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fordern, da fie neueinstudiert sein wollen, nicht wenig Zeit und Mühe,[ zeit, um von Paris nach New York zu gelangen, etwa 97 Stunden aber fie lohnen sich schließlich auch, denn ein rechter Narr wird schneller betragen. bekannt und berühmt als ein Genie.
Ein anderer Vorschlag geht dahin, im Meere von 1000 zu 1000 Maurice Mahnal erzählt von einem jungen Mann, der, um sich Kilometer Schiffe zu stationieren, auf denen der Flieger Benzin bemerkbar zu machen, auf den Gedanken fam, im Knopfloch ständig einnehmen und sich erholen und erfrischen könnte. Eine solche Seise eine Blume zu tragen, und zwar immer diefelbe Blumenart; da dies im Flugzeug, die mit einem gewöhnlichen Apparat mit Schwimmern thm jedoch schließlich zu fostspielig wurde, entschloß er sich eines zurückgelegt werden könnte, würde 3 bis 4 Tage in Anspruch Tages die Naturblume durch eine feidene zu erfegen; und mit nehmen. Bei diesem Fluge ist der Flieger auf fünstliche Unterdiesem Rockschmud zeigt er fich in Paris seit vielen Jahren. ftüßungspunkte angewiesen, während er bei dem ersteren nur mit Er ist lächerlich, aber er ist auch bekannt; man zeigt mit Fingern den natürlichen rechnet. auf ihn, man macht sich über ihn lustig, aber man tennt ihn urd bas genügt ihm.
Ein Pariser Schauspieler wieder hat die Gewohnheit, feden bend, wenn er nach Hause kommt, mit seinem Spazierstod über einen blechernen Brieftasten, der im Erdgeschoß hängt, zu fahren; wenn er das einmal vergist, ist er imstande, die Treppen, die er bis zu seiner Wohnung hinaufflettern muß, noch einmal hinab zusteigen, nur um durch den Schlag auf den Brieflasten ble anberen Hausbewohner auf sein Nachhausekommen aufmerksam zu machen. Im ganzen Stadtteil fennt man den Schauspieler und seine fleine Manie"; auf der Bühne leistet er so gut wie nichts, aber die fleine Manie" hat ihn berühmt gemacht, und er trägt sein Narrentum mit edlem Anstand zur Schau.
llud wie anders als durch seine großartige Narrheit hätte jener Begetarier berühmt werden sollen, der, so oft einer seiner Gäste fich verabschiedet hat und gegangen ist, das Zimmer ausräuchern läßt, um nicht den„ Fleischfreffergeruch" riechen zu müssen! Nicht alle Marren fönnen zu solchem Suhme gelangen, und darum ist die Kunst, ein Narr zu fein, eine der schwierigsten aller Künste
Luftfahrt.
Technisches.
Sine Maschine zum Billenzählen. Ein deutscher Grfinder, Eduard Naumann, hat eine merkwürdige Maschine er funden, die in großen Fabriten für chemische und pharmazeutische waren dazu dienen soll, Billen, Tabletten und Arzenei mittel ähnlicher Form selbständig in ihre Behälter etuzu zählen. Man kann sich vorstellen, daß die Ausführung einer folchen Verrichtung mit der Hand verhältnismäßig mühsam und auch nicht zuverlässig genug ist. Die Drogen werden ohnehin weit über ihren Wert bezahlt, weil sie sich meistens eine weite Verbreitung nur durch eine ausgedehnte und kostspielige Reflame verschaffen können. Infolgebessen muß mit besonderer Strenge darauf gesehen werden, daß jede Verpackung die richtige Zahl von Stüden erhält. Eine Maschine arbeitet in dieser Hinsicht stets genauer als ein Mensch. Die Zählmaschine, die jest für derartige Zwecke erfunden wor ben ist, berlangt zur Bedienung immerhin noch zwei Personen und läßt sich beliebig für jede Größe der Pillen oder Tabletten einstellen. Der Antrieb geschieht elektrisch oder durch Transmission. Am oberen Teil werden die Stüde in großer Masse eingeschüttet und dann einzeln von einem Band übernommen. Bei Billen wird gleichzeitig der Ueberschuß an Pulver beseitigt, mit dem sie umgeben werden, um ein gegenseitiges Ankleben vor der völligen Trodnung zu verhindern. Alle Stüde , die eine erhebliche Abweichung in ber Form besigen, werden beim Durchgang durch die Maschine ange halten und ausgeschaltet. Die anderen nehmen einen zidzadförmi gen Weg bis zum eigentlichen Zählapparat, der hauptsächlich in einem Rab besteht. ber Dies Rad enthält soviel Vertiefungen, als von den betreffenden Arzneimitteln Stüde in eine Verpadung gelangen sollen. Damit nun nicht für jede Ware ein anderes Rad genommen zu werden braucht, lassen sich einige der Vertiefungen schließen, wodurch die Bahl herabgesetzt wird. Die an der unteren Seite der Maschine stehende Arbeiterin fängt bei einer Drehung des Nades immer ge nau die bestimmte Zahl von Pillen oder Tabletten in einem Bebälter auf. Aus diesem werden sie nachher in die endgültige Ber padung gebracht.
