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Donnerstag, 9. April 1936

GEDENKET Koalition setzt Aenderung der Steuernovelle durch Militärbündnis

bei allen Anlässen

Neuformulierung durch das Finanzministerium bis nächsten Mittwoch

Mittivoch vormittags fehte das Steuer­

der Arbeiterfürsorge! jubkomitee der Koalition die Beratungen über die

penstraßen bereiteten und mit denen die Militär­tritifer des Auslands gerechnet hatten.

Die Abessinier erwiesen sich noch weniger, als man vermutet hatte, den rein mili­tärischen Aufgaben gewachsen. Sie zeigten sich unfähig, den leikrieg zu orga= nisieren( wir haben an dieser Stelle auf die entscheidenden Mängel der amharischen Heeres­organisation ebenso frühzeitig verwiesen wie auf das Problem, ob ein Heer ohne moderne Ver­fehrsmittel von den Vorteilen der inneren Linie" mit Nußen Gebrauch machen würde); sie setzten ihre Truppen in Massen zum Kampf mit

Steuernovelle fort. Das Subkomitee beendete die Redaktion der einzelnen Koalitionsanträge, so daß die ganze Materie nunmehr koalitionsmäßig vereinbart und durchgearbeitet ist.

Das Finanzministerium wird auf Grund dieser Anträge eine Neu stilisierung

jener Paragraphen der Vorlage vorbereiten, auf die sich die Anträge der foalierten Barteien beziehen.

Aenderung des Steuerjahres, die fakultative Einhebung der Gemeindezuschläge durch die darum ansuchenden Gemeinden und die Ver­einfachung der Steuereinhebung bei den klei­nen Steuerträgern betreffen.

Die nächste Sihung des Koalitionssub­fomitees wird am Mittwoch nach Ostern um 15 Uhr im Beisein von Vertretern des Finanz­ministeriums stattfinden. Das Ministerium wird in dieser Sibung die Neuftilisierung jener Para­graphen vorlegen, welche über Antrag der foalierten Parteien geändert werden sollen. Die Arbeit soll so fortgeführt werden, daß die Steuernovelle so bald wie möglich im Budget­lich auf feinen früheren Beausschuß und im Plenum des Abgeordnetenhauses schlüsseit beharrt, welche die verhandelt werden kann.

Das Subkomitee hat nach Beendigung dieser Arbeiten ernent betont, daß es einheit

Nr. 85

gegen Japan

Moskau. ( Taß.) Die Blätter ver­öffentlichen den Text des Protokolles über die gegenseitige Hilfe zwischen der Sowjetunion und der mongolischen Volksrepublik, welches am 12. März in Ulanbator unterzeichnet wurde. Im Falle eines drohenden Angriffes auf das Territorium der Sowjetunion oder auf die mongolische Volksrepublik seitens eines dritten Staates verpflichten sich die beiden Regierungen, die entstandene Lage sofort gemeinsam zu erwägen und alle jene Maßnahmen zu treffen, die sich zum Schuhe der Sicherheit ihrer Territorien nötig erweisen könnten. Im Falle eines militärischen Angriffes auf einen der vertragschließenden Partner verpflichten sie sich, einander jegliche Hilfe, auch die mili­tärische zu leisten. Das Protokoll tritt im Augenblicke seiner friedung der Tschechoslowakei . Angehörige einer Unterzeichnung in Kraft und wurde für die anderen Nation dürfen nicht dafür gestraft wer- Dauer von zehn Jahren abgeschlossen. den, daß sie Angehörige dieser Nation sind. In der gegenwärtigen Periode der internationalen Ein kompliziertes Tauschgeschäft höchstem Maße die innere Ruhe. Mit solchen Ver­Schwierigkeiten braucht die Tschechoslowakei in fügungen wie der des Ministers Machnik erreicht man aber das Gegenteil. Der deutsche Angestellte und Arbeiter hat die Pflicht, gegenüber seiner Nation alles zu erfüllen, was von einem Bürger u erivarten ist. Vor uns müssen zuerst die wirt schaftlichen Fragen stehen, deren Lösung im In­teresse des ganzen Staates notwendig ist.

