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Aber das war mit der Eisenbahn vermacht; bevor noch ein orbent- I mehrere Laien, wie Kneipp, Prießnik und Arnold Rifli, mit ihren licher Streit darüber, ob sichs lohne, zwischen Hans Krischan und Wasser- und Luftfuren großes Aufsehen erregten. Die Folge war, Krischan Hansen in Gang gekommen war, zeigte der Guckkasten daß auch die zünftige Wissenschaft sich der Sache zuwandte und schon ein anderes Bild man fuhr zwischen grauem Eisenwert ihre Bedeutung bestätigen konnte, so daß heute Luft- und Lichts langsam, hohl, rollend, unheimlich über eine große Flußbrüde. bäder ihre gesicherte Stellung unter den hygienischen Methoden einAber wie die Zeit verging, berging auch die naive Lust an den nehmen. Zunächst ist der wichtige Unterschied festzustellen, der Rundfahrten, das für die Geschäftswelt praktische Interesse erwies hauptsächlich in der Art der Wirkung zwischen Luft- und Sonnenfich schließlich langatmiger, als die unschuldige Reiselust. Neue bad besteht. Beim Luftbad spielen die Temperatur, Feuchtigkeit, Geschäftsschilder, neue Waren und neue Leute. Unternehmende, Luftdruck und Luftbewegung die vornehmliche Rolle, während beim freundliche, beredte, dunkeläugige Männer boten ihre Dienste und Sonnenbad die chemischen und Wärmestrahlen hauptsächlich in Beforderten ihren Tribut. Die Landesprodukte, die sonst zu den tracht kommen. Die Wirkung des Luftbades auf den Organismus an stockigen Warenplätzen üblichen, ettvas angefaulten Preisen ab- besteht einerseits in einer Beeinflussung der Wärmeregulierung gesezt worden waren, wurden den großen Handelspläßen nun des Körpers, und andererseits in einer Anregung der Hautgefäße rascher und vorteilhafter zugeführt; am Bahnhof entstanden und damit einer allgemeinen Zirkulationsverbesserung, mit der eine fleinere und größere Stapelpläße und Lagerhäuser. Die Export- starke Erhöhung des Stoffwechsels Hand in Hand geht. Damit Schlachterei Wittmaad u. Sohn in Hamburg bot den Landleuten ist auch gleichzeitig gegeben, in welchen Fällen das Luftbad zur so günstige Bedingungen, daß der Schweinehandel fast ganz in Anwendung gebracht werden wird. Es ist eine ausgezeichnete Abihre Hände tam, härtungsmaßnahme, die unseren durch die übliche Kleidung berUnd wie der Stadt Kleid und Nähte eng wurden, so erging wöhnten Körper vor Erkältungen bewahren kann, da sie eine Ges es auch Hans Hanssens Gasthof mit dem Beinamen„ tom leewen wöhnung an plötzlichen Temperaturwechsel herbeiführt. Die treffGott". So hieß er, weil sein Eigentümer des Höchsten Namen lichste Wirkung von Luftbädern ist jedoch der starke und günstige oft im Munde führte, unnük zwar, doch bewußterweise niemals Einfluß auf das subjektive Wohlbefinden des Patienten. Sein mißbräuchlich. Gr tats bei jeder Gelegenheit. Wenn er lang- Störper empfindet ein wohliges Kraftgefühl, die Bewegungen boll mit dem Holzschlägel ein Faß aufschlug, es geschah in Gottes werden leichter und der Gang elastischer, und man fühlt sich Namen er fagte wenigstens dreimal dabei:„ Du leewer Gott!" förperlich und seelisch verjüngt. Namentlich die nervenmüden BeWenn ein einfacher Mann bat:„ Schallt n lütten Köm un Beer?" wohner unserer Großstädte lassen die segensreichen Wirkungen er„ Du leewer Gott, dat schaft hem," war die Antwort. „ Hans, fennen. Bei Neurasthenikern verschwindet sehr bald die unstete scholl sick dat Weller holn?" Du leewer Gott, Klas, dat glöm melancholische Art und macht einer geselligen, ruhigen Stimmung id."" Hans, is dat Beer god?" Ja, leewer Gott, dat weet Platz. de leewe Gott." So leemergottete" er sich durchs Leben und schenkte Bier und Schnaps und Portwein.
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In der Rektorschule hat der Lehrer einmal von dem Glück gesprochen, wonach alle Welt renne, und es mit den Bildern der Luftspiegelung verglichen, die in der Marsch oft ferne felige Inseln vortäusche. Das alles sei Schein und Augentrug. Und gerade so sei es mit dem Glück, dem die Welt im Fiebertraume nachjage. Ein wirkliches und wahres Glück gewähre nur ein Leben in Gott, ja Leben und Weben im lieben Gott. ( Fortseßung folgt.)
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Luft- und Sonnenbäder.
Die Hygiene des Badens hat in den letzten Jahren eine durch greifende Umformung erlitten, indem neben dem Wasser in seinen verschiedenen Formen und Temperaturen nunmehr auch Luft- und Richt eine breite Stelle behaupten. In der Wochenschrift Umschau"( Frankfurt am Main ) gibt Dr. C. Potoyky einen Ueberblick über die geschichtliche Entwickelung des Luft- und Sonnenbades. Zunächst ist auch hier festzustellen, daß, wie so häufig, der gleiche Gedanke an räumlich weit voneinander getrennten Orten ganz unabhängig aufgetaucht ist. Diese Erscheinung hat der Geograph Andrée als den Vorgedanken" bezeichnet. Bei den unzivilisierten Naturbölfern, namentlich in den Tropen, kann man nicht gut von Luft- und Sonnenbädern sprechen, da ja eigentlich ihr ganzes Leben ein einziges Luft- und Sonnenbad ist. Dagegen findet sich nach Fritjof Nansens Schilderungen bei den Estimos der Ostküste Grönlands die Sitte des Luftbades, das sie in ihren Belten nehmen. Im Gegensah dazu sind die Westgrönländer europäischen Citten zugetan, aber die europäische Wohnung und Kleidung rächt sich durch eine vermehrte Sterblichkeit an Tuberkulose. Auch im Altertum, wo ja in Griechenland die hygienische Kultur in der Hochblüte stand, war das Luftbad gebräulich. In der Literatur findet es sich allerdings nur andeutungsweise erwähnt. Biel häufiger ist dies jedoch bei den römischen Schrift stellern der Fall, und namentlich die Briefe des jüngeren Plinius laffen erkennen, daß das Luftbad in Rom geradezu eine Boltsgewohnheit getvesen ist. Herodot schreibt darüber:" Das Sonnen ist überhaupt für diejenigen notwendig, die einer Wiederherstellung und Zunahme der Mustulatur bedürfen, aber der wolkenbedeckte
Dem Sonnenbad ist dieser„ Iusterregende" Einfluß nicht zu eigen. Es hat zum großen Teil die Wirkung einer Schwitzkur, kommt daher für Rheumatismus , Gicht, Fettfucht und Grudate in Betracht und allerdings auch infolge der chemischen Strahlen des Sonnenlichts für verschiedene Hautleiden. Für die Technik der Luft- und Sonnenbäder ist vor allem die Wahl des Plates wichtig. Das Luftbad erfordert ein Terrain, auf dem sowohl sonnige wie schattige Blähe zu finden sind, so daß man der Witterung entsprechend eine geeignete Dosierung des Bades vornehmen kann. Auch die Versorgung mit Wasser muß borgesehen werden. Ob die Luftbäder in der Ebene oder im Gebirge vorgenommen werden, ist gleichgültig. Hauptsache ist, die gute Beschaffenheit der Luft und der Ausschluß von feuchten und windigen Plätzen. Geeignete Sabinen, Turnapparate, Duschen, eine Kiesbahn und Werka zeuge zum Holzfällen und für Gartenarbeiten ergänzen die Einrichtung. Die Sonnenbäder fönnen entweder im Freien oder an geeigneten Stellen des Hauses wie auf Dächern, Altanen usw. ge= nommen werden. Auch hier muß stärkerer Windzug vermieden werden; die Grundbedingung ist natürlich unbewölkter Himmel. Der Körper ruht unbekleidet, den Kopf etwas erhöht, auf einer entsprechenden Holzpritsche, die mit