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Jagesneuigkeiten

Wie sich die SdP zur Schau stellt

Der Besucher, der jetzt im Schmeŋfalsaale des Deutschen Hauses in Prag untergebrachten Ausstellung der Sudetendeutschen Partei wird vergeblich nach Beweisen für irgendwelche Lei­stungen dieser Partei suchen. Statt dessen bietet man ihm Führerphotos an. Konrad Hen­ lein in zwanzig verschiedenen Stellungen blickt von den Wänden, und auch Führungsratsmit­glieder"," Hauptstandesvertreter" und" Haupt­amtsleiter" sind abgebildet, sogar der Heraus­geber und der Chefredakteur der Zeit, für die in falschem Deutsch (..ese und verbreite..."), aber dafür sehr aufdringlich Reklame gemacht wird. Wirklich aufschlußreich ist die ansonsten mit allerhand Statistiken gefüllte Ausstellung aber erst in den beiden letzten Abteilungen, die dem Kampf gegen den Bolschewismus und dem deut­ schen Minderheitenproblem in Europa gewidmet sind. Das ist ganz nach dem Vorbild der Goeb­bels- Propagande( wenn auch dürftiger) aufge= macht. Zum Beispiel hängt hier ein Plan der Sowjetführer, in der sie nach dem Schema: Russe. Nichtrusse, Jude und ungeklärt" einge­teilt sind. Wie ehrlich diese ganze( vom ,, Leiter des Amtes zur Abwehr des Bolschewismus Stomorowskyj verantwortete) Propaganda ver­fährt, zeigt die Tatsache, daß hier die Prager demokratische Zeitschrift Die Wahrheit", Otto Strassers konservativ- sozialistische und nationale ,, Deutsche Revolution", der ,, Prager Mittag" und die ,, Arbeiterzeitung" der österreichischen Emi­granten als bolschewistische Presse" bezeichnet sind. Einfach deshalb, weil sie gegen Hitler sind, so wie der Sozialdemokrat", weil er gegen Henlein ist, hier unter., Asphalt= presse" zu finden ist. Obgleich es Tatsache ist, daß ein Drittel aller in die Tschechoslowakische Republik kommenden Filme Goebbels - Filme und 1: och nicht fünf Prozent Sowjetfilme sind, wird hier auf die Gefahr der Sowjet filme für die..Bolschewisierung" der Tschecho­ slowakei aufmerksam gemacht! Sieht man noch die tendenziösen Karten von Europa , die wohl­bekannte Expansionstendenzen des Dritten Rei­des farbig veranschaulichen, dann hat man den Eindruck, daß diese Ausstellung eine Bloß stellung der SdP ist.

Samstag, 15. Mai 1937

Nach der Zeremonie in der Westminster- Abtei König Georg VI. schreitet nach dem Krönungsakt zwischen den Erzbischöfen durch die West minster- Abtei.

reflektieren oder angewiesen sei!- alle anderen Verkehrsmittel der Bahn vorziehen!

Militärflugzeug abgestürzt. Freitag nach mittags havarierte ein Militärflugzeug in der Nähe des Vypich in Prag - Břevnov. Die Besatzung des Flugzeuges, die aus Unterleutnant Plecith und Gefreiter Váňa bestand, fam bei dem Unfall ums Leben. An die Unglücksstätte begab sich sofort eine militärische Untersuchungskommission.

Professor Louis Eisenmann gestorben. In Paris ist, im Alter von 68 Jahren der berühmte Brubermord. In Dornbirn in Vorarlberg Gelehrte Profeſſor Louis Eisenmann an einem erschoß der 41jährige Hilfsarbeiter Joſef Fajtaj­Nieren- und Herzleiden verstorben. Eisenmann set im Streite seinen 41 Jahre alten Bruder und war Elsässer aus Hagenau und hatte sich wandte dann die tödliche Waffe gegen sich. Der dem Studium der mitteleuropäischen Sprachen, überfallene Bruder ist tot, sein Mörder ringt im Stulturen und politischen Zustände gewidmet. Er Krankenhaus mit dem Tode. war vor dem Krieg Professor für magyarische

