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Nr. 269.

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Erscheint täglich außer Montage.

Vorwärts

Berliner Volksblatt.

16. Jahrg.

Die Insertions Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins­und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen­tagen bis 7 Uhr abends, an Gonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Hmt I, r. 1508. Telegramm Adresse: Bocialdemokrat Berlin"

Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands .

Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2.

Donnerstag, den 16. November 1899.

Darum hat man auf Freitag mobil zu machen gesucht, was nur

Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3.

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Hinter verschlossenen Thüren

Es

Der Centralverband der Scharfmacher. irgend für die Zwecke der Scharfmacher in Bewegung zu setzen iſt. Die Scharfmacher planen etwas Außergewöhnliches. Sie wollen Wenn die Agrarier noch einen Cirkus Busch füllen fönnen, so werden gebraut immerhin ein Zeichen, daß sie das Gefühl hatten, Bom Bolle wird man freilich bei dieser Heerschau nichts gewahren. haben die Nationalliberalen in Hannover ihre Zuchthaustränke am Freitag in Berlin durch eine große Versammlung der etwas sich die Centralverbändler mit einem kleinen Gesellschaftssaal wohl sich vor der Oeffentlichkeit schämen zu müssen. Das Referat verfahrenen Zuchthausvorlage wieder bessere Zukunftsaussichten oder übel begnügen müssen. Aber viele der schwersten über die Zuchthausvorlage hielt der einstige Bismärdische eröffnen. Seit Wochen, nein seit Monaten rühren die Bued und Millionäre Preußen- Deutschlands werden, wenn nicht persönlich, Zeitungsagent, dann Chefredacteur der jetzt Schweinburg­Beumer und Schweinburg die Lärmtrommel in der Presse. so doch durch ihre Stellvertreter sich einfinden. Man hofft, daß Struppschen Berliner Neuesten Nachrichten", Jacobi. Alle Intereſſenvereine, die dem Centralverband deutscher der Reichstag einer solchen Kundgebung sich ebenso beugen wird, wie wurde mit allen gegen eine Stimme folgende Resolution Industrieller eingegliedert sind, haben auf ihre Mitglieder die Regierung sich schon löblich unterworfen hat. beschlossen: unaufhörlich eingeredet, vor der Reise nach dem Sündenbabel in der Anfang nächster Woche bereits dürfte die zweite Lesung des Mart nicht zurückzuschrecken, um so die Heerschau der social- Zuchthausgesetzes beginnen. Die Großherren der Juduſtrien ver " Das Provinzial- Wahlkomitee erkennt den Zweck des Gesetz­entwurfes über den Schutz der gewerblichen Arbeitsverhältnisse politischen Reaktion zu einer möglichst eindrucksvollen Kundgebung suchen die Einschüchterung der bürgerlichen Parteien, welche ängstlich eine mißbräuchliche Ausartung der Koalitionsfreiheit zu gestalten. in einen das Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen vernichtenden Koalitionszwang zu hindern zwischen den Befehlen jener und dem Born der arbeitenden als berechtigt an, spricht aber Klassen, zwischen den Feinden und den Freunden des Koalitionsrechts nach einer Mittellinie" trachten. dabei die Erwartung aus, daß die nationalliberale Frattion bei den bevorstehenden Verhandlungen des Reichstages dahin wirkt, daß Bestimmungen beseitigt werden, welche eine Be­thätigung des Koalitionsrechts auch in den gesetzlich anerkannten Grenzen erschweren oder verhindern."

Wie weit der saubere Plan äußerlich glücken wird, werden wir morgen wissen. Aber das eine steht heute schon fest: daß sich die Regierung mit ihrer Socialpolitit gar feine kompro= mittierenderen Bundesgenossen denken kann, als Großindustrielle von der Art, wie sie im Centralverband stets ton­angebend waren.

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Politische Neberlicht.