Matraßen und Decken belegt wird; Gesicht und Kopf werden vor Bestrahlung geschützt und die Stirn mit Wasser gefühlt. Der übrige Körper wird nun Sonne in der Weise angesetzt, daß soweit als möglich alle Teile gleichmäßig bestrahlt werden. Dann wird der Patient in Decken gehüllt und so nochmals dem Bade ausgesetzt. Eine laue Abwaschung und ein kurzes Sibbad folgen zum Schluß. So segensreich Luft und Sonne unter Kontrolle eines gea schulten Arztes wirken fönnen, so dringend ist vor verallgemeinerter Anwendung und vor Uebertreibung zu warnen. Das Sonnenbad ist eine recht energische Heilmethode, und bei schwer Erkrankten, vor allem bei Herzleidenden, soll es überhaupt nicht gebraucht werden. Aber auch gefunde Personen bedürfen der Aufsicht. Anders ist es bei einem Luftbade. Zwar liegen auch hier gewisse Gefahren vor, die ärztlichen Rat nötig machen. Es tann zum Beispiel ein an Arterienberkalkung Leidender durch ein kühles Luftbad geschädigt werden. Dem Gesunden jedoch kann es nur wohltun. Er wird Erquidung und Erholung finden und bald die segensreichen Folgen nicht mehr missen wollen.
der
Simmel muß von ihnen vermieden werden, ebenso wie derjenige, Japanische Walfifche und Sardinen.
der bei Windstille fich verfinstert. Man muß also im Winter,
Frühjahr oder Herbst das Sonnen als unzeitig vermeiden. Im Das aufstrebende japanische Reich hat, wie auf allen Gebieten Sommer müssen aber wegen der allzu großen Size schwächliche des wirtschaftlichen Lebens, auch in der Verwertung der reichen Individuen sich in acht nehmen. Der Sonne wie dem Feuer soll Schäße seiner Meere erst lernen müssen, westliche Erfahrung zu man außer allem übrigen auch den Rücken nahebringen, denn in benußen. Auch hierbei hat es sich als tiuger und gelehriger Schüler diesem sind die Willensnerven vorzugsweise gelegen. Wenn diese erwiesen. Eine der wertvollsten Quellen hoher Einnahmen, der nämlich heiß sind, wird der ganze Körper kräftiger gestaltet, der Walfang, mußte gleichsam neu entdeckt und erschlossen werden. Kopf muß aber durch eine Bedeckung geschüßt werden." Auch wohl hatten die Japaner an ihren Küsten, namentlich im Süden, Caelius Aurelianus empfiehlt die wohltuende Einwirkung der seit Jahrhunderten den Walfang betrieben, aber die fast allein in Sonne, die er namentlich bei chronischen Hautkrankheiten fowie Betracht kommende Walgattung, der Semikujira, den sie mit bei Fettfucht und Gelenkleiden für segensreich hält. Auch die rohen Jagdmitteln rücksichtslos verfolgten, wurde immer seltener, Technik dieser Bäder suchte man zu vervollkommnen. So soll Porta so daß zu Ende der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts der vorgeschlagen haben, mittels eines gläsernen Instrumentes bestimmte Körperstellen zu beeinflussen.
Im Mittelalter lag, wie alle wissenschaftliche Betätigung, auch dieser Teil der Hygiene im dunkeln. Erst am Ende des achtzehnten und am Beginn des neunzehnten Jahrhunderts hört man hier und da wieder von Luftbädern sprechen. Der große Aufschwung aber tam erst in den letzten Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts, wo
Walfang fast alle Bedeutung verloren hatte. Da in Südjapan rege Nachfrage nach Walfped und Waffleisch herrschte, famen zu Ende der neunziger Jahre russische Walfänger auf den Gedanken, mittelst norwegischer Fangdampfer die Jagd wieder ertragreich zu gestalten und auch auf solche Arten auszudehnen, die sich nach der japanischen Methode, den Wal in ein starkes Hanfneh zu verwideln und dann zu harpunieren, nicht erbeuten ließen. Von