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erft, als Knop 1861 auf Duhamel zurüdgriff und die Wasser-[ 16 Atomen Wafferftoff zusammen, und selbst Stärke ist mehr oder tulturmethode" ausbaute, lernte man die für die Pflanzen un- weniger wasserhaltig. Auch so dokumentiert sich die Allgegenwat entbehrlichen Bodensalze( Nährsalze) kennen. Dabei ergab sich, und Alnotwendigkeit des Wassers. Ohne Wasser fein Leben. daß zur Erziehung der meisten Gewäche in Wasserkultur sich Denten wir an die Wüste! Ihr fehlt das Wasser und die Flora. folgende Nährstofflösung eignet: auf 1000 Gewichtsteile Wasser Nur in den wasserhaltigen Oasen regt sich Tier- und Pflanzen­1 Zeil salpetersaurer Kalt, je 4 Teil salpetersaures Kali, faures leben. Unzertrennlich ist das Leben an das Wasser gebunden, so­phosphorsaures Sali und schwefelfaure Magnesia, und ein fünf- wohl das Pflanzen- wie das tierische und menschliche Leben. Man zigstel Teil phosphorsaures Eisenoxyd. Die Lösung ist also taum bestreitet, daß es auf dem Monde irgendeine Art Leben gibt, ledig­zweipromillig, genau 0,177 prozentig, also ein sehr verdünntes lich weil es dem Monde an Wasser fehlt. Die Schwefelbakterien, Salzgemisch. Aber so und nicht anders findet es die Pflanze im niederste Pflanzenwesen, atmen Schwefelwasserstoff, der jedes Boden. Das Verhältnis der Wassermenge zur Nährsalzmenge ist andere Leben ertöten würde, fie fressen in buchstäblichem Sinne 500: 1. Steine als Brot, aber ihr Leben wäre verwirkt, wenn man ihnen das Wasser entzöge. Selbst diese anspruchslosesten unter den mikroskopischen Existenzen können ohne Wasser nicht leben. Das vielgeschmähte Wasser entpuppt sich also da als von einer Wichtig­feit, die man einer Verbindung von der simplen Zusammensetzung H2O gar nicht zugetraut hätte.

Die Zahl der chemischen Individuen( elementaren Substanzen), die von der Pflanzenwelt produziert werden, ist erstaunlich groß. Weit mehr als 1000 dieser Körper sind aus der Pflanze schon her gestellt worden. Abgesehen von Kali, Kalt, Schwefelsäure und Phosphorsäure, Magnesia und Eisen, findet man in der Pflanzen­asche z. B. Chlor( an Metalle gebunden), Mangan, Kiefelsäure, Natron, ja sogar Jod, Brom , Fluor, Lithium, Baryum, Strontium, Rubidium, Aluminium, Kupfer, Blei, Silber, Zink, Nickel, Arsen und Kobalt. Während diese zuletzt genannten Bestandteile ver­hältnismäßig selten sind, trifft man Schwefel und Kali in jeder Pflanzenzelle. Schwefel ist für die Eiweißverbindungen unent­behrlich, ohne die teine Belle existenzfähig ist; dagegen ist noch nicht gang klar, warum die Zellen auch regelrecht Kali enthalten. Aber selbst in Pflanzen, bei denen der eine oder andere dieser vor­genannten Körper überwiegt in der Asche mancher Getreide­förner hat man z. B. 50, in der von Schachtelhalmen gar bis 60 Proz. Kiefelsäure festgestellt, andere Getreideförner enthalten bis 53 Proz. Phosphorsäure, die Asche von Lycopodium com­planatum wies 38 Proz. reine Tonerde auf ust.- selbst in solchen Pflanzen spielt das Wasser die Hauptrolle.

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Das Wasser, das die Gesteine nett und das Erdreich tränkt, Hat die wichtige Aufgabe, die mineralischen Stoffe aufzuschließen und Lösungen herzustellen, aus denen fich die Saugwurzeln der Gewächse ihre Nahrung auswählen. Diese Nahrung wieder kann nur durch Vermittelung des Wassers als wässerige Lösung,

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in die Wurzeln gelangen und auch von da aus nur durch Hilfe des Waffers an die Stelle des Verbrachs geleitet werden. In der leben digen Pflanze ist das Wasser also Transportmittel, treibende Kraft und Betriebsmaterial. Dieses Nußwasser wird nicht festgehalten, sondern strömt durch die Pflanze hindurch und wird von den Blättern in Dampfform der atmosphärischen Luft zurückgegeben. Die Menge dieses Betriebswassers, das ohne Raft und Ruhe un­ablässig die Millionen Pflanzenzellen durchwandert, die in ihm gelösten Nährstoffe in die Bellenlaboratorien der Blätter trägt, um in den Kreislauf der Atmosphäre zurückzukehren, nur um neuem, immer neuem Wassernachschub Plah zu machen, übersteigt das Gee wicht der Pflanze im Laufe der Beit um das Hundertfache. Man tann annehmen, daß es im Durchschnitt überhaupt zwei Drittel des augenblicklichen Gewichts der Pflanze ausmacht, während auf die erarbeitete Trockensubstanz nur ein Drittel fällt. Ein Nostok, der frisch 2,224 Gramm wog, enthielt nach dem Austrocknen nur noch 0,126 Gramm, bestand also zu mehr als 94 Proz. aus Wasser. Torfmoos, das im frischen Zustande 25,067 Gramm Gewicht hatte, besaß ausgetrocknet nur noch 2,535 Gramm, enthielt deninach 90 Proz. Waffer, und man trodne einmal einen gentnerschweren Kürbis aus! Man wird staunen über die geringe Trockensubstanz. Aber nicht nur als Betriebsfaktor fommt das Wasser hier in Frage, es ist auch ein direkt unentbehrlicher Nährstoff für die Pflanze. Bei dem Aufbau der Moleküle des Zuders, der Stärke, des Bellstoffes, der Fette und Säuren, der eiweißartigen Verbin dungen, also aller wichtigen Substanzen, aus denen die Pflanze besteht, haben sich die Atome des Wassers als Bausteine einzu fügen, und es könnte ein Wachstum der Pflanze, eine Zunahme ihrer Masse ohne Wasser gar nicht erfolgen( Sterner). Abgesehen von der ebenso unentbehrlichen Kohlensäure kann die Pflanze jede andere Substanz cher fürzere oder längere Zeit entbehren als das Wasser. Wir können ja nicht einmal einen Samen zum Reimen bringen, wenn wir ihm nicht genügend Wasser zuführen. Die Salze und Säuren im Innern der Samen ziehen mit großer Energie Wasser an, mit gleichem Eifer fesseln die Moleküle des Zuckers und der Eiweißstoffe das Wasser an sich, die Zellen werden ausgefüllt, das immer nachdrängende angezogene Waffer bringt sie in einen straffen Zustand der Spannung, den man Quellung oder Turgor genannt hat, und fommt nun die notwendige Wärme dazu, so werden die Samen gesprengt: fie feimen. Wir erleben dos zu Millionen Malen im Frühjahr, wenn sich im Reiche der Flora das neue Leben regt, wenn die Fluren grün werden, die Saaten auf den Feldern sprießen, die Knospen schwellen und die Bäume mit frischem Laube und prächtigen Blüten sich schmücken. Außer allem Zweifel ist, daß die leppigkeit der neuen Sprosse und Organe in Direttem Verhältnis zu der Wassermenge steht, die der Pflanze zu­geführt wurde.

Seefifchnabrung.

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Seefische, die in der täglichen Nahrung der Küstenbewohner eine so große Rolle spielen, werden im Binnenlande immer noch nicht nach Gebühr geschäßt. Das beweisen vor allem die Zahlen über den Seefischverbrauch in Deutschland . Während der Konsum von Warmblüterfleisch sich auf etwa 40 Kilogramm im Jahre pro Kopf der Bevölkerung stellt, beträgt der Seefischkonsum nur 6 Kilogramm pro Jahr und Kopf; von diesen 6 Kilogramm ent­fallen etwa 4 Silogramm auf ausländische Seefische hauptsäch­lich kommt hierbei der beliebte Salzhering in Betracht so daß der Konsum an frischen Fischen aus deutscher Seefischerei nur ganze 2 Kilogramm jährlich pro Kopf beträgt. Das ist in der Tat außerordentlich wenig. Dabei haben wir im Fleisch der See­fische ein Nahrungsmittel, das dem Warmblüterfleisch in den meisten Beziehungen völlig ebenbürtig, ja diesem in einigen sogar überlegen ist. Die billigsten Eiweißträger aus dem Tierreiche find zweifellos die Geefische, eine Tatsache, die in der Zeit der Teue­rung aller notwendigen Lebensbedürfnisse die verständnisvolle Beachtung aller Hausfrauen finden müßte.

Rübbert im Berliner Rathause kürzlich auf Veranlassung des In einem Vortrage, den der Hamburger Fischereidirektor deutschen Vereins für Volkshygiene hielt, wies der Redner ein­Seefische nach. Bielfach meint man z. B., es handele sich dabei um gehend die Haltlosigkeit der landläufigen Vorurteile gegen die Dem ist nicht so. Unmittelbar nach dem abgestorbene Fische. hange werden die lebenden Fische an Bord der Fischdampfer oder Eis verpackt gelangen fie auf dem schnellsten Wege in das Binnen­Fischerboote von der Mannschaft geschlachtet und gesäubert. In land, wo man heute Seefische jederzeit in tadelloser Frische kaufen fann. Eingehende Untersuchungen über den Nährwert der See­fische haben ergeben, daß z. B. der zurzeit billigste Seefisch, der und nur etwas weniger als Rindfleisch. An Fettgehalt steht das Köhler- oder Seelachs, mehr Eiweiß enthält, als Schweinefleisch Fischfleisch vielfach hinter dem Warmblüterfleisch zurück. Dafür besitzen Fische einen nicht unerheblichen Gehalt an Phosphor, der besonders bei Kindern in der Zeit des Knochenwachstums von günstigem Einfluß auf die Entwidelung ist. Frischgekochter Fisch ist dem Fleisch der Vierfüßer überlegen in Bezug auf Verdau­ich feit und Ausnutung im Körper. Die Ausscheidung bon Harnsäure ist bei Seefischgenug um die Hälfte geringer, als bei Warmblüterfleisch. Da starke Harnsäurebildung oft zu quä­lenden Krankheiten führt, spricht iene Tatsache auch zugunsten der Seefischkost. Durch Versuche am Kraftmesser ist die Eben­bürtigkeit der Seefischnahrung mit anderen Fleischforten gleich­falls nachgewiesen. Nicht so günstig steht es mit dem Sätti­gungsgefühl nach einer Fischmahlzeit. Nur Obst, Eier und gekochter Reis übertreffen die Fische an Verdaulichkeit. In diesem Vorzug liegt aber auch der Nachteil begründet, daß der Magen nach Fischgenuß bald wieder leer ist. Frischgekochter Fisch hält nicht lange vor". Wo dieser Uebelstand empfunden wird, kann man ihm abhelfen, indem man den Fisch mit sättigenden Zutaten reicht, wie Makkaroni, Sauerkohl und Hülsenfrüchte. Ueberhaupt sollte man sich gewöhnen, das Fischfleisch genau so wie anderes Fleisch zu behandeln. Es läßt sich z. B. zu schmackhaften Ragouts, Frikassees und zu Gulasch ebensogut herrichten, wie zu Koteletts, Klopfen und Klößen. Um die Kenntnis rationeller Zubereitungs­methoden zu verbreiten, veranstaltet der deutsche Seefischerei­berein in großen Städten gelegentlich unentgeltliche Fischkochfurse. Wo sich den Frauen des Proletariats die Möglichkeit bietet, solche Kochkurse wahrzunehmen, da sollten sie es tun. So werden sie am besten von ihren Vorurteilen gegen den Seefischgenuß furiert werden. Wenn ferner der Kleinhandel es den großen Waren­häusern gleichtun und nach besonders ergiebigen Fängen ent­sprechend mit den Detailpreisen heruntergehen würde, dann wür­den wir eher zu einem Massenkonsum eines unserer wertvollsten Nahrungsmittel tommen und frische Seefische würden das werden, was fie längst sein sollten: ein Volksnahrungsmittel ersten M. Kt. Ranges.

Der Hauptarbeitsprozeß der Pflanze ist an das Wasser ge­bunden. Die Produktion fester Substanz ist ohne Wasser nicht denkbar. So ist es nicht verwunderlich, daß viele der zu Nähr­werten umgewandelten Nährstoffe noch hohe Prozentsäke an Wasser enthalten. Die wichtige Zellulose besteht aus 5 Atomen Sauer­stoff, 6 Atomen Kohlenstoff und 10 Atomen Wasserstoff. Die äthe. rischen Oele seßen sich zumeist aus 10 Atomen Kohlenstoff und Verantw. Redakt.: Carl Wermuth, Berlin - Rigdorf.- Drud u. Verlag; Borwärts Budbruderei u.Berlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW.