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und wie bekannt Termin auf den 22. d. Mts. anberaumt. Dies Politik im Urheberrecht. Der recht plumpe Versuch, in den Entivurf des Urheber- neue Disciplinarverfahren stößt selbst bei einigen hartgefottenen Hurrapatrioten auf lebhafteste Bedenken, weil dieser Prozeß so unrechts politische Tendenzen hineinzuschnunggeln, wird auch von leugbar klar die Tendenz zeigt, mit dem Reſt preußisch= deutscher Täglichen Rundschau" scharf zurückgewiesen. Freiheit der Wissenschaft Kehraus zu machen. Der Pro der rein juristischen Richtung hin Das Blatt rügt aber nicht nur die eine Bestimmung, die sich zeß ist auch nach auf den Schutz von litterarisch belanglosen Briefen bezieht, intereffant. So viel aus dem Verfahren bis jetzt bekannt geworden sondern auch noch eine andere. Jm§ 16 wird bestimmt, was die Anklageschrift und die Atten entziehen sich unserer Kenntnis nicht als Nachdruck anzusehen sei:
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1. Der Abdruck von Gesezbüchern, Gesetzen, amtlichen Erlassen und Entscheidungen.
2. Der Abdruck auderer amtlicher Schriften, die nicht mit dem Verbote des Abdrucks oder einem allgemeinen Vorbehalte der Nechte versehen sind.
Das gegenwärtige Gesez bestimmt ohne Einschränkung in
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feinem§ 7 unter C., daß als Nachdruck nicht anzusehen sei der der wenigen Grundsätze, allen Juristen als bon
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Man
zwei schwarze Mandate erobert. Resultat: Vermehrung der Centrumsmajorität im Landtag um zivei Sige. Wie wäre es nun, wenn die Liberalen das Handelsgeschäft mit den Socialdemokraten machen würden? Sie müßten natürlich mehr bieten, also zwei rote Mandate und ein liberales. Resultat: Verminderung der Centrumsmajorität im Landtag um givei Siße. Wir empfehlen den liberalen Wahlmännern dieses einfache Rechenerempel zur Ueberlegung. richtet sich auch die jetzige Auflage gegen die socialdemokratische Gefühlspolitik ist keine Politit. muß im politischen Handwerk mit den gegebenen ThatAnschauung des Dr. Arons und ihre Bethätigung, dadurch sachen rechnen. ist der Grundsaß, ne bis in idem( doppelt wegen der Die Socialdemokraten sind einmal leider nach dem Ausfall der Urwahlen das Bünglein an selben That einzuschreiten, ist verboten) in trasser Weise der Wage. Die Situation steht fest. Lamentieren hilft nichts. Es verlegt. Dieser Grundsatz, der es ausschließt, daß ein und dieselbe That, ein und derselbe Vorgang wiederholt zum Gegen- handelt sich nur noch darum, aus der Situation die nötigen Konsequenzen zu ziehen und demgemäß zu handeln. Besser zwei ftande einer Anklage gegen diefelbe Person gemacht werde, ist einer der zu allen Zeiten bis auf den Socialdemokraten und einen Liberalen, als einen Socialdemo= einer der Stüzen fraten und zwei Centrumsmänner! Von zwei Uebeln soll man Abdruck von Gesetzbüchern, Gesetzen, amtlichen Erlassen, öffentlichen heutigen Tag Gesellschaftslebens jedes das kleinere wählen." anerkannt wurde. Demnach zeigt Aftenstücken und Verhandlungen aller Art. neueste Kind des Ministeriums preußischen Geistes Die„ Tägliche Rundschau" meint, daß mit den anderen bas amtlichen Schriften" die geheimen Aftenstücke getroffen werden Abnormitäten nach allen Richtungen hin. Ob die ideale" 8u gehörigkeit zur socialdemokratischen Partei Philosophen sprechen sollen, die im Vorwärts" von Zeit zu Zeit sehr zu Nutzen da auch von einer Zugehörigkeit an fich" oder die praktische der Oeffentlichkeit das Licht der Welt erblicken. Auch uns Bethätigung socialdemokratischer Gesinnung und die Art und Weise schien anfangs die Bestimmung sehr verdächtig. Indessen dieser Bethätigung den Gegenstand der neuen Anklage bildet, ändert entschlossen wir uns doch schließlich, in diesem Falle der Re- an der Verlegung des Rechtsgrundsages ne bis in idem" durch das gierung keine politischen Nebenabsichten zuzuschreiben. Wir neue Verfahren nichts. Zulässig wäre allein ein Verfahren wegen sind der Meinung, daß die geheimen Erlasse" unter die Handlungen, die mit der socialdemokratischen Gesinnung des PrivatZiffer 1 fallen, die ausnahmelos nachdrucksberechtigt sind, docenten in keinerlei Zusammenhang stehen. Angeklagt ist er aber und nicht unter die anderen Schriften" der Ziffer 2. Ueber- gerade wegen Bethätigung dieser politischen Gesinnung. dies wäre es auch sehr spaßhaft, wenn derlei Aftenstücke, die zudem überhaupt gar nicht als Schriftwerke" zu gelten haben, fünftighin nicht nur mit dem Vermerk geheim", sondern auch mit dem den„ Borwärts" abwehrenden„ Nachdruck verboten" versehen würden- ein Vermert, der ja notwendig wäre, um sie gegen Nachdruck zu schützen.
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Immerhin entsteht die Frage: Was sind solche ,, anderen Schriften". Darüber geben die erläuternden Bemerkungen" eine, wenn auch nicht ganz bestimmte, Auskunft:
Für andere amtliche Schriften will dagegen der Entwurf die Möglichkeit geben, durch einen Vorbehalt den Abdruck auszuschließen. Die Behörden können auf diesem Wege den VerTeger, der in ihrem Auftrag ein amtliches Wert, zum Beispiel Materialien zu einem Gesetzbuch oder Zusammenstellungen anderer, namentlich statistischer Art, auf eigene Gefahr mit nicht nbeträchtlichen Aufwendungen herausgiebt, gegen den un Lauteren Wettbewerb Dritter sichern.
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Aber auch das tonservativ gerichtete Bündlerblatt des Kreises Fürth Erlangen, die„ Südd. Landespost", muß sich bequemen, für die Wahl eines Socialdemokraten einzutreten, um nicht selbst leer auszugehen. Das Blatt schreibt: Was vor der Wahl noch ging, das geht heute nicht mehr! Soweit wir die Stimmung fennen, bleibt es bei der Forderung: zwei bauernfreundliche Abgeordnete, der dritte mag Ber Partei angehören, welche den Bauern zu ihrem Rechte berhilft."
Die Partei, die dieses konservativ- bündlerische Lob erfährt, ist die Socialdemokratie. So rächt sich ein widerwärtiges Wahlsystem an feinen eigenen Verteidigern, indem sie gezwungen werden, ihre schärfsten politischen Gegner zur Wahl zu empfehlen, denen sie sonst gern die Gleichberechtigung und jede Existenzberechtigung bestreiten.
Wilhelm II. , König Oskar und Frankreich . König Ostar von Schweden hat, wie das„ Slanska Dagbladet" mitteilt, nach dem Die 46. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands Eingange der Nachricht von dem Besuch des Kaisers auf der " Iphigénie " und von dem zwischen dem Kaiser und dem Präsidenten wird auf die Zeit vom 27. bis 31. August d. I. nach Neisse einLoubet ausgetauschten Depeschenwechsel ein Schreiben an den Kaiser berufen. Es ist das erstemal, daß die Generalversammlung im gerichtet, in dem er seine Freude darüber ausspricht, daß der erste Schritt deutschen Südosten tagen wird, der bisher als eine Hauptdomäne zu einer freundschaftlichen Annäherung zwischen den beiden wichtigsten der Centrumspartei galt, aber zum Leidwesen der Schwarzen vom Kulturstaaten des Kontinents innerhalb der Grenzen Schwedens und socialdemokratischen Einbruch schwer bedroht ist.- Norwegens geschehen sei. Der König spricht die Hoffnung aus, daß Die große nationale antisemitische Bewegung" ist, wie dieser Schritt zu einer völligen Verständigung zwischen den beiden Ländern führen möge, auf denen der Weltfrieden beruhe. Dem Herr Liebermann v. Sonnenberg in seiner Wochenschrift beweglich Präsidenten Loubet hat er in gleicher Weise seine Glückwünsche aus- flagt, augenblicklich auf einem toten Punkte angekommen, der überwunden werden muß": drücken lassen. König Ostar scheint ein wohlwollender Mann, wenn auch kein Politiker zu sein.
A18 Privat: Paragraphen Stumms charakterisiert nun auch die" Post" die Brief- Bestimmung im neuen Urheberrecht. Wir stellen das mit Genugthuung fest. Wenn aber die„ Post" von unserer rechtlichen Darlegung, daß in ein Urheberrecht zum Schuß des geistigen nicht unter den Begriff des geistigen Eigentums fallen, fagt, daß diese Argumentation in den Augen jedes anständig Dentenden" unhaltbar fei, so möchten wir dem Blatt den Nat geben, sich einstweilen damit zu begligen, richtig und scharf zu denken. Mit der Frage des Anstandes haben formal- juristische Untersuchungen nichts zu thun. Freilich find wir im Zweifel, ob der " Post" es schwerer fällt, richtig zu denken oder anständig zu handeln.
Es handelt sich also offenbar hier um umfangreiche Werte von einer Art wissenschaftlichem Charakter. Gleichwohl wird bei der heutigen Rechtssprechung der elastische Ausdruck Eigentums nicht Bestimmungen gehören, der Schriftstücke schüßen, die ,, andere amtliche Schriften" durch einen präcisen ersetzt werden müssen, der im Gesetz festlegt, was gemeint sein soll. Außer dem scheint uns die ganze Bestimmung überflüssig und zweckwidrig. Der heutige Zustand, der amtliche Schrifistücke aus nahmslos dem Nachdruck frei giebt, ist der hier vor geschlagenen Aenderung entschieden vorzuziehen. Die Rücksicht auf einen privaten Verleger muß hinter das Interesse zurück treten, daß amtliche Schriften möglichst weite Verbreitung finden. Was für ein unermeßliches Unglück wäre es z. B. für bie Regierung, wenn sie die famose Dentschrift zur Zuchthausborlage im Interesse des Verlegers mit dem Nachdrucksverbot bersehen hätte und es nun unmöglich wäre, wie es gegenwärtig geschieht, diese„ amtliche Schrift" in unlauterem Wettbewerb mit dem ursprünglichen gediegen ausgestatteten Werk zahllos auf schlechteftem Papter über das Land fluten zu lassen!
Die Ausmerzung der politischen Nebenabsichten wird der Reichstag leicht und gründlich besorgen. Aber auch ein übermäßiger Schuß des Verlegerkapitalismus auf Kosten der allgemeinen Interessen, wie er in der zweiten Bestimmung des § 16 zu Tage tritt, bedarf der Korrektur.-
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Die Bolts- Beitung" schließt sich unseren gestrigen Ausführungen an, hält aber auch, wie die" Tägliche Rundschau" den§ 16 für einen Fallstrick. Am Schlusse be mertt fie:
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„ Die Werbekraft des antisemitischen Gedankens ist nicht geringer geworden, als sie es früher war, aber die Zahl der Männer, die für seine Ausbreitung mit Erfolg gearbeitet und geschafft haben, schmilzt zusammen. Die ältesten Streiter fangen an, müde zu werden. Die planmäßige und zielbewußte Agitation ist ins Stoden geraten und doch wäre gerade jetzt deren Verstärkung geboten, benn das Judentum macht wirtschaftlich und social gegenwärtig wieder, um mit Cremieug zu sprechen, Riesenschritte.
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An sich find Stodungen, ja selbst rückläufige Bewegungen lein Grund, an der Zukunft unserer Sache zu verzweifeln. Auf Wellenberge folgen Wellenthäler, auf Flut folgt Ebbe, aber auch um Wir dürfen uns nur nicht selber aufgeben, sondern gefehrt. müssen die Ursachen unerfreulicher Thatsachen freimütig zu er gründen suchen und dann energisch bessernde Hand anlegen. Vorläufig hat dieser Weckruf an die antisemitisch- nationalen Schlafmüzen einen recht metallischen Beigeschmack. Herr Liebermann Selbst die Tägliche Rundschau" giebt zu, daß ein hat den alten Frisch'schen antisemitischen Verlag übernehmen müssen, dringendes Interesse bestehen kann, Privatbriefe zu veröffentlichen. weil Herr Beyer- der Nachfolger von Fritsch fest entschlossen Sie schreibt: sich des war, antisemitischen Teils zu entäußern." „ Es giebt eine Grenze, wo private Interessen aufhören und wird mit Krankheit begründet, aber die Strankheit scheint Herrn öffentliche Intereffen beginnen, und da muß der Presse gestattet Beher nicht zu hindern, den wahrscheinlich besser lohnenden fein, nicht nur zur Widerlegung öffentlich aufgestellter Be- Teil seines Verlages zu behalten. Die ältesten Ladenhüter von hauptungen, sondern auch zum Beweise öffentlicher Behauptungen Broschüren, Flugblättern, Bolls- und Barlamentsreden bietet Herr und zur Kennzeichnung öffentlicher Persönlich Liebermann nunmehr wie getragene Hosen aus; fast alles jei in feiten auch sogenannte Brivatbriefe zu benutzen. packender, geradezu Klassischer Sprache geschrieben. Auch seine Stöckerschen Scheiterhaufenbriefe, die f. 3. so großes Aufsehen Wochenschrift empfiehlt der betrübte Judenfellgerber feinen zusammen erregten, waren gewiß von einem eminent öffentlichen Interesse. Dergleichen Veröffentlichungen unterdrücken zu wollen, heißt, die geschmolzenen Getreuen zum Abonnement und für Anzeigen, als ob auch hier die Ebbe noch immer im Wachsen sei. Presse in der ihr notwendigen Freiheit beschränken." Wie anders lang es, als Herr Liebermann beim Flottengeset, freilich unter allgemeiner Heiterkeit des Hauses, im Reichstage die staunenerregende Bedeutung und Lebenstraft seiner Partei schilderte!
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Auch der Scheiterhaufenbrief ist vom Vorwärts" zuerst veröffentlicht worden. Damals bereiteten wir der" Post" mit diesem wir uns recht entsinnen, den Brief schleunigst nach. Denn damals gestohlenen Brief" ein großes Vergnügen, und sie brudte, wenn war cs Stumms Interesse, die Kennzeichnung einer ihm verhaßten es Persönlichkeit sich zu nutze zu machen. Diesmal heißt die durch ihre Bei den Vorberatungen des Gesetzentwurfs waren im Früh Briefe gekennzeichnete öffentliche Persönlichkeit Stumm, und ling dieses Jahres drei gesonderte Gruppen von Sachverständigen diesmal dürfen die" Post"-Leute nur insgeheim ihr Vergnügen hinzugezogen worden Die„ Nordd. Allg. 8tg." hat vor wenigen äußern öffentlich müssen sie auf diesen Dienst, den wir ihnen er Tagen u. a. die Namen der Herren genannt, die an den Er- wiesen, schimpfen. Sie müssen, die Aermsten!- örterungen über den Schutz der Lagespresse teilgenommen
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Karl Peters bittet jetzt demütig um Verzeihung, daß er der Reichspost vorgeworfen, daß sie seine Briefe eröffnet.
Es scheint ihm in Injafafura im Macombe- Land, wo er gegenwärtig weilt, nicht zu gefallen, entweder weils dort nichts zu hängen giebt, oder weil die Engländer, in deren Diensten der nationale Held jetzt steht, des unfähigen Renommisten überbrüssig sind. Darum mag ihm daran gelegen sein, Frieden mit der Heimat zu schließen.-
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haben. Es waren Dr. Bachem, Verleger der Kölnischen Noch einmal die Fähnlein- Rede. Man erfährt jetzt endlich, Boltszeitung", Köln ; Chefredacteur ten Brink, Berlin ; Chef was der libische Fähnleinspruch bedeutet, der in die Regatten- Wie Streifprozesse zu ftande kommen. Ueber dieses in der redacteur Dahms, Berlin ; Justizrat Dr. Fischer,' Berlin ; Rede des Kaisers so rätselhaft eingewirkt war. In den Zeit der Zuchthausvorlage besonders altuelle und intereffante dem Landgericht in Safemann, Berleger der" Danziger Zeitung", Danzig ; Chef- Hessischen Blättern" leſen wir: redacteur Professor Dr. Kropatiched, Berlin ; Malkewitz, Verleger des läbischen Yacht- Klubs über den Tert gehalten hat: Ein ita " Die Regatten- Rede, welche der Kaiser neulich bei dem Frühstück Stapitel förderte eine Verhandlung vor Dresden recht charakteristische Momente zu Tage. " Pommerschen Reichspost", Stettin ; Chefredacteur Doktor des läbischen Yacht- Klubs über den Text gehalten hat: Mordtmann, München ; Reuß, Eigentümer und Redacteur der Fähnlein ist zwar leicht an die Stange gebunden, es foftet aber lienischer streikender Maurer war angeklagt, einen Landsmann biel, es wieder herunter " Badischen Landeszeitung", Karlsruhe ; Verlagsbuchhändler zu holen", hat der Dunkelheit und Kollegen zum Streifen genötigt" zu haben. Die Anklage 8. Springer, Berlin ; Redacteur der Frankfurter Beitung", Stein, dieses Spruches wegen die verschiedensten Kommentare hervor- behauptete, der Angeklagte habe zu dem anderen, als dieser morgens gerufen. Es hieß zuerst, der Kaiser habe gesagt:„ Das Fähnlein ist zur Arbeit gehen wollte, und beide sich trafen, gesagt:" Heute gehe Du Italien nicht wieder!" Dem Angeklagten war extremsten Ronservatismus bis zur bürgerlichen Demokratie. Ift scheinlich, da es in seiner Rede weiter heißt, Wilhelm I. habe das offenbar eine hohe Strafe zugedacht, da die Sache ans Land. Die Herren vertreten die politischen Standpunkte vom zwar nicht an die Stange gebunden", und das ist auch wahr noch zur Arbeit, wenn Du aber morgen weiter arbeitest, siehst war. gericht verwiesen In der Verhandlung selbst be. leinem der Fallstrid, welchen man der Bresse in den§§ 16 Fähnlein nicht nur angebunden, sondern angenagelt". Dann offenbar eine hohe Strafe zugedacht, da die Sache ans Landdie ihm zur Last und 44 zu legen im Begriff ift, aufgefallen? Oder sind diese sollte das rätselhafte Fähnlein wieder licht" an die Stange tritt der Angeklagte ganz entschieden, Nun stellt sich heraus, daß der Spruch angelegte Aeußerung gethan zu haben. Bestimmungen dem Entwurf erst eingefügt worden, nach dem gebunden sein. ihn der gelegte Aeußerung gethan zu haben. Wie gewöhnlich in solchen des läbischen Ratskellers steht, wo die Begutachtung durch Vertreter der Vielleicht giebt einer Raiser unmittelbar vor seiner extemporierten Rede gelesen Fällen, war der angeblich Genötigte als Hauptbelastungszeuge geTagespreffe erfolgt war? Vielleicht gicbt einer laden. Zum größten Erstaunen von Richter und Staatsanwalt der Herren Sachverständigen Aufklärung über diesen dunklen bedächtige, vorsichtig abwägende Art des Hanseaten getreulich wider- bersagte dieser Zeuge aber vollständig. Er bestritt ebenfalls ganz entschieden, daß der Angeklagte die in Für den§ 16 möchten wir dies bezweifeln; er ist un piegelt, ist der: Der Krieg ist leicht erklärt; schwer ist es aber, der Anklage behauptete Aeußerung zu ihm( Zeugen) gethan habe. Für den§ 16 möchten wir dies bezweifeln; er ist un- ihn mit Ehren zu Ende zu führen. Diesen Gedanken enthielt Derfelbe habe an dem fraglichen Morgen nur zu ihm gesagt:" Wenn Seutlich gefaßt, aber eine böse Absicht liegt ihm wohl nicht zu die Rede des Kaisers aber nicht, vielmehr die Aufforderung, durch Du für den geringen Lohn weiter arbeitest, kannst Du Dir nicht einmal Grunde. Auch steht er im logischen Zusammenhange des Förderung des Segelsports das Interesse für die deutschen Unter- das Geld zur Nickreise nach Italien verdienen." Der Zeuge bestritt Ganzen an angemessener Stelle. nehmungen im Auslande zu stärken". auch, bei früheren Vernehmungen sich im Sinne der Anklage ge
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Punkt".
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einer Wand
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Er gehört also wohl zum ursprünglichen Entwurf. Was ist gefällig? Der Handelsminister Brefeld hat durch äußert zu haben; man habe ihn dann jedenfalls ganz falsch ver Dagegen schneit der zweite Absatz des§ 44 ganz außer Zu den Oberpräsidenten den Vorsitzenden des Berliner standen.( 1) Nach diesem für die Anklage völlig negativen Erfammenhang in den vierten Abschnitt( Rechtsverlegungen") Gewerbegerichts Herrn Assessor v. Schulz auffordern lassen, gebnis der Beweisaufnahme hätte der Angeklagte freigesprochen hinein, während er logisch, wie der§ 16, in den binnen acht Lagen einen eingehenden Bericht über den Aufruf der werden sollen, Denn Bestimmteres als wie der Beteiligte selbst können zweiten Abschnitt ( Befugnisse des Urhebers") ge- Arbeitgeber- Beifizer Dr. Gerschel und Fabritant O. Weigert, andere Beugen nicht aussagen. Und man schenkt doch sonst solchen Diesmal aber legte das hörte, wenn es überhaupt logisch möglich wäre, daß er den diese in den Zeitungen veröffentlichten, zu erstatten. Der Auf- Beugen, immer vollen Glauben. im Geseke steht. Diese Plazanweisung bestärkt uns in ruf enthielt einen Proteft gegen die Zuchthausvorlage und die Gericht weniger Wert auf diesen Hauptzeugen. Die Verhandlung dem Verdacht, daß diese Bestimmung an den§ 44 nach- Aufforderung an alle Ausschüsse, Unternehmer- und Arbeiter wurde vertagt; es sollen andere Beugen gesucht werden. träglich angeflebt ist. Diese„ Korrektur" wurde mit Vereinigungen von Gewerbegerichts- Beisikern, sich diesem Protest anzuschließen. der jetzt üblichen Unüberlegtheit im Eifer des Anti- Umsturz- Was will Herr Brefeld? Die Gewerbegerichts- Beisiger haben Geschäfts schleunigst ohne viel Nachdenken vorgenommen, als gethan, wozu fie durchaus berechtigt sind. Sie haben allerdings das Urteil des Berliner Gerichts, das den Vorwärts" frei- fähiger gegen die Zuchthausvorlage gewirkt, als Herr Brefeld für diefelbe, und dies mag den Minister verdrießen. sprach, die„ Lücken" im Gesetz klarlegte.-
Deutsches Reich.
Zum Fall Arous.
Die Vielumworbenen.
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Aus der Hölle des Dante kann kein Herrgott erretten- fang einst eine, der ungezogene Liebling der Kamönen"( Musen) an Friedrich Wilhelm IV. von Preußen. Ebenso unbarmherzig wie die schrecklichen Terzetten" des Florentiners ist aber die Sprache, aus welcher das Herz und das Rechtsgefühl des Volkes spricht. Die Geusen"( Lumpen"), wie das Volt, fie verherrlichend und das Schimpfwort der Feinde gegen die Feinde wendend, die niederländischen Rebellen nannte, haben ihr Denkmal im Ehrenfaat der Geschichte und ihr Name ist ein ewiges Brandmal der Schande für die Feinde des Voltes. Aehnlich hat das Bolt sich oft in der Sprache gerächt.
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Unsere Parteigenossen in Bayern sehen sich in der kritischen Lage, heiß umworben zu werden von all den Parteien, von denen fie sonst als Ausgeburten der Hölle verdammt werden. Während Die Fakultät prüft nicht die politische Gesinnung der Privat- noch die Liberalen gegen das Centrum wüten, weil es mit Wie grausam wurde Bismard mit seinen, Reptilien" gea docenten, welchen sie die Aufnahme in ihren Lehrkörper gewährt, der Socialdemokratie einen Bund geschlossen habe, müssen sie an Im peitscht, die er seinen Feinden zugedacht hatte grausamer als mit sondern zieht in erster Linie deren wissenschaftliche Tüchtigkeit und ihren eigenen Parteileuten dasselbe Fürchterliche erleben. Pflichterfüllung im Beruf in Betracht. Sie nimmt daher aus dem Wahlkreise 3 weibrüden Pirmasens stehen 101 Centrums- den Storpionen des alten Testaments. Und nun die ZuchthausWie eine Peitsche faust den Verteidigern das Bekenntnis Ihrer idealen Zugehörigkeit zur socialdemokratischen Partei wahlmänner 102 liberalen Wahlmännern gegenüber und nur zehn vorlage! feinen Anlaß zu einem Einwand oder Vorwurf." So lautete der Bescheid, socialdemokratische Wahlmänner geben den Aus- Wort um die Ohren! Sie wollten es um jeden Preis außer mit dem die philosophische Fakultät das im Jahre 1895 gegen Dr. Arons schlag. Das Centrum fieht sich nun genötigt, unserer Partei von Gebrauch bringen. Sie protestierten, drohten, ja in Sachsen , im angeftrengte Disciplinarverfahren abschloß.( S. 424 des stenographischen den drei Mandaten eines zu überlassen. Was sollen die Liberalen Musterland der öffentlich und geheim blühenden Polizei- Blümchen, Berichtes des Abgeordnetenhauses.) Seitdem ist die bekannte lex beginnen? Da findet sich im Birmansenser Anzeiger" folgender haben sie das Wort bei Strafe verboten. Und doch ist es geblieben. Und das verhaßte, verbotene Wort ist von der Sprache aufArons ergangen. Auf Grund dieses neuen Gesezes ist gegen den Aufruf: Lehrer der Naturivissenschaft, Privatdocenten Dr. Arons abermals Angenommen worden, es flingt neben den schrecklichen Terzetten des flage wegen seiner Zugehörigkeit zur socialdemokratischen Partei erhoben Dante in der Buchthaus- Hölle der Geschichte, und als neulich der Präfident
„ Ein Handelsgeschäft macht das Centrum mit den Social demokraten, indem es ein Mandat den Noten" zugesteht und