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Dienstag, 2. März 1937

Die Affäre des Dr. Paul Parkus vor dem Prager Strafgericht

Der Anwalt des Prager Dominikanerordens unter Anklage schwerer Malversationen- Millionenschaden oder Millionenpalmare?

Prag.( rb.) Als die Affäre des Dr. Paul Par­kus aufflog, brachten verschiedene Blätter diesen Fall in Zusammenhang mit der unbestreitbaren materie.­her und moralischen Strife, der der Anwaltstand in der heutigen Zeit unterliegt und die in etlichen hun dert Disziplinarverfahren und verschiedenen Straf­prozessen gegen Advokaten, die sich in Ausübung ihres Berufes Verfehlungen zuschulden kommen lies ken, ihren Ausdrud findet. Der Fall Partus ge­hört aber wohl in ein anderes Kapitel, denn dieser Anwalt des Prager Dominikanerkonventes zählte feineswegs jenen fümmerlich dahinvege­ein

Herenden Umwäften, bie durch ben mange einer et träglichen Praxis auf Abwege gebracht wurden. E: vertrat eine jener firchlichen Organisationen, die eine ungeheuere Sapitalsmacht darstellen, wie sich aus den Einzelheiten der Anklage drastisch ergibt.

Dr. Partus ist angeflagt der Verbrechen der Veruntreuung, des Betruges und der Anstiftung zur falschen Beugen aussage und die Anklage errechnet einen Scha den von 1,606.000. Montag begann vor dem Straffenat des GN. Dr. Neureiter die Verhand­lung dieses Falles, dessen Prozeßdauer auf fünf Tage geschätzt wird. Die Anklage, die 32 Seiten umfait und 56 Zeugen aufbietet, vertritt Staatsanwalt Dr. Svoboda.

Dr. Partus wurde 1927 zum ständigen Rechts: vertreter des Prager Dominikanertonventes zum ,, Heiligen Aegidius" bestellt, und erhielt eine Gene­ralvollmacht zur Vertretung dieses Ordens. Er hatte sich erst furz vorher taufen lassen und genoß offenbar als Neubekehrter beträchtliche Sympathien. Der Dominikanerorden hat einen riesenhaften

Zeit parzelliert und teils verpachtet, teils verkauft werden sollte, wobei der Abschluß der entsprechenden Verträge natürlich Sache des Ordensanwaltes, war Die Anflage bemerkt, daß Dr. Parkus aber nur bis elden beiden Jahren er übrigens das ansehnliché

zum Jahre 1928 ordentliche Verrechnungen vorlegte,

Palmare von 250.000

berechnete sich auch noch ein Honorar für die Vermittlung im Betrage von 25.000 Buguterlebt bekam der Bächter das Gut über­haupt nicht in Bacht und als er die Rüdgabe der be zahlten Summen verlangte, versuchte ihn Dr. Par fus damit abzufertigen, daß der gesamte Betrag als Entlohnung seiner Mühewaltung" verfallen sei! Moravec hat im Zivilrechtsweg die Rückzahlung der erlegten Beträge zugesprochen erhalten, aber die gegen den sauberen Anwalt geführten Eretutionen blieben erfolglos, da er

schen Beugenaussage.

Nr. 52

Von den gelösten 63.000 führte er aber nur metern. Zahlreiche Schiffe gerieten in Seenot . 15.000 ab, der Rest blieb wiederum in seiner Der Schiffsverkehr über den Aermettanal wurde Hand, natürlich ebenfalls als Dedung seiner start behindert. Ein Zug von London nach Strans Palmarforderung". Endlich beschuldigt die tear Unklage den Dr. Parkus der Anstiftung der falar blieb infolge der starken Schneefälle ſteden und konnte erst nach sechs Stunden seine Fahrt wieder aufnehmen. In Schottland kam es nach den Meldungen des Observatoriums von Green­Ueber den Verlauf des Verfahrens werden wir wich zu den stärksten Schneefällen seit dem Jahre zusammenfassend berichten. Vorläufig fei nur kurz 1033. In Dover ereignete sich ein schwerer Berg­bemerkt, daß Dr. Barkus jede Schuld bestritt und rutsch. Herabstürzende Staltmassen begruben einen fich auf seine bereits erwähnten Gegenforderunger aus dem Titel des Palmares berief. Es heißt übri. Giſenhammer und die angrenzenden Gebäude. gens, daß maßgebende Exponenten des Ordens heute Der angerichtete Schaden wird auf 800.000 des Angeklagten stützt. Bemerkenswert ist, daß Dok­einen Standpunkt einnehmen, der die Verteidigung beziffert. Ein 18jähriger Vatermörder. In der Ge­tor Barfus bemerkte, daß die ideelle Seite feiner meinde Kvasiny( Ostböhmen) wurde Samstag Verbindung mit dem Orden berücksichtigt werden früh die Leiche des 65jährigen Einwohners 3e= müsse, dem er wertvolle Dienste geleistet habe angeblich auch nach der materiellen Sette. Der wurde festgestellt, daß er zwei Schüsse in den mánek aufgefunden. Durch die Obduktion welche Art- bas blieb allerdings borläufig in Stopf aus einem Browning erhalten hat. Die Dunkeln. Silich nervös wurde der Angeklagte, Gendarmerie leitete sofort Nachforschungen ein als der Vorsibende seine Mittellosigkeit" mit seiner und verhaftete unter dem Verdachte der Täterschaft fostspieligen Lebenshaltung( Villa, Auto, Steuer- den 18jährigen Sohn des ermordeten Remánek. fatierung über eine Million usw.) konfrontierte. Als Der Verhaftete hat ein Geständnis abgelegt, den Ein weiterer Fall, den die Anklage ins Treffen der Angeklagte, der sich überhaupt äußerst selbstbe- Vater angeblich in Notwehr nach einem Streit führt, bezieht sich auf den Ausgleich der Prager wußt benimmt, dem Richter auf seine Frage, womit erschossen zu haben. Der Mörder wurde dem Be Weberei und Spinnerei Ernst Maut er 400.000 an Steuern bezahlt habe, wenn er ner im Jahre 1927, wobei der Angeklagte mehrere mittellos fei, antwortete: Da3 geht Gie zirksgericht in Rychnow n. Kn. eingeliefert. Die Gläubiger vertrat. Er feste im Zuge des später nicht 3 an". Tegte sich der Staatsanwalt ins Wit- Untersuchung wird fortgesetzt, um die wirkliche eingesetzten Zwangsverwaltungsverfahrens Ausgleichsverwalter den Verkauf einiger Maschinen Amtsehrenbeleidigung belangen, denn ein solches Bes beim: tel und erklärte, er werde den Angeklagten wegen Veranlassung des Mordes festzustellen. des Geiersberger Filialbetriebes durch und versprach. nehmen vor Gericht sei unerträglich. In den Nad­den Erlös an den Ausgleichsverwalter abzuführen. mittagsstunden wurde die Verhandlung vertagt.

ungeachtet ſeiner in die Hunderttaufende gehenden Einnahmen erklärte, absolut mittellos" an fein. Nun wird das Strafgericht über die kriminelle Be­deutung dieser Machinationen sein Wort zu sprechen

haben.

Jagesneuigkeiten

Orden habe ihm 13 Millionen zu verdanken, auf

erreichten 36. Außer den vier Maschinen erreichte

Lokomotive entgleift. Am Montag, den 1. März, entgleiste auf der Strede Zvolen Bartosova Lehotta -Kremniß die Lokomotive des Schnellzugs Nr. 95. Der Unfall wurde durch einen herabgestürzten Fels­block verursacht. Verletzt wurde niemand. Der Ver­fehr wird durch Umsteigen aufrechterhalten.

Eine Gruppe japanischer Studenten, die in Be

gleitung einer japanisch- mandschurischen_Militär­abteilung die Provina Santiang in Mandſchukuo be reiste, wurde in der Nähe von Hofitschei von einer 80töpfigen Räuberbande überfallen. Im Verlaufe des Stampfes wurden 18 japanische Soldaten ge­tötet. Schließlich gelang es, die Räuber au ver

schmidt Tajfun". In Blin traf aus Aegypten ein Telegramm mit der Mitteilung ein, daß ,, Krönungsprobe". In der nächsten Zeit wird es eines der tschechoslowakischen Flugzeuge, die am zu einer Krönungs- Generalprobe direkt in der West­Internationalen Dasenflug teilnahmen, und zwar minsterabtei kommen. Der Lordmarschall des König­Blin 12" mit Major Ambrus und Ing. lichen Hauses hat bereits die Personen bestimmt, die Grundbesib. in der Prager Umgebung, der in jener Unter dem Schutze der Madonna Smela als Besabung, den siebenten Plab bei dieser Generalprobe den König und die Königin besetzt habe und sich so unter die Maschinen mit vorstellen werden. Diese Schauspieler werden die steht die eine der beiden Armeen, die einander viermal stärkeren Motoren placiert hatte. An dem föniglichen Krönungsgewänder ebenso wie die übri auf dem blutdurstigen Boden Spaniens bekrie- Wettflug nahmen 42 Flugzeuge teil, das Ziel gen Statisten tragen. gen, und es ist selbstverständlich die Armee der als fünfter das Endziel ein Engländer mit der Cibrecher, die Armee der Rebellen, die sich Maschine Percival". Sämtliche Maschinen, die unter den Schutz der Mutter Jesu gestellt hat. vor der Ambrus's und Smelas eintrafen, die Zwar gilt als besonders schwere Sünde, wenn bloß einen Motor von 45 HP hat, haben Moto­man etwa Gott anruft, damit er ein Verbrechen ren von ungefähr 200 HP. Den achten Platz be­gelingen lasse, aber das scheint nur Gültigkeit zu legte Frankreich mit einer Caudron"-Ma­haben, scheint als Sünde betrachtet zu werden schine. nur dann, wenn der einfache Mensch so sehr in seinem Glauben irrt, so sehr wider die Gottes. idee handelt. Wenn ein Verbrechen gegen ein ganzes Volt, wenn ein Verbrechen gegen einen Staat begangen wird, so hat, falls es sich um ein freies Volk und um einen freien Staat handelt, die Kirche offenbar wenig dagegen ein­zuwenden, ja vielleicht gar nichts, ja sie sieht es jogar mit einem gewissen Wohlwollen, wenn ein solcher Verbrecher ſich auf eine göttliche Sendung beruft, Gott um Hilfe anfleht, wenn er, wie Franco, mit seiner Armee von Fremden­legionären, braunhäutigen Moslims preußischen Neuheiden und Protestanten unter dem besonderen Schutz der Madonne steht.

Im Wahn den Freund erschossen. Im Uebungslager in Kamenice n. C. bei Humenné bes Arsenaldienstes. der 42 Jahre alte Rudolf waren am Samstag abends der Stabsrottmeister Front, und der Stabsrottmeister des Sani­tätsdienstes, der 38jährige Anton Vy s I o i l, im Gasthaus. Plötzlich zog Fronět seinen Privat revolver aus der Tasche und erschoß mit einem Stopfschuß Vysloužil. Nach der Tat lief Froněk aus dem Lokal und schoß sich in den Kopf. Wäh­rend des Transportes in bas Krankenhaus in Humenné erlag er der Verletzung. Beide Nottmei­fter waren verheiratet und kinderlos. Durch die Untersuchung wurde festgestellt, daß Fronět als russischer Legionär während des Krieges einen Stopfschuß erhielt und an Anfällen litt, die bei ihm in der letzten Zeit immer mehr hervorbra­Wenn eine Regierung und eine Armee, die chen. Seine Tat hat er in einem Augenblick von sich ausdrücklich auf die Madonna berufen, we- Unzurechnungsfähigkeit begangen. Beide waren nigstens ein bißchen menschlich zu sein vermöc)- gute Freunde.

und

treiben.

Auto und Autobus. Sonntag fuhr auf der Straße München- Herrsching unweit von Freiham fassinnen des Autos wurden auf der Stelle getötet, ein Auto auf einen Postomnibus auf. Zwei Ins ein anderer Mitfahrer ſchiver verwundet.

voraussichtlich auch in den nächsten Tagen anhalten.. Der gegenwärtige Witterungscharakter wird

Wahrscheinliches Wetter heute: Veränderlich, Neigung zu Schauern, auf den Bergen warestags oft, in den Stieberungen Temperaturen

über Gefrierpunkt, zeitweise frischender Westwind. Wetteraussichten für morgen: Wechselnd bewölkt, vereinzelte Schauer, Temperaturen wenig geändert, West- bis Nordwestwind.

