Seite 6 Sozialdemokrat* Mittwoch, 30. JSmur 1833. Nr. 25 PKAGER ZEITCWe Sportzag nach Schlackenwerth. Bei günstigem Wetter und bei einer Beteiligung von mindestens 35 Personen fertigen die Staatsbahnen am Donnerstag, dem 31. Jänner, einen besonderen Motorzug von Prag -Wilsonbahnhof über Hostovice nach Schlacken­werth ab, wo Autobusse zur Beförderung nach Gottesgab bereit stehen. Abfahrt Wilsonbahnhof 13 Uhr 55, Ankunft Schlackenwerth 17 Uhr 09, Joa- chimstal 17.45 und Gottesgab 18.18. Rückfahrt am Montag, dem 4. Feber, von Gottesgab 16.30, Joa- chimstal 17.02, Schlackenwerth 17.34. Ankunft Prag 20.38. Ob der Sportzug fährt, wird Mittwoch im Äbcndrundfunk verlautbart. Preis der Rückfahrkarte 50 KL, Autobus nach Gottesgab und retour 14 KL. Gerlehtssaal Rcvolverschüsse zur Sperrstunde Anstalt zu einer Schwurgerichtsverhandlung. Prag . Die Angelegenheit, die hier in Frage steht, wird noch das kommende Schwurgericht zu beschäfti­gen haben. Am 21. November v. I. am Tage des Kirch­weihfestes im Dorfe DobröPolebei Kourim erschienen im dortigen Gasthaus des Wirtes E e s p i v a nach der Polizeistunde noch vier Gäste und verlangten Bier. Als sich der Wirt weigerte, aus­zuschenken, ergriffen sie Stühle und drangen auf ihn ein. Der Aushilfskellner Ludvik Kulik, der gleich­falls von den rabiaten Gästen angegriffen wurde, zog einen Revolver und schoß. Wir wollen dem Beweisverfahren des Schwur­gerichtes nicht vorgreifen, denn der Aushilfskellner Kulik wird bei der nächsten Schwurgerichtsperiode unter Anklage des Mordes vor den Geschworenen erscheinen. Auf dem Kampfplatz blieb nämlich einToter: Anton Kratochv il; eine weitere verirrte Kugel traf den bedrängten Gastwirt E e s p i v a, der schwer verwundet wurde. Ferner wurde durch einen Geller"(abprallende Kugel) der in der Küche sitzende ganz unbeteiligte Fleischhauer Weiner aus Böhmisch-Brod verletzt. Aber nicht diese Schießerei selbst, sondern ein Vorfall, der sich während dieser Schießerei begab, wär Gegenstand der am Dienstag vor dem Senat Cervinka eröffneten Verhandlung. Diese Verhandlung betraf eine Anklage wegen Verbre­chens des Diebstahls. Das Objekt des Diebstahls ist lächerlich gering, nämlich ein Ochsenziemer, der dem Gastwirt Eespivä gehörte und der an der Wand des Schankzimmers hing. Einer der vier rabiaten Gäste, Miroslav D u s e k ist beschuldigt, ihn gestohlen zu haben. Obwohl der Wert der gestohlenen Sache nicht mehr als 20 KL beträgt, wurde Dusek doch des Ver­brechens des Diebstahls angeklagt, und zwar deshalb, weil der Ochsenziemer in einem Augenblick entwendet wurde, als sein Eigentümer, der Gastwirt Eespiva, getroffen von der verirrten Kugel seines Kellners bewußtlos am Boden lag und daher nicht i m st a n d e w a r, fein Eigentum zu verteidigen. Diese Ohnmacht ist aber im Sinne des Strafgesetzes ein Belastungsmoment, welches auch den kleinsten Diebstahl zum Verbrechen .stempelt. Der Täter ist ein sechzehnmal vorbestrafter Berufsdieb, der seine kriminellen Erfahrungen auch in seiner äußerst gerissenen Verteidigung bekundete. Die Verhandlung mußte vertagt werden, rb. Wie Herr Nostitz-Rieneck um 40 Millionen kam Dunkle Hintergründe einer Bezirksgerichts­verhandlung. Prag . Vor dem hiesigen Bezirksgericht(G.