Seite 4
Tagesneuigkeiten
Ruf ins Spiel
* Es geht um die Eishockey- Weltmeisterschaft. Hin und her jagen die ineinandergefnäulten Rudel der Spieler. Mut, Entschloſſenheit, Geistesgegenwart, Gewandtheit, alle Sporttugen den scheinen auf dieser Bahn konzentriert und zu höchstem Fortissimo gesteigert. Gepanzerten Türmen gleich stehen die Tormänner im Goal, wie Federn gespannt in ihrer plumpen Rüstung, in jedem Sekundenbruchteil bereit, die heranfchie-| Bende Scheibe abzuwehren.
Zehntausend Menschen verfolgen in enthusiastischer Spannung das rasende Spiel der Männer auf dem Eise. Die Masse umschließt das Stadion als ein einziger dunkler vielgliedriger Leib, ein Leib mit zwanzigtausend Augen, die mit spannungsvoller Intensität des Sehens an der fligenden Scheibe hängen. Es gibt nichts auf der Welt jest für sie als diese Scheibe; nichts ist so wichtig jezt als das rasende Spiel.
Da spricht in die Etſtaſe, die den dunklen Leibring erschüttert, gellend und gebieterisch der Lautsprecher: Dr. med. V. wird dringend ver langt: Ein Mann im dunklen Ring erhebt sich, zwängt sich durch die engen Reihen und geht. lind noch im Gehen wirft er einen schnellen leß ten Blick auf das weiße Feld.
Dies Spiel jagt weiter. Aber nach einer Weile ruft wieder der Lautsprecher: Aſſiſtenzarzt Dr. M. soll sofort zu einer dringenden Operation in die Klinik kommen!
Wieder bleibt kaum eine Lücke in der dunk Ten Masse der Zuschauer, als der Gerufene geht. Ein Auto jagt draußen mit klagendem Motorengeheul davon. Die Supe hallt entschwindend ins Spiel es geht um ein Leben in diesem Ruf.
Es gab leine Lüde und es gab keine Pause. Klirrend stürmt das Spiel über das harte Feld.
Und wieder noch einmal der Lautspre= cher. Wieder der Ruf nach einem Arzt. Diesmal wird kein Name gerufen. Nur ein Arzt wird verlangt, irgendeiner schnell! So sicher ist der Glaube an die Anziehungskraft des sportlichen Spiels, daß der um Hilfe Rufende hier, um die weiße Bahn, wo es um andere Entscheidungen geht als um Leben und Sterben, den Arzt zu finden gewiß ist. Urd ihn findet. Zwei Männer an verschiedenen Punkten der Tribünen erheben sich gleichzeitig, drängen sich durch die Meihen. treffen sich, verſtändigen sich mit einigen Worten und einer geht. Und wieder fährt schnell ein Auto
davon.
Spiel und Ernst verschränken sich auf erregende Weise ineinander. Spieler jagen der Scheibe nach und es scheint, als sei nichts auf der Welt so wichtig als diese kleine, blißschnell über das Eis getriebene Scheibe. Aber Schicksale, für die es um alles geht, rufen ihre Not in die zehntausendfache Ekstase. Gebieterisch ernst und allen vernehmlich ruft der Lautsprecher wie eine übermenschliche Stimme aus dem Leben. Das Schicksal selber scheint zu rufen: Ein Mensch ist in Not!
Und wem von diesen Rehntausend gilt der Ruf heute noch, morgen, übermorgen, irgend wann? Wen von allen ruft das Schicksal mit gebieterischem Ernst hinweg vom Spielwen von
uns allen...?
Und das Spiel geht weiter...
. Der zum Tode verurteilte 31jäh rige Karl Bischof ist Montag morgens hingerich tet worden. Bischof hatte, nach dem DNV, in der Nähe der Grenzen einen Hausierhandel und unter diesem Deckmantel neben Schmuggel vor allem Spionage für eine ausländische Macht betrieben. Als Spion hatte er Standorte und der Vertei digung dienende militärische Anlagen und Einrichtungen des deutſchen Grenzlandes auszu
Das Verschwinden Rychnovskys noch immer ein Rätsel
Paris . Die Pariser Polizei weiß noch immer nichts Näheres über das Verschwinden des Tsche choslowaken amerikanischer Nationalität Bohumil
N:) chnovský, der, wie gemeldet wurde, ſeit November v. J. vermißt wird, und von dem einige persönliche Gebrauchsgegenstände in einer abgelegenen Villa zweier Betrüger unweit von Paris aufgefunden wurden.
