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Resolution.

Ich kann das Gefühl der Verwunderung nicht unterbrüden, daß ein Antrag, der schon in der Vorlage steht, nochmals ein­gereicht wird.( Sehr wahr!) Der Antrag erübrigt sich also. wohon in Der zweite Antrag lautet:

Parteitag einer Kampfpartei. Ich möchte es beinahe bedauern, daß dieser Punkt unserer Tagesordnung so weit in den Hintergrund Ohne zu der Frage der Beteiligung an den Landtagswahlen gerückt ist; denn ich meine, daß wir gerade in diesem Punkte in Sachsen selbst Stellung zu nehmen, spricht der Parteitag den die allgemeine Einigung finden, die uns notthut und die wir jenigen Genossen in Sachfen, die wiederholt den auf Beteiligung nach außen hin immer zu beweisen haben. Gegenüber gewissen lautenden Beschlüssen der Landesversammlung der sächsischen Der Parteivorstand wird beauftragt, die Herausgabe einer Aeußerungen über die Geringschägung der gewerkschaftlichen Bewegung, Parteigenossen entgegenhandelten, scharfe Mißbilligung aus. Broschüre vorzubereiten, die zu einem billigen Preise abgegeben, die vielfach Play gegriffen haben soll, wäre auch sofort der Beweis geliefert Der Parteitag erwartet, daß sich die Genossen in Zukunft den Titel: Wer ist der Staat?" zu führen hat.. In derselben soll worden, daß dem nicht so ist. Unser Protest gegen die Zuchthaus - den Beschlüssen der selbstgegebenen Organisation auch fügen.flargelegt werden, daß das gesamte Volt und nicht eine einzelne borlage wird hauptsächlich darauf begründet, daß sie die gewerk- Eichhorn. Lorenz. Fleißner. Krause. O. Fröhlich. Einder Klasse den Staat bildet. Des weiteren soll in derselben die Legende, schaftlichen Organisationen, diese Klassenkampf Organisationen man. Baudert. Eniglein. Käppler. Kleeis. Seifert. daß die Soldaten und Beamten des Königs Rock tragen, auf ihren der Arbeiter, unterbindet und vielleicht sogar unmög Braune. Breslauer. Schumann. Findeisen. Messing. Aug. wahren Wert zurückgeführt werden." lich zu machen im stande sein würde. Wir sind Fleischer. W. Rauschenbach. B. Wünschmann. F. Hofmann. Dieser Antrag wird nicht unterstützt, ist also hinfällig. aber, so scheint es mir, nicht in der Lage, uns in die Studierstube P. Reißhaus. Stolle. Geyer. Stein. N. Wittrisch. Zum Antrag 13*) bemerkt Grunwald- Jena : Ich habe diesen zurückzuziehen. Gegenüber der Kriegserklärung der bürger­lichen Gesellschaft und als solche sehe ich die Zuchthausvorlage an Eichhorn- Dresden Antrag nicht gestellt, sondern den Antrag 14*), den ich infolge dessen zurückgezogen habe; ich glaube, daß man diesen Antrag nicht unter­( lebhafte Zustimmung)- müssen wir geeint aufstehen, denn begründet die Resolution. Wir verlangen nichts weiter, als daß Beitigen tann, wenn man nicht zugleich die andere sehr wichtige Frage fie ruft uns zu den Waffen, alle, ohne Unterschied des schlüsse der Landesversammlungen auch von allen Genossen befolgt in Rücksicht zieht, wie der" Vorwärts" finanziell fundamentiert ist; Geschlechts, ohne Unterschied in Bezug auf einzelne theoretische werden. Wohin das Verhalten führt, das hat zum Jammer der Partei damit fomme ich zu der Frage, die mich zu meinem eigenen Antrage Auffassungen. Wenn ich hier mit besonderer Energie gegen die und zum Gaudium der Gegner die letzte Wahl gezeigt.( Sehr wahr!) veranlaßt hat, der leider nicht unterstützt wurde; ich kann diesen An­Zuchthausvorlage Protest einlege, so geschieht es nicht nur als Partei- Es ist vorgekommen, daß in demselben Kreise einige Städte trag nun nicht mehr begründen und auch nicht alle Argumente, die genoffin, sondern auch als Frau. Die Buchthausvorlage würde, sich beteiligt haben, andere nicht. Das verderbliche Beispiel Leipzige ich für ihn in petto hatte, vorbringen.

es gar

hat

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erst sein würden, wenn man

wenn sie in irgend einer Weise zur Annahme gelangen fönnte, bat in Zwickau Nachahmung gefunden, wo man mit einer Stimme der Frauen, der Arbeiterinnenbewegung vollständig die Hände Mehrheit die Wahlbeteiligung ablehnte. Das sind die Folgen des überhaupt keine Argumente dafür vorzubringen.( Seiterkeit.) Singer: Ich bitte, nicht nur nicht alle Argumente, sondern binden. Ich brauche Ihnen hier nicht auseinanderzuje zen, disciplinwidrigen Verfahrens der Leipziger Parteigenossen.( hört! überhaupt keine Argumente dafür vorzubringen.( Heiterkeit.) wie benachteiligt die deutschen Frauen sind, und wie sie hört!) Selbst wenn Wahlbeteiligung ein Fehler ist, so Grunwald: Ich habe ausdrücklich erklärt, die Frage des zwei­ihnen auch die hat, wenn die Partei sie beſchloſſen hat, die Bartei ben Fehler maligen Erscheinens des Borwärts" tönne nur bistufiert werden, gewerkschaftliche Organisation unmöglich machte. Schippel gemacht und die Genossen haben sich zu fügen. Ein Jammerbild wenn man zugleich die finanzielle Frage in Betracht zieht. Ich den ziemlich verbrauchten Wig der Gegner Ser war die Wahlbeteiligung von 18 bis 30 Prozent. Schaffen Sie möchte Ihnen empfehlen, da der Antrag zurückgezogen ist, wenigstens Frauenemanzipation wiederholt, das Wahlrecht schließe auch die Nemendur, Parteigenossen, forgen Sie, daß in Sachsen wieder die Frage einer eigenen Druckerei in Erwägung zu nehmen, Dienstpflicht ein. Ich erkläre, daß wir jocialdemokratischen Frauen Ordnung wird.( Lebhafter Beifall.) Singer: Ich bitte, nicht auf diesen Antrag zurückzukommen. die Pflicht, Dienst zu thun, anerkennen( Beifall), und zwar Grunwald: weil dadurch erst, so fahre ich fort.. auf einem Gebiete, 100 es viel nötiger und allerdings auch viel schwerer ist, im Kampfe zu stehen, als draußen Singer: Wenn Sie die Absicht haben, meinen Anordnungen auf dem Schlachtfeld, wo man die Brüder totschießt: Wir wollen nicht zu folgen, werde ich Ihnen das Wort entziehen. stehen zu denselben Fahnen, und wir alle, Genossen, und besonders Grunwald: Nein, das liegt mir absolut fern. auch wir Frauen sind bereit, einzustehen für unsere Cache und vor allem gegen die Zuchthausvorlage zu protestieren.( Beifall.)

bit opti

Grenz- Leipzig:

Singer: Sie kommen also auf den Antrag nicht zurück. Grunwald: Ich komme nicht darauf zurück( Heiterkeit) und er­fläre nur, daß man an ein zweimaliges Erscheinen des Vorwärts" nicht denken kann, wenn man nicht den Ueberschuß, den Bading heute einheimst, der Partei zuführt.

Ich stehe auf der Anklagebank. Sie fönnen uns verurteilen, aber nur nach gründlicher Information, und die kann in furzer Weise nicht erfolgen. Wir drehen den Spieß um; ich erhebe die Gegenklage, daß die sächsische Landtagsfraktion und das damalige Central- Agitationskomitee den nicht schönen Zustand verschuldet Nach der letzten Berufszählung hat die weibliche Arbeit um haben. Die jämmerliche Wahlbeteiligung war ja auch in Kreisen, 35 Broz, zugenommen, die männliche Arbeit nur um 28 Proz. Hier in denen nach Sträften für die Wahlbeteiligung agitiert wurde. ersteht eine Reserve- Armee, die uns sehr gefährlich werden könnte, Wir sind daran nicht schuld( Lebhafter Widerspruch), wir haben wenn wir nicht dafür sorgen, daß sie aufgeklärt und organis niemand gehindert, sich zu beteiligen. Man konnte eben den Beschluß Täterow- Berlin: Der Antrag ist in Berlin in einer öffentlichen fiert wird, daß sie mittämpft den allgemeinen Kampf der nicht durchführen; Arbeiter. bei den gegenwärtigen Zuständen gehen Versanımlung angenommen. Die Antragsteller sind sich vollständig Ich kann mir sehr wohl vorstellen, daß eine Zeit die Arbeiter eben nicht zur Bahl, int einent Umfange, darüber klar, daß er nicht so mir nichts dir nichts angenommen kommen könnte, wo die bürgerliche Gesellschaft zu dem Aus- daß dabei etwas herauskommit. Die Massenversammlung in weg greift, den Frauen das Wahlrecht zu geben, weil sie Stötteris, in der Liebknecht sprach, hat in der nachdrücklichsten Form handen sind. Diese Grundlagen sind nicht vorhanden, so betrachten werden kann, ohne daß vorher genaue rechnerische Unterlagen vor­für die bürgerliche Gesellschaft eintreten sollen. Wenn dieser Augen- den Protest gegen das Verhalten der Landtagsfraktion beschlossen. wir denn den Antrag nur als eine Anregung, und ich bin überzeugt, blick eintritt, würden wir es sein, die es auf das tiefste bedauern Mit dieser Resolution würden Sie nicht beilegen, sondern verschärfen. es werden sich Mittel und Wege finden laffen, die Anregung in eine müßten, wenn wir nicht energisch für die Aufklärung der Frauen ein-( Die Nedezeit ist abgelaufen.) Wenn ich nicht weiter reden darf, getreten sind. Ich bin eine entschiedene Gegnerin jener jogenannten dann werden wir verurteilt, ohne gehört zu werden.( Lebhafter praktische Gestalt zu bringen. Ich ziehe deshalb den Antrag zurück. gesonderten Frauenbewegung innerhalb der Partei. Wir ge- Widerspruch.) hören alle zusammen und Die Anträge 21 und 22*) werden gemeinsam behandelt. wir sollten uns hüten, irgend Singer: Zu dieser Behauptung hat der Genosse kein Recht. einen Unterschied des Geschlechts unter uns gelten zu lassent, wo es Er hört zu reden auf, weil die von ihm selbst mitbeschlossene Geschäfts­Schubert- Schöneberg : In dem Bericht des Parteivorstandes sich um den gemeinsamen Kampf handelt.( Beifall.) Um diesen Kampf orduung ihm keine weitere Redezeit gewährt. gegen die Zuchthausvorlage zu unterstügen, haben wir unseren Antragst eingebracht, der nur ein kleines Mittel sein soll, die Frauen aufzu

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Lorenz Chemnitz :

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( Beifall.)

ist in zug auf In freien Stunden" gesagt: Auch der Versuch, mit einem ausgesprochen den Charakter eines Kolportage- Romans tragenden Werke die Stolportage- Buchhandlungen mehr zu interessieren, flären für den Kampf. Ich erwarte seine einstimmige Annahme. Wir beantragen die Resolution nicht aus Freude, den Leipzigern erbrachte von neuem den Beweis, wie schwer und langsam nur In der Richtung ist es bielleicht auch gut, daß dieser Punkt der einen Denkzettel zu verabfolgen. Die Töne haben wir schon mehrfach unsere Parteigeschäfte den gegen sie geschlossenen Wall von Vor­Tagesordnung am Schlusse unserer Berhandlungen steht. Soviel bei den Landesversammlungen gehört, und einmal sind wir auch urteilen und Barteigegensäßen durchbrechen können." Nun, wenn in der bürgerlichen Presse darüber geredet wird, daß daranf hineingefallen. Die Leipziger Genossen haben die Beschlüsse ein Roman, wie die Töchter des Südens" folportiert wird, dann Uneinigkeit, Bänkereien bei uns entstanden seien wo es sich derselben jedes Jahr bewußt durchbrochen; das ist ein Verstoß gegen die fann die Beitschrift unmöglich eine beffere Verbreitung finden. Ein um Thaten handelt, wo es sich um den Kampf gegen die bürgerliche einfachsten Grundsäße der Demokratie.( Sehr wahr 1) Unsere Partei Roman in dem auf jeder dritten und vierten Seite von Gift und Gesellschaft handelt, find wir alle einig und vergefien alle abweichenden ist doch auch eine demokratische Partei; wer zu ihr gehören will, Buchthaus gesprochen wird, kann die Arbeiter nicht fittlich und ethisch Meinungen. Das ist das Wichtigste und darum sollen wir, wenn muß sich selbstverständlich den Beschlüssen ihrer offiziellen Organe erziehen. Wollen wir Erfolg haben, wollen wir, daß die Zeitschrift wir auseinander gehen, alles vergessen, was uns trennt, und nur an fügen.( Beifall.) Der Landtagsfraktion haben die Leipziger den prosperiert, so muß in der Auswahl der Romane mit größerer Vor­das denken, was uns einigt: der Kampf gegen die bürgerliche genialen Rat gegeben, ihre Mandate niederzulegen; dann wäre unter sicht vorgegangen werden.( Zustimmung.) Gesellschaft, der gemeinsame Stampf der Arbeiter und dem neuen Wahlgefeß gewählt worden und wir wären 15 Mandate Arbeiterinnen, die zusammenstehen, Hand in hand, damit zur Freude unjerer Gegner quitt gewesen. wir das Endziel erreichen, über das unter uns, scheint mir, feinerlei 8weifel bestehen kann.( Lebhafter Beifall.)

Ewald- Berlin beantragt Schluß der Debatte. Im Kampf gegen die Buchthausvorlage sind wir alle einig, da bedarf es keiner Er­örterung.( Beifall).

Einstimmig wird die Debatte geschlossen, und einstimmig sowohl die Resolution wie der Antrag 71 angenommen. Wolfgang Heine :

Wünschmann- Döbeln :

Die Leipziger haben allerdings die Genossen der anderen Kreise nicht aufgefordert, sich der Wahl zu enthalten; aber böse Beispiele verderben gute Sitte. Dieier Demoralisierung muß ge­steuert werden.( Beifall.) In einer Leipziger Versammlung ist ja das geflügelte Wort von den zurückgebliebenen Wahlkreisen geprägt worden; nun von diesen könnten die fortgeschrittenen" Wahlkreise Wir brauchen zur Vorbereitung des Stampfes gegen die Bucht- etwas lernen, nämlich Wahrung des demokratischen Princips.( Leb­hausvorlage noch etliches Waterial. Wir sind von den Genofien hafter Beifall.) nicht so reichlich mit der Einsendung von Material bedacht Die Debatte wird gegen den Widerspruch von Lipinski- Leipzig worden, wie wir es eigentlich erwartet hätten. Wir wissen, gefchloffen und die Refolution Eichhorn mit großer Mehrheit daß die Materialien existieren, und in welchem Maße, angenommen. Dadurch ist Antrag 6 erledigt. Antrag 7 hat bereits geht aus dem Legienschen Buche und den täglichen durch die gestrige Resolution Bebel seine Erledigung gefunden. Beitungsberichten hervor. Es liegt uns aber daran, auch die Sachen, Es folgen die Anträge betreffend die Presse. Es sind dies die noch nicht an uns gelangt sind, zu erhalten. Vor allem sind in die Anträge 12 bis 28, von denen 14, 17 und 28 zurückgezogen den letzten Wochen wieder eine ganze Reihe von Anklagen auf werden und 15, 16, 18, 20, 24, 26, 27 nicht ausreichende Unter­Grund des§ 153 der Gewerbe- Ordnung wegen Erpressungstügung finden. erhoben und zum Teil verhandelt worden. Es ist für uns von

Schubert- Schöneberg

großer Wichtigkeit, diese Sachen, und zwar die kompletten Prozeß- spricht zu Antrag 12.*) Man beklagt sich sehr darüber, daß der aften auch jetzt zu erhalten und sobald etwas Neues kommt. Darum" Borwärts" im Gegeniaß zu den übrigen Parteiblättern zu den bitte ich die Genossen am Orte, die Vertrauensmänner und Führer, einzelnen Fragen zu wenig Stellung nimmt, so in Bezug auf das nicht aus dem Auge zu lassen; sowie ein Prozeß stattfindet, die bayrischen Landtagswahlen und auch in Bezug auf das uns Anklage und Urteil selbst zu schicken oder durch den Rechts­anwalt zuschicken zu lassen, und zwar entweder an das Arbeiter sekretariat in Nürnberg zu Händen von Segiy, oder an den Partei­vorstand oder an mich.

Punkt 10 der Tagesordnung umfaßt die

Ewald- Berlin

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Fischer- Berlin: Es kann mir natürlich nicht einfallen, den Roman Töchter des Südens" besonders loben zu wollen. Ich muß aber doch darauf hinweisen, daß der Vorredner Stolportageroman mit Schundroman identifiziert hat, was nicht angängig ist. Ich will über die Sache ganz kurz hinweggehen, indem ich erkläre: wenn ein Mißgriff vorgekommen ist, so ist ja der nächste Roman schon der Beweis dafür, daß der Mißgriff nach Möglichkeit wieder auss geglichen ist.

Sindermann- Dresden : Auch ich wundere mich, daß ein Roman wie Töchter des Südens" aufgenommen werden konnte; er erinnert mehr an Indianer- und Räubergeschichten, als an einen Roman zur Hebung der Bildung des Proletariats. Es freut mich, daß Fischer seinen Fehler eingesehen hat. Die Anträge 21 und 22 werden angenommen. Zur Begründung des Autrages 23*) bemerkt Ostkamp- Essen: Der Zweck der Jugendlitteratur soll darin bestehen, daß dem Pastorentultus entgegengearbeitet wird. So ist unser Antrag zu verstehen.

Die Partei­Pfannkuch: Ich bitte, den Antrag abzulehnen. leitung ist dieser Frage wiederholt näher getreten, und wenn sie die Möglichkeit gehabt hätte, das Projekt durchzuführen, so wäre es längst geschehen. Der Antrag wird abgelehnt.

Verhalten der franzöfifchen Socialdemokraten. Er beschränkt sich auf die referierende Wiedergabe der Aeußerungen der andern Organe. Auch eine Polemik, die zwischen Auer und Liebknecht gespielt hat, hat der Vorwärts" mit feinem Wort erwähnt. Der Antrag soll dem für die Zukunft ein Ende machen. Padar Kosten für Versammlungen unter freiem Himmel. Ob ein einheit­

Liebknecht:

Antrag 25") begründet Rosenow - Dortmund : Der Antrag ist nicht neu, er ist schon wiederbolt gestellt und entspringt einem drin­genden Bedürfnis. Es giebt Wahlkreise, deren Vertreter, weil keine Lokale vorhanden sind, keine Versammlung abhalten können. So ist es z. B. im 20. fächsischen Wahlkreise der Fall. In diesen Kreisen empfiehlt sich die Agitation durch Flugblätter, die billiger ist als die liches Flugblatt für ganz Deutschland oder verschiedene für die ver fchiedenen Landesteile angebracht find, fann dem Parteivorstand überlassen bleiben. Die Kosten werden nicht allzu große sein.

Pfannkuch: Ich glaube, es liegt dem Vorredner im wesent­lichen daran, daß die Flugblätter unentgeltlich abgegeben werden, das wird aber auch schon durch die bisherige Braris erreicht. Die Verhältnisse in den verschiedenen Wahlkreisen find verschieden, es fann nicht schablonisiert werden. Haben die Kreise keine Mittel zur Herausgabe von Flugblättern, so können sie sich an die Partei­leitung wenden. Wir haben bisher noch keinen Antrag unberück sichtigt gelassen, der sich auf die Förderung der Agitation bezieht. Lehnen Sie den Antrag ab. Der Antrag wird abgelehnt.

Anträge zum Programm und zur Organisation". Es sind dies die Anträge 5, 8, 11 und 9, der inzwischen durch ben Antrag 72 ersetzt worden ist. Wenn Sie den Verhandlungen auf dem Parteitag aufmerkiam Davon findet nur der Antrag 72( f. Nr. 240 des Vorw.") ge- gefolgt sind, dann finden Sie, daß in Bezug auf taktische Fragen nügende Unterstügung. Meinungsverschiedenheiten bestehen. Diese Meinungsverschiedenheiten sind auch in der Redaktion des Vorwärts" vorhanden. Wenn man begründet den Antrag. Bisher lautete§ 17a des Organisations- vom Vorwärts" verlangt, daß er redaktionell Stellung nehmen soll, statuts, daß bei allen Auſtellungen, überhaupt bei allen Borkommio verlangt man bei der jegigen Organisation Unmögliches. An niffen beim Centralorgan der Preßfommission Mitteilung zu machen fangs haben die Meinungsverschiedenheiten zu kleinen Reibungen ge­sei, der Parteivorstand aber selbständig zu verfügen habe. Nun liegt führt, aber nach und nach fam es zu einer Verständigung dahin, daß die Sache so, daß unser Centralorgan 53 000 Abonnenten hat, von denen die verschiedenen Ansichten, die in der Redaktion corhanden sind, fich 50 000 in Berlin und Umgegend und nur 3000 außerhalb be- zu Worte kommen, und zwar nach der französischen Praxis in der Ich habe nicht wie finden. Sie werden mir zugeben, daß wir da auch ein gewisses Recht Art, daß mit Namen dafür eingetreten wird. auf Mitwirkung beim Centralorgan haben. Taher brauchen wir, Schoenlaut, der die Vollmacht hat, seine Redacteure und Mitarbeiter glaube ich, nicht viel Worte zu machen, um Ihnen die Annahme bedingungslos und unkontrollierbar zu wählen, die Möglichkeit, eine ein­Redaktion zu bewerkstelligen. Da der Vorwärts" fein Lokal-*) 13. Parteigenossen des ersten Berliner Reichstags­dieses Antrages zu empfehlen. Ich erwarte von Ihrem Gerechtigkeitsblatt, sondern ein Gentralorgan ist, müssen in seiner Redaktion auch die Wabltreises: Das Centralorgan, der Vorwärts", soll zwei­gefühl, daß Sie ihn, wie er vorliegt, annehmen.( Beifall.) verschiedenen Strömungen, die in der Partei vorhanden sind, ver- mal täglich, morgens und abends, erscheinen." treten sein.( Beifall.) *) 14. Parteigenosse Mag Grunwald in Jena : Mit Der Streit zwischen Auer und mir war eine rein persönliche der Drucklegung des Vorwärts" in einer eigenen Druckerei wird Meinungsverschiedenheit und brauchte deshalb nicht im Vorwärts" zugleich die Einrichtung eines täglich zweimaligen( morgens und gebracht zu werden, ebenso wie Dußende anderer solcher abends) Erscheinens des Vorwärts" verbunden; die hierdurch not­Sachen. Es handelte sich um die Behauptung, ich hätte Bernstein wendig werdende Abonnements Erhöhung soll möglichst 4 M. pro verunglimpft; ich habe es in einem süddeutschen Blatte sachlich Quartal nicht übersteigen." richtig gestellt. Der Antrag 12 wird abgelehnt.

Bader Magdeburg:

Ich ersuche um Ablehnung des Antrages, da er überflüssig ift. Die Klagen über den Vorwärts", die auf früheren Parteitagen erhoben wurden, sind jetzt verstummt, die Berliner Genossen haben bereits einen genügenden Einfluß auf die internen Verhältnisse des Vorwärts" und§ 17a bedeutet schon jetzt nichts anderes. Knappe- Stettin :

Die Berliner haben ebenso ein Recht darauf, Einfluß auf ihr Blatt zu gewinnen, wie jeder Ort in der Provinz. Nehmen Sie ohne weiteres den Antrag an. Das Mißtrauen gegen die Berliner , sie könnten ihren Einfluß gegen das Interesse der Partei geltend machen, wird durch ihre ganze bisherige Haltung widerlegt.( Beifall.)

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Antrag 72 wird angenommen. Der letzte Punft der Tagesordnung betrifft die sonstigen Anträge.

Privatdepesche des Vorwärts". Singer:

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A

21. Parteigenossen des Wahlkreises Teltow Beestow Storfow usw.: Die Unterhaltungsschrift Freie Stunden" ist in Text und Jllustration einer allgemeinen Verbesserung zu unter­werfen."

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22. Parteigenossen im 5. sächsischen Wahlkreise, Dresden­Altstadt: Der Verlag der Freien Stunden" ist anzuweisen, in der Es find inzwischen noch zwei Anträge eingegangen. Der erste Wahl der darin aufzunehmenden Romane mehr Vorsicht walten zu bezieht sich ebenfalls auf die Buchhandlung Vorwärts, laffen, damit in Zukunft Romane von so zweifelhaftem Wert, wie er lautet: der kürzlich erschienene:" Die Töchter des Südens" vermieden Die Buchhandlung Vorwärts ist anzuweisen, bei der Auswahl werden. des Inhalts der Freien Stunden" vorsichtiger zu verfahren,*) 23. Parteigenossen in Eissen: Der Parteivorstand wird Zur Beratung gelangt der Antrag 6%), wozu noch folgende damit es nicht wieder vorkommt, daß Stomane, wie Die Töchter beauftragt, möglichst bald die Herausgabe einer zweckentsprechenden Resolution vorliegt: des Südens" Aufnahme finden." Jugendlitteratur zu bewerkstelligen." *) 25. Die Parteigenossen des 20. fächsischen Reichs­*) 6. Parteigenossen des 6. sächsischen Reichstags-*) 12. Parteigenossen des Wahlkreises Teltow Beestow tagswahltreises beantragen:" Der Parteivorstand hat nach Wahlkreises:" Der Parteitag wolle zu dem disciplinwidrigen Storfow: Der Vorwärts" als Centralorgan der focial- Schluß einer jeden Legislaturperiode des Reichstages einen Bericht Verhalten verschiedener Wahlkreise gegenüber den Beschlüssen der demokratischen Partei hat zu allen aktuellen politischen Tagesfragen, über die parlamentarische Thätigkeit der socialdemokratischen Fraktion legten fächsischen Landestonferenz, Beteiligung an den Landtags- fowie zu allen die eigene Bartei betreffenden Angelegenheiten Stellung im Reichstage in Flugblattform aur unentgeltlichen Berbreitung zu nehmen." herauszugeben." Wahlen betreffend, Stellung nehmen."

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