Seite 2 Mittwoch, 10. Auli 1935 Nr. 158 Ischechoslowakische Flugpolizei Graugrüne Apparate mit scharlachrotem Vorderteil Prag . Das Ministerium des Innern hat im Einvernehmen mit den Ministerien für National­verteidigung und öffentliche Arbeiten zum 1. Juli 1985 besondere Gendarmerie-Flug­wachen in Eger , Reichenberg, Königgrätz , Beneschau bei Troppau und in Pretzburg errichtet. Die Aufgabe dieser Gendarmerie-Wachen ist es, über die Einhaltung aller gesetzlichen Vor­schriften und internationalen Abkommen über das Flugwesen sowohl seitens des heimischen, als auch der ausländischen Flugzeuge zu wachen und damit die ausschließliche Befugnis und Souveränität des Staates im Luftraum innerhalb der Staats­grenzen zu schützen. Die Kommandanten der Gendarmeriewachen sind. Gendarmerie-Fliegeroffiziere. Die den Wachen zugeteilten Flugzeuge haben einen grau-grünen Grundton, der Vorderteil des Flugzeugkörpers und die Ränder der Tragflächen sind scharlachrot gehalten. Am Seitensteuer sind die Staatsfarben in einem Dreieck angebracht. Die Tragflächen und die Flanken des Flugzeugkörpers tragen das Staats- zugehörigkeitSzeichen und die Immatrikulierung (OK PAA bis OK PAE) in scharlachroter Farbe. Alle Weisungen dieser Wachen müssen von allen Flugzeugen, die sich über dem tschechoslowa­kischen Staatsgebiete bewegen, bedingungs­los befolgt werden. Jüdische Decknamen für die Wiener Gauleitung der Nazi Wien.(Tsch. P. B.) Die Wiener Polizei ist in der letzten Zeit neuerlich einer illegalen nationalsozialistischen Organisation auf di« Spur gekommen, u. zw. handelt es sich um die Wie- ner Gauleitung der Nationalsozialisten. Es konnte die Person des Gauleiters festgestellt werden, der sich des falschen Namens Rosenberg bediente, ebenso wie auch die übrigen Führer der illegalen nationalsozialistischen Bewegung unter falschen hauptsächlich jüdisch klingenden Na­men auftraten. Als der vermeintliche Rosenberg merkte, daß ihm die Polizei auf der Spur sei, verschwand er plötzlich aus Wien . Seine Nach­folger werden sich nicht mehr falscher Namen bedienen, sondern nur Ziffern tragen. organisierten Männern und Frauen schloffen sich dem Proteststreik an, viele gingen in diesen Wo­chen, nach dem Zeugnis der bürgerlichen Preffe. aus den regierungstreuen Gewerkschaften auch organisatorisch ins sozialistische Lager über. Die Regierungs-Gewerkschaften haben die Aktion der Sozialisten dazu ausgenutzt, um noch im letzten Augenblick kleine Aenderungen an dem Entwurf der Wahlord- n u n g durchAusetzen, die nach Entgegenkommen an die Arckeiterintereffen aussehen. Der reaktio­näre Charakter des neuen Wahlrechts liegt vor allem darin, daß die Kandidaten für das Parla­ment nicht mehr von den Parteien, ja überhaupt nicht mehr von den Wählern selbst ausgestellt werden dürfen, sondern nur von Wahlausschüssen, die sich aus Vertretern der Selbstverwaltung, der »Wirtschaft" und allerlei gemeinnütziger Vereine zusammensetzen, tatsächlich in der Mehrheit aus Vertrauensmännern de- staatlichen Verwaltungs­apparats. In diesen Ausschüssen sind die Ver­treter der Gewerkschaften nun unter dem Eindruck der sozialistischen Aktion noch rasch etwas ver­mehrt worben. Eine entscheidende Stimme aber werden sie nirgends haben. Die Gegenanträge der Sozialistischen Partei im Sejm hatten zwar den moralischen Erfolg, daß auch«in großer Teft der bürgerlichen Opposition und der nationalen Minderheiten dafür stimmte. Selbst von den Re- gierungÄbänken her wurde anerkannt, haß die So­zialisten als einzige Fraktion überhaupt einen konstruktiven Gegenentwurf für das Wahlrecht vorgelegt hatten. Aber im entscheidenden Augen­blick wurde dieser