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Stimme. Es blieb aber alles still im Hause. Stöckerlein können sie doch nicht so von dannen gehen lassen. Helfet und wiederholte seinen Befehl an den Schmied. Als dieser auf gebt alle um Gottes Barmherzigkeit willen!"
die Hausthür zuschritt, wurde es unter den Menschen so still," Ist recht, Käthe," lobte sie der Dorfmeister, zog seinen daß man sein langes steifes Schurzfell rauschen hörte. ledernen Beutel und legte einige Kupfermünzen in die ausgestreckte Meister Wieland nahm seinen Hammer nicht von der Hand der Schwester. Paul Jckelsamer folgte seinem Beispiele Schulter: er sprengte die Thür mit einem mächtigen Fuß- und so kamen viele zu der hübschen Dirne, auch mancher, der tritt auf." Dazu wird einer von seiner Arbeit weg- sonst wohl seinen Heller festgehalten hätte; aber er schämte geholt", rief er verächtlich, indem er die Schrittsteine sich vor den Nachbarn. Andere, deren Taschen leer waren, riefen hinunterstieg. Hinter ihm Hinter ihm in dem Thürrahmen tauchte der Frau des Ausgewiesenen zu, daß sie bei ihnen vorsprechen die von Arbeit und Entbehrung ausgemergelte Gestalt des möge, bevor sie das Dorf verließ. Die klaren, braunen Augen des Hörigen auf. Seine magere Faust hielt den Stiel eines Mädchens leuchteten von mitleidsvoller Freude, als sie den Beiles umspannt, und er drohte mit funkelnden Augen: Ertrag ihrer Sammlung dem unglücklichen Weibe aushändigte. ,, Komm' mir feiner zu nah, wer sein Leben lieb hat."
,, Sei nit gar so ungescheit," rief Simon ihm zu. Mach' Dich nit noch unglücklicher als Du bist. Dent an Dein Weib und die Kinder!"
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Betteln können sie auch ohne mich," erfcholl die Antwort des Verzweifelten und er schwang sein Beil gegen den Knecht des Centamtes, der sein Schwert gezogen hatte.
,, Gott vergelt's," stammelte diese mit zitternden Lippen, indem eine leise Röthe in dem bleichen vergrämten Gesicht aufstieg. Es war weniger die Röthe der Freude, als die der Scham. Betteln!" schlug es ihr auf das Herz. Ihr Mann schüttelte die geballte Faust gen Süden, in welcher Richtung Endsee lag und knirschte:„ Aber Gott soll's auch denen vergelten, so mich wie einen Hund ins Elend hinausgestoßen, nachdem sie mir das Mark aus den Knochen gepreßt haben." ( Fortsetzung folgt.)
( Nachdruck verboten.)
Leuchtende Blumen:
Der Kampf konnte nur kurz sein. Der stämmige Knecht schlug dem Entfräfteten das Beil aus der Hand, packte ihn an der Brust und riß ihn mit solcher Gewalt von der Thüre weg, daß er auf der Gasse der Länge nach hinschlug. Die Iaute Empörung der Leute über diese Rohheit wurde von dem Jammerschrei der Frau des Hörigen übertönt, die jetzt mit einem Säugling auf dem Arm aus dem Hause eilte. Das Leuchten der Blumen wurde zuerst von der Tochter des Ein etwa dreijähriges Büblein klammerte sich an ihren Rock, großen Botanifers Linné beobachtet, als sie an einem schwülen Juliwährend ein Knabe von etwa zwölf bis dreizehn Jahren abende des Jahres 1762 nach Sonnenuntergang an einem mit hinter ihnen sichtbar wurde, und zitternd, mit schreck Rapuzinerfresse besäten Gartenbeete saß. In einem Berichte, weiten Augen auf den blutenden Vater starrte, dem die den sie auf Veranlassung ihres Vaters der schwedischen Akademie der jammernde Mutter vom Boden aufzuhelfen versuchte. Die Wissenschaften übersandte, beschreibt sie die Erscheinung folgenderFrau war um viele Jahre älter als Konz . Sie war eine maßen:" Das Leuchten besteht in einem so schnellen Aufblizen eines Scheines, daß es nicht hastiger angenommen werden könnte. Wittwe, und ihr verstorbener Mann der Vorgänger Konzes in Wenn man sitzt und auf eine Stelle hinsieht, die mehrere der Pachtstelle gewesen, aus der dieser jetzt vertrieben wurde. Blüthen hat, so kann man bemerken, wie bald die eine, bald die In der Hoffnung, die durch den Tod erledigte Pacht zu er- andere ganz jählings aufschimmert oder erglänzt. Wenn man das halten, hatte er die Tochter eines Hörigen aus dem weiter gegen unverwandten Auges nur auf eine Blüthe starrt, so leuchtet nördlich gelegenen Reichardtsrode, die er liebte, heimführen wollen. fie nicht gerne." Ueber die Ursache der Erscheinung wagten Vater Die Obrigkeit aber hatte ihm die Erlaubniß dazu verweigert und Tochter teine entschiedene Meinung zu äußern; andere Forscher und ihn gezwungen, die mit einem Kinde zurückgebliebene Frau begnügten sich damit, sie in der„ überall verbreiteten elektrischen Materie" zu suchen. des Verstorbenen zu heirathen. Alle seine Vorstellungen und Bitten hatten nichts gefruchtet und Konz Hart mußte für ein Weib, das er nicht liebte, und ein Kind, das nicht das seinige war, das Mark seiner Knochen hergeben.
