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Heringsschwärme heranzögen, aber die Gelehrten haben diesen wie es nicht selten vorkommt, auf einer Körperhälfte besonders Legenden längst ein Ende gemacht, sie sollen gar nicht aus dem empfindlich, und der Arzt stellte fest, daß der Mann auf seinem Norden kommen, sie steigen nur aus den tieferen Wasserschichten Bureau gerade mit dieser Seite der Einwirkung von kalter Luft empor. Der Hering sucht das falte Waffer, wenn ihn sein Weg zu ausgesetzt war, die aus dem gewohnheitsmäßig geöffneten Fenster weit nach Süden führt. Aber weiter im Norden wagt er sich empor einströmte. Eine Aenderung des Arbeitsplatzes genügte, um das und deckt meilenweit die See; man hat schon Heringsshwärme scheinbar chronische Leiden überhaupt zu heben. beobachtet, die gegen 15 Kilometer lang, 6 Kilometer breit waren. Ein anderes Beispiel bezieht sich auf eine Lehrerin von mitt­Wie weit diese Milliarden- Armee von Fischen in die Meerestiefe leren Jahren, die am Sumpffieber litt und auch durch eine ge­hinabreichten, hat noch nie ein Mensch ergründen können. Wenn diese wissenhafte Chininkur nicht davon befreit werden konnte. Sie war Züge durch die Fluten dahingleiten, entsteht jenes seltsame Gligern selbst davon überzeugt, daß die Fieberanfälle durch Erkältung her­und Leuchten, das die Fischer elektrisiert, denn sie alle suchen nach beigeführt wurden. Sie fonnte jogar die Anfälle voraussagen, dem berühmten Heringsleuchten", das ihnen reichen Fang verwenn sie einer Kältewirkung ausgesetzt war. Auch hier ergab sich heißt. Freilich die kleinen Segelboote werden immer mehr von den die besondere Empfindlichkeit einer Körperhälfte. Die Lehrerin Dampfern verdrängt, aber die Fangmethoden sind trotz aller Wer war genötigt, ihren Unterricht in einem feuchten Raum zu geben, besserungen im Grunde die gleichen geblieben. Noch immer steht und hatte ihren Plaz außerdem an einer ungünstigen Stelle, so das alte Schleifneg in Ehren, eine wahre Mauer aus Nezwert, die daß sie beim Ceffnen der Tür von Zugluft gerade auf der empfind­am unteren Rande mit Steinen und Gewichten beschwert ist und lichen Seite getroffen wurde. Auch hier konnte das Fieber völlig durch Bojen am oberen Rande getragen wird. Auch ein Segelboot beseitigt werden, nachdem ein genügender Schutz gegen Erkältung vermag bei günstiger Witterung Reze von 3-4 Kilometer Länge im geschaffen worden war. Wasser schleifend mitzuführen. Dem Laien scheint die Aufgabe, der­artige Massen von Nezwerk auszuwerfen, ohne sie zu verwirren, beinahe wie eine Herkulesarbeit, aber auf dem Heringsschiffe macht das 12 Menschenhänden wenig Mühe.

Langsam stampft der fleine Dampfer suchend durch die Wogen, bis die scharfen Augen der Fischer die Anzeichen sehen, die ihnen die Nähe der Beute kündet: aufgeregt beginnen die Möwen zu freifen, und bei Nacht verrät schon von

Daraus geht hervor, daß die Bedeutung der Erkältung in ihrem Einfluß auf andere Krankheitserscheinungen, namentlich bei besonders empfindlichen Leuten, nicht zu unterschäßen ist.

Aus dem Pflanzenreich.

