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boch nur wegen den reichen Muffen." Ach so, ich verstehe. Wollen| Raum, zu denen Stufen hinaus oder hinunter führen. Ueberall Sie nicht mit mir fommen?"" Nein, ich danke. Wo wohnst Du?" Altäre, an denen Priester zelebrieren, überall Nischen, HeiligenGleich beim kleifter." So können wir noch ein Stüd zusammen bilder, Kostbarkeiten, Eisengitter, ewige Lampen, Ziegelrote, Begehen, ich wohne auch hier oben." tende und Spendende.
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Sie nicht, fieht mich scheu von der Seite an und tappt neben mir hin. Wir sind den Berg hinaufgestiegen. Gleich einer geftung mit riesigen Umwallungsmauern und einem hohen Turme, der wie eine spike Lanze triegerisch in die Lüfte ragt, liegt das Kloster bor | uns. Eine Freitreppe führt hier zu einem Denkmal empor, der Eingang zum Kloster liegt links seitlich an einem großen freien freien Blaze.
Wer ist das auf dem Denkmal, Ruscha?"" Der hat teite Beite labendig gemacht, er war der Größte von alle." Also Ge ftorbene auferwedt?"" Ja!"
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Unten in der Stadt drängen fich viele hundert stämmige Ge ftalten, mit wulstigen Lippen, stechenden Augen und frausen Vollbärten. Aus einer Kneipe geht es in die andere. Die meiten Pluderhosen in hohen Schaftstiefeln, lange blaue Ueberrode mit filbernen Knöpfen und vielen Falten um die Taille. Das find die Lebemänner, die man oben im Kloster nur vereinzelt sah und sich nun in den Nächten um die Gunst der Ruschas, Saschas und Merrys bewerben. Sie find generös, Geld spielt teine Rolle. In dem dumpfigen Raume der Restauratien fiehen auf schmußigen Tischen Sett, Kaviar und die auserlesensten Gerichte, alle gut zuFreundin vom ersten Abend, sie ist beim Deffert angelangt. Eine Schüssel geriebener Radieschen mit Sahne bat fie vor sich und mit einem Eklöffel direkt aus der Schüssel genießt sie wie Großknecht. Mich streift nur ein halber Blid tieffter Verachtung, dann füßt sie ihren Galan, als wollte fie fagen: Siehst Du, da haft's", und löffelt weiter. Eine Damenkapelle spielt, die Mäd chen kreischen, die Kellner schreien und die wallfahrenden Liebhaber oder liebenden Wallfahrer trinken, fingen und füssen. Einer. der Gentlemans will nicht bezahlen, was der Tschellowek" verlangt. Tschellowef heißt Mensch", und die Kellner haben den Vorzug so gerufen zu werden. Der Tichellowet, furz angebunden, haut bem Gast ein Bierfeidel auf den Kopf, daß es fnackt. Ich erkenne in dem Tichellowet einen Ziegelroten", der am Tage im Kloster_saß. Er gehört zu dem Orden der Kirchendiener, die an Wallfahrts tagen dort beschäftigt werden. Die Schädeldede, auf der das Glas niedersauste, muß faput sein,- nein, nur das Bierglas. Der Mann steht auf und nun beginnt unter den frommen Wallfahrern eine wilde Prügelei. Alles haut durcheinander. Keiner sieht, wohin er schlägt,- aber fie bauen, daß die Stücke fliegen. Ich habe glück. lich die Straße erreicht. Musik und Hilferufe, Gelächter und Angst geschrei, Flüche und fromme Gefänge fluten zusammen, lösen sich auf und berflingen in der Nacht.
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Drei Nächte geht es so bis zum frühen Morgen unten in der oben am Kloster. Stadt, und drei Tage, bis zum späten Abend Dann ist der religiöse Jahrmarft vorüber. Die Frommen ziehen wieder nach ihrer Heimat, oft weit, weit ins Land, Tschenstochowa wird wieder still und leer. Die Gastwirte, Privatlogierhäuser, Reliquien- und andere Händler für den Winter genügend verdient. Die Ruschas, Saschas und Merrys fahren mit vollen Geldtaschen nach Warschata zurück und die Klosterbrüder machen Kasse. Der goldene Segen ist wie alle Jahre wirklich sehr reichlich hernieder gegangen.
