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auf, brennen zu Asche und eilen mit dem Wind in alle dunklen großen Raum, erscheint fraglich. Dazu fehlt ihm eben die archi Weiten. Im Brügelholz brauft und fauft eine gärende Flamme, tektonisch solide Gliederung. Etwas Weichliches, Unentschiedenes, die Rinden bersten und fliegen talergroße Funten flattern aus, Berflatterndes haftet ihm an. Die charakteristische Struktur fehlt, die praffeln und zünden. Aus dem frischen Bast des Nachbarbaumes den ganzen Raum zusammenhält. Es erweckt diese Unentschiedenheit focht die Hize alles Leben aus und umfängt auch ihn mit gierigen feine günstigen Aussichten für die Ausgestaltung der neuen Museums Bungen. räume selbst. Und in Anbetracht des Umstandes, daß wir über eine Am Morgen liegt eine schmere, stinkende, himmelhohe Wolte ganze Reihe von Künstlern verfügen, die auf solche Aufgaben warten, überm Wald. Gloden tönen in Dörfern und Bußten. Bauern und ist es eigentlich eine unverantwortliche Vernachlässigung. Der Raum Dienstleute strömen herbei alle Wege find belebt von ihren macht den Eindruck, als wäre er von jemand geschaffen, der auch Scharen. Wo der rote Hahn gehauft hat, dampft der Boden, und„ modern" sein will, dem aber die schöpferischen Qualitäten manschwarze, dunstende, tahle Baumftümpfe ragen auf wie uralte geln. Solche Talente stoßen nie an, fie geben aber auch nichts Obelisken auf dem Friedhof eines ausgestorbenen Riesenvolkes. Da Vorbildliches, es find Mitläufer. Wir rühren da an Fragen, die für und dort birst mit lautem Schlag ein Stamm. Da und dort stürzt unfer staatliches Kunstleben von schwerwiegender Bedeutung sind. einer frachend und rauchend um und verspritzt die Glut, die er nicht Soll man doch schon von oben remonstriert haben, als einmal das Wiuseum mehr nähren kann. zu der Ankündigung der üblichen Ausstellung im Lichthof eine„ moderne" Mit fieberhafter Gile ziehen die Leute einen Graben um das Schrift berwandt hatte. In diesem Milieu kommen dann Feuer. Linterseits sind ihnen die Nachbarn, die Dienerschaft des natürlich nur die Kompromißler hoch, und das ist schädlicher, als Barons Pilen zu Hülfe gekommen. Der junge Verwalter selber wenn ftritt nur das Alte gepflegt wird. Wie angedeutet steht das leitet sie. Rechts arbeiten die gräflich Boros'schen. Mit eiligen Museum bei der Ausgestaltung der eigentlichen Museumsräume vor Befehlen, Antrieb und Ermunterung bewegt sich ihr Förster unter einer wichtigen, prinzipiellen Frage, die z. B. in München im dortigen ihnen. Sein Gesicht ist rußig und von der strahlenden Hize gerötet. Nationalmuseum von Professor Seidl vorzüglich gelöst wurde. Diese Er harrt aber aus. Was zu retten ist, muß gerettet werden. architektonisch reizvolle Schöpfung in München , die alle Räume eigen " Herr Förster, hoffen Sie noch immer?" behandelt und den Besuch zu einem unterhaltenden Spaziergang durch interessant gestaltete Beitmilieus macht, so daß man ungezwunger die ganze Entwickelung mitdurchlebt, gab eine Anregung, die ges wissenhafte Leute nicht ignorieren dürfen. Bei uns aber huldigt man immer noch dem langweiligen Aufbauungsprinzip, dem zufolge alle die schönen Dinge der Vergangenheit langweilig und leblos er scheinen.
" Ja!" Und mit tampffreudiger Festigkeit blidt er in den brennenden Wald. Die Luft zittert, der Rauch treibt einem die Tränen in die Augen. Haushoch schlagen die Flammen empor. Näher als hundert Schritte tommt man nicht heran.
Am Abend ist es ein fürchterlich schönes Schauspiel. Die Funkengarben und Raketen stieben zum Himmel, der in Blut getaucht ist. Beitweise zudt, wie ein gliberndes Schwert, eine himmlische Flamme darüber, und alle, die sie sehen, erbeben.
Der Kampf ist ausfichtslos. Die ermüdeten Leute können nichts mehr leisten. Nicht einmal die Gendarmen mit dem Bajonett vermögen fie aufgujagen.
Da erbarmen sich ihrer die Götter. Der Himmel öffnet fich und ein Wolkenbruch strömt herab. Zischend und wallend erlöschen die Flammen, nur in den didsten Stämmen glimmt's noch unter der Borke. Ein unerträglicher Rauch erfüllt die Luft und nach der übergroßen Hiße dringt der Regen eiskalt durch die Kleider. Zu Hause aber heult Maffim in seinen Wunden und verflucht fein Schicksal und die Stunde seiner Geburt.
Kleines feuilleton.
a. Ein Femurteil. Von dem weitgreifenden Walten und Wirken der Feme ist nur verhältnismäßig wenig zur Kenntnis der Nachwelt gekommen. Direkte Aufzeichnungen der Freigrafen find gar nicht vorhanden, und die Ausbeute aus den Rats- und Fürstenarchiven ist auch nur eine bescheidene. So sind ausgefertigte Femurteile ziemlich selten. Eines der interessantesten diefer noch vorhandenen Urteile ist dasjenige der Verfemung des Herzogs Heinrich des Reichen von Bayern. Diefer hatte sich Rechtsübergriffe gegen den Stallmeister feines Wetters, des Herzogs Ludwig von Bayern, und gegen diesen selbst erlaubt. Der Stallmeister Kaspar v. Torringer flagte gegen den Herzog Heinrich dem Reichen bei der Feme vor dem Freiſtuhl zu Limburg .
Johannis 1429 wurde diefer denn auch in Anwesenheit vieler Freigrafen, darunter der Freigraf von Bochum , vom Dortmunder Freigrafen Konrad von Lindenhorst, der den Vorfiz geführt, un Freigraf Albert Swinde verfemt, nachdem festgestellt war, daß der Herzog Heinrich von Bayern ordnungsgemäß dreimal geladen war, und Kaspar Torringer mit sechs Freis schöppen die Wahrheit seiner Stlage beschworen hatte. Es heißt es. Der Lesesaal des neuen Kunstgewerbe- Museums, der zugleich da in dem ausgefertigten Urteile: so habe ich, Freigraf mit der Bibliothek seiner Bestimmung übergeben worden ist, Albert Swinde, mit den vorgenannten Freigrafen, die mit mir den präsentiert sich räumlich sehr gut. Hell und licht ist der Gesamt Stuhl beseffen, den obengenannten Heinrich, der sich schreibet Pfalzeindruck. Die Decke weiß und übersichtlich einfach in der Gestaltung. graf bei Rhein und Herzog in Bayern , von königlicher Gewalt ge Helles, glänzendes Holz verkleidet den unteren Teil der Wände. nommen und verfemt und verurteilt, aus der rechten Zahl in die Die Stühle find aus gleichem Material, ebenso die Zeitschriften- unrechte Bahl, aus der echten Zahl in die unechte Zahl, aus der ständer und der abgesonderte Raum des Aufsichtsbeamten, der nach oberen Zahl in die niedere Bahl, von allen Rechten abgeschieden oben mit Glas verkleidet ist. Es ist dem Saal dadurch der sonst und habe ihn gewiesen von den vier Elementen, die Gott den übliche düstere Behördencharakter genommen. Etwas Festliches, Menschen zum Troste gegeben habe, daß sein Leichnam nimmer Leichtes ist ihm eigen, und da die Bibliothek bis abends 10 Uhr dazu gemenget werden soll, wenn er nicht als misfetätiger Mensch geöffnet ist und jedermann der Eintritt freisteht, so gewährt auch der dazu geführt werde, und sein Hals und sein Lehen, das er vom abendliche Anblick mit den vielen elektrischen Flammen über den heiligen Reiche empfangen hat, dem heiligen Reiche und dem Könige Tischen, an denen die Leser gebeugt figen, einen großen, freien Eindruck. verfallen, und habe den obengenannten Heinrich, der fich schreibet Es fragt sich aber, ob dieses glatte, spiegelnde Holz, diese Farben Pfalzgraf bei Rhein und Herzog in Bayern von Rechts wegen ver auf die Dauer nicht verwirrend, tändelnd, leichtfertig wirken. Es urteilt