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Berlin , den 15. November. Der Reichstag

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Wir gestehen, daß uns die brutale Offenherzigkeit eines Stumm anständiger und angenehmer scheint als diese liberalen Augenverdreher, die ihren Klassenegoismus hinter wohlwollende Redensarten verstecken und doch nur deshalb die Brutalität mildern, um den Zweck des Ganzen-die Verhinderung der Streits durch die Erschleichung der Zuchthausvorlage zu gewinnen.

Die liberalen Heuchler wissen, daß sie die ursprüngliche Buchthausvorlage nicht er troben können, so versuchen sie es, einen verbesserten" Entwurf zu er liſten. verlieren, jo fönnte er es mit dieser efelhaften Komödie der Hätte der Liberalismus noch etwas an seinem Rufe zu Sicherung der Koalitionsfreiheit durch ihre Zerstörung.

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Deutsches Reich .

Flottenfrage und Börsenkurse.

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Mag aber die Wirkung der zuchthausfordernden Demonstration auf die bürgerlichen Parteien eine starke oder eine geringe sein der Arbeiterklasse und der Sache der Freiheit wird fie nur Förderung bringen. Sie wird die freilich längst jedem Selbst den Arbeiterversicherungs- Plänen Bismards Zweifel enthobene Thatsache bestätigen, daß der Gesetzentwurf mit treiben also das beliebte, aber darum nicht minder unwürdige Diese Nationalliberalen, die nicht Bassermann folgen, leisteten diese Induſtriemagnaten in wichtigen Punkten verbissenen dem lieblich klingenden Beinamen zum Schutz der Arbeitswilligen" Spiel, aus der heillosen eine scheinheilige Zuchthausvorlage Widerstand, obwohl sie damals im vollen Goldstrom der neuergatterten das schmählichste Arbeitertrug- Gesez ist, das je in deutschen zu gestalten. Man will der Arbeiterbewegung zwar Hand­Zölle schwammen und um die Pfennigalmosen für ihre Arbeiter wahrlich Landen versucht wurde, und das den erbittertsten wider schellen anlegen, man ist aber zugleich so liberal, die Hand­nicht zu feilschen brauchten. Bei den Krankenkassen war ihnen das stand des arbeitenden Volkes erzeugt. Drittel- Stimmrecht der Unternehmer ungenügend; vor allem für die macher des Zuchthausgesezes werden sich erweisen als die Scharf­Die Scharfschellen weich zu polstern. Fabrikkaffen verlangten sie weitergehende Herrschaftsvorrechte. Bei macher der Socialdemokratie!- der Unfallversicherung forderten sie außer einem Reichszuschuß aus den Taschen der indirekt steuernden Arbeiter auch noch direkte Arbeiter­beiträge, trotz der Abwälzung aller kurzfristigen Unfallsfolgen auf die Krankenkassen und damit zu zwei Dritteln abermals auf die Arbeiter. Dafür widersprachen diese Opferwilligen auf das heftigste und brutalste einer jeden Arbeitervertretung, erledigte heute in einer fünfthalbstündigen Sitzung den ersten, wie sie in den Arbeiter Ausschüssen der Bundesrats- Entwürfe auf Porto und Zeitungstarif bezüglichen Teil des Post. wiederholt vorgesehen war. Die Invalidenversicherung wollte man geseges. Die Debatte war sehr lebhaft und wurde von auf die lange Bank geschoben sehen; und als sie unter dem Druce Mitgliedern aller Parteien geführt. Der Hauptstreit war um des Fürsten Bismarc doch rascher zum Abschluß gelangte, jammerte den Zeitungstarif, der alle privaten Interessen der man über die unerhörte Last, unter der die Industrie beim ersten Zeitungsbefizer und Verleger entfesselte. Die Tribünen Rückschlag der Wirtschafts- Konjunktur zusammenbrechen müsse. waren mit Interessenten und Postbeamten zum Plazen ge­Die ganze Anmaßung und Niedertracht dieses mächtigen Inter - füllt; und Herr v. Podbielsti, dem sein verunglückter effentlüngels lernt man jedoch vor allem in der Geschichte des Husarenritt nach München nicht viel geschadet zu haben scheint, Arbeiterschutzes kennen. Schon Mitte und Ende der 80er Jahre sprach sehr oft vielleicht zu oft, jedenfalls zu wortreich. tam es darum zu heftigen Zusammenstößen mit der damaligen Reichstags- Im allgemeinen hatte er eine günstige Position, da die mehrheit, die einige Verbesserungen in der Frauens, Kinder- und Mehrheit des Hauses von vornherein im wesentlichen den Die Bossische Zeitung" tritt in ihrem Handelsteil den Sonntagsarbeit anstrebte. Die Herren haben glücklicherweise hier Kommissionsvorschlägen sicher war. Mit bemerkenswerter, Ausführungen des Vorwärts" entgegen, wonach die Flottenvorlage nichts anzunehmen oder abzulehnen; aber die Herren sind nach der einer größeren Sache würdigen Hartnädigteit trat Staplan eine Kurssteigerung der Papiere von Schiffswerften und Eisenwerken Richtung des übermütigen Selbstgefühls großgezogen worden" und Zeitungsverleger Das ba ch für seinen, die Provinz hervorgerufen habe. Auch die" Industrie" eine Fachzeitung für schloß damals der Abg. Schmidt- Elberfeld, selber ein Groß- presse begünstigenden 3onentarif Antrag ein. Kohlen, Kali- und Erzbau beklagt sich über das Rechenkunststück Es iſt des Vorwärts", namentlich aber darüber, daß schon wenige Stunden fabritant und als Mitglied der Partei Richter gewiß kein social wunderbar, wie eifrig die frömmsten Leute sind, wenn es später bürgerliche Blätter das Hauptergebnis der vom Vorwärts" politischer Heißsporn, seine Kennzeichnung der Petitionen des Central- sich um das Füllen oder Leeren des Geldbeutels handelt. angestellten Untersuchungen der Wirkung eines Flottenplanes auf die verbandes, nachdem schon vorher der Centrumsabgeordnete Hize Daß der einheitliche Tarif ein Fortschritt ist gegenüber Kurie schmunzelnd ihren Lesern als politische Neuigkeit mitgeteilt sich auf das entschiedenste gegen den stupiden Trägheits- Widerstand dem Zonentarif, wurde von verschiedenen Parteien des Hauses hätten. Eugen Richter druckt in der Freifinnigen" die Ausführungen dieser Scharfmacher gewandt hatte. Die Herren ließen sich geltend gemacht auch von dem Vertreter der Socialdemo- der Voffischen Zeitung" dankbar nach. Dem Vorwärts" war bei jedoch nicht stören; sie hätten, erklärten fie, feine Veran- fratie, Genossen Diet, der im ganzen der Regierungsvorlage dieser Polemik unterschoben, daß er die Steigerung der Kurse einzig Taffung, ohne Selbstgefühl und in besonders devoter Weise" diesem und den Kommissionsbeschlüssen zustimmte. Genosse und allein auf das Conto Flottenvorlage zurückgeführt hätte. Dabei Reichstage gegenüber zu treten. Nach diesem Rezept verfuhren sie Dietz verlangte jedoch, daß die Zeitungsgebühr pro Steigerung der Kurse im Verein mit einer Reihe anderer günstiger ist ausdrücklich im Vorwärts" hervorgehoben worden, daß die denn auch nach dem Bergarbeiterstreit von 1889 und den kaiserlichen Monat bon drei Pfennig, wie die Kommission es Momente" durch die Flottenvorlage veranlaßt worden sei! Wenn Erlassen von 1890 gegenüber der Regierung mit ihrem bureau- beantragt, auf zwei Pfennig herabgesezt werde, und nun in der Vossischen Zeitung" behauptet wird, daß man an der kratischen Unverstand und ihrer socialen Liebäugelei mit den Ar- er stellte einen Antrag in diesem Sinne, der Herrn v. Pod- Börse auf Aussichten, die in so weiter Ferne wie bis 1917 liegen, beitern". Man eröffnet gegen den neuen Kurs einen Feldzug der bielski sehr wenig gefiel, im Hause selbst aber um so mehr das Geld zu einer Börsenunternehmung nicht wage, so übersicht die Verhöhnung und Gehässigkeit, der neben dem Treiben der heutigen Anklang fand. Die Debatte war durchweg sachlich mit Bossische Zeitung" ganz und gar den Hauptgesichtspunkt, der bei agrarischen Kanalfronde mehr wie ebenbürtig dasteht. Als die Reichs- Ausnahme einer Abirrung des Herrn Dasbach, der in seinem der Beurteilung der Flottenvorlage durch die Spekulanten an der in Betracht kommt. Durch eine neuе Flotten tagstommission 1891 dennoch die Berlepschsche Arbeiterschutzvorlage frommen Eifer für höhere Verlegerprofite in die Frage der borlage wird den Schiffswerften wie den Eisenwerken erledigte und das Plenum sich anschickte, das Gleiche zu thun, drängte man Entschädigungsrate für die Privatposten, die eine gewaltige Menge Arbeit in greifbare Aussicht ge in schmutziger Gier vor allem auf die Verschlechterung des§ 153, man ausdrücklich von der Tariffrage getrennt hatte, hinüber stellt, nicht etwa erst für das Jahr 1917, sondern fort­auf das kleine Zuchthausgesetz", hin. Als auch das mißlang, be- gesprungen war. Er mußte durch socialdemokratische Zwischenrufe laufend den nächsten Jahren ab über ein Dezennium stürmte man die Regierungen, am§ 153 die ganze Reform scheitern zur Tagesordnung gewiesen werden. Herr v. Frege, der hindurch. Die Aussicht auf eine starke Beschäftigung der in Frage zu lassen. Schon damals mußte Herr v. Berlepsch die Wutausbrüche heute präsidierte, unterscheidet sich nämlich von Homer da- tommenden Werften in den kommenden Jahren drückt sich aber sehr der Enttäuschten über sich ergehen lassen. Dann waren sie flugs durch, daß er nicht bloß manchmal" schläft; in seiner wohl schon heute in den Kursen aus. wieder dabei, durch eine Sachverständigenenquete" die vetheerenden glücklichen Schlummerlaune, die in der Regel nur durch eine Wirkungen der Gewerbe- Ordnungs- Novelle feststellen" zu lassen: fräftige socialdemokratische Rede unterbrochen wird, hatte die jugendlichen Arbeiter demoralisierten" wegen der Bausen; die Herr von Frege ahnungslos und mit verhimmelt geschlossenen Arbeiterinnen trieben sich infolge des früheren Sonnabendschlusses nur Augen dem plätschernden Redefluß des frommen Eiferers für um so mehr herum; die Arbeiter lägen um so mehr im Wirts- Verlegerprofite gelauscht. haus; die Produktion hätte eine wesentliche Einengung und Ver minderung erfahren. Man proklamierte schon damals den Schuh der Arbeitswilligen, aber damals gegen die Bergewaltigung durch freiheitsbeschränkende Geseze.