Sprache an der Sorbonne, im Krieg Berater des

Generalstabs in östereichischen Angelegenheiten und nach dem Krieg Professor für slawische Sprachen und Kultur. Auch bis in die jüngste Zeit war er ein einflußreicher Berater de 3 Quai mitteleuropäischen fen hat er sich mit den Problemen der Donauvöl­fer, insbesondere der Ungarn und Slawen be=

dampfer Minmi" nachis bei hohem Seegang und Nebel auf den Felsen von Kap Banks auf und zer­brach in zwei Teile. Zwei Mann der Besatzung der 25 Köpfe starken Besayung verloren das Leben, die übrige Mannschaft fonnte mit Hilfe von Raketen­leinen gerettet werden.

Lloyd George und die Jungfrau von Orléans. Einer der offiziellen Teilnehmer an der Coro­ nation ", Mitglied einer Dominion- Regierung,

zählt in einem Londoner Blatt eine ander innerung: vor zehn Jahren war er Schullehrer in Bagdad und erklärte den Kindern, daß Lloyd George während des Weltkrieges England ebenso gerettet babe wie früher einmal Jeanne d'Arc Frankreich . Darauf sei cin Junge aufgestanden und habe ge­Grotesker Doppelselbstmord. In Offek be- fragt: Und wann wird er verbrannt, Herr Lehrer?" gingen zwei unzertrennliche Freunde, der 24jäh- loyd George soll sich über diese Geſchichte ſehr

amüsiert haben.

Nr. 114

Prag Venedig in viereinhalb Stunden., Am Samstag, den 15. Mai, eröffnen die Tschecho= flow atisch en staatlichen Aero Tinien den täglichen Flugverkehr auf der Strecke Prag - Preßburg - Triest - Venedig mit dreimoto­rigen Flugzeugen für 18 Passagiere. Abflug vor Prag um 8.30 Uhr, Ankunft in Venedig um 12.55 Uhr. Von Venedig führt diese Strecke weiter nach Rom , Mailand und Turin . Die Strecke befliegen Flugzeuge der Tschechoslowakischen staatlichen Aero­linien gemeinsam mit italienischen Ala- Littoria­Flugzeugen.

Silfswerk Milch fürs Kind". Das Sekreta riat des Hilfswerkes" Milch) fürs Mind" ersucht jene Autobusunternehmungen, die am 29. und 30. Mai d. J. aus Anlaß der Veranstaltungen im Waldsteingar­ten eine Gruppenfahrt nach Prag planen, dies um gehend an das Sekretariat des Hilfswerkes Milch fürs Mind" befanntzugeben. Sämtliche diesbezüg= liche Anfragen sind an das genannte Sefretariai: Prag II., Národni 10( Palais Donau ), Telephon Nr. 466-90, zu richten. Auf mehrere Anfragen wird mitgeteilt, daß der Einfauf der Heimarbeiten ab­geschlossen ist und weitere Einkäufe nicht mehr mög lich find.

Doch schönes Pfingstwetter? Im Bereich des höheren Druckes, der sich vom Südwesten her über unsere Gegenden ausbreitet, tritt wieder eine rasche Wetterbesserung ein. Das Gebiet der Karpathen ausgenommen, wo es schön und warm geblieben ist, traten jedoch in den Mittagsstunden noch an vielen Orten Regenschauer bei einer Temperatur von 17 bis 20 Grad auf. Die ozeanische Luft erwärmt sich über dem Festland rasch. Wahrscheinliches Wetter Samstag: Im westlichen und mittleren Teile der Republik wieder aufklärend, nachts relativ fühl, tagsüber ernent wärmer. Im Osten wechselnd bewölkt, vereinzelt Gewitterneigung, im ganzen ein wenig kühler, Wetteraussi ch= ten Sonntag: Bis auf Lokalgewitter im ganzen schön und relativ warm.

