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schnitten.

unmittelbar am Auge verlegten und einem dritten das Ohr zer- 1. Aus Wriezen wird uns berichtet: Nachdem die hiesigen Der Verband der Bäcker besprach am 6. Februar die geplante Parteigenossen und Gewerkschaften einen vergeblichen Lokalkampf Verschlechterung der Bäckerei- Verordnung. Allgemein war die Mei­Einen Selbstmordversuch mit dem Revolver unternahm von

Mittwochmorgen um 9 Uhr der 23 Jahr alte Sohn Leo der errichtete Saal als zu flein erwiesen, haben sämtliche hiesige Arbeitern größeren Schuß zu gewähren; entschieden müsse dagegen Schlesingerschen Eheleute aus der Stoppenstraße. Am Dienstagabend Gewerkschaften und die Partei- Organisation be protestiert werden, daß von dem Wenigen, was geboten worden, tehrte er in den Gasthof Märkischer Hof am Schlesischen Bahnhof schlossen, ein eignes Grundstüd mit großem Saal und noch Abstriche erfolgen. In diesem Sinn gelangte eine Resolution ein und hat auch dort die Nacht geschlafen. Gestern morgen ertönte Bühne zu errichten. Die gewählte Kommission hat bereits zur Annahme. Zum Schluß wurde auf den am 4. März statt­aus seinem Zimmer die Glocke und in demselben Augenblick frachte eine Baustelle erworben, und es werden bereits Baumaterialien an- findenden Maskenball hingewiesen. ein Schuß. Als die Bediensteten hinzueilten, fanden sie den jungen gekauft. Wir hoffen, am 1. Mai den Saal schon ein weihen zu Mann auf dem Fußboden liegend vor. Er hatte sich in den Kopf können. Es heißt auch hier bei unsren Arbeitern:" Vorwärts trok geschossen. Er wurde noch lebend in das Krankenhaus am Urban alledem und alledem". gebracht. Zerwürfnisse mit seiner Familie sollen den jungen Mann zu der That getrieben haben.

Versammlungen.

Der Fachverein der Holz- und Bretterträger hielt am 9. d. M. eine Versammlung ab, in der Töpfer Thieme in einent mit Beifall aufgenommenen Vortrag über Organisation und Cen­tralisation sprach. Nach kurzer Diskussion wurde beschlossen, sich der Geschäftskommission der Vertrauensmänner- Centralisation Deutsch Schwer verunglückt ist am Dienstagnachmittag in ciner lands anzuschließen und die entstehenden Unkosten aus der Verbands­Wäschefabrik Brummenstr. 192 die Arbeiterin Auguste Erdmann aus Der socialdemokratische Wahlverein für den zweiten Wahl- tasse zu entnehmen. Hierauf gab man die Abrechnung vom Streif­der Swinemünderstr. 84. Beim Anlegen von Tuch geriet sie mit freie hielt am Dienstag eine Versammlung in Habels Brauerei ab, fonds, betreffend die Zeit vom Juli bis Dezember vorigen Jahres der linken Hand in die Walze und trug erhebliche Verletzungen in der der Reichstags- Abgeordnete och über die Reform der bekannt. Bei einer Einnahme von 266,25 M. und einer Ausgabe davon. Bevor die Maschine zum Stillstehen gebracht werden konnte. Unfallversicherung referierte. Der Redner erläuterte zunächst die von 105,60 M. bleibt ein Barbestand von 160,65 M. In die Lohn­Ein Krantenwagen brachte die Erdmann nach der Charité. Bestimmungen des gegenwärtigen Unfallversicherungs- Gesetzes und kommission delegierte die Versammlung Starnal, Hinze und Gefährlich verlegt wurde am Mittwochnachmittag um 4 1hr bemängelte namentlich, daß den Unternehmern alle wesentlichen Schmidt II. der 33 Jahr alte verheiratete Arbeiter Wilhelm Golz aus der fächlich dabei interessiert sind, von der Mitwirkung ausgeschlossen regelmäßige Versammlung ab. In Ermangelung eines Referenten Rechte vorbehalten find, während die Arbeiter, die doch Haupt- Die Graveure und Ciseleure hielten am 6. Februar ihre Lausitzerstr. 23, der auf dem Görlitzer Bahnhof als Wagenwäscher werden. Nachdem der Redner noch die für die Arbeiter recht un- gab Sollege Brückner eine fürze Schilderung über Rechte und Pflichten der und Zugheizer beschäftigt wurde. Bei dem Zusammensetzen eines Zuges wollte er die Maschine an den Schutzwagen koppeln. Während günstige Handhabung der Unfallversicherung bezüglich der Festsetzung Arbeiter nach dem neuen bürgerlichen Geſetz. In der darauf folgenden regen fich die erstre rückwärts bewegte, suchte er von der Seite aus seinen ber Renten seitens der Berufsgenossenschaften, der sich in letzter Zeit Diskussion wurde sowohl der Wunsch als auch das Bedürfnis laut, Platz zwischen den Buffern zu erreichen, kam aber nicht schnell genug unterzogen, verwies er darauf, daß bei der jetzigen Beratung die meisten Bunft mit Anschluß an das Invaliden- und Unfallgesetz von einem leider auch das Reichs- Versicherungsamt angeschlossen hat, einer Stritik für eine der nächsten Bersammlungen einen Vortrag über diesen hindurch und wurde zwischen zwei Buffern der Maschine und des nächsten Wagens gefeilt. Er wurde zwar sofort aus der Klemme von unsrer Fraktion gestellten Anträge in der Kommission abgelehnt in diesem Fache eingeweihten Redner halten zu lassen. befreit, hatte aber Quetschungen der Brust und der Lunge erlitten, worden sind, so daß auch das neue Unfallversicherungsgesez nur geringe Die Teppichmäher und Linoleumleger waren am Montage sodaß er auf der Settungswache des Bahnhofs einen Verband Berbesserungen enthalten wird. Der fast zweistündige, recht intereſſante abend in den Arminhallen sehr zahlreich versammelt, um darüber erhalten und nach dem Krankenhaus am Urban gebracht werden mußte. Vortrag wurde von den Versammelten mit lebhaftem Beifall auf schlüssig zu werden, wie sie sich organisieren sollen. Sassenbach einem Vortrage ersuchte, für rege Beteiligung und pünktliches Erscheinen zu den Ver- legte kurz in den Zweck der Arbeiterrifiko auf der Wahnstrecke. Arg zugerichtet wurde genommen. Eine Diskussion wurde nicht beliebt. Der Vorsitzende Schlüssig zu werden, wie sie sich organisieren sollen. Sassenbach Dienstagabend um 7 1hr der Arbeiter August Münch, der auf der fammlungen zu wirken und gab bekannt, daß in den Zahlstellen es für vorstehende Berufsangehörige angebracht erscheine, fich eine organiſation dar und wies am Schlusse darauf hin, daß Strecke der westlichen Vorortbahn bei Friedenau beschäftigt war. Urania - Billets zu haben sind. Außerdem werden sämtliche Mit­Er sah einen ankommenden Wagen nicht und wurde auch von dem glieder des Vereins bringend ersucht, noch im Laufe dieser Woche Specialvereinigung zu gründen, jedoch mögen ſie in erster Linie nicht Führer des Wagens nicht bemerkt. Die elektrische Bahn faßte ihn, ihre genaue Adresse in den Zahlstellen eintragen zu lassen. vergessen, im eignen Interesse dem zuständigen ,, Verband der Sattler, überfuhr ihn und schleifte ihn eine Strede mit fort. Außer andren Tapezierer und verwandten Berufsgenossen" sich anzuschließen. Die Verlegungen erlitt er einen Schädelbruch und Rippenbrüche, so daß ebel in einer gut besuchten Versammlung der Zwangsinnung erwärmte sich Salomon für eine isolierte Lokalorganisation, Zwangsinnung der Drechsler. Montagabend hielt Genosse Ausführungen fanden allseitigen Beifall. In der Diskussion sich schließlich auch dem Verband anschließen sollte. die sich Dieser Anregung tam die Versammlung nicht nach, sie beschloß viel­mehr, eine Special- Vereinigung der Branche zu gründen und zwar mit sofortigem Anschluß an den Werband. Aus der Wahl zum Vorstand gingen hervor: Salomon erster, zweiter Vorsitzender; Schönlein erſter, Westermeier, zweiter Schriftführer; selaffte, erster, Seidel, zweiter Kassierer; als Revisoren Schröer und Vogt. Ju einer darauffolgenden Pause ließ sich der größte Teil der Amvesenden in die Organisation aufnehmen; es soll in 14 Tagen eine weitere Versammlung stattfinden.

