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Königs über den gegenwärtigen Stand des Buchdruckerstreits| standes abgelehnt, ebenso ein Eventualantrag deffelben, den Ver- 18. Bezirk trieben, sowie auf den Bauernfang, dessen sich die frei referirte. Darauf wurde ein Antrag einstimmig angenommen, ein aufzulösen, aber zu Gunsten der von Mohrbach 2c. vertretenen sinnigen Vertrauensleute durch das Annonciren einer ihrer Ver durch welchen der Vorstand beauftragt ist, die Buchdrucker zu Anschauungen. Zur Annahme gelangte mit großer Majorität fammlungen im Vorwärts", welches nur darauf berechnet ge unterstützen, soweit die Kassenverhältnisse dieses gestatten. An ein Antrag Schneider: Die Versammlung erklärt, daß sie auf wesen sei, unsern Genossen Sand in die Augen zu streuen, Stelle eines ausscheidenden Vorstandsmitgliedes wählte man den früheren Beschlüssen beharrt, daß der Fachverein als solcher schuldig gemacht hätten. Da nun über diese freisinnige Versammlung Herrn F. Ott zum Kontrolleur, ferner in die Arbeitsnachweis- beſtehen bleibt und die anderen Vereine sich aufzulösen haben, die Boff 3tg." und das Berl. Tagebl." tendenziös entstellte Berichte Kommission Herrn, W. Piehl. Es wurde noch mitgetheilt, daß da der Fachverein alle Branchen umfaßt." In einem anderen gebracht haben, nahm der Redner Veranlassung, zu erklären, daß am ersten Weihnachtsfeiertag im Versammlungslokal Weihnachtsvergnügen für Mitglieder stattfindet und der nächste 10 Stimmen dagegen, daß die Freie Vereinigung" in den Ber- weil sie im Vorwärts" annoncirt war, sondern weil sie es ein Beschluß protestirt die Versammlung mit allen gegen ca. Die Sozialdemokraten jene Versammlung nicht deshalb verließen, Maskenball am 23. Januar 1892 in der Brauerei Friedrichs- band aufgenommen wird. Ein weiterer angenommener Antrag unter ihrer Würde hielten, mit Vertretern einer Partei zu unter hain abgehalten wird. Die nächste Versammlung findet am erklärt sich mit dem Vorgehen des Vorstandes in diesen Fragen handeln, welche Wahlbeeinflussung und Bauernfang betreibe, 12. Januar statt. einverstanden und spricht den Personen ihre Mißbilligung aus, denn nur auf Letteren sei die Annonce berechnet gewesen. Die welche es unternommen haben, den Vorstand in der öffentlichen Genossen würden beweisen, daß keiner der beiden Kandidaten das Meinung herabzusehen. Vertrauen der Arbeiter besitzt; nur die allergrößten Kälber wählten ihren Metzger selber.( Bravo.) In der Diskussion

Der Fachverein der in Buchbindereien und verwandten Betrieben beschäftigten Arbeiter hielt am 14. b. M. eine sehr gut besuchte außerordentliche Generalversammlung ab, in welcher Der Verein der gewerblichen Hilfsarbeiter für ergriffen die Herren Dr. Muncthan und Dambrowski das als wichtigster Punkt auf der Tagesordnung stand:" Bericht des Berlin und Umgegend bewilligte in seiner legten Ver: Wort, Ersterer dem Referenten darin beipflichtend, daß die Vorstandes über die Verhandlungen mit den Branchen betreffs fammlung dem gemaßregelten Kollegen Herrn Adolf Tha! Annonce Bauernfang größter Art gewesen sei, aber versichernd, Herbeiführung einer Vereinigung und Stellungnahme zu den einstimmig 20 M. Unterstützung und beschloß im Weiteren, daß daß die Schuld nur den betreffenden Vertrauensmann( Heimann) selben." Herr Marwig nahm hierzu das Wort und wies, das Familienfest in zwei Lokalen( Norden und Südost) an einem treffe. nachdem er einen Ueberblick über die Verhandlungen gegeben und demselben Tage und zwar am dritten Weihnachtsfeiertage Kollegen Dambrowski eine Lanze für den wahren Jm Uebrigen versuchte er, Redner, gleich seinem hatte, welche im letzten Jahre über ein Zusammengehen der ver- abgehalten werden soll. Der Ueberschuß dieses Festes wird den Fortschrittler und Demokraten Vortmann zu brechen, wandten Branchen( Album-, Karton, Kartonpapier, Leder: Kollegen Steinmetz und Adolf Thal überwiesen. Das Fest welcher im rothen Hause stets wahre Arbeiterfreundlichkeit Arbeiter 2c.) gepflogen wurden, darauf hin, daß die Freie Ver- fomitee bilden für den Norden die Herren Rudolf Wendt, bewiesen habe. Herr Dam browsti meinte, man müsse einigung der in der Papier- Industrie beschäftigten Ar- Wilhelm Arndt , Paul Neumann, für den S dosten die Herren bei politischen Aktionen die Vernunft reden lassen, und von zwei beiter und Arbeiterinnen beschlossen hat, sich mit dem F. Solisch, Busch, Böland. Die Versammlung faßte noch ein- Uebeln das fleinste wählen, und das sei entschieden Herr Bort 1. Januar ebenfalls dem Verbande anzuschließen. Hier- stimmig den Beschluß, die streikenden Buchdrucker materiell zu mann. Beiden Rednern wurde durch die Herren Antrict, Bartsch, durch sei man gezwungen worden, neue Verhandlungen unterstützen, da deren Forderung eine gerechte ist, und ging dann Kleinert, Jensch, König und Silberschmidt die gebührende Ant zur eventuellen Herbeiführung einer allgemeinen Vereinigung mit einem Hoch auf die Arbeiterbewegung auseinander. für Berlin einzuleiten. Das Resultat dieser Verhandlungen ist wort zu Theil; unter Anderem bedeutete man ihnen, daß unser Darauf gelangte folgender Antrag gegen zwei Stimmen zur An Kampf nicht gegen Personen, sondern gegen Prinzipien gerichtet ist. nahme:

versammlung erklärt: den Beschluß des Zentral- Wahlkomitees " Die heute im Königshof" tagende öffentliche Volks betreffs der Stichwahlen zu dem ihrigen zu machen." schwerden über Wahlbeeinflussungen u. f. w. an H. Werner, Im Verschiedenen gab der Vorsitzende bekannt, daß alle Be­Bülowstr. 64, Hof 3 Tr., zu richten sind. Darauf wurde die Versammlung mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie ge

schlossen.

