-
980
-
mar.
2
"
"
"
"
•
-
getanzt hatte. Wenn sie selbst darin getanzt hat, und nach dem Kelten in Deutschland . Zu Cäsars Zeit waren nicht nur Satzbau bezieht sich das sie nur auf Thea selber, wird" ste" es Gallien und Britannien, sondern auch ansehnliche Teile Deutschja wohl kennen, sollte man meinen. Zur Abwechselung", lands von keltischen Völkerschaften besetzt. In dem Gebiete nördheißt es dann weiter, dachte sie sich auch die Gedanken lich der Alpen bis zur Donau saßen im Nordosten die Bojer , im eines Grafen und einer Gräfin aus." Ebenso macht Südosten die Noriker, im Nordwesten die Helveter und im Südes ihr Spaß, in das Boudoir der Gräfin zu gehen und da auf westen vorhelvetische gallische Stämme, zwischen den Bojern und dem Teppich zu schlafen. Hier ereilt sie ihr Schicksal. Ich zitiere den Helvetern, die damals noch das Gebiet vom Main bis zum wörtlich: Tas tat sie sogar einmal, als Frau Gräfin zu Hause Rhein innehatten, wohnten die Vindeliker von der Donau bis an Sie war zwar daheim, aber sie schneiderte Es machte den Fuß der Alpen. Diesem keltischen Stamm schreibt der Münihr nämlich Freude, sich ab und zu ein Hauskleid selbst zu arbeiten. chener Altertumsforscher F. Weber die wichtigen Gräber- und AnThea nannte diese Idee barock und fand es dito abgeschmackt, daß siedelungsfunde zu, die im Laufe des vergangenen Jahrzehnts bei die Gräfin ihre besten Vorratsbetten selbst durch die weiten Korri- dem Dorfe Manching , eine Stunde südöstlich von Ingolstadt , gedore des Schlosses trug. Sie hatte ja so viel Dienerschaft und macht worden sind. Die Reste jener Wohnstätten lagen, schreibt jeden Tag konnte sie ein anderes seidenes Kleid anziehen wenn man der Lägl. Rundsch.", innerhalb eines alten Ringwalles und sie wollte." Kommentar zu diesem, nein, es muß gesagt werden gehören der letzten Stufe der La- Tène- Zeit, dem ersten Jahrhundert Blödsinn, ist wohl überflüssig. vor unserer Zeitrechnung, also dem Jahrhunderte Cäsars, an. Außerhalb des Walles wurde ein ausgedehntes Reihengräberfeld aufgefunden, das aber noch der vorletzten Stufe der La- Tène- Zeit angehört und in das zweite vorchristliche Jahrhundert zu stellen ist. Leider ist ein großer Teil der Gräber zerstört worden, dennoch fonnten genug geborgen werden, um ein deutliches Bild der Bestattungsweise zu geben. Die Leichen kamen vollständig bekleidet und ausgestattet in die Erde; sie lagen augenscheinlich nicht in Särgen( von denen wenigstens nichts übrig geblieben ist), sondern wurden, nur in Kleidern oder allenfalls noch in ein Tuch gehüllt, in die Erde versenkt. Den Männern war Schwert, Schild und Lanze beigegeben. Der Schmuck bestand in Fibeln,( Gewandnadeln) und Oberarmreifen aus Eisen und Bronze. Die Fibeln sind auf der linken und rechten Achsel beobachtet worden und deuten somit auf dort geschlossene Gewänder, Leibrock und Mantel. Die Arme scheinen wegen des Ringschmudes nackt gewesen zu sein; die Be die Frauen trugen die Arme vermutlich bloß und ringgeschmückt, dabei aber lange, bis auf die Füße reichende Gewänder und einen Mantel darüber, wahrscheinlich auch einen Schleier oder ein Tuch über dem Kopf. Um die Hüfte hatten sie einen Gürtel von Bronze oder Eisen und um den Hals sehr häufig einen Schmuck aus Glasperlen.
-
Und der Blödsinn geht weiter. Thea schläft also auf dem Teppich: Aber da jeder Sünde und jedem Unrecht einmal im Leber der Tag aufgebt so" Na, was meinen Sie, was nun kommt, meine Herrschaften?... also so bermißte die Gräfin ihren Fingerhut ein Kunstwerk mit allegorischen Figuren, das sie von einem Fürsten als Hochzeitsgeschent erhalten hatte und sie kam selbst in ihr Boudoir, um ihn zu suchen." Zum Schluß will ich noch verraten, daß Thea sich mit dem Obergärtner verlobt trotzdem sein Urgroßvater kein Dentmal in Berlin hat." Als sie zu ihrer Mutter heimreist, gibt ihr der Bräutigam verschiedene Verhaltungsmaßregeln mit. " Jeden Tag mußt Du mir einen Brief von wenigstens zwanzig Seiten schreiben. Was irgend wichtig ist, unterstreiche zehnmal darin, und was noch wichtiger ist, die ganze Seite lang. Bergiß auch nicht, zu erwähnen, wie viel Butterbrote Du täglich ißt, denn fleidung mit Hosen und Schuhen ist als sicher anzunehmen. Auch das zu wissen, ist von eminenter Bedeutung für mich. Meine und Deine Schwester fönnen Dir so viel an Deiner Aussteuerwäsche Helfen, wie sie wollen, Du aber darfst nicht einen Namen einstiden, das dulde ich einfach nicht. Sind wir erst verheiratet, páde ich Dich ohnehin in Watte und sehe Dich in einen Glasschrank, und sollte Dir in unserer Ehe auch nur ein Finger wehe tun, oder solltest Du gar große Wäsche haben, so muß natürlich einer der Unsrigen kommen, um zu helfen, denn ich könnte es ja nicht bei Gott verantworten, wenn Du auch nur ein Haar von Deinem teuern Haupte verlörest. The Du aber reist, gebe ich Dir noch zwei Dußend Taschentücher mit, für jeden Tag, den wir getrennt sind, eins." Man frägt sich, wenn man das gelesen hat, unwillkürlich, ob der Manr ein Idiot ist. Er soll aber nur ein verliebter Bräutigam und sonst ein ganz vernünftiger Mensch sein.
Die Funde von Manching zeigen uns nach Weber die Bindeliker als ein Volk, das auf gleich hoher Kulturstufe stand, wie die gallischen Völker im Westen, die mit den alten Kulturländern im Mittelmeergebiet über Massilia in steter Verbindung waren und den Römern der republikanischen Zeit nicht wesentlich an Gesittung nachstanden. Wir sehen in der Gräberausstattung eine Kulturhöhe erreicht, die derjenigen der Reihengräber in der Merowingerzeit gleichfommt, also bei den germanischen Völkern sich erst 500-600 Jahre später zeigt.
-
Alles in allem also wirklich ein lächerliches Buch. Man lacht von Anfang bis zu Ende, allein in dem Lachen flingt der Aerger vor, der Aerger und der Zorn. Das Buch ist in einem großen Berliner Verlage erschienen, und wird von einem Warenhause bertrieben. Mit jener billigen Schleudereleganz ausgestattet, die das Auge blendet, dabei für wenige Groschen erhältlich, mag es manchen schönen Jocken. Wir können nur sagen: Hände weg!
Kleines feuilleton.
G.
-
Boshaft.
-
Humoristisches.
Händler zumi zum Sonntagsjäger: Ein ganzer Has ist leider nicht mehr da- aber einen Hasen rü den hätt' ich noch!"
Von der Volkszählung.
-
Hochwohllöbliches Bezirksamt!
In unserer Gemeinde hat die Volkszählung heute leider nicht zu Ende geführt werden können; denn bei dem Herrn Lehrer ist mittags ein Bub' und nachmittags ein Mäderl angekommen, und weil er gewöhnlich alle Jahr' Drillinge kriegt, sind wir noch im ungewissen und verbleiben in dieser frohen Erwartung die gehorsamste
-
könnten Sie ja auch mit Worten machen!" Bauer:„ Na na red' i' nix mehr!"
-
-
Notizen.
Eine Zeitungs- Ausstellung veranstaltet der Verein Berliner Buchdruck- Maschinenmeister. Sie umfaßt über 5000 Stücke und wird vom 17. bis 22. Dezember in den Industrie- Festsälen, Beuthstr. 20, 1 Treppe, täglich von 10 bis 9 Uhr geöffnet sein. - Felig Philippis vieraftiges Schauspiel„ Der Helfer" hatte bei der Uraufführung im Wiener Burg Theater einen starken äußeren Erfolg.
k. Auf einem sinkenden Leuchtschiff hatte, wie aus New York gemeldet wird, die Bejazung von 15 Personen furchtbare Stunden durchzumachen, che sie im letzten Augenblick gerettet werden konnte. Gemeindeverwaltung von Storchheim. Das Nantucket- Leuchtschiff, das erste, das die von Europa kommenden Reisenden von New York sehen, wurde während eines Sturmes am Beleidigt. Fremder:" Zum Antreiben Ihrer Ochsen Conntag leck. Die Mannschaft teilte durch drahtlose Depeschen brauchen Sie doch nicht immer gleich die Beitsche zu nehmen! Das mit, daß das Schiff in Gefahr wäre zu scheitern. Riesige Wellen von der Küste Neu- Englands trieben das Fahrzeug, dessen Besazung von Ingenieuren und Telegraphisten 15 Mann betrug, weiter hinaus in die See.„ Schickt bald Hülfe, wir sind in großer Gefahr!" lautete die erste Depesche am Sonntag. Das Leck hatte sich erweitert und die für die Maschinerie des Schiffes nötigen Feuer wurden gelöscht. Nun befand sich das Leuchtschiff in der Gewalt der großen atlantischen Sturzfcen; wenn das Feuer gelöscht ist und die Maschinen zum Stillstand gekommen sind, ist es hülfloser, als die alten Eegelschiffe. Eine zweite Depesche, die man am Land empfangen hatte, lautete:" Wasser steigt noch. Schickt Hülfe. Wir sind hülflos." Schließlich wurde noch eine dritte drahtlose Nachricht ausgeschickt: Schickt Hülfe von irgendwo her." Da der Sturm so heftig getøbt hatte, verzweifelten schon viele Leute an der Rettung der Besatzung, besonders da man nichts mehr von ihnen Im Theater des Westens wird als nächste Novität hörte; die Schiffbrüchigen waren durch ständiges Pumpen, Schlaf- die Operette„ Die Schüßenliesel" vorbereitet. losigkeit und Aufregungen während des Sturmes so erschöpft, daß Im Kunstsalon Gurlitt sind 50 Pastelle( Frühling und sie feine Nachrichten mehr geben konnten. Der Sturm hatte in Sommer in Italien ") von Melchior Lechter zu sehen. zwischen die höchste Geschwindigkeit von 80 englischen Meilen in Die Künstlerstadt München . Das von der Polizeider Stunde gehabt, 48 Stunden lang hat kein Mann an Bord etwas direktion herausgegebene Adreßbuch Münchens verzeichnet 1692 gegessen oder geruht. Als das Schiff Montag nacht schon tief im Künstler( Architekten, Bildhauer, Maler, Stupferstecher, PorzellanWasser lag und die Wogen sein Vorder- und Hinterdeck bespülten, maler, Radierer und Xylographen). Darunter sind 1232 Maler und erschien endlich der Tender„ Azalea". Man wollte das Leuchtschiff Malerinnen und 266 Bildhauer. ins Schlepptau nehmen, aber es war unmöglich. Zehn Minuten, An der Wiener Universität wurde am 17. November ein nachdem die Besatzung das Rettungsboot der Azalea" bestiegen ehemaliger Friseurgehülfe zum Doktor der Rechte promoviert. hatte, ging das Leuchtschiff unter. Verantwortl. Redakteur: Hans Weber, Berlin . Drud u. Verlag: Borwärts Buchdruderei u.Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.
17
-
"
-
-