ihn ein Künzelscher Krankenwagen nach Berlin bringen mußte. Feuerbericht. Die Zahl der täglichen Allarmierungen war in Tester Beit eine ungewöhnliche niedrige. Am Dienstag wurde die Wehr nur ein einziges Mal in Anspruch genommen und zwar bei einem Kellerbrande, der Wriezenerstraße allerhand Gerümpel ein­äscherte. Dasselbe war der Fall bei einem Kellerbrande, der am Mittwoch Albrechtstr. 16 abgelöscht werden mußte. Brummenstr. 139 entstand durch unvorsichtigkeit ein kleiner Zimmerbrand. Ein Teil der Dachkonstruktion, sowie Bodenverschläge wurden beschädigt bei einem Schadenfeuer, das Huttenstraße 12/13 zum Ausbruch kam. Das rechtzeitige Eingreifen der Wehr hinderte die Verbreitung des Brandes. iste

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der selbständigen Drechsler einen Vortrag über die Lage des Handwerks und den Einfluß der durch die Gewerbe- Ordnung vorgesehenen Organisationen( Zwangsinnungen und Handwerker fammern) auf dasselbe. In der Zwangsinnung der Drechsler ist eine starke Strömung vorhanden, ivelche die Zwangs img wieder auflösen möchte. Um Klarheit zu erhalten über den Wert dieser Organisation, dazu sollte Bebels Vortrag dienen. Für die Zustände in der Zwangsinmung der Drechsler ist äußerst beachtlich, daß von den ungefähr 740 Mitgliedern gegen nicht weniger als 186 das Beitreibungsverfahren wegen restierender Innungs­beiträge eingeleitet werden muß.

mur

zahlung

Berufs­

Johonnisthal. Eine gutbesuchte öffentliche Versammlung tagte hier am Dienstag in Senftlebens Lokal.

geschlossen.

* Roggen

Marktpreise von Berlin am 13. Februar 1900 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. D.- Str. 15,20 14.-| Schweinefleisch 1 kg 1,60 14,30 13,80 Kalbfleisch

1,10

1,80

1,

"

13,80 13,-ammelsleisch

"

1,60 1,-

Hafer gut

15,14,20 Butter

2,60 2,-

"

urittel

14,10 13,30 Gier

60 Std

6,- 3,-

"

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gering

"

13,20 12,50 Karpfen

1kg

2,20 1,20

Nichtstroh

4,-

3,82 Aale

"

2,80 1,40

"

7,20

4,40 8ander

2,50 1,-

"

"

40,

25, Hechte

1,80 1-

"

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45,

25,- Barsche

1,60 0,80

"

70,

30,-

"

7,-

Schleie 5,- Bleie

2,80 1,20

"

1,40 0,80

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3,-

Hent ) Erbsen Speisebohnen ) Linien

Bevele

Startoffeln, neue Rindfleisch, Kente 1 kg 1,60 1,20 Krebse per Schod 12, Bauch 1,20 0,90

"

*) Ermittelt pro Tonne von der Centralflelle der Preuß. Land:

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wirtschaftskammern Notierungsstelle und umgerechnet vom Polizei­präsidium für den Doppelcentner.) Kleinhandelspreise. Produktenmarkt vom 14. Februar. Heute konnte die gestern be: nounene Befestigung der Getreibereite het belebten infäßen weitere Fortschritte machen. Paris behauptet gleichfalls fefte Tendenz, da fort­gesetzte Klagen über den Saatenstand in Frankreich laut werden. Auch New York war auf Dedungsbegehr befestigt. Am hiesigen Martte waren Weizen und

