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netenhauses nicht entspricht und das auch nach Ansicht des Ueber den Inhalt dieser vielen Vorschriften wird ebenso wenig I Herren in China nur die Millionen für Riautschou auf Ministers nicht ausreichend ist. Ferner forderten sie die Re- mitgeteilt, wie über die Art der Fürsorge für ihre Beachtung. Das bringen werden.-

gierung auf, beim Abschluß der neuen Handels- mit wäre auch wenig Staat zu machen. Wir haben die meisten

Eine Atrappen- Beratung. Eine sehr spaßige Mimit leistet berträge in höherem Maße für die Landwirtschaft ein- dieser Verordnungen mitgeteilt. Den berechtigten Wünschen der sich zur Zeit der Bundesrat der deutschen Regierung. Er berät zutreten und überhaupt dem Reiche gegenüber Bauarbeiter entsprechen sie nicht im entferntesten und die Ueber- nämlich mit Eifer und Hingebung den längst feststehenden Flotten­größere Energie an den Tag zu legen. Als ob wachung ihrer Durchführung ist ohne Ausnahme den Polizeibeamten plan, von dem zuerst die Industriellen, dann die Norddeutsche Preußen nicht auch so schon im Bundesrat die Kleinſtaaten überlassen, die Nichtbeachtung mit geringen Geldstrafen bedroht. Allgemeine Zeitung ", hernach die Höfe und ganz zuletzt die eigent­majorisierte! Eine einzige Ausnahme bildet Bayern , wo man bekanntlich liche Regierung erfahren hatten. Erst gedachte man die Sache in

Für Einschränkung des Volksschul- Unter- Arbeitercontroleure anstellen will.

Donnerstag wird die Beratung fortgesetzt. Monarchische Justiz.

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Die Justizpflege niedergeschlagen wird, und je brutaler diese Waffe Socialpolitik genötigt, weil es an den erforderlichen Geldmitteln fehlt, wurde fahrt. Schichten erhöht..