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ein Beschluß der verschiedenen Vorstände, auf eine Auflösung der Ueber Malthusianismus und Materialismns sprach betreffenden Vereinigungen zu Gunsten einer neuen allgemeinen dieser Tage Herr Bruhns im Fachverein der Vereinigung aller verwandten Branchen mit Arbeiterinnen hin- Tischler des Westens und Südwesten 3. Die zuwirken, die dem Verbande anzugehören haben. Der Vorstand Versammlung nahm den Vortrag mit Beifall auf und lege darum dem Fachverein einen in diesem Sinne gehaltenen beschloß dann, der Generalversammlung folgende Herren Antrag vor. Nur die Vereinigung der in Buchbindereien und zur Bestätigung vorzuschlagen; Herrn 3wanzig als Bevoll in verwandten Betrieben thätigen Arbeiterinnen sträube sich gegen mächtigten, die Herren Kühn und Schäfer als Mitglieder der eine solche Organisation wie die angeregte. Werkstatt- Kontrollkommiffion für die Potsdamer Vorstadt; für An der sehr lebhaft geführten Diskussion betheiligten sich die den Bezirk des Halleschen Thores fand sich kein Kandidat. Zum Herren Mohrbach, Paul Schneider, Jost, Riese, Schluß wurde vom Leiter der Versammlung, Herrn Hinz, auf , Wietrisch, Wibker, Siegrist, Bergmann, die bevorstehende Wahl der Telegirten zur Ortstrantenkaffe auf­Philipp Schmitt( Buchdrucker) und Lent. Die perren merksam gemacht und alle zielbewußten Kollegen zur regen Theil- Im Sozialdemokratischen Wahlverein für ben Schneider, Jost, Riese und Lent waren sowohl gegen nahme an derselben ersucht. 3. Reichstags- Wahlkreis sprach am Dienstag Abend eine Auflösung des Fachgereins zu Gunsten einer neuen Ver­Herr Henning über das Thema" Die Politik im Verhältniß einigung, wie auch dagegen, daß die Arbeiterinnen mit den Ar- Komitee für den Osten Berlins hielt am Sonntag eine im Diskussion bemerkte Herr Jahn, der Referent habe in seinem Das neugegründete Sozialdemokratische Agitations zum menschlichen Recht und zur menschlichen Freiheit". In der beitern zusammen organisirt werden. Ihre Ansicht, welche haupt­sächlich durch Schneider vertreten wurde, war die, daß ja der posante Versammlung für Männer und Frauen ab. Diefelbe bot Vortrage nicht genug betont, daß das Recht weiter nichts als Fachverein alle verwandten Branchen seinem Titel gemäß in sich ein Referat Theodor Mehner's über das zeitgemäße Thema: eine Machtsrage ist, und überhaupt für eine sozialdemokratische schließe, daß er mehr als einmal beschlossen, daß alle Arbeiter" Gleiches Recht für Alle." Der Redner erntete für seine treffenden Versammlung viel zu lag gesprochen. Im weitern Verlaufe der der verwandten Branchen sich ihm anzuschließen hätten, und Ausführungen großen Beifall. Unter Anderem rügte er das Ver- Versammlung theilte der Vorsitzende das Resultat der beiden ferner, daß. die anderen Vereinigungen, wollten sie eine allgemeine fahren gewisser Beamter, welche die Wirthe veranlassen, ihre Kommunal- Stichwahlen mit, bei welchen unsere Partei betheiligt Verbindung herbeiführen, sich zu seinen Gunsten auflösen sollten. famen zwei Refolutionen zur Annahme, in deren einer aufs nach- Jubel hervor. Im Uebrigen wurde noch bemerkt, daß am ersten Lokale der Sozialdemokratie zu verweigern. Nach dem Vortrage war, und rief die Mittheilung von dem Siege Dr. Zadek's großen Der Verein habe auch seinen Standpunkt in Bezug auf die drücklichste aufgefordert wurde, nur Wirkwaaren zu kaufen, welche Feiertage Abends der Wahlverein in Kösche's Salon in der Arbeiterinnen- Organisation öfters in Beschlüssen niedergelegt, die befannte Rontrollmarke tragen, während in der zweiten Re- Fichtestr. 29, ein Bergnügen feiert. Am 17. Januar findet das welche gegen ein Heranziehen der Arbeiterinnen zum Fachverein folution die Versammlung sich mit den Ausführungen Mehner's Stiftungsfest statt; Genossen, die mitwirken wollen, tönnen sich sprächen. Der Vorstand hätte sich diesen Beschlüssen einfach einverstanden und insbesondere dafür erklärte, daß nur durch die bei Genossen Apert melden. Mit einem Hoch auf die Sozial unterordnen inüssen. Um dieser Beschlüsse willen sei eine Dis fussion über die Angelegenheit eigentlich gar nicht nothwendig. buktion gleiches Recht für Alle geschaffen werden kann, und sich Umwandlung der privatkapitalistischen in die sozialistische Pro- demokratie ging die Versammlung auseinander. Die Herren Siegrist und Wibker vertraten den Standpunkt des Vorstandes und wandten sich hauptsächlich gegen die Behaup= 3u dem Behufe alle Anivesenden der Sozialdemokratie anschließen tung, daß die Frauen sich ihres geringeren Wissens halber erst auf die Sozialdemokratie geschlossen wurde, folgte ein gemüth­würden. Der Versammlung, welche mit einem begeisternden Hoch für sich organisiren sollten und daß sie überhaupt erst zeigen müßten, liches Beisammensein, das auch eines flotten Tänzchens nicht er­daß sie etwas leisten können. Es sei besser, die Frauen wären mit den männlichen Berufsgenossen zusammen vereinigt. mangelte. Daß sie diese brauchen, zeige der Umstand, daß im Vorstande Eine öffentliche Volksversammlung tagte am 13. Dezember des Arbeiterinnen- Vereins Männer als Beirath fungirten. Unter im Königshof mit der Tagesordnung: Unsere Stellung zu der fich feien sie auch nicht, da ihren Versammlungen immer Männer am 15. 5. M. im 8. Kommunal- Wahlbezirk stattfindenden Stich­beiwohnten. Gegen ihren Anschluß an einen neuen allgemeinen wahl. Herr Antric legte in flaren Ausführungen das Ver­Verbandsverein spräche auch das Vereinsgesetz nicht; dieses sei halten der Bürger- sowie der freisinnigen Partei dar und tabelte unter Umständen einem Verbandsverein ohne Frauen ebenso die Handlungen derselben in scharfer Weise. Unsere Stellung zu unhold, wie einem Arbeiterinnen- Verein. Die Herren Mohr dieser Stichwahl in diesem Bezirk sei im Beschluß des Zentral- P. M., Nixdorf. Ihr Bruder fann, da sein Vergehen bach, Bergmann und Haß sprachen für die Auflösung zu Wahlkomitees zu den Stichwahlen gegeben( strikte Gunsten eines anderen Verbandsvereins, dem aber nur männliche enthaltung); wir hätten uns auf den Boden des Klassentampfes wenn er inzwischen das amerikanische Bürgerrecht erworben hat. Stimm noch nicht verjährt ist, nur dann hier herzukommen riskiren, Personen angehören dürften; die weiblichen müßten sich dem zu stellen, alle anderen Parteien feien uns gegenüber eine real- Andernfalls würde er verhaftet werden; eine Art Dispensation, Verein der in Buchbindereien beschäftigten Arbeiterinnen anschließen. tionäre Masse.( Bravo.) Nedner wies dann auf die schamlosen um sich für kürzere oder längere Zeit hier aufzuhalten, giebt Bei der Abstimmung wurde der erst erwähnte Antrag des Vor- Wahlbeeinflussungen hin, welche die Fortschrittler gerade im es nicht.