teils um

Eine neue sensitive Pflanze. Als man im achtzehnten weitem Jahrhundert in die englischen Gärten die ersten Exemplare der Mi­moje brachten, erregte es ungeheures Aufsehen, eine Pflanze zu der phosphorisierende Schimmer der Meeresoberfläche das Nahen und die Richtung des Heringszuges. Schnell sind dann sehen, die auf Berührung hin ihre Blätter bewegt. Heute, im Zeit­alter der fortgeschrittensten Naturerkenntnis, ist die vermeintliche die Nege ausgeworfen, die Maschine stoppt, und langsam treibt nun wunderbare Ausnahme der Natur" nur eine von den vielen das Schiff mit der Strömung, noch immer schnell genug, um hinter sich die Nezze zu spannen und die riesige Maschenwand auszubreiten, Pflanzen, von denen man Bewegungen fennt. An sich ist die in der die Heringe sich verfangen sollen. Dann werden die Treibe- Beweglichkeit der Blätter und Stiele dein Pflanzenkenner eine ganz lichter gehißt: und die Mannschaft kann ruhig schlafen gehen. Alle geläufige Erscheinung und er weiß, daß die Mehrzahl der heimischen zwei Stunden untersucht die Wache die Neßze, um zu sehen, ob die Gewächse jeden Tag folche Bewegungen ausführt, fich in eine günstigere Lichtstellung zu bringen, teils um Beute reich genug sein wird: und fällt die Probe günstig aus, dann wird das Netzwerk eingezogen. Triefend rollt es über Ded. Und Stüßen und Anhaltspunkte für ihr weiteres Wachstum zu finden, nun beginnt die harte Arbeit der Fischer, mit Feuereifer sind sie am namentlich auch, um sich der Schädigung durch Regen und nächt Werke, die in den Maschen verfangenen Fische herauszuschütteln, denn lichen Tau zu erwehren. Es ist also nichts prinzipiell Neues damit gewonnen, wenn der in Java forschende deutsche Botaniker flink muß es gehen, das Nez darf nicht stocken. Die meisten Heringe C. v. Faber eine neue auf Berührungsreize empfindliche, also so­find bereits leblos, aber andere zucken noch. Schuppen beginnen durch die Luft zu schwirren, und bald find die Delröcke der Fischer Tatsache besonderes Interesse zuwendet, ist es die eigentümliche rasche genannte sensitive Pflanze entdeckt hat. Wenn trotzdem fich dieser über und über davon bedeckt, so daß sie silbern glizernden Rüstungen Ausführung dieser Reizbewegungen und vor allem der Sinn, der gleichen. sich in ihnen ausspricht.

Medizinisches.

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Die Anbahnung von Krankheiten durch Er fältung. Mit dem Begriff der Erkältung ist früher in der Heil­funde selbst und noch mehr unter den Laien ein schrankenloser Un­fug getrieben worden, der sich leicht daraus erklärt, daß die Er­tältung eben überhaupt fein fester Begriff ist. So auffällig es erscheinen mag, so hat doch erst die moderne Wissenschaft eine bessere Grundlage für die Beurteilung des Wesens der Erkältung geschaffen. Früher wurde sie gewissermaßen als der Anfang alles Uebels betrachtet, als die Form der Erkrankung, mit der fast jede Krankheit begänne. Das einzige wahre Moment, das dieser An­schauung zugrunde lag, könnte in der Tatsache gesehen werden, daß eine schwere Erkältung die Widerstandsfähigkeit des Menschen er­heblich herabzusehen vermag und dadurch einer Erkrankung den Boden bereitet. Selbstverständlich ist aber insbesondere die An­sicht, daß die Erkältung als der gewöhnliche Anfang einer Zungenkrankheit zu betrachten sei, in das Gebiet des Aber­glaubens zu verweisen.

Für den Leidenden selbst ist es allerdings gleichgültig, ob eine Erkältung die Ansteckung der Lunge erst im Gefolge hat, oder ob beide im wesentlichen Zusammenhang miteinander stehen. Für die ärztliche Wissenschaft ist die Unterscheidung notwendig. Dabei ist man zu einer Uebertreibung gelangt, die der Erkältung fast jede Rolle bei anderen Krankheiten aberkennen möchte. Dr. Moll hat in der Allg. Wiener med. Zeit." einige Fälle hervorgehoben, bei denen ein derartiger Zusammenhang gar nicht abgeleugnet werden kann. Er verweist zunächst darauf, daß die Tierversuche vielfach zu falschen Schlüssen geführt haben, indem man ihre Ergebnisse zu jorglos auf den Menschen übertragen hat. Das gilt auch von den Experimenten, bei denen einem Hund in die Luftröhre und die Lunge kalte Luft in einer Temperatur von 6 bis-4 Grad ein­geblasen und der Schluß gezogen wurde, daß die Kälte bei der Ent­stehung einer Lungenentzündung gar nichts zu sagen hätte. Der Mensch ist eben ein viel empfindlicheres Wesen als die meisten Tiere, und diesen gegenüber auch darin im Nachteil, daß er nicht den Instinkt besitzt, der ein Tier zu einem richtigen Verhalten bei jeder Erkrankung leitet.