Der Flug über den Atlantischen Ozean . Seit bem die englische Beitung Daily Mail einen Preis für das Ueberfliegen des Atlantischen Ozeans ausgeschrieben hat, be. schäftigt die Frage der Möglichkeit dieses Fluges die Flieger und nicht minder die öffentliche Meinung. In der Zat, was noch vor einigen Jahren unmöglich schien, ist bon fühnen piloten der Luft unternommen worden: Flug über den Kanal, der Flug über das Mittelländische Vicer, Ser Flug über die Alpen und anderes. Kann man deshalb sagen: Der Flug über die Atlantik ist ein Ding der Unmöglichkeit? Die Flieger halten diesen Flug für möglich: der amerikanische Flieger Wanamaker ist mit den Vorbereitungen dazu beschäftigt; die Flug technifer halten das Unternehmen ebenfalls im Bereiche der Möglichkeit liegend: der Flugtechnifer Dumas sprach sich vor kurzem in einem Vortrage dafür aus. Hören wir, was er fagt.
Dumas ist, das soll vorausgeschickt werden, freilich der Meinung, daß feiner der gegenwärtigen Flugapparate ausreichend sei, ben Flug über den Ozean zu wagen. Sogar die Niesenflugmaschine bes Russen Sikorsky, der erst vor wenigen Tagen einen AchtzehnMinuten- Flug mit sechzehn Personen unternahm, hält Dumas für nicht geeignet.
Dumas erflärt: Der Flug über den Atlantischen Ozean ist möglich. Seine Verwirklichung ist eine rein technische Frage, näm lich eine Frage der Maschine, des Motors und der Fluglinie. Der Apparat muß beim Aufstieg eine Last von 9000 Kilo tragen fönnen. Seine Tragflächen berechnet er auf 450 Quadratmeter. Die Propeller würden 310 Pferdekräfte verlangen. Da aber 20 Proz. ber Motorleistungen verloren gingen, wären Motore mit 400 Pferdeträjten das Minimum.
Den Rotationsmotor hält Dumas wegen seines großen Benzinverbrauchs für nicht verwendbar. Der Rotationsmotor ist zwar bedeutend leichter. Aber dieser Vorteil wird aufgehoben durch die Tatsache, daß seine Betriebstätigkeit in 43 Stunden und 13 Minuten benselben Benzinverbrauch erfordert, wie ein stehender Motor in 68 Stunden. Der feststehende Motor wäre also vorzuziehen. Das Gesamtgewicht des Apparates berechnet sich also:
4 Motore mit 200 Pferdekräften Last für Benzin und Del usw.. Gewicht des Apparates
10 Personen zu je 70 Stilo
1680 Rils
.
•
.
4
4200
2420 700
In Summa 0000 stilo
Dumas glaubt, daß 10 Personen unbedingt notwendig, sind und zwar: 3 Piloten, 8 Mechaniker, 8 Führungsoffiziere und ein Kommandant. Die Flugmaschine müßte 44 Meter Flügelweite haben bei 8,50 Meter Tiefe der Flügel. Eine solche Maschine, felbstverständlich ein Doppeldecker, würde alle gegenwärtig bekannten Vorzüge in sich vereinigen können. Neuerungen müßten möglichst vermieden werden. Seine Teile hätten zum größten Teile aus Metall zu bestehen.
Nach den bisherigen Erfahrungen fönnen in einem Arbeitstag von 7 Stunden durch zwei Arbeiterinnen etwa 200 000 Billen oder Tabletten verpadt werden.
Astronomisches.
alle Schnelligkeitsrekorde find geschlagen worden. Die Rennbahn, Der Andromedanebel auf der Wanderschaft. auf der dieses sportliche Ereignis" vor sich geht, ist der himmlische berung begriffen sind, und der Nebelfled der Andromeda ist es, Planetodrom", wo die funkelnden Sterne dauernd auf der Wan der nach neueren Feststellungen die größte Schnelligkeit, die je von einem materiellen Gegenstande erreicht worden ist, erzielt: wandert er doch mit einer Geschwindigkeit von 300 Kilometer in der Se Kilometer in der Stunde, zur Erde. Wenn man bedenkt, daß dieser funde, d. h. mit einer Geschwindigkeit von mehr als 1 Million Nebelfled am Himmel eine Fläche einnimmt, die Hunderte von Millionen mal größer ist als die des gesamten Sonnensystems, und daß er mit jener Schnelligkeit faum zwanzig Minuten brauchte, um die Entfernung, die uns vom Monde trennt, zurüdzulegen, und veniger als eine Woche, um die Entfernung, die uns von ber Sonne trennt, au durchlaufen, könnte einen der Gedanke an die Gefahren eines Zusammenstoßes grufeln machen. Die furcht samen Gemüter", schreibt Charles Nordmann , Astronom am Pariser Obfervatorium, mögen sich aber beruhigen: der Nebelfled bez Andromeda ist so weit von uns entfernt, daß er trotz seiner grauenerregenden Schnelligkeit Tausende von Jahrhunderten brauchen würde, um bis zu uns zu gelangen; und außerdem ist diefer Nebelstoff so fein und dünn, daß unsere Ururentel in ferner Zukunft durch ihn wahrscheinlich ebensoivenig belästigt werden dürften, wie wir es vor etlichen Jahren durch den Zusammenstoß mit dem Hallenschen Kometen wurden.
Die 1 080 000 Kilometer, die der Andromedanebel in der Stunde zurfidlegt, übertreffen alle Geschwindigkeitsmöglichkeiten, die bis. her festgestellt worden sind. Bis jest galt als der schnellste Stern der Stern.m" in der Kassiopeia; seine Radialgeschwindigkeit be Bei Fluglinien find ins Auge zu fassen: Die Nordlinie von trägt jedoch nur" 300 000 Stilometer in der Stunde. Und was sind Irland nach Nenfundland und die Südlinie von den Azoren nach daneben gar die armseligen 100 000 Kilometer in der Stunde, die Neufundland . Die giveite Linie scheint Dumas die bessere. Die bie Erde auf ihrem Marsch um die Sonne zurüdlegt! Und nun wahrscheinliche Flugbauer auf ihr würde betragen: von Paris nach gar erst die Schnelligkeiten, die von Mensch und Tier erreicht Angra auf den Azoren 84 Stunden, von Angra nach Neufundland werden: die 85 Kilometer in der Stunde, die der schnellste Schnell. 31 Stunden und von St. Jean auf Neufundland nach New York läufer zutvege bringt, die 200 Kilometer in der Stunde, die mit den 22 Stunden. Mit den nötigen Aufenthalten zur Erholung und rafchesten elektrischen Lokomotiven oder Aeroplanen erzielt werden Restaurierung, im ganzen elva 10 Stunden, würde die Gesamt- fönnen!
Berantw. Redakteur: Alfred Wielevy, Neufölin. Drud u. Verlag: Vortvörte Buchdruderei u.Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.
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