als achtlos, rechtlos, friedlos, ehrlos, ficherlos, misfetätig, find zwar große und einfache Farbengegensäge, aber diese haben fempflichtig, liebelos, und daß man mit ihm verfahren mag feinen Halt an dem Architektonischen. Dasselbe bemerken wir schon wie mit einem anderen missetätigen verfemten Manne und an den Eingangstüren, dem Treppengeländer, den dunkelrotbraunen ihn noch trefflicher und lästerlicher behandeln soll nach Gefeßen des Rechtes, weil je höher Intarsiatüren, in deren Glanz sich alles spiegelt. Architekt und den der Stand, Raumtünstler arbeiteten nicht Hand in hand. Ein Kunstgewerbe- um soviel tiefer und schwerer der Fall, und er soll ferner für un museum hätte ein Beispiel moderner Innenkunft liefern sollen. Es würdig gehalten werden und kein Fürst sein noch heißen, noch Ge hätte vorbildliche Näume aus dem Ganzen fürs Ganze schaffen richt und Recht befizen. Und wir obengenannten Freigrafen gebieten müssen. Früher wäre das eine Utopie gewefen. Jetzt, wo am Museum allen Königen, Fürsten , Edlen, Rittern, Knechten und allen denen, moderne Künstler tätig sind, wäre es möglich gewesen und es wäre die zu dem Reiche gehören und angesessen und Freischöppen find so etwas wie eine Probe und eine dauernde, praktische Belehrung gewesen. und gemeiniglich allen Freischöppen in der heimlichen Acht bei ihrer Um diese Aufgabe hat sich das hauptstädtische Museum gedrückt. Es Treue und bei ihren Eiden, die sie dem heiligen Reiche und der hat einen Raum gegeben, der wohl als geschmackvoll hingehen farin, heimlichen Acht geleistet haben, daß fie dazu helfen und beiständig den man als modern ansprechen fann, den man aber auch als altes dazu find mit aller Macht nach allem ihrem Vermögen und daß sie Muster mit neuer Auffrischung nehmen kann. Es ist ein Kompromiß. das nicht laffen um Verwandtschaft, Schwägerschaft, um Liebe und Das Eigenträftige, das Schöpferische fehlt, und in Anbetracht des Leid, um Gold und Silber, um Angst, Leben oder Gut, daß über Umstandes, daß diefer Ban so viel geloftet hat und für ansehnliche den Vorgenannten Heinrich, der sich Pfalzgraf bei Rhein und Herzog Jahre stehen soll, bereitet das fein Bergnügen. Die tunstgewerb in Bayern schreibt, seinen Leib und sein Gut gerichtet werde, wie es liche Entwickelung ist jetzt soweit, daß man vollgültige Proben heiligen Reichs und heimlicher Acht recht ist." berlangen kann. Der Ausbau der Innenräume hätte also Um das Urteil vollstrecken zu lassen, schreiben die Freigrafen von einem der bekannten Jumentünstler übertragen werden müssen, Lindenhorst und Albert Swinde an den bayerischen Freischöppen damit sie endlich vor große Aufgaben gestellt werden. Das Ritter Wolfsteiner, da toir den Herzog Heinrich nicht hier im ist mm vorbei, und die Gelegenheit kommt fo bald nicht Lande zur Hand haben, Ihr aber in seinem Lande wohn wieder. Was hat es für einen Zweck, Vorträge und Belehrungen haft seid, so ermahnen wir Euch bei Eurem Eide, den Ihr und gebieten Euch nach zu geben, wie es im Seunstgewerbemuseum, das unter den öffent- ber heimlichen Acht geleistet habt, lichen Bildungsanstalten am fortschrittlichsten sich betätigt, üblich ist, der uns in dieser Sache befohlenen töniglichen Gewalt mid bei wenn nachher bei der praktischen Probe so zaghaft vorgegangen Königsbann, daß Ihr den Herzog Heinrich nach allem Euren wird. Diese hellen Farben passen vielleicht in ein modernes Schlaf- Vermögen verfolget, und auch alle Fürften, Herren, Nitter und zimmer, in einen aparten Salon; ob sie aber ausreichen für einen Knechte und alle diejenigen, die Freischöppen sind, ermahnt und auf