Biophytum apodiscias, jo nennt sich die neue Sensitive, ist ein naher Verwandter des heimischen Sauerklees, wie er allenthalben im heimischen Buchenwalde grünt, ein unansehnlicher Strauch mit langen Blättern, dem der Nichtkenner wahrhaftig nichts Besonderes ansieht, bis er nicht durch Zufall eines der Endblättchen berührt oder verlegt. Sofort hebt sich die ganze Spindel, an der die Blättchen fizen, in die Höhe und die Erregung pflanzt sich auch auf die Nachbarspindeln fort. In der plöglichen, den Bewegungen eines Tieres entsprechenden Lageänderung liegt die erste Besonderheit der Biophytum. Die jedermann bekannten Pflanzen vollziehen ihre Blattbewegungen unmerklich langsam; die Bohnen z. B., die jeden Tag eine so­genannte Schlafbewegung ausführen, schließen ihre Blätter des Nachts eng aneinander, fenten außerdem an besonderen vor­gebildeten Gelenken auch die Blattstielchen. Des Morgens stellen fie wieder den Tageszustand her. Das alles vollzieht sich aber mit solcher Gelassenheit, daß noch nie jemand eine Bohne in Bewegung gesehen hat. Was hier Stunden in Anspruch nimmt, geht bei den Sensitiven in wenigen Sekunden vor sich und erweckt dadurch den Eindruck, als habe die Pflanze die Be rührung empfunden und reagiere im Schmerz darauf. In Wirk lichkeit hatte ihre Bewegung einen ganz anderen Sinn. Indem sich der Reiz von Blattstiel zu Stiel fortpflanzt, schließen sich die Blätter in gehobenem Zustand dicht um die am Ende des Triebes befindliche Blüte; die umbegen sie wie eine Garde und lassen feinen Angreifer an sie heran.

Der Schutzwed ist unverkennbar, und das ist etwas ganz neues und höchst merkwürdiges im Pflanzenreich.

Dadurch unterscheidet sich Biophytum auch von der ähnlich reiz baren Mimose. Diese pflegt auf Verlegung eines ihrer Fieder­blättchen mit dem Zusammenklappen der ganzen Blattfieder zu ant­worten. Dabei senkt sich der gemeinsame Blütenstiel; die Be­wegung pflanzt sich auch hier fort, so daß ein stark verlegter Mimosenstrauch einen trauernden", eigentümlich sparrigen Ein bruck macht. Es ist sehr schwer, den Sinn dieser Ge deuten und die Ansicht, die am meisten Ans bärde" zu hänger gefunden hat und nach der mit dem Zusammenflappen ein Berscheuchen freßgieriger Insekten erreicht werden soll, erscheint wirklich als gefünftelt. Dagegen ist der große Nuzen, der aus den Bewegungen der neuen Sumpfpflanze für sie resultiert, ohne weiteres einleuchtend. Die Blüte ist für jede Pflanze das kostbarste; zu ihrem Schuh find im ganzen Pflanzenreich vielerlei Anpassungen auf­geboten. Die merkwürdigste von ihnen aber dürfte diese rührende Schußbewegung sein, die sehr beredt zugunsten der modernen Ansicht

Eine Frage, die oft erörtert und ebenso oft falsch beurteilt wird, ist der Zusammenhang mit Erkältungen mit Durchfa II­erscheinungen. Manche Leute schwören darauf, daß ein solcher besteht, während er von den Aerzten im allgemeinen ge leugnet wird. Dr. Mell hat einen interessanten Fall beobachtet, in dem der Beweis für die Verursachung von Durchfall durch Er- von einem Innenleben der Pflanze spricht. fältung geliefert werden konnte. Der betreffende Patient war,

Verantw. Redakteur: Alfred Wielepp, Neukölln. Drud u. Berlag: Borwärts Buchdruckerei u.Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.

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