die Beit zwischen dem 10. März und dem 20. April. ving Quebec befonders ift jeder Landwirt Buckerfabrikant, und und er tann fogar leicht noch dem Erzeugnis verkaufen. Ahornzucker hat

-

108

Ju der Pro- Jteinen Samen treiben? Die Natur ist darauf bedacht gewefen, die sein eigner Blüten vieler Pflanzen fo zu gestalten, daß eine Selbstbefruchtung etwas von vermieden wird und daß vielmehr die Befruchtung durch den feinen Blütenstaub andrer Eremplare bewirkt werden muß. Dazu find mun und recht angenehmen Geschmack, der ein wenig an Honig erinnert. gewisse Zwischenträger nötig geworden, die den Blütenstaub von Die gesamte Menge dieses Buckers, die in Kanada gewonnen wird, einer Pflanze auf die andre schaffen. Als solche dienen hauptsächlich läßt sich nicht angeben, ist aber jedenfalls nicht unbeträchtlich, da der Wind und die Insekten. Wind ist ja überall vorhanden, aber manche Landwirte bis zu 140 Centner jährlich aus ihren Planzungen die Infekten, die oft genug auf eine Pflanze besonders eingeübt ziehen. Uebrigens wird ein großer Teil des Safts nicht in eigent sein müssen, um zur Narbe der Frucht zu gelangen, fehlen häufig, lichen Zucker verwandelt, sondern einfach als Syrup verbraucht. Die wenn das Gewächs an einen neuen Standort verpflanzt wird. In Gewinnung des Buders ist sehr einfach: Es wird zu der bestimmten diesem Fall muß der Pflanzenzüchter zur fünstlichen Befruchtung Jahreszeit ein Schnitt in die Rinde der Bäume gemacht und unter schreiten. Löbner beschreibt, welches Verfahren er dazu bei vers diesem ein Behälter befestigt, in den der Saft hineinfließt. Ein einzelner fchiedenen Blüten anwendet. Bei der kanadischen Flammenblume faßt er Mann kann dieses Geschäft au 600 Bäumen während eines Tages den Blütenstern in der Mitte und reißt ihn vorsichtig auseinander, bis besorgen. Etwas umständlicher ist die Einsammlung des Saftes, da er die zwei- oder dreifach übereinander fißenden Staubbeutel jeder Baum zweimal täglich untersucht werden muß, ob es nötig ist, bloßgelegt hat. Auf diese tupft er fräftig mit einem Pinsel, der sich das Gefäß mit dem Zudersaft auszuleeren. Der gesamte Saft dann mit gelbem Blütenstaub bedeckt, und geht damit zu andren tommt schließlich in einen großen Behälter, wo man ihn zum ersten Blüten derselben Art, die dem Verblühen nahe find, reißt auch bei male verdampfen läßt. Daraus entsteht der Syrup, erst bei einer diesen die Röhre der Blumenkrone bis auf den Grund auseinander, zweiten Verdampfung entsteht der eigentliche Zucker, der aber nicht und betupft mit seinem Pinsel dort die Narbe des dreiteiligen einen schönen weißen, aus fleinen Sechställchen zusammengesetzten Griffels. Am nächsten Tage ist diese Blüte gewöhnlich welt, Körper darstellt, sondern eine unansehnliche, braune, törnige Masse das erste Zeichen, das die Befruchtung erfolgt ist. Mittels bildet. dieses dem Kunstgriffs ist es Pflanzenzüchter gelungen, Hunderte bon Früchten dieser Pflanze dish Aus dem Tierleben. ernten, zu die Roch weit anziehender Der Girlig. Friz Braun schreibt in der Wochen- fich sonst bei uns nicht fortpflanzt. die Hünstliche Befruchtung der virginischen schrift Nerthus": Kaum eine andre Vogelform hat sich so bildsam vollzieht sich erwiesen, wie die des Finken. Hier ist aus der Grundform ein zier- Palmenlilie, die ebenfalls bei uns niemals Samen ansetzt. Anfangs licher Zeifig, dort ein behäbiger Kreuzschnabel oder gar ein schnabel- batte Löbner damit feinen Erfolg, bis er sich darüber unterrichtete, gewaltiger Kirschfernbeißer geworden. Zu den beliebtesten Gestalten, wie in der Heimat der Pflanze deren natürliche Befruchtung erfolgt. in denen fich das Finlengeschlecht dem Menschen zeigt, gehört der giebt dort eine kleine Schmetterlingsart, die sogenannte Bucca fleine, gelbgrüne Girlig( Fringilla sernius). Das Vögelchen ist wie Motte, deren Weibchen die eingesammelten Pollen mit einer ein Eroberer von Südwesten her in unser Vaterland eingedrungen; besonderen Vorrichtung am Rüssel zusammenballt und sie dann auf zu Beginn unfres Jahrhunderts war es selbst im Badischen ein seltener einer andren Blüte durch die trichterförmige Vertiefung in die Spike Gast imd bener zählt es schon bei Danzig zu den häufigen Brutvögeln. mittelt. Wie gewöhnlich stellt das Tier für seine Mühe eine Gegen­des Griffels hinunterstopft und so die Befruchtung der Narbe ver Zu den auffälligen ficher, denn wo der kleine Gesell sich ansiedelt, da hört man gar bald seine klirrende Weise, die fast dem Schwirren rechnung: Die Motte legt nämlich vorher ihre Eier in dem Frucht­einer Henschrecke gleicht, da sieht man gar bald auch ihn selber in feinem gewandten Bidzadflug von Baumvipfel zu Bammwipfel Streichen. In feinem Landschaftsgeschmack ist der schmucke Gesell dem alt­tlaffischen, italischen Ideal tren geblieben. Das schaurige Dunkel der Wälder, die kahlen Hänge der Berge meidet er, dort, wo die Natur, liebend und wiedergeliebt" an den freindlichen Menschen sich an­fchließt, wo Baumgänge und Gärten, Feldstücke und Baumgruppen abwechseln, dort ist sein Revier. Das Kind des Südens ist auch ein Freund der warmen Sonne, an die höchsten Aeste der Bäumchen, bie freieften Zweige der Hochstrebenden Tanne nestelt es sich an, in der Luft sucht es den Gegner, den Rivalen in kühnen Wendungen, in blikschnellen Flugmanövern zu überbieten. Klatscht aber der Regen ins Laubwert, ächzen die Zweige unter dem Drange verspäteter Frühlingsstürme, so scheint der luftige Vogel schier verschwunden zu sein und birgt sich in sicherem Versted; ein solches Wetter ist nicht nach seinem Geschmad. Sein schmuckes, sorgfältig nach befter Fintenmanier gebautes Neſtlein wird der Sucher am ehesten finden, der den herkömmlichen Standort der Stieglitznefter fennt, da der Girlig ebenso wie jener bunte Harlekin in hohen Astgabeln mittelgroßer Bäume zu siedeln pflegt.