dem technisch und zuletzt auch zahlenmäßig über- Herabsetzung der Getreide- Das ist kein Weg zur Verständigung und zur Be­

legenen Gegner ein und sie wurden, zum

mal, von den Freundenim öl Uebernahmspreise? ferbund im Stich gela n. Wer

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Ist der Krieg also verloren? Auch das läßt sich noch nicht endgültig behaupten. Angenommen selbst, daß vor Beginn der Regenzeit noch die Bahn nach Dschibuti durchschnitten, vielleicht Addis Abeba besetzt wird, könnte sich die Lage der 350.000 Mann, die Badoglio dann als Bejagung

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Deutschland will Korridorgebühren künftig bar bezahlen

Warschau . Die deutsch - polnischen Verhand­lungen über die Regelung des Transitverkehres durch den Korridor haben nach Beseitigung großer Schwierigkeiten zu einer provisorischen Einigung geführt. Die deutsche Regierung verpflichtet

sich, rückwirkend vom 25. März alle laufenden Transitgebühren bis zur Höhe von 1.5 Millionen Goldmark, d. i. über 3 Millionen. Zloth, monat­lich in Bargeld zu begleichen. Der Transit­verkehr wird in Zukunft diesem Betrage an gepaßt sein.

immer mit einem wachsenden Widerstand der Am- Zur Deckung der Verluste des Monopols hara gerechnet hatte, der ging von der Voraus­schung aus, daß sie in drei bis vier Monaten ge- Anhäufung der Borräte bei der Getreidegesell Die Prager Presse" meldet, daß die nügend Maschinengewehre, Schnellfeuer- und Luftabwehrgeschütze, daß sie auch Flugzeuge( we- fchaft immer dringender eine grundlegende Lösung nigstens Jagdflieger) und leichte Kampfwagen der sich daraus ergebenden finanziellen Belastung haben und daß ihnen London und Genf die Mit- als notwendig erscheinen ließ, zumal jich heraus tel zu solcher Rüstung schaffen würden. Nichts gestellt habe, daß mit einem Abbau der Ueber­dergleichen geschah. Auch in den letzten Kämpfen schüsse durch Berringerung der Anbauflächen nach standen die Schüßen und Reiter des Negusa der bisherigen Praris nicht gerechnet werden nagast mit alten Gewehren und einer geringen fönne. Als oberite Richtlinie für die Neuordnung Zahl leichter MG gegen die schwere Artillerie, die im Getreidemonopol mußte der Grundsaz aner­Krach in der Organisation Fliegerschwärme und Tankbataillons der nun auch fannt werden, daß da für die Deckung der sich an Zahl überlegenen Italiener . aus der Verwertung der überschüssigen Vorräte der Bergarbeiterpensionisten durch Exporte etc. ergebenden Verluste die Staatskasse nicht herangezogen werden kann Vor einiger Zeit wurde die Hauptversamm: die Preisrelationen der Getreidegesellschaft lung des Verbandes der Bergarbeiterpensionisten Die Angelegenheit der 90 Millionen Zloty, derart modifiziert werden müssen, daß sie abgehalten, wobei einige ganz interessante Fest- die Deutschland aus diesem Titel bereits schul­die vollkommene finanzieII e ftellungen gemacht wurden. Der frühere Obmann dig ist, wird Gegenstand weiterer Verhandlungen selbst genügsamkeit des Monopols Bretfeld wurde abgesetzt und eine neue Ver- sein. Da Deutschland an den Sanktionen gegen garantieren. bandsleitung gewählt. Der Brüger Verbandstag Italien nicht teilnimmt, hat es aus dem Titel Vom Landwirtschaftsministerium wird der hat eine vollständige Umstellung der Organisation von Lieferungen Italien gegenüber ein hohes über ein Gebiet von 600.000 bis 700.000 Qua seit ein Elaborat über diese Fragen ausgearbei- gebracht. Die neue Verbandsleitung hat ihren Aktivsaldo, aus dem es nun gezen Verrechnung dratkilometer verteilen müßte, in der Regenzeit tet. Es werde im wesentlichen durch er absis in Obergeorgenthal. Vergangenen Sonntag auf die 90 Millionen Zloth gewiſſe po In is che und einer Boltserhebung gegenüber, die im am- febung der Auffaufspreise für Ge- sollte nun die Hauptversammlung der Ortsgruppe Schulden an Italien ( aus dem Titel der harischen Kernland eher aufflammen wird als in treide die Preisspanne zu den unverän- Oberleutensdorf dieses Verbandes Tabakanleihe) abdecken will. den Randprovinzen, sehr unerquicklich gestalten bert bleibenden Verkaufspreisen derart zu er- stattfinden. Die Verbandsleitung war davon ver­und ein schwerer Rückschlag wäre keineswegs aus- weitern haben, daß daraus die bisherigen Ver- ständigt worden und ihre Funktionäre nahmen Die, Deutsche Glaubens­geschlossen. Gepaart mit einer energischen Sant- luste gedeckt und Reserven für künftige Fälle an- baran teil, doch verhinderten die Oberleutensdor tionspolitik könnte solcher Volkskrieg noch zu einer gelegt werden können. Erst nach Bereinigung der fer Mitglieder, daß diese dort sprechen konnten. Wendung führen. Es mußte schließlich, da sich in dem Strach über­Aber die Entscheidung liegt jezung der Verkaufspreise zugunsten des Kon- haupt niemand mehr verständlich machen konnte, wieder in Genf , also fattisch in on jums in Frage kommen. Diese Lösung würde zu­don und Paris . Wenn England Musso- gleich auch das wirksamite Mittel gegen die über lini schlagen will, so fann es ihn noch immer mäßige Erweiterung der Getreideanbauflächen schlagen und es könnte gerade heute Frankreich darstellen, die sich durch die bisher angewandten zur Einhaltung der Verträge zwingen. Aber viel- Mittel nicht verhindern ließ. leicht hat England, auf längere Sicht in ernstere Sorgen verwickelt, die Partie am Blauen Nil zu­nächst verlorengegeben, dann wird sich die Tra­gödie Abessiniens vollenden. Abessiniens und. des Völkerbundes! Denn niemand täusche sich über die verheerenden moralischen Folgen eines Triumphes der Friedensbrecher. Frankreichs Ruf nach Sicherheit und Englands Weigerung, die Mandate herauszugeben, werden nur ein schwaches Echo finden vor allem in der angelsächsischen Welt

