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nichts wissen. Das war gut für die Stadtleute, die an die| Lichtwellen umfpült, fönnen uns wohl noch fichtbar werden, aber Opern gewöhnt waren, in Balmar mußte man wie in allen nicht mehr in ihrer wirklichen Gestalt, nur durch die Veränderungen, Gegenden von Valencia , nichts weiter als die Mercadante - die solch Körperchen in der Ausbreitung der Lichtschwingungen zu stande bringt, wird er unserer Wahrnehmung noch zugänglich. Es Messe hören. ist also für uns ein großer Vorteil, daß die Wellenlängen des Während des Festes lauschten die Frauen gerührt auf Richts so flein find; wären fie größer, so würde die Grenze der die Tenöre, die zu Ehren des Jesuskindes neapolitanische Sichtbarkeit höher liegen, wir würden Körperchen, deren Gestalt Barcarolen gurrten, während die Männer, taktmäßig den wir jetzt noch erfennen können, dann nicht mehr in wahrer Gestalt Kopf erhebend, dem Rhythmus des Orchesters lauschten, der sehen. wollüftig wie eine Walzermelodie flang. Das erfreue das Herz, sagte Neleta, weit mehr als eine Theatervorstellung, und war auch zum Seelenheil förderlich. Während dieser ganzen Zeit wurden auf dem Marktplatz, wie ein Donner, nacheinander dice Raketen abgefeuert, deren Knall die Mauern der Kirche erzittern ließ und den Gesang der Künstler oder die Worte des Predigers unterbrach.
( Fortsetzung folgt.)
( Nachdrud verboten.)
Es gibt aber Mittel, die uns geftatten, die störenden Beugungs erfcheinungen etwas hintanzuhalten, indem wir nämlich das Körperchen in einer stark brechenden Flüffigkeit betrachten. Solche bekannt. Ein weiteres Mittel ist uns gegeben in der Verwendung Mikroskopsysteme find unter dem Namen" Immersionssysteme" der kurzwelligen Lichtarten. Das violette Licht besteht aus den kürzesten Wellen, die wir mit dem Auge noch wahrnehmen. Es gibt aber auch Strahlen, die viel kürzere Wellen haben, z. B. die Röntgenstrahlen. Gehen wir aber nicht so weit, sondern betrachten wir die ultravioletten Strahlen, die eine etwas fürzere Wellenlänge haben als die violetten. Bedenken wir, daß wir diese Strahlen durch geeignete Mittel auch dem Auge noch sichtbar machen können, 3. B. dadurch, daß wir fie auf einen Barhumplatinchanürschirm
Neue forfchungen über den Bau wirken laffen, fo haben wir ein weiteres Mittel zur Sinaus
der Materie.
Bon F. Linte.
Wenn sich der Laie Gedanken macht über den inneren Aufbau, die Struktur der Materie, so pflegt er in erster Linie daran zu denken, daß er für entsprechende Versuche eben einen Bergrößerungsapparat, ein Mitroftop, braucht, mit dem er versuchen wird, zu sehen, wie kleine Teilchen Materie aussehen, ob sich an ihnen Eigenschaften zeigen, die ihm Aufschluß geben können über den Aufbau des Stoffes. Darin tut er zweifellos ganz recht. Auch der Physiker würde zuerst so vorgehen, wenn er noch nicht die Kenntnisse hätte, über die die Wissenschaft heute verfügt. Er schließt auf die Fruchtbarkeit dieses Versuches einfach aus der Tatfache heraus, daß jede Verbesserung des Mikroskopes, die sich vornehmlich an die Namen Huygens , Fresnel, Helmholz und Abbe fnüpft, für eine ganze Reihe von Wissenschaften jedesmal eine reiche Ernte neuer Entdeckungen gezeitigt hat.
Wir wissen jest, daß das Licht eine Schwingungsbewegung ist, die sich mit der außerordentlichen Geschwindigkeit von 300 000 Kilometer in der Sekunde durch den Raum von der Ursprungsstelle ab fortpflanzt. Die Schwingungsbewegungen sind so klein, daß ihrer mehrere Hundert Billionen auf eine Sekunde kommen. Dabei unterscheiden sich die einzelnen Farben des Lichts nur durch die Bahl der in einer Sekunde erfolgenden Schwingungen. Das rote Licht besteht aus etwa 400 Billionen Schwingungen in der Sekunde, das violette aus etwa 750 Billionen. Die anderen Farben liegen mit ihrer Schwingungszahl dazwischen. Man erkennt hieraus, daß die eigentümliche Erscheinung, die wir nach unseren Empfindungen " Farbe" nennen, eine sehr einfache physikalische Deutung findet, so einfach, wie man sie sich faum gedacht hätte. Diese Schwingungsbewegungen erfolgen in einer Wellenform, und die Wellen sind von einer Kleinheit, die für uns unvorstellbar ist, die wir aber direkt nachweisen können. Rote Lichtstrahlen bestehen aus Wellen, deren jede nur/ 10000 Millimeter lang ist, violette find gar nur halb so lang.
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Man darf mun natürlich nicht denken, daß damit die Bedeutung der Länge der Wellen erschöpft ist, sie ist nämlich auch abgesehen von der Farbe in vielen Fällen entscheidend für das, was man wahrnimmt. Zu den charakteristischsten Merkmalen des Lichts gehört ja bekanntlich die Geradlinigkeit seiner Fortpflanzung, die jeder sofort auf die einfachste Weise feststellen kann. Kommen wir aber in die Nähe der Wellenlänge, so bemerken wir, daß es mit der Geradlinigkeit ein Ende hat, Dann treten die mertwürdigen Erscheinungen der Beugung auf, die ganz neue Aufschlüsse vermitteln. Fallen Lichtstrahlen durch eine sehr enge Deffnung, so fann man feststellen, daß sie sich hinter dieser nicht in der gleichen Richtung wie die einfallenden Strahlen fortpflanzen, sondern daß sie abgebogen werden, sich ausbreiten, als wenn die Oeffnung selbst zu einer Lichtquelle geworden wäre. Kleine undurchsichtige Körper umspülen Lichtwellen ebenso wie die Wasserwellen einen Pfahl umspülen.
Die Beachtung dieser Beugungserscheinungen ist es nun, welche die Verdienste Helmholtz' und Abbes in der Theorie und dem Bau des Mikroskops begründen. Sie lehrt, daß von vollkommen scharfen Bildern überhaupt nie die Rede sein kann, weil jeder Punkt eines Körpers in dem Bilde als kleines Scheibchen abgebildet wird, so daß zwei sehr nahe aneinander liegende Bunkte eines Körpers im Bilde zusammenfließen müssen. Das folgt einfach aus der Natur des Lichts, nicht etwa aus der Mangelhaftigkeit der verwendeten Instrumente. Im Bilde kann man daher die feinsten Einzelheiten gar nicht mehr unterscheiden, und das ist es, was der auflösenden, bergrößernden Kraft des Mikroskops eine Grenze sett. Sind alle Umstände günstig, so werden Punkte, die einige Wellenlängen auseinander liegen, noch deutlich unterschieden, ist ein Körper jedoch kleiner als eine halbe Wellenlänge, dann ist er nicht imstande, noch Lichtwellen auszusenden und wir können ihn direkt nicht mehr sehen. Kleinere Gegenstände werden von den
schiebung der Sichtbarkeitsgrenze. In der Praxis würde sich dieses Mittel schlecht in dieser Weise anwenden lassen, doch können wir uns der Photographie bedienen. Die photographische Platte ist für viel furzwelligere Strahlen empfindlicher als unser Auge, und daher können wir mit ihrer Hülfe unter Anwendung ultravioletter Strahlen noch kleinere Körper sehen als mit dem Auge im Mikroskop. Die Schwierigkeiten, die sich bei dem Arbeiten mit diesen Strahlen ergeben, sind durch zwei Mitarbeiter des Zeißschen Instituts in Jena behoben worden. Man muß zu dem Zwede in den Mikroskopen Linsen aus Bergkristall anwenden, die viel mehr Strahlen ultravioletten Lichtes hindurchlaffen als die Glaslinsen. Da die Wellenlänge des ultravioletten Lichts nur etwa halb so groß ist, wie die des Sonnenlichtes, fommt man in der Auflösungsfähigkeit mit ultraviolettem Licht etwa doppelt so weit. Man könnte mit dieser Methode noch weiter fommen, wenn es gelänge, Linsen herzustellen, die Strahlen noch geringerer Wellens länge durchließen. Leider aber besteht dafür wenig Aussicht. Das wirklich sichtbare Abbilden hat damit seine äußerste Grenze erreicht. Die Wissenschaft ist jedoch auch darüber schon hinausgeschritten durch die Methoden von Siedentopf und 3sigmondy. Man bezeichnet ihre Art zu arbeiten als„ Ultramifrostopie". Dabei wird von dem Grundgedanken ausgegangen, daß man einen fleinen Gegenstand auch noch sehen kann, wenn nur so viel Licht von ihm ausgeht, daß er sich noch als Beugungsscheibchen kenntlich machen läßt. Das ist dieselbe Methode zu sehen wie mit den Fixsternen. Diese sind von uns zu weit entfernt, als daß wir sie noch in Einzelheiten unterscheiden könnten, sie werden im Fernrohre aber als Pünktchen oder gar als Scheibchen fichtbar, deren Größe durch die Unvollkommenheit der Man tann nun Linsen und durch die Beugung bestimmt wird. Metall in Flüssigkeiten zur Auflösung bringen und auf diese Weise Metallteilchen herstellen, die so flein find, daß fie einzeln mit feinem Mikrostop mehr unterschieden werden können. ultramikroskopische Methode gestattet aber ihre Sichtbarmachung nech. Die lettgenannten Forscher wandten sie zuerst auf durch Gold gefärbtes Glas an. Sie färbten ein Stückchen Glas mit Geldchlorid und zählten im Ultramikroskop in einem bestimmten Raumteilchen die Lichtpünktchen, als welche sich die Goldteilchen zeigten. Mit Hülfe einer sehr einfachen Rechnung fonnten sie dann die Größe der einzelnen Teilchen bestimmen. Unter Zuhülfenahme sehr starken Sonnenlichtes an einem schönen Sommertage fonnten sie auf diese Weise noch Goldteilchen sichtbar machen, die nur 3 bis 6 Milliontel Millimeter Ausdehnung haben. Die Blutförperchen des Menschen sind, um einen Vergleich zu geben, zweitausendmal so groß(/ 1000 Millimeter). Es gibt aber gefärbte Gläser, deren Teilchen sicher noch viel fleiner sind; sie aber kann auch das Ultramikroskop nicht mehr sichtbar machen.
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Die
Ueber die Aufschlüsse, welche uns die Untersuchungen mit dem Ultramikroffop gebracht haben, hat der bekannte Physiker Lorenz auf dem 11. niederländischen naturwissenschaftlichen und mediamischen Kongreß zu Leiden 1907 einen interessanten Vortrag ge= halten, von dem im folgenden ein kurzer Auszug gegeben werden soll. Es hat sich die überraschende Tatsache gezeigt, daß eine Menge früher für unlöslich angesehener Substanzen wie Gold, Silber usw. in sogenannter colloidaler Lösung erhalten werden. Colloidale Lösungen sind Lösungen von gewiffen nicht kristalli fierenden Körpern, die mit Wasser eine gallertartige Maffe bilden ( Leim, Gelatine u. a.) und durch eine poröse Scheidewand viel schwerer hindurchgehen als kristallisierende Körper( wie Zucker, Salze usw.). Auch in solchen colloidalen Lösungen konnte man mit dem Ultramikroskop die kleinen Stoffteilchen unterscheiden. Dadurch wird die von manchen Forschern verteidigte Auffassung wahrscheinlich gemacht, daß es einen stetigen Uebergang gebe von den Lösungen im gewöhnlichen Sinne, in denen die Substanzen in fein verteiltem Zustande schweben, zu den Flüssigkeiten, die feste Teilchen nicht mehr enthalten.
Diese Art zu beobachten hat für manche Gebiete eine außer ordentliche Bedeutung; so für die Biologie, für welche die Eiweißstoffe eine große Rolle spielen, weil sie mit den Lebenserscheinungen