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mischen Rundfchan" Gelegenheit. Dort untersucht Herr Pierre Mille mich selbst überzeugt, bag er genügt, auf der Galerie unter dem besonders eingehend die geschäftliche Seite der Zeitungs- Suppelgemälde ganz leise einige Worte zu flüstern, um sich einer fabrikation, indem er die Ein- Person an der gegenüberliegenden Seite sehr gut verständlich zu die Herstellungtosten und tünfte eines Pariser Pariser Blattes nachrechnet. Dieses Exempel machen. Man bedenke, daß die Rotunde einen Durchmesser von unterscheidet sich von der Kalkulation einer deutschen Zeitung 97 Fuß besitzt! dadurch wesentlich, daß die Pariser Blätter ohne Ausnahme nur Nicht minder merkwürdig war aber früher auch die Akustik in ganz wenige feste Abonnenten haben, vielmehr ihren Absatz fast der alten Repräsentantenhalle, der gegenwärtigen Statuary Hall", ausschließlich im Einzelverkauf auf den Straßen und in den Kiosken einem der prächtigsten Säle des Kapitols von halbkreisförmiger suchen müssen. Dadurch hat das ganze Pariser Zeitungsgeschäft Grundfläche. Diese Halle ist von herrlichen forinthischen Säulen mehr und mehr den Charakter der reinen Spekulation angenommen. umschlossen, mit einer Halbkuppel überwölbt und enthält die Stand­Das Schema einer Rentabilitätsrechnung ist leicht entworfen: gesezt bilder von 27 berühmten Amerikanern. eine Zeitung verkaufe täglich eine Auflage von 100 000 Exemplareit, Nun erfahre ich aus einer amerikanischen Zeitschrift, daß die die ihr auf je 1 Centime zu stehen kommen und für die sie Akustik dieses Raumes unabsichtlich zerstört worden sei. Das ist je 31 Centimes von den Händlern eimimmt; fie hat dann außerordentlich bedauerlich, aber es ist doch interessant zu fon­täglich einen Nettogewinn von 2500 Frank, das macht im Jahre statieren, wie dies geschehen konnte. Die alte Holzdede mußte durch ungefähr 875 000 Frank Gewinn. In Wirklichkeit stellen sich die eine neue ersetzt werden. Um nun die allen Besuchern interessante Dinge freilich etwas anders. Es gibt auch in Paris nur ganz Flüsterhalle zu erhalten, ließ der Beamte, der mit der Neu­wenige Blätter, die einen täglichen Verkauf von 100 000 Exemplaren fonstruktion betraut war, die Größenverhältnisse der Decke auss erzielen, und die Herstellung auch der Sou- Blätter, d. h. der für meffen, um fie möglichst getreu aufs neue zu rekonstruieren. Troz 5 Centimes feilgebotenen, übersteigt wohl immer 1 Centime für dieser Eigenschaft ging die schallbrechende Wirkung des Raumes das Exemplar. angeblich fast vollständig verloren. Man will daraus schließen, daß die architektonische Akustik ein vollständiges Rätsel bilde und daß man ein solches Phänomen nicht vorher zu bestimmen vermöge. Das ist aber durchaus unzutreffend; gerade die zahlreichen und ziemlich mannigfachen akustischen Erscheinungen, wie auch die merk Jong würdige Form gewiffer Säle lassen faum einen Zweifel offen, daß die Architekten des Kapitols ihre akustischen Wunder auf Grund eifriger Studien absichtlich geschaffen haben. Unter dem Titel aupade Whispering Galleries" wird denn auch im American Dictionary of Architecture" vom Jahre 1899 ausgeführt:

Als Mindestetat für die Redaktion sett Mille folgendes an: 12 000 Frank Gehalt 8000 24 000

1 Chefredakteur mit 1 Redaktionssekretär mit. 4 Redakteure a 6000 Frant 2 Mitarbeiter mit großen Namen, sogen. Zenöre", die einen oder zwei Artikel in der Woche schreiben

Für Reporter. Telegraphenagenturen.

Kassierer

Kosten des Bureaus, der

Boten, Porti usw..

Miete

10 000

12 000 15.000 4000

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12 000 6.000

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105 000 Frank

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" Flüstergalerien entstehen gewöhnlich durch Zufall, tönnen jedoch auch ohne Schwierigkeit vorher berechnet werden. Sie egistieren in zwei Hauptarten, den schallsammelnden und den schall­leitenden. Bei der ersten Art wird der von der Quelle ausgehende Schall von irgend einer konkaven reflektierenden Fläche aufgefangen und wieder in den entsprechenden Brennpunkt fonzentriert. Eines der besten, bequem zugänglichen Beispiele dieser Art bildet die Statuenhalle, die alte Kammer des Repräsentantenhauses im Kapitol zu Washington . Die Decke derselben bildet einen beträchtlichen Teil einer Kugelfläche, deren Zentrum nahe dem Fußboden ist. Steht man im Zentrum der Kugel, so hört man sein eigenes Flüstern zu besonders mit zur Decke gekehrtem Gesicht, mit einem anderen auf der anderen Seite des Zentrums ziemlich entfernt Stehenden im Flüstertone sprechen. Für jede Stellung des Sprechenden existiert ein forrespondierender Punkt, der das Flüstern mehr oder weniger deutlich sammelt. Die Dede ist glatt, jedoch so bemalt, daß sie wie tiefpanneliert aussieht. Wäre die Decke in Wirklichkeit kaffettiert, so wäre die Zurückwerfung eine unregelmäßige und der Effett be­beutend vermindert. Die für eine Wispergalerie am besten geeignet Form ist die, bei welcher die reflektierende Fläche einen sehr be­trächtlichen Teil der Fläche eines Ellipsoids bildet, das als Brenn­punite die beiden Stellen hat, zwischen denen eine Verbindung statt­haben soll."

Ein solches Redaktionsbudget bezeichnet man aber in der Bariser Journalistik als Hungerleider- Budget". Große Blätter rechnen mit ganz anderen Summen: der Temps", der Figaro", das Petit Journal"( Kleine Journal) geben 800 000-1 000 000 r. für ihre Redaktionen aus. Als Anatole France , der feinste Stilist sich zurückkehren. Wer auf einer Seite dieses Punktes steht, kann, Frankreichs , noch am" Figaro" mitarbeitete, bekam er pro Jahr 50 000 r.( 40 000 m.) für die Verpflichtung, an jedem Montage dem: Blatt einen Artikel zu liefern. Während des Dreyfusstandals wechselte der Figaro" ins flerital- antisemitisch- reaktionäre Lager hinüber Anatole France schloß sich mehr und mehr den Sozialisten an, und heute tann man seinen Namen in der von Jaurès herausgegebenen " Humanité" lesen.

Zu den Redaktionskosten kommen die Kosten der technischen Her­stellung, die mit den Ausgaben für das Papier zusammen mindestens 300 000 Frank ausmachen. Bei einem Gesamtbudget von rund 400 000 Frank pro Jahr muß eine Pariser Zeitung täglich wenigstens 40 000 Exemplare glatt verkaufen, um überhaupt nur auf die Kosten zu kommen. Aber wie lange dauert es, bis ein neugegründetes Blatt diese Ziffer des regelmäßigen Absatzes überhaupt erreicht! Man hält es schon für einen großen Erfolg, wenn es nach einem Jahre ungefähr so weit ist. Die Fachmänner der Pariser Journa­listik beziffern deshalb das notwendige Anlagefapital für ein mittel­großes Tageblatt, das nur vierseitig erscheint, auf eine Million; ein großes Blatt mit einem reicheren Kunstteil und gutem Depeschen dienst kann aber mit weniger als drei Millionen nicht gegründet werden! Ist es einer solchen Zeitung gelungen, sich die Gunst des Publikums zu gewinnen und etwa 100 000 Exemplare am Tage ab­zusetzen, dann ist es allerdings auch eine wahre Goldgrube und kann das Anlagefapital mit 20 oder mehr Prozent berzinsen. Zu diesen Goldgruben gehört beispielsweise das" Journal" Sein Besizer war einer der schlimmsten Spekulanten zur Zeit des großen Panamarummels. In wenigen Jahren hatte er sich 12 bis 15 Millionen zusammengejobbert. Als dann der große Krach tam und der Untersuchungsrichter an die Arbeit ging, als Lesseps und zahlreiche andere Finanzgrößen ihre Paläste mit dem Gefängnis bertauschen mußten, glaubte er seine Millionen nicht anders ver­teidigen zu können, als daß er einen Teil davon zur Gründung eines großen Blattes verwandte, um damit die öffentliche Meinung zu seinen Gunsten nachdrücklich bearbeiten zu lassen. Und siehe da: was er als eine Art Versicherungsprämie zu opfern gesonnen war, das erwies fich als die vorzüglichste Kapitalsanlage; mit Hülfe seiner Zeitung rettete er nicht nur seine Millionen, sondern fügte ihnen im Laufe der Jahre noch ein rundes Dutzend hinzu.­

( Nachdruck verboten.)

Die flüfterballe

im Kapitol zu Walbington.

Zu den großen Wundern des Kapitols in Washington gehören gewisse akustische Erscheinungen in verschiedenen Sälen. Am be­rühmtesten ist die Wispergalerie unter der hohen Kuppel. Ich habe

Diese Abhandlung wurde zu einer Zeit geschrieben, als von Abänderungen überhaupt noch nicht die Rede war, und sie trifft den Nagel auf den Kopf. Die neue Decke unterscheidet sich, wie Wallace E. Sabine mitteilt, von der alten in zwei Beziehungen. Sie ist nicht aus Holz, sondern aus Gipsmörtel auf Eisengerüft. Dieser Umstand allein hatte der Flüstergalerie feinen Schaden gebracht, denn Gipsmörtel auf Eisen ist sogar ein noch besserer Reflektor als Holz. Aber er gestattet eine bessere architektonische Ausarbeitung, und die vormals nur gemalte Kassettierung der Decke ist auf der neuen im Relief nachgebildet, was zur Folge hat, daß die Flüster­galerie bedeutend an Effett abgenommen hat. So ist dieser Fall, weit entfernt ein Beweis für die Unberechenbarkeit architektonischer Akustik zu sein, im Gegenteil eine Bestätigung der absoluten vera nunftgemäßen Genauigkeit derselben.

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Den Grund, weshalb das Kassettieren der Decke diese Wirkung. haben muß, erklärt Wallace E. Sabine in folgender Weise: Die fontave Decke jammelt den Schall genau so in einem Brennpunit, wie dies bei einem Hohlspiegel mit dem Licht geschieht. Genau so, wie ein Zerschrammen des Spiegels das Lichtbild trübt, trübt auch das Pannelieren der reflektierenden Wand das im Brennpunkt ge= sammelte Geflüfter, denn Täfelung, Pfeiler oder Säulen auf einer Wandfläche sind für den Schall dasselbe, was eine Schramme auf der Spiegelfläche für das Licht ist. Daß auf das Licht schon eine ganz feine Schramme wirkt, während bei der Akustik die Schrammen" schon die Größe von Säulen und Pfeilern haben müssen, liegt an der verschiedenen Länge der Licht- und der Schall­wellen. Die Wellenlänge, wie sie dem Abstand von Kamm zu Kamm bei einer Wasserwoge entspricht, beträgt bei dem Lichte etwa ein fünfzigtausendstel Zoll, beim Schall für den gewöhnlichen Klang einer Mannesstimme dagegen mehrere Fuß. Aus diesem Grunde hat eine große Säule oder ein Pfeiler denselben Einfluß auf den Schall einer Männerstimme, wie ihn die kleinste Schramme auf den Lichtreflex hat. So ist nun der große akustische Spiegel der Statuenhalle durch die Kaffettierung getrübt, welche die früher glatte Oberfläche unterbricht. Gegen diese Schlußfolgerung hat man eingewendet, daß die Schallwellen einer Männerstimme ja mehrere Fuß lang, die Kaffettierung dagegen nur wenige Zoll tief und daher