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wenn ein moralisch bankrotter Völkerbund hinter ihnen steht. Wenn der Negus sein Reich verliert, so verliert Genf seine Ehre und damit die Seele seiner Macht.

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Verluste fönnte auch eine entsprechende Herab

Tschechische Sozialdemokraten gegen Machnik- Erlaß Eine Rede des Abgeordneten Klein

Der tschechische sozialdemokratische Abge­ordnete Robert Klein sprach am vergangenen Sonntag in einer Versammlung der Privat­angestellten im Karlsbader Kurhaus. Er be­handelte auch den Machnik- Erlaß.

bewegung" ohne Führer Berlin . Auf einer Tagung der Landgemeinde­

Leiter der deutschen Glaubensbewegung in Ber­die Staatspolizei geholt werden, die lin wurde der Rücktritt des bisherigen Leiters ganz einfach die Hauptversammlung auflöst e. der deutschen Glaubensbewegung, Professor Dr. Eine anschließend im Gasthaus" Freundschaft" in Wilhelm auer- Tübingen und der Austritt Oberleutensdorf stattfindende Verbandsleitungs- feines Stellvertreters Graf Ernst Revents fizung beschloß, zur provisorischen Leitung der Iow Potsdam bekanntgegeben. Ortsgruppe Oberleutensdorf zivei Leute zu ftimmen. Die neuerliche Hauptversammlung, eins berufen von der Verbandsleitung, wird nun am 18. April im Gasthaus Zum weißen Roß" in Oberleutensdorf stattfinden.

be=

Hitlerspion verurteilt

Paris.( Tich. P.-B.) Das Strafgericht vers urteilte den ehemaligen österreichisch- ungarischen Fliegerhauptmann Eduard Bernhüber wegen Aufgelöste Kommunistenversammlung. Die Spionage zugunsten Deutschlands zu fünf Jahren Kommunisten hatten für Dienstag abends ins Gefängnis, 2000 Franks Geldstrafe, zehn Jah­Schüßenhaus in Karlsbad eine Versamm ren Landesverweisung und Konfiszierung des be­lung einberufen. Nachdem Abg. Köhler etwa eine schlagnahmten Vermögens. Bernhüber ist seit dem Stunde gesprochen hatte, wurde die Versamm Jahre 1933 Mitglied der deutschen nationalsozia­Nach Erörterung der Lage der Geschäfts- lung nach vorhergehender Verwarnung wegen der listischen Partei, spricht fließend einige Sprachen reisenden verurteilte Abg. Klein in schärfster von dem Redner erhobenen scharfen An- und hat sich die Informationen insbesondere in Weise die Bestrebungen, den Arbeitsplaß der deut- griffe gegen die Außenpolitit Journalisten- und in diplomatischen Kreisen schen Angestellten und Arbeiter einzuschränken. der Regierung vom Regierungsvertreter aufgelöst. beschafft.

den Zwang, der auf ihm lastete, von der Seele

Den habe ich schon mit siebzehn Jahren| tungen nicht verdächtigen. Ich möchte sie mir

MÄNNER, FRAUEN au reißen, war es wie ein feines, hohes Singen bekommen, nachdem ich in Georgien eine ganze nur ergänzen."

UND WAFFEN

Roman von Manfred Georg Copyright by Dr. Manfred Georg, Prag

im Raum, nicht stärker, als wenn sonst einmal die Ohren langen und obwohl er sich diese zuhielt, bernahm er deutlich: Du bist noch nicht zu Ende! Geh weiter, wie es dir bestimmt ist!

Er stand auf und jah hinaus. Das Hotel lag auf einer fleinen Anhöhe. Man fonnte die Lichter am Damm und die huschenden Schatten der Ar­beiter deutlich sehen. Der pimmel war bavon er­hellt und das dumpfe Stoßen der Rammer hallte in rhythmischen Abständen herüber.

Er zudte auf. Hatte nicht die Satorescu das selbe gesagt? War nicht Handée auch dieser Mei nung gewesen? Auch diese beiden hatten ihn kei­neswegs bewundert, hatten nicht den aus Heim- Nein, wahrhaftig: er war noch nicht frei. Er tücke und Haß gemischten Respekt gehabt, mit dem war eingesponnen in Stricke, die noch fest schnür­ihn seine Geschäftsfreunde sonst belauerten. Er ten. Vielleicht hatte er gerade den um den Hals arbeitete im Auftrage des Todes, suchte dabei nach so gelockert, daß er Haydée hatte küssen können. den Opfern des Krieges und zweimal hatte sich der Auftraggeber persönlich gemeldet: Gabriele Strom der Ereignisse geworfen vor. Er kam sich hilflos gebunden, weiter in den war weggeschossen worden, Haydée lag, vielleicht Es klopfte an die Tür. Der junge Kommis­rettungslos verloren, in dem weißen Zimmer am far trat ins Zimmer, den ihm Watson gezeigt hatte. Er mußte sich im Rahmen bücken, so groß var er und überragte den an sich stattlichen Schumann noch um einen Kopf.

Semmering .

Gesang scholl vom Staudamm herüber. Er konnte die Worte deutlich vernehmen: Wir bauen den Damm, wir bauen den Fluß, Bruder, greif zu!

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Provinz von Banditen frei gemacht habe. Es waren gefährliche Burschen, vom Ausland finan­ziert, aber wir haben sie restlos ausgerottet. Es war eine blutige Arbeit. Aber was half's?"

Mit

einem

So jung waren Sie damals?" Da war ich schon drei Jahre bei der Armee. vierzehn war ich Maschinengewehrschütze in sibirischen Panzerzug."

" Also dann kommen Sie vielleicht einmal an einem Abend zu mir. Ich habe auch noch eine echte Flasche französischen Kognak im Gepäck, Wir werden plaudern und trinken. Bringen Sie auch bie Krestoff mit. Es soll mir recht sein!"

