Mr. 115

Sonntag, 16. Mai 1937

Volkswirtschaft und Sozialpolitik

Auftakt zum Verbandstag des Transport­

und

Lebensmittelarbeiter- Verbandes

Dann sprach der Vertreter des schweizerischen Bodenbach.( Eigenbericht.) Der ztveite, stark besuchte Verbandstag des Transport- und Le- Lebensmittelarbeiter- Verbandes, Genoffe Molan bensmittelarbeiter- Verbandes wurde am Pfingst - der. Auch er zeigte die politischen und gewert samstag im Saale der Voltshalle in Bodenbach schaftlichen Erfolge in seinem Heimatlande auf und betonte die Zusammenarbeit der Gewerkschaften mit mit dem stimmungsvollen Vortrag des Dänischen der politischen Organisation. Sozialistenmarsches durch den Arbeitersänger­verein Bodenbach eingeleitet. Der Obmann des Verbandes, Genosse se linger, eröffnete dann die Tagung und begrüßte die zahlreich erschiene­nen Gäste des In- und Auslandes. An den Prä­sidenten der Republik, Dr. Eduard Beneš , wurde folgendes Telegramm unter stürmischem Beifall der Delegierten abgeschickt:

Die auf dem Verbandstag versammelten Des Tegierten und Funktionäre des Verbandes der Transport- und Lebensmittelarbeiter sprechen Ihnen, Herr Staatspräsident, ihren Dank für die werftätige Unterstüßung der Forderungen der Arbeiterschaft, sowie ihre vollste Ergebenheit aus und versichern Sie unserer unerschütterlichen Treue

zur Tschechoslowakischen Republik.

Der nächste Redner, Genosse Franz Macoun , sprach für den Deutschen Gewerkschaftsbund in der Tschechoslowakischen Republik. Auch er fand Worte herzlichster und restlosester Anerkennung für die Arbeit der tagenden Gewerkschaft.

Für den Verband Deutscher Wirtschaftsgenof= senschaften sprach Genosse Podzimet, der auf die cherne Achse der Gewerkschaften, Partei und Ge­nossenschaften bertvies und ein gutes Zusammen­arbeiten dieser brei Arbeiterorganisationen als die unerläßlichste Voraussetzung für den Aufstieg der Arbeiterklasse hinstellte.

Für den Parteivorstand und für die Kreisorga­nisation Bodenbach der Partei sprach dann Genosse Schweichhart, der sich mit Feuer und Begei­fterung für eine Zusammenarbeit der Partei und arbeit als unerläßliche Voraussetzung für die Um­der Gewerkschaften einsetzte und diese Zusammen geſtaltung der jebigen kapitaliſtiſchen in die soziali­stische Gesellschaftsordnung bezeichnete.

Scite 7

Lohnerhöhung bei C. F. Pehr in Komotau

hatte vor einigen Wochen bei der Firma C. F. Der Internationale Metallarbeiterverband Pehr, Maschinenfabrik in Somotau, eine Lohnfor derung anhängig gemacht, die nach durchgeführten Verhandlungen dieser Tage zum Abschluß gebracht wurde. Nach den getroffenen Vereinbarungen wurde eine Akkordgarantie von 10 Prozent ge= ter in dem Ausmaß von 6 bis 12 Prozent erhöht. währt und die Regielöhne der jugendlichen Arbei­Eine Freitag abends stattgefundene Belegschafts­

einmütig angenommen.

In seiner Begrüßungsansprache hatte der versammlung hat dieses Verhandlungsergebnis Verbandsobmann Genosse se I inger mit Wor­ten herzlichster Anteilnahme auch der Toten des Verbandes und der Internationale gedacht.

Nach 6 Uhr abends wurde die Tagung abge= brochen. Die eigentlichen Verhandlungen begin­nen Sonntag, 8 1hr vormittags.

