Mittwoch, 29. September 1937 Nr. 220 die Stresäfront gegen dieWiederherstellung der deutschen Ehre" und es verlautete,, das; gerade Mussolini damals ein lriegerisches Borgehen gegen Hitler vorschlug. Von O e st e r r e i ch, von Südtirol , von Ungarn , vom Balkan war in den beiden Freundschaftskundgebungen Nicht die Rede.' Aus der praktischen Politik der beiden Achsen-Mächte' lassen sich diese Fragen Nicht so einsach streichen. Was ist der Zweck der Reden von Berlin ? Mussolini will zweifellos die Wcstgtächte noch ein­mal unter stärksten Druck«setzen, um zweierlei zu erzwingen: die Anerkennung des Jmpero, insbe­sondere durch die Gewährung einer englischen An­leihe, und die Einschaltung in die Mittelmeer - Polizei, um geniigend Truppen für eine große Herbstoffensive nach Spanien werfen zu können. Es scheint ihm gelungen zu sein, Hitler zum Mit­gehen zu bewegen, wofür er ihm wahrscheinlich gewisse Wechsel ausgestellt hat, die später, nach derBereinigung" der spanischen Affäre, einge­löst werden sollen. Was wird das Er g e b n i S des Bluffs sein? Das hängt ganz davon ab, wie die Welt, wie ins­besondere die beiden Westmächt« und AmeBka auf die Drohungen reagieren. Lasten sich die Regie­rungen von London und Paris nicht einschüchtern und nicht beirren, gehen sie den Weg weiter, der zu N y o n eingeschlagen wurde, so wird keine Erpressungspolitik der Achsenmächte, weder große Worte, noch abenteuerliche Taten, Europa , aus den Angeln heben. Dann wird Europa morgen«ich t faschistisch sein, sondern wird die'faschistische Krankheit überwinden. Geben die Politiker detz Westens den Drohungen nach, lasten ste sich bluf­fen,-so werden die faschistischen Mächte, oder wenigsten»«ine von ihnen, noch einmal Ventil» und eine Verlängerung ihrer Lebensfrist finden. Gewiß hat di« Welt nach diesen Reden allen Grund, aufderHut zu sein. Man hat e» mit Hasardsuren zu tun, die unter Umständen daS Risiko nicht scheuen werden, di« Pistole zu ziehen, wenn die diplomatischen Karten nicht mehr stechen. Mer einem politisch und mili­tärisch gerüsteten, seelisch auf die Stund« der Entscheidung vorbereiteten Europa droht auch dann keine Niederlage, wenn irgendein Tyrann und Hasardeur so wahnwitzig sein sollte, der ge­sprochenen Drohung die Tat folgen zu lasten. Dir demokratische Welt wird von der faschistischen Gewalt nicht besiegt werden. Nur Leichtgläu­bigkeit und Verblendung könnten die Weltfront d« Demokratie gefährden. Bleiben wir ruhig, wir trauend auf unsere Kraft und gewärtig der Ent« schetdung, so wird das Morgen uns ge­hören! Tschechische Katholiken für Demokratie Bemerkenswerte Stellungnahme. auf dem Kongreß der tschechischen Volkspartei Samstag und Sonntag sand in Prag der Landeskongreß der tschechischen Bolkipartei Böh­ mens statt. Den Vorsitz führte Wg. S t a ö e k, Referate erstatteten der Reichspartelobmann Mi­nister Srämek, Arbeitsminister Dostälek und der Führer der jungen katholischen Genera­tion Dr. I. I. Rückt. Bemerkenswert war die« . ser Kongreß durch das klare, eindeutige Bekennt­nis zur Demokratie, woraus man schließen kann, daß die Volkspartei an ihrer bisherigen Politik feschalten wird. Wir führen au» den Reden der genannten Parteiführer einige bemerkenswerte Stellen an: Srämek: Gegen die Totalität Stets haben wir im Staate mit Entschieden­heit jeglichen Versuch einer sogenannten Totalität abgelehnt. Wir waren für entschiedene Freiheit, Selbständigkeit der politischen Richtungen in Ka­tion und Staat. e Srämek: Ole Präsidentenwahl ' Als e» vor kurzer Zeit notwendig war, un­sere staatliche svemokratje durch die Präsidenten­wahl zu festigen und zu stählen und' wir zu un< serem Leidwesen beobachteten, daß die regierende Koalitionsmehrheit einer einheitlichen Wahl nicht fähig sei, blieb uns nichts anderes übrig als nach einer anderen Mehrheit Umschau zu haltem Wir haben sie geschaffen... und wir haben nicht ge­schwankt, auch wenn wir monatelang in Zeitun­gen und Kundgebungen der Gegner al» Bolsche­wiken Und Freunde der Gottlosen hingestellt worden sind... Wir haben ausgeharrt, unsere Leute haben ausgeharrt und wir haben einen Sieg errungen, welchen das gesamte katholische Lager Europa » bewundert hat. StaSek: Masäryk als Muster Verdiente Führer der Nation zu feiern und ihrer zu gedenken, heißt ihnen folgen. So wol ­len auch-wir Katholiken und Bolkdparteiler dem Präsidenten Masaryk folgen, in seiner Liebe zu unserem Staate, zur Demokratie, zur Gerechtig­keit. Aber teure Freunde, wir wollen ihm auch in etwa» anderem nachfolgen. Masaryk hat sein ganze» Leben unermüdlich gearbeitet, hat die Feind« nicht gefürchtet, wenn sie auch noch so zahlreich waren und er verstand e» sich bi» zum äußersten für seine Auffassungen zu schlagen. Auch wir Bolklparteiler nehmen un»«in Beispiel an unserem Präsidenten-Befreter und geloben, daß wir ibm. auch darin folgen werden, für un­sere Grundsätze, unserä Ideale und da» Pro­gramm unserer christlichen Bewegung zähe, un­ermüdlich und mit ganzer Seele zu arbeiten. Dostilek: Demokratie und Katholizismus Es war die Gefahr sehr groß, weil bestimmte Parteien auf dem Scheidewege standen, ob sie di« demokratische Richtung nicht verlassen und mit der totalen. Strömung schwimmen,sollen, deren Wel­sen unseren Staat bespülten,Undda wird e» fütz ewiges Gedenken eingeschrieben sein, daß die tsche­choslowakische Bokispartei mit ihrem Führer Monsignore Srämek in diesem geschichtlichen Augenblick den Weg der Ergebenheit und der Un­eigennützigen Liehe zu diesem Staat, zu seiner teuren Nation und zum demokratischen Ideal ge­gangen ist. Wir sind hinter diesem Ziel gegan­gen, weil wir glauben, daß da»' demokratische Ideal der tschechischen Seele und dem vollendeten Katholizismus am besten entspricht und am besten imstande ist, die Existenz dieser Staate» und der Rechte der Bürger zu sichern. Wir glauben an die Demokratie, weil wir auf ihrer Grundlage in un­seren Verhältnissen am besten zu einer gerechten sozialen Ordnung gelangens zu einer christlichen Ordnung.. DK J. J. Rlldd: Für Benei Wir Msten immer die.Harmonie aller Ele­mente de» Staate» im Sinns haben. Wenn ich da» Vt einer kurzen Parole aurdrücken sollte, würde ich sagen, wir wollen eiste Tschechoslowakei Be- nc5'(öeBkoslovensko BeneSovo): Da» ist ein Staat, der nicht.mythischen Phantomen nach­jagt, sondern ein Staat, der sich an die RealiM hält," der gerecht zu allen sein will und insbeson­dere zu der jungen Generation, welche bereit ist, für diesen Staat ihr. Blut zu vergießen. Der Präsident der, Republik fährt im Land» umher, spricht zu Tschechen, Slowaken, Deutschen, Ma« gyaren, Ruthen «» und Polen , zu Arbeitern, Bauern und Industriellen, zu alten Und insbeson­dere zu den Jungen und propagiert ununterbro­chen den Gedanken de» Staates, den Gedanken der Einheit und Einigkeit. Wir wollen ein« Tsche­choslowakei Beneä' haben, da» ist ein Staat, der ununterbrochen den Ausgleich zwischen verschiede­nen Richtungen sucht,' aber die Probleme nicht mittels Diktates, sondern mittels Vereinbarun­gen löst. Hodfa bei Schuschnigg , Wiener Blätter brachten gestern die Nach­richt, daß Ministerpräsident Dr. Hodja auf der Rückreise aus Prehburg in Baden bei' Wien seinen Arzt konsultiert hab«. Bei dieser Gelegen­heit sei er mit Bundeskanzler Dr. Schusch­nigg zusammengetroffen, mit dem er über di« bevorstehenden handelspolitischen Verhandlungen zwischen den beiden Ländern gesprochen, habe. Die Wiener Blätter bemerken, daß es zu'keinen politischen Unterredungen gekommen sei. Diese Meldung hat im Ausland allgemein großes Interesse geweckt. Da» Tschechoslowakische Pressebüro meldet hiezu: Wir verzeichnen diese Meldung mit sämt­lichen Vorbehalten, die um so mehr begründet stnd, als weder Men noch Prag amtliche Nach­richten über, diese Zusammenkunft ausgegeben haben, zu der e» während einer kurzen Erholung de» Vorsitzenden der Regierung gekommen sein soll. Es kann jedoch schon heute gesagt werden, daß jede sensationelle Färbung un­begründet und auf bloße Kombinationen begründet ist." Wachsende Schwierigkeiten des japanischen Vordringens Tokio . Die japanische Armee in Nordchlna Meldet Melters Erfolge auf ihrem Vormarsch nach der Einnahme von Paoting und T s ch'ang- tschau. Der Vormarsch an den Eisenbahnlinien macht rasche Fortschritte.- Dagegen hat der japa­nische Vormarsch üuf der H o p e i« E b e n e mit der Stadt Hollen als Ziel große Schwierigkeiten zu überwinden, Das sumpfige,Gelände l»nd zahl­reiche chinesisch». Verstärkungen verlangsamen das Tempo des japanischen Vordringens. Schanghai . Die chinesische Nachrichtenagen­tur Central News gibt bekannt, daß die chinesi­schen Truppen, besondere Abteilungen ver achten Armee, gegen Norden längs des Weges von Lintschiu'nach Gwangling in Nord-Tschansi vor­rücken. Sie rücken ferner auch gegen Hänkäu mit dem Ziel«, Tatun, das von. den Japanern be­seht ist sowie gegen Kalgan vor. Die japani­schen Truppen haben den Rückzug angetreten...' Pas fällige Dementi Tokio .(Reuter.)' Der japanische Marine­minister bestreitet kategorisch die Richtigkeit de« Meldung aus Hongkong , daß' ein japanisches Unterseeboot eine chinesische Flscherflottille ver­senkt habe. Unverbesserlich An Gmunden wurde«ine neue illegale na­tionalsozialistische Organisation aufgedeckt. Am Zusammenhang damit wurden zahlreiche Haus­durchsuchungen vorgenommen und«ine groß« Menge Propagandamamial beschlagnahmt. Hie­bet wurde eine Reihe von Personen verhaftet, von denen die meisten erst jüngst unter der Bedingung amnestiert und aus der Hast entlasten worden waren, daß sie an keiner illegalen Arbeit mehr tetlnehmen wer­den. London . An britischen amtlichen' Stellen wird' kategorisch» die Behauptung der japanischen Press» dementiert, wonach die britischen Behörden in Tan­ ganjika Bombenflugzeuge zur Unterdrückung eine»' Aufstandes - der Einheimischen, der auf diesem Ge­biet ausgebrochen sei, eingesetzt hätten. Völkerbundplenum verurteilt einmütig Japans Mordbrennertum Genf. Gegen Schluß der dienstägigen Pke- narsttzung de« Bölkerbimdversammlnng wurdy User Antrag de». BorsjtzMen A g a K'h a n-tiN- mvtig die.Resolution angenommen, die der Bie- ratmigsausschuß für den chinesisch.japanischen Konflist am Montag auSgearbeitet hatte. In der Resolution heißt es: Indem dir Versammlung di« Frage der Be­schießung offener Städte und chinesischer Schiffe durch Flugzeug« in dringende Erwägung zieht, gilt ste d« tiefen Beweg«»» Ausdruck, welche diese BombardleriMg, die auch den Tod von Zivilpersonen einschließlich ein« großen Meng« von Frauen«nd Kind«« verursacht, bei ihr her- vorruft. Die Resolution erklärt, daß es k e i n e En tschuldtgung für d«artige Aste gibt, die in der ganze» Welt rin Gefühl deS Schrecken» und der Erbitt«»»» auSgellst haben«nd ver­urteilt st« in feierlicher Form. Vas tägliche Luftbombardement "''N« nkln g.-80* japanische Flugzeuge ün- ternahkiien am Dienstag einen Anflug auf Nan­king und warfen Bomben auf den Militärflug­platz«nd das Arsenal ab. Die Zahl der Opfer ist tiSH« nicht bekannt. 15 Japanische Flugzeuge warfen üm Diens­tag mehrere hundert Bomben über d« Stadt W u h u, einem Handelshafen am Blauen Fluß­ab. ES entstanden zwei Riefenbrändo, di» viele chinestsche Häuf«»«störten. Bisher ist nicht bekannt, wieviel Mensche» umgekommen stnd. Diese Vombardi««ng hat überrascht," denn die Japaner haben diese'Stadt in die Sicher- heitSzon'e für ausländisch» Funktionäre eingereiht. SS VON BILDERN UND ANTIQUITÄTEN Copyright by Saturn Varia« 1935 Trotz vielfacher Bemühungeck de» Unter­zeichneten war M. Pl... B... nicht zu be«' wegen, den Namen dieser Persönlichkeit zu nen­nen. Er machte jedoch gewisse Andeutungen über gewisse Kunst-Gegenstände, die diese höchste Per­sönlichkeit seiner Schwester zum Zwecke de» Ver­kaufs überleben habe. Diese, wie überhaupt alle Objekte, hie sich im Besitze der hohen Persönlich­keit befänden, seien eigentlich Eigentum der U. o. S. S. R. und könne man sich" durch eine Anzeige an die Pariser Botschaft der U. d. S. S. R. eine gute Belohnung verdienen. Diese Umstände sowie sine Reihe anderer Recherchen lassen den Unter­zeichneten zu' folgenden zusammenfassenden Schlußfolgerungen gelangen: Der von M, B..» A. dem Auftraggeber angebotene Schmuck stammt aus dem Besitze einer sehr Hochstehenden Persönlichkeit VorkriegSruß- lands. Diese Persönlichkeit steht im Begriffe, den Schmuck durch die Zwischenperson der ihr nahe­stehenden Melle T... Pl... B.... zu Geld zu machen. Eine Anspruchsmögllchkett her heutigen russischen Machthaber auf diesen, angeblich histo­risch bedeutsamen Schmuck ist nicht ausgeschlossen. Eine diskrete Behandlung der ganzen Materie 'erscheint dem"Unterzeichneten geboten. Derselbe hat mit Rücksicht därauf und auch in Hinblick auf die anrüchige. Erscheinung deS M. Pl... B... feine Recherchen nicht weiter-getrieben. Es er- jcheint außerdem fast inopportun, dem wirllichen Besitzer deS Schmucke» weite« nachzuspüren, da die Provenienz bi» zu der Mittelsperson hiemtt nachgewlesen ist. Der Unterzeichnete erachtet da­mit die ihm Vertragene Ausgabe für gelöst. Die Auskünfte erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen und unter strengster Diskretion. Jean Frangoi» Larust, Prlvatinftitut für Beobachtungen und Auskünfte. 657 Boulevard du Tempi«, Pari». »Ste stnd wirklich ein Meister Ihrer Fache»", sagte Balerian und stand auf.Da» Wen Sie großartig gemacht." t Laruse lächelte. Geben Ste diesen Bericht ab, und wenn Sie meinem Rat folgen, verlangen Sie fünfhun­dert Franc» Extragrattfikation." Ich muß", eölärte Laruse ernst,nach dem Tarif arbeiten." Er ging. Die» hatte sich an einem Freitag zugetra­gen. Den Samstag verbrachte Balerian in ner- vöser Erwartung irgendwelcher Ereignisse .-Sie stellten sich jedoch nicht ein. Sonntag vormitmg» aber wurde er bereit» um zehn Uhr durch«in Pochen an seiner Tür er hatte an Stelle einer elektrischen Glocke einen altertümlichen Tür«, klopf« anbringen lassen überrascht. Er öffnete. Professor Mysenius stand vor ihm. «Tag, Hs« Arona»", sagt» d« Greis. E» war kalt an diesem Tag; Frost. Im silberweißen Bart de» ehrwürdigen Manne» hingen klein« Eisklümpchen.»Tag, He« Arona»; ich möchte mal einen Augenblick mit Ihnen sprechen. Ach, bttte, wo kann ich denn ablegen?". Balerian half dem Professor au» dem Mantel und führte ihn in da» Gemach. E» machte bei Tägttlicht eine» nüchterneren Ein­druck. Tja", sagte Professor Mysenius und ließ sich mit ein«n leisen.Seufz« im Fauteuil Nied «, »tja, He« Aronas, gewisse äußer« Schwierig«, ketten, die unserem Interesse an diesem Schmuck entgegsnstanden, scheinen weggeräumt. Nun har die Wissenschaft da» Wort, nun müssen wir mal sozusagen wie Kollegen zueinander sprechen; ganz offen." Er hob ernst und lehrhaft den Zeigefinger.»Wie ist es mtt dem Schmuck, He« Aronas?" Balerian blickte verwundert auf. »Ja, wie ist es mit dem Schmuck?" er­widerte er.Das muß ich doch vielmehr Sie fragen, He« Professor, Sitz sind doch der Kunst- htstoriker." Bin ich wohl", erwiderte Professor My­senius,bin ich wohl. Dreiundzwanzig Jähre war ich Direktor des Landesmuseum» in S...., dreiundzwanzig Jahre. Noch zwei und ich wäre vollpenstonSberechtigt gewesen; penstonsberech- tigt mit vollem Gehalt. Ja, lieber He« Arona», ich darf wohl sagen, daß ich Kunsthistoriker bin. Aber der Schmuck, wissen Me-.'. ich stehe vor einem Rätsel. Ich schlafe gar nicht mehr. Ich trage doch die wissenschaftliche"Verantwortung." Er stützte den Arm auf die Tischplötte und den Kopf in die Hand; er sah müde und sorgen- vollau». Heer Professor", sagte Balerian warm und trtlnahm»voll,ich verstehe Sie gar nicht. Warum machen Sie sich da» Leben so Mw«? Sie sinlMn Gelehrter vom guten alten Schlag." »BIN ich wckhl." »Noch äu» der guten alten Zett.? »Sie war Wohl-gut,'die alt« Zeit. In der alle» geregelt ging, Ji^der Deutschland noch sei­nen^Kaiser hatte, unseren hohen Herrn. Aber ich will damit nicht» aesagt haben, gar nicht»." »Nein, Sie haben nicht» gesägt, Herr Pro­fessor, spwchen Wir nicht davon. Die Zelten sind schwer. Warum.sie stch noch schwerer machen?" wiederholte Balerian.'»Ich habe vor einigen Tagen den Dopten/Ihre» jungen Begleiter» ge­radezu mit Ergriffenheit gelauscht." Professor Mysentu» hob den Kopf und sich auf.Ja, Herr Professor, mit Ergriffenheiti Da» ist die Jugend I-Die Wissenschaft ist nicht Selbstzweck, sagty er, sie muß ihre neu« Aufgabe begreifen, sie hat nicht zu deuteln und zu mäkeln, sondern den völkischen Schatz zu behüten und dem Volke nahezubringen." |Zu meiner Zett dacht« man and er»",.mur­melte Professor Mysenius. »Das ist vorüber", sagte Balerian,'Die Jugend, die goldene-Jugend von heute hat damit radikal abgeräumt.- Wer lebendig bleiben will, muß mit ihr gehen! Sie fragen mich, He« Bro, essor, wie e» mit dem Schmuck ist? Gar nicht» ist es mit dem Schmuchl War immer wir Men­schen von früher sagen werden es hat nicht» zu. bedeuten; also sagen wir. gar nicht«. Da» Wort hat die Jugend; die prachtvolle Jugend die­ser Sydows. Lernen wir von ihr! E» bleibt un» auch nichts andere» übrig.- Und ste hat ihr Wort schon gesprochen;«» äst Begeisterung und Er« griffensein." Aber ich trage doch die wissenschaftliche Verantwortung," stöhnte Professor Myseniu». r; 'Ja, Sie wagen sie, und sie ist angesicht» dieser Begeisterung leicht zu tragen. Begreifen Sie doch, Herr Professor, was die Jugend voP Ihnen will. Sie will nicht desillusioniert werden. Erfüllen Sie der Äügtnd; iodW'sielvost^Shnen istz- wartet, und sie. wird Ahnen erfüllen, was Sie von ihr'.fordern.' Fordern Sie, He« Professor! Fordern Sik! Man muß heute fordern.", Dreiundzwanztg Dienstjahre..mur­melt«; Professor Mysenius. ','.DaS ist,es>"' sagte..Balerian,Sie haben ein Recht auf Jhten.-Bsätz. Der Dienst, den SW der Nation erweifärt, indem Sie. al» erster Wis­senschaftler die nationale' Bedeutung diese» Schmuckes«steistteftr gibt JhyM»«in Rechtsakts dey.Dank der Nation.. ES ist nur em Mhvtt bon- der alten Auffassung her Wissenschaft zür neuen, Tun Sie ihNl Hundertei' tausendeJhrer Kollegen haben thn getan."':£..V (Fortsetzung folgt)!''