Der Kommissar nahm dankend an, salutierte und ging. Wie er da zur Tür herausschritt. stramm und federnd, schlug das alte Militärherz ,, Alle Achtung!" ,, Uebrigens, worauf ich Sie noch aufmerk- Kerl! Sell und offen und fröhlich. Und dabei Uebrigens, worauf ich Sie noch aufmert in dem Rittmeister. Donnerwetter, das war ein sam machen wollte: Sie haben da vorhin mit der von einem Ernst erfüllt, der offenbar wußte, was Genossin Krestoff gesprochen. Bitte schön, wir be- er wollte. Die Leute hatten schon recht, wenn be- on fümmern uns nicht um die Ansichten der Leute, ste ihm einen wichtigen Posten gegeben hatten. die hier mit uns Geschäfte machen wollen. Aber Das hätte Schumann auch getan! ich möchte Sie darauf hinweisen, daß es unter Umständen für Sie gefährlich sein könnte, sich so Und, als ob ihm die Begegnung wohl ge­unbedenklich zu äußern, wie Sie es getan haben. tan hätte, legte er sich nieder, zog Haydée einmal So was wird herum erzählt, wird diskutiert, man in Gedanken an sich und war in wenigen Minu­weiß nie, welche Unannehmlichkeit für Sie oder ten eingeschlafen. auch für andere, die noch nicht erwachsen sind oder Ab und zu hatte sich Schumann mit den In­die Dinge richtig sehen gelernt haben, daraus ent- genjeuren, die Glazunoff als zuverlässig bezeich­stehen. Ich bin für den Bezirk hier verantwort net hatte, getroffen. Es waren fleine, aber ehr­lich. Sie werden mir das nicht übel nehmen. Es geizige Leute, die die ewige Unterordnung satt hatten und sich danach sehnten, mit einem Schlag ist meine Pflicht!" etwas Großes" zu werden. Obwohl gut bezahlt, sahen sie tein Vorwärtskommen. Mehrere von ihnen hegten auch noch einen alten Groll gegen das heutige System von früher her. Sie stöhnter sich bei Schumann aus, ließen sich von ihm die Rechnungen begleichen und versicherten ihn ihrer Gewiß, sie gaben zu, daß der ewigen Treue. Staudamm bei der herrschenden Stofffnappheit und der kurzen Frist, die für seine Fertigstellung bestimmt war, fast ein Wunderwerk schien. Aber an sich sei er schließlich ein Staudamm wie viele in der Welt, bielleicht nur etwas größer als die meisten. Alles aber bekäme in diesem Lande rine besondere Bedeutung, würde als weiß Gott was gefeiert, es sei schon ekelhaft.

,, Es sollte mir leid tun, wenn ich Fräulein Strestoff den Kopf verdreht habe mit meinen

Reden!"

Ich bringe Ihnen Ihren Paß wieder, Herr Heller," sagte er und legte den falschen Paß, den Das Volk befahl, was gelingen nun muß, Schumann dem Hotelportier gegeben hatte, auf Ich trag die Sorge und du!" den Tisch. Sie waren uns ja schon von Moskau Aergerlich warf er das Fenster zu. Er würde avisiert. Wir freuen uns, Sie hier zu sehen, Hof­schon zeigen, daß er nicht überflüssig in der Welt fentlich wickeln sich die Geschäfte zur allseitigen Der Kommissar lachte schallend: war, daß er noch lebte! Ja, wem würde er das Zufriedenheit ab!" zeigen? Herrn Makropulos, der ihm das Mädchen Dabei setzte er sich, ohne daß ihn Schumann Aber wo denken Sie hin! Die Strejtoff beinahe zu Tode getroffen hatte? Oder Herrn dazu aufgefordert hatte. Es war ein hübscher, läßt sich doch nicht mit ein paar Worten irre Dunaimis? Oder ivem sonst? Dem Riesen von frischer Mensch von durchaus unslawischem Aus machen. Mit der können Sie ruhig distutieren. Gornitsch, der aus dem Dunkel hervorgetreten jehen mit einem Blondschopf und einem großen, mit mir übrigens auch, wenn Sie Lust dazu war und der ihn jezt durch alle Dunkel hindurch lachenden Sungenmund. Er trug keine Uniform, haben. Bin noch nie aus dem Land herausgekom­jagte? Oder lockte ihn der nur hinter sich her? sondern nur auf der ziemlich zerschliffenen Joppe men, und ich gestehe, daß mich jeder Fremde reizt. Was tat er hier in diesem verdammten Nest? Er den höchsten Orden, den die Regierung zu vergeben Es ist doch ganz etivas anderes, als wenn man brachte das Unglüd im Koffer mit sich. Wenn hatte. Handée davon erführe, würde sie sicher vor Schreck sterben, wenn sie bis dahin nicht am Wundfieber berendet war. Und doch, während er sein Bewußt=

Schumann fragte höflich:

Wo haben Sie den her?"

bloß die Schilderungen in den Zeitungen liest." Das will ich meinen!"

Der junge Kommissar bekam ein abweisen

Der Kommissar lächelte geschmeichelt mit des Gesicht: sein um und unt grub, während er versuchte, sich einem netten natürlichen Stolz:

" Ich wollte die Schilderungen in den Zeis

( Fortsetzung folgt.)