möglich, dem Nigdorfer Arbeitsuachweis Entwicklungsfähigkeit Lohntarife für die Herren- Maßbranche und einklassiger Tarife für Breise. Nübü 0,30 90. höher gehalten. Hafer behauptete ſeine letzten

lag fast

Eine Lohnbewegung der Herren- Maßschneider ist durch Aus den Nachbarorten. Beschluß einer Verbandversammlung eingeleitet worden. Die Ver Reichstags- Abgeordneter Rosenow schilderte in 14stündigem Parteiversammlungen in den Vororten. In Charlottensammlung fand am Dienstag statt und war ungewöhnlich stark be- Vortrage das Wesen der jetzigen Flottenvorlage. Die Entwicklung burg findet Freitagabend 81/2 in der Gambrinusbrauerei eine sucht. Aus dem Referat des Vertrauensmanns Nitter ging der Ausgaben Deutschlands für Heer und Marine seit 1872 fei ins Protestversammlung gegen die beabsichtigte Erhöhung der Kranken- hervor, daß vor kurzem an 700 hiesige Firmen ein Schreiben ver ungeheuerliche gestiegen. Eine Weltpolitik im Sinne unsrer herrschen­haus- Kurkosten statt. Referenten sind Stadtverordneter Hirsch und fandt worden ist, worin folgende Forderungen der Schneider auf den Klassen könne die Arbeiterschaft nicht mitmachen. Alle Vorteile bei Stadtverordneter Curt Freudenberg in Berlin. In Brig be- gestellt find: Errichtung von Betriebswerkstätten, Trennung Bermehrung der Flotte haben die Großkapitalisten, das Kleingewerbe und schäftigt sich eine Sonntagnachmittag 3 1hr bei Dorn, Bürgerstr. 4, des Bügelraumes vom Arbeitsraum, Lieferung der Näh- die Arbeiterschaft nur Nachteile. Erhöhte Steuern infolge neuer Zölle stattfindende öffentliche Versammlung mit den Kommunalwahlen. utensilien seitens der Arbeitgeber und Stellung je einer auf Lebensmittel, erhöhte Wohnungsmieten, erhöhte Zahl der Unfälle im Die Betriebe 2c. sei der Preis, mit welcher die breite Masse des Volkes In Wilmersdorf findet die für Donnerstag geplante Ver- Nähmaschine für eine bestimmte Zahl von Arbeitern. sammlung, in der die Flottenvorlage und die Gemeindewahl erörtert Antworten auf dieses Schreiben, die bis zum Februar eine derartige Weltpolitik zu bezahlen habe. Die wahre Weltpolitit, werden sollte, erst nächste Woche statt. erbeten waren, sind nur in verhältnismäßig fleiner Zahl welche den Regierungen Ehre einbringen würde, sei gesetzliche Re­Rigdorf. Eine Umgestaltung der Verwaltung des öffent eingegangen. Nur einige der Antwortenden, und zwar solche, die gelung der Arbeitszeit, bessere Arbeiterschutz- Gesetze, Förderung aller lichen Arbeitsnachweises der Stadt Nirdorf war von dem wenige Personen beschäftigen, haben sich zustimmend erklärt, Stulturaufgaben, furz: Hebung des Niveaus der Lebenshaltung des am Ort bestehenden Gewerkschaftskartell beim Magistrat äußerten. während die übrigen sich teils nichtssagend, teils ablehnend gesamten arbeitenden Volkes. Die Versammlung, welche auch von beantragt worden. Das Kartell ersuchte den Magistrat, Einrichtungen zu wollten lieber zu Hause als in Einige Arbeitgeber meinten auch, ihre Arbeiter Gegnern besucht war, spendete dem Redner lebhaften Beifall. Zum als in der Werkstatt arbeiten. Schluß wurde die Berliner Protestresolution einstimmig angenommen schaffen, wie sie beim Berliner Arbeitsnachweis( des Vereins für Arbeits- Der Referent bemerkte, die Forderung der Betriebswerkstätten und mit einem Hoch auf die Socialdemokratie die Versammlung vermittlung) existieren, und zwar beantragte man die Errichtung dürfe nicht von der Tagesordnung verschwinden, ferner sei die Ein­eines Arbeitsnachweis- Kuratoriums, das zur Hälfte aus Arbeit führung fefter Lohntarife eine dringende Notwendigkeit, damit dem nehmern, zur andern Hälfte aus Arbeitgebern bestehen und unterführung dem Borsiz einer bei der Arbeitsvermittlung unbeteiligten Person jezigen Zustande ein Ende gemacht werde, wo fast in jedem einzelnen fungieren soll. Die vorhandene städtische Verwaltung wird, damit der Unternehmer selbst bei verhältnismäßig niedrigen Falle um den Lohn gehandelt und derselbe möglichst herabgedrückt deputation, in der dem Kartell die Inter­InterBreifen effen der Futter- Werfte Arbeiter nicht genügend gewahrt Breisen noch einen guten Profit herausschlage. Feste Tarife würden erscheinen, setzt sich zusammen aus zwei Stadträten, vier Stadt- einerfeits geregelte Lohnverhältnisse für die Schneider schaffen, und verordneten, darunter augenblicklich zwei