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aus bedenken, wie wenig er sich dadurch vor allem Furchtbaren selbst von Schuster u. Löffler in Berlin . Gleichzeitig erscheint ebenda, von fchüßte; ja, daß er dadurch dem Zerstörenden die Wege ebnete und John Henry Mackay herausgegeben: Mag Stirner's Kleinere es zu sich ins Haus einlud." Seine Stimme wurde immer Schriften und seine Entgegnungen auf die Kritit seines Wertes: schneidender, während die Anwesenden ihm verständnißlos ins Der Einzige und sein Eigenthum." Aus den Jahren 1842-1847. Geficht starrten, aus dem eine fröhliche Kraft leuchtete. Nur der Diefer Band enthält alles, was Stirner an selbständigen Arbeiten je Fahnenträger winkte ihm nochmals ab, doch achtete er nicht darauf. veröffentlicht hat.- " Ja, wenn doch endlich auch bei uns der soziale Gemeinfinn eins zöge! Unfer verkümmerndes Volt tönnte ihn wahrlich gebrauchen!" Jetzt sprang der Krakebler auf und schrie gellend:" Na, da haben wir's ja! Der Umstürzler will hier Propaganda machen! Der Hund beschimpft uns!"

Einige sprangen auf: St! S- t!"

Man hielt den Wüthenden fest. Doch nun schrie er nur noch heftiger:

Recht ist Dir's, rother Hund, daß Du so einen Neffen hatteft! Aber wart nur, nimmst Du es nicht zurück, daß wir ebenso sind wie Dein fauberer Neffe, schlage ich Dir den Schädel ein!"

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" Ich nehme nichts zurück!" rief der Alte, indem er sich auf­richtete. Bebend stieß er bervor:" Ihr Ihr seid nur neidisch, daß Ihr nicht auch so einen Wisch vom Wohl ahrts- Ausschuß in Euren Laden hängen fönnt. Ueberhaupt Ihr seid alle feinen Heller mehr werth, als mein Neffe!"

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Alle erhoben sich und drängten mit zornigen Gefichtern den Alten hinaus. Der Krafehler machte fich los von den Händen derer, die ihn zurückhalten wollten und schlüpfte in des Alten Nähe. In dem Augenblick, als der ohne Kopfbedeckung die Stufen aus dem Lokal hinuntergehen wollte, stieß der Krakebler so beftig mit dem Fuß nach ihm, daß der Alte hinabstürzte und mit dem Kopf gegen einen Holzblock flog.

Er wurde bleich, und es schien, als bleibe er liegen; doch richtete er sich bald wieder langsam auf und ging die Straße nach der Stadt entlang. Rinder, die im Straßengraben das Eis eingestoßen hatten, liefen ihm nach und umschwärmten ihn.

Im Gaftzimmer wurde wenig, doch beftig gesprochen. Die Kriegervereinler gingen bald mit beißen Röpfen gruppenweise den Weg hinunter, auf dem die Sonne immer noch nicht die Pfützen auf­gethaut hatte.

Kleines Feuilleton.

-st- Von der Schule. Da rennen sie mir über den Weg: die Menschen der Zukunft. Sie sind noch flein und unvollkommen, aber eines Tages werden sie ebenso fräftig aus's Pflaster treten, wie der Arbeiter, der mit einem Werkzeugkasten auf der Schulter vor mir hergeht. Erst aber müssen sie in dem rothen Hause mit den gleich­mäßigen Feusterreihen ebenso gleichmäßige geistige Speise ver­schluckt haben.