Entwurf natürlich glatt nieder­gestimmt. Trotzdem kst der Erfolg der sozialistischen Aktion nicht nur ein moralischer, sondern auch von .politischer Wirkung. Die,Regierung hat Offenbar .eingesohen, daß die Sozialistische Partei in den Massen noch Anhang genüg besitzt, um selbst im Falle ihrer künstlichen Ausschaltung aus dem Parlament ein ernsthafter Gegner zu bleiben. Infolgedessen ist von den im Winter viel disku­tierten Plänen einheitlicher Zwangsgewerkschaften nach deut­schem oder italienischem Muster jetzt keine Red« mehr. Man fürchtet anscheinend, daß sich in solchen Einheitsgewerkschaften das soziali­stische»Gift" erst recht durchfreffen würde. So bleibt wenigstens die Koalitionsfrei« h e i t den Arbeitern Polens bis auf weiteres erhaltest und damit die Grundlage für wei­tere Kämpfe, die über kurz oder lang auch mir lebensunfähigen Konstruktionen wie der neue»» Wahlordnung fertig werden dürfte»». Pie Schweiz wehrt sich Daß man in der Schweiz den Fall Jakob nicht in Vergessenheit geraten laffen will, obwohl die Berliner Regierung das Schiedsgerichtsver­fahren mit allen Mitteln zu sabotieren versucht, beweist die Nachricht,, daß demnächst in Basel der Prozeß gegen den Gestapo -Spitzel Wesemann stattfinden soll, der an der Entführung Bertold Jakobs beteiligt war. Aber man beginnt in der Schweiz einzusehen, daß es nicht genügt, geschehene Uebergriffe des Hakenkreuz-Terrors zu verfolgen, sondern daß es nötig ist, künftigen Attacken vor« zubeugen. Das Verbot der letzten im Dritten Reich erlaubten Schweizer Zeitung, derBaseler Nachrichten", hat die Schweiz mit dem Verbote desStürmers" und des BlattesDer Reichs­deutsche" beantwortet, das in dreister Art gegen die demokratischen Institutionen und die freiheit­liche Preffe der Schweiz hetzte. Zu gleicher Zest hat man sich denBund der Reichsdeutschen in der Schweiz " näher a»»gesehen, der mit den Schweizer Frontisten" gemeinsam die haken- kreuzlerische Verseuchung des Schweizervolkes be­treiben will und die Züricher Krawalle gegen Erika MannsPfeffermühle" und E. F. Bu- riansD 34" mit auf dem Gewissen hat. Und man hat einen NniversitätSprofessor in Bem, der Mstglied dieses Bundes der Reichsdeutschen ist, vor die Wahl gestellt, entweder den Bund oder die Universität zu verlasien. Bemerkenswerter aber noch als diese Abwehrmaßnahmen sind die Pläne, die man in der Schweiz zur Stärkung der inneren Freiheit erlvägt. Man hat nämlich er­kannt, daß es notwendig ist, zur Aufrechterhal­tung der äußeren Unabhängigkeit vor allem die geistige Freiheit zu währen, die durch die Terror- »natznahmen der reichsdeutschcn Verleger gegen auslandsdeutsche Schriftsteller und durch die Ueberflutung der Schweiz mit gleichgeschalteten deutschen Filmen gefährdet wird. Die Schweizer Bundesregierung erwägt also eine Hilfsaktion für die Schweizer Schriftsteller, die durch das Gleich- schaltungsbegehrcn der reichsdeutschen Verleger in ihrer Existenz bedroht sind und sie plant ebenso, wie dieNeue Züricher Zeitung " berichtet, die Gründung eines Schweizer Filmateliers, in dem nicht-gleichgeschaltete deutsche Filme her­gestellt werden sollen, die, wie man hofft, auch außerhalb der Schweiz Interesse und Absatz fin­den werden. Man darf diese Absichten der Schweizer Regierung nicht nur als gut, sondern im Hinblick auf die Verhältnisse bei uns sogar als vorbildlich bezeichnen. Pie deutsche Ostseeflotte und die USSR Finnland deutscher Auf marschraum? Berlin . Sachkenner verweisen darauf, es sei nicht zufällig, daß der PanzerkreuzerDeutsch­ land " und die Kreuzer ,Löln" undLeipzig " einen verhältnismäßig geringen Tiefgang haben und nicht nur für Operationen in der