moten ab, und die sich daraus entwickelnden Räupchen bedienen sich eines Teils der gewachsenen Samien zu ihrer ersten Nahrung. Es besteht hier also gewissermaßen zwischen Pflanze und Tier ein fester Kontrakt von Leistung und Gegenleistung, indem jenes die Be­fruchtung zu vollziehen, dieses dagegen einen Teil ihrer Nachkommen­schaft an die Nachkommenschaft des Tiers abzugeben hat. Löbner bat mun diesen Borgang nachgeahmt, indem er mit einer Messerspige den Pollen in den Griffel der Blüte hineinstopft, gerade wie es die Motte mit ihrem Rüssel thut, und auf diesem Wege hat er bereits Tausende von Samen der virginischen Balmenlilie geerntet.-

bumoristisches.

Vorsichtig. Bekannter: Wie, Sie rafieren sich selbst; warum gehen Sie nicht zu dem Barbier, der bei Ihnen im Hause wohnt?" Heiratsvermittler: Wissen Sie, das ist mir zu ge­fährlich... dem Menschen habe ich eine Frau besorgt!" Die Suppe. Schiffstapitän: Sagen Sie einmal Stellner, was ist denn das?" Kellner: Bouilloufuppe, Herr Kapitän." Schiffstapitän: Suppe? Na, dann bin ich meiner Leb­tag auf lauter Bouillon gefahren."

-

mir!"

"

( Meggend. Hum. BI.")

Fallen im Oktober falte Regen, legt sich nächtlicher Reif un Baumast und Blattwert, dann zieht es das Hirngritterl, wie der Schwabe unser Böglein nennt, in wärmere Gaue. Wahrscheinlich Streicht er mehr wests als südwärts; in Holland beispielsweise hat Drastisch. Richter( bei der Verhandlung nach einer man den Girlik mur im Spätherbst und Winter gefangen. In auferei): Der Angeklagte behauptet, er hätte Ihnen, als Sie da neuefter Beit sind auch, allerdings fehr vereinzelte Beispiele feines lagen, mur zwei Fußtritte gegeben?" Ueberwinterns im deutschen Quartier bekannt geworden. Der Lieb- Kläger: Is net wahr, g'schuhplattelt hat er auf haber, der unsren Freund in den fintenbelebten Flugkäfig setzt, wird an ihm sicher viel Freude erleben, namentlich wenn er am Dach des geräumigen Behälters eine Art Schaufel anbringt, um die berum Ser Girlig seine Flugtünfte, seine fledermansartigen Zickzacke wendungen üben kann. Nur darf man ihm nicht ungefüge, zänkische Gesellen geben, denn wenn das Grittert auch fühn und mutig ist, hinfällig bleibt es doch, und ein einziger boshafter Biß kann uns leicht eines lieblichen Freunds berauben.-

Aus dem Pflanzenleben. 12

-

Notizen.

Paul Lindau beabsichtigt, in der Zeil vom 1. bis 16. Mai mit dem Ensemble des Berliner Theaters in Budapest zu gastieren, wo Björnsons lleber unsre Straft" I. und II. Teil zur Aufführung gelangen foll. Falls das Stück in Wien von der Censur freigegeben wird, soll das Gastspiel auch auf das Wiener deutsche Volts- Theater ausgedehnt werden. ss. Die fünstliche Befruchtung der Pflanzen ist Das Riesentind", ein Schwant von Richard gelegentlich für den Gartenbau von größter Bedeutung. Man kann Manz, erzielte bei der Erstaufführung im Münchener oft seitens der Blumenzüchter darüber Klagen hören, daß es gar Gärtnerplay Theater einen Lacherfolg. nicht gelingen will, von einem ausländischen Gewächs, das sie gern-Eine franzöfifche Operettengesellschaft wirb zu einer Gartenpflanze heranziehen möchten, Samen zu gewinnen. vom 20. Februar ab im Theater des Westens gaftieren.- Auch wenn aus Hunderten von Sämlingen die besten ausgewählt Sidney Jones Operette Sam Toy" geht am und eine Befruchtung mit dem Blütenstaub einer minderwertigen 16. Februar im Central- Theater zum erstenmal in Scene. Blume verhindert wird, so daß also ein ausgezeichneter Mascagni will seine Oper Maschere in Paris Nachwuchs gesichert wäre, bleibt bleibt oft zur Enttäuschung des und Wien unter seiner persönlichen Direktion von einer italienischen Züchters die Samenentvidlung ganz aus. Ein Mitarbeiter Truppe aufführen lassen. der Gartenflora" bringt diefe Thatsache mit Bezug auf einige bekannte ausländische Pflanzen zur Sprache und giebt gleich Bramman, wurde im hamburger Stadttheater bei zeitig das Mittel an, die Unfruchtbarkeit solcher Gewächse zu über- fällig aufgenommen. winden, so bei der kanadischen Flammenblume, bei einer südlichen Eine Röntgen- Ausstellung" wird gelegentlich ber Art des Kellerhalfes, der virginischen Balmenlilie( Yneca filamentosa) 73. Naturforscher- Versammlung vom 22. bis 29. September in und andre. Woran liegt es mun, daß diese Pflanzen bei uns Hamburg stattfinden.

-

-

muf

neutralem

Boden".

eine

Oper

bon

Verantwortlicher Redacteur : Wilhelm Schröder in Wilmersdorf . Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin .