wäre, zu bohren geht, werden wieder in Arbeit gegeben. Jst ab solut nichts mehr daraus zu machen, so werden sie verbrannt.
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Beim Ausbohren ist aber nun der Knopf auf der unteren Hälfte, der sogenannten„ Buze", nicht glatt geworden, sondern raub und ganz ausgespritzt". Um die Buße num ebenfalls schön und glatt zu gestalten, bringt man die Knöpfe zu dem Abschneider". Hier ist am Spindelstod ein Holzfutter angeschraubt, welches zweimal angesägt ist. In dieses Futter wird vorn in die Mitte vermöge eines Dreifanters" ein Schloß gedreht, in welches die obere Hälfte des Knopfes paßt. Ueber das Futter wird nun ein aus hartem Holze, am besten Esche, Apfel- oder Pflaumenbaum, hergestellter Ring geschoben, wodurch das Futter auf- und zugespannt wird. Das Futter saust nun mit dem eingeklemmten Snopfe herum, während der scharfe Façonstahl an die Buzze gedrückt wird. Auch bei diesem Abschneiden muß zulegt ein sanfter Druck ausgeübt werden, damit die Bute schön glatt wird. Sollten die Knöpfe beim Anbohren nicht ganz glatt geworden sein, so werden sie nun noch einmal gedreht", was gerade so wie das Abschneiden geschieht, nur mit dem Unterschiede, daß hier nicht der untere, sondern der obere Teil des Knopfes bearbeitet wird. Vom Abschneider und Dreher geht der Posten Knöpfe weiter zum Löchern". Die Löcher werden meistens auf den patentierten Löchermaschinen eingebohrt. Man stelle sich vorn an der Maschine eine Walze vor, auf welcher sechs„ Schlösser" sind, welche durch einen an der Seite angebrachten Klapphafen geöffnet und geschlossen werden. Diese Walze bewegt sich dadurch, daß an der äußeren linken Seite der Maschine ein Daumenrad oder Ercenter an gebracht ist, ruckweise um ihre Welle; durch diese ruckweise Bewegung wird Zeit gelassen, den Knopf einzulegen. Die Klappe schließt sich und der Knopf wird dadurch festgehalten, nach einer Bortvärtsbewegung senkt sich oben der Abschneidestahl herab und dreht die Bute glatt aus, im selben Augenblicke wird der vorher eingelegte Knopf durch einen Bohrer von links gelöchert, während der wiederum vor diesen eingelegte, ebenfalls im gleichen Moment durch einen zweiten Bohrer von rechts gelöchert wird. Beim nächsten Rud öffnet sich das Schloß und der Knopf fällt heraus. Manche Dessins erfordern nun noch, daß der Knopf auf der Oberfläche gehobelt wird, z. B. wenn horizontal laufende Bertiefungen darauf sein müssen.
Die Knöpfe sind nun fertiggestellt, aber noch von weißer Naturfarbe; sie müssen also noch gefärbt werden. Das Schwarzfärben der Knöpfe geschieht durch Blauholz- Extrakt. Nachdem die Knöpfe in der Farbe aufgekocht und dann getrocknet worden sind, werden sie nochmals in einer Stalilösung gekocht, wodurch die Farbe für immer auf dem Knopfe festgehalten und auch das Abfärben verhindert wird. Zum Melieren oder„ Sprißen", wie der Arbeiter spricht, werden meistens Anilinfarben verwendet. Die Knöpfe werden auf Holzbretter dicht aneinandergelegt. Diese Arbeit wird von Frauen besorgt. Sollen nun auf den Knöpfen nur fleine Pünktchen erzeugt werden, so wird die Farbe in eine Blechfanne gegossen, an welcher eine Mundröhre vorhanden ist; der Melierer blast hinein und dadurch wird die Farbe fein über das Material verstäubt. Sollen größere Flede in der Musterung sein, so wird mit einem kleinen Rohrbesen in die Farbe getaucht und der Besen auf die Hand, geklopft, wodurch die Farbe dann auf die Knöpfe Erfordert das Muster Striche oder Schraffierungen, so werden Schablonen auf die eng aneinandergereihten Knöpfe gelegt und dann die Farbe mittels einer Luftpumpe dicht darüber hingeblasen. Ist die Farbe eingetrocknet, so werden die Schablonen Heruntergenommen und die Knöpfe in der Kalilöfung gefocht. Bei den Anilinfarben muß ganz besonders aufgepaßt werden, da nach dem Kochen im Kali 3. B. grün eine rote und rot eine grüne Farbe giebt. Es werden von den nicht giftigen Farben, außer BlauholzExtrakt und-Späne, noch Gelbholz- Ertrait und-Späne, Schmack und Bejo verwendet. Die meisten übrigen Farben find giftig. Die verschiedenen Farbenzusammensetzungen sind Geheimnisse des Färbers.
der Grossisten auf den Knöpfen leicht sichtbar sein, so werden die selben wiederum eingespannt und mit Bronze berieben, die Bronze seht sich in die eingepreßte Figur oder Namen und glänzt nun wie Gold daraus hervor. Diesen Vorgang nennt man das Bronzieren. Dann sind noch einige Arten vorhanden, bei denen der Rand blank poliert ist, während das Innere matt werden muß. Hierbei werden die Knöpfe in Schablonen gelegt, welche den Rand verdecken. Die Schablonen werden unter einen Kasten gebracht, in welchem feingemahlener Kies enthalten ist. Mittels Luftdruckes wird nun der feine Sand auf die Schablone gespritzt, wodurch das Innere des nopfes nun von der Politur befreit ist und matt aussieht. Es giebt auch noch ein Muster, wo der Nand fein gerippt ist; dieses gerippte Muster wird mit einem kleinen Ränderierrädchen ausgeführt.
Die fertigen Knöpfe werden nun von Frauen und Mädchen sortiert, die helleren Sorten für sich und die dunkleren, und dann auf Karten aufgenäht. Dieses Aufnähen ist die Hausindustrie. In Schmölln findet man fast in jedem Hause, wo Arbeiter wohnen, Snöpfe, welche von Frauen und Schulkindern aufgenäht werden. In Pappkartons verpackt, werden die Knöpfe dann in den Handel gebracht. Schmölln produziert in einem Jahre über zwei Millionen Groß Steinnußknöpfe.- William Bromme .
Kleines feuilleton.
Wie
k. Das Selbstmordproblem. Daß die Zahl der Selbstmorde in der Gegenwart schnell, fast sprungweise wächst, ist eine allgemeine Beobachtung, die durch eine uns vorliegende englische Statistik von neuem bestätigt wird. Danach hat die Zahl in fünfzig Jahren um nicht weniger als 200 Broz., in fünfundzwanzig um mehr als 150 Broz. zugenommen. Zu dieser Zunahme liefern ebenso die großen Städte als auch die spärlich bevölkerten Landbezirke ihren Beitrag, ja, die Bahl ist in den 74 größten Städten Englands niedriger als im übrigen England und in Wales . Dabei werden nicht 2 Proz. der gesamten Selbstmorde als vorsätzlich begangen bezeichnet; gewöhnlich lautet die Formel in einem Anfall von Geistesgestörtheit". sehr die Zahl der Selbstmorde gestiegen ist, zeigt folgende Statistit: Auf 100 000 Personen der Bevölkerung von England und Wales kommen im Jahre 1863: 6,71 Selbstmorde, von1868-1873: 6,33, von 1873-1888: 8,16, bon 1888-1893: 8,63, bon 1893 bis 1898: 9,17, von 1898-1903: 9,90. Die Gesamtzahl der Selbstmorde für 1901 betrug 3106, für 1902 3239. Dazu kommen für die beiden letzteren Jahre 2116 und 2198 Selbstmordverfuche. Ve= sonders zu bemerken ist in diesen Jahren auch die Verbindung von Selbstmord mit Mord. Im Jahre 1901 begingen bei 173 Fällen von Mord 23 Mörder Selbstmord, im Jahre 1902 bei 208 Mordfällen 37 Mörder Selbstmord. Die Zahl von 9,90 Selbstmorden auf 100 000 Berfonen in England ist nach der erwähnten Statistik flein im Vergleich zu andren Ländern. In Sachsen kommen auf 100 000 Bewohner 39,2 Selbstmorde, in Dänemark 25,1, in der Schweiz 23,9, in Baden 19,8, in Württemberg 18,9, in Frank reich 18,0, in Preußen 16,6. England und Schottland fallen unter den europäischen Ländern auch dadurch auf, daß beim Selbstmord viel das Meffer gebraucht wird; aber das Erhängen ist in England immer noch die üblichste Methode. In einem Zeitraum von zehn Jahren verteilen sich die Todesarten von 25 322 Selbstmorden wie folgt: 7005 sterben durch Erhängen, 5532 durch Ertränken, 4365 durch Erdolchen und Halsabschneiden, 