Ostsee , sondern auch für den schmälsten Teil des Fin­ nischen Meerbusens geeignet seien. Die U-Boote werden speziell auf Operationen in der Ostsee ein­gerichtet. In verstärktem Maße wird von deut­ schen Agenten das Gebiet der finnischen Schären erforscht, die ein ideales Operations­feld für U-Boote, Torpedoboote, Flugzeuge und anderseits auch für solche Spezialschiffe wie die finnischen Uferschutz-Panzerschiffe vom Typ des SchiffesJlmarinen" sind. Deutsche Agenten verschaffen sich gleichzeitig genaue Kenntnisse über sämtliche Flugplätze Finnlands und regen den Bau neuer Flugplätze an, wobei zu bemerken ist, daß das finnische Flugwesen selbst kaum solch ausgedehnte Flugplatzanlagen brauchen würde. Hier werden offensichtlich, wie versichert wird, Stützpunkte für die deutsche Luftflotte vor­bereitet. Kinderschänder Flünchmeyer ein deutscher Nationalheld Opladen . Das DNB. meldet: In einer Massenkundgebung am Montag abends gab der Pfarrer a. D. Münchmeyer(berüchtigter Sittlichkeitsverbrecher) Kenntnis von- einem Schreiben des Direktors des erzbischöflichen Gymnasiums des Opladener AloysianumS, Dr. Neuenhäuser, wonach auf Anordnung des erz­bischöflichen Generalvikariates in Köln den Zög­lingen des AloysianumS, die zum großen Teil der Hitlerjugend angehören, nicht gestattet werde, an der Münchmeyerkundgebung teilzu­nehmen. Diese Mitteilung hab« bei den Ver­sammlungsbesuchern größte Empörung ausgelöst und im Anschluß an die Kundgebung zogen über tausend Versammlungsteilnehmer zum Aloysia- num. Zum eigenen Schutz wurde Direktor Dr. Neuenhäuser durch die Ortspolizei in Schutzhaft genommen. 64 Komm von Emil Vnrh^k Deutsch von . Ann« AurednKek In dem Augenblick, da er dies dachte, über­flutete ihn ein schwacher Lichtkegel und eine andre Stimme als die des Hausmeisters fragte mit fremdländischer Betonung:»Haben Sie schon genug?" Genug", gestand Deinsteller de« und weh­mütig. Wo haben Sie Ihre Legftimation?" fragte die Stimme weiter. Das achtzehnte Kapitel beweist, daß ein gescheiter Mensch auch dann nicht verloren ist, wenn er schon mit einem Fuß im Grabe steht, und«S erzählt, daß der KriegSmiuister Bein­steller seinen sieben Freund nennt. Obwohl ihn die Frage überraschte, faßte Beinsteller neuen Mut, denn er hoffte, von seinen Feinden nun doch nicht ohne weiteres ermordet zu werden.Was für eine Legftimation verlan­gen Sie?" fragte er.Ich habe überhaupt keine Legitimation. Ich verlange meine Lumpen und will, daß man mich herausläßt." Schweigen Sie! Sie sind von der Polizei!" fuhr die Stimme fort. Ich bin von der Polizei, das ist ein guter Scherz! Wie sind Sie darauf gekornmen?" »Was haben Sie denn in dem Hau» gemacht, wenn Sie nicht von der Polizei sind?" »Hch hab« Herrn Meyer besucht", sagte Beinsteller in seiner Verzweiflung. Jetzt erscholl ein Gelächter, das Licht erlosch und eine andere Stimme nahm das Wort:»Wenn Sie nicht sofort gestehen, daß Sie von der Polizei sind, sst kommen Sie gleich wieder unter die Dusche." Beinsteller zitterte wie Espenlaub und schrie: Ich will alles bekennen." So kommen Sie heraus", sagte die Stimme, die Tür wurde geöffnet und Beinsteller stand vor dem teuftisch lachenden Hausmeister, hinter wel­chem o Entsetzen' die Gestalt Mayers auf­tauchte. heraus mit der Sprache, Sie Nichtsnutzi­ger", brüllte Mayer.Wenn Sie bei der Wahr­heit bleiben, bekommen Sie Ihre Kleider und ein Glas Grog. Sollten Sie aber Versuche machen, uns zu belügen, werden Sie so lange geduscht, bis Sie die Wahrheit gestehen." »Lieber Herr", wimmerte Beinsteller,ich will alles gestehen. Ich bin ein fünfzigmal abge­strafter Dieb. Ich habe mir Sie ausgesucht, um Sie zu bestehlen, ßoenn