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Verdienste für die Geschichte der Operette bereits reichlich zur sind aber schon nach dem Genuß von mir zlvei Tassen beobachtet Geltung gelommen find. Sein früherer Textdichter Owen all worden, zu denen man freilich in unfimiger lebertreibung je eine stand ihm auch diesmal zur Seite; und auch der hauptsächlichste ganze Hand voll Bohnen genommen hatte. Der bekannte Berliner Uebersetzer ist diesmal wieder der nämliche: C. M. Roehr. Der Psychiater Professor Mendel hat darauf aufmerksam gemacht, daß Text gehört freilich im ganzen zu den typischen Operettentegten. unter der Arbeiterbevölkerung der Stadt Essen häufig eine chronische Doch er hat, furz gejagt, etwas Menschliches, Menschenwürdiges: Kaffeevergiftung festzustellen gewesen sei, wo die Leute den Kaffee der Fortgang der Handlung entfaltet greifbare Personen und beruht beinahe als Hauptnahrungsmittel und jedenfalls als Lebenströster vorwiegend auf natürlichen inneren Vorgängen in ihnen und arbeitet ansehen. Interessant ist auch der Fall eines Staffeekoches, der zum Teil jenseits der abstrakten Operettenschablonen. Die Fabel nach 40jähriger Thätigkeit an einer bedenklichen Nervenfchwäche. litt. dreht sich um einen Sklaven, der einer verliebt zu machenden Prinzessin Das reine Coffein führt begreiflicherweise noch viel heftigere als Statue des Gotts der Liebe hingestellt wird, und um einen Störungen herbei: Funkenſehen, Delirien, Schwindel, Bittern, ja Zauberer, dem seine Tochter aus der Batsche hilft. Dabei geht es nun sogar Krampfanfälle von solcher Heftigkeit, wie sie sonst nur beim freilich nicht ohne die Tranchierung des Ganzen in Gesprochenes und in Ge- eigentlichen Starrkrampf eintreten. Schwerlich aber ist jemals ein fangsnummern und nicht ohne sehr gewöhnliche Couplets ab; die Komifer merkwürdigerer Fall von Kaffeevergiftung beobachtet worden wie leisteten denn auch in der Vermehrung dieser um alltägliche Dacapo- der von O. Marburg in der Wiener Klinischen Rundschau" beStrophen Schreckliches, sogar durch eine Chinastrophe:" Der Kligere fchriebene. Eine 44 jährige Frau suchte die Hilfe des Nervenarztes, schiebt nach." Die Musit ist in der Hauptsache von einem weil sie seit zwei Jahren an Krämpfen, scheinbar epileptischer Natur prächtigen Reichtum sowohl der melodischen Erfindung( meist ohne litt. Da fie früher ganz gesund gewesen, auch eine erbliche Be Wiener Nachahmung) als auch der Instrumentation; als zum Teil Iaftung nicht in Betracht kam, so war dieser Zustand unerklärlich, bis auch der inhaltlichen Charakteristik. Hervorzuheben wäre da vieles: schließlich ein eingehendes Bekenntnis der Kranken die Aufklärung zuvörderst die zwei ersten der drei Finales; das erste ein faturnalisch brachte. Sie hatte sich als Befigerin eines Staffeehauses allmählich taumelnder Tanz- wie denn auch in dieser englischen Operette das daran gewöhnt, täglich 30-40 gebrannte Bohnen zu essen, und tanzende Wiegen eine wichtige Rolle spielt und das zweite ein machte sich ein Vergnügen daraus, die Feinheit ihres Geschmads Tunstvoller Aufbau, von einem Einzugsmarsch an durch eine in durch sichere Unterscheidung der Sorten zu üben. Zunächst schadete wagnerisch- romantischem Ton gehaltene Anrufung hindurch bis zu ihr diese wunderbare Liebhaberei nichts, es stellte sich nur einer hoch wirkungsvollen Scene enttäuschter Liebe. Neben Stückchen eine unüberwindliche Abneigung gegen fette Speisen ein, die von wirklich gemütswarmer Musik( Nr. 7 und 10) steht z. B. ein der Magen nicht mehr annehmen wollte. Nach vier Jahren aber Stüdchen von richtiger Tonkomit( Froschductt") alles ziemlich bekam die Frau plößlich einen fürchterlichen Anfall von Krämpfen gut aus der Situation herausgearbeitet. Freilich steht dann neben mit völligem Verlust des Bewußtseins, und von da an ereigneten Graziösestem und Feinstem auch so Ordinäres wie das Kouplet vom sich die Anfälle häufiger und unter immer schlimmeren Erschönen Archias" und so höchst Uroriginelles wie die Stelle der scheinungen, und sie wichen auch nicht, nachdem die Patientin ihre Bin ein lustig Ding," die leider auch dem ohnehin sehr matten Leidenschaft des Bohneneffens aufgegeben hatte. Als der Arzt sie Schluß zu Grunde liegt. untersuchte, stellte er noch Narben auf der Zunge fest von den Biß wunden, die sie sich im Krampf beigebracht hatte. Als Heilmittel gegen Kaffeevergiftung werden Cognac, Bromfali, Chloral und vers fchiedene andre Gegengifte empfohlen.-
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Jou Humoristisches.
迎 形 雲
Kleiner Irrtum. Bauer( dem in einer städtischen Wirtschaft ein ausgesprungener Biffardball auf den Teffer fällt): Höllafakra, is dös a Wirtschaft! Könnts denn de Knödeln nek an ständig auf'n Tisch bringen?"-
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(„ Lust. Bl.")
Den föstlichen Besitz, den die moderne Operette an Fräulein Mia Werber befigt, konnte man wieder in erfreulichster Weise schätzen Ternen. Weit erhaben über das, was der Name " Soubrette" besagt, versteht sie, jede Rolle und Nolleneinzelheit jo ganz menschlich warm zu gestalten. Stein Effektfuchen, feine Hebertreibung, Tein Schöntreiben verdirbt das echt persön liche und technisch durchgearbeitete Spiel dieser Künstlerin; und selbst aus ihrer umschönen Stimme weiß fie bornehmlich bei so blühenden Melodien, wie sie ihr hier( besonders in Nr. 9 und 17) zur Verfügung stehen einen fesselnden Ausdruc Naive Warnungstafel. Das Betreten dieses Weges herauszubringen. Sie hat auch von Gerda Walde keine Ston- ist bei zwei Mark Strafe verboten. Es wird gebeten, den Betrag in kurrenz zu fürchten, wie schön und geschmeidig auch deren Stimme, die unten befindliche Blechbüchse zu werfen. Der Magiftrat. wie geschickt auch ihr Tanzen und wie berückend auch ihre SoubrettenTunft ist. Diese anscheinend neue Erwerbung des Centraltheaters dürfte eine der wenigen guten deutschen Vertreterinnen des neuen Komödien typus sein: des der englischen Burlesffomiterin. Allerdings: das Abstrafte dieses Typus und dieser seiner Vertreterin, der kondensierte Fröhlichkeitstaumel, wird in Deutschland schwerlich wie in England eine Höhere Bedeutung gewinnen als fonkret menschliche Personen und ihre entsprechenden schauspielerischen Vertreter. Herr Emil Sondermann war wieder als der Darsteller des Typus eines Schwindeltünstlers namentlich durch seine Herrschaft über jede Augenblicksbewegung vorzüglich. Der Sänger der Titelrolle, Siegm. Kunst a dt, müßte einen noch freier gebildeten Ton, einen viel fräftigeren Schwung des Ausdrucks( z. B. in„ Die Freiheit ist das höchste Gut") und hinwieder als Statue weit mehr Ruhe entfalten, um nicht geradezu störend zu wirken. Besser war Karl Schulz als der andre Sklave; doch er und alle übrigen ganz besonders der Possentreiber Rudolf Ander haben es allzu schwer, sich neben einer Meisterschaft wie der Mia Werbers zu bewähren.
Gesundheitspflege.
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Sz.
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Die Hauptfache. Num, meine Enädigste, wie hat Ihnen die Kunstausstellung gefallen?" Ganz ausgezeichnet!... Ich bin sehr bemerkt, worden!"
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Notizen.
Um Den Schleier der Beatrice" hat sich ein eigenartiger Stampf entſpomnen. Der Schleier 2c." ist ein Stüd von Schuiler. Schlenther hatte es im Februar halb und halb angenommen, wies es aber im September endgültig zurück. Darüber schrie Schnigler. Einige Wiener Kritiker, darunter felbstverständlich Hermann Bahr , schrien mit, in Berliner Nedaktionen wird weiter getrommelt. Als Ablehnungsgrund wird das und jenes angegeben. Vielleicht war's gar ein Buch, ein verschenktes Buch.
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Unter dem Titel, Dreiunddreißig Jahre in Ost asien " wird Ende Oktober bei Georg Wigand in Leipzig der erste Band eines Werks erscheinen, in dem der frühere deutsche Gesandte in China , M. v. Brandt, feine Erinnerungen an seinen Aufent halt in Peking wiedergiebt; zwei andre Bände, die das Werk abschließen werden, sollen im Laufe der nächsten zwei Jahre ers scheinen. Ein Ausflug ins Georg Engels Lustspiel Gittliche das im Lessing - Theater aufgeführt werden sollte, ist vom Polizeipräsidium als nicht geeignet zur öffentlichen Drei fatirische Einafter von Aufführung bezeichnet worden. Mar Dreier, die im Deutschen Theater zur Aufführung kommen sollten, sind gleichfalls verboten worden.
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Das in Berlin verbotene Lustspiel Die strengen Herren" von Blumenthal und Kadelburg wird am Wiener Bolts theater die Erstaufführung erleben.
ie. Staffeetrinken und Kaffeeessen. Wie so manche Genußmittel enthält auch der Kaffee ein Gift, das Coffein, und wegen dieser Thatsache wird um die Schädlichkeit des Kaffees hin und her gestritten. Die einen halten ihn für unschädlich, wenn er nicht im lebermaß und unvernünftig start genoffen wird, jedenfalls für weniger schädlich als den gerbstoffhaltigen Thee, die andern behaupten, daß Bergiftungserscheinungen schon nach vier Tassen starten Staffees unausbleiblich seien. Die Folgen bestehen dann in Störungen des Blutkreislaufes, in Muskelerschlaffung und in nervösen Störungen. Weitaus die meisten Menschen nehmen den Kaffee im Aufguß als Getränk zu sich, aber es giebt auch noch andre Verwendungen. Große Feinschmecker haben erklärt, daß das Aroma des Kaffees am stärksten zur Geltung fäme, wenn eine einzelne gebrannte Bohne zerkaut wird. Das Kaffeebohnenessen ist aber durchaus keine-3wei Mütter," ein dreiaktiges Drama von Friz Erfindung eines überfeinerten Geschmads, sondern es findet sich als Slowronnet, ist für das Luisen Theater zur Aufführung an allgemein verbreitete Gewohnheit bei den Galla- Völkern Nubiens, genommen worden. die sich aus zerstampften Kaffeebohnen einen stärkenden Brei Die Wagner Borstellungen im Convents bereiten. Endlich wird der Giftstoff des Kaffees, das Coffein Garden Theater zu London haben einen völligen Mißselbst, rein oder in Verbindungen von den Aerzten als Medikament erfolg gehabt. verschrieben. Alle diese Arten des Kaffeegenusses tönnen zur Gegen Nasenbluten hilft, wie der Praktische WegVergiftung führen, die sich in Kopfschmerz, Schwindel, rausch weiser" schreibt, am sichersten das wiederholte Anhalten des Atems ähnlichen Zuständen, Delirien, Angsigefühlen, Erbrechen, Bittern bei hochgehaltenen Armen, ferner ein lauwarmer Halsumschlag, ein der Hände usw. äußert. Selbstverständlich ist von solchen Er- warmes Fußbad und im schlimmsten Falle das Einziehen von heißem scheinungen bei dem gewöhnlichen Kaffeetrinken nicht die Nede, siel Wasser in die Nase.
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