3916 durch Gift, 2204 durch Feuerwaffen, 2300 durch andre Mittel. In England und Wales ziehen die Männer Selbstmord durch Erhängen, Abschneiden und Ertränken vor, die Frauen Selbstmord durch Ertränken, Erhängen und Gift. Sehr überraschend ist es, daß die hellen Sommertage reicher an Selbstmorden sind als die trübe Winterzeit. Im Mai und Juni erreicht die Zahl der Selbstmorde ihren Höhepunkt. Jedenfalls hat die zunehmende Hize etwas damit zu thun, auch die zunehmende Länge der Tage haben ihren Anteil; den stärksten Einfluß haben jedoch wohl die geistigen und körperlichen Vorgänge, denen im Frühling und Frühsommer der Mensch wie die ganze be lebte Natur unterworfen ist. Zum Schluß seien noch drei hervors stechende Fakta des Selbstmordproblems erivähnt: Personen, die die ein germanisches Rassenelement in sich haben, zeigen eine größere Neigung zum Selbstmord; von erworbenen Eigenschaften liefert die Trunksucht den stärkeren Trieb zum Selbstmord; der Vormittag ist in dieser Beziehung die verhängnisvollste Tageszeit.
Theater.
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Außer der Färberei erfordern die Knöpfe noch die Politur. Sie werden zu diesem Zwecke in die Polierfässer oder Trommeln gebracht; diese Fässer sind inwendig mit Filz ausgeschlagen. Es wird eine Mischung von Schlemmkreide, Bimsstein, Ausbohrspänen und pulverifierter Holzkohle hineingeschüttet, dann werden die Knöpfe hineingethan; fie laufen nun etwa 6 bis 8 Stunden in den rotierenden Fässern herum und polieren sich von selbst. Sollten start hervorstehende Ränder mit scharfen Eden an den Knöpfen borhanden sein, 8. B. bei Bierlöcherigen, so sind diese Eden durch das Polieren noch nicht blank geworden; fie werden nunmehr in ein Holzfutter gespannt und mittels eines Noßhaarpinsels mit einer Mischung von Holzkohle, Schlemmkreide, Schmierseife und Schiller Theater O.„ Ein unbeschriebenes Spiritus vollends auspoliert. Soll dieses recht schnell geschehen, Blatt." Lustspiel in drei Aufzügen von Ernst v. Bolzogen. so giebt man der Mischung 2-3 Tropfen Schwefelsäure zu. Das Die Ausgrabung von Wolzogens Unbeschriebenem Blatt" im Lettere ist aber verboten, da Schwefelsäure die Farbe angreift und Schiller- Theater war um vieles erfreulicher als neulich die des die Politur nach einiger Zeit abschwächt. Davisschen Heiratsneft". Einen Anspruch, als Kunst oder auch nur Litteratur genommen zu werden, können und wollen wohl auch beide Stücke nicht erheben. Die Lustspielflagge deckt flüchtiges Schwankgut. Auf eine Handvoll Unmöglichkeiten in Charakteristik und Handlung kommt es dabei nicht an. Aber wenn Davis in dem leichten Genre sich mit einer gewissen weitschweifigen Umständlichkeit, einer erfindungsarmen Pedanterie bewegt, läßt Wolzogen der losgebundenen Laune troglos die Zügel schießen und erwirft durch seine burschifose Unbekünumertheit ein fröhliches Behagen. Un
Jetzt sind nun die meisten Knöpfe fertig. Es giebt aber noch einige Muster, auf welche Figuren oder Schraffierungen gepreßt werden müssen. Dieses geschieht mit einer Stanze, der Knopf liegt in einer Matrize und an der Stanze ist unten ein Prägestempel befestigt; man schwingt die Stanze herum und das Muster ist für alle Zeiten auf den Knopf gepreßt. Sind die Knöpfe recht groß, wie z. B. Paletotknöpfe, so werden die Prägestempel extra durch eine Vorrichtung erhikt. Sollen manche Figuren oder z. B. Namen