Dienstag, 15. Feber 1938
Die Hilfsexpedition nähert sich Papanins Lager Moskan.( Taß.) Der Eisbrecher ,, Tahmir"| Flugzeuge, die auf das Eis hinabgelassen wers meldete Samstag um 23 Uhr, daß er sich dem den, wurde begonnen. Lager Papanins auf der Eisscholle nähere und daß er die Leuchtsignale des Lagers in nordwestlicher Richtung wahrnehme. Nach Austausch weiterer Lichtsignale durchfuhr der Taymir" eine dichte Schichte alten Eises und mußte dann mit ten zwischen Schollen haltmachen, um das Freiwerden des Weges abzuwarten. Zu dieser Zeit befand er sich auf 71 Grad 30 Minuten nördlicher Breite und 18 Grad 14 Minuten westlicher Länge. Die Temperatur betrug 22 Grad unter Mull. Einer Nachricht, die am 13. Never um 0.50 1hr gegeben wurde; zufolge, befand sich der Eisbrecher zwischen großen Schollen. Der Eisbrecher will geradewegs zum Lager Papanins vordringen.
Nordpol " auf 71 Grad 37 Minuten nördlicher Sonntag um 18 Uhr befand sich die Station Breite und 20 Grad 10 Minuten westlicher Länge. Laut einer Meldung von Bord des Eisbrechers Taimyr" hetrug die Entfernung zwvischen dem Eisbrecher und der treibenden Station em 13. Feber um 24 Uhr etwa 25 Meilen. 400 Meter von dem Eisbrecher e: fernt wurde ein fast befriedigender Flugplaß gefunden. Mit der Freilegung des Flugplatzes und der Montierung der
Nr. 38
hatte er die Handschellen übergestreift. als es einen
mads ab Monſieur D. war nach allen Regeln der Stunft gefesselt. Querit gab es ein allgemeines Ge lächter. Dann wollte Mr. D. aber endlich achen und nun versuchten er, der Wirt und alle Anwesenden, Sollte die ruhige Witterung auch weiters ihm die handschellen wieder abzunehmen. Aber das ..neueſte Modell" hielt ausgezeichnet. Weder Ham hin anhalten, wird es möglich sein, daß die Pa mer noch gange vermochten etwas. Mr. D. Schwiste Stunden zu retten. Der Eisbrecher„ Taimyr" iſt daran zerrte, es dauerte ſtundenlang, es wurde spät panin- Erpedition im Verlaufe von 24 bis 48 Blut, seine Handgelenke schwollen an, weil man bereits in radiotelegraphischer Verbindung mit am Abend, und es war einfach nichts zu machen. dem Papanin- Lager und beide forrespondieren Völlig erschöpft wantte D. ins nächste Kommissariat mit einander durch Leuchtsignale. Es wurde nun- und streďte dort flehend ſeine aefeſſelten Hände den mehr abgemacht, untertags Rauchſignale zu geben. Die sowjetrussische Kolonie in Barensburg auf Spißbergen teilt mit, daß sie den Flugplay in der Bucht von Colby bereits vorbereitet habe. Dieser Flugplaß ist für zwei Maschinen der Ret tungsexpedition des Generals Spirin beſtimmt, welche noch in Moskau weilt.
Der Eisbrecher„ Tajmyr" ist in einer zu sammenhängenden Schichte von Eisblöcken, fest gelaufen, die sein Vorwärtskommen behindern. Der Kapitän hat jedoch beschlossen, die Eisblöcke zu sprengen, damit der Eisbrecher vorwärts fommen fönne. Auch der„ Murmanez" ist inmit ten von Eisblöcken festgefroren, welche ihn gegen Südwesten mit einer Geschwindigkeit von einer Halben Meile in der Stunde abtreiben.
Beamten entgegen. Diese waren maßlos eritaunt, daß ein offenbar gefeifelter Verbrecher allein antam. Die Angabe, daß D. die Handschellen auf der Straße ac funden babe, fand nicht den aeringſten Glauben und man iverrte ihn zunächt einmal kurzerhand ein. Er verbrachte die Nacht lediglich in Geſellſchaft feiner Sandschellen, und erst am nächsten Vormittag wurden ihm diese endlich abgenommen, da man inzwischen feine Angaben nachgeprüft hatte.( MTV)
strömen gegen Mitteleuropa falte arftische Luftmai Aus einem Druckhoch über Südffandinavien, sen. In der Republik fällt seit dem Montag- Morgen fast andauernd Schnee und die Temperaturen finden. Bei eventueller nächtlicher Ausheiterung dürften fich die Fröfte auch in den Niederungen bis unter Wahrscheinlich
Minus 10 Grad verschärfen.
Wetter von heute: in Böhmen Abnahme der Ve wölfung und Niederschlagsneigung, Verschärfung der Fröste, in den übrigen Ländern zeitweise noch Schneefälle, Ganztagsfröſte, Nordostwind. Wets teraussichten für Mittwoch: Andauern des winters lichen Wetters mit Ganztagsfrösten und zeitweifem
Vom Rundfunk Empfehlenswertes aus den Programmen: Mittwoch:
Amerikaners für Handel und machte Geschäfte| fierten zusammenzuarbeiten. Die von den vier vors mit allem, womit sich solche Geschäfte machen gewiesene Mitgliedschaft bei der Deutschen Arbeits- Schneefall. ließen. Außerdem erteilte er auch Englisch - und front" wurde natürlich nicht als Ersatz anerkannt. Französisch- Stunden. Der Zeuge sei mit ihm im Um der Entlassung zu entgehen, traten die LehFrühjahr 1937 zusammengetroffen, wobei ihm männer der englischen Gewerkschaft bei, worauf Rychnovský erklärt habe, es gehe ihm bereits sehr ihnen aber durch die Nazibotschaft in London befohgut und er mache Geschäfte auch in die Tschecho- en wurde, sofort auszutreten, wenn sie nicht auf flowakei, wohin er Lyoner Seidenwaren lieferte. eine Rüdfehr nach Deutschland , ihr Heimatsrecht dort Er besaß, wie es heißt, bereits einen größeren usw. verzichten wollen. Nun setzten halbdiplomatische Geldbetrag, was ihm wahrscheinlich in seinem Vemühungen ein, denn es drohte ein großer Streit in Verkehr mit verschiedenen verdächtigen Personen Glasgow . Nun hat Ley den vier Gefolgschaftlern erzum Verhängnis wurde. Yaubt, der britischen Gewerkschaft beizutreten, aber unter der überaus bezeichnenden Bedingung, daß sie nicht an die bestehende Regelung von Lohn, Arbeitszeit usw. gebunden und auf keinen Fall in irgend welche politischen Sachen hineingezogen werden dür fen. Auf die Gelbheit fann eben die„ Arbeitsfront" nicht verzichten, ohne sich selbst aufzugeben.( bn).
Lieber tot als ohne Schlaf
Saloniti. Wie die Blätter melden, erschien kürzlich auf der Staatsanwaltschaft ein junger Mann namens Evstratios Daifopulos und bat, man möge gegen ihn irgendeine schwere Anklage erheben, auf Grund deren er zum Tode verurteilt werden könnte. Sein Ansuchen begründete er damit, daß er seit sieben Jahren kein Auge mehr geschlossen habe und infolgedessen an fürchterlichen Schmerzen leide. Zunächst glaubte man, daß es sich um einen Geistestranten handle, doch wurde schließlich festgestellt, daß Daikopulos, der heute 35 Jahre alt ist, im Jahre 1930 in den Fordwerken in Detroit gearbeitet hat, wo zahlreiche Griechen beschäftigt sind. Eines Tages kehrte er von der Nachtschicht heim und konnte nicht einschlafen. Seit dieser Zeit konnte er fein Auge mehr schließen. Obwohl er zahlreiche Aerzte in Amerika und Griechenland aufgesucht hatte, konnte ihm bisher niemand helfen.
|
Vollbesetztes Fährboot gekentert London . Wie aus Sydney in Australien berichtet wird, fenterte im dortigen Hafen ein mit 150 Personen besetztes Fährboot, das zum ameritanischen Kreuzer Louisville " fuhr. Das Fährboot versant sofort. Es wurden fünf Leichen geborgen. Die Zahl der noch vermißten Passagiere wird auf 20 bis 25 geschäzt. Wahrscheinlich sind auch sie ertrunken.