Briefkaffen der Redaktion.

S., Düsseldorf . 1. Ein Vater kann für seine Kinder bis zu deren 14. Jahr deren Austritt aus der Kirche erklären; al dann brauchen dieselben feinen Religionsunterricht in der Schule oder sonst zu nehmen. 2. Nein.

A. W., Straße 30. Sie können gegen den Wirth auf Rückgabe der ihm, resp. den von ihm hierzu Angestellten über­gebenen Sachen event. Ersatz des Werthes Ilagen.

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Verlag des ,, Vorwärts", Berliner Volksblatt

Berlin SW., Beuthstr. 2.

Wir theilen den Parteigenossen mit, daß das

Protokoll

über die

Verhandlungen des Parteitages der Sozialdemokrat. Partei Deutschlands ,

abgehalten zu Erfurt vom 14.- 20. Oftober 1891, Ende dieser Woche zur allgemeinen Versendung gelangt, so daß

Zlontag, den 21, Dezember a. c.,

alle Besteller im Besitz ihrer Eremplare sind.

Die Ausgabe für Berlin erfolgt an demselben Tage. Gleichzeitig machen wir darauf aufmerksam, daß die erste von 25 000 Exemplaren

Auflage

durch die bisher vorliegenden Bestellungen vollständig erschöpft ist, ein Neudruck sich vor Ende Januar 1892 nicht bewerkstelligen läßt und erfolgen wird, sobald hinreichende Nachbestellungen eingehen.

Am Sonnabend, den 19. d. M., wird erscheinen und zum Preise von

20 Pfg. durch alle Buchhandlungen, sowie alle Rolporteure zu beziehen sein:

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Die fleine Schrift ist allen Genossen aufs Beste zu empfehlen. Be­sonders machen wir auch die Vereine, die diese interessante Arbeit für ihre Mitglieder beziehen wollen, darauf aufmerksam, daß sie bei Ent nahme größerer Posten bedeutende Preisermäßigung erhalten. Für Wiederverkäufer sowie in größeren Posten zu beziehen durch die Vorwärts- Buchhandlung und durch die Buchhandlung von Abel, Sebastianstr. 29. Maurer& Dimmick.

Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin . Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.