Nr. 12. 17. Jahrgang.
2. Beilage des„ Vorwärts " Berliner Volksblatt. Dienstag, 16. Januar 1900.
pro Kind 57,99( 50,99) Mart. Die fächlichen Kosten zeit und bei welcher Windrichtung in der und der Straße der widers
5. Generalversammlung des Gewerkvereins christlicher betrugen nur 1 400 012( 1 287 818) 92. oder pro Kind 6,93( 6,56) M. liche Geruch herrscht, den die Berliner fiskalische Abdeckerei in der
Bergleute.
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Die Narten find nach Von der gegenüber dem Vorjahre eingetretenen erheblichen Müllerstraße bei ihrem Betriebe verbreitet. Steigerung der Gesamtausgabe, um 1816 256 M. der Ausfüllung an den Amtsvorsteher Wilfe zu Reinidendorf zurück. Effen, 14. Januar 1900. oder pro Kind 7,37 M., tommen allein 1704 062 M. oder pro Kind zusenden. Sente fand hier die 5. Generalversammlung christlicher Berg 7 M. auf die Gehälter und nur 112 194 M. oder pro Kind 0,37 M. Im Kaiserlichen Gesundheitsamt frat dieser Tage unter dem Tente statt. Die einst sehr start vertretenen und hervor auf die fächlichen Koften. Bei den fächlichen Kosten sind mehrere Borsiz des Herrn Oberbaudirektors Hindeldeyn das von der tretenden geistlichen Beiräte fehlten diesmal vollständig. Bei Einzelposten von besonderem Interesse. Die Beschaffung von Deutschen Gesellschaft für Wolfsbäder berufene Preisgericht zusammen. der Erstattung des Geschäftsberichts bemerkte Brust: Die vor Lehrbüchern, Schreibmaterialien usw. für bedürftige Kinder er welches über die eingegangenen Entwürfe zu Bolisbädern entjährige Angabe des Mitgliederstandes sei infolge nicht forderte 45 112( 39 786) Mart, die Prämien und die Unterforrekter Geschäftsführung einzelner Zahlstellen vielfach zu stügungen an Schulfinder 13 251( 14 680) Mart, die Schüler: fcheiben soll. Die preisgekrönten Entwürfe werden vom 21. d. M. hoch gegriffen, thatsächlich habe der Verband anstatt der bibliotheken 6899( 6258) Mart, der Betrieb der Brausebäder an einige Tage öffentlich ausgestellt. angegebenen 271/2 Tausend Mitglieder 19000 gehabt, 4434( 4151) 2., die Mieten für nicht auf städtischen Grundstüden Jm städtischen Arbeitshause befanden sich am 31. Dezember jezt fei der Mitgliederstand jedoch auf 22000 gestiegen. befindliche Schulen einschließlich Mietsentschädigungen an die be 1899 1222 Storrigenden( 1094 männl., 128 weibl.) und 537 SoipitaDie Einnahme betrug insgesamt 48 393,20 M., die Ausgabe 28 996,33, treffenden Rektoren 160 990( 90 857) M. Die bedeutende Erhöhung liten( 450 männl., 107 weibl.). Die Gesamt- Bevölkerungsziffer des so daß sich das Vermögen von 16 771,68 im Vorjahr, am Schluß des des lettgenannten Postens ist für die Zustände, die gegenwärtig an Arbeitshauses betrug demnach 1779 Personen. Während des ViertelRechnungsjahres auf 19 396,87 2. erhöht hat. Bemerkenswert war, den Berliner Gemeindeschulen herrschen, sehr bezeichnend. jahres Oftober- Dezember 1809 befanden sich in der Anstalt durch daß Brust mehrmals von seinem Kollegen Möller vom alten Verbande sprach, früher wurden bekanntlich andere Titulationen Das Berliner Gewerkschaftshans plant hinsichtlich des Ar schnittlich von den Korrigenden 1185, von den Hospitaliten 534 Perbeliebte. Bruſt