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tienMat, 3Juli 1984

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vertag versprach, dann dürfen die Arbeiter dieser Re-1 teln, die bi droben Eimern publik auf ihrSpvrtfest wirNich stolz sein. Da- leben-1 würden. Es war wirNsch'Äl 20.000 Kinder turnen

Vierhundert Kote Fallen bauen ihren WW

Die turnerischen Vorführungen begannen am Nachmittag mit dem MärchenspielEin Som­me r t a g". Diese- Spiel kann al- eine geglückte Lösung der kindlichen Gedankenwelt angesehen wer­den. Ein Kinderchor rezitierte, untermalt von Musik und die sechs- bis achtjährigen Buben und Mädeln deuteten durch Bewegungen den Sinn und Inhalt diese- Spiel- an. Alle-, was so ein Sommertag dem kindlichen Gemüt zu geben hat, fand in Musik, Dort und Bewegung seinen Ausdruck. Nach dieser sinnvollen Einleitung folgten Spiele und Tänze der Schülerinnen und Schüler von acht bi- 14 Jahren, unter ihnen die Mädchen de- Atu-, welche schor durch ihren hüpfeichen Einlauf und ihre bunte Klei­dung grobe Beachtung fanden. Bundc-turnwart Ge­nösse Grasse hat mit dieser Uebung wieder die richtige Form de» Mädchenturnen» herausgearbeitet Man sah e- den Au-führenden an, mit welcher Freude und Lust sie bei der Sache waren. Diese Uebungen entsprechen auch in ihrem. Aufbau dem .Mädchenturnen; denn sie enthalten alle», was in spielerischer und tänzerischer Form dem Arsen der Mädchen entspricht, ohne dabei auf die gesundheits­fördernden Werte zu vergessen. Während die AtuS-Mädeln auf die vorstehende Art ihreSpiele* vorführten, zeigten di« Mädchen und Buben der DTJ., war ihnen Freude macht. Da sah man bei den Buben Spiele nach dem Motto Wer ist der Erste?*. Eine Gruppe machte da» in 'Form eine- Hindernislaufes, die ander« mutzte auf allen Bieren um da» Mal laufen, eine andere hatte sogar den Roller mit«inbezogen und wieder sichere führten da» Säulengehen vor. Alle» Spiele, di« dem Wesen der Knaben entsprechen. Weit ander- geartet zeigte sich aber Spiel und Tanz bei den DTJ.-Diädchen, bei denen Schwedenbank und Pferd die Objekte der Spiele- waren, die ihnen al» Hin­dernis, Durchschlupf usw. dienten. Spielender Tanz, wie ihn die AtuS-Mädeln vorführten, wich der Rhythmik: einfache Geh. und Hüpfübungen, unter­stützt durch Hand« und Arnckewegungen. Anschlietzend traten die Atu--Buben zu F r e i ü b u n g e n an, die durch zweckmätzige Gym­nastik'auffielen, unterbrochen durch Laufen, Gehen, Springen und Tanzformen. Immer Bewegung, welche sich, dadurch körperlichen Wert erreichend, mehrmal» in seinen Hauptformen wiederholt«. Die A t u»« M ä d ch e n, die gleich darauf zu ihren Frei­übungen antraten, konnten ebenfalls mit ihrer Gym­nastik den gesundheitlichen Wert unterstreichen. Am wirksamste« sind wohl die Säulen-Rumpfübungea zu bezeichnen, die überau» exakt au-geführt wurden. Datz die' Atu-«Kinder von den Zuschauer» mit Bei­

und farbenvolle Bild der 7800 Kinder, di« unten auf dem gewaltigen Rasen gleichzeitig mit der Präzision einer Uhr ihre Freiübungen machten und da» der bunten Tänze der Atu»«Kind«r wird keiner, der dabei war, so bald vergessen. Die Betontribüne hat auch die Aufgabe, die Ehrengäste zu beherbergen. Und sie tat ei. Für gan- besonder- Neugierige sei angeführt, dah sich nebst än­deren folgende eingyfunden hatten: Eisenbahnminister Bechyni al- Bertreter de- Präsidenten, Schulminister Dr. Krämäk, Justizminister Dr. D e re r. Sozialfürsovgeminkster Dr. Meissner, Avbest-minister Dr. Czech, der Vorsitzende de- Abgeordnetenhauses Stanök, der Borsitzende des Senats Dr. Soukup, die Vizepräsidenten de- Abgeordnetenhauses S t i v i n und Taub, die Präsidentin de- Roten Kreuze» Dr. Alice Masarykovä, General Neumann al- Vertreter de- Generalstabes, der litauische Ge« sandte Aukstolis und zahlreiche Abgeordnete sowie Vertreter der Zentralbehörden. Die tschecho­slowakische Sokolgemeinde war durch Inspektor Oie« näöek, der tschechoslowakisch« Nationalrat durch Re­dakteur-ejret vertreten. Und grad unterhalb der Tribüne satzen im Gral die Atur-Kinder und die roten Falken in ihren blauen Blusen und denen gebührt«in besonderes Verdienst für da- Gelingen de- Kindertage-, denn sie waren so begeistert und machten au» ihrer Begessterung so wenig Hehl, datz da- ganze Riesenstadion immer wie­der davon angesteckt wurde. Kaum zeigte sich eine neue Gruppe auf dem Rasen, da ging schon ein ju­belnde-Nazdari*. undFreundschaft*«Rufen unter der Tribüne los, datz es nur so seine Lust hatte. Und wenn sie gerade nicht Wichtige» zu rufen hatten, dann atzen sie Pit.,herrlichem Appetit Semmeln und Buch- *"'' i an, die Kinder verteilt WWWWWU wirklich eine Frtüdö?

> Vertreibung der Ausbeuter, die Eroberung der Pro­duktionsmittel und so den Sieg des Sozialismus veranschaulichen will, der Mensch und Messchine zu Freunden macht. Die Darstellung diese« Spiel«, die Tatsachen durch Symbole und Gedanken durch Bewegungen sichtbar machen mutz, ist keine leichte Aufgabe. Dop­pelt schwer, weil der riesige Raum de- Stadion» nur grösste Massenwirkungen zur Geltung kommen lätzt und weil da» Zusammenspiel der Gruppen und der Zusammenklang von Bewegung, Musik und Chören in solchen Dimensionen fast unerreichbar scheint.

Bereit-«n Freitag, den 29. Juni, zogen nahezu vierhundert Stofe Falken in Prag ein, un: an der Hl. Arbeiter-Olympiade teilzunehmen und nahe am Stadion ihren Staat, die »eße KlndcrrcMNlk in. ArMttTdinvMe i-ro zu bauen. Da kamen sie angezogen, schwer bepackt mit Rucksäcken und Zelten, Säcken und Kisten; au- allen Gauen der sudetendeutschen Gebiete: Ar­beiterkinder au» dem fernsten Egerlande, aus dem Elendsgebiete von Rothau, au» den Industrie­bezirken Karlsbad und Elbogen , au» dem nord­westböhmischen Braunkohlenbecken, aus dem Elbe­tale, Rote Falken au» dem Jsergebirge und dem Niederlande , aus Ostböhmen, Mähren und Schle­ sien . Leuchtenden Auges und voll innerer Froh­heit, galt e» doch für vierzehn Tage ihreWelt zu bauen, ihren Staat, ihre sozialistische Kinderrepublik. Bon den Prager Genossen deutscher und tschechischer Rationalität herzlich empfangen und stürmisch umjubelt, zogen sie im Gleichschritt nach den Klängen ihrer eigenen Musik, dcö Blaser­und Pfeiferchores au» dem Karlsbader Bezirke, durch die Stadt zum Stadion. Eine Wiese links vom Stadion ist die Bau­stelle für dieWohnhäuser" der Roten Falken und der tschechischen sozialistischen Skaut«. Eine statt entstellt Bald herrscht auf der öden Wiese lustigetz Leben und Treiben. Kisten und Säcke werden äu»- gepackt, Stangen und Bretter herzugeschlcppt, dreißig große Wohnzelte und gegen vierzig kleine Materialzelte sind in kurzer Zeit aufgestellt. Dann beginnt da» Einrichten. E- wird gehackt, gehäm­mert und gesägt und schneller al» es unsere moder­nen Baumeister vermögen, sind die Häuser geoaui sind Fußböden zusammengezimmert, Tische, Bänke. Schuhregal«, Handtuchhalter, Geschirrständer usw getischlert. ZweigroßeDörfer entstehen zu je 18 Zelten. Sie sind nach einem genauen Plan entstanden: rund um den Dorfplatz, in des­sen Mitte ein gewaltiger Fahnenmast steht, grup­pieren sich die Zelte. Die beiden Dörfer sind ge­trennt durch eine vier Meter breite Straße, die eingesäumt ist von acht' hohen Fahnenmasten. Die ersten beiden Masten werden zum Eingangstor in die rote Kinderrepublik. Eine von Lannengrün umsäumte Täfel hoch über dem Eingangstor trägt den Namen de» roten Zeltlagers. Zwei Sockel>.'< den Masten tragen in deutscher und tschechischer Sprache die Inschrift: »In diese« Lager verbringe« Arbeiterkinder ihren Sommer." Am Ende der Straß« grüßt dieR o t e Zentrale", der Sitz derRegierung", d. h. der Lagerlettung. Ganz nobel ist die Lagerleltun i untergebracht: richtige» Holzgebäudc mit blau ta­pezierten Wänden, BcrkaufSpulte des Lagerten« sumvereine», Schalter der Lager-Bank und Presse­büro. Link» im Eck de» Lager» steht da» große Ma­terialzelt, in dem alle notwendigen Behelfe ftir. aB Lager untergcbracht sind. Rechts im Eck hat Dr. Unblutig sein Krankenhaus aufgeschlagen. Er ist zwar kein Arzt» aber ein tüchtiger Arbeitersamari­ter. Ein Arzt der Olympiade behandelt die schwe­ren Fälle. Recht» vom Zeltlager der Roten Falken lind in zwei langen Reihen an einer von unzählige» Fahnenmasten eingesäumten Straße di« kleinen Zelte der tschechischen sozialistischen Skaut» aufg-r« stellt. Gegenwärtig wohnen in 86 Zelten einige hunderts Skaut». Im Laufe der Woche komme- noch einige Hundert dazu.(Insgesamt 1200 Skaut».) Mit ihnen wollen die Roten Falken Freund­schaft schließen. Gemeinsam mit ihnen wollen sie die Festtage der Olympiade verleben, gemeinsam mit ihnen wollen sie sich stärken für den Kampf gegen den gemeinsamen Feind: FasciSmu». Mc ErMtnanOsielcr im later Am Sonntag, den 1. Juli, fand die feierliche Eröffnung de- Zeltlagers statt. Vor derRoten Zentrale* gruppierte sich der S P i e l m a n n-« z u g, link» und rechts einWaldvon F a h< n e n u n d W i m p« I n. Ein Marsch de- vlä-

erchore» ertönt und durch dieTriumphpforte* der Kinderrepublik schreiten die Führer de» Skautlagers und unsere Lagerlei­tung. An sie schließen an in Viererreihen vier­hundert Falken auS den beiden Dörfern. Ein ge­meinsames Lied steigt empor, gleichsam als Sym­bol der Roten Kinderrepublik: da»Kamerad­schaftslied". Mit ineinander verschlungenen Armen klingt begeistert ihr Lied:Hilst einer dem andern, wird Schweres so leicht, es hat Kameradschaft den Sieg stet« erreicht." Willi Hocke, der Präsident der Kinderrepu- blik, begrüßt die Roten Falken im Namen der Lagerleitung. Insbesondere begrüßt er die tsche­chischen sozialistischen Skaut», die österreichischen und reich-deutschen Genossen.Freundschaft?* braust eS aus vierhundert Kehlen junger, begei­sterter Menschen. Der Führer der S k a u t S, Genosse R e l i ch, überbringt den Gruß der tschechischen Skautgenos- sen zur Eröffnung des FalkenlagerS: Genossen und Genossinnen, Burschen und Mädchen! In einer Zeit, wo in der ganzen Welt der FasciSmu» und die Feinde der Arbeiterschaft wachsen, kommen wir Tschechen und Deutsche zusam­men In einem gemeinsamen Zeltlager, um beisvirl« geben- ni manifestieren für die Einheit der Arbeiter­schaft>' diesem Staate und einen Beweis zu geben für die Einheit der Arbeiter auf der ganzen Welt. Für un- gibt es keine Grenzen, deutsche unb tschechi­sche Arbeiter sind Brüder. Wir wollen da» gleiche und e» gibt nichts, wa- uns in unserem gemein­samen Kampfe trenne» kann. Die Hl. Tschechoslo­wakische Arbeiter-Olympiade mutz den Willen zeigen, gemeinsam für ein gleiches Ziel zu kämpfen. Der Kampf, der uns erwartet, wird nicht'leicht sein, äbü er kann uns nicht schrecken. Im Namen der Bur­schen und Mädchen und der Führung der tschechischen DTJ.-SkautS versichern wir Euch, datz wir Seite an Seite mit Euch kämpfen wollen und wir begrü­ßen Euer Zeltlager auf das Herzlichste. Nazdar! Freundschaft!* Die Wiener Holen rollten leben l Ein Wiener Genosse übergibt unseren Roten Falken eine große Sturmfahne der Wie- nerRoten Falken und fordert sie auf, di.» Sturmfahne zu tragen solange, bis sie wieder im roten Wien getragen werden könne. Die Roten Falten grüßen mit hocherhobene: Jaust und geloben, die Fahne in Ehren zu halten. Die Sozialistische Erzlehunts* internationale trflDI tle Rote KlntcrrepnNllt! Genosse Rudi Hübner bringt ein Schreiben der Internationale den Falken zur Kenntnis: Freundschaft, Rote Falken! Die Sozialistisch « Erziehungs-International« sendet Euch zur Eröffnung Eure- Zeltlager die aller­herzlichsten Grütze. ES ist ein grober Erfolg, daß es Euch trotz de: schweren Not, die die wirtschaftliche Krise über d-e Arbeiter aller Länder gebracht hat, gelungen ist, Euer schönes Lager zustande zu bringen. In einer Zeit, in der nationalistischer Hatz und Kriegshetze eine so verhängnisvolle Rolle spielen, haben die Sozialisten, insbesondere die Roten Fal­ken, allen Grund, ein Werk der Solidarität und der internationalen Verbundenheit zur Tat werden zu lassen, wie e- unsere roten Kinderrepublikcn sind. Verbringt diese zwei Wochen Urlaub von der kapitalistischen Welt mit viel Freude, aber denkt auch daran, daß ihr Kraft sammeln müht und Mut und starken Willen für den Kampf und den Sieg US internationalen Sozialismus. Die Sezialiftische Erzieh»«---Jnternatienaker KurtLöwenstein. Bei hoch erhobener Faust sütgen die Roten Falken al» Abschluß der Eröffnungsfeier dieIn­ternationale". Der Abmarsch in die Dörfer erfolgt wieder unter den Klängen des Bläserchore» der Rothauer. Damit ist die kurze, aber würdige und ungemein eindrucksvolle Feier geschlossen. Nun ist die Rote Kinderrepublik gebaut. Vier­zehn TageUrlaub von der kapitalistischen Welt*, da» sind vierzehn Tage sozialistische Gemeinschaft, sozialistisches Erleben und sozialistische» Handeln. Vierzehn Tage Lernen'für den Kampf, für die große Gemeinschaft: Sozialismus. Die Roten Fallen werden ihren Urlaub nützen...

fall freundlichst begrüßt und für ihre Vorführungen ebenfalls herzlichst bedankt wurden, soll«über doch nicht davon abhalten, einige Keine kritische Bemer­kungen festzuhalien. Der Aufmarsch klappte bei den Buben noch weniger al« bei den Mädchen, Ebenso dir Aufteilung. Da- machte al- Anfang keinen schöne« Eindruck und die Genossen Vorturner, welche di­einzelnen Säulen führten, sollten in ihrer Zeichen­gebung nicht so voreilig sein und erst die de- Haupt­leiter» abwarten. Den Vorführungen der Atu»»Kinder folgten di« Rassenfreiübungen der Mädchen und die der K n a b e n von der DTJ. Gewaltige und in ihrer Ausführung komplizierte, aber exakte Auf. Märsche leiteten die Uebungen«in. Schaubilder, deren Wirkung durch die bunte Kleidung stark be­einflußt wurden. Die Uebungen selbst weisen gegen­über den früheren einen, wenn auch kleinen, so aber doch deutlichen Versuch zu modernem Turne« auf. Die einzelnen Formen sind flüssiger aufgebaut und auch der Rhythmus hat eine Verstärkung aufzu­weisen. Noch deutlicher kam die- bei der nachfolgend-« und abschließenden Sondervorführungde» Prager DTJ.- Kreise-, welche gemeinsam von Frauen, Mädchen, Männern und Knaben dar­gestellt wurde, zum Au-Vruck. Schwung und Tempo durchzogen diese Vorführung vom Anfang bi- zum Ende; zweckvolle, gemeinsame Gymnastik, die schöne und glückliche Lösungen in den einzelnen Formen aufwie». Alle diese Raffenübungen schloffen, wie bei ihren Anfängen, ebenfalls mit zeitraubenden, dem Turnen weniger dienenden Abmärschen. So über­wältigt auch davon die Zuschauer waren. MMkrer-SliMle her 200 Kilometer Kurz vor Beginn der Turnvorführungen am Stadion traf eine 17 Radfahrer stack Delegation de» tschechischen Arbeiter-Radfahrerverbande» ein, welche um 2 Uhr morgen- von Böhmisch-Gmünd abgefahren war und überreichte den Funktionären de» Olympiade-Komitee» eine Begrützungtadreffe. Mc erste restspiclonitohrnnt Bestrahlt von einer Abendsonne, die schöner wirfte al» all« Scheinwerfer hätten wirken können, ging da» von Karl Leersch verfaßte FestspielBe- freite Arbeit* al» Abschluß der großen Schau de» ersten Olympiade-Tages in Szene. Nach den beju- belten Spielen froher Jugend ein ernste» Spiel von Zeitschicksal und Zukunft-Hoffnung, da- wie schon besprochen den Kampf zwischen Mensch und Maschine, die Ueberwindung der Arbeitslosigkeit, die

Der Regie Bojta Noväk- gelang e». die Vor­gänge de» Spiel» klar zu gliedern und sinnfällig zu gestalten, wobei ihm die ebenso originelle wie Wer« zeugend gelungene Ausstattung zu Hflfe kam: die Maschinensymbole, die Robotter-Figuren und die Überleben-großen Fabrikantenpuppen, die Ladislav Sutnar geschaffen hat einer au» dem großen Mit­arbeiterstab der Jestspielregie, dem noch der Kom­ponist Jan Zelinka, der Dirigent Prokop Oberthor und Joe Jenkik al» Leiter der Tänze ang«hören. Die Massen der Zuschauer wurden von der Eigenart de» Spiel» gefesselt, von dem Eifer der Mttwirkenden ergriffen und von der Tendenz dieser festlichen. Kundgebung am Ende zu stürmisch«» Bei­fall hingerissen. Al- die roten Fahnen auf die Ma­schinen gepflanzt wurden, als da» Lied der Arbeit er­klang und als, von frohem Tanz begleitet, eine Woge roter Banner in» Stadion flutete, erreichte die Be­geisterung, die an diesem Tage so ost bekundet wurde, noch einmal einen Höhenpunkt.el*.

Tsdiedilsdic nnt deutsche Turnzötllnte zelten vor 00.000 hctelstcrten Zuschauern hervorrotente Leistungen Prag , 2. Juli. Der erste Da» der Olympiade gehörte de« Arbeiterkinder«. Schon SamStag stand di« Hauptstadt im Zeichen ihrer friedlichen Invasion. Die kleine« Gäste besuchten mit ihren Führern und Führerinnen die Prager Sehenswürdigkeiten. Sonntag vormittag» fanden dann im Stadion di« Proben statt. Nachmittag» wickelte» sich bei herrlichem Wetter di« Hanptvorführnngrn de» tschechische« und deutschen Lnr- uernachwuchse» ab. Der Besuch war au»gezrichn«t. Die Zugänge-um Stadion und die dicht­besetzte« Tribünen prangten in reichem Flaggenschmuck. Eisenbahnminister Genosse Vechynk überbrachte de« Kindern dl« Grütze de» verhinderte« Präsident«» Ma sa rtz k, welche mit lau­tem Jubel ausgenommen wurden. Bei den Vorführungen zeigte der Nachwuchs de» Atu», Mädel wie Bube«, ausge­zeichnete Lei st» n gen und ernteten dafür verdienten Beifall. Gewalttgen Eindruck machten di« Massenvorführungen der tschechischen Turnzöglinge, welche für ihr Kön» «en immer wieder Beifallsstürme empfinge«. Der erfolgreich« Tag fand«tt der erstmalige« Vorführung de» Olympia-Festspiele» seine« Abschluß. Hübsch war's und furchtbar aufregend. Sech« zigtausend Menschen waren dort, gleich am ersten Tag. Und alles hat geklappt. Das will schon was heißen, denn 80.000 Menschen, das ist eine ganze Masse. Drinnen im riesige» Stadion verteilen sie sich «in bißchen und dann steht e» gar nicht nach so viel au», aber draußen in den ZugangSsttatzen merfte man schon, datz es eine ganz erstaunlich« Prozession War. Art ein LantsnretKr kann sldi irren Nebst den anderen Veranstaltern gebührt auch dem lieben Gott hohes Lob. Es war da» schönste Olympsicheeröffnungswetter, das man sich nur wün- schen kann: blauer Himmel und ein bißchen kühlender Wind. Unter den günsttgsten Vorbedingungen hätte «» also um drei Uhr fast angefangen. Aber es sing gar nicht an, denn der Lautsprecher verkündet«, daß der Präsident der Republik kommen werde, Run. manchmal kann sich auch ein Lautsprecher irren und e» kommt gewöhnlich ander- al- man dentt. Der Lautsprecher machte also bald seinen vorlauten Irr ­tum gut und verkündete, daß der Präsident durch Mi ­nister B e ch y ü e eine Begrüßungsurkunde überreicht habe, in der eS heißt: Der Präsident sendet der Olympiade seine Wünsche de» besten Gelingen-. Er hat für alles lebhaftes Interesse, er gedenkt herzlich aller Kinder. welch« hier auftreten. Er läßt euch sagen, daß er euch gern hat. Er verläßt sich auf euch, daß ihr immer gut eure Ausgabe erfüllen werdet, und zwar heute und auch später, wenn ihr groß seid. Aber dann ging» wirklich und ganz ernsthaft lo». Und wenn die ganze-Olympiade hält, was der Kin»