Immer höher über dem Vorjahr

April- Ausfuhr gegenüber 1936 um 376 auf 952 Millionen Kronen gestiegen, d. i. um 65 Prozent Fertigwarenausfuhr um die Hälfte größer

-

Unser Außenhandel im April hat zwar den Re- gerungen um 46% und 55.5% aus und der April fordumsatz des März noch zu überbieten vermocht, 1987 übertrifft den April 1986 bereits um 65%. doch ist diese Steigerung des Volumens auf 1970 Nicht ganz vermochte im vergangenen Monat dieser Millionen( im März 1880) auf die außerordents Bewegung die Fertigwarenausfuhr zu folgen. Für lich starke Zunahme der Einfuhr, die 1021 Millionen sie lauten die Verhältnisziffern seit Jänner 25, 44, Der Verbandsobmann ging dann auf die erreichte, zurückzuführen. Der Export machte im 56.7 und nunmehr 51%. Allerdings ist zu betonen, Arbeit der verflossenen Jahre ein und hob beson- April 952 Millionen gegenüber 981 Millionen daß der Fertigwarenerport, also vornehmlich die ders hervor, daß die vor dreieinhalb Jahren be- im März aus und folgt in dieser Abschwächung Ausfuhr industrieller Produkte, im April 663 Mil­schlossene Vereinigung der beiden Verbände sich durchaus den meisten vorangegangenen Jahren. Bo lionen gegenüber 488 Millionen im Jahre 1986 als segensreich für die angeschlossenen Mitglie- symptomatischer Bedeutung ist hiebei der schon seit der erwiesen habe. Die Wirtschaftskrise in diesem Jahresbeginn zu beobachtende Umstand, daß heuer erreichte, also um 225 Millionen größer ist, die Stadium habe die Arbeitsleistung des Verbandes ieder Wonat den entsprechenden Monat des Vor- relativ stärker gestiegene Ausfuhr von Lebensmit­behindert, im großen und ganzen aber habe der jahres in wachsendem Maße überbietet. War die teln und Getränken bewirkte es aber, daß der Anteil Verband nicht nur die Arbeitslosigkeit zu lindern Ausfuhr im Jänner um 31% über dem Vorjahre, so der Fertigwaren an dr Gesamtausfuhr heuer 70% vermocht, er habe daneben auch seine gewerk - wieſen die folgenden Monate Feber und März Steis gegen 76% im Borjahr ausmacht. schaftliche Aufgaben restlos

Verbandstag tagt unter dem Motto Fried e, Demokratie und Arbeit."

Es folgten dann die Begrüßungsansprachen der Gäste. Als erster sprach Bürgermeister e Bler von Bodenbach, der einen Vergleich zwischen der Ar­

Reiner Warenverkehr

Einfuhr

Ausfuhr

Passivum

1987 1.021,158.000.

951,861.000 69,297.000

Den einzelnen Warengruppen nach werden fol­

heit der kommunalen Berbände und der Gewerk- gende Ziffern ausgewiefen( in Millionen): schaften zog und eine Uebereinstimmung in der Rich- Rohstoffe: Einfuhr 635( 355), Ausfuhr 171( 115); tung feststellte, daß beide ihre ganze Kraft anfvan- Lebensmittel und Getränke: Einfuhr 88( 75), Aus­nen müßten, um den Opfern der Krise zu helfen.

Als zweiter sprach der Sekretär der Inter­nationalen Union der Organisationen der Arbeiter und Arbeiterinnen der Lebens- und Genußmittel­Industrie, Zürich , Genosse Georg Schiffer it e in. Er wies mit einem gewissen Stolz auf die Gewerkschaften in den einzelnen Ländern hin und stellte mit besonderer Befriedigung fest, daß nament lich in Fädhltench der Lebensmittelarbelter- Werkand einen unerhörten Aufſchhung genommen habe und

gegenwärtig 350.000 Mitglieder zähle.

Man erhält für

100 Reichsmark

Markmünzen

0

100 österreichische Schilling

100 rumänische Lei.

100 polnische Bloty 100 ungarische Pengö 100 Schweizer Franken 100 franzöfifche Francs 1 englisches Pfund

1 amerikanischer Dollar

100 italienische Lire

100 jugoslawische Dinare

100 fchwedische Kronen

100 holländische Gulden

100 Belgas

100 dänische Kronen

Reiner Warenverkehr Einfuhr Ausfuhr.

1987

3.353,184.000 3.459,204.000

Aktivum(+) bzw. Passivum(-)+106,020.000

1936 654,568.000 576,026.000 78,587.000

1987

+366,595.000 +375,835.000

fuhr 117( 22); Lebende Tiere: Einfuhr 13( 14),

Ausfuhr 0.1( 0.06); Fertige Waren: Einfuhr 285 ( 208), Ausfuhr 668( 438). Für die erſten bier Monate des Jahres ergeben sich folgende Biffern: 1936

2.316,230.000 2.308,536.000 -12,694.000

1987 +1.036,954.000 +1.155,668.000

Dem vorjährigen Passivum steht heuer ein, wenn auch nicht großes Aftivum gegenüber( feit Wärg iſt es freilich infolge der ſtarken rückgegangen). Der Export ift unt die eine aus Baumwolle, Garne und Waren

größer daraus..

als im Jahre 1936, die Fertigwarenausfuhr um 45%. Die Uebersicht der einzelnen Warengruppen ergibt( in Millionen):

1987 1986 Einfuhr

Glas und Glaswaren

"

Konfettionswaren

1937 1936 in Tausend

in Tausend

Kaolinarbeiter im Streik

böhmischen Staolinwerke in Po me is I ist Mitt­Die Belegschaft des Betriebes der Nordwest­woch in den Streit getreten. Den Anstoß hiezu gab das schroffe Vorgehen der Firma gegenüber der Arbeiterschaft. Sie ließ das Verlangen des Verbandes der Glas- und Keramarbeiter nach Abschluß eines Lohn- und Arbeitsvertrages und nach Angleichung der Löhne an die der übrigen Schächte des Gebietes un beantwortet. Die Arbeiter mußten dauernd Ueberstunden lei­sten; sogar am 28. Oktober und am 1. Mai wurde durchgearbeitet und die Sonntagsarbeit trop be= hördlichem Einschreiten fortgesetzt. Dabei verdie nen die Arbeiter bei angestrengtester Arbeitslei­ſtung Schundlöhne von 2.45 bis 2.60 in der Stunde.

Nach Ausrufung des Streikes hatte sich die Grube aufgehalten. Donnerstag abends wurde der Arbeiterschaft in den Betriebsräumen und auf der Betrieb jedoch von der Gendarmeric geräumt. Diese Maßnahme ist um so unver­ständlicher, als sich die Arbeiterschaft völlig ruhig und besonnen verhalten hatte.

Am Donnerstag aufgenommene Verhand lungen führten zu einem Ergebnis. Die Firma will nun Arbeiter von auswärts, vornehm lich aus dem tschechischen Gebiet, heranziehen. Dic streifende Arbeiterschaft ist jederzeit bereit, weiter zu verhandeln, aber umso entschlossener, den auf­gztvungenen Kampf durchzuhalten. Die Poder­famer Bezirksbehörde hat für den 19. Mai neue Verhandlungen angeſetzt.

Eisenerze aus Karpathorußland. Zur Ver­besserung unserer Eisenerzversorgung werden ge= genwärtig Versuche mit der Verhüttung karpatho­russischer Eisenerze gemacht. Falls sich dabei her­ausstellt, daß die Eisenausbeute 50 Prozent überschreitet, soll mit der fabrikationsmäßigen begonnen werden.atvia

302,979288,6 uswertung der tarpathorussischen Eisenerzlager

. 223,994 159,681

Tschechoslowakische Handelsgesellschaft in

Wolle, Wollengarne u. Waren. 214,470 165,848 Südafrika . In Johannisburg ist unter Beteili­Leder und Lederwaren 188,994 143,458 gung von Tschechoslowaten eine Anglo- Czech­Kohlen 169,822 124,855 Company Ltd. mit einem Kapital von 2000 137,254 98,158 Pfund Sterling gegründet worden, die sich mit dem Verkauf tschechoslowakischer Waren in Süd­. 114,943 77.860 afrita und dem Einkauf von Rohstoffen befassen 134,248 96,880 wird. 128,528 92,343

Unedle Metalle und Waren

"

740.50 780.­

1937 1936 Ausfuhr

536.­

Lebende Tiere Lebensmittel

55,8 65,5

1,1 1,1

daraus

18.05

549.50

613.50

u. Getränke Rohstoffe Fertigwaren

310,6 266,8 2025,1 1286,5 961,5 688,5

344,8 96,8 641,0 501,8 2470,1 1701,9

Seide und Seidenwaren Holz

.

Papierzeug, Papier u. Papier­

657.­

varen

129.70

141.50

28.65

145.40 1576.­

65.30

485.50 631.­730.­

-

Eisenbahn

-

einmal sympathisch

Die Fertigwarenausfuhr hat im ersten Jahres­drittel also rund zweieinhalb Milliarden er­reicht. Die Spezialausfuhr weist in dieser Zeit fol­gende Daten aus:

Jänner bis April Jänner bis April 1937 1936

Flachs, Hanf, Jute, Garne und Waren daraus

.

Maschinen und Apparate Tonwaren Buder Mineralien

Eisen und Eisenwaren,.. 502,816 275,641 Tierische Produkte Getreide, Malz, Hülsenfrüchte, Holzwaren Mehl, Reis 266,969 69,729 Pbit, Gemüse, Pflanzen

111,103

Hoher Papierexport. Der tschechoslowakische Papiererport weist gegenüber dem Vorjahre eine 79,680 Steigerung von über 20 Prozent auf. Durch­schnittlich sind in den letzten Monaten 400 Wag­109,088 81,853 gons expediert worden und es besteht die begrün­80,557 55.447 dete Hoffnung, daß sich der Export für längere 70,101 51,144 Beit auf dieser Höhe stabilisieren dürfte. 59,406 42,165

56,657 69,824 56,555 69,726

Gewerbezuwachs verlangsamt sich. Im ersten 39,995 Vierteljahr 1937 betrug der Zuwachs an Gewer 54,156 ben im Gesamtgebiet der Tschechoslowakei 3038. 42,719 In der gleichen Zeit des Vorjahres war ein Ge­57,868 werbezuwachs von 5000 zu verzeichnen.

Geschichten wißiger Autoren, die erzählen, wie Unglückskind!" rief er, vielleicht kommen Sie hartgefottenen Bürokraten: Man braucht sie nur dem verliebten jungen Gent der Zug davon- doch noch zur Arbeit zurecht." Ehe das Mädchen

aus der Umgebung von Aftenmappen, Register­oder die Verzweiflung schildern, die den neuge einem der rückwärtigen Size und rollte mit dem entfernen und sie mit der Nase hineinzustoßen in Der Frühzug hatte eben die kleine Station backenen Ehemann überfällt, wenn er bemerten Schienentvagen davon. die wirkliche, lebende und atmende Welt, um au3 verlassen, als das Mädchen durch den Eingang muß, daß seine eben angetraute Gattin im selben Neben dem Eisenbahner, den sie am Bahn- ihnen umgängliche Menschen zu machen. Unifor­hereingestürzt tam und entsetzt der dünnen, über Schlafwagen davonschwebt, der einem früheren steig angesprochen hatte, saß der Herr Bahnmei- miert und zwischen die kahlen Wände eines Amts­den Lagerschupfen zerflatternden Rauchfahne Nebenbuhler Quartier geboten hat. In unse- ister und nickte ihr freundlich zu. Der Mann hatte raumes verbannt, werden sie zu Apparaten, die nachschaute. Auf das tiefste erschrocken blieb sie rem Falle aber war es ernst. Das Mädchen wan- ihm vom Mißgeschick des Mädchens erzählt und von einer mächtigen, unsichtbaren Gewalt auf eine stehen, warf einen Blick auf ihre Uhr und schaute derte längs der Bahnstrecke auf schmalen Feld- ein plößlicher Entschluß bewog ihn, es ein Stück Disziplinarordnung ausgerichtet, einen Diensts dann wieder fassungslos in die Richtung des da wegen der fernen Stadt zu, an deren Rande die des Weges mitzunehmen. Natürlich waren solche weg eingestellt, eine Amtspflicht verschworen sind vonfahrenden Zuges. Er hätte nach dem Fahr- Strickwarenfabrik stand, deren Büro den ersehn- Atte der Hilfsbereitschaft laut Dienstordnung und die Attenstücke höher einschätzen als den plan noch nicht fort sein dürfen, sie war doch frü- ten Arbeitsplatz barg. Noch gestern hatte sie mit streng verpönt und es war auch noch nie vorges lebenden Menschen. her immer zur gleichen Zeit hier gewesen und nie- Betlommenheit an den Herrn Direktor denten kommen, daß der Beamte lässig oder nachsichtig im Der Wagen hielt in der Nähe der Stadt. mals zu spät gekommen. Sie fragte einen Eisen- müssen, dessen Diktaten so schwer zu folgen war, Dienste gewesen wäre und schon einige Augen- Das Mädchen sprang herunter, dankte herzlichst bahner, und da erfuhr sie, daß seit kurzer Zeit und dessen falte graue Augen die arme Tipp- blicke nach der Abfahrt des Wagens wunderte er und lief davon. Sie wird zurechtkommen und es der Fahrplan geändert, die Abfahrt des Frühmamsell, die einen kleinen Fehler machte, so spöt- sich über seinen Entschluß, einem fremden Mens wird alles gut werden: Ihr erster Tag stand unter zuges um eine Viertelstunde vorverlegt war. tisch mustern tonnten. Diese Furcht vor der nicht schen zuliebe eine solch offensichtliche Untorretts einem freundlichen Stern. Und die Eisenbahner Ich sollte heute wieder zu arbeiten begins mehr gewohnten Arbeit war jetzt verflogen, jie heit begangen zu haben. waren alle gute Menschen... fver wollte leug­nen", sagte sie tonlos, ein halbes Jahr habe ich ersehnte nur eines: Zeitgerecht an Ort und Stelle Gilig fauste der Wagen über die blißenden nen, daß sie auch uns, obwohl sie so offensichtlich aussehen müssen und gestern ließ man mir sagen, zu sein, um ihren Posten antreten zu können, Schienen. Rechts und links vom Bahndamm dehn pflichtvergessen gehandelt haben, sehr sympathisch daß ich mich heute um acht Uhr im Büro zu mel- und dies nicht nur des geringen, so dringend be- ten sich die im ersten Frühlicht liegenden Felder, erscheinen?! den habe. Jetzt ist das wohl vorbeil" nötigten Lohnes willen. Sie fühlte eine leise über deren feuchtigkeitsgesättigter, schwarzer At- Stehen nicht auch wir oft am Bahnsteig der Sie war nie zu fremden Menschen mitteil- Liebe zu der lange entbehrten Arbeit in sich auf- ferkrumme der scharfe, würzige Vorfrühlingswind enttäuschten Hoffnungen und schauen zerflattern­sam gewesen, aber in dieser Minute der Bestür- teimen, rückte in Gedanken die grünbeschirmte vehte. Er brachte auf seinen Flügeln ein Ahnen den Illusionen nach? Mit dem Gilzug wollten wir zung verlor sie ihre Schen und sprach so eindrings Lampe auf dem Tischchen zurecht und ließ ihre bon blühenden Frühlingswiesen und sonneüber ins Land unserer Sehnsucht fahren und sind zu lich zu dem fremden Mann, als ob ihr dieser hel- Finger auf der schwarzglänzenden Tastatur der schütteten grünen Berghängen und erweckte in den spät gekommen, um zehn Minuten oder zehn fen tönnte. freuen, immer bereiten Schreibmaschine spielen. Herzen der Menschen, denen er an jenem Mor- Jahre. Manchmal tommen wir mit unseren Der Eisenbahner sah sie bedauernd an. Lei- Nein, ihre Arbeit war nicht monoton und geist gen um die Stirnen flog, ga: manche Sehnsüchte Wünschen auch zu früh, um zehn oder um hun der kann ich Ihnen nicht helfen, kleines Fräulein. tötend, ivie sie früher manchmal behauptet hatte, und Wünsche, die einzugestehen sie sich im Bann- dert Jahre. Was tut das? Wir müssen be­Sie werden wohl mit dem nächsten Bug fahren ste war schön und nüßlich wie andere Arbeiten freis der freudlosen Verpflichtungen des Alltags scheiden zu Fuß gehen. Schritt für Schritt dem müffen, der in einer Stunde geht, wenn sie längs auch und wert, getan zu werden! wahrscheinlich geschämt hätten. Vielleicht war es Biele zu, das wir vielleicht nie erreichen, wenn der Bahnstrecke zu Fuß nach T. gehen wollen, Die Stahlschienen auf dem Bahndamm diefer ungebärdige, berauschende Morgenwind, der wir nicht das Glück haben, von den Motorzügen brauchen Sie noch etwas länger." Er ging wet langen auf: Eine mit zwei Männern besetzte die Würde und das Pflichtbewußtsein des Herrn der Geschichte vorivärtsgeworfen zu werden, denn ter und das Mädchen wandte sich ratlos dem Aus- Motordraiſine ſauſte heran, bremste plößlich Bahnmeisters zerzauft hatte. Wer weiß das? Es und deswegen erzähle ich euch das scharf und hielt etwa zwanzig Meter von ihr ent- geschehen so manche unerwartete Dinge in dieser freuliche Ausgang der hier geschilderten unwich­Aehnliche Situationen entbehren häufig nicht fernt auf der Strecke. Einer der Männer winfte Jahreszeit... tigen Begebenheit ist auch nur eine Ausnahme, einer tomischen Note. Wer erinnert sich nicht jener ihr zu, heranzukommen. Steigen Sie ein, Sie niemals die Regel.

fährt, der ihn zu der Angebeteten führen sollte, das Geschehene zu faſſen vermochte, ſaß es auf schränken und gedruckten Dienſtvorschriften zu

gang zu.

"

So wie dem Bahnmeister geht es manchem

-

der ers