Nr. 226

Die Anbaubeschränkung

Sonntag, 27. September 1936

Scite 3

für Kleinlandwirte gefallen Sudetendeutscher Zeitspiegel

In der freitägigen Ministerratssitzung wurde, wie wir berichtet haben, die Regierungsverord­nung 221 aus dem heurigen Jahre abgeändert.

Durch diese während der politischen Ferien erlassene Verordnung war für das Wirtschafts­jahr 1936/37 eine Beschränkung der Getreide­anbauflächen festgesetzt worden. Diese Bestimmung empfanden die Besitzer von kleinen landwirt­fchaftlichen Betrieben als schwere Benachteiligung, der Demokratie und der Anständigkeit zu halten nicht nur wegen der Einbuße an sich, sondern auch deshalb, weil die Beschränkung den fleinen Land­wirt naturgemäß viel schwerer getroffen hätte als den Besitzer großer Grundbesitze. Ihre Forderun­gen, welche vom Verband der Kleinbauern ver­dolmetscht wurden, fanden erfolgreiche Unter­frühzung durch die deutsche sozialdemokratische und die andern sozialistischen   Parteien. Das Unrecht, welches den Kleinlandwirtest drohte, wurde nun­mehr durch den Ministerratsbeschluß korrigiert, wonach Besitzer von landwirtschaftlichen Betrieben bis zu fünf Hektar Adermaß zu einer Beschrän­fung der Anbaufläche nicht verhalten werden

Politische Tarnung und Unehrlichkeit

gelehrt und betrieben von der SdP

fönnen.

gramm aufgenommen, es war damals ihre Ab­sicht, den Wert des Franc aufrecht zu erhalten. Sie wollte einer Abwertung ausweichen, weil sie davon eine Senkung der Reallöhne der französi­ schen   Arbeiter befürchtete. Sie hat sich aber zur Abwertung dennoch entschlossen, weil in Frankreich  jedenfalls die Auffassung durchgedrungen ist( auch in der französischen   Sozialdemokratie), daß die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, dieses größten wirtschaftlichen Uebels Frankreichs   und seiner Ar beiterklasse, eine der Hauptaufgaben der sozial­demokratischen Regierung ist. Eine Hebung des französischen   Exports wird nach der Auffassung der französischen   Regierung eine so günstige Wir­fung auf die französische   Volkswirtschaft und das mit auch für die französische   Arbeiterschaft haben, daß etwaige ungünstige Folgen der Franc- Abwer­tung demgegenüber eine geringere Rolle spielen

Der Zufall der es übrigens durchaus mit scheint hat uns schon wieder ein Dokument aus der SdP zugeführt, das sich mit seinem Inhalt würdig einreiht in die Unsumme von Material, das bereits zu schwerster politischer und morali­scher Belastung der Partei Henleins aufgehäuft ist. Es handelt sich um einen ganz unge wöhnlichen Schnorr brief, der über die Methoden, aber auch über die gesamtpoli= tische Stellung der SdP zum demokratischen Staat bezeichnenden Aufschluß, gibt zumal kein Zweifel darüber be= stehen dürfte, daß die in dem nachstehend abge­druckten Brief aufscheinenden Methoden von der SdP nicht nur in Lerchenfeld( Aussig  ), son­dern über alI gepflegt werden.

Hier der Brief:

Werte Volksgenossen!

Die Untergruppe Lerchenfeld der SdP ist am 25. Juni 1936 eine selbständige Ortsgruppe mit eigenem Wirkungskreis geworden. Es ist unsere Pflicht, daß wir uns nun restlos für unser Volks­tum im Stadtteil Lerchenfeld, speziell in politisch, sozial und kommunalpolitischen Belangen einzus jezzen haben.

nicht abweisen, wenn er Ihnen monatlich; eine Spende marke anbieten wird. Die Spendemarken sind zum Preise von: 50 Hellern fotvie 1., 2., 3.- und 5.- zu haben. Diese Marken dienen zur Abrechnungskontrolle. Abnehmer derselben werben weder als Mitglieder noch in irgendwelcher Lifte geführt, Sie müssen die Marken nicht aufbewahren, sondern können diesel.

ben auch vernichten.

Die gegentvärtige Beit verlangt von allen voltsbewußten Menschen eine ununterbrochene Opferfreudigkeit. Wir opfern für unser Volkstum außer den geldlichen Auslagen durch unsere Mit­gliedschaft auch unsere persönliche freie Zeit. Wir glauben, daß auch Sie zur Voltstumsarbeit bei­tragen werden, indem Sie uns monatlich eine kleine Spende durch den Kauf unserer Spendemarken zu­tommen lassen.

Mit deutschem Gruß

Der Ortsleiter: Mudolf Kober.

Der Werbeleiter: Josef Walter.

Daß aus diesem Briefe auch hervorgeht, wie schlechtes bereits um die finan­

elle Lage der SdP steht, ist ge= miß auch interessant genug. Aber es ist nicht das Wesentliche. Entscheidend ist vielmehr, daß die Stp solche Tarnungsversuche der Staatsbürger Eine wirklich durchgreifende und zweckentspre- betreibt, Methoden also, die in einem demo chende Arbeit kann aber nur dann geleistet werden, tra tischen Staat beispiellos abwe wenn wir auch finanziell die nötige Kraftig wirken. Auf besitzen, soziale Hilfsarbeit zu leisten.

=

Der Bund der Deutschen wird um Aufklärung gebeten

Unser Freigeist" in Reichenberg   veröffent­licht folgendes Schreiben:

Niederberzdorf, am 8. Sept. 1936. Bundesgruppe Niederberzdorf des Bundes der Deutschen  Jeschten- Iser- Gau.

Bundesbezirk Reichenberg. Herrn

Ludwig Scibt und Frau Emma Seibt,

Niederberzdorf Nr. 107.

Die hiesige Bundesgruppe macht hiemit die Mitteilung, daß Sie und Ihre Frau ab heute als Mitglieder der hiesigen Bundesgruppe als gestrichen erscheinen, wovon Sie bitte Kenntnis nehmen woller. Mit Bundesgruß

Für ( Stampiglie.)

Bund der Deutschen  Bundesgruppe Niederbergdorf

Emil Richter, Schriftführer.

usw.

Rudolf Hergesell, Gruppenführer.

Zur Illustrierung dieses Briefes teilt der Freigeist" mit, daß Seibt, welcher bisher im Ausschuß der Bundesgruppe wirfte auch Mit­glied der SdP war, sich von dieser abwandte und zur Opposition der SdP übertrat. Weiter ist bemerkenswert, daß der Schriftführer Brief mit unterfertigte, Schulungsleiter der Sd P ist. Der Bund der Deutschen  , der doch vorgibt, parteilos zu sein, wird doch nicht etwa ein Ausschußmitglied nur deshalb ausgeschlossen haben, weil er aus der SdP austrat?! Um Auf­

schen, die mit der heen also Men Emil Richter, der den oben wiedergegebenen

1 tun haben wol­

Wir wissen, daß Sie infolge Ihrer Stellung len, fast terroristisch genötigt, ihr Geld nicht Mitglied der SDP werden können, hoffen der SdP zuzuführen, widrigenfalls ihnen wohl jedoch, daß Sie unseren Kassiereine Art Pranger drohen dürfte.

dürften. Die Regierung Blum wird wohl and Einigung oder neue Partel? hen, worauf ihre Aufnahme in die SDP erfolgen flärung wird gebeten.

Die auch über die internsten Verhältnisse in der SdP gewöhnlich sehr gut informierte ,, Neue Morgenpost" meldet aus der Sd unter anderen:

rechnen.

,, Volksgemeinschafts  "-Methoden

würde!

Deutsche   Kinder

in tschechischen Kindergärten

Jugendliche Brandstifter. In der Ortschaft

auch Sdß Maßnahmen treffen, damit die Entwertung des Franc von der Spekulation nicht zu einer unbe= Wieder ein Postbeutelraub. Vor einigen rechtigten Teuerung ausgenüßt wird. In dieser Wochen wurde, wie bekannt, in Kaaden   ein Post­Hinsicht zeigt das tschechoslowakische Beispiel, daß beuteldiebstahl verübt, der bisher noch nicht auf­die Entwertung einer Währung durchaus nicht getlärt erscheint und zu dessen Klärung nunmehr mit einer in demselben Maße erfolgenden Preis. steigerung verbunden sein muß. Das Wochenende hat nicht die Einigung ge- Die Zahl der deutschen   Kinder, velche tsche eine Belohnung von über 5000 ausgeschrieben bracht, die von vielen Seiten erwartet worden chische Schulen besuchen, steigt. Nahezu 16.000 wurde. In den letzten Tagen hat sich ein ähn= Gin zweiter Grund für die Entwertung der war. Der Führungskörper der SdP beriet über Schüler deutscher   Voltszugehörigkeit siben in licher Poſtbeutelraub in der Ortschaft Tscher- franzöſiſchen Währung dürfte die Kapitalsflucht die Sachlage. Jedenfalls werden in der nächsten tschechischen Volks- und Bürgerſchulen. Daß aber nos chin im Planer Bezirk zugetragen. In dem aus Frankreich   gewesen sein. Goldwährung be- Woche die Verhandlungen fortgefeßt. Einigung- selbst in den Kindergärten und Tagesheimstätten abends von Tschernoschin nach Plan fahrenden deutet, daß jedermann an den Schaltern der Nichteinigung: beide Möglichkeiten haben zur der Anteil deutscher   Kinder an tschechischen An- Postautobus wurde ein Poſtbeutel mit einem Notenbank Noten gegen Gold einwechſeln kann. Stunde fast gleich große Chancen. stalten keineswegs geringfügig ist, beweist uns die Geldbetrag von 7500 und mehreren rekom Glaubt man, daß der Wert der Noten in abseh Sm Vordergrund der Möglichkeiten ſteht eine amtliche Statiſtit. Nach ihr waren im Vorjahre mandierten Sendungen in einem fofferartigen barer Zeit ſinken werde, dann wechselt man Noten Einigung auf der Grundlage, daß drei bis vier nicht weniger als 3503 Kinder deutscher   Natio- Behälter am Autobus untergebracht, worauf der gegen Gold ein in der Hoffnung, für dieselbe neue Mitglieder und von den alten" Hauptlei- nalität an tschechischen und slowakischen Kinders Behälter versperrt worden war. Bei der Ankunft Menge Goldes später mehr Noten zu erhalten. hungsmitgliedern en Ie in, Dr. Ne u= gärten eingeſchrieben. Es ist nur ſelbſtverſtänd- in Plan wurde feſtgeſtellt, daß der Poſtbeutel mit Vielfach hat man für das Gold, das man wechselt, worth, Dr. Peter 3, Dr. Se belich, daß ein Großteil dieser Kinder unserem ſeinem wertvollen Inhalt verschwunden ist. Die fremde Devisen gekauft oder man hat es auf alle towity, K. H. Frant und wahrscheinlich Schulwesen verloren geht und nach dem Besuche Gendarmerie hat die Nachforschungen nach den mögliche Art ins Ausland verschoben. Dadurch auch Abg. K u n d t die neue Hauptleitung bil- des fremdsprachigen Kindergartens auch in die Räubern aufgenommen. drohte Frankreich   eine Kapitalberarmung, der franzöſiſchen   Notenbank eine Goldverminderung. muß als neuer Wann gewertet werden. Es ist fügig andererseits die Anzahl der tschechischen und Kuisch bei Theussing sind vor etwa zwei Wochen den sollen. Dr. Jonat als Generalsekretär andersnationale Schule übertritt. Wie gering­Diesen Goldabfluß suchte die Bant von Frank- nicht ausgeschlossen, daß ein Neuer auch mit der slowakischen Kinder iſt, welche in deutschen   in während der Nachtstunden mehrere landwirtschaftliche reich in den letzten Tagen mit der Herauffeßung Stellvertretung Konrad Hen- dergärten und Heimstätten erzogen werden, zeigt Gebäude niedergebrannt, nachdem vorher ein Stroh­des Zinssatzes zu begegnen, das heißt, sie hat Leins betraut werden wird. Im Falle einer uns die gleiche Statistik, die uns angibt, daß 1935 schober in Brand gesteckt worden war. Nach der den Zinsfuß für die Belehnung von Wechseln er­höht. Da dies nun nichts genügt hat, hat die Nichteinigung ist wohl bestimmt mit der Grün- insgesamt 403 tschechische und flowatiſche Kinder Sachlage nahmen die Sicherheitsorgane an, daß c3 dung einer neuen Partei zu in deutschen   Anstalten für vorschulpflichtige Kin- sich hier um eine Brandstiftung größeren Ausmaßes Regierung die Goldeinlösungspflicht der franzö= der eingeschrieben waren. schen Notenbant, also de facto die Goldwährung handelte, und es gelang den Nachforschungen der aufgehoben, das wirksamste Mittel angewendet, Gendarmerie schließlich auch, den Brandstifter in der um den Goldabfluß abzustoppen. Durch die Ent­Zeitungsnöte der SdP Person des zwanzigjährigen Landwirtssohnes Franz wertung desFrancs werden naturgemäß die Gold­Dwirschnit auszuforschen und festzunehmen. Bei Das Kreisblatt der SdP für Weſtböhmen seiner Einvernahme gestand Dwirschnik die Tat ein und Devisenvorräte der französischen   Notenbank Aus Elbogen   wird uns geschrieben: In und den Böhmerwald  , der in Marienbad   gedruckte und gab als Grund der Brandstiftung an, daß er er­überdies an Wert gewinnen. der Ortschaft Grünlas im Bezirke Elbogen   ist es e ima truf" ist, wie bereits berichtet, in bost war, weil ihn sein Vater habe nie mit den Zweifellos wird die Tat der Regierung Blum dieser Tage zu bemerkenswerten Vorkommnissen Schwierigkeiten wirtschaftlicher Natur gekommen, Pferden fahren lassen. Des Nachbars Anivesen habe Folgen auch für andere Länder haben. Ob der gekommen, deren Weiterungen nicht ausbleiben da die Druckschulden eine Höhe erreicht haben, Wert des Hollandguldens, ob der Wert der deut- dürften. Der Obmann der Ortsgruppe Grünlas die den Druder des Blattes, Gschihay in Marien- er deswegen. in Brand gesebt, weil dieser ihm vor schen Mart, von der es schon verschiedene entwer- der deutschen   Gewerbepartei hatte sich als Mitglied bad, veranlaßt haben, die weitere Herstellung des einiger Zeit einmal eine Ohrfeige verſetzt hatte. Der tete Sorten( Sperrmart usw.) gibt, ob schließ- der SdP eintragen lassen und sich von seiner bis- Blattes ohne eine größere Abschlagszahlung ab­lich der Wert der Währung auch anderer der herigen Partei( Stenzi- Organisation) abgemel aulehnen. Die Bemühungen des Kreises West­wird aufrecht erhalten werden können, diese Frage det. Nunmehr forderte die Ortsleitung der SdP böhmen- Böhmerwald der Sdp, weitere Be­wird in der nächsten Zeit jedenfalls lebhaft er von ihm, er möge die Ortsorganisation der Ge- triebsmittel für den Heimatruf" nebenbei örtert werden und umstritten sein. Die Schweiz  . werbepartei überhaupt auflösen und die Mitglie- gesagt: eine der am schlechtesten geleiteten Zei­welche ebenso wie Holland   bisher unentivegt an derschaft geschlossen in den in der SdP organisier- tungen der SdP aufzutreiben, sind gescheitert, der Goldwährung festgehalten hatte, kündigt be- ten Stand für Handel und Gewerbe" überfüh- weshalb die Zusammenlegung des Heimatruf" reits die Devalvierung an. Die Tatsache, daß ren. Da dieses Ansinnen abgelehnt wurde, fam mit dem in Prag   als Ersaß der verbotenen Samstag früh trat Präsident Dr. Beneš Frankreich   im Einvernehmen mit England und es zum Ausschluß des turz vorher aufgenom-| Rundschau" gedruckten Ruf" ins Auge gefaßt von Topolčianty aus seine zweite Fahrt durch die Amerifa vorgeht, läßt hoffen, daß die dret Län- menen Obmannes der Geiverbepartei aus der wurde. Aber auch hier haben sich anscheinend Slowakei   an. Die Fahrt führte über die Nitraer der gemeinsame Bemühungen anstellen werden, SDP bzw. aus der von dieser angestrebten Volts- Schwierigkeiten ergeben, weshalb nunmehr die Berge, die im Sonnenschein in der bunten Pracht um den Wert ihrer Währungen so festzusetzen, gemeinschaft". Im Zusammenhang damit schickte Vereinigung des Heimatruf" mit dem in Asch ihres Herbstgewandes strahlten. Der Präsident daß der internationale Warenaustausch lebhafter die SdP an alle Gewerbetreibenden des Ortes gedruckten" Voltsruf" des Abg. Wollner erfolgen hielt sich in Velké Uherce, Oslany, Prievidza  , werden und damit die durch die Weltwirtschafts- vorgedruckte Formulare, durch deren Unterfer- foll, einem Blatte, das sich indessen, wie in ein- Deutsch  - Pravno  , Kláštor, Mošovce, Bystrička krise zerrissenen Wirtschaftsbeziehungen wieder tigung sich die Leute verpflichten sollten, geweihten Kreisen bekannt, ebenfalls in feiner und Turč. Sv. Martin auf. In Deutsch  - Pravno, neu gestaltet werden können. Sollte eine solche ihren Austritt aus der Gewerbepartei zu vollzie günstigen wirtschaftlichen Lage befindet. Währungsvereinbarung der drei Länder borlie­gen, wäre dies für den Wiederaufbau der Welts wirtschaft nicht ungünstig. Die Londoner Welts wirtschaftskonferenz von 1933 ist gerade daran gescheitert, daß die Amerikaner sich zu einem sol­chen Abkommen, welches eine Stabilisierung ihrer Währung zur Voraussetzung gehabt hätte, nicht entschließen konnten. Wenn sich nun die drei großen Staaten am Atlantischen Ozean über ihre Währungspolitik verständigen, wäre die Möglich­feit einer internationalen Regelung der Wäh rungsfragen und damit internationaler Vereins barungen zum Wiederaufbau der Weltwirtschaft gegeben. Werden das die Folgen der französischen  Währungsabwertung sein, dann wird sich die Res gierung Blum ein ganz bedeutsames Verdienst an der Bekämpfung des weltwirtschaftlichen Krisen­elends und an der Herbeiführung besserer Zeiten für die ganze Welt erwerben.

JUNG

M. d. R.

Henlein auf gutem Wege

Abgrund

-

durch den jugendlichen Brandstifter verursachte Sach­schaden ist sehr beträchtlich.

Die zweite Etappe

der Präsidentenreise

einer deutschen   Sprachinsel, erwiderte der Präsi­dent auf die Begrüßung des deutschen   Bürger­meisters und eines slowakischen Lehrers u. a. in deutscher Sprache: Daß die beiden Nationalitäten hier so gut mitarbeiten, höre ich mit besonderer Befriedigung. Uebrigens habe ich bereits vor einer Woche den Vertretern der deutschen   Minderheit in Preßburg   gesagt, wie ich über die Stellung der deutschen   Minorität in der Slowakei   denke. Es ist im Interesse des Staates gelegen, daß sie alle s hat, was sie zur Pflege ihrer Sprache und ihrer Stultur benötigt. Und es ist in Ihrem Interesse, im Interesse der Deutschen   in der Slowakei   ge= legen, daß sie sich wohl bewußt sind, daß unser republikanisches Regime auch ihnen eine Wieder­geburt gebracht hat; daß bloß unsere Demokratie, unsere tolerante Nationalitätenpolitik eine Ge­währ dafür bietet, daß Sie in Hinkunft stets in der Lage sein werden, sich als Deutsche zu fühlen und auch als solche öffentlich zu bekennen.