Socialdemokraten, und andrerseits den Unternehmern eine sichere Grundlage für die Preis­berechnung geben. einem Bürgerdeputierten, der Fabrikant ist. Diese Deputation Die Agitationskommission legte der Versammlung einen aus­verhandelte nun in ihrer letzten Sigung über den Antrag des führlichen Lohntarif für die Herren- Maßbranche vor, der gemäß der Gewerkschaftskartells, den ihr der Magistrat zur Begutachtung unter Qualität der Arbeit, welche in den verschiedenen Geschäften geliefert unterführlichen breitet hatte. Die Mehrheit der Deputation verhielt sich durchaus wird, in drei Klassen eingeteilt ist. Der Tarif wurde eingehend dis­ablehnend. Es wurde betont, daß die bisherige Verwaltung futiert und der Kommission einige Aenderungen auheimgegeben. zu Beschwereen feinen Anlaß gegeben habe. Auch fönnten sich die Dann nahm die Versammlung folgende Resolution an: Arbeiter über eine ungenügende Beteiligung bei der Verwaltung do. Die Versammlung nimmt Kenntnis von den Antworten, welche nicht beklagen, denn sie seien in der Deputation durch die als auf die Anschreiben an die Unternehmer, betreffend Einrichtung von Arbeiterkandidaten gewählten Stadtverordneten Herrmann( Soc.) und Betriebswerkstätten eingelaufen sind. In Erwägung, daß im Hinblick Wach( Soc.) ausreichend vertreten. Genosse a ch gab zu, daß Herrmann und er sich über die Mehrheit der Deputation bisher auf die Anzahl der versandten Schreiben die Zahl der Antworten nur eine geringe ist, daß also die Unternehmer in ihrer großen nicht beklagen konnten. Trotzdem erklärte er es für wünschenswert, Mehrzahl dieser Forderung ablehnend gegenüber stehen, in fernerer daß die bei der Arbeitsvermittelung am meisten intereffierten Personen bei der Verwaltung des öffentlichen Arbeitsnachweises Erwägung, daß in fast allen faufmännischen Geschäften eine Lohn herrscht, die jeder Regelmäßigkeit entbehrt, erklärt mehr direkt beteiligt würden. Nur allein dadurch wäre es Die Versammlung, daß die Einführung zu verschaffen und auf die Höhe zu bringen, wo jich speciell verschiedene west- und füidwestdeutsche öffentliche die Damen- Kostümbranche eine unumgängliche Notwendigkeit ist. Arbeitsnachweise befänden. Jedem Geschäft dieser beiden Branchen ist in Zukunft nur ein Dem Vorschlage des Gewerkschafts­fartells fonne er sich indessen nicht ganz anschließen, Tarif zuzugestehen, und wird die Ortsverwaltung in Verbindung mit weil es sich in Rigdorf nicht um eine private, von der Stadt bloß unter der Agitations- Stommission beauftragt, die Geschäfte in die für sie in Betracht kommende Klasse einzureihen. Die Versammlung ſtüßte, sondern um eine rein städtische Einrichtung handele, die erklärt außerdem, nach wie vor an der Forderung: Errichtung von Be­von den städtischen Körperschaften zu verwalten sei. Vou triebswerkstätten festzuhalten und diese Forderung bei unsrem dem einer Erse zung der vorhandenen Deputation durch ein Kuratorium nächſftigen Vorgehen an die erste Stelle zu setzen. Der Berliner Kollegen in der gewünschten Zusammensetzung könnte deshalb nicht die Rede schaft wird es zur Pflicht gemacht, für diese Forderung, welche mit der deshalb vor, dem Magistrat zu empfehlen, er möge der Verstär und ganz einzutreten. sein, sehr wohl aber von einer Verstärkung der Deputation. Redner schlug Einführung eines festen Lohntarifs verbunden ist, in Zukunft voll Die Ortsverwaltung und die Agitations­tung der Deputation durch drei Arbeiter und drei kommission hat sich mit den in Betracht kommenden Interessenten ühe: a) vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 00-00; Arbeitgeber näher treten. Die Arbeiter sollten von den in in Verbindung zu setzen und die öffentliche Agitation für diese 00-00; c) attere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere b) vollfleischige, ausgemästete ühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren Rigdorf vorhanden Arbeiterorganisationen und die Arbeitgeber von Forderungen in nächster Zeit in geeigneter Weise einzuleiten. Kühe und Färfen 00-00; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 48-50; ihren Kollegen gewählt werden. Die Mehrheit erklärte sich aber Stälber: a) feinste Wcaft In die Agitations Kommission wurde an Stelle des ausgee) gering genährte Kühe und Färjen 44-46. auch hiergegen und beschloß, dem Magistrat die Belassung des schiebenen Mitgliedes Witte Gebauer gewählt. fälber( Bolmilchmast) und beste Saugkälber 72-74, b) mittlere Mastfälber augenblicklichen Zustandes zu empfehlend Nach längerer Diskussion über die Sperre der Firma Hoffmann und gute Saugiälber 65-69, c) geringe Saugtälber 55-60, d) ältere, gering Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Maft: Die Brandstiftungeaffaire in der Haushaltungsschule zu beschloß die Versammlung: Da Kollege Schröder auf Wieder- genährte( Freffer) 43-46. c) mäßig genährte Groß- Lichterfelde zieht noch immer weitere Streife. Jest nimmt einstellung bei der Firma Hoffmann verzichtet, so wird die Orts- hamme! 61-64, b) ältere Masthammel 55-60, der Amts- und Gemeindevorsteher von Groß- Lichterfelde, Herr verwaltung ermächtigt, die Sperre aufzuheben, falls die Firma Sammel und Schafe( Merzschafe) 49-54, d) Holsteiner Nieberungs­fchafe( Lebendgewicht) 00-00. Schweine: a) vollfleischige, der feineren Schulz, Veranlaffung, auf den Artikel eines Berliner Blaites, in bereit ist, die übrigen Kollegen wieder einzustellen und die zur Zeit Raffen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1% Jahren 47, welchem die verhaftet gewesene Lehrerin Fel. Anna R. als völlig bei ihr Beschäftigten zu entlassen. b) Säfer 00-00, c) fleischige 44-46, d) gering entwickelte 41-43, e) Sauen 41-43. schuldlos bezeichnet, die Verhaftung selbst als eine ungerechte Die Herren- und Knabenkonfektionsschneider hatten für hingeftellt und nicht nur die Forderung einer öffentlichen Ehren- Montag eine Versammlung einberufen, die leider nur mäßig besucht 75 Stüde unverkauft. Der Kälberhandel gestaltete sich ziemlich glatt. Bei Verlauf und Tendenz. Vom Rinderauftrieb blieben ungefähr erklärung, sondern sogar einer öffentlichen Velobigung der jungen war. au I Jahn referierte über die Entwicklung der Konfektion den Schafen war der Geschäftsgang glatt; es blieb nur kleiner Ueberstand. Dame für ihr refolutes Eingreifen beim Ausbruch des Brandes er- und die Schäden der Hausindustrie, sowie über die seit längerer Zeit Der Schweinemarkt verlief ruhig und wird voraussichtlich geräumt. hoben wird, mit einer Gegenerklärung zu antworten, in welcher er fagt: Ich habe im vollen Bewußtsein meiner Verant angestrebte Errichtung von Betriebswerkstätten seitens der Unter­In der Diskussion erklärte sich ein Herr Rain wortlichkeit nach peinlicher Erwägung aller in Frage kommenden nehmer. Umstände gehandelt und bin daher in der Lage, die Verhaftung gegen diese Forderungen, weil sie den freien Willen" der Arbeiter beschränken. Diesem Herrn wurde von Mangel, jedermann gegenüber zu vertreten." Möbius, Frau Rutschmann und dem Referenten Stationen Unter dem Eisenbahn- Bureaukratismus, der sich, wie wir unter lebhaftem Beifall der Versammlung entgegengetreten, neulich mitteilten, beim Verkauf der Arbeiter Wochenfarten wobei Frau Rutschmann darauf hinwies, daß die Konfektionsschneider Hundgiebt, leiden auch, wie uns berichtet wird, die Arbeiter, welche die Beseitigung der Hausindustriellen Mißstände und die Errichtung fich auf der Station Baumschulen weg eine solche Karte lösen von Betriebswerkstätten mit dem Verband der Schneider gemeinsam Swinembe. wollen, in hohem Grade. Auch hier heißt es Abhilfe schaffen. erstreben sollten. Möbius war auch damit einverstanden, machte Hamburg Weißensee. Verschwunden ist seit Anfang voriger Woche der aber dem Verbandsvorstand den Vorwurf, daß dieser die Kon- Wiesbaden 746 NO Bierverleger Miller, Straßburgstraße 25 wohnhaft. Seine Anfektionsschneider in der Agitation nicht genügend berücksichtigt habe, wünchen gehörigen nehmen an, daß er sich ein Leid zugefügt hat. M. war eine Behauptung, die Frau Rutschmann zu widerlegen suchte. Durch Wien bei seinem Weggang bekleidet mit brauner Manchesterhose, blauem Annahme einer entsprechenden Resolution erklärten sich die An- Wetter Prognose für Donnerstag, den 15. Februar 1900. Jackett und Weste, Strickjacke und blauer Schürze. Frau Müller, wesenden, im Einverständnis mit den Ausführungen des Referenten, Ein wenig wärmer, vorwiegend trübe mit Niederschlägen und ziemlich Straßburgstr. 25, bittet die Perfonen, welche Auskunft über den Ver- mit den erstrebten Forderungen einverstanden, worauf spät nach starken nordöstlichen Winden. bleib ihres Mannes geben können, um Benachrichtigung.* Mitternacht Schluß der Versammlung erfolgte.

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Am Spiritusmartt wurden 15 000 Liter 70er loco zum Preife von 47,10 M.( unverändert) gehandelt. Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 14. Februar 1900 Zum Verkauf standen: 517 Rinder, Amtlicher Bericht der Direktion. 1934 Stälber, 1603 Schafe, 9731 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Pfund oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mart( beziehungsweise für 1 Pfund Schlachiwertes, höchstens 7 Jahre alt 00-00, b) junge fleischige, nicht in Pf.): Für Rinder: Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete, höchsten ausgemäftete und ältere ausgemäßtete 00-00; c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 00-00; d) gering genährte jeden Alters 00-00.- Bullen: a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes 00-00; b) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 00-00; c) gering genährte 48-52.

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Färsen und

2itterungsübersicht vom 14. Februar 1900, morgens 8 1hr.

Berlin

Barometer­

stand mm

Wind

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Windstarte

Wetter

755 ONO 2bedeckt

752 ONO 3 bedeckt 751 O

750 S2 748 23

Temp. n. 6.

( 5° C. 4" R.

Stationen

Barometer­

stand mm

Wind

richtung

Windstärte

Wetter

Temp. n. T.

18v= མི

2wolfen- 23

2 bedeckt

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2 heiter

1

11voltig

4

746 23

6 bedeckt

3

7579 7552

-3 paparanda 7649 -3 Betersburg 750 O 5 bedeckt-3 Cort 1 Regen 4 Aberdeen 5 bedeckt 4 Paris 2 bedeckt 5

Berliner Wetterbureau.

Berantwortlicher Redacteur: Paul Johu in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin.