Nr. 9

Freitag, 11. Jänner 1935

Sudetendeutscfier Zeitspiegel

Wirtschaftlicher Zusammenbruch

Jeder dritte Einwohner arbeitslos

im Bezirk Kratzau

Parlamentarier besuchen das Elendsgebiet

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Im Hinblick auf die Betrauung Egon Fischers mit der Reorganisation der Landbundpresse wurde gesagt: Die Berufung dieses Zeitungsmannes, der seinerzeit gegen Henlein mehrfach in schärf­ster Form Stellung nahm, auf einen so wichtigen Posten scheint mit den Strömungen nach einer

Hilfe Selbstschuß des Staates ist, vermag man gewissen Umorientierung des Landbundes zusam das Bild schwerster Erschütterung, das alle Teil- menzuhängen." nehmer der Erkursion mit heimnahmen, bei der Selbstmord aus Angst vor Delogierung. Behandlung der Forderungen weiterzugeben. Die 34 Jahre alte Bergarbeitersgattin Anna dann muß es auch gelingen, durch entsprechende Spitschta aus Wurz me& tranf in Notstandsmaßnahmen dem Hunger der Menschen selbstmörderischer Absicht ein größeres Quantum im Bezirk Krakau entgegenzuwirken. Dann Effigessenz. Sie starb kurz nach der Einlieferung werden auch die Kommunisten mit ihrem erbärm- ins Komotauer Krankenhaus. Die Frau ging in Der Bezirk Krabau- Grottau zählt etwas der in der Konferenz festgelegten Forderungen lichen Versuch, durch Lügen dümmster Art zu pro- den Tod, weil ihre Familie vor der Delogierung über 26.000 Einwohner, die sich in weitem Ge- wurde ein aus Parlamentariern aller Parteien biet auf neunzehn Gemeinden verteilen. Sie fan- bestehender Ausschuß gebildet, der bereits nächste zieren, um die Hilfe unmöglich zu machen, weil stand. den in der Hauptsache in den Tertilbetrieben, Woche in Prag zusammentreten wird. sie politisch nur von dem Hunger der Masse leben solange die Wirtschaft gesund war Gelingt es, den maßgebenden Stellen des fönnen, nicht imstande sein, durch ihre Anpöbe­Brot, hatten als Händler, Krämer und Handwer Staates die Ueberzeugung beizubringen, daß hier lungen diese Maßnahmen zu vereiteln. fer eine gute Eristenz und man konnte sogar von einem bestimmten Wohlstand des Krakauer Gebie= tes sprechen. Seit dem Einbruch der Weltwirt­schaftstrise ist dieser blühende Industriebezirk voll­ständig zusammengebrochen, in allen Gemeinden

-

Arbeit und

Arbeitslosigkeit und Arbeitslosenfürsorge

herrscht Not und Glend, wütet der Hunger. Die in der Gemeinde Dux

Mehrzahl der Fabriken haben nach und nach ihre Tore geschlossen und es besteht zur Zeit nicht die geringste Hoffnung auf Besserung.

Dreißig Betriebe

find stillgelegt worden

1495 Arbeiter beziehen zur Zeit die Unterstüt­zung nach dem Genter System, 1898 stehen im Genusse der teilweisen Unterstützung, 3241 erhalten Ernährungskarten und ungefähr 2000 stehen vor dem Nichts.

Von 26.000 Einwohnern des Bezirkes Krat­ zau sind 8634 ohne Arbeit und Verdienst oder mit andern Worten jeder dritte Einwohner oder mit andern Worten jeder dritte Einwohner ist arbeitslos.

London und Rom einig in der Rüstungsfrage

London. ( UR.) Sir John Simon reiste in Begleitung Anthony Edens von London nach Paris ab, von wo er sich nach Genf begeben wird, wo er an der morgigen Tagung des Völkerbunds­

Die Folgen der Wirtschaftskrise lasten bisher im Laufe des Jahres 1934 einen bedeutenden rates teilnehmen wird. Die Verlautbarungen über immer noch schwer auf den Gemeinden des nord- Aufstieg nachzuweisen hat. böhmischen Industriegebietes. An die Spitze dieser schwer betroffenen Gemeinden kann wohl mit Recht die Stadtgemeinde Dug gestellt werden, da 72.5 Prozent ihrer gesamten Einwohnerschaft Indu­striearbeiter und deren Familienangehörige sind.

Wenn in letzter Zeit durch verschiedene stati­stische Berichte nachgewiesen wird, daß im Laufe des Jahres 1934 am Arbeitsmarkte eine gewisse Belebung eingetreten und die Wirtschaftskrise be­reits im Rückgange ist, dann muß leider festgestellt Lage in Dur nicht wahrzunehmen ist und daß im werden, daß eine Besserung der wirtschaftlichen Gegenteil der Stand der Arbeitslosigkeit in Dug

Stand

am 31. 12. 1934 am 31. 12. 1933

Arbeits

andere

die römischen Abmachungen, welche das Ab­Die Richtigkeit dieser Angaben wird übrigens rüstungsproblem betreffen, werden in London durch nachfolgende, einwandfrei sichergestellte sorgfältig studiert. Es wird erklärt, daß der Daten nachgewiesen: mische Standpunkt in dieser Frage mit den Ansichten der britischen Re= gierung übereinstimme.

Die Stadt Dur zählt derzeit 13.094 Ein wohner, hievon 6532 Deutsche , 6310 Tschechen , 252 Juden und andere Nationalitäten, zusammen 13.094, hievon Arbeiter 3896, und deren Fami­lienangehörige 5588, daher Einwohner aus den Reihen der Arbeiterklasse 9484.

Der Stand der Arbeitslosen, Kurzarbeiter 1934 wird in der nachfolgenden Tabelle aus und deren Familienagehörigen am 31. Dezember gewiesen:

Kin

Kurz­

Kin

andere

Iofe

der

Angehör. Summa

arbeiter

der

1186

764

994

661

841 675

2791 2330

538

544

519

545

Aber nicht nur die aus den Betrieben ent­laffenen Arbeiter leiden arge Not, sondern sie hat auch inzwischen die Krise des sogenannten Mit­telstandes erfaßt und vielen Handwerkern und Händlern geht es heute nicht viel besser als den Arbeitslosen. Dazu kommt noch der finanzielle Zusammenbruch der Gemeinden, die aus eigener Aus diesem Ausweis ist ersichtlich, daß 4292 Kraft gegen die Notlage der Bevölkerung nichts mehr tun können. Seit Monaten versuchen daher Einwohner von Duy, d. s. 40.5 Prozent, aus den die Organisationen der Arbeiter in Verbindung Reihen der Arbeiterschaft von der Arbeitslosigkeit mit den Gemeinden die Aufmerksamkeit der und beschränkter Arbeitsmöglichkeit schwer betrof­Staatsstellen auf diesen Bezirk zu lenken, weil fen find. Von der Gesamtzahl der 1186 Arbeits­ohne rasches und entscheidendes Eingreifen die losen sind 794 Personen im Bezuge der staatlichen Verzweiflung der Menschen grenzenlos werden Lebensmittelfarten, 224 Personen beziehen Unter­müßte. Eine Reihe von Konferenzen der Not- stügung nach dem Genter System und 168 Ar­standsgemeinden wurden abgehalten, durch die beitslose sind von der Unterstützungsaktion ausge= man schließlich erreichte, daß Dienstag, am Die staatlichen Aktionen zur Linderung der 8. Jänner, eine eingehende Untersuchung des Not­standes im Bezirk Krayau, durch eine aus Par- Not der Arbeitslosen werden sowohl vom Bezirk lamentariern und Vertretern der Gemeinden und als auch von der Gemeinde tatkräftig unterstützt Bezirte zusammengesetzte Körperschaft vorgenom- und erforderten im Jahre 1934 folgenden Auf­

men wurde.

Als Vertreter unserer Partei beteiligte sich Genosse Abgeordneter Ros cher und Senator Goth an der Exkursion. Weiter Genosse Ne= ča s als Vertreter der tschechischen sozialdemokra= tischen Partei, dann die Abgeordneten Windirsch, Bobet, die Senatoren Kostka und Eichhorn, u. a. Unter Führung des Krakauer Bürgermeisters tourde das ganze Notstandsgebiet durchfahren, mit den Vorstehern und Arbeitslosen Rücksprache ge= nommen und zum Schluß in Krabau eine Be­sprechung abgehalten, die das Ergebnis der Ueber­prüfung der Notlage und der Möglichkeiten Ab­hilfe zu schaffen, formulierte. Die Teilnehmer der so wichtigen Erkursion waren durchgehends davon überzeugt, daß nur schnelle Hilfe den

schieden.

wand:

Staatliche Ernährungsaktion.. 557.720.­Milchaktion für Kinder 48.591.90 Weihnachtsaktion

De

"

Brotaktion

"

"

"

15.200.­137.466.­Buderaktion 5.840.­Beitrag z. Kartoffelaftion 31.526.­26.300.­außerordtl. Beitrag Beitrag f. prod. Fürs. Geldwert der gespendeten Kohle.

PP

"

"

Hilgenreiner wollte die

850.­

Angehör. Summa 419 1501 403 1467

Beitrag d. Bez. zu den Aktionen Bezirksausschuß für Heilfürsorge der Arbeitslosen Weihnachtsspenden für arbeitslose Bergleute

Gemeinde zur Suppenaktion

"

PO

**

PO

P

"

"

" O

"

Kartoffelaktion Brotaktion.

Mehlaktion.

33.334.­

3.264.­

6.748.55

12.074.­

°

11.079.70 4.906.­Heilfürs. d. Arbeitsl. 4.000.­produktive Fürs. Privatspenden, welche zur Deckung der obangeführten Aktionen mit berwendet wurden

Insgesamt.

9

2.419.80 900.819.95

Seit 1. November 1930 wurden insgesamt ausgegeben 3,398.045.15.

Der Bezirksausschuß für Heilfürsorge der Arbeitslosen hat seine Tätigkeit am 15. März 1933 aufgenommen und hat bis zum heutigen Tage den Durer Arbeitslosen und deren Familien­angehörigen ärztliche Behandlung und die nötigen Medikamente bereits in 1904 Fällen gewährt.

Der Fascismus stößt die Frauen ins Elend

Deutschland sind dem Druck der von den National­sezialisten vorgetragenen sozialpolitischen Reaktion besonders ausgefeßt. Der Kampf zur Verdrängung von ihrem Arbeitsplatz wurde mit allen Mitteln und in hunderttausenden Fällen mit Erfolg ge­führt. Als diese Frauen endlich aus dem Pro­duktionsprozeß vertrieben waren, hörte dieser Kampf trotzdem nicht auf. Denn nun fam es dar auf an, die arbeitslos gemachten Frauen nicht in den offiziellen Statistiken über die Arbeitslosigkeit in Erscheinung treten zu lassen und durch sie vor allem die Arbeitslosenversicherung und die Wohl= fahrtseinrichtungen nicht zu belasten.

Die Frauen der arbeitenden Klasse in

Auch dieses Ziel haben die Nationalsozialisten in weitgehendem Maße erreicht. Das geht aus der amtlichen Statistik über den Anteil der Frauen an der Gesamtzahl der Arbeitslosen und der Unter­stüßten hervor. Danach ist der Anteil der Frauen auf je 100 Arbeitslose von 19.7 am 30. April 1933 nur auf 16.7 am 30. Ottober 1934 zurüc gegangen. Dagegen beträgt der Rückgang ihres Anteils als Unterſtüßungsempfänger der Arbeits­Tosenversicherung in der gleichen Zeit 17.6! Dar­aus geht hervor, daß selbst nach den amtlichen Statistiken zwar nicht die Arbeitslosigkeit der Frauen erheblich zurückgegangen ist, wohl aber die Bahl der unterstüßten Frauen. Diese Erscheinung ist vor allem darauf zurückzuführen, daß die Na­tionalsozialisten für alle hauswirtschaftlichen Kräfte eine Sperre der Krisenfürsorge und Arbeits­losenunterstüßung berhängt haben. Von dieser reaktionären Maßnahme wurden so gut wie aus­schließlich nur die Frauen betroffen.

Außer den von der Statistik erfaßten arbeits­Die Strömungen im Bund der Landwirte. losen Frauen gibt es noch ungezählte Tausende von In der Einleitung unserer gestrigen diesbezüg- arbeitslosen Frauen und Mädchen, deren Arbeits­Christlichsozialen gleichschalten? lichen Meldung ist leider durch technisches Ver- lefigkeit nicht auerkannt ist und die darum über­Der Senator Hilgenreiner hat fürz- fehen ein ganzer Sak schwer verstümmelt worden. Haupt nicht gezählt werden.

bollständigen 8usammenbruch lich im Senat, als er sich für Henlein einsetzte, die dieses Gebietes aufhalten könne." Prager Presse" angegriffen, die ohne Grund Deshalb soll alles getan werden, um die Eingegen Henlein Mißtrauen fäe. reibung des Bezirtes in die be

"

Die Prager Presse" tommt in ihrer Frei­sonderen Notstandsgebiete zu er reichen, und vor allem die Inangriffnahme größe- tagausgabe auf die Angriffe Hilgenreiners zurüd rer Notstandsarbeiten, vor allem der Neißeregu- und schreibt: lierung, zu erzielen. Zur raschesten Durchführung

Versuchte Entführung Miklas

vor dem Militärgericht

Wien. Vor dem Militärgericht in Wien be gann Donnerstag die Verhandlung der Anklage wegen Hochberrates gegen den 29jährigen Dok­

Ein Eisenbahnwachkorps

Ein wirklicher Katholik spricht Heinrich

Imbusch an Max Braun

Der katholische Gewerkschaftsführer Imbusch| Nächstenliebe, nicht sadistische Mißhandlungen ans fonnte sich an der großen Saar- Kundgebung für derer wegen ihrer politischen Ueberzeugung oder den Status quo nicht beteiligen, weil es die Ver- Rasse. Wir wollen eine vernünftige Wirtschafts­letzungen, welche er bei dem nationalsozialistischen politit, eine Zusammenarbeit der Völker auf wirt­Mordanschlag in Blieskastel erlitten hatte, nicht zuließen. Er teilte dies dem Führer der Einheits­front, Genossen Max Braun, in einem Schreiben mit, welches wir nachstehend abdrucken, weil es zeigt, wie katholische Männer denken und handeln, welchen nicht die Sympathien der Nazi- Bonzen, fondern Freiheit des Volkes, des Geistes und der Kultur oberstes Gebot sind. Der Brief, welcher unseren Christlichsozialen zu denken geben sollte. lautet:

Sehr geehrter Herr Braun!

schaftlichem Gebiet, nicht eine für alle Völker_schäd= politik, wollen eine ausreichende Fürsorge für alle liche Absperrung. Wir wollen praktische Sozial­Hilfsbedürftigen, wir wollen die Menschen nicht mit leeren Sprüchen von Ehre der Arbeit" usw. ab­speisen lassen. Wir wollen Erhaltung der Gewerk­schaften. Erhaltung der Freiheit und Gleichberechti gung der Arbeitnehmer, einen gerechten Anteil der Arbeitnehmer an den Erträgnissen der Wirtschaft, ein vernünftiges Arbeitsrecht, eine gute Sozialversiche

rung. Wir wollen die Zerschlagung der Gewerkschaf­ ten an der Saar verhindern, wir wollen verhüten, daß auch an der Saar die Arbeitnehmer zu Gefolgsleuten und au willenlosen Sklaven erniedrigt werden.

Im Anschluß an diese Ausfälle fragen wir Senator Hilgenreiner, ob er nicht im Oktober 1933 in Prag mit dem Prälaten Doktor Scherer vom Reichsbund der katholischen Aus­landsdeutschen über die Gleichschaltung der katholischen Bünde in der Tschecho­slowakischen Republik verhandelt hat? Man kann neugierig sein, was Herr Hilgen­tor Walter Ott, Arzt des Allgemeinen Kranken- reiner auf diese sehr klare und vielsagende Frage hauses in Wien, und dessen 30jährigen Bruder antworten wird. Er war ja nie verlegen, wenn Ing. Rudolf Dit, Garagebesizer, die beide bei es galt, sich aus einer heiklen Affäre zu ziehen. dem nationalsozialistischen Putsch vom 25. Juli Mit Hilfe des Jl. Ignatius von Loyola wird es b. I. eine Verschwörung gegen den Bundespräs ihm schon gelingen! sidenten Miklas, der in Velden in Kärnten auf Sommerfrische weilte, geplant hatten. Bundes präsident Millas sollte nach dem Plane der Brü­der Ott durch eine Gruppe Nationalsozialisten gefangengenommen und zur Bestätigung des Na- Die Brünner Staatsbahndirektion hat zum hat Blieskastel noch nicht genügend vergessen. Ihrer binettes Rintelen gezwungen werden. Beide An- Schuß des Eigentums der Staatsbahnverwaltung Sundgebung wünsche ich geklagten arbeiteten detaillierte Pläne aus und und der der Bahn anvertrauten Güter ein Eisen- der marristischen Parteien war und noch bin gewannen in Wien zahlreiche Helfershelfer, dar bahnwachkorps eingerichtet. Dieses Korps besteht bollen Erfolg. Trotz der Verschiedenheit unserer unter M. Grillmayer, dessen Name bei dem Gas- aus 16 Mann, ehemaligen Soldaten, die in einem Grundsäte fönnen und müssen wir in der Frage der anschlag der Nationalsozialisten auf das Ge- theoretischen und praktischen Kurs ausgebildet Abstimmung am 13. Jänner zuſammengehen, um ein schäftshaus Gerngroß und bei den Anschlägen auf wurden. Kommandant dieses Korps ist der Vor- gutes Ergebnis zu erzielen. Hier haben wir trok der die Produktenbörse zum erstenmal in die Def- ſtand des Verkehrsamtes Oberinspektor Mott1, Verschiedenheit unſere. Grundsäbe gemeinsame Inter­fentlichkeit gedrungen war. Während die Brüder dem als Unterkommandant Inspektor e f zu­Ott furz nach ihrer Ankunft in Klagenfurt über geteilt wurde. Im Dienſt tragen die Mitglieder telephonisches Ansuchen der Wiener Polizei ver- des Korps eine Schleife mit der Aufschrift Eisen- hitlerfreier deutscher Erde und den deutschen Geist von uns das Leben koitet. das Saargebiet muß frei haftet wurden, gelang es Grillmayer nach bahnwache" und an der rechten Bruſtseite haben retten. sir wollen eine gewissenhafte Rechtssprechung bleiben. Von hier aus wollen wir auch den Brüdern Deutſchland zu flüchten. Beide Angeklagten waren sie eine Metallnummer befestigt, bier Elfenbeina mord und Stonzentrationslager. Wir wolen an der Parole: für Deutschland, gegen Hitler, für Status beim heutigen Verhöre wie bei ihrer Verhaftung ist verpflichtet, den Anordnungen dieser Saar die deutsche Kultur erhalten, sie nicht der Bar- quo! grundsätzlich geständig. Zu dem Verhöre waren wache auf dem der Eisenbahn gehörigen Grund barei ausliefern. Wir wollen praktisches Christen­und Boden unbedingt Folge zu leisten. Bivolf Zeugen geladen.

Besten Dank für die Einladung zu der Kund­gebung der Einheitsfront, die als Kundgebung aller Hitlergegner aufgezogen ist. Es ist mir nicht mög lich, an der Kundgebung teilzunehmen. Mein Kopf obwohl immer Gegner einen

fern erhalten. Wir wollen verhindern, daß die jetzt in Wir wollen sodann den Frieden unter den Völ­Deutschland herrschende undeutsche, kulturfeindliche Dittatur au einem neuen großen Kriege, zu einem neuen Massenmorden führt und die europäische Kul­tur zerstört.

Wir kennen die Gefahren, die jedem aufrechten

Menschen von den entmenschten Vertretern des Nazi­regiments drohen. Das soll uns nicht abhalten, unsere Pflicht au tun. Wir dürfen das Sagracbiet

nicht auch den Diktatoren des Dritten Reichs" über­Wir wollen hier an der Saar den letzten Rest laffen. Auch wenn der Kampf dem einen oder andern

nach vernünftigen Gesezen, nicht willkürlicher. Massen- im Reich die Freiheit zurückerobern. Deshalb unsere

tum und Beobachtung des christlichen Gebotes der

Mit vorzüglicher Hochachtung gez. Heinrich Imbusch.