Der Gerichtsdiener und der Knecht begannen die Hütte auszuräumen und das dürftige Hausgeräth auf die Straße zu werfen. Sie bekamen dabei von den erregten Leuten manch' derbes Wort zu hören. Stöferlein herrschte ihnen brutal zu, daß sie die Mäuler halten sollten. Damit kam er aber übel an; denn Simon Neuffer trat ihm mit den zornigen Worten entgegen:„ Na, damit seid Ihr auf dem Holzweg. Ihr peinigt uns bis aufs Blut und wir sollen nicht schreien? Ich sag' Euch, wir werden schreien und sie sollen uns schon hören, die Herren in Rothenburg , verlasset Euch darauf!"
Paul Jakelfamer fügte hinzu:„ Wenn der Hörige schaffen soll, wie ein Stück Vieh, dann soll die Oberkeit auch dafür sorgen, daß er's kann. Wo soll der Konz jetzt im Winter Brot für alle Mäuler finden?"
„ Ach! Ach! Wer kann das ändern?" feufzte ein Bauer, dem das Haar schneeweiß um das in lauter Runzeln, Falten und Fältchen verschrumpfte Gesicht flatterte. Harte Arbeit, Alter und Rheumatismus hatten seinen Rücken gekrümmt, und er mußte sich mit beiden Händen auf einen Strückstock ſtützen. Es war Martin Neuffer, der Vater Simons. Er fuhr fort ,, Vor Zeiten, als wir noch eine freie Bauernschaft waren und unsere Sachen selbst in der Gemeind' richteten und schlichteten nach Fug und Billigkeit, da hätt' das einem redlichen Manne nimmer geschehen können. Aber iyo ist's halt so!"
Neue Beobachtungen über den Gegenstand erfolgten 52 Jahre später durch Haggren, der dieselbe Erscheinung auch an der Ringelblume, an der Feuerlilie und der Sammet- oder Studentenblume entdeckte. In seinem Bericht an die schwedische Akademie hebt er den Umstand hervor, daß das Leuchten mur bei fenerund an warmen, flaren, nicht feuchten farbenen Blumen Sommerabenden vorkomme, und fährt dann fort:„ Einige Blumen blitten oft in einem Zwischenraum von zwei bis drei Sekunden; bisweilen vergingen auch mehrere Minuten. Wenn mehrere zusammenstehende Blüthen auf einmal aufleuchteten, so war der Schein auf mehrere Klafter Entfernung noch deutlich wahrnehmbar. Wenn man mit unverwandten Augen auf eine oder mehrere nahe beisammenstehende Blüthen sah, erfolgte der Blitz nur wenig oder garnicht, während andere Blumen daneben sehr oft die anmuthige Lichterscheinung zeigten. Um mich von der Richtigkeit meiner Beobachtungen zu überzeugen, ließ ich einen Anderen zu mir treten und mit einem leichten Stoß den Augenblick bemerken, wo die Blume das Licht gab. Ich hatte das Vergnügen, jederzeit zu finden, daß derselbe in der nämlichen Sekunde wie ich das Aufleuchten beobachtete."
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In Deutschland scheint Goethe als Erster leuchtende Blumen geschaut zu haben. Als er am Abende des 19. Juni 1799 mit einem Gartenm o bn etwas Flammenähnliches wahr; doch muß ihm die Freunde lustwandelte, nahm er in der Dämmerung bei dem Gartenm ohn etwas Flammenähnliches wahr; doch muß ihm die Realität der Erscheinung, da er ihrer in seiner" Farbenlehre" nur Erwähnung thut, etwas fragwürdig vorgekommen sein. In der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts werden dann noch folgende Lichtblumen entdeckt: die gelbe Rosenaster, die Sonnenblumen oder Sonnenrosen, an denen ein Beobachter in einer dunklen Kammer selbst bei Tage ein schwaches Leuchten bemerkte, die geruch lose Wucherblume oder unechte Kamille, die man im Nebel eines Schweizerberges in blendend phosphorischem Glanze leuchten sah, und die Nachtkerze, von deren Blüthen und Blättern der Unterdessen hatte die Frau des Hörigen, deren Thränen- Herzog von Buckingham im Jahre 1838 ein brillantes Leuchten ausgehen und lange Zeit anhalten sah. Ein Beobachter glaubte den quell in der Wüste des Elends längst versiegt war, ein fleinesichtschein sich verstärken und den Bewegungen der Fingerspißen Bündel, das sie wohl schon vorher bereitet hatte, aus der folgen zu sehen, wenn er die Blüthen mit dem Finger strich oder Hütte geholt. Konz Hart wischte sich mit dem Aermel das schlug. Blut von der zerschlagenen Stirn, nahm das Bübchen auf den Arm und rief laut: Rommt!"
,, Und der Teufel geseg'n es, Amen!" rief das Weib des Schmiedes.
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Wohin willst denn?" fragte Simon. " In den ersten besten Straßengraben, um zu verrecken," antwortete der Hörige mit wildem Hohn.
Wartet noch!" rief eine fernig schlanke Dirne mit licht braunen Zöpfen, indem sie sich vordrängte. Hast Du ein Geld bei Dir, Bruder?" wandte sie sich an Simon Neuffer." Wir
Obwohl unter den bisherigen Beobachtern leuchtender Blüthen Männer von wissenschaftlichem Rufe und geschulter Beobachtungsgabe waren, so schien die Thatsache doch nicht einmal unumstößlich festgestellt, geschweige denn erklärt zu sein, als im Jahre 1857 ein bedeutender Botaniker, Prof. Fries zu Upsala, die Untersuchung wieder aufnahm und in größtem Maßstabe durchführte. Als er am 18. Juni, 1/210 Uhr abends, im botanischen Garten der Universität einsam umherwandelte, zeigte sich plötzlich in einer isolirt stehenden Blüthe des Gartenmohns ein starter Lichtblitz, und als er sich hierauf