Vom Rundfunk

liquidieren konnte. Später blieben trop wiederhol ter Mahnungen die Abrechnungen aus und schließlich bestellte der Orden einen neuen Rechtsvertreter. Dr. Heinrich Veverka. Waren schon vorher allerlei Gerüchte über sonderbare Manipulationen des Dr. Bartus im Umlauf gewesen, so wurde nun Dr. Veverka von getäuschten Vertragspartnern des Ordens, die bei den Verhandlungen mit desse. Rechtsfreund hatten daraufzahlen müffen, geradezu überlaufen. Solcher Fälle zählt die Anflage 37 au Es wird natürlich erst Sache des Verfahrens sein jeden einzelnen Fall zu untersuchen und festzustellen, inwieweit die Beschuldigungen auf Wahrheit be­ruhen. Faßt man die Ausführungen der Anklage zusammen, so hat Dr. Bartus sich auf dreifache Art vergangen. Gr führte die vom Orden afgetra: genen Vertragsabschlüsse durch, machte auch Witte Tung an den Konvent, behielt sich aber das ihm bo den Käufern bzw. Pächtern bezahlte Geld. anderen Fällen schloß er zwar ordnungsmäßig die Verträge ab, ohne aber den Orden zu verständigen und ließ das Geld ebenfalls in seine Tasche fließen. Und endlich soll er in einer weiteren Gruppe von Fällen ohne Auftrag und Ermächtigung allerlei Ab­schlüsse getätigt und das Geld ebenfalls eingesteckt haben. Dies fagt wenigstens die Anklage, die ferner anführt, daß in mehreren Fällen der Angeklagte de man könnte den Rebellen und Eid- Tränengas in fieben Kinos. Samstag um ungeduldig werdenden Käufer und Pächter, die auf Brag, Sender I: 7: Morgenmufit, 10.05: Deuts Verbücherung ihres neu erworbenen Pacht- oder brechern sogar diese Berufung verzeihen. Aber 23 Uhr explodierten in sieben New Yorker Nino­Eigentumsrechtes drängten, die infolge der Nichtver man weiß, und nicht nur aus sozialistischen theatern, die von einer Direktion verwaltet wer- sche Preise, 10.15: Rundfunk für deutsche Schulen, den, gleichzeitig einige Tränengasbomben. Die 12.10: Schallplattentonzert, 13.40: Deutscher Ar­ſtändigung des Ordens auf sich warten ließ. dazu: oder auch nur neutralen Berichten, sondern sogar Explosionen verursachten unter den Zuschauern beitsmartt, 16.40: Mužits Salonquartett, 18.10: veranlaßte, die Klage gegen den Orden auf Ver aus Berichten der Francoſtellen, daß die Re- große Bestürzung. Im ganzen wurden gegen ein Arbeiterfunt: Gufti Schaffer: Karlsbad : Der Tag bücherung im Wege der Zwangsvollstreckung anzus ſtrengen, worauf et fich dann zu den Tagjaßungen bellen mit besonderer Tücke und Grausamkeit, hundert Personen verletzt, von denen 35 dem der Frauen, 18.40: Sosialinformationen, 18.45: als Vertreter des Ordens nicht einstellte und diesen mit besonderer Blutgier und Brutalität gegen Strankenhaus eingeliefert werden mußten. Die Deutsche Presse, 19.20: Jazzorchesterkonzert, 20.20: durch Versäumnisurteil sach fällig die Bevölkerung wüten, nicht nur gegen die gleichzeitige Explosion der Bomben wurde dadurch Smetana : Lieder, 22.20: Orchesterkonzert FOK.- werden ließ. Ohne die strafrechtliche Bedeutung der einzel- Republikaner, sondern gegen alles, was nicht erklärt, daß sie mit einer Zeitzündung versehen Brag Sender II: 14.15: Deutsche Sendung: Kin­nen Fälle im voraus zu analysieren, was ausschließ- faschistisch ist, gegen alles also, was noch den waren. Die Direktion der Kinotheater erklärte, derstunde: Der gestiefelte Stater, 14.50: Deutsche lich Sache des Gerichtes sein darf, kann schon heute Namen Mensch verdient. Ein paar Beilen, Presse, 18.15: Schallplattenkonzert, 18.30: Mandos linenkonzert. Brünn : 17.40: Deutsche Sendung: mit Sicherheit ausgesprochen werden, daß sich Dol- ciner unter Francos Kontrolle erscheinenden Dr. Stocauret: Entwidiung der Wecolain, Lieber und tor Partus gegen die Disziplinarvorschriften feines Beitung entnommen, dem Blatte Faro de Chansons, 19.20: Militärmärsche, Breßburg: Standes schwer vergangen hat. Nur zur Illustra 15: Rundfunkorchesterkonzert. Raschau : 12.05: denn diese unsauberen Dinge bilden nicht Vigo ", ein paar trocken berichtende Säße, bei Bigeunerkapelle. 12.35: Rundfunkorchesterkonzert, tion sei bemerkt, daß deren Abfassung gewiß nicht an irgendeine 20.15: Instrumentalsolos. Gegenstand des Strafverfahrens er als Anwalt des Ordens von der Gegenseite Wirkung gedacht wurde mögen ahnen lassen, Schallplattenkonzert. in mehreren Fällen onorare" anges welcher Art der christliche Geist, das christ­nommen hat, was natürlich ganz unzulässig ist. Es handelt sich um viele hunderttausend, die auf liche Fühlen der spanischen Faschisten ist: solche irreguläre Art in seine Tasche flossen.