hat sich, sicher zum Nutzen der Bergleute, zu der beitsnachweises eine Neuerung, über die es sich in einem fonen. Im Durchschnitt wurden demnach täglich 1719 Personen in Arbeitshause verpflegt. Ansicht bekehrt, daß in wirtschaftlichen Fragen die Arbeiter gemeinsam Rundschreiben wie folgt ausläßt: vorgehen müssen. Der Verband beschloß eine Erhöhung der monatUm auch den kleineren Gewerkschaften, die ein eigenes Burean- Bei der städtischen Feuer- Societät sind in der Zeit vom lichen Beiträge von 20 auf 40 Pf. Codann beschäftigte fich die zimmer nicht mieten können, die Möglichkeit zu geben, ihren Ar- 1. Oftober 1898 bis 30. September 1899 insgesamt 1838 Brände Generalversammlung , als letter Bunft der Tagesordnung, mit beitsnachweis nach dem Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, zu vergur Anzeige gelangt, durch welche Beschädigungen an Gebäuden focialpolitifaen Fragen teip. Forderungen, die der Gelegen, werden wir einen der im Seitenflügel befindlichen Säle zu einem ftattgefunden haben und für welche in ganzen 843 934,63 Mart werkverein auf diesem Gebiete erhebt. Die Resolution, die hierzu einrichten. Die innere Einrichtung des Raumes mit Ausnahme der gemeinsamen mit Fernsprechanschluß versehenen Arbeitsnachweisramme Entschädigungsgelder gezahlt worden sind. augenommen wurde, berweist auf verschiedene standalöſe Täuſchungen, Schränke, wird durch uns besorgt, ebenso tragen wir die Kosten der Die spanischen Schahschwindler ſcheinen, wie das Bolizeia die königlichen Revierbeanten gegenüber geübt wurden, und auf die elektriſchen Beleuchtung, der Centralheizung und des Fernsprechpräsidium mitteilt, in neuerer Zeit ihre Braxis geändert au hangunglaublichen Geſetzesverlegungen, die sich beim Prozeß wider„ Unser Anschluſſes. Dieser Arbeitsnachweisraum ist sowohl vormittags als auch Da die geheimnisvollen Andeutungen eines spanischen Kriegs: Zahl Frig" herausgestellt haben. Zum Schluß heißt es dann: " Nach wie vor find wir deshalb der Ueberzeugung, daß die abends zu benußen; falls fich fein weiteres Bedürfnis bemerkbar macht, meisters" oder bankrotten Banfiers, er habe in der Nähe des Bergwerks- Inspektion nur dann eine möglichst vollkommene iſt, mit dem Restaurant hat er keine Verbindung und findet ein Ausschank von tausend Mark bedürfe, die nach Madrid an eine bestimmte Betion foll ermorgens von8-1011hr und abends von 7-10 Uhr geöffnet werden. Adressaten einen Schatz vergraben, zu deffen Sebung es nur weniger weni praktisch erfahrene Arbeiter delegierten zur Mit Getränken nicht statt. Als Stoftenbeitrag ist von jeder Gewerkschaft, poftlagernd zu senden feien, nicht mehr gogen, jo laſſen ſie jest verurteilt Eine weitere Rejolution fordert eine Reform ter Unfall die den Arbeitsnachweisraum entweder vormittags oder abends be: einen belgischen Oberst auftreten, der angeblich infolge eines vier Jahren Gefängnis zu versicherung und zwar, daß völlig verkrüppelte Invaliden eine nußen will, zehn Mart pro Monat zu entrichten. Den Ge- Duells Als Pfand hätte Reute von 100 Broz. des Jahresarbeitsverdienstes erhalten. die werkschaften steht nach der Reihenfolge ihrer Anmeldung das Recht 5400 Frants Gerichtstoffen zu bezahlen habe. sonst übliche Vollrente auf 75 Proz., die für Witwen auf 30 und die 3, sich den gewünschten Platz im Saale selbst auszusuchen, weshalb das Gericht feinen Mantelsack, dessen Inhalt einen Wert von für Kinder auf 20 Broz. erhöht werden. Jedoch soll die Gesamte im eigenen Jutereffe liegt, wenn die Anmeldung so schnell wie 9000 Frants habe, mit Beschlag belegt, und brauche der Adreffat rente für Witwen mit Kindern 662/3 Proz. nicht übersteigen. Ferner möglich erfolgt. Der gemeinsamte Arbeitsnachweisraum wird am uur die Gerichtstoften einsenden, um sofort die Hälfte der Heberschüsse vom Erlöse des Mantelfades als Belohnung zu erhalten. Jollen bei der ersten Rentenfestsegung Bertreter der Arbeiter mit 1. April eröffnet. Durch gefälschte Atteste irgend eines Kriegsgerichts wird die ganze herangezogen werden. Ferner sollen Teilrenten entsprechend der einSache glaublicher gemacht. Ein Rentier, welcher in dem angeblichen gebüßten Erwerbsfähigkeit bemessen werden. verhafteten Oberst seinen seit vielen Jahren verschollenen Sohn bermutete, reiste persönlich nach Madrid , um dort, wie vorauszusehen, zu erfahren, daß an der Erzählung nicht ein wahres Wort sei, daß Jahren gewerbsmäßig betreibe. vielmehr eine Betrügerbande eritiere, welche diese Manöver feit
kontrolle der Gruben herangezogen werden."
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Der Stadtverordneten Borsteher Dr. Langerhans hat nach überstandener Krankheit seine Amtsgeschäfte wieder aufgenommen.
Der Kaifer schreibt au den Magistrat
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und
Die folgende Resolution: Gewerbegerichte betreffend, fordert die Kompetenz der Gewerbegerichte als Einigungs- und SchiedsNeujahrs Gratulationen an den Kaiser und dessen Frau, ämter, die auf Anrufung auch nur einer Partei in Thätigkeit treten sowie an die Witwe des Kaisers Friedrich hat der Magistrat ber müſſen. Die Vertreter der Arbeiter sollen als Reichsbeiſtände vor Hierauf find jetzt die Antworten eingegangen. Sie find, soweit der föniglichen Haupt- und Residenzstadt Berlin auch diesmal abgefandt. den Gewerbegerichten zugelassen werden, Selbstmord eines Oberlieutenants. Im Gatoiver See hat Eine weitere Resolution fordert die gefeßliche Anerkennung der Kaiser und die Kaiſerin in Betracht kommen, sehr fromm gehalten. fo gebe ich gern sich der Oberlieutenant von Trimbach, der als Assistent zur ArtillerieBerufsvereine und Verleihung von Kooperationswahlen an dieselben. der Hoffnung Ausdruck, daß es den städtischen Behörden, getragen Prüfungskommission in Berlin kommandirt war, am Freitag erBorsigender Brust plädierte für ein Reichs- Berggesez. Er erflärt fich für die vom Abg. Eachie im Reichstag vertretenen Forde- von Gottesfurcht und Baterlandsliebe und geſtüßt auf die tränkt. Namittags 4 1hr bemerkten die Bewohner der Lokale in 100 zur geit fast gar kein Berkehr Herricht, obferfreudige Mitarbeit der Bürgerschaft, gelingen wird, auch den Schildhorn, ugen, ausgenommen des Verbots unterirdischer Beschäftigung, bon gesteigerten Anforderungen des großen Gemeinwesens gerecht zu einen Offizier, der schnellen Schrittes auf der Grunewaldchauffee Arbeitern inter 18 Jahren Abschaffung des Gedinge werden." 1 systems und achttägiger Lohnzahlung. Gine dazu daher kam und an den Gastwirtschaften vorüberging. Er wandte Die Kaiierin antwortet:.... Bei dem ernſten und sich dem Ufer der Havel zu, wo der Fluß sich an dem Gatowver gebrachte Resolution fordert einheitliche Regelung des Bergrechts und der Abgabefreiheit nach dem Vorbild der wichtigen Abschluß eines Jahrhunderts ist es mir eine ernste Pflicht. See erweitert. Dieser ist noch weithin mit Gis bedeckt, nur in der des Magistrats, der Berliner Bürger, ihrer Frauen und Jungfrauen Mitte war das Gis von der Strömung während des Tautvetters preußischen Berg- Gesetzgebung; die vollständige Beaufsichtigung in aufrichtiger Dankbarkeit zu gebenken für die treue und fortgeriffen worden. Der Offizier betrat das Eis und schritt dem des Bergbau- Betriebes, unter Mithilfe von Arbeiterdelegierten; der vollständigen Regelung des Arbeitsverhältnisses, Berbot der hingebende Unterſtügung. welche sie mir in dem letzten Jahr offenen Wasser zu, wo die alltäglich von Gatow nach dem GruneFrauenarbeit und mitverwaltung der Snappschaftstassen seitens der zehnt unter Gottes Segen zur Förderung des geistigen wald gehenden Holzfäller ihre Kähne zurüdgelaffen hatten; er beArbeiter. Eine Iegte Resolution fordert das Berbot, für die Folge und leiblichen Wohles der großen Einwohnermassen Berlins stieg ein Boot und fuhr bis etwa in die Mitte des Waffers. Hier Ich vereinige meine Wünsche mit den mir entledigte er sich des Mantels und des Säbels und stürzte sich in noch fremdländische( außerdeutsche) Bergleute im deutschen Bergbau gewährt haben. auch in Namen der Bevölkerung Berlins dargebrachten, ben Sec. Der Vorgang wurde an beiden Ufern, insbesondere aber einzuführen. daß Gott der Herr auch in den kommenden Zeiten der Segen, in Gatow von verschiedenen Personen wahrgenommen. Nachdem der die Straft und der Trost des Königshauses und feiner Unter- Offizier in das Waffer gefprungen war, ließ er angstvolle, weithin thanen fein und bleiben möge." hörbare Hilferufe ertönen. Von Gatoto aus eilten alsbald ver in dem Schreiben der Kaiserin Friedrich . Nicht erwähnt findet sich der Name Gottes anscheinend schiedene Dorfbewohner über das Eis nach der offenen Stelle des Sie wünscht: daß Sees, wo sie den Offizier mit dem Tode lämpfen fahen. Als fie Berlin in Zukunft in immer mehr zunehmendem Maße die schöne dort ankamen, war es zu spät. Der Unglückliche war bereits in der Aufgabe erfüllen möge, welche ihn mit der Entwicklung unseres Tiefe verschwunden und kam nicht wieder zum Borſchein. In den ganzen Vaterlandes im verflossenen Zeitabschnitt zu teil geworden tahu lagen sein Mantel und Säbel. In der Manteltasche wurde ist. Möchte Berlin , wie bisher, stets mit Stolz auf seine Arbeiten eine Visitenkarte des Offiziers vorgefunden, auf der die Worte und Leistungen zuritdbliden fönnen, des hohen Ziels bewußt, Stätte standen: Liebe Mutter, verzeihe mir diesen Schritt. unserer Kultur zu werden." Herr Professor Hermann Eschte, der bekamite Marinemaler, Gegen die Mißstände in der Kochküche des hiesigen ist, nachdem er am Freitagmorgen noch regen Anteil an der KnausSchlachthofe hatte, wie die Dtsch. Fl.