Mr. 155

Donnerstag, 5. Juli 1934

Für Freiheit und Frieden!

Von Julius Deutsch

Bor drei Jahren zogen die Arbeitersportler Brag ift die einzige Großstadt Mitteleuropas , Italien ) dem Fascismus zugejubelt haben, men- 1 Die Saat, bie ba ausgestreut wird, ist nicht bieler Länder mit wehenden roten Fahnen über in der heute eine Scerschau der proletarischen den sich nun enttäuscht ab. Ein drohendes Mur - die Saat des Friedens, sondern die Saat etnes die Wiener Ringstraße . Es war ein strahlender Kräfte möglich ist. Während rings umher Reat- ren der unterdrückten Völker geht durch die Lande blutigen Krieges... Sommertag. Vertreter unserer politischen und ge- tion und Fascismus blutige Triumphe gefeiert des Fascismus. Der Tag wird kommen, an dem Die zehntausende junger Menschen, die wäh werkschaftlichen Internationale hatten vor dem haben, steht die demokratische Bastion der Tsche- die latente Unzufriedenheit sich in attive revolu- rend der Olympiade in Prag sein werden, haben Parlamente Aufstellung genommen und jubelten choslowakischen Republit noch immer aufrecht und tionäre Taten umseßt. ein Recht darauf, daß ihre Stimme gehört werde. den zehntausenden jungen, frischen Menschen zu, unversehrt. Es ist fast so wie zur Zeit der Huſſi- Der Fascismus spürt bereits in allen seinen Sic find es ja, die im Falle eines Krieges die unter den Klängen revolutionärer Weisen tenkriege. In den Händen der besiglosen Klassen Gliedern, daß die Grundfesten seiner Macht wan- Schlachtopfer sein würden. So wie Vit­vorüberschritten. der Tschechoslowakei war zu Huffens Zeiten die ten. Er ist außerstande, die innerpolitischen Span- tor Adler im Jahre 1912 namens des bcr­Seitdem ist vieles anders geworden. In Bewahrung der Menschenwürde und des Men- nungen zu beseitigen. Aus eben diesem Grunde einigten internationalen Kanonenfutters" gegen Deutschland jiiegte Hitler , in Desterreich Dollfus. schenrechtes gegenüber der kaiserlichen Soldatesla wendet er sein besonderes Augenmert der äußeren den drohenden Krieg protestierte, so tun wir dies Das Rote Wien brach im Donner der Kanonen gegeben. Wieder stehen nun wie damals Gewalt Politik zu. Der Fascismus fann nur leben, wenn auch heute. Die Sehnsucht der Volksmassen geht und Haubißen zusammen. So manchen von denen, und Barbarei bereit, ein demokratisches Gemein- ihm weithin sichtbare Erfolge beschieden sind. in allen Ländern nach Freiheit und Fric­die vor drei Jahren im Heere der Arbeitersport- wesen zu vernichten. Wieder rollt eine Welle fin- Bleiben sie aus, dann ist sein Lebensnerb bedroht. den. Würden die breiten Massen der Völker um ler über die Wiener Ringstraße marschierten, deckt sterer Reaktion durch Europa . Nachdem im Inlande Erfolge nicht zu erzielen ihre Meinung gefragt werden, dann würde sich heute der grüne Rasen. Sie fielen in dem ver= Aber wieder erhebt sich der Widerstand. Die sind, girrt der Fascismus nach außenpolitischen in jedem Lande eine gewaltige Mehrheit gegen die geblichen Ringen des Arbeitervolkes, seine Frei­tschechoslowakische Arbeiterklasse hat die chren Erfolgen. Dieser Expansionsdrang des Fascismus Brutalität des Fascismus sowie gegen das grauen= heit zu behaupten. volle Aufgabe, die letzte Festung der Demokratie verschärft die internationalen Gefahren in ganz volle Abenteuer eines Krieges erheben. Weil dem in Mitteleuropa so lange zu verteidigen, bis der Europa . Heute sicht jeder: Fascismus ist so ist, wollen die Herrschenden die Massen nicht zum Worte tommen lassen. Die Jugend muß aber Fascismus in den Nachbarländern zusammen- Seriegsgefahrl bricht und damit auch für die Tschechoslowakei der dafür sorgen, daß sie wenn auch ungefragt!- ihre Meinung laut und deutlich in die Welt hin­Tag des Entsaßes tommt. Schon fünden ber= ausschreien kann. Die Jugend muß das Sprach­rohr und, wenn es sein muß, das Schwert der Bölker sein.

In Wien herrscht eine ganz besondere Abart der blutigen Reaktion. Auf der pruntvollen Ring­straße tummeln sich die beutegierigen Banden eines Fascismus, der troß seines christlichen Män telchens nicht weniger brutal und gewalttätig ist als der Fascismus in Deutschland .

Bien vot vor drei Jahren der Arbeiter­Olympiade einen würdigen Rahmen. Heute ist an die Stelle der österreichischen Donaustadt das tschechoslowatische Prag getreten.

So wie im Jahre 1914 die geheime Diplomatic heißungsvolle Zeichen, daß der Fascismus den ihre Fäden spann, bis sie rissen, so ist es heute. Söhepunkt seiner Macht überschritten hat. Wo der Ununterbrochen sind sie auf dem Wege, die Sitler Fascismus herrscht, sei es in Italien , Deutschland und Mussolini , die Goering und Goebbels , die oder Desterreich, bricht die Volkswirtschaft zusam Dollfuße und Fey. Eine Entrevue jagt die andere. men. Fascismus heißt Kontrollosigkeit, Korrup­tion, wirtschaftlicher Zusammenbruch. Die Massen, Der Weizen der Geheimdiplomatic blüht wie nie­die einstmals( wenigstens in Deutschland und mals zuvor.

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der Kraft in dem Kampfe werden, der unsere Zeit Die Prager Olympiade soll zu einer Quelle erfüllt: Es ist der Kampf der Völker um das Recht auf Frieden.

Tage in Prag Blick über den habsburgischen Epigonenbau des zeichnen, dann sehen sie tschechische Worte neben

Von Gerhart Gleissberg

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Schon wenn der Zug uns auf gewundenen Begen in den Bezirk dieser Stadt einführt, die man grau nennen tönnte, weil sie ein stattliches Alter bat( und weil oft ein Dunst auf ihr liegt), die man aber gerne die goldene" nennt, weil sie von Kostbarkeiten schimmert, schon dann, wenn der erste Blid ihren Umriß zu umfassen ver= sucht, fühlen wir, daß Prag nicht nur eine Stadt, sondern eine Landschaft ist. Wenn wir später oben vor dem gewaltigen Viereck des Hradschin stehen, oder auf dem Glockenturm des Veitsdomes, oder drüben, nahe dem Stadion, auf der Plattform des Aussichtsturmes, dann sehen wir deutlich die ſes Bild einer Großstadt, die nicht wie andere eine Landschaft überdeckt, sondern mit ihr verwachsen ist. Mit den Windungen der Moldau biegt und weitet sie sich, an den Brücken flammert sie sich an, zwischen Hügeln steigt sie empor, über Hänge neigt sie sich und auf Anhöhen hat sie ihre Höhe punkte: hier auf der Kleinseite die Burg, drüben auf dem Žižkaberg das moderne Mausoleum, auf dem sagenhaft alten Vyšehrad den berühmten Friedhof und weit draußen noch auf dem Bar­randow die allerneuesten Würfelbauten, Sommer­terrassen und Filmateliers.

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Die Prager machen( mit einigem Recht) nicht viel Aufhebens von den landschaftlichen Rei­zen, die ihre Stadt umgeben. Denn sie haben die Schönheiten der Landschaft innerhalb ihrer Stadt.

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( derholen), während auf der anderen Seite der Stifter dieser pruntenden Heiligenstandbilder be­Nationalmuseums und das Sezessionsgetümmel deutschen und das Latein der römischen Kirche. des Wilsonbahnhofes empor zum imposanten Und so ist diese Karlsbrüde nicht nur eine alter Hochhaus der republikanischen Pensionsanstalt tümliche Softbarkeit: sie wird zum Sinnbild der reicht. alten Stadt, deren Sehenswürdigkeiten fait ohne Ausnahme der späten Gotit und dem reifen Barod angehören und deren Geist international ist, wie es das Mittelalter und der Humanismus aus Prinzip waren und wie es die Gegenreformation in Prag , obwohl sie deutsch dirigiert war, unter dem Zwang der Tatsachen werden mußte.

Aber die Gegenfäße haben sich in diese Stadt eingefügt wie die Geschichte sich in sie eingelebt hat. Und jeder Gang durch Prag wird zum ver­traulichen Umgang mit Jahrhunderten.

Der erste Gang des Fremden, der nach Brag fommt, pflegt zur Karlsbrücke zu führen. Wenn er sie erblidt( staunend, obgleich er schon so viel von ihr gehört hat), dann sicht er die Stile und Schicksale der historischen und lebendigen Stadt. Die sechshundert Jahre alten Bögen und Türme dieser Brücke sind geformt in der edlen Gotik des späten Mittelalters, das schon in jenen Humanis­mus hinüberdämmerte, aus dem hier in Prag die erste Universität der Neuzeit erwuchs. Die Heili­genstatuen aber, die auf dieser Brüde Spalier stehen, haben die barode lleppigkeit der Gegen reformation, die drei Jahrhunderte später( nach den Suffitenkämpfen und Dreißigjährigem Krieg) in Prag triumphierte. Wenn unser Blick über die Fülle der Inschriften hinirrt, die Ursprung und

seit achthundert Jahren. Wieviele Herrscher haben sie oben auf dem Hradschin kommen und gehen ge­sehen! Die Přemysliden und die Luxemburger, die Jagellonen und die Habsburger , jenen Ottokar, dessen Glück und Ende Grillparzer dich­tete, den lugen Karl, der Böhmen zum Mittel­punkt des Kaiserreiches machte, den meineidigen Sigismund, der Hus an den päpstlichen Hente: verriet, den versoffenen Wenzel und den verschro­benen Alchimistentaiser Rudolf

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Auch die kaiserlichen Statthalter haben sic geschen, deren Sturz aus den Fenstern der Burg das Sarajevo des Dreißigjährigen Krieges war. Die Gestürzten famen übrigens besser davon, als Wenn wir über die Karlsbrüde gehen, über die vom Krieg betroffenen Völker. Denn die Her die heute der Autobus rollt, sind wir auf dem ren fielen auf einen rettenden Misthaufen, woraus Wege von der Altstadt zum Gradschin. Dort hin- fich ergibt, daß Prag vor dreihundert Jahren kein ter dem märchenhaft schönen Varodſtädtchen, das Muster der Reinlichkeit war und daß man mit man Kleinseite nennt, steht er als steinerner den Fortschritten zufrieden sein muß, die seitdem Gipfel über Stadt und Strom: mit alten erzielt wurden. Festungstürmen, mit dem ragenden Dom von St. Auf halber Höhe zwischen Moldau und Veit, mit den Hallen, Sälen und Höfen des Gradschin steht Wallensteins Palast, den am Ende Schloffes, das heute der Sitz des Präsidenten ist. des großen Strieges( als der Generaliffimus schon Zwischen den Dächern tauchen die beiden ermordet war), die wilden Schweden besetzten, romanischen Sandsteintürme der Georgskirche auf, die noch kurz vor Friedensschluß die Kleinseite die ältesten Bauwerke, die sich dort oben erhalten überrumpelt hatten. Aber die Starlsbrüde hielt haben. Hell in dem grauen Burgviered stehen sie ihnen stand- und da sie damals der einzige Uebergang war, haben die Angreifer abziehen müssen, ohne die Altstadt zu betreten. Die Altstadt, die noch heute ein Stück Mittelalter und Barock­geit ist, obwohl sich längst moderne Geschäfte und geschmadlose Wohnhäuser der Gründerzeit in ih angesiedelt haben.

Die Olympiaden der Arbeitersportler

Von Karl Bühren

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Da blühen die Gärten am Laurenziberg, da grü- Nachdem der Krieg alle Freundschaftsvande der nehmen! Städte haben oft eine historische Bedeutung.| Idee eines Arbeiterolympias tann uns feiner Wenn wir in ihrer Mitte stehen, auf dem Ben die Parts zwischen den Palästen der Klein­Altstädter Ring, dann erleben wir wieder den Zu­seite, da schwimmen die belaubten Inseln in der internationalen Verbundenheit der organisierten Und wieder steht die Arbeiter- Sportinter- sammenstoß der Stile und das Eindringen der Ge­Moldau, da dehnt sich der grüne Rücken des Bel- Arbeiterschaft zerrissen hatte, und die internatio- nationale vor einer großen Veranstaltung. Dies- schichte von allen Seiten. Da ragt in der Mitte als vedere, da ist die Pracht des Baumgartens und nale Verständigung unter der Nachtriegspſychoſe mal ist es das Verbandsfest unseres Prager Ver Hauptfigur einer wildbewegten Denkmalsgruppe gegenüber der Abhang von Troja. Und auf man- nur schwer wieder in Gang zu bringen war, ver- tandes. Und wieder ist es Prag , das die Arbeiter( aus der Expressionistenzeit) die steinerne Ge­chen Hügeln, die schon vom Häusermeer umringt suchten es die Arbeitersportler der Welt mit sport- sportler der Welt ruft. Auch diesmal drohen die ſtalt des Magiſters Hus, des gelehrten Bauern, und von vorwißigen Villen erklettert sind, sieht lichen Veranstaltungen. Das erste tschechische Ar- Kriegswollen die Hirne zu umnebeln. Und dies der an den Säulen eines morschen Kaiserreiches man noch Aecker, die der Pflug durchzieht. beiterolympia im Jahre 1921 in Prag war nach mal- find wir deutschen Arbeitersportler und einer noch morscheren Kirche rüttelte- und Wenn man diese Stadt betrachtet, dann sieht dieser Richtung hin eine befreiende Tat. Es war nicht dabei. Auch Desterreich und Lettland werden über dessen Scheiterhausen die blutige Flamme der man, wie fest sie auf ihrem Boden steht. Und ein gewaltiger Schlag gegen die auch in der fehlen. Aber die übrige Welt wird marschieren! Hussitentriege entfacht wurde. Drüben die mäch­wenn man sich erinnert, was sie alles erlebt hat: Tschechoslowakei vorhandene Siegerstimmung und Marschieren mit feſten Schritten und dem uner- tige alte Theinkirche( in der ein friedlicher Ueber­immer wieder Kriege und Aufruhr, immer wieder gegen die Niederlagenpsychose der anderen Staa- schütterlichen Willen, dieser Weltbarbarei ein Ende winder des Mittelalters, der dänische Astronom Glanz und Vergessenheit, dann meint man, ten, besonders der der deutschen Arbeiterklasse. Als zu bereiten. Prag wird ein troßiges Bekenntnis Tyche Brahe, begraben ist) hat den Aufruhr mit­daß sie sich stärker erwiesen hat als die Menschen, deutsche Arbeiterturner haben wir den Schritt nach zum Sozialismus werden. Dort wird der Wölke: erlebt. Und das Altstädter Rathaus auf der ande­die an ihr bauten und in ihr lebten, die sie erobert Prag gewagt und ihn niemals bereut. Wir wur- bund der Arbeiter seine unerschütterliche Kraf: ren Seite, mit dem alten Turm und der von und die sie verloren haben. den von der Bevölkerung als Freunde begrüßt und zeigen. allen Fremdenführern vergeblich erklärten- sind Freunde geblieben. Schon wanten die Throne der Reaktionen. astronomischen Uhr, hat das Ende eines neuen Inzwischen fanden die von der Sozialistische. Schon sammelt sich das geschlagene Proletariat Aufstandes gesehen. Die Kreuze auf dem Pflaster Alles, was Prag geschehen ist, ist in ihm Arbeiter- Sport- Internationale organisierten Ar- zum neuen Sturm. Das tschechische Arbeiter- bezeichnen die Stelle, an der nach der Schlacht lebendige, sichtbare Geschichte geworden. Wer diese beiter- Olympiaden in Frankfurt und Wien stat. olympia wird die Nebelwand zerreißen und der am Weißen Verge die böhmischen Standes­Stadt betritt, betritt ein Museum. Aver.da Prag Diese Veranstaltungen haben die ganze Welt in Welt zeigen, daß der Sozialismus mehr ist als herren hingerichtet wurden, mit deren Rebellion nie aufgehört hat, Geschichte zu sein, ist dieses ihren Bann gezogen. Haben die Arbeitersportler ein Programm des Betruges. Es ist eine Sym- gegen Habsburg der Dreißigjährige Krieg begon­Museum zugleich ein Jahrmarkt der Gegenwart, überhaupt ein Recht, Olympiaden zu feiern, phonie des Körpers und des Geistes. auf dem in vielen Sprachen gehandelt wird, eine fragten die deutschen Spießer in ihren Zeitungen. Auch diesmal, wie im Jahre 1921, mar Massenherberge, die viele Nationen und Schicksale Wir haben uns dieses Recht genommen und da schieren wir unter der Parole: Nie wieder Krieg Es gibt zahllose Sehenswürdigkeiten in vereint, ein europäisches Zentrum, das viele Ideen durch dem Namen Olympia wieder zu Ehren ver- Die dröhnenden Schritte der internationalen Ar- Prag . Man sucht sie auf: das seltsame spätmittel­und Besucher anzieht und ein aameritanijierter holfen. Ist es vielleicht ein Olympia, wenn die beiterturner und Sportler in Prag sind Warnung alterliche Stadttor am Graben, das man den Pul­Bauplatz, auf dem vieles noch nicht fertig ist. Menschen wie Zirtuspferde dressiert werden, sich negen jede Reaktion. Sie sind aber auch ein Rei- berturm nennt, die siebenhundert Jahre alte, Aus Gegenfäßen hat sich das Gesicht dieser voll Saß und Bitterleit gegenüberstehen und wo chen der unauslöschlichen internationalen Solida in schmucklos erzwungener Gotik gebaute Syna­Stadt geformt. Wenn man auf dem Wenzelsplay chne Rücksicht auf Gesundheit und Moral der Sic rität, in der die Arbeiterklasse siegen muß. Bra goge, und rings um sie die Reste der einſtigen steht, inmitten eines weltstädtischen Gedränges erfochten werden muß. Gibt es einen größeren wird auch diesmal wieder zeigen, daß nur der Judenstadt, die das Gesicht Prags für Jahrhun­von Menschen und Fahrzeugen, zwischen prunten- Sohn, auf den Namen Olympia, wenn man Men: Arbeitersport den wahren Gedanken des griechi- derte mitbestimmt hat, den Glasfassaden und schreienden Lichtreklamen, fchen anderer Gesinnung und Rasse von der Teil- schen Olympia zum Ausdruck bringen fann. Wi: dem Mozarts Don Juan" zum ersten Male er= zwischen Alt- Wiener Cafés( im ersten Stock), nahme ausschließt? Automatenbüfsets( zu ebener Erde) und Ton­lang, das tschechische Nationaltheater, aus dem Smetanas und Dvořáks Opern den Weg in filmtinos( im Kellergewölbe), dann steht man in­die Welt antraten, die alten Gassen und die mitten eines Stadtteiles, den Karl der Vierte er neuen Wohnviertel... Aber man findet am Ende, richten ließ, als Prag die ruhmreiche Hauptstadt daß es hier nur eine Sehenswürdigkeit gibt: diese des römisch- deutschen Kaiserreiches war, und Stadt selbst, die so viel Merkwürdiges und Präch­man fann auf der einen Seite das Getvirr der tiges, Anmutiges und Düfteres, Vergangenes und altstädtischen Winkelgassen beginnen sehen( mit Werdendes in sich vereinigt. Diese Stadt, in der ihren abenteuerlichen Durchgängen, die sich am Enoch heute der Glanz der Kunst, der Hauch der Wenzelsplaß in modern- linearen Passagen wie Geschichte und der Geist der Rebellen lebt.

in Frankfurt und Wien , werden wir auch in Prag Haben wir nicht noch alle das Feuer des die roten Fahnen der Freiheit wieder vorantrage Wiener Olympias in uns? Hören wir nicht immer Sie werden über die Lande leuchten und allen wieder die Worte: unterdrückten Menschen zurufen, daß keine Mac der Erde das Olympia der Arbeiterklasse, die Bes freiung der Menschen von Not und Unterdrückung aufhalten kann.

Sportler sein ist gut, Sportler und Sozialist sein ist besser!

Sind diese Borte nich immer Motto bei unseren Olympiaden? Man möge uns den Turn­anzug vom Leibe reißen, aber den Geist und die

Es lebe der Sozialismus! lepe das Arbeiter- Olympia!

nen hatte.

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das Ständetheater, in