-R. I a n L i k) wurde Dienstag die Verhandlung über eine sonderhare Anklage nach dem Terror- gesetz eröffnet...» ,. s v Herr Josef Nostitz-Rieneck(seinerzeit Graf) war seinerzeit mit einem Herrn Siegmund Amarant in geschäftliche Verbindungen getre­ten, deren Zweck offenbar war, dem Herrn Nostitz- Rieneck beiAuslandstransaktionen" behilflich zu sein. Es scheint, daß es sich dabei um Kapitals­anlagen im Ausland handelte Die Geschäftsverbindung mit dem Herrn Amarant kostete dem Herrn Nostitz-Rieneck angeblich und glaubwürdigerweise 40 Millionen, was auch für diesen reichen Aristokraten ein schwerer Schlag war. Was nun den Herrn Amarant betrifft, so scheint dieser auch außerhalb der Grenzen unserer Republik bekannt zu sein und es verlautet auch, daß die seinerzeitige Verhaftung des Prager Anwalts Dr. Dembicky in Wien mit den vorstehend angedeuteten netten Affären in Zusammenhang steht. Jedenfalls sind in dieser Sach« 20 Klagen und Straf­anzeigen anhängig, die noch ihrer Erledigung harren. Dies ich also der Hintergrund des vorliegenden Falles. Bei Herrn Josef Nostitz-Rieneck war seü 18 Jah­ren ein Dr. Ferdinand Smejkal beschäftigt, der schließlich in den Ruf kam, mit dem Amarant in engerer Verbindung gestanden zu sein, als seinem Dienstgeber lieb war. Dr. Smejkal schied also aus den Diensten des Herrn Nostitz-Rieneck und nahm dabei verschiedene Dokumente und Belege mit, die schwer zu entbehren waren. So begab sich also der Sohn Josef Nostitz' in Begleitung eines Dozenten der Prager deutschen Universität. Doktor Camillo W o r l i c z e k, in die Wohnung Dr. Smejkals, um die Rückgabe dieser Papiere zu fordern. Dr. Smejkal, der damals krank war, gab tatsächlich einen Teil der Dokumente heraus und diktierte seiner Frau eine Erklärung in die Maschine. Später überlegte sich Dr. Smejkal aber die Sache und erstattete die Strafanzeige, daß ihm di« Herausgabe der Papiere durch moralischen Druck ab­genötigt worden sei. Daraus wurde eine Anklage wegen Uebertretung nach dem T e r r o r.g e s e tz, deren Verhandlung allerdings vertagt wurde. rb. Vorfrage Abessinien von heute In derUrania " sprach am Montag der Afrika­forscher L. G. H u h n überAbessinien von heute". Dies Land, überreich an Natur­schätzen, zerrissen von Kontrasten, ist heute das be­gehrte Objekt imperialistischer Interessen, wofür ge­rade die letzten Wochen sehr deutliche und blutige Beweise geliefert haben. Huhn hat das Land mit den scharfen Augen des Wissenschaftlers durchstreift, aber auch mit der warmen Subjektivität des Menschen, der Partei ergreift. So wurde sein bunter, vielseitiger Bericht, der von' gut ausgewähltem Bildmaterial illustriert wurde, zu einem Plaidoher für Land und Leute. Abessinien steht erst im Anfang einer neuzeit- > sichen Entwicklung. Neben, den primitiven Hütten, der grenzenlosen Dürsti^eit dormittelalterlich vege- tterender Eingeborener stehen die modernen Bauten der Ausländer; während Leprakranke dem Gast ihre grausigen Verstümmelungen vordemonstrieren, um Mitleid zu erwecken, durchschneiden Aeroplan« vom neuesten Typ die Luft. Abessinien ist ein patriarcha­lisch-feudaler Staat; die Leibeigenschaft ist Staats­prinzip und in den Sttaßen der Hauptstadt werden dem Besucher sogar Kinder zum Kauf angeboten. Huhn hat auch Rassestudien gemacht, und konnte, wie er mit Ironie feststellt, bei einem nicht gerade sehr hochwerttgen Eingeborenentyp auf niedrigster Kulturstufe alle Merkmale jenes langschädeligen llebermenschen nazistischer Prägung feststellen, der