mich der Hausmeister nicht erwisckit hättcL" Sie sind also ein Dieb!" sagte Mayer und musterte Beinsteller.Wenn Sie ein Dieb sind, warum haben Sie mir dann einige Tage auf­gelauert?" »Ich und aufgelauert?" sagte Beinsteller, dem mit einmmal ganz heiß wurde.»Das ist ein Irrtum, warum sollt' ich lauern?" Bilden Sie sich nicht ein, daß Sie mich be­lügen können. Sie Knirps", schrie Mayer und näherte sich Beinsteller mit geballten Fäusten, ich weiß mehr von Ihnen, als Ihnen lieb ist. Sie sind das Individuum, das mir meine Tasche mit gewiffen Papieren geklaut hat, und wollen jetzt erpressen, da Sie wissen, wo ich wohne. Ge­stehen Sie lieber, leugnen verschlimmert nur Ihre Situation." Ich hab' keine Ahnung, von welchen Papie­ren Sie reden, gnädiger Herr. Ich stehle keine Papiere." Das glaub' ich gern", lachte der Spion. Sie haben sie gestohlen, weil Sie dachten, es sei Geld, und es hat zwei Monate gedauert, bevor Sie wußten, daß sie mehr wert sind als Geld. Hätt' ich Sie nicht erwischt, wäre morgen gelviß Ihr Brief gekommen mit der Drohung, mich an­zuzeigen, wenn ich Ihnen nicht Zehntausend gebe. Aber ich habe Ihre Pläne durchkreuzt. Jetzt geben Sie mir die Papiere zurück! Sollten Sie sich weigern, werden Sie diese Stube nicht lebend verlaffen." .Aber natürlich gebe ich sie Ihnen zurück. Ich habe sie auf meiner Bude versteckt und Sie können sie mit mir holen. Da wir uns setzt so geeinigt haben, Herr Mayer, und uns verstehen, sollten Sie gut gegen mich sein und mir auch ein kleines Geschäftchen vergönnen." Mayer lachte.»Gib ihm seine Kleider und einen Grog", befahl er dem Hausbesorger.«Ich habe nichts gegen das Geschäftchen einzuwenden", sagte er, während sich Beinsteller ankleidete. Habe mir gleich gedacht, daß wir beide uns verstehen werden, gnädiger Herr." Sie sollen mich kennenlernen", fuhr Mayer fort,«ich gebe Ihnen einen Tausender für die Papiere; hier ist er, sehen Sie? Sie können noch mehr verdienen, wenn Sie gescheü und ergeben sind." Das bin ich immer, Herr Mayer, ganz be­sonders aber für solche Papierchen." Ist schon recht; falls Sie es nicht sind, will ich Ihnen zeigen, was Sie erlvartet." Und er fuchtelte mit einem Browning vor Beinstellers Augen.Ohne Erbarmen verstanden? Sollten Sie mich vielleicht verhaften laffen, werden Sir an der nächsten Ecke von gelviffen Leuten nieder­geknallt. Wenn Sie mir aber treu dienen, dann ja dann sind Sie so reich, daß Sie nicht mehr stehlen müssen." Gnädiger Herr, ich werde Ihnen dienen, daß es eine Freude sein wird, wenn Sie einsichts- Fremdensesetz ab 15. Juli in Kraft Prag . In der Gesetzessammlung ist die Durchführungsverordnung zum Gesetz über den Aufenthalt von Ausländern erschienen. Die Be­stimmungen treten mit 15. Jusi in Kraft. Ein Ausländer/ der sich am Tage des Inkrafttretens des Gesetzes in der Tschechoslowakei befindet und hier erwerbstätig ist, mutz binnen 80 Tagen um die Aufenthaltsbewilligung ansuchen. Bis dahin kann er seine Erwerbstätigkeit fortsetzen, darf jedoch keine neue beginnen. Der Aufenthall kann in der Regel höchstens auf zwei Jahre bewilligt werden. Gewisse Erleichterungen von der Melde­pflicht gelten für Ausländer, die seit dem 28. Ottober 1918 ihren Wohnsitz in der Tschechoflo- tvakei haben. Der Ausschutz der parlamentarischen Spar» j und Kontrollkommission trat Mittwoch zu seiner» ersten Sitzung nach den Wahlen zusammen, un» 1 sein Arbeitsprogramm festzulegen. Der Vorsitzende 1 Beran konstatierte einleitend, datz es der Grund- I satz der früheren Sparkommission war, ohne Un- I terschied der Parteien und Gruppen sachlich und| unparteiisch dahin zu wirken, daß die Staatswirt- I schäft zum Wohle des Staates und der Bevölkerung 1 sparsam geführt werde. An diesem Grundsatz will 1 auch die jetzige Sparkommiffion sesthallen. Die] außerordentlich schwere Zeit legt jedoch der neuen 1 Sparkommiffion weit mehr neue, wichtige Auf- j gaben auf. Als erste und wichtigste Sache wird sick 1 die Kommission mit dem Staatsvoran- 4 schlag für das künftige Jahr zu befassen haben.] Einen Bericht über den Stand der Anbei- 1 ten amBudget erstattete der zuständige Sek- i tionSchef des Finanzministeriums Dr. Kafka. 