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die Leut' wenigstens ins G'sicht und nit hinterm Rücken, daß I theilungen getheilt. Neben der von Mai bis Oktober währenden ma sich nit vertheidigen kann."

" Nun, die Gelegenheit wäre Dir ja gegeben, wenn Du nicht" jeden Aufschluß verweigertest. So lange Du aber das thust, mußt Du Dir jede Deutung Deines Benehmens gefallen laffen." Wiltraud sieht ihn scharf an: Ja, Hochwürden, da habt's

recht!"

Beide schweigen. Der Pfarrer beschäftigt sich wieder mit Eintragen. Nach einer Weile wendet er sich um: Nun also, was wünschest Du noch?"

hab' ja noch nit g'sprochen, weg'm Begräbniß?" Was ist da viel zu reden? Morgen Abend, wenn es bunkel wird, laß' ich ihn holen."

Wie?" sagt Wiltraud, die ihn nicht verstanden zu haben glaubt.

Morgen Abend wird der Schreiner den Sarg bringen und dann kommt er hinaus."

" Ja, soll er denn ins Leichenhaus?" fragt Wiltraud be­fremdet. will ja erfte Klasse für ihn zahlen."

Nun sieht der Pfarrer sie seinerseits erstaunt an: " Für den Sebald? Das würde ich überhaupt nicht thun wie sollte ich denn die bessern Leute begraben, wenn ich solche wie Ihr erster Klasse begrübe? Und dann vergißt Du die Hauptsache, daß Dein Bruder ein Haberer war, der ohne Beichte und Absolution starb und also das christliche Begräbniß verscherzt hat."

Dauerausstellung laufen noch sechs Sonderausstellungen, für welche schon jetzt Anmeldungen in großer Zahl eingegangen find. landschaftlich sehr schönen Terrain. Eine geräumige Ebene wird Wie schon oben gesagt, befindet sich die Ausstellung auf einem durch eine vom alten Stadtwall herrührende Hügelkette in zwei etwa gleich große Theile geschieben. Die parkartig mit alten Bäumen bestandenen niedrigen Hügel flankirt auf der Westseite ein Theil des Stadtgrabens, auf und an dem allerhand Wafferkünfte dem schweifenden Auge reiche Abwechslung bieten. Ein so ge ftaltetes Terrain ist sicherlich geeignet, die gesammte Ausstellung, die sich zu einem sehr großen Theile frei im Gelände darbietet, vor dem trog aller Farbenpracht eintönigen Einerlei vieler anderer Garten­bau- Ausstellungen zu schüßen, bei denen man alles auf großen Stellagen vielleicht an sich ganz wirkungsvoll aufgestapelt hat.

Tritt man von Norden, vom Holstenthor, auf den Ausstellungs­play, so hat man gleich zur Rechten die erste der Wandelhallen, die sich in einer Länge von 460 Metern an der ganzen Weftseite der Ausstellung hinziehen. Sie dienen während der ganzen Zeit Aus­stellungszwecken und werden beim Wechsel der Sonderabtheilungen ftets eine neue Ausstattung erhalten.

In der ersten geräumigen Halle befindet sich zur Zeit eine Spezialausstellung der ob ihres Gartenbaues viel gerühmten Stadt Wandsbeck, welche am Freitag, den 14. d. M., eröffnet wurde. Diese Spezialausstellung umfaßt alle Sorten Pflanzen, die im Freien gezüchtet sind, in Kalthäusern und im Warmhaus. In der zweiten alle hat der Besitzer des größten europäischen Palmenhaines, . Winter in Bordighera in der Nähe von Nizza , eine große Rollektion der verschiedensten Palmenarten ausgestellt, als Dattel palme( Phoenis dactilifera), 3wergpalme( Chamacrops humilis) Angenehm durchwirkt sind diese Palmenreihen durch Jetzt ist der Streich gefallen, der die junge unbeugsame u. s. 10. Von dieser großen Krone zerschmettert und tief ins Mark hinein die tödtliche eine große Anzahl bizarrer Orchideen." Pflanzenfamilie finden sich zahllose Arten, vor allem Cypripedien, Wunde reißt. Herr Pfarrer- Hochwürden Hochwürden-" stammelt Wiltraud, Odontogloffen und Gattleya. In einem nach Südosten geöffneten Verbindungsgang wechseln schlanke Araucarien mit den bizarrsten nein, nur dös nit! Den Sebald, den unschuldigen, wie' n Arten von Agaven und Opuntien, unter denen sich Exemplare be­Verbrecher! Jefus, Maria, wenn noch' n Erbarmen finden, wie man sie so groß in Deutschland wohl selten zu sehen in Euch ist, so thut mir dös nit an!"

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" Nun, ich denke, das ficht solche Freigeister wie Ihr nicht an. Wenn man bei allem den Pfarrer entbehren tann wird es wohl bei dieser Gelegenheit auch nicht drauf

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antommen."

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Herr Pfarrer, versteh schon, wo's' naus wollt's. Aber ös irrt's Euch. I bin tei so schlechte Chriftin wie Des meint's, i tann's ja nit so sag'n und Des wollt's nit glaub'n, daß ma doch im tiefsten Herzen an unsrer heiligen Kirch hängen kann, wann's auch äußerlich nit den Anschein hat. Hochwürden i bitt!" und feines Wortes mehr mächtig, in Thränen ausbrechend, stürzt sie vor dem Pfarrer nieder und drückt einen Kuß demüthigsten zitternden Flehens auf seine knöcherne Hand.

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Er entzieht fie ihr nochmals hascht sie danach blind vor Thränen wie nach dem letzten Halt: Er barmen-!"

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Mein Gott, führen wir doch nicht solche Szenen hier auf! Was nügt mir diese Neue, jezt, weil nicht alles nach Deinem Wunsch geht, das hat keinen Werth. Zuerst sich gegen den Pfarrer auflehnen, die Sakramente verschmähen und dann, wenn man den Ernst sieht, um Gnade betteln. Das ist wohlfeil!" ( Fortsetzung folgt.)

Allgemeine Gartenbau- Austellung

in Hamburg .

Wie neulich schon kurz mitgetheilt, wurde am 1. Mai die inter­nationale Gartenbau- Ausstellung eröffnet. Rein äußerlich unter scheidet sich dieselbe von allen bisherigen ähnlichen Unternehmungen durch ihre räumliche Größe, durch ihre Zeitdauer und dadurch, daß fie am Eröffnungstage fix und fertig war. Die Ausstellung, welche fünf volle Monate dauern wird, befindet sich in dem landschaftlich hervorragend schönen Park zwischen Millernthor und Holftenthor, dort wo sich die ehemalige Vorstadt St. Pauli von der Neustadt scheidet, und nimmt einen Raum von ungefähr 200 000 Quadratmetern ( etwa die Größe des Binnenalster- Beckens) ein.

bekommt.