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einer Sigung schnell zu erledigen, zumal Krupps Effener Organ sehr richts und Verkümmerung der Freizügigfett Was ist auch Besseres zu erwarten nach der famosen An- richtig bemerkt hatte, daß sich Begeisterung nicht einpökeln lasse, namentlich wenn sie nicht vorhanden ist. Dann aber überlegte man sprach sich in ähnlicher Weise wie im vorigen Jahre Freiherr regung" der Reichsregierung, die sich die Mitwirkung praktisch er sich, solche Haft würde einen schlechten Eindruck machen und so sezte b. Eynatten aus. Der einzige Redner, der die agrarische fahrener Bauarbeiter bei der Kontrolle so denkt, daß der Bauherr man sich höchst ernsthaft hin und beriet das fertige Gesetz, an dem Anmaßung zurückwies, war Abg. Dr. Hirsch, der die Ab- oder Unternehmer seinen Vorarbeiter mit der Aufsicht betraut und fein Bundesratsmitglied mehr etwas zu ändern hat. Wer mm nicht schaffung aller Ausnahmegeseze gegen die ländlichen Arbeiter ihm die Verpflichtung auferlegt, die Durchführung der Schutz- überzeugt ist, daß der Bundesrat die ausschlaggebende Instanz in empfahl und unter Gelächter der Agrarier die Anstellung vorschriften zu überwachen und ihre Vernachlässigung anzuzeigen. der deutschen Gesetzgebung der Gegenwart bedeutet, der leidet an von landwirtschaftlichen Inspektoren nach Art der Fabrik- Daß ein solcher Vertrauensmann" viel zu abhängig von einem Mangel von Wahnvorstellungen, der in der Zeit der welt­inspektoren anregte. seinem Unternehmer ist, um irgend etwas für die Arbeiter durch politischen Schwarmgeisterei einfach unanständig gesund ist! zuſeßen, liegt auf der Hand. De Der Unternehmer würde den unbe hat in Der gesetzliche Achtstundentag für Bergarbeiter hat in quemen Arbeiter einfach entlassen. Wohl aber wäre dieser Ver- Bayern ein kurzes Leben gehabt: In ersten Lesung der Berg­trauensmann der Prügeljunge, auf den der Unternehmer, wenn sich gesegnovelle wurde er von der Kommission beschlossen und in der Die Debatten des Reichstags über den Reichs Justizetat ein Bauunfall ereignet, alle Schuld abwälzen fann. Weshalb, würde zweiten Lesung wurde er schon wieder bejeitigt. Genosse Segig, der e haben wieder einmal erschreckende Proben davon geliefert, wie in einem solchen Fall der Herr entrüstet fragen, hat der Ver- Antragsteller, fonnte zur zweiten Lesung nicht anwesend sein und ſehr sich das Rechtsgefühl der herrschenden Klassen abstumpft. trauensmann nicht feine Pflicht" erfüllt und für Abhilfe" gesorgt? deshalb zeigte sich die Kommission den Wünschen der Regierung Und zu solchen kläglichen Mittelchen sieht sich unsere offizielle geneigter. Sie beschloß nun einen Achtstundentag ohne Ein­und Aus Die Genehmigung zu zehnstündiger Arbeitszeit des von Genosse Segig wird mi gehandhabt wird, um so besser. In diesem Sinn perovierte nament- um genügend zahlreiche Beamtenkräfte anzustellen und zu besolden". feinen Antrag im Plenum wiederholen, die Aussichten für dessen lich der agrarische Häuptling Dertel, indem er ausführte, das König - Natürlich: Hunderte von Millionen müssen dem Militarismus und Annahme sind aber unter diesen Umständen noch geringer ge tum sei Quell und Grund und Fundament aller Ordnung, und Marinismus geopfert werden. Da können selbstverständlich die worden. somit auch aller Gerechtigkeit, und das müsse der Richter berüd- wenigen tausend Mark zum Schutze des Lebens und der gesunden Sekundärbahnvorlage. Dem preußischen Landtag ist die fichtigen, der im Namen des Königs Recht spreche. Die Richtigkeit dieses Glieder von ca. einer Million deutscher Arbeiter nicht erübrigt werden. Sekundärbahnvorlage zugegangen. Laut§ 1 des Entwurfs Dertel'schen Sazes prüft die Leipz. Voltszig." an einem Beispiel, indem So sieht die moderne" Socialpolitik aus.- soll die Regiering ermächtigt werden, zu vertpenden: a) zur Her fie einen Justizmord aus der Zeit Friedrich Wilhelms I. mitteilt, nobalso stellung von Eisenbahnen und zur Beschaffung der für dieselben er­forderlichen Betriebsmittel 32 813 000 m., b) zum Bau von Neben­und zwar vollkommen richtig, nur mit nicht ganz unanfechtbarer plusin Deutsches Reich.it blous eisenbahnen 58 847 000, c) zur Beteiligung des Staates an den Bau Quellenangabe. Sie beruft sich auf den Baron von Seld, der dies Die Chancen der Flottenvorlage einer Eisenbahn von Treuenbrießen nach Neustadt a. Dosse durch Beispiel als eine Erinnerung seines Großvaters erzählte, so daß es lebernahme von Aktien 4 000 000. d) zur Förderung des den Anschein gewinnen könnte, als handle es sich nur um ein steigen. Auch der Richtersche Freisinn im Parlament iſt nicht Baues von Kleinbahnen 20 000 000 W., im ganzen 115 660 000 W. Anekdötchen vom Hörensagen, die Sache ist aber vollkommen aften- mehr inunun gegen den Flottenbacillus. Die Herren Schmidt Für einige der geplanten Linien ist wegen ihrer militärischen Be­mäßig; der Professor Stenzel erzählt sie in seiner Geschichte( Elberfeld ), Wintermeyer und Lenzmann sind eifrig bemüht, Seutung eine Beteiligung des Reichs an den Baukosten mit 80 Proz. des Preußischen Staats fo: Als die Handwerksburschen zur ihre Fraktionskollegen für die Flottenvorlage zu enthusiasmieren. bezw. 60 Proz. vorausgesetzt. Die Herstellung der einzelnen Nebenbahnlinien ist wie bisher Beschleunigung des Turmbaues der Petrifirche auch während des Wir empfehlen dem Flottenverein, den Herren ein Ehrendiplom mit von einer angemessenen Beteiligung der Interessenten abhängig sogenannten blauen Montags arbeiten sollten und sich dessen der Devise Volldampf voraus" zu dedicieren.- palamut gemacht worden. weigerten, fam fam es zum Aufstande, wobei mehrere ber haftet wurden. Die Forderung von 20 Millionen für den Bau von Kleinbahnen Der General Glasenapp als Kommandant von Die Kostendeckungsfrage wird jetzt von den Blättern der Berlin berichtete das an den König und fragte an, was er mit den bürgerlichen Parteien, die das Aldeutschtum, wie es sich räuspert wird damit begründet, daß für die finanzielle Unterstützung von privaten und kommunalen Kleinbahn- Unternehmungen von der Gefangenen thun solle. Der König schrieb wie gewöhnlich mit seiner und spuckt, noch nicht genügend gelernt haben, zur Hauptfrage Staatsregierung bisher Fonds im Betrage von 29 Millionen Mark sehr unleserlichen Hand auf den Bericht sogleich den Bescheid, von im Flottenstreit gemacht. Von einer principiell gegen den bewilligt worden sind, während die bewilligten, in Aussicht gestellten dem Glasenapp weiter nichts entziffern konnte, als: Nädel auf sich ungeheuerlich aufblähenden Marinismus gerichteten Politik und in zahlenmäßig bestimmter Höhe beantragten Staatsunter­auf- tie henken, ehe ich komme". Er wurde am folgenden Morgen um zehn teine Spur mehr. Wenn man nur den Wählern sagen kann: Wir stügungen auf 45 374 054 M. beziffern. Hiernach wäre die Bereit­Uhr erwartet. Niemand konnte den rätselhaften Befehl erklären, haben darauf gedrungen, daß Ihr nicht die ganze Rechnung bezahlen stellung von weiteren 16 374 054 m. erforderlich. Da jedoch eine lange Reihe von Anträgen auf Bewilligung weiterer Unterstützungen bis man sich entsann, daß ein übrigens in diese Angelegenheit gar müßt so glaubt man das höchste gethan zu haben. nicht verwickelter Offizier der Garnison Rädel heiße. Glasenapp Natürlich liegt uns nichts ferner als eine Unterschätzung der vorliegt oder zu erwarten steht, sucht die Staatsregierung um die ließ diesen einziehen und zum Tode vorbereiten. Glücklicherweise Deckungsfrage. Wir haben wiederholt betont, daß wir nicht nur die Ermächtigung zur Verwendung einer Summe von 20 Millionen tam ganz kurz vor der Vollstreckung der Kabinettssekretär Marschall Beseitigung der Anleihe, sondern die Aufbringung der Gesamtkosten Mark- nach.6 an und erklärte, daß der König Rädelsführer gemeint habe. für die neuen Schiffsvermehrungen durch die besitzenden Klassen als Eisenbahn- Tarif- Reform. Der preußische Eisenbahnminister Glasenapp ließ erfreut den Lieutenant Rädel los und sogleich einen Mindestforderung einer bürgerlichen Partei ansehen, die das Juteresse ptant, wie der Deutschen Tagesztg." geschrieben wird, eine Reform der Eisenbahn- Personen- Tarife. Alle bisher bestehenden außer als der Steuerzahler wahrnehmen will. Die Absicht, eine derartige ordentlichen Vergünstigungen, wie z. B. die verlängerte Gültigkeits­der Gefangenen aufhenken, dessen rote Haare ihn Rädelsführer zu bezeichnen schienen." Unmittelbar darauf, Forderung aufzustellen, ist aber in den Blättern des Centrums, dauer der Rückfahrtskarten während der Sommerzeit usw., sollen in fährt Stenzel fort:" Die fürchterlichsten Exekutionen, außer von dem die Entscheidung auch dieser Frage abhängt, nirgends zu der nächsten Zeit aufgehoben werden. Beiter soll die Ausgabe von Hängen und Köpfen, das Nädern von unten auf, erkennen. Wohl verwahrt sich die Germania " auch heute Sonntagsfahrkarten zu ermäßigten Preisen, die namentlich im das Aufsradflechten, mit glühenden Zangen kneifen und Zunge- wieder gegen Aufnahme von Anleihen zum Bau neuer Panzer- Sommer vom Publikum stark benutzt wurden, sehr erheblich ein­Die geplante Tarif- Reform soll dahin gehen, ausschneiden rissen nicht ab in Berlin , die Gefängnisse und die schiffe und die Kölnische Volkszeitung" betont mit Recht, gefchränkt werden. Festung Spandau wurden nicht leer." Und Stenzel weist an einer daß die Berechnungen der Regierung, die jetzt aus dem bevorstehenden die Personen- Tarife um etwa 1/3 zu ermäßigen, Reihe schauererregender Beispiele nach, daß alle die fürchterlichen Flottengejez in die Oeffentlichkeit dringen, keinesfalls auf längere dafür aber die Rüdfahrtskarten ganz zu beseitigent. Exekutionen rein nach den Launen des Königs verhängt wurden. Jahre hinaus, innegehalten werden könnten, wie ja auch die Kosten- Jutines von Lorenzen. Aus Kiel wird uns geschrieben: Um diesem permanenten Justizmorde zu steuern, versuchten die ansätze des jezigen Flottengesetzes sich schon nach 1/2 Jahren als zu Ueber den famosen früheren Werftarbeiter Theodor Lorenzen, Gerichte, die den Könige vorzulegenden Urteile nach Möglichkeit zu niedrig herausgestellt haben. Nach einer Berechnung der Frank- den berühmten Schmähschriftenvertreiber gegen die Socialdemokratie, mäßigen und dadurch, wenn sie dann auch von ihm geschärft wurden, furter Zeitung" wird zur Herstellung der von der Regierung find in einer Gerichtsverhandlung an Dienstag dieser Derselbe hatte immer noch im Geleiſe wahrer Gerechtigkeit zu bleiben". Aber damit vorläufig geplanten Flotte nicht eine Verdopplung des bis- Woche recht interessante Dinge bekannt geworden. tamen sie bei dem argwöhnischen Despoten schlecht an. Stenzel herigen Marine- Etats, sondern jedenfalls seine Verbreifachung gegen einen früheren dienstthuenden Werkführer der kaiserlichen Werft bei der Werftdirektion eine Denunziation eingereicht, daß der­erzählt, daß der König ein Richterkollegium, das ein ihm miß­wie Schlüssel. Lötkolben usw. angefertigt habe. selbe in den Jahren 1894-98 gelegentlich für sich kleinere Arbeiten, fälliges Urteil gefällt hatte, vor sich geladen und, mit dem Stod in Der Betreffende der Faust, gefragt habe: Ihr Schurken, warum habt ihr so erkannt? Als wurde von der Werft seines Postens enthoben und hatte sich wegen fich nun einige von ihnen wegen des gefällten Urteils rechtfertigen Diebstahls faiserlichen Eigentums zu verantworten. Das Ergebnis wollten, verlor der eine durch den Stock des Königs ein paar Zähne, war Freisprechung. lleber die Glaubwürdigkeit des die andern aber mußten mit blutigen Köpfen zur Thür greifen, und Lorenzen vernommen, sagte ein Baurat der kaiserlichen Werft aus, daß Lorenzen sich ihm gegenüber als unzuverlässig die Treppe, bis zu welcher der König sie verfolgte, hinunter eilen." erwiesen habe. Bei einer Anwesenheit in seinem Bureau habe sich So erreichte die monarchische Justiz", daß jeder Widerspruch gegen Lorenzen ihm gegenüber derartig unverschämt benommen, daß er ihr blutdürstiges Wüten verstummte. ihm die Thür habe weisen müssen. Ein solches Benehmen ihm gegenüber habe er sich nur daraus erklären können, daß Lorenzen sich bei höherer Stelle infolge seiner gegen die Socialdemokratie gerichteten Broschüre gedeckt glaubte.

dem

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nötig werden.

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Je gewaltiger aber die Summen sind, die aufgebracht werden müssen, wenn erst einmal mit Centrumshilfe die Flottenverdopplung beschlossen würde, um so größer ist die Verpflichtung, nicht nur bei der Abwehr von Anleihen stehen zu bleiben, sondern alle aus der weiteren Flottenvermehrung erwachsenden Ausgaben auf die starken Schultern" zu legen.

Sechsunddreißigstündige Arbeitsschichten.

Herrn

Altona, 28. Juli 1898.

Ein Dokument unerhörter Arbeiterschinderei bildet die nach Die monarchische Justiz", denn in ihrem Wesen wurzelten diese stehende Zuschrift der Gewerbe- Inspektion Altona an einen Unter­Schenßlichkeiten und nicht etwa mur in dem ja freilich äußerst grau- nehmer des Aufsichtsbezirks: samen und rohen Charakter Friedrich Wilhelms I. Das zeigte sich, als sein Nachfolger, der sogenannte" große" Friedrich, die preußische Justiz reformieren wollte, aber da er an dem Grundsatze festhielt, daß die Monarchie Quell und Grund und Fundament der Gerechtigkeit sei, auch nicht hinweg fam über die systematischen Justizmorde und das Zerprügeln der Richter, die zwar gerechte, aber ihm mißfällige Urteile gefällt hatten. In den alten, preußischen Historiken, die noch nicht vom Apfel der Erkenntnis gegessen haben, findet sich darüber ein reichliches Material.

Wie von einem Alp erlöst, atmete die Bevölkerung des preußischen Staats auf, als der 18. März 1848, der deshalb allein schon als glorreicher Befreiungstag gefeiert werden sollte, sie von der ,, monarchischen Justiz" befreite, und der Schrei der Sehnsucht, den der Abgeordnete Dertel nach ihren Justizmorden ausstieß, zeigt mit dankenswerter Klarheit, was die Boltsmassen von der agrarischen Reaktion zu erwarten haben.

Bauarbeiterschuk.

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Schließlich aber war es mit der Deckung doch zu Ende und man ließ ihn ziehen. Undank ist der Welt Lohn.

In der Nacht vom 21. zum 22. d. Mts. fand ich in Spionenjagd an der deutsch - französischen Grenze. Aus Ihrem Betriebe Leute bei der Arbeit, welche mir fagten, Gljaß- Lothringen wird uns geschrieben: Bon der in unserm Grenz­daß fie von morgens 6 Uhr am 21. bis abends lande betriebenen Jagd auf Spionageverdächtige und ihren Erfolgen 6 Uhr am 22.. also in 36stündiger Schicht arbeiteten giebt eine Zuſchrift Stunde, welche die kaiserliche Polizeidirektion in und daß dies wöchentlich ein bis zweimal vorkomme. Eine so weitgehende Anstrengung der Arbeiter muß auf die Dauer Gesundheitsstörungen zur Folge haben und ist, auch wenn sie nur vereinzelt vorkommt, nicht unbedenklich.

Ich ersuche Sie daher ergebenst, wenn Sie fünftig nachts arbeiten laffen wollen, für einen regelmäßigen Schichtwechfel Sorge zu tragen. Andernfalls würde ich mich genötigt sehen, ein polizei­liches Berbot der Nachtarbeit herbeizuführen.

Weg zu Berichtigungszwecken diejer Tage an ein Straßburger Blatt gerichtet hat. Danach wurden im Laufe der letzten vier Jahre aus dem Bereich der Polizeidirektion Meg wegen vollendeten bezw. ver­suchten Landesverrats durch das Reichsgericht in Leipzig verurteilt: der Kohlenhändler Hanne zu vier Jahren Zuchthaus, der ehemalige Feuerwerker Schmidtfonz zu zehn Jahren Zuchthaus, der frühere Depot­Bicefeldwebel Meinecke zu sechs Jahren drei Monaten Zuchthaus, der Schriftsteller Minster zu 5 Jahren 1 Monat Zuchthans, der Bildhauer Unterschrift. Auffällig ist, daß in der dem Reichstage zugegangenen Uebersicht 6 Monaten Zuchthaus , endlich der Gärtner de Cock zu 6 Jahren Steinlen zu 2 Jahren Zuchthaus, der Neisende Dussard zu 1 Jahr über die Jahresberichte der Gewerbe- Aufsichtsbeamten aus dem Zuchthaus, im ganzen also ficben Personen zu insgesamt 34 Jahren Bezirk Altona gar nichts mitgeteilt wird über das Vorkommen außer 10 Monaten Zuchthaus . Weit größer ist aber die Zahl jener gewöhnlich langer Arbeitszeiten. Aus verschiedenen andern Bezirken Opfer der Spionitis, die von reichsländischen Polizei- Organen Dem wiederholten Drängen von socialdemokratischer Seite nach- werden eine ganze Anzahl solcher Klagen verzeichnet und auch das unter dem bloßen Verdachte der Spionage festgenommen wurden, gebend, teilt jetzt Herr v. Poſadowsky den Erfolg seines Rund- Vielleicht ist aber dieser Mangel im Bericht doch nicht auffällig, mußten, weil die gerichtliche Untersuchung keinerlei belastendes Material Vorkommen 36 stündiger Schichten in mehreren Fällen erwähnt. nach fürzerer oder längerer Haft aber wieder freigelassen werden schreibens an die Bundesregierungen vom 30. Juni 1898, betreffend den Erlaß von Gesetzen und Verordnungen zum Schuße der Bau- wenn man die liebenswürdige Art berücksichtigt, mit der der gegen sie zu Tage zu fördern vermochte. Daß man jenseits der den Erlaß von Gesezen und Verordnungen zum Schuße der Bau- Herr Gewerbeinspektor dem vücksichtslosen Unternehmer entgegentritt. Grenze mit derselben Schärfe gegen Spionageverdächtige vorgeht, arbeiter, der Oeffentlichkeit mit. Nach Herrn v. Bosadowskys um den Unternehmern die Lust zu solcher Ueberausbeutung zu lann nicht verwundern. Erst dieser Tage erkannte das Appellgericht Meinung hätten sich die von ihm gegebenen Anregungen in weitem nehmen, ist schon ein schärferes Zufassen nötig. Eine Bestrafung ist zu Nanch gegen den in Mez wohnhaft geweſenen Sprachlehrer Umfange wirksam" erwiesen. Zunächst sei durch Vermittlung des ja leider auf Grund der allgemeinen gesetzlichen Vorschriften nicht idal, der vom Zuchtpolizeigericht in St. Mihiel zu zwei Jahren Reichs- Versicherungsamts bei den Bauberufsgenossenschaften auf eine möglich, wohl aber ein polizeiliches Verbot derartiger Arbeitsschichten Gefängnis verurteilt worden war, auf die vom Staatsanwalt ein­Verbesserung des Aufsichtsdienstes zur Durchführung der Unfall auf Grund von§§ 120a und 120d der Gewerbe: Ordnung, und das gelegte Berufung auf eine Gesamtstrafe von drei Jahren Gefängnis verhütungs- Vorschriften hingewirkt worden. Die preußische Re- sollte in folchem Falle nicht erst für die Wiederholung ange droht, und 3000 Fr. Geldbuge. Vidal war bei den letzten großen Manövern gierung hat die Regierungspräsidenten angewiesen, nach Bedürfnis sondern sofort ange ordnet werden.an der Maas von den französischen Behörden unter dem Verdacht der Spionage verhaftet worden und soll wichtige, die franzöfifche geeignete Verordnungen zu erlassen, was auch teilweise bereits ge= Tientsin zahlt alles. Der Flottenverein zu Tientsin Artillerie betreffende Schriftstücke an eine fremde Macht ausgeliefert schehen sei. ( Hafenstadt von Beting) und die Deutschen Tientsins haben an den haben. Er beteuerte jedoch in beiden Verhandlungen auf's nach­Reichskanzler nachstehendes Telegramm gerichtet: brüdlichste seine völlige Unschuld.-

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Dann wird auf das unseren Lesern ja bekannte Vorgehen Bayerns und auf das in Beratung befindliche sächsische Bau­" Das weitschauende Vorgehen in der Flottenfrage begrüßen gesetz verwiesen, Baden und Württemberg werden gelegentlich wir dankbar und vertrauensvoll. Der nationale Geist der Volts: Dresden , 23. Jan.( Eig. Ber.) Landtag. In der zweifen prüfen, eisen und und Braunschweig haben Polizei- vertretung muß die Mittel bewilligen, die erforderlich sind, um der Kammer wurde heute die von der Regierung vorgelegte Novelle verordnungen erlassen, ebenso Anhalt, Schwarzburg - ewig jungen Schaffenskraft deutscher Arbeit durch eine achtung zum Einkommensteuergesek, deren wesentlichen Inhalt wir schon Rudolstadt und Reuß ä. L., in Sachsen Alten- gebietende Flotte daheim und allüberall die Segnungen des besprochen haben, beraten. Die Vorlage selbst ist unbedeutend, es Friedens zu sichern. Ein Steuerappell an uns Ueberseer famt bei der Gelegenheit aber zu einer interessanten allgemeinen burg, Sachsen- Meiningen , Reußj. 2. und Schaum wird nicht verhallen!" n til finanzpolitischen Debatte, die vom Präsidenten, dem konservativen burg sollen im Bedürfnisfalle" bei der Bauerlaubnis geeignete Die Ueberseer in China wollen die Bagatelle des Flottengesetzes Führer Dr. Mehnert, demonstrativ eingeleitet wurde. Die ge­Bedingungen gestellt werden, in Lübed wird beraten, Hamzahlen das ist eine erfreuliche Lösung der unangenehmen fünftelte Bilanz des Etats, an der speciell die Konservativen schild burg habe schon entsprechende Vorschriften und in Elsaß - Dedungsfrage. Doch man mute den Flottenbegeisterten von Tientsin sind, indem sie im vorigen Landtag die von der Regierung ver­Lothringen sind die Polizeibehörden zum Erlaß von Vorschriften nicht allzu viel zu, man lasse auch die Ueberseer andrer Sonnenpläge langte Steuerreform( Vermögenssteuer) rund weg ab angewiesen worden. an dem Rahlvergnügen teilnehmen. Es soll genug sein, wenn diellehnten, scheint den Herren nun doch recht unbequem zu