durch die scharffinnigen Deduktionen des heutigen Rassismus geistert. Die Hörer bedachten das originell formulierte Referat freundlichem Beifall. Pierre. Mitteilungen aus dem Publikum Stuhlverstopfung. Schon dir Altmeister der Heil­mittellehre haben anerkannt, daß sich das natürliche Franz-J»sef"-Bitterwaffer als ein durchaus zuver­lässiges Darmreinigungsmittel bewährt. Aerztl. empf. Kunst und Wissen Maria Antoinette , ein historisches Drama, das fett voriger Woche auf der Bühne des Ständetheaters aufgeführt wird, hat zur Verfasserin Frau JoZa Götzovä, Autorin auch eines Werkes über das tsche­chische Theater dies allein hätte sie vor einem historischen Massenschauspiel von elf Bildern(bei den Wiederholungen nurmehr neun) bewahren müs­sen, da hiezu die Kraft eines großen Dichters ge­hört, um der durch die französische Revolution selbst gestrafftenvdramatischen Spannung gerecht zu wer­den. Da hier jedoch Maria Theresias Tochter im Mittelpunft steht ihre kindlichen Schwächen liegen hinter ihr und sie wird Heldin in Erfüllung ihrer ehelichen und königlichen Pflichten, im Festharren bei ihren Rechten und der bestehenden Ordnung, die auch die Zukunft ihrer Kinder sichert, müssen die Revolution und ihre Träger die Masse- not­wendig die Schattenseiten des Dramas abgeben. Bis auf die kurzen Minuten, da Mirabeau auf der Bühne erscheint, erscheint das aufgeregte, frerheitsbeseffene französische Voll nur als«in haßerfüllter Haufen, der in Versailles , in Barrenne, in den Tuillerien abwechselndHoch der König" undRieder mit der Oesterreicherin" schreit. Der Proklamierung der Menschheitsrechte geht nur«ine kurze Aussprach« zwischen Mirabeau und Maria Antoinette voraus, der Zug der Frauen nach Versailles , der Zug der Sansculotten zu den Tuillerien zeigt eine lärmende, aber, keineswegs bewußte Masse, dafür aber eine resolute Königin. Von da ab ist die fortschreitende Revolution und ihre schwierige Aufgabe zur Abwehr des äußern Feindes und der inneren Zerrissenheit nur«in schwarzer Hintergrund für die immer hel­lere Gestalt der königlichen Gefangenen, die di« Zu­schauer fast absolut für sich gewinnt. Der ungetreue Adel, der enttvtdkk Migrittte oder" zmn Schaffon ging, der verbrecherische Kardinal Rohan, der un­fähige und stets zaudernde König, sind eine gute Folie für die Heldin des Dramas, die hier die letzt« Stütze des alten Regimes und der Ueberlieferung verkörpert, und in der Ueberzeugung ihres Rechtes schließlich auf den Karren steigt, der si« zur Guillo­tine führt. Die Autorin brauchte im Begleitwort zu ihrem Drama gar nicht zu bemerken, daß sie auf­merksam die riesige Literatur über die französische Revolution las; es gab viel überflüssige Literatur I Und Solidarität mtt der Königstochter, die mitver­urteilt wurde, um die vielen Verbrechen der fran­ zösischen Louis zu sühnen. An achtzig handelnde Personen, die di« fleißige Autorin mit den aus der Literatur geschöpften charakteristischen Merkmalen über die Bühne gehen läßt, entziehen sich im vorhin­ein einer Beurteilung ihrer Leistungen. Schlicht uno wahr brachte Herr V Y d r a die überzeugenden Worte der Revolution vor, auch der Beaumarchais des Herrn K o h o u t kam zur Geltung; Herr Roland gab seinem Schuster Simon die nötige Härte. König Louis XVI. fand in Herrn Stepanek einen Dar­steller, der die Zagheit, Unentschlossenheit und naive