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Es ist übrigens doch eine Unverfrorenheit von der Vossischen Beitung", jest plöglich abzuleugnen, was die Börsenpresse und andere zum 4. November in ihren eigenen Börsenberichten geschrieben haben. bürgerliche Zeitungen selbst Tag für Tag feit dem 17. Oktober bis wir wollen mir einige Stellen aus denselben während der kritischen Zeit hier citieren. In dem Bericht über den Verlauf der Börse am Obgleich die Debatte eine sehr gründliche war und das 27. Oktober schreibt die Berliner Börsen- Zeitung" zum Haus in seiner großen Mehrheit offenbar auf dem Boden der Beispiel, daß die Annahme, es würde eine neue Flottenvorlage Stommissionsanträge stand, hielt der Berichterstatter asse, an den Reichstag gelangen und dadurch der Industrie weiter werden, eines der Momente der alldeutsche" Stellvertreter des nach Amerika gewanderten reiche Beschäftigung gesichert gewesen sei, die Kurse auf dem Montanaktienmarkt am 27. Oktober Das vollständige Stocken der Socialreform ist dann wesentlich jedoch hoffentlich nicht ausgewanderten Kollegen" dem wieder stärker anschwellenden Einfluß dieser Scharfmacher zu- Paasche, es für nötig, hundertmal Gesagtes noch einmal Blatt: Man retapitulierte die jüngsten Generalversammlungsberichte maßgebend nach oben zu beeinflussen. Am 1. November schreibt das zuschreiben. Nachdem sie die Geheimräte " eingeschüchtert hatten zu sagen, ein Verfahren, von dem das ermüdete Haus nicht der großen Bergwerksunternehmungen, verwies auf den kolossalen wozu nicht viel gehört, begannen sie einen heiligen Kreuzzug für gerade erbaut war. Bedarf Deutschlands an Kohlen, Coats, Roheisen, auf die Aus­den allmächtigen Profit gegen die socialpolitischen Irrlehrer Die Abstimmung ergab, wie das nicht anders erwartet sichten, welche durch eine neue Flottenvermeh= auf den Rathedern und Kanzeln. In dem Wechsel worden, im wesentlichen die Annahme der Kommissions- rungsvorlage eröffnet werden, auf die große Zahl der im Reichsamt des Innern sah man die stille Wühlarbeit auch vorschläge mit dem Antrage Dies und einem weiteren, Wagenbestellungen seitens der Staatsbahn usw., und kam auf Grund äußerlich von Erfolg getrönt. Der Graf v. Posadowsty mit die Posteinnahmen etwas beschränkenden Amendement. Herr dieser Thatsachen zu dem Schlusse, daß Deutschlands Industrie sich seinem Rundschreiben und seiner Zuchthausvorlage schien ganz ein v. Podbielski schnitt zwar ein etwas saures Gesicht, er tann noch für längere Zeit einer glänzenden Entwicklung erfreuen werde, und daß die Kurse der Börsenpapiere noch einem wesentlich höheren Mann nach dem Herzen dieser socialpolitischen Reaktion. indes alles in allem mit dem Reichstag zufrieden sein. Niveau zustreben, als sie augenblicklich einnehmen." Indes sind doch schon einige Wermutstropfen in den Freuden- Abgesehen von dem Zeitungstarif enthält das neue Post­In dem Börsenwochenbericht der Kölnischen Volkszeitung" wird becher gemischt. Die Versicherungspläne des Grafen Posadowsky gesetz die sehr gemeinnügige Reform, daß das 10 Pfennig- die feste Lage des Montan- Aktienmarktes im Wochenbericht vom find nicht ganz nach dem Geschmacke der Scharfmacher, weil diese Porto in Zukunft für 20 Gramm statt bloß für 15 Gramm 3. November gleichfalls mit einem Hinweis auf die Vermehrung der feine Verschmelzung der verschiedenen Versicherungszweige und feine gelten foll, und daß die Verminderung des Portos für deutschen Kriegsflotte erklärt. Mitwirkung der Arbeiter in Rentenstellen und ähnlichen Instanzen Berlin von 10 auf 5 Pfennig von dem Leiter des Post- 4. November schreibt J. Wiener:" Die neuen Flottenprojekte tamen In der Wochenübersicht des Berliner Tageblatt" vom wollen. Die Anträge Heyl und Bassermann scheinen ihnen wesens in bestimmte Aussicht gestellt ist. auf eine Art Fahnenflucht in einer bisher zuverlässigen parlamen- Morgen, wo die Sigung wieder um 1 Uhr beginnt, wird man leitete aus der angekündigten Vorlage nicht bloß die Aussicht hinzu, die Kurse der Industrie- Aktien in die Höhe treiben zu helfen. tarischen Hilfstruppe zu deuten. Sollte man, so nahe vor dem die Entschädigungsfrage zur Verhandlung gelangen auf Bestellungen für die deutsche Industrie, sondern, da zugleich mit größten Triumphe, doch schließlich wieder mit Enttäuschungen rechnen und voraussichtlich scharfe principielle Auseinandersetzungen der Vermehrung ausländischer Flotten, insbesondere der englischen beranlassen.- gerechnet werden müßte, auch das Bevorstehen neuer Aufträge für

müssen?