Wir wenden uns links. Schliffiger, unebener Boden, unzäh- bereitet. Und die Dämchen effen, effen, essen. Da sitt meine lige Steine und Finsternis auf dem großen Blaze vor dem Kloster laffen uns fortgefeßt stolpern. Der Wind fegt rauh und pfeifend um die Mauern; gespensterhaft huschen die Schatten der Wolfen vor unseren Augen dahin. Keine inenschliche Seele weit und breit. Der Eingang des Klosters starrt wie ein schwarzer Riesenrachen unheimlich uns entgegen, als führe er in die Unterwelt, die Verdammnis. Wir eilen an ihm und den Holzbuden vorbei, die längs Der Klostermauer stehen, als seien sie ungeftaltene Geister, die hier Wache stehen. Da hebt die Uhr des Klosterturmes an zu schlagen und spielt ein Kirchenlied. Der Sturm faucht wütend dazwischen, treibt die Klänge auseinander, zerreißt sie und nur ein flagendes Sammern zieht schauerlich über die Stadt. Eine Biertelstunde um die andere mischt sich in meinen Traum bas wehe Klagen vom Turm. Feiner, durchdringender Regen strömt hernieder und eisiger Wind peitscht das flüssige Naß über den Klosterplay. Auf diesem bleibt man bei jedem Schritt in dem aufgeweichten Boden fleben und bor Menschenmassen und Prozessionen tommt man nicht weiter. Es ist der 8. September. Gegen hunderttausend Wallfahrer sind hier zusammengeströmt. Sie fnien in dem Regen und fingen und beten. Dazwischen ziehen Prozessionen laut singend um das Kloster herum. In den Holzbuden werden Heiligenbilder usw. feilgeboten und die Frommen laufen alle. Um den Eingang hat sich eine ganze Mauer von Krüppeln und sonstigen Bettlern versammelt, durch die man Spießruten laufen muß. Schritt für Schritt wird man mit der Menge vorwärts geschoben. Alles schmutzige, zerlumple Geftalten, alles schmierig, fleistrig der Ausdruck Aleister" ist mir schon verständlicher. Hinter der äußeren Umfassungsmauer ist ein tiefer, breiter Graben, in dem Schweine, Ziegen, Hirschfühe fich tummeln; alles Opfergaben. Eine zweite Festungsmauer richtet sich hinter dem Graben auf. Durch mehrere, nicht überdachte Torwege gelangt man zu dem Vorhof der großen Klosterfirche. Ein auf Byprefsenholz gemaltes Marienbild, das göttliche Wunderkräfte haben und unalt aus Byzanz stammen soll, ist über dem Eingang der Kirche angebracht. Vor diesem Bilde stürzt jeder nieder, füßt den Boden und dann erst steigt er einige Stufen zur Kirche hinunter. Ein großer Opferkasten hängt zur Linken, ein Kirchendiener in giegelrotem Priestergewande siht mit einem Sammelbecken zur Rechten. Unaufhörlich fallen die Geldstücke in den Holzkasten und Klirren solche auf dem Becken. Halbdunfel umgibt uns; eine kleine ewige Lampe" erhellt den breiten Gang nur schwach. Hinter einem kunstvollen Eisengitter, das eine Kirche abschließt, strahlt sie uns entgegen. In der geräumigen Kirche, das Ende des Ganges , steht eine Madonnenfigur. Sie ist umhüllt von goldgestickten Seidengewändern und behangen mit unzähligen Brillanten, die ein Meer glühender Feuergarben um die Heilige senden. Die Edelsteine, viele von ganz ungewöhnlicher Größe, repräsentieren einen Wert von Millionen wenn sie echt wären. Einstmals waren sie echt, da ein reicher Sünder zur Erleichterung feines Gewissens sie dieser Heiligen schenkte. Die Geistlichen wiederum erleichterten die Heilige nein, nur die Holzfigur, nahmen die echten Steine, damit diese nicht gestohlen werden, und heute knien in dem Glanze böhmischer Glassteine die Gläubigen, denen der bunte Tand als göttliche Pracht erscheint. Zu Füßen der Madonna stehen silberne Schalen, welche Goldgeschmeide, in fleinen Bergen aufgehäuft, enthalten. Bor dem Gitter sitzt wieder ein in Biegelrot gefleideter Diener mit einer Schale, um Opfer für die Heilige zu sammeln und Ringe, Armbänder, Gold- und Papiergeld drängen sich um ein Pläßchen in Der Schale. Bald wären wir gefallen platt auf dem Bauche Hingestreckt liegen da Betende regungslos, als seien es Leichen. Zur Rechten öffnet sich ein riesenhafter Säulenraum, die HauptHalle der Kirche. Zu tausenden zählt die Menge, die fast geräusch Tos wie Schatten hier auf und ab wogt. Im Hintergrunde thront ein Priester auf fostbarem Hochaltar. Er steigt hernieder, Chortnaben und andere Geistliche folgen ihm. Die Orgel feßt ein und unter Absingen von Litareien schließt sich ein Teil des Volkes an zu neuer Prozession.
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Es regnet, regnet, regnet. Dede und leer liegt das Kloster und der große Platz. Langsam trollt der Gaul dem Bahnhof zu und vom Turme jagt der Bind schwermütig flagende Töne des Glodenspiels über die fromme Stadt.
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Kleines feuilleton.
Der Weltkrieg gegen die Ratten. Die Ausrottung von Tieren ist den Menschen bisher immer nur in solchen Fällen gelungen, wo ihm an diesem Erfolge durchaus nichts gelegen war, also namentlich bei größeren Tieren, die ihm in ihrem Belz oder Fett oder sonstigen Körperteilen einen besonders wertvollen Stoff lieferten. Mit dem eigentlichen Ungeziefer aber ist der Mensch noch in feinem einzigen Falle fertig geworden, und es ist sehr die Frage, ob er damit jemals zustande kommen wird, obgleich die Wimenichaft täglich neue Beweise dafür beibringt, wie nötig die Ausrottung mancher Insekten und auch anderer Tierarten für die Verminderung der Krankheitsgefahr wäre. Namentlich gegen zwei Tiergruppen wird jezt geradezu ein Weltfrieg gepredigt, einmal gegen die Stechmüden, die für die Verbreitung von Malaria und gelbem Fieber verantwortlich gemacht werden, und zweitens gegen die Ratten. Seit Jahrhunderten wird den Natten die lebertragung der Beft zur Laft gelegt, aber das ist doch nur Sie beherbergen wenigstens noch eine von ihren vielen Sünden. zehn andere für den Menichen gefährliche Reime und tun außerdem einen unendlichen Schaden durch Vernichtung von Korn, Bea schädigung von allerhand Waren, durch ihr Treiben in den Grundfeſten der Häuser usw., während all diesen Uebeltaten auch nicht eine einzige Eigenschaft gegenüberstebt, als gut zu bezeichnen wäre. Dazu kommt des Menschen die ungeheure Fortpflanzungsfähigkeit dieser Nager. Würde doch ein einziges Rattenpaar, menu all feine Nachkommen am Leben blieben, in fünf Jahren mehr als 900 Billionen Ratten das Leben geben. Danach erscheint eine Bernichtung des Rattengeschlechts In dem tiefen Schatten der mächtigen Säulen, in dem Dunkel fast als eine biologische Unmöglichkeit, und doch darf der Mensch der vielen Winkel, stehen Beichtstühle. In jedem fißt ein Priester nicht ablassen, nach diesem Ziel zu streben, weil fast jeder Tag neue und nimmt die Beichten entgegen. Immer neue Sünder drängen Enthüllungen bringt, die. ihm die Ratten als seine ärgften einde sich heran, um Vergebung zu erlangen. Erschöpft verläßt der darstellen. Namentlich in einer Zeit, wo die Beft nach langer Unters Priester, durch einen Bruder abgelöst, den Beichtstuhl. In brei brechung wieder einmal an die Pforten Europas klopft, muß der Stunden hat er bald hundert Gläubigen ihre Lebensreinheit zurüde Stampf gegen die Natten mit größtem Grnft geführt werden, zumal gegeben und wie er noch zwanzig und noch mehr Geistliche, mo- die gefährlichen Keime durch die fast auf allen Schiffen vorhandene berner Großbetrieb, Seelenwäsche mit mechanischem Antrieb. Rattenbevölkerung über weite Strecken des Weltmeeres hinweg verLinks und rechts schließen sich neue Hallen an den großen schleppt werden können. Berantw. Redakt.: Carl Wermuth, Berlin - Rigdorf.- Drud u. Verlag: Borwärts Buchsruderei u.Berlagsanstalt Paul Singer& Co..Berlin SW
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die im Sinne