Vom Rundfunk

Empfehlenswertes aus den Programmen: Sonntag

Prag I: 7.05 Konzert aus Karlsbad : Richard Wagner , Offenbach , Grieg . 8.10 Englischkurs. 12.20 Orchesterkonzert FOK. 14.20 Deutsche Arbeitersen­dung: Ernst Thöner- Teplit: Gedanken eines Demo­fraten zu Pfingsten. 15.30 Operettenmusik a. Schall­platten: Suppé , Joh. Strauß usw. 16.15 Militär­konzert aus dem Baumgarten. 17.35 Deutsche Sen­dung: Maibräuche, Rundfunkspiel. 18.10 lebertra ung aus Waltsch vom Blütenfest". 18.50 Deutsche Preise. 20.40 Rundfunkorchesterkonzert: Smetana , Richard Wagner , Dalberg usw. 22.35 Klavierduos.

bung: Für Bolt und Frieden. 14.35 Pfingsten, Mund­

Brag 11: 14.80 Deutsche Sendung: Arbeiterfelt­funkallerlei.- Bränn: 8.10 Klavierkonzert. 17.00 Populäre Melodien. 17.35 Deutsche Sendung: Ueber­tragung von der Deutschen Technik in Brünn : Er­öffnung des Kongresses deutscher Ingenieure in der bura: 18.55 Slowakische Lieder. Mähr. Ostran: Tschechoslowakei . 18.05 Reise um die Welt. Preß­17.50 Deutsche Sendung: Dozent Schild: Pflanzen sagen die Witterung voraus- Arien. 19.06 Rund­

funkorchesterkonzert.

den. In ſeinen hiſtoriſchen und politiſchen Wer auf, zielten accenſeitig auf ihr Herz und ſchoffen Dritter Verhandlungstag des Štěpánek- Prozesses

faßt. Hiebei erwarb er sich große Verdienste um das tschechische Volk und seine Staatsgründung. Nach dem Kriege lebte er einige Zeit in Prag als politischer Berater des Generals Pellé. Neben Ernest Denis zählt er zu den hervorragendsten westeuropäischen Vorfämpfern des Slawentums, dessen Emanzipation, zunächst im Rahmen der

absburgermonarchie und ſeit dem Weltkrieg in Der zoun ſelbſtändiger Staaten, er wirkungsvoll

gefördert hat.

Eisenbahn und Kundendienst. Ein Leser schreibt uns: Ich benüßte Mittwoch früh den Motor- Schnellzug Prag - Brür, der in den Mor­genstunden die einzige Verbindung nach Tepliß Schönau ist. In Schlan bekamen wir, weil an scheinend der Gegenzug auf der Strecke stecken geblieben war und abgeschleppt werden mußte, eine ausgiebige Verspätung. In Oberniz war der Anschlußzug nach Duy davongefahren. Ich fuhr ebenso wie zahlreiche andere Passagiere( der Zug wird ja hauptsächlich als Verbindung nach Duy

rige Stephan Horvat und der 27jährige Johann Balás aus Lebensüberdruß in eigenartiger Weise gemeinsam Selbstmord. Sie bewaffneten sich mit ihren Gewehren, ſtellten sich einander gegenüber auf ein Zeichen hin gleichzeitig aufeinander. Hor­vát sant tot zusammen, Balás war tödlich ver­wundet. Als er im Krankenhaus für kurze Zeit aus der Agonie erwachte, fragte er nach dem Schicksal seines Freundes und flüsterte auf die Nachricht hin, daß Horvát tot sei: Ihm ist gut". Er lehnte ärztliche Hilfe ab. Sein Zustand ist hoffnungslos.

Unrichtiges Landungsmanöver des ,, Hinden=

burg"? Eines der drei Mitglieder der mit der Untersuchung der Ursachen der indenbart

Statastrophe betrauten Kommission, Schroeder, erklärte, daß die Ursache der Kata­strophe wahrscheinlich ein unrichtiges Landungs­manöver war. Diese Erklärung erfolgte nach drei­tägiger Untersuchung und nach der Einvernahme

aller auf dem Luftschiff oder auf dem Landungs­plat anwesend gewesenen Personen, die irgend welche Aufklärungen über die Katastrophe geben fonnten. Es scheint, daß die Grundlage zu die= ser Erklärung die Aussagen von Personen bildet, welche die Landung des Luftschiffes erwarteten. Oberst Schroeder gab nicht bekannt, ob die beiden anderen Mitglieder der Kommission der gleichen

Meinung sind.