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Die Verteidigung des Dr. Parkus bewegt sich in der Richtung. daß er zwar Gelder für sich behalten habe, daß dies aber nur auf Konte seiner Palmarrechnung geschehen sei. Die Ankla je beruft sich demgegenüber auf die Bestimmungen des § 19 der Advokatenordnung, die einem Anwalt nicht das Recht einräumen, sein Honorar von auf Rech­nung seiner Klienten geleisteten Zahlungen abzu­zieben. Im übrigen haben die Ordensfunktionäre im Ruge der Voruntersuchung erklärt, daß Dr. Par­fus in dieser Richtung keine Vollmacht besaß. Der Palmarforderungen von rund 2,000.000(!) so daß er auch nach der Anklage noch über eine halbe Million zu fordern habe. Der Ordensprokurator Vicenit hat aber seinerzeit nach den vorliegenden Protokollen die noch ausstehenden Balmarrechnungen des Angeklagten mit höchstens 300.000 bewer tet. Ueber diesen Punkt werden sich im Beweisver­fahren zweifellos endlose Auseinandersetzungen ent Spinnen.

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,, Gestern hat das Kriegsgericht in summari­schem Verfahren zwei Brüder Iglesias und eine Frau Elvira Ledeiro Gonzales zum Tode ver urteilt, wegen Beherbergung dreier von der Polizei gesuchter Personen. Die Brüder Iglesias sind er­schossen worden; die Frau, die schwan­ger ist, wurde ins Hospital verbracht und wird nach ihrer Entbindung erschoffen werden".

Die Basler, Nationalzeitung", der wir die. sen Bericht entnehmen, bemerkt dazu( und diese Kritik ist gerade in ihrer Knappheit er­schöpfend):

Man mag sich nicht gerne vorstellen, daß die gnadenreiche Gottesmutter, unter deren Schuß sich die Francoarmee gestellt hat, zu fol dem Verfahren ihren Segen geben könnte. Viel­leicht wäre sogar die Gottlosenbewegung selber ihrer barmherzigen Milde weniger zuwider.

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Nebst dem vorstehend dargestellten Hauptpunt der Anklage, der nach ihr den Tatbestand des Ver- Die Sieger im Dafenflug. Das Deutsch . brechens der Veruntreuung erfüllt, ist Dr. Parkus Nachrichtenbüro meldet, daß im Dasenflugwett­des Betruges angeklagt. Der Frühere Pächt bewerb Sieger Hauptmann Sped von Stern­des Ordensgutes in Sevnice wurde vom Orden durburg auf seiner Maschine Jul 06" wurde. Zwei­Vermittlung des Angeklagten gekündigt und Do! tor Partus, der mit der neuen Verpachtung des ter war der Luftsporthauptführer Thomson Grundstückes betraut wurde, veranlaßte einen In- auf einer Messerschmidt Tajfun", dritter der teressenten namens Moravec, die vom Orden ver Franzose an fez auf., Caudron- Simon" und Langte Uebernahmssumme der Rückstände des alten vierter der Präsident des Aeroklubs von Teutsch­Pächters im Betrage bon 26.000 au erlegen und land Gron a u, ebenfalls auf einer Messer­

daß sie in der letzten Zeit keine Meinungsverschie denheiten mit den Angestelltenorganisationen ge­habt haben.

Schwere Schneeftürme richteten während des Wochenendes großen Schaden auf den Bri­ tischen Inseln an. Beitweise erreichte der Sturm eine Geschwindigkeit von über 120 Stundenkilo­

Empfehlenswertes aus den Programmen: Mittwoch:

Franz Husty: Neuheiten im Postverkehr, 18.20:

,, Nichteinmischung"

Deutsche Sti- Patrouille in der Sierra Nevada

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Mährisch- Ostrau : 18: