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von dem Gedanken an das Geheimnis, das sie erfahren vernichtenden Weibes, das auf die willfährige Mitwirkung hatte, das Kind seelenfroh, so leichten Kaufes weggekommen der Menschen und Dinge rechnete. auf günstige Umstände, zu sein. deren Natur sie nicht hätte angeben können, die aber, wie sie fühlte, sicher eintreten würden.

( Fortsetzung folgt.)

Gefährliche Doppelgänger.

Fernande blieb den Tag über in ihrem Zimmer, dachte nach und überlegte. Vorerst fragte sie sich, ob das, was Nanet gesagt hatte, wirklich die Wahrheit sei. Aber wie konnte sie daran zweifeln? Er hatte offenbar manches gesehen und ge­hört, er wußte alles, er liebte seine. Schwester zu sehr, um in Bezug auf sie zu lügen; und dann machten hundert kleine Um­stände die Sache wahrscheinlich, zweifellos. Sodann fragte sie sich, wie sie die Waffe benügen sollte, die der Zufall ihr da in die Hand gespielt hatte. Noch ohne flaren Plan, fühlte Die durch Anmut, Wohlgeruch und Farbenreiz verlockende sie dennoch, daß sie diese Waffe vergiften, daß sie sie zu Pflanzenwelt bringt Feinde, die teils durch ihr verführerisches einer tödlichen machen müsse. Nie hatte sie Lucas mehr Aeußeres, teils auch durch unscheinbarkeit oder gar Unsichtbarkeit auf gehaßt. Delaveau war nur nach Paris gegangen, um zu Schritt und Tritt unser Leben bedrohen. Wir wollen uns hier un­bersuchen, dort ein neues Anlehen aufzunehmen, denn mit den Bilzen. Bekanntlich stellt der Pilz sozusagen die Blüte und Frucht des scheinbaren Feinden aus dem Pflanzenreiche zuwenden, den giftigen Werken ging es alle Tage mehr abwärts. Welch ein Triumph. unsichtbaren Bilzmycels( Pilzmutter) dar und hat wie die gleichnamigen wenn es ihr gelang, den verhaßten Herrn der Crêcherie bei Erscheinungen der höheren Pflanzen, die Aufgabe, Samen zu erzeugen. seite zu schaffen, den Mann, der ihr Wohlleben, die Genüsse wie jenen, hat auch ihnen die Natur die erforderlichen äußeren Eigen­ihres Daseins bedrohte! War erst der Feind tot, war auch schaften verliehen und sie zum Teil mit Wohlgerüchen ausgestattet, die Konkurrenz getötet, die Niederlage abgewehrt. Bei einem die ihre Verbreitung sichern. Zu den vielen Tausenden von Pilzen vor Eifersucht tollen, stets betrunkenen Menschen wie Ragu gehören auch die unsichtbaren Spaltpilze, die todbringenden Bakterien, konnten die Ereignisse einen sehr raschen Verlauf nehmen. zu ihnen auch die wohlthätigen Arten, ohne die unserm Dasein jeder Zweifellos würde es genügen, ihm das Messer aus der Tasche unsrer schönsten Bäume, die Eichen, Buchen, Hafeln, eßbaren Neiz, ja die Möglichkeit genommen wäre. Ernähren sich doch viele zu locken. Aber das alles waren nur formlose Wünsche; Kastanien usw. nicht selbständig aus dem Boden, fondern stehen in ihrem wie sie zur Wirklichkeit machen, wie die Dinge ins ganzen Wurzelsystem mit einem Pilznihcel in innigster Verbindung Rollen bringen? Das einfachste war offenbar, Ragu die( Symbiose), das ihm Ammendienste leistet und die ganze Ernährung Augen zu öffnen, ihm den Namen zu sagen, den er seit des Baumes aus dem Boden übernimmt, indem es die Wurzeln Monaten suchte; die Schwierigkeit war nur, in welcher Weise, lückenlos überzieht, mit deren Ninde organisch verwächst und mit oder durch wen sie ihm diese Mitteilung zukommen lassen ihrer Spige weiter wächst. Hier intereffieren uns vor allem die­sollte. Sie entschloß sich endlich zu einem anonymen Brief, eßbaren Bilzen fennen wir in Deutschland etwa 40 Arten, die gewiß jenigen Bilze, die uns zur Nahrungswahl verlocken. Bon guten sie wollte die Worte aus einer Zeitung herausschneiden, fie schon längst in unsrer Küche eingebürgert wären, wenn nicht gerade auf ein Papier leben und den Brief dann nächtlicherweile die besten unter ihnen Doppelgänger hätten, die die stärksten Gifte ungesehen in einen Briefkasten werfen. Sie begann auch in fich aufspeichern und deshalb die nur allzu häufig vor sogleich mit dem Herausschneiden. Auf einmal erschien ihr fommenden Vergiftungsfälle erklären und unsre Vorsicht völlig recht­das Mittel nicht sicher genug, von schwacher Wirkung, denn fertigen. ein Brief ist kalt, er tönnte leicht unbeachtet bleiben. Wenn Allgemeine Zeichen zur sofortigen Erkennung der giftigen Arten Ragu nicht sofort zum Aeußersten aufgestachelt, zum Wahnwit giebt es nicht. Ein angenehmer Geruch oder das Anlaufen der gespornt wurde, war es anzunehmen, daß er dann noch den Schnittfläche giebt uns ebenso wenig Bürgschaft wie das Nagen der Stoß führen würde? Die Wahrheit mußte ihm plöglich, mit Schnecken, daß die Schwämme gefund find. Humboldt empfiehlt, ein Stück des zu prüfenden Pilzes längere Zeit auf der Bunge zu einem Male eingeflößt, mußte ihm mitten ins Gesicht gehalten, wobei dann der bald bemerkbare widerliche oder scharfe, schleudert werden, und das unter Umständen, die ihn rasend rettigartige Geschmack die giftige Eigenschaft bemerken lasse. Wir machten. Wen also zu ihm senden, wen zum Angeber, zum halten aber dafür, daß nur genauere Kenntnis der einzelnen Arten Vergifter auserwählen? Sie konnte keine geeignete Person vor verhängnisvollen Mißgriffen schützt. finden, wohin sie auch blickte. Die Nacht tam, und sie suchte noch immer, fieberisch und mit schmerzendem Kopf, von Un­geduld verzehrt, daß sich ihr kein Mittel bieten wollte, die blutige Tragödie, die ihr vorschwebte, herbeizuführen.

Gehen wir nun die gefährlichsten Doppelgänger unsrer eßbaren rten durch, so steht unzweifelhaft der außerordentlich giftige Knollen. blätterschwamm( Agaricus phalloides) obenan. Seine Aehnlichleir mit dem allbeliebten Champignon unsrer Accker, Wiesen und Wälder ist, besonders in seiner Jugend, so überaus groß, daß, wenn man Als sie sich zu früher Stunde, gegen zehn Uhr, zu Bette seiner Sache nicht ganz ficher ist, man lieber den Ehampignon in legte, war sie wieder zu einem Entschluß gekomunen. Am geschlossenem Zustande nicht fammeln soll, weil feine Blätter( La­nächsten Morgen wollte sie Ragu rufen lassen, unter dem mella) dann noch hell und denen feines giftigen Doppelgängers Vorwande, ihn zu fragen, ob er einverstanden sei, wenn seinem so ähnlicher ſind. Im übrigen beachte man, daß der Champignon Frau einige Tage bei ihr verbringe, um Näharbeiten zu einen fleischigeren Hut hat als der letztere, dessen Hut dünner und schmierig ist. Dieser hat außerdem einen am Grunde knollig ver­machen; und wenn sie dann allein mit ihm war, fonnte sie bidten zähen und hohlen Stiel und stets weiße Lamellen, während vielleicht Gelegenheit finden, ihm selbst das zu sagen, was er die des Champignons anfangs hell rosenrot sind, dann dunkler und wissen sollte. Aber auch dieser Weg befriedigte sie nicht ganz, schließlich ganz braun werden. fie fühlte unruhige Zweifel über die möglichen Folgen einer Ein wegen seines vorzüglichen, eigentümlich pikanten Ge­solchen Unterredung unten im Arbeitszimmer ihres abwesenden schmads hochgeschäßter Pilz ist ferner der Steinpilz( Boletus Mannes. Sie war glücklich über seine Abwesenheit, dant edulis), der besonders Nadelwäldern, auf moofigem welcher sie allein in dem großen Bette liegen und ihre von Boden, zu finden ist. Sein Doppelgänger ist der Satanspila dem Fieber der Erregung schmerzenden Glieder frei dehnen( B. sanguine us). Er steht häufig dicht neben ihm und giebt deshalb konnte. Aufs neue wankend geworden und immer wieder sich von ihm dadurch, daß seine Röhrenmündungen niemals rot find sehr leicht zu Verwechselungen Anlaß. Der Steinpilz unterscheidet Pläne entwerfend und verwerfend, schlief sie endlich ein, und und sein weißes Fleisch unverändert bleibt, während das des Satans­lag bis fünf Uhr morgens, ohne sich rühren, in bleiernem pilzes beim Zerschueiden des Hutes sich schnell blau färbt. Bläulich Schlafe. Als die Uhr fünf schlug, erwachte sie plöglich. Mit bis schwärzlich läuft beim Zerschneiden übrigens auch das Fleisch offenen Augen daliegend und in die Finsternis des Zimmers des nur im Verhältnis des Hutes zum größeren Stiel vom Stein­blickend, nahm sie ihre Gedanken da wieder auf, wo sie sie unter- pils unterschiedenen Kapuzinerpilzes( Boletus scaber) an, der an Der gleichfalls brochen hatte, und mit einem Male stand ihr eine fühne Wert und Schmadhaftigkeit jenem nichts nachgiebt. und sichere Lösung mit außerordentlicher Klarheit und Zweifel­losigkeit vor der Seele. Sie mußte selbst in die Fabrik hinunter­Der rote Hut des schmackhaften, aus Italien herübergekommenen gehen, unter dem Vorwand, den sie sich schon ausgedacht Raiserpilzes( Agaricus caesareus) schimmert dem Suchenden ver­hatte, und dann im Laufe des Gesprächs das entscheidende lodend aus dem Grafe der Laubwaldungen entgegen. Schon unter Wort fallen lassen. Sie hatte sich erkundigt und wußte, daß den alten Römern wurde er unter dem Namen Boletus vor andern. Ragu heute Nachtarbeit hatte; wenn sie also um 7 Uhr hochgeschägt. Kaiser Claudius hatte eine so große Liebhaberei dafür, morgens hinunter ging, so traf sie ihn gerade in dem Augen- daß sie ihm schließlich das Leben loftete, indem seine Frau blicke, wo die Nachtschicht von der Tagschicht abgelöst wurde. Agrippina ihn durch ein Gericht seines gefährlichen Doppel­In ihrer fieberischen Erregung dachte sie nicht weiter über die gangers vergiftete. Dieser, der allgemein gefürchtete Fliegenpilz verschiedenen Möglichkeiten dieses Schrittes nach; sie war fest äußere Färbung des Fleisches, das hier weiß ist, an der ( Agaricus muscurius), unterscheidet sich weniger durch die überzeugt, den besten und sichersten Weg gefunden zu haben, Luft aber blau wird, während das Fleisch des Kaiserpilzes stets gelb und diese Ueberzeugung gründete sich weniger auf flare erscheint. Die nordsibirischen Bölfer wissen aus dem Fliegenpilz ein Einsicht als auf den Instinkt des verführerischen, männer- berauschendes Getränk zu bereiten, das sie gleich dem Opium in

fehr ähnliche und giftige Didfuß( B. pachipus) fennzeichnet sich durch feinen Wanzengeruch.