Schülerexkursionen mit den Ausflugszügen der Staatsbahnen. Mit Zustimmung des Schuls ministeriums wandten sich die Referate der Ausflugszüge an die Lehrer- und Schulförperschaften mit dem Antrag auf Veranstaltung von Ausflügen der Mittelschuljugend. Die Referate würden die technische Ausführung( die Beförderung. Un terkunft, Berföſtigung und gegebenenfalls auch die ortskundige Führung und Erklärung) über nehmen, so daß die Professoren, dieser Surge enthoben, sich der erzieherischen Seite des Ausfluges voll widmen könnten. Der Vorschlag fand eiren großen Widerhall. Um Irrtümern vorzubeugen, machen wir darauf aufmerksam, daß mit dieser Aftion nicht etwa die Stations- und Bahnbetriebsämter betraut sind, sondern ausschließlich die Referate der Ausflugszüge bei den einzelnen Staatsbahndirektionen.
Macdonalds Tochter heiratet. Der Daily Herald" berichtet, daß die Tochter von Mamiah Macdonald Ishbel sich mit Norman Ridgley vers lobt habe, welcher zur Zeit Deforateur von Beruf ist, früher aber als Gärtner bei ihr gearbeitet hatte. Die Hochzeit werde in den nächsten Wochen
Auf dem tschechoslowakischen Generalkon= erfolgen. sulat ist Rychnovstý nicht bekannt, da er nicht tschechoslowakischer Staatsangehöriger war. Er Hallenflug. Der erste Flug mit einem Flughatte, wie festgestellt wurde, einen ordentlichen zeug in einer gedeckten Halle ist jest geglückt. Die bekannte deutsche Fliegerin Hanna Reitsch hat in Paß der USA , der jedoch in den letzten zwei Jah der Berliner Deutschlandhalle Probeflüge mit ren nicht verlängert worden ist. Auch bei der dem Hubschrauberflugzeug durchgeführt, die zu tschechoslowakischen Kolonie in Paris fennt man ihn überhaupt nicht. Er kam niemals unter die friedenstellend verlaufen sind. Landsleute, noch nahm er an deren Zusammen
Die ehemalige Haushälterin des Papstes
Prag , Sender I: 10.05: Deutsche Brejse. 10.15: Rundfunt für deutsche Schulen, niedere Stufen. 11.05: Blechmusif. 12.10: Märsche auf Schallplatten. 13.40: Deutscher Arbeitsmartt. 14.00: Deutsche Sen dung: Fröhlicher Wettgefang. 15.15: Populäres Konzert Orcheſterfonzert FO: Dvořák , Chorvatta etc. 18.05: Deutsche Sendung: Lilli Jatsch fingt Lieder österreichischer Komponisten. 18.20: Deutsche Arbeitersendung: Peter Schmidf- Reichenberg: Der Lebensraum des deutschen Arbeiters und Angestell ten in der Tſchechoslowakischen Republik. 18.45: Die Handschellen. Ein böchst merkwürdiges| Deutsche Presse. 22.35: Englische Tanzmusif. Abenteuer iit Monsieur Eugène D, vajjiert. Nichts- Brag, Sender II: 14.20: Deutsche Sendung: Kinabnend ging er eines Tages an einem der Pariser berstunde. 14.55 Deutsche Preise. 18.15: MandoBahnhöfe vorbei, als er etwas aligerndes auf dem linen und Gitarrenfonzert. 19.30: Overnarien. Bürgersteig liegen fah. Er büdte fich und bob ein Bränn: 12.35: Rundfunkorcheſterfonzert, 17.40: vaar Sandschellen anf. Im nächſten Bistrot zeiate er Deutiche Sendung: Schallplattenkonzert.
-
Pref stolz seinen Fund, man bewunderte das Instrument, burg : 19.25: Overettenmusif. 22.30: Tanzmusif. und Stenner versicherten, daß es eines der neuesten Kaschau : 12.05: Volfemusif. 21.05: Vopuläres Modelle sei. Nun batte aber Monsieur D. die unglüd Rundfunforchesterkonzert. Mähr. Oftrau: 16.10: felige Idee, die Handschellen auszuprobieren. Staum Rundfunforchesterkonzert: Bizet , Verdi etc.
Eishockey- Weltmeisterschaft 1938
Brag. Die Spiele des Sonntags verliefen in nehmen, daß jetzt zwischen Schweden und der den Haupifämpfen überaus dramatisch, besonders die Tidedhoflowakei die Entscheidung über den Begegnung Tschechoslowakei - Schweden , welche nach Aufstieg in die Zwischenrunde fallen müsse. Unter 75 Minuten Stampf unter Ueberlegenheit der heimis diesem Eindrud standen sichtlich auch die Spieler, die fchen Mannschaft ein torlofes Treffen ergab. Be- von der ersten Minute an alles daranjeßten, das ent dauerlicherweise muß aber fonstatiert werden, daß be scheidende Tor zu schießen daß es ein torarmes B be feibende for a chic for a esti torames fortschreitender Stonkurrenz auch die Härte der Spiele fann, dann werden wohl in der Zwischenrunde zehn Minuten nichts anderes als ein 0: 0 bringen zunimmt. Wenn dem nicht Einhalt geboten werden mand ahnte, daß auch eine Verlängerung um dreimal Stämpfe vor sich gehen, welche fraglos mit Sport würde. Die tschechoslowakische Mannſchaft waz nichts mehr gemein haben. Die Edhiedsrichter müß gegenüber dem Vortag sehr zu ihrem Vorteil verän fen durchgreifen, wenn sie nicht miifchuldig werden dert. An Stelle des zeitweisen laren und nachdrudss wollen. Die Zuschauer sind natürlich aufge- lojen Spiels war der schnelle, rajante und entschloſ tracht über solche Zwischenfälle, aber sie beurteilen fene Kampf getreten, der auch die feste schwedische in vielen Fällen die Lage zu einseitig. Verteidigung erschütterte und den Tormann Svans Ein unglückliches Match absolvierte wiederum berg oft in Gefahr brachte. Vor den Angriffen der Lettland , das gegen Deutschland durch eir Tichechoslowakei zogen sich die Schweden immer mehr Tor im zweiten Drittel berlor. Unglüdlich deshalb, in die Verteidigung zurüd, bier taten sie aber ihr weil die Deutschen troß Einstellung von Jänede und Bestes. Troßdem schien es mehr als einmal, daß die Ball nichts boten, das ihren Sieg rechtfertigen würde. unaufhörliche Beſchießung des schwedischen Tors zum Die Deutschen sind zwar gute Läufer und zeigen eine Erfolge geführt hat; immer wieder gelang es aber aute Scheibenführung; ihre Aftionen aber sind mehr dem hervorragenden Svanberg zu retten. Sein Mön Blendwerf, als daß man damit Erfolg haben könnte. nen, aber auch viel Glück, machten die Schüffe Males denn abgesehen von dem durch Zufall erzielten Trei čets, Kučeras, Vergls. Cetkovskis, Jirotkas, Trojáls fer waren sie vor dem Tore von einer blamablen Funkchte. Lob verdienen aber nicht nur die fichedio= Schusseligkeit. Die Letten waren ein ebenbürtiger Slowakischen Stürmer, sondern auch der Tormann Geaner und nur Bech und hartes Angeben brachten Modrý, der bei einigen der seltenen schwedischen Borfie wieder um den einen oder anderen Erfolg. Ein ſtöße glänzend eingriff, und Bácalt in der Verteidi tapitel für sich war der Schweizer Schiedsrichter, aung, der eine ausgezeichnete Leiſtung bot. Der der aus seiner Sympathie für die Deutschen wenig Stampf wurde troß aller Särte im ganzen nicht un Hehl machte und viele Angriffe der Letten zu Unrecht fair gespielt. Es muß festgehalten werden, daß keiner unterband. der Ausschlüsse einen tschechoslowatischen Spieler bes traf.
Die Vormittagsspiele ergaben einen leichten, aber im Ausmaße knappen Sieg von 3: 0( 1: 0, 2: 0. 0: 0) der Polen über Rumänien , welches mehr verteidigte als angriff.- Ungarn holte sich gegen Litauen ein zweistelliges Ergebnis von 10: 1( 2: 0, 4: 0, 4: 1) und verdarb feinen guten Einbrud durch unnötig derbes Spiel. Die Sieger find schmelle Läufer, befißen eine gute Kombination und sichere Schüte durch den schwachen Tormann Litauens mehr als zen; doch diesmal wurde ihnen die Arbeit besonders Teicht gemacht.
wegen mit 7: 1( 4: 0 0: 1, 3: 0). Anschließend schlug Amerita überlegen Nor
Montag nachmittags spielte die Schweiz mit itauen 15: 0( 9: 0, 2: 0, 4: 0). Dann ichlug England mit 5: 1( 1: 0, 2: 0, 2: 1) Lettland . Schneefall behinderte das Spiel, in welchem sich die Letten sehr tapfer gegenüber die ausgezeichnet spre lenden Engländer zeigten.
Vor etwa 6000 Ruschauern wurden abends die Das erste Spiel des Nachmittags brachte Ka- Meisterschaftsfämpfe mit zwei weiteren Vorrunden nada und Desterreich zusammen. Vergegen spielen fortgesetzt. Im ersten Spiele siegte Ame wärtigt man sich, daß die Ueberseeler am Vortag mit ila gegen Deutschland nach gleichwertigem mußte man sich doch wundern, mit welcher Agilität sie welchem die Deutschen von den zahlreichen Henlein Schweden einen harten Kampf zu bestehen hatten, fo Stampfe 1: 0. Das einzige Goal dieses Spieles, in auch dieses Match bestritten. Es ging hart auf hart, studenten im Publikum nach Kräften, aber vergeblich, wobei die Kanadier in Phasen der Gefahr mitunter angefeuert wurden, fiel schon im ersten Drittel. Der das Maß überschritten; doch die Desterreicher blieben beste Mann am Blake war der Goalmann von USA . nichts schuldig, und der Sieg Kanadas war leichter der von den letzten in Prag stattgefundenen Weiſter Pius XI. , Frau Theodolinda Sanji, starb in der erzielt als man annehmen möchte: 3: 0( 1: 0, 1: 0, fchäftstämpfen bekannte Cosby.- Im zweiten Spiele 1: 0). Die Buschauer haben es scharf" auf die regte Polen gegen Ungarn nach überlegenem Nacht zum Montag in einem Vatikanischen Bas Stanadier und erplodieren bei jedem scharfen Angehen, aber äußerst hart geführten Spiele 3: 0( 1: 0, 1: 0. wohnt, wie es heißt, in Prag. laste im Alter von 76 Jahren. Frau Sansi war ohne aber dasselbe bei Verstößen der Gegenfeite a 1: 0), wobei auch in diesem Spiele ein Teil des Zu dem mit der Untersuchung des Falles in ganz jungen Jahren in die Dienste der Familie tun. Nachdem die Schiedsrichter nicht eine einheit- Bublitums unangenehm auffiel. betrauten Polizeifommissär fam Sonntag abends Ratti eingetreten. liche Auffassung besaßen, nahmen die Kanadier jede als Zeuge ein gewisser Gustav May, der Rych= Lens Konzession. Beim Aufbau der Empire Gelegenheit des Vorteils wahr; immerhin: Popli= novstý gekannt hat. Er erklärte, daß 1935 Rych- Ausstellung in Glasgow arbeiten auch vier Reichs- nent( Belgien ) scheint für sie Sympathien zu haben. novsth in Paris in sehr dürftigen Verhältnissen deutsche. Ob aus Nazitum oder nur befehlsgemäß gelebt habe. Er habe auf der Straße Zeitungen weigerten sie sich, der Gewerkschaft beizutreten, wor Die zehntausend Ruschauer, die am Sonntagsschechoslowatei- Kanada, 21.30 11hr: verkauft. Er hatte jedoch den lebhaften Sinn des auf diese ihren Mitgliedern verbot, mit Unorgani- abend das Winterstadion füllten, mußten noch an- Schweden - Desterreich.
75 Minuten ohne Entscheidung
Die letzten Spiele der Vorrunde Dienstag: 9.30 Uhr: Ungarn - Rumänien , 11 Uhr: Deutschland Norwegen , 15 Uhr: Sanveis Polen. 16.30 Uhr: Amerita- England, 20 Uhr:
111
11
a
11
C
1