Verbundenheit mit dem französischen Volle und auch das folgerichtige Ende mit beinahe philosophischer Größe zu Geltung brachte. Die Hauptrolle lag in den Händen der Frau P a c o v ä, die hauptsächlich in den Szenen der persönlichen Tragödie echtes künstlerisches Empfinden zeigte. Regie batte K. H. Hilar; die szenische Ausstattung von V. Gottlieb hatte nur in einzelnen Szenen glückliche Momente. Das Stück dürfte Wiederholungen erleben; sie Trä­nen fließen reichlicher um das Schicksal des Einzel­nen als um die Not von Millionen. m. i. Eine Destinn-Ausstellung, Anläßlich des fünf­ten Todestages der hervorragenden ffchechoslowaki- schen Künstlerin und Opernsängerin Emmy Destinn veranstaltet die Theaterabteilung des National- niuseums eine Ausstellung der Erinnerungs- und Gedenkstücke. an die Künstlerin. Die, Ausstellung umfaßt mehrer« Handschreiben von Richard Strauß und Massenet , Handschriften von dramatischen Arbei­ten uttd Liedern der Künstlerin, Theater- und Kon­zert-Ankündigungen. Zahlreiche Photographien^eben ein Bild der künstlerischen Laufbahn der Toten. Die Ausstellung ist im ersten Stock des National­museums u ergeb rächt. Damnirr-AuSstellun» verlängert. Infolge des großen Interesses, das sich für die Ausstellung von Werken Honore Daumiers und anderer Meister der Schule Barbizon kuudgibt, wird die Ausstellungszeit verlängert, und zwar bis zum 10. Feber. Die Aus­stellung befindet sich aber ab heute im Französischen Institut Ernest« Denis. Prag II., StLvanskä 37. Geöffnet täglich von 10 bis 17% Uhr. Eintritt 3 KL, Studenten die Hälfte, Schuljugend 1 KL. Der 75. Geburtstag Tschechows wurde gestern in ganz Rußland in Gedenffeiern gewürdigt. Auf den Theatern werden seine Stücke aufgeführt werden und außerdem finden mehrere Ausstellun­gen des literarischen Lehenswerkes Tschechows statt Freie Bereinig««- sozialistischer Akademiker Wir beteiligen uns an der Kundgebung der Hochschulfront für demokratische, kul­turelle und soziale Rechte der Studenten, gegen Krieg und Fasrismus! Heute, Mittwoch,«m 20 Uhr Großer Saal der Produktenbörse, Hap« lirekplatz. Die Ordner haben um 18^ä Uhr gestellt zu sein. Spielplan des Deutschen Theaters. Mittwoch(£8: LaTraviata , Verdi-Zyklus I B 2.Donnerstag halb 8: Sie führende Marke, Ensem­blegastspiel Gisela Werbezirk , C 2. Freitag halb 8: I e n u f a, D 1. Samstag halb 8: Das Land des Lächelns, neueinstudiert. 8 2.- Spielplan der Kleinen Bühne. Heute, Mitt­woch 8 Uhr: 13 bei Tisch. Donnerstag 8: Schneider Wippl kontraNapoleon, Freitag 8: Kleine Bühne etwas verrückt, Gastspiel Fritz Grünbaun. Samstag 8 Uhr: Kleine Bühne etwas verrückt, Gastspiel Fritz Grünbaum . Ans der Partei Deutsche sozialdemokratische Bezittksorganisatio» Prag : RW-Bersammtnng: Montag, den 4. Feber fin­det im Patteiheim, Narodni tk. 4, eine Versammlung der RW statt. Referent von der Reichsleitung der RW. Bezittsfrauenkomitee. Mittwoch, den 30. Jän­ner, um halb 7 Uhr im Partecheim Sitzung. Sozialisttsche Jugend. Kreis Prag . Heute, 8 Uhr ahends, Gruppen« abende: S. I. Zentrum: Die erst« russische Revolution 1905. S. 3» Holleschowitz: Generalversammlung, S. I. Weinberge: Welt im Bild (Lichtbild ervortrag). Sport Spiel Körperpflege Was ist Slalom? Unter Slalom, welcher nun auch bei den Ver- austaltungen der Arbeiterwinterfportler in Erschei­nung treten wird, verstand man ursprünglich in Nor­ wegen einen hinderniSreichcn Geländelauf, bei d«n> es auf schlagartige Fahrtrichtungsänderungen an­kam(Sla Schlag). Für die Durchführung eines solchen Laufes wurden bäum- oder buschbesetzt« Ge­lände gewählt. In den Alpenländern hat dek Slalom eine andre Entwicklung geitommen. Durch den Klang des Wortes Slalom verleitet, dachte ma» zunächst an eine schlangenarttge Spur, womit man dem Sinn dieses Wortes in sportlicher Hinsicht fast nahekam. Dian reihte, dem damaligen Können ent­sprechend, einfach Schwung an Schwung. Bot 25 Jahren wurde auf dem Arlberg in Oesterreich ein Slalom abgehalten, der in einer ziemlich steilen Abfahrt bestand, die stocklos zu nehmen war. Te^ war man dott damals von der sichtlich überlegenen Hockstellung nicht überzeugt und stellt« sich die fährt noch in Telemattschwüngen vor. Der moderne Slalom stellt nun eine Wendig- kcitsprüfnng auf einer kurzen Abfahrtsstrecke dar, di« durch verschiedenfarbig« Flaggentore mattiert wird. Damit für alle Läufer annähernd gleiche Be­dingungen bestehen, muß die Strecke durch Staffel prävariett werden. Auch di« Sturzlöcher müssen nach jedem Fahrer ausgebessert werden. An de 4 Ausgestaltung des Slalom war der Einfluß der in der Schweiz befindlichen englischen Skiläufer mst- bestimmend. Am leichtesten läßt sich ein Slawin auf Hartschnee oder leicht aufgefirnten Hattch dnrch- führen. Die exakte Durchführung eines Wei"*- schnee-Slaloms erfordert einen ziemlichen Aufwand an Arbeitskräften, damtt die Schneedecke-einiger­maßen gleichartig erhalten werden kann. Das gute Ausstecken einer Slalomstrecke ist«i 4 Kunst, di« man sich erst durch Erfahrung aneiMN muß. Man hat ein ganzes Schema von Richtungs­änderungen geschaffen, die auch in ihren Einzelheiten wertvolle Uebungshehelfe darstellen. Literatur O-kar Maria Graf, Derhatt« Handel, ein bahttscher Bauernroman, Amsterdam , Ouerido-B« 4' lag. In der Einleitung zu diesem Buch nennt Gral den Roman Studie und Bild zugleich und bekundet aus dem Gefühl einer sozialen Verantwortung h« 4' aus, daß er seine schriftstellerische Aufgabe imm< 4 dattn gesehen habe, Menschen und Zustände, so ft schildern, wie sie wirklich sind. Daß ihm di«s ius- besonders mit der Geschichte des Amrainer-Sepp>n ganz hervorragendem Maß gelungen ist, empfind 44 der Leser ganz instinktiv, mag er dirsei. bayrisch 4" Bauern so fern als möglich stehen. Dieser verschon' gene verbissene Kampf des Eigenbrötlers gegen d< 4 Gesetze und Mächte, die in sein Leben und Strebs eingreifen, das äsoziale, vor keiner Hätte zurüa- scheuende Tun und Unterlassen hat etwas Cyklopi- scheS, aus der harten Arbeit des Sommers und dc 4 Enge des Winters Erwachsenes. So führt auch Gra'- der aus demselben Milieu stammt, hier eine Sprach 4- deren Kraft und karge Realistik der Landschaft, den Menschen und Vorgängen lebensvolles und eindeu- ttgeS Relief verleiht. W. Bezugsbedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post monatlich KL 16.. vierteljährig KL 48., halbjährig KL SS.. ganzjährig KL 192.. Inserate werden laut Tarik billiast k»>r-»n<>t. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. Rückstellung von Manuskripten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarken. Die ZeitungSftankatur wurde von der Post- und Tele- ' B graph-nvjr-ttiyn mit Erlaß Nr. 13.800/VIl}1930 bewilligt. Druckerei:Orbis". Druck-, Verlags« und 3citungs-A.-G Prag .