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Da ist ein stämmiger Flad skopf. Er ist frisch vom Lande hereingekommen. Er hat sich einem kleinen, schmalbrüstigen Jungen angefchloffen; der ist nicht so laut und lebhaft wie die anderen. Der Schwerfällige fühlt sich zum Schüchternen hingezogen. Der Kleme mit der großen Mappe auf dem schmaten Rücken steckt seine Händchen in die Tasche seiner ausgefranzten und geflickten Hose. Sein Gesicht ist grau, wie das aller Menschen, die in schlechter Lust bei un genügender Nahrung leben. Er setzt die Füße mit einer gewissen Mengstlichfeit auf das feuchte, glitfchige Pflaster. Mit umflorten, matten Blicken lugt er nach drei lachenden Jungen, die vor ihm gehen. Sie erzählen, wie sie von einander abgeschrieben haben. Ihre alten Mappen, die sie unter dem Arm tragen, sind dick gefüllt. Er hat immer noch nicht das Buch, das die anderen schon seit ein paar Wochen selbstbewußt auf den Tischen aufklappen, wenn die Geographiestunde kommt. Seine Eltern, ja, wenn sie auch nicht mal genug Geld haben, um immer warmes Mittagbrot fochen zu können, zanfen werden sie vielleicht doch, wenn er zu Ostern nicht versetzt wird. Und es ist so falt. Und nun fängt es noch an, zu nässen. So geht's schon mehrere Wochen lang. Immer naß und kalt, und zu Hause wird fast garnicht gebeizt. In der Schule ist es wenigftens warm. Er bleibt vor dem Gilterihor zu dem Schulhof stehen, über deffen schmutzigen Kies die an ihm vorbeivastenden Kinder mit knirschenden Schritten eilen. Es ist so feucht und kalt, der Himmel ist so grau, gar nichts Sonniges, Wärmendes ist zu sehen.

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Die Kinder fangen an zu laufen, oft drei, vier nebeneinander. Vereinzelte Nachzügler rennen hinterdrein. Der Kleine sicht un­Da drüben kommt ein zwölfjähriges geduldig die Straße hinab. Madchen mit fliegenden Röcken angelaufen. Auch sie hat schief­getretene Schube, auch in ihrem Geficht liegt unter der Hize des Laufens die graue Farbe, auch ihr Blicke ist matt. Sie giebt dem Bruder, der sie erwartet hat, beim Hineingehen in das Schulgebäude die Hälfte der Brötchen, die sie jeden Morgen nach dem Frühstück­austragen vom Bäcker bekommt.

Theater.

Das Belle Alliance- heater sollte den Entdeckers Ehrgeiz lieber aufgeben. Es hat kein Glück damit. Ein aufgeregler blonder Jüngling stellte fich ain Mittwoch als Verfasser einer Tragi­fomödie Fräulein Gene" mit Pro- und Epilog vor. Sein Name ist Max Beyer. Es lohnt sich nicht recht, mit dem jungen Herrn über den Begriff Tragikomödie zu rechten. Es handelt sich in dem phantastischen Spiel von Beyer nicht um Geschöpfe von Fleisch und Blut, sondern, wie die Namen schon sagen, um Begriffe: Fräulein Gêne, Fräulein Echen, Richter Ottomar Meinungslos u. f. 1. Das Ganze geht aber in einem Nirgendheim vor, unter dem man China wie Deutschland sich denken kann. Es ist ein lehrhaft Beispiel", hätte man zur Zeit der älteren deutschen Schwanfdichtung gefagt.

So auspruchsvoll sich Pro- und Epilog geberden, so harmlos ist Herr Beyer an fich. Früher, wenn die Jünglinge zu dichten be gannen, berauschten sie sich an Shakespeare oder der Sturm- und Drangpoesie des jungen Schiller. Herri Beyer hat es das glatte Kling- fling der Verfe Fulda's angeihan. Selbst in diese Verse wird noch Waffer gegossen. Man dente! Als Parabel für eine Zeit­schrift, wie Die Jugend" in München , hätte die Geschichte von Fil. Gêne noch paffiren können. Aber das ist heutzutage so: Wer zum Zeitungsschreiber nicht das Zeug hat, weil er seine Gedanken nicht fuapp und schlagkräftig zusammenfassen kann, der schreibs längliche Dramen zur Qual feiner ganz unschuldigen Mitbürger.