- 3tg." berichtet, die Innung feier genommen, auf dem Heimwege von der Akademie, an der vor mehreren Monaten bei dem Polizeipräsidium Beschwerde Friedrich- und Jägerstraßenede, vom Schlage getroffen umgefunden. erhoben. Besonders war darauf hingewiesen worden, daß sehr oft einer feiner Schüler, der mit ihm ging, brachte ihn in einer Droschke Fleisch ungenügend durchgekocht zum Verkauf gelange; hierauf wurde nach Hause. Dort angekommen, hatte er bereits Sprache und Unfallstatistik. Nach der dem Reichstage zugegangenen Ueber die Innung aufgefordert, anzugeben, wann und an wen undurch- Bewußtsein verloren. Sein Zustand soll besorgniserregend sein. Innung icht über die Rechnungsergebnisse der Berufsgenossenschaften für tochtes Fleisch verkauft worden wäre? Die Antwort der 1898 waren in diesem Jahr bei 65 gewerblichen und 48 land- lautete, daß bestimmte Thatsachen allerdings nicht angegeben werden Eine böse Droschkenfahrt machte vorgestern Abend das Dr. wirtschaftlichen Berufsgenossenschaften in 5 110 542 Betrieben könnten, daß es aber bei allen Beteiligten ein offenes Geheimnis with. Cohnsteinsche Ehepaar aus der Senesebeckstraße. Schon in der 17 505 905 Personen versichert und außerdem bei 409 Ausführungs- fei, daß das zum Verkauf gelangende Fleisch nur halb und noch Botsbamerstraße gab es durch die Unachtsamkeit des nicht gang behörden 740 108 Perionen. weniger durchgefocht verlauft werde. Eine Rüdäußerung des Polizei nüchternen Kutchers einen Zusammenfloß. Da aber das begegnende präsidiums sei darauf nicht erfolgt. Fuhrwert ebenfalls eine Droschke war, so ging es hier noch gut ab. An der Ede der Sommer und Roonstraße fenfte der Kutscher so schlecht, daß die Droschle von einem elektrischen Ringbahnwagen an gerannt und umgeworfen wurde. Die beiden Infassen stürzten mit Jedes Mitglied ist verpflichtet, dem ersten Borfißenden die dem Geficht auf die nach unten fallende Glasscheibe, die in tausend Namen derjenigen Arbeiter jofort mitzuteilen, Scherben ging, und wurden erheblich verwundet. Dr. Cohnstein zog die dasselbe wegen Unredlichkeit oder wiederholter Trunkenheit fich eine schwere Verlegung an der Stirn und am Gesicht, feine entlaffen hat, auch die Namen derjenigen Arbeiter, die, Gattin eine flaffende Kopfivunde über der Stirn zu. Zum Glüc ohne eine ausdrüdlich vereinbartekündigung ein gelang es dem Führer des Straßenbahnwagens, diesen rasch gum auhalten, die Arbeit grundlos niederlegen. Stehen zu bringen, sonst hätte leicht noch größeres linheil entstehen Ein derartig namhaft gemachter Arbeiter darf niemals, aud tönnen.
Aus der Frauenbewegung. Eine Enquete über die Frauenbewegung in Italien ver anſtaltet unter der Leitung von Frau Dr. Paola Schiff, Profefforin an der Universität zu Mailand , die Liga für den Schuß der Frauen intereffen". Die Enquete soll möglichst zuverlässigen Aufschluß geben über die Lage der italienischen Frauen in den verschiedenen Provinzen, und zwar soll dieselbe mit Rücksicht auf die wirtschaftlichen, moralischen, politischen, intellektuellen und gesundheitlichen zc. Berhältnisse erörtert werden. Das Stoffgebiet der Erhebung ist in 16 Hauptrubriken eingeteilt, die wiederum in Unterabteilungen zerfallen.
Sociales.
Die Zahl der Unfälle, für die im Jahre 1898 zum erstenmal Entschädigungen festgesezt wurden, beträgt 98 023. Darunter find 7984 mit föblichem Ausgange und 1139 mit dauernder völliger Als Vercin zur Aushungernng mißliebiger Arbeiter hat Erwerbsunfähigkeit. Die Getöteten hinterlaffen 5096 Witwen und sich der Verein der Sohlenhändler tonstituiert. In seinen 10 601 Kinder. Zur Anmeldung gelangten 407 522 Unfälle. Der Statuten finden sich folgende Bestimmungen: Prozentjak der Getöteten war( ohne Berücksichtigung der Versicherungs. anstalten der Baugewverts- Berufsgenossenschaften, deren Mitgliederzahl nicht feststeht, aber nicht groß ist) nur in drei Jahren, nämlich 1886, 1887 und 1890 höher, ion st stets niedriger wie 1898. Dagegen ist der Prozentsaz der dauernd völlig Eriverbsunfähigen seit 1887 in beständigem gleichmäßigen Sinken begriffen. Wieviel davon freilich auf das Konto der Rechtsprechung der Vertrauensärzte, der Rentenquetschen 2c. zu setzen ist, läßt sich nicht nachweisen.
Die Gesamtsumme der 1898 gezahlten Euschädigungen beläuft fich auf rund 71 Millionen Mart, die Verwaltungstoften betragen 8158 000 M.
Eine gemeinsame Haftpflicht- und Unfallversicherung für die Mitglieder des deutschen Bühnenvereins wurde auf der Generalversammlung dieses Vereins in Hannover beschlossent.
Lokales.
11903)
nicht tageweise, von einem Vereinsmitgliede beschäf- Im Dienst tödlich verunglückt ist der 23 Jahre alte Rangierer tigt werden. Kein Vereinsmitglied darf einen Arbeiter, der Otto Winkler , der mit seiner Familie seit den 1. d. M. in der bei einem anderen Vereinsmitgliede in Stellung ist, annehmen, Rostoderstr. 9 wohnte. Winkler hatte von gestern zu heute nacht ohne sich vergewiffert zu haben, daß derselbe nicht rechtswidrig Dienst auf dem Moabiter Güterbahnhof. Heute morgen um 3 1hr seinen Boften verlassen hat." fanden ihn Mitangestellte sahver verlegt anf einem Geleife liegen, auf
Hoffentlich betrachten die Arbeiter des in Frage kommenden bem ein Güterzug rangiert wurde. Er gab nur noch schwache LebensBerufs solche Bestimmungen als eindringliche Mahnung, sich Mann zeichen von sich und starb alsbald unter den Händen eines Herbeifür Mann in einer fräftigen Gewertschaft zu organisieren. gerufenen Arztes, der feststellte, daß ihm der Brustkorb eingedrückt Sie brauchen dabei gar nicht einmal soweit zu gehen, daß sie war. Wie der Unfall sich zugetragen hat, weiß niemand genau. grundsäglich die Arbeit bei solchen Kohlenhändlern verweigern, Wahrscheinlich ist jedoch, daß Winkler stolperte und zwischen die die wegen Truutenheit oder wegen Inredlichfeit gegen Buffer zweier Wagen geriet. das Bublifum ergernis erregen.
Arbeiter- Bildungsschule. Die Kurse für das erste Bierteljahr 1900 beginnen in dieser Woche in der Neuen Roßstraße 3. Es genügt fchon, wenn eine folche Organisation im allgemeinen leber zwei Schießaffairen wird polizeilich gemeldet: Der Montag: Geschichte( Weltere deutsche Kulturgeschichte); Vortragender ihre Angehörigen vor gar zu schlimmen luverschämtheiten der Unter- Artist Strone schoß in einem Schanklokal in der Linienstraße aus Schriftsteller Heinrich Cunow . Donnerstag: Gefe gestunde nehmer schüßt. Eifersucht auf seinen Rebenbuhler, einen eben erst aus dem Ges ( Das neue Bürgerliche Gefeßbuch in seinen praktisch wichtigsten Koften eines Schneefalles für Berlin . 392 157,92 M. Hat fängnis entlassenen Schlächter, einen Revolverschuß ab, der dieſent Teilen); Vortragender: Rechtsanwalt Victor Granit. Freitag: die legte Schneeperiode vom 11. Dezember 1899 bis zum 6. Januar durch den Rockärmel drang, ohne den Arm zu verlegen. Als die Rede- lebung( Referat und Diskussion über wissenschaftliche 1900 ber Stadt Berlin geloftet. Insgesamt haben die Hilfsarbeiter übrigen Gäste des Lokals auf Krone mit Stühlen einbrangen, gab Fragen aus dem wirtschaftlichen, gewerkschaftlichen und geistigen in 33 496 Tagewerken die Summe von 75 367,72 M. erfordert, er noch mehrere Schiffe ab, ohne indeffen jemand zu treffen. Strone Reben); Bortragender: Schriftsteller Dr. Rudolf Steiner . während 134,074 Fuhren Schnee, abzüglich der auf Grund des wurde in Saft genommen. Ein ähnlicher Borfall ereignete ſich ( Alles Nähere fiche Lehrplan im Injeratenteil.) bestehenden Vertrages von den Fahrunternehmern täglich zu leistenden am Sonntagnachmittag. Der 21 Jahre alte Sattler Mar 8. feuerte auf die 37 Jahre alte, geschiedene Mima R. in deren Wohnung in 7358 Kehrichtfuhren, eine Ausgabe 316 790 2. verursachten. Unterhaltungskosten der Berliner Gemeindeschulen. Im der Strelegerstraße drei Hevolverschüsse ab, ohne die Fran zu treffen. Jahre 1898,99( begiv. 1897/98) beliefen sich die Ausgaben für Zur Frage der Beseitigung der fiskalischen Abdeckerei in Darauf fuchte er fich durch Schüsse in die Brust und den Kopf zu die Gemeindeschulen auf insgesamt 13 112 348( 11 296 087) Mart, der Müllerstraße ist dem Ausschuß, der sich in dieser Angelegenheit töten. Er wurde noch lebend in das Lazarus- Krankenhaus gebracht. die Einnahmen auf nur 134 437( 132 348) Mart. Es blieb aus Bewohnern des Weddingstadtteils, des Gesundbrunens und also eine Mehrausgabe von 12 977 906( 11 168 789) Mart, die Reinickendorfs gebildet hat, auf eine Eingabe an das Kultus Mit Sublimatpiffen suchte sich der 48 Jahre alte Barbier M. durch Zuschuß aus städtischen Mitteln gededt werden ministerium der Bescheid erteilt worden, daß der Geh. Ober- aus der Dragonerstraße Sonntagabend zu vergiften. Ehelicher Zivift mußte. Da 1898( beztv. 1897) in den Gemeindeschulen 201 975 Medizinalrat Dr. Schmidtmann vom Minister beauftragt worden soll die Ursache zu der That gewefen fein. Es gelang einem herbei( 196 277) Kinder unterrichtet wurden, so beliefen fich 1898/99 fei, eine Abordmung des Ausschusses an mündlicher Borbringung der gerufenen Argt, die Gefahr zu beseitigen.. wurde in ein Kranken( bezw. 1897/98) die Ausgaben auf 64,92( 57,55) Mart, die Ein- Klagen über die durch die Abdeckerei hervorgerufenen Mißstände zuhaus gebracht. nahmen auf 0,67( 0,67) Mart, die durch Zuschuß zu bedende Mehr empfangen. Infolge dessen hat der Ausschuß, um möglichst viel ausgabe auf 64,25( 56,88) Wart pro ind. Die Gesamtausgabe Material zur Verfügung zu haben, an sämtliche Hausbefizer, deren jezte sich aus folgenden Bosten zusammen: Der größte Teil Grundstücke in der Umgebung der Abbeckerei liegen, vorgebrudte tam auf die Gehälter, 11 712 331( 10 008 269) Mart oder Starten abgesandt, worauf angegeben werden foll, zu welcher Tages
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Der Verein für Frauenstudium, Borsigende Frl. Dr. Augspurg, veranstaltet am 22. b. M. einen öffentlichen Bortragsabend. Referentin ift rl. Dr. Käthe Schirmacher. Das Thema lautet:„ Nur ein Doktorhut". Näheres wird noch bekannt gegeben.