung.

Zeitschrift für Kommunalverwaltung( Teplitz Schönau , Jahrg. 11/ 1931- Folge 18) kritisch auseinaidergesetzt und hat mit zwingender Be­weistraft nachgewiesen:

..Die Krankenhausverpflegskosten für Kranke, die an einer anzeigepflichtigen Infektionskrankheit leiden, haben die Aufenthaltsgemein den zu tragen. Es ist ganz gleichgültig, ob der Stranke oder dessen Angehörige mittellos oder be­mittelt sind, denn die Unterbringung des Kranken ist eine Maßnahme der Absonderung, für welche nach den geltenden Gesezen die Aufent­haltsgemeinden aufzufommen haben."

Es muß also der durch das Epidemiegeseh vom 14. April 1913 angestrebte Zustand sinn­Diese Darlegungen Prof. Ho her 3 sind gemäß verwirklicht werden: Die Absonderung des nur insofern zu ergänzen, als auch die Aufent Stranken und Ansteckungsverdächtigen( einschließ­haltsgemeinde die Isolierungstoften im Kranken- lich der Ueberführung), die doch im Interesse der hause nur für jene Zeit zu tragen hat, in welcher Allgemeinheit erfolgt, darf den Krauten und seine das Kind trant, also mit Krankheitszeichen be- Angehörigen feineswegs etwas fosten. Es genügt. Als Beispiel diene folgender Vorfall der letz- Von 745 leben derzeit fünf Personen. haftet ist. Für den Rest der Krankenhausaufent- daß sie sich den Absonderungsvorschriften fügen ten Zeit.( Namen und Ort sind weggelassen; sie Das Krankenhaus fordert troßdem 600 für haltsdauer, während dessen der Pflegling wegen und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten sind auch unwesentlich. Es handelt sich nicht um eine Leistung, die gegen den Willen des Zah- An stedungsfähigkeit abgesondert und Härten ertragen. Ob allerdings die Aufent­Besonderheiten eines bestimmten Krankenhauses, lungspflichtigen erfolgt ist. Die Mutter hätte ihr bleibt, hat nach dem geltenden Epedemiegesetz der haltsgemeinden heute die Kosten für die Abson­sondern um eine für das Land Böhmen allgemein- Kind gar nicht hergegeben, wenn sie nicht gezwun- Staat die Krankenhauskosten zu zahlen. derung der Kranten tragen fönnen, ist eine zweite giltige Erscheinung.) gen worden wäre, sie hätte es viel lieber selbst( Siche meine Ausführungen in der Zeitschrift Frage, deren Lösung ebenfalls nicht hinausgescho= Ein Kind erkrankt an Diphtherie und wird, gepflegt; und da man sie schon zur Abgabe ge- für Kommunalverwaltung, Jahrgang 11-1931, ben werden darf. Aber keinesfalls darf deshalb das Unrecht fortgesetzt werden: arme. durch da die Wohnung für die Isolierung nach den gel- zwungen hat warum für 30 Tage, da die Folge 21.) Die Landesbehörde und Krankenhäuser haben Krankheit betroffene Menschen mit Geldopfern für tenden Bestimmungen nicht zureicht, über amts- 1 Krankheit viel fürzere Zeit dauerte? Und nach ärztliche Weisung im Krankenhaus untergebracht. diesem zum Schuße der Allgemeinheit auferlegten ihre Praris nicht geändert. Die Verpflegskosten Leistungen zu belegen, die gegen ihr Dort bleibt es vier Wochen, nicht etwa, weil es harten 3wang soll der Großvater, der mit werden mit Härte von den Parteien eingefordert. Interesse erzwungen weren! solange trant ist, sondern weil es bis zur Ba- seiner Altersrente fünf Personen erhält, fast ein auch dort, wo dadurch das Brot der Familie ge­schmälert wird! zillenfreiheit zurückgehalten wird. Dieses trante volles Monatseinkommen bezahlen? Bezugsbedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Poſt monatlich 16.-. vierteljährig 48. halbjährig 26.-, ganzjährig 192. Inferate werden laut Tarif Rüditellung von Maniskripten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarken. Die Zeitungsfrankatur wurde von der Posts und Telegraphen billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. direktion mit Erlaß Nr. 13.800/ VII/ 1980 bevilliat. Druderei: Orbis". Druds. Verlags- und Zeitungs- A.- G., Prag .

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