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Frl. Gêne lebt in einem wunderlichen Land, wo die ewige Frage ist es schicklich? alle Kraft und alles natürliche Empfinden zerstört. Jeder ist dort nur der Stlave seines Nachbars. Ein Mädchen würde keinen Mann recht anzusehen wagen; ein Maler zerbricht sich den Kopf darüber, wie man schicklicherweise einen König darzustellen habe; und Frl. Gêne, eine vornehme Dame, hungert lieber, als daß sie nicht zwei 3ofen um sich hätte. Denn das ist standesgemäß. Acht Tage hat sie teinen Bissen Brot gegessen; da giebt es ein Fest in der Stadt mit Schmaus und Trank. Frl. Gêne möchte angreifen; affein man hat ihr kein Gßbesteck gereicht und fie genirt fich, zu fordern. Also verhungert fie denn elendiglich und die Tragikomödie hat ein Ende. Für die Darsteller bieten die lehr haften Heime teine rechte Aufgabe.

Auf die Tragikomödie folgte Wilbrandt's Lustspiel Die Mater". Vor Jahren galt es als zierlich- elegantes Muster, heute erscheint die Komödie vom genialen Maler und der geschlechtslosen Malerin, die dennoch ihr Herz entdeckt, mehr fokett als zierlich, und sie ist ein wenig altmodisch geworden. Das fällt um so mehr auf, wenn die Darstellung sich ein wenig plump und aufdringlich giebt, wie am Belle- Alliance- Theater. Für bescheidene Kräfte ist es immer am schwierigsten, den spit zugefchliffenen Plauderton zu treffen. Wo Fronie angedeutet werden soll, da unterstreichen solche Schau­spieler gleich doppelt und dreifach, und die Geschmacklosigkeiten nehmen fein Ende.

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Musik.

Der Verein zur Pflege fünstlerischer Bildung" in Sams burg, der die Schülervorstellungen im dortigen Stadt. theater durchsezte, hat einen weiteren Erfolg gegabt durch die Zu­ftimmung des ,, Vereins Hamburgischer Musikfreunde"( der einen jährlichen Staatszuschuß von 20 000 m. erhält) zu Musik­aufführungen für Schüler der Volksschulen. Am Schluß der Saison werden diese Schülerkonzerte stattfinden; für jede Aufführung sind 4000 Schüler bestimmt; jedes Kind zahlt 10 Pf. Eintrittsgeld.

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Kunst.

-hl- Dresdener Sezession. Am Mittwoch ist bei Gurlitt eine Ausstellung des Vereins bildender Künstler Dresdens "( Sezession) eröffnet worden. Die Dresdener Sezession hat sich in starker Abhängigkeit von der Münchener entwickelt. Der in Frankreich und München ausgebildete Maler Gotthard kühl siedelte vor etwa drei Jahren Lehrer All die Dresdener Akademie über, und feinem Wirken ist wohl das Aufblühen der Kunst in Dresden zu danken. Schon in der Berliner Ausstellung von 1896 trat die Dresdener Sezession" korporativ auf und fand viel Beachtung. Man tanu indeffen nicht sagen, daß die jetzt er­öffnete Ausstellung diesen günstigen Eindruck bedeutend verstärkte. Künstler, die die Hauptträger des Ruhms der Dresdener find, fehlen völlig, vor allen Kühl selbst, auch der jetzt in Meißen wohnende Ostar 3wintfcher, einer der tüchtigsten jüngeren Mater, und Franz Hochmann , der nicht Mitglied der Segeffion ist. Von dem Portraitisten Felix Borchardt ist nur eine kleine Studie da. Strenge Kritik bei der Auswahl, auch gegen die eigenen Mitglieder, wie sie Grundsatz der Münchener Sezessionisten war, haben die Dresdener durchaus nicht geübt. Eine ganze Reihe von Bildern fönnte nur für den Kunst- Historiker als Werte von Anfängern, aus Eine Biographie May Stirner's aus der Feder denen vielleicht etwas wird, Intereffe haben. Unter John Henry Macay's erscheint in nächster Zeit im Berlage den ausgestellten Bildern treten einige von Karl Banker

Die Schulglocke läutet. Sie übertönt den Lärm der Straße. Die Kinder stürzen in die Thür der Schule.

Bon weitem fommt ein kleiner dicker Knirps schreiend ange­Iaufen Mutter hat zu lange an ihm heringeputzt nun fommt er zu spät. Die Thränen stürzen ihm über die vollen, fleischigen Backen. Er blickt nicht nach der Sonne aus, denn ihn friert nicht.

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Literarisches.