1 Ein zweites Referat, das dieJnvcstitions- I ar beiten und dieOrganisierungeini- j ger Industriezweige betraf, erstattete] Architekt Bittermann, der Leiter der Volks- 4 wirtschaftlichen Abteilung beim Ministerpräsidium. 4 An der anschließenden Debatte beteiligten sich alle 4 AuSschußmitgliedcr. Zum Sekretär der Kommission W wurde neuerdings SektionSrat Dr. S o ch r ge- I wählt. Waggonbeistellung auch im Juni schwächer. 1 Im Monat Juni 1935 wurden auf den tschecho« I slowakischen Eisenbahnen bei 22 Arbeitstagen i 345.007 Waggons geladen, was gegenüber dem 1 Juni des Vorjahres einen Rückgang nm 8101 4 Waggons bedeutet. Im In lande wurden 319.121 I -(3186 s Waggons verladen, litt das Ausland| lvaren 25.886(4913) Waggons bestimm». I Mit Kohlen wurden 71.808(2420) Waggons 1 geladen. StaatSangestelltenvertretv: heute beim Mini» I sterprisidenten. Die Arbeitsgemeinschaft des Staats«! angestellten-Zwölferau-schusse- und der Exekutive | der Staat -angestellten hielt am Dienstag eine PI-- 1 narsitzung ab, in der Vertreter des Finanzmnnste- I riumS einen eingehenden Berichr über die finanzielle R Lag« der Staatsimrtschaft und über die Fragen der I öffentlichen Angestellten erstatteten. Nach der Aus- V sprach« wurde beschlossen, dem Vorsitzenden der Re- 4 gierung, der dar Präsidium der Arbeitsgemeinschaft 1 bereits am heutigen Mittwoch empfängt, die drin- 8 gondsten und unaufschiebbaren Forderungen der I öffentlichen Angestellten vorzulegen.- voll sind", rief Beinsteller und schlug sich be­teuernd an die Brust. Nun führten die beiden Beinsteller vor das Haus und setzten ihn neben Mayer ins Automo­bil. DerHausmeister" hatte sich in einen Chauf­feur verwandelt. Zehn Minuten später hielt das Auto in der romantischen Gegend Zi«jkov 6660. Jetzt gehen Sie und bringen Sie die Sa­chen. Dieser Mann, den Sie ja kennen, wird mit Ihnen gehen. Ich muß Ihnen Wohl nicht erst sa­gen, daß auch er einen gewissen Gegenstand in der Tasche hat. In der anderen Tasche hat er da» be­wußte Papierchen. Es liegt ganz in Ihrer Hand, in welche Lasche er greifen wird." Er wird schon in die richtige greifen", schmunzelte Beinsteller,ich zittere ja auf einen neuen Verdienst." VomHausmeister" begleitet, begab sick Beinsteller auf die Hühnersteige und übergab dem Kraftmeyer alle Papiere. Dieser überprüfte sie und reichte ihm den Tausender.Um vier Uhr seien Sie immer zu Hause", sagte er beim Weg­gehen.Sie werden bald von mir hören." Beinsteller begleitete ihn vor Ims Haus und flüsterte:Je früher ich von Ihnen höre, desto besser." »»Sie können in einer Woche damit rechnen." Nachdem das Auto davongerast war, nahm Beinsteller den Tausender voller Ekel und gab ihn in die andere Tasche. Dann sagte er befrie­digt:Ich glaube, das habe ich nicht schlecht ge­macht. Die Kerle sind mir auf den Leim gegan­gen, als ich nicht mehr ein und aus wußte. Die Dusche werde ich ihnen schon heimzahlcn; mit Wucherzinsen, natürlich." Auk dem Weg zur Hühnersteige setzte Bein­steller sein Selbstgespräch fort:Ich soll Fräulein Sophiechen nie zur Frau bekommen, wenn ein Bursche jemals in größerer Gefahr geschwebt hat als ich. '^rtsetzimg folgt.)