Auf Sand gebant. In Venedig stürzten Freitag vier Häuser ein, wobei etwa zehn Per= jonen getötet und zahlreiche verletzt wurden.

Radfahrsteuer in Wien . Die Wiener Bürger­

Urtell erst Pfingstsonntag?

Leitmerit.( rb) Aller Wahrscheinlichkeit nach wird dieser Prozeß die veranschlagte Dauer über­schreiten und das Urteil entweder erst in den späten Nachtſtunden des Samstag oder erst im Laufe des Pfingitsonntag gefällt werden, da bei Schwurgerichts­verhandlungen eine Vertagung nicht möglich ist, mit Rücksicht darauf, daß für den nächstfolgenden Wochen­tag bereits ein weiterer Schwurgerichtsprozeß festges felt iſt und die Ladungen an die Zeugen und Sach­verſtändigen bereits ergangen find. Mit Beginn des

dritten Verhandlungstages waren am Freitag noch fünfzig 3eugen einzuvernehmen, dazu das sehr ausführliche Gutachten der ärztlichen Sachverständigen zu hören und ein umfang reiches Atten material zu verlesen. Da die

Plädoyers und das Resumee des Vorsißenden einige Stunden ausfüllen dürften, erscheint es sehr fraglich, ob es gelingen wird, den Prozeß noch im Laufe des Samstags zu Ende zu führen.

Aus den Aussagen der zahlreichen Zeugen, die zur Bestätigung der von der Anklage angeführten Einzelheiten aufgeboten wurden, verdient die Auz­sage des Raudnißer Totengräbers Er­wähnung, der erklärte, daß der Angeklagte öfter zu ihm fam und ein

befonderes Intereffe für Aushebung von Gräbern und besonders Exhumationen

zeigte. Ein tragisches Moment des Zeugenverhörs bildete die Einvernahme der von dem Lustmörder an­geschossenen und für zeitlebens verkrüppelten jungber­witweten Zdenka Drobný, die in die bitteren

Worte ausbrach;

und Teplitz benügt!) nach Brür weiter, hoffend, ich würde dort den Schnellzug Eger- Reichenberg erreichen, den normalen Anschlußzug. Dieser soll Brür um 9.21 verlassen. Wir tamen um 9.28 an, aber der Schnellzug hatte die sieben Minu= ten nicht warten können, sondern war weg und wir mußten über eine Stunde schaft, die frühere Gemeindevertretung, beschloß warten, um dann mit dem Personenzug weiter die Einführung einer Abgabe für Radfahrer in fahren und zur selben Zeit nach Teplitz kommen der Höhe von 6 Schilling jährlich. Die Erbschaft der Pavlowa. Nach einem Ve­zu können, zu der wir mit dem 8.56 Schnellzug über Aussig auch dort gewesen wären. So war schluß des russischen Justizkommissariats, der sich man unnüßerweise zeitig früh aufgestanden, hatte auf die Erbschaftsbestimmungen der neuen Ver­ den unbequemen Motorzug benüßt statt des fassung bezieht, ist der noch lebenden Mutter der Schnellzuges und der Vormittag war vertan verstorbenen Tänzerin Pablowa, die in einem und verloren. Da nun der in Brür so pünkt- fleinen Dorf in der Nähe von Leningrad lebt, er= lich davongefahrene Schnellzug meist mit Ver- laubt worden, das hinterlassene Vermögen ihrer spätung nach Tepliz tommt, erfundigte ich mich Tochter, das in Holland deponiert ist, nach der bei Bekannten, die mich an der Bahn erwartet Sowjetunion kommen zu lassen und darüber frei hatten, wann er an diesem Tage angelommen zu verfügen. Es soll über 300.000 Dollar betra­ivar. Man sagte mir: knapp bor zehn Uhr, also gen und iſt zur Zeit auf einer Bank in Amfter­mit mindestens zehn Minuten Verdam hinterlegt. Nach der neuen Verfassung hätte spätung( die er vermutlich irgendwo auf der die Mutter der Pavlowa von der Summe, wenn Strecke stehend erworben hatte). Die sieben Minu fie nach Rußland gebracht worden ist, nur etwa ten in Brür aber hatte der Zug nicht warten fön- 4 Prozent Erbschaftssteuer zu zahlen. Ein Dampfer bricht entzwei. In der nur we­nen. Man wundere sich nicht, wenn die Reisenden bei dieser Art Behandlung es war auch nicht nige hundert Meter breiten Einfahrt zur Botany - geprägt hat. In solchen Augenblicken trauen die Zu­

-

,, Ein ganzes Jahr fragt niemand danach, ob ich und meine Kinder zu essen haben und diesen da ( mit einer Handbewegung gegen den Angeklagten) ernährt die Justiz während dieser ganzen Zeit...!" Der Angeklagte hielt während dieser Zeit den Stopf gesenkt und bei der Konfrontation mußte ihm der Aufseher mit einem Griff unter das Kinn das Gesichtemporheben. Dann aber sah er sei nem Opfer in einer breiften und Kalten ärt ins Ge­sicht, mit einem Ausdruck verbissener Wut und Rach­sucht, wie er sie schon mehrfach im Verlauf des Heu­genverhörs an den Tag gelegt hat und für den das Gerichtssaalpublifum den Ausdruc ,, Mörderblick"

nach cher den Eindruck eines infantilen Muttersöhn= chens hervorruft, auch die gräßlichsten Verbrechen ohne weiteres zu. Die gleiche Haltung beobachtete Stěpánek auch bei der Konfrontation mit der von ihm meuchlerisch angeschossenen 14jährigen Schülerin Rosa Jeba.

Die als weitere Zengen einvernommenen näch sten Angehörigen der Milchhändlerin Franziska Tři ita( ihr Gatte und ihre Tochter) erklärien mit Beſtimmtheit, daß die Ermordete in der friti

schen Zeit mindestens 500 bei sich ge= habt haben müsse.

Im Verlaufe der Nachmittagsverhandlung wurde der Oberlehrer i. R. Franz Dou­

brovitý einvernommen, der das Verhalten seines ehemaligen Schülers vollkommen im Sinne der An­klage darstellte und gleichzeitig

die sträfliche Nachsicht der Eltern

betonte, die ihren Sohn unter allen Umständen zu decken suchten. Aus den Aussagen dieſes ehemaligen Schulleiters geht hervor, daß es, mit Rücksicht auf den Einfluß des Vaters des Angeklagten, schwer war, die Arbeiterkinder, die die gleiche Klasse besuchten, vor den raffiniert ausgedachten Quä­Tereien des Angeklagten zu schüßen. Ein che= maliger Mitschüler des Stepánek, heute Offizier,

weiß zu berichten, daß ihn dieser aus einem gering­fügigen Anlaß mit einem 2 arm it a ch. Die Sache wurde natürlich, dank dem Messerinden Ober­Einfluß der Eltern, beigelegt. Auch andere Zeugen

brachten ähnliche Beispiele der verbängnisvollen Elternliebe bei, die ihr gerüttelt Maß Schuld daran trägt, daß dieser Entartete heute auf der Anklage­bant fist.

In welcher Art Štěpánek, der sich vor Gericht eines anständigen Benehmens befleißigt, sich in der Untersuchungshaft seinen Bellengenossen gegenüber über seine Mordtaten geäußert hat, mag diese Neußerung illustrieren( gemeint ist die ermor­bite

Ich hab' sie über den Schädel gebroschen und an­geschoffen. Sie hat solche Brüste gehabt...!"

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Wann das Urteil erfolgen wird, ist beim Schluß des dritten Verhandlungstages noch nicht mit Sicher

einmal gefragt worden, per auf den Anschluß- Bay bei Sydney lief der 145 Tonnen große Kohlen schauer dem Angeklagten, der sonst seinem Auftreten beit.au.jagen.