Auf dem weiteren Wege durch die Wandelhallen durchschreitet man Beete von Ginerarien, Lencanthemum, Primeln, Anthurien und Calceolarien. Den Beschluß macht die große Bindehalle, in denen täglich prachtvolle Erzeugnisse der Bindekunft ausgestellt werden. An dem Hauptrestaurant vorbei gelangt man sodann in die Haupt­ausstellungs- Halle. Dieselbe ist ein Riefenkuppelbau, der auf mächtigen weißen der auf Säulen ruht. Die Halle umfaßt einen Raum von 7400 Quadrat metern, fie ift zur Zeit wintergartenähnlich ausgestattet mit Roniferens und Palmendickichten an den Seiten und einem von Calla aethio­pica Cenerarien, Arancarien, Orangen und Azaleen geschmackvoll bestandenen grünen Rafentissen in der Mitte. Der weite Raum der Salle hat es ermöglicht, ihrem Boden eine recht abwechslungsreiche landschaftliche Gestaltung zu geben. Aus der Halle gelangt man durch einen sich zum Stadtgrabeu senkenden Felsentunnel ins freie Gelände, 100 vor allem Baumschulen und ausgedehnte Rosarien Aufstellung gefunden haben. Zwischen Stadt­graben und den Wandelhallen befinden sich zur Zeit weite Beete spät blühender Tulpen, zu denen besonders Holland und auch Leipzig große Rollektionen geschickt haben. Au der Nordseite des Stadtgrabens hat man hinter faftgrünen Rasenflächen, die an den Seiten mit Coniferen aller Arten besetzt sind, ein Warmwasser. Becken erbaut, wo allerhand exotische Wasserpflanzen im Freien gezüchtet werden, wie Sagitarien, Papyrus, Nelumbium speciosum ( Lotosblume) und unter den verschiedensten Nymphaeen die prächtige Victoria regia . Gruppen von Rhododendren, Coniferen, Agaven, Rosen und wiederum weite Tulpenbeete bedecken den weiten Plaz bis zum Nordeingang, wo wir den Park betreten.

Wenden wir uns nun links nach der Ostseite des Stadtgrabens, so treten wir in die Haupt- Rofarien, in denen eine Unzahl hoch­und niederstämmiger Rosen untergebracht sind. Am Ende der großen Rosenbeete, die jetzt noch recht öde und trift aussehen, dort wo die große Hängebrücke, die von der Haupthalle über den Stadtgraben führt, mündet, wenden wir uns durch die Hügel des Stadtwalles hindurch nach dem Gelände der Obstausstellung, das jetzt ebens Erft wenige der in langen falls noch recht öde aussieht. Reihen eingepflanzten der Perficum, Pirus- und Prunus Arten haben schon grüne Knospen getrieben, und noch muß sich das Auge genügen laffen an dem bunten Blumenflor auf den Rabatten. Im Hintergrunde der Obstkulturen erstrecken sich im weiten Bogen die Industriehallen in einer Längenausdehnung von 300 Metern. Alle möglichen Erzeugnisse der Industrie, wie sie mit dem Garten­bau in Verbindung stehen, sind hier ausgestellt. Manches, das man hier sieht, steht mit dem Gartenbau allerdings in einem etwas sehr lofen Zusammenhange, und manches erinnert an den Jahrmarkt. Zum Schluß wollen wir noch zweier Sonderinftitute erwähnen, Es ist wohl das erste Mal, daß eine Gartenbau- Ausstellung die einzigen, in denen ein besonderes Eintrittsgeld erhoben wird. fich so umfassende Aufgaben gestellt und den Versuch unternommen Eins derfelben, ein Palästina- Panorama, wird erst am 1. Juni er­hat, in ununterbrochener Reihenfolge das Gesammtgebiet des öffnet. Das andere, die Vegetationsgallerie, übt schon jetzt eine Gartenbaues in seiner internationalen( Entwickelung vorzuführen. große Anziehung aus. Die Gallerie birgt eine Reihe 10 Meter Um wegen der langen Dauer der Ausstellung das Interesse des hoher und 22 Meter langer Charakterbilder von dem Hamburger Publikums und auch der Aussteller nicht in Frage zu sehen, hat Maler Friedrich Sch wing e. Nach Art der modernen Panoramen man das Unternehmen in verschiedene, in fich abgefchloffene Ab- find alle Bilder mit einem plastischen Vordergrunde versehen, der

Die Ausstellung umfaßt das gesammte Gebiet des Gartenbaues, alle Pflanzenfulturen und sämmtliche mit dem Gartenbau in Be­ziehung stehende Gebiete der Industrie. Zur Beschickung ist jeder Gärtner und jeder Freund des Garten- und Obstbaues zugelassen, ohne Unterschied der Nationalität.