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wegung des Bachstums von Unternehmungs- Kapital and Gewinn. Stellen wir die Banken voran. Es betrug

Unternehmung fapital

Jahr

Millionen Mark

1895

3441,85

1896

3678,40

1897

3959,06

1898

1899

4268,86

.4611,22

I. Banten .

Unternehmungs. gewinn in

Proz.

7,88

7,63

7,57

8,02

8,74

280,66

309,80

342,36

403,02

IV. Zertilindustric. Unternehmungs­

Summe des

"

Ueberraschend ist die Rentabilität in der Textilindustrie. Trotz| als daß sie umgekehrt den Unternehmungsgewinn zu hoch berechnen der Krise, die während der letzten Jahre dieses Gewerbe heimsuchte, würde. Ehe wir uns der praktischen Schlußfolgerung aus den von war der Unternehmungsgewinn verhältnismäßig hoch, wenn auch die uns gefundenen Resultaten zuwenden, möchten wir dieselben an der Summe des Unter- ungünstige Zeit sich in einem Rückgange der Erträgnisse zur Genüge Hand der vom Internationalen Volkswirt" gegebenen Einkommens­nehmungsgewinns wiederspiegelt. Die Annahme, daß die Fabrikanten es verstanden schätzung für das Jahr 1898 tontrollieren. Nach dieser Schäßung be: Millionen Mark haben, die Ungunst der Konjunktur möglichst von sich abzuwälzen, wird trug das Einkommen aus Industrie, Bergbau, Handel und Transports 236,55 durch unsre Berechnung stark bekräftigt. Indessen mag zugegeben werden, wesen im Jahre 1898 14 170 000 000 m. In dieser Summe sind ebensowohl daß namentlich viele private Großbetriebe der Textilindustrie, und manche die Arbeiterlöhne enthalten als der Unternehmungsgewinn, außerdem einzelnen Branchen weit unter dem Durchschnitt. der bei der Gesamt- noch eine Reihe von Einkommenskategorien, die hier nicht weiter zu berechnung sich ergiebt, zu stehen kommen. Wir erhalten für die berücksichtigen sind. Für das Jahr 1898 haben wir einen Unter­Textilindustrie folgende Aufstellung: nehmungsgewinn von 2074,39 Mill. M. berechnet. Der Unter= nehmungsgewinn aus der Großproduktion würde danach 14,04 Proz. des Gesamteinkommens betragen, ein Resultat, das auf alle Fälle Internehmungs nicht zu hoch gegriffen sein dürfte. Anhangsweise muß das Zinseinkommen der Besizer ausländischer gewinns Millionen Markerte noch angezogen werden, das für die Aufbringung der Geld­176,77 mittel zu Flottenzwecken besonders in Betracht kommt." Wir haben 184,82 den Befig an solchen Werten nach Schäßungen von Sachverständigen 149,22 auf mindestens 10 Milliarden im Jahre 1895 angenommen. Heute 153,76 dürfte er aber rund 12 Milliarden betragen, so daß die jährliche 188,10 Zunahme von 1895 auf 1899 500 Millionen Mark beträgt. Rechnen wir die diesjährigen Zinsen nur mit 5 Proz., so ergeben sich für Andre Gewerbszweige haben sich weniger günstig rentiert; so Unternehmungsgewinne und Zinseinkommen aus ausländischen Werken hat namentlich auch das Baugewerbe während der letzten Jahre in den Jahren 1895/1899 folgende Summen: kaum den Nugen abgeworfen, den man vermuten könnte. Zu den ganz besonders hoch rentierenden Industriezweigen gehört indeffen auch noch die chemische Industrie.

Unternehmungs­gewinn

tapital Millionen Mark

in Prozenten

1895

9

1977,27

8,94

1896

2154,04

8,58

1897

2338,86

6,38

1898

2488,08

D

1899

2641,84

6,18 7,12

Die Vermutung, daß gerade die Banken während der letzten Jahre besonders hohe Unternehmungsgewinne zu verzeichnen gehabt hätten, trifft im allgemeinen nicht zit. Am meisten dürften von der Jahr aufsteigenden Konjunktur die Kohlen- und Hüttenwerte gewonnen haben, die ja auch ganz besonders an dem Zustandekommen der Flottenvorlage geschäftlich interessiert sind. Die Steigerung des Unter­nehmungsgewinns ist hier eine ganz gewaltige, wie nachfolgende Tabelle zeigt: II. Bergbau und Hütten: Unternehmungs- Unternehmungs- Summe des Unters fapital gewinn nehmungsgewinns Millionen Mark

Jahr

1895

1896

Millionen M. in Prozenten

2 274,26

. 2419,81

1897. 2 630,09 1898. 2.893,10 1899.. 3 227,83

6,40

8,69

10,00

11,57

13,71

145,55 210,28

263,01

334,73 442,53

Die enorme Steigerung von 145,55 Millionen im Jahre 1895 auf 442,53 Millionen im Jahre 1899 oder von 6,4 auf 13,71 Proz. fällt noch mehr in die Augen, wenn man die Rentabilität der vor­hergehenden fünf Jahre zum Vergleich mit heranzieht. Sie betrug nämlich bei merkbar kleinerem Unternehmungskapital: 1890 10,96 Proz. 1891 9,63 1892 6,88

O

ג

0

"

1893

5,14 Proz.

1894

5,26

"

Im Jahrfünft 1890/94 war der jährliche Durchschnitt der Dividendenziffer 7,57, im Jahrfünft 1895/99 aber 10,07, also 2,5 Proz. mehr pro Jahr. Diese Steigerung der Dividenden wirft nebenbei auch ein überaus bezeichnendes Licht auf die Haltung der Zechenverwaltungen ihren Arbeitern gegenüber, die gerade gegen wärtig mit Forderungen an sie herantreten. Eine gleichfalls starke Rentabilität hat die Maschinenindustrie 1895/99 zu verzeichnen. In ihr steckt auch das Unternehmungsfapital im Schiffsbau, das sich in den letzten Jahren ganz gewaltig vermehrt hat und nach der Be­gründung der Flottenvorlage sich auf 500 Millionen Mark beziffern dürfte. Aus der Tabelle ist das Wachstum crsichtbar.

III. Maschinen, Werkzeuge, Schiffbau. Unternehmunge Unternehmungs- Summe des luter­tapital gewinn nehmungsgewinns Millionen Mart in Prozenten Millionen Mark 131,30 163,39

Jahr

1895

1652,81

7,95

1896

1784,11

9,27

1897

1947,50

10,65

1898 1899

2154,91

10,36

2378,16

10,59

207,41 223,25 251,84

Arbeiterinnenbewegung in Böhmen .

13

1895 1896

1897

1898

1899

.

1746,39 Millionen Mark 2039,34 2493,81 2649,39 : 2889,77

11

"

"

"

"

oder in fünf Jahren ein Gesamteinkommen( Unternehmungseinkommen und Einkommen aus ausländischen Werten) von 11 818,70 Millionen oder pro Jahr 2363,74 Millionen Mark.

Die vier aufgeführten Industriegruppen zeigen nicht mir eine jährlich stark zunehmende Dividendenziffer; sondern auch, und das ist für die Zunahme des Unternehmungsgervinus fast gleich wichtig, eine überaus starte Zunahme des Unternehmungskapitals, für das Unternehmungsgewinn herausgewirtschaftet werden will. Gerade die aufgeführten vier Gruppen werden in der Begründung der Flotten­vorlage als diejenigen Industriezweige bezeichnet, die an der Das ist nunmehr unsres Erachtens dasjenige Einkommen, das sogenannten Offenhaltung der Eee besonders start interessiert sind; nach der Lage unsrer heutigen wirtschaftlichen Organisation für die selbst die Kohlenbergwerfe kann man insofern zu dieser Gruppe Aufbringung der Mittel der Flottenvorlage zunächst in Betracht Wie leicht könnte diese Gewinnfumme von rechnen, als sie wenigstens indirekt große Vorteile haben. Das kommen würde. gleiche, starfe Zunahme von Kapital und Gewinn zeigt aber endlich 2363,74 Millionen Mark für die Zwecke der Flotte eine Ver­die Generalaufstellung selbst, die sich auf die gesamte Großproduktion ringerung von 100 Millionen Mark pro Jahr erfahren? Ein solcher Deutschlands bezieht und in Tabelle V wiedergegeben wird. Abzug würde doch nur 4,23 Proz. des gesamten Unternehmungs­V. General Aufstellung. gewinns betragen. Was würde eine solche Verminderung von 100 Millionen Mark für eine Wirkung auf den Unternehmungs kapital i. d. Großproduktion Gesamtes Unternehmungs- Unternehmungs. Summe d. Unter- gewin in den letzten fünf Jahren gehabt haben? Wir zichen dabei nehmungs- Gew. nur den Unternehmungsgewinn, nicht das Einkommen aus ans­Millionen Mark ländischen Werten in Betracht. Das Unternehmungskapital hätte sich verzinst:

Jahr

1895 1896 1897

Millionen Mark

19 815,42

0

21 061,81

22 576,15

24 519,96

26 594,35

1898 1899.:.

gewinn in Proz.

6,29

7,19

8,61

8,46

8,61

1246,39

1514,34

1943,81

2074,39

2289,77

im Jahre

statt mit

Proz.

nach Abzug von 100 Mill. Mark mit Proz.

aljo minus in Proz.

1895

6,29

5,78

0,51

.

1896

7,19

6,71

0,48

1897

8,61

8,16

0,45

1898

8,46

8,05

0,41

1899

8,61

8,23

0,38

Daß die auf Grund der Berliner Börsenwerte berechnete Renta­bilität der Aktiengesellschaften sich mit der Gesamtrentabilität jämt­licher deutscher Aktiengesellschaften ziemlich genau deckt, zeigt ein Vergleich mit der oben schon citierten Stentabilitätsberechnung sämtlicher Aktiengesellschaften, die für das Jahr 1896 im Handbuch der Staats- Das Unternehmungskapital würde danach nach Abzug von wissenschaften gegeben ist. Die Dividende sämtlicher Gesell- 100 will. M. jährlich immer noch eine Dividende zu verzeichnen ge­schaften betrug danach im genannten Jahre 7,50 Proz., während habt haben, die weit über die landesübliche Geldverzinsung hinausgeht nach unsrer Aufstellung sich 7,19 Broz. ergeben. Unfre und noch immer einen Gewinn darstellt, der im Vergleich zu dem Berechnung bleibt also eher noch hinter der Wirklichkeit etwas zurück, Unternehmungsrisiko ganz unverhältnismäßig hoch ist. r. C.

herrschend, die Frauen sind die Gehilfinnen ihrer Männer. den deutsch nationalen Unternehmern in Westböhmen Der Glasarbeiter= Fachverband legt der Aufklärung und mit Chikanen und Entlassungen bedroht werden; andren wieder Für die Fortschritte, welche die Arbeiterinnenbewegung in Organisierung der Frauen eine große Bedeutung bei. lind mit fehlt die Zeit, da sie oft bis 12 1hr nachts arbeiten müssen.( In Deftreich macht, ind die Arbeiterinnenkonferenzen, die im Verlaufe Recht! Die Frauen nehmen nämlich eine sehr wichtige Stellung in der Porzellan- und Teriilfabriken.) cines halben Jahres in verschiedenen Teilen Böhmens getagt haben, Glasindustrie Haida- Steinschönaus ein. Sie sind die Mittelspersonen Die Konferenz fegte zur Leitung der Agitation und Organisa ein unlengbarer Beweis. zwischen Arbeiter und Unternehmer. Die Männer arbeiten zu Hause tion unter den Arbeiterinnen Westböhmens ein Agitationss Den Anlat zur regeren Bethätigung der Frauen hat im allgemeinen und kommen fast nie mit ihren Auftraggebern in Berührung. Die fomitee ein, als dessen Korrespondentin die sehr umsichtige die erste socialdemokratische öffentliche Frauenkonferenz gegeben, die Frauen schließen die Arbeitsverträge ab; jie tragen das Arbeitsmaterial, rührige Genoffin Jobst bestimmt wurde. Die Vertrauens in April 1898 in Wien abgehalten wurde. Es hat sich zwar die die zum Malen bestimmte Porzellanware in oft centuerich wer'en personen der einzelnen Orte müssen dem Komitee alle zwei Monate Bewegung nicht überall im selben Umfang erhalten, wie sie nach der Körben auf dem Rücken nach Hause und liefern die fertige Ware einen Bericht über ihre Thätigkeit erstatten. In allen Orten find Frauenkonferenz eingesetzt hat, in vielen Orten aber wurden nicht wieder an den Unternehmer ab. Fabrikbesprechungen einzuberufen und Vertrauenspersonen zu wählen. zu unterschäßende Erfolge erzielt. Am lebhaftesten und erfolgreichsten Die Frauen arbeiten auch in den Werkstätten mit, bestimmte wo eine politische Lokal- oder Bezirksorganisation ist, soll den ist die Bewegung unter den Glasarbeiterinnen des Jfergebirges, des Handgriffe werden fast ausschließlich von ihnen gemacht. Ihre Genoffinnen das Recht eingeräumt werden, eine Genoffin als gleich Haida Steinschönauer Streifes und unter den Arbeiterinnen West- Sauptthätigkeit aber besteht darin, a sttier zu sein, indem berechtigtes Mitglied zu delegieren. böhmens. sie mit ihrer schweren Last über die hohen Verge der Weiter wünschen die Genossimen eine Vertretung im Kreis­Im sorgebirge bestehen 24 Ortsgruppen der keramischen Union, Steinschönauer Gegend keuchen. Schwangere Frauen sind davon ausschuß und in der Centralleitung der allgenteinen Gewerkschafts­in 16 davon jind Frauenfektionen in Thätigkeit. Die Frauenfeftionen nicht ausgenommen, wenn auch die Folge ein unheilbares vereine. haben eine eigene, Leitung und halten eigene Generalversammlungen Frauenleiden ist, das ihr ganzes fünftiges Leben verdirbt. Freilich, ab. Sie unterstehen zunächst den Ortsgruppen, in deren Ausschüssen die Unternehmer ersparen Pferde, die sonst die Ware wahrscheinlich fie fast überall vertreten sind. Die Mitglieder der Frauenjektionen den Arbeitern zuführen müßten, oder für welche Art des Transports nehmen auch an den Versammlungen der Ortsgruppen als gleich- man sich entscheiden würde, wenn die geduldigen zum Lasttier er­berechtigte Mitglieder teil und entienden eigene Delegierte zu den niedrigten Frauen nicht wären. Ortsgruppen- Konferenzen.

Außerdem ist jeden Monat eine Sektionsversammlung, die der theoretischen Ausbildung der Genossinnen dient. An die Vorträge und Vorlesungen schließen sich Diskussionen, an denen die Frauen regen Anteil nehmen. Statt des Fachblattes abonnieren die Orts­gruppen für die Mitglieder der Frauenjektionen die Arbeiterinnen Zeitung", die sich einer starken Verbreitung unter den Glas­arbeiterinnen erfreut.

Es ist für die Glasarbeiter dieses Industriebezirks sehr wichtig, daß die Frauen Energie und Widerstandskraft besigen; an den Frauen liegt es, die Preisdrückereien der Unternehmer nicht demütig hinzunehmen, fie müssen den Mut haben, jeder Lohn brüderei entgegenzutreten. Die Organisation giebt ihnen Wut und Festigkeit und verleiht ihnen erhöhtes Selbstbewußtsein.

Die Konferenz faßte den sehr wichtigen Beschluß, nur dort Orts­gruppen des Arbeiterinnenvereins zu grfinden, wo die Gewerkschafts­organisationen ihre Zustimmung geben.

=

Die Arbeiterinnen Zeitung" soll für die weiblichen Mitglieder der westböhmischen Organisationen obligatorisch eingeführt werden. Die Konferenz hat entschieden einen erfolgreichen Verlauf ge­noninen und sehr aufeuernd auf die Genojjinnen gewirkt. Das sieht man aus der Umsicht und dem Fleiß, den die Genossinnen seit der Konferenz bekunden. Einige Referentinnen sind aus der jungen westböhmischen Arbeiterinnenbewegung bereits hervorgegangen. Auch jetzt beim Bergarbeiterstreit arbeiten die Genosfinnen sehr brav und Es bestehen bereits eine ganze Anzahl Frauenjektionen, die mehrere westböhmische Rednerinnen halten zahlreiche Bersammlungen ähnlich arbeiten wie im Jiergebirge. Auch hier haben die Dis- zu Gunsten der Streifenden ab. Nachdem schon eine große Anzahl Settionen geschaffen waren, fussionen sehr erzieherisch gewirkt. Die Arbeiterinnen- Organisation Das Hauptziel aller Konferenzen ist, die Arbeiterinnen für die zeigte sich das Bedürfnis, eine Frauenkonferenz abzuhalten, um über in Haida- Steinschönau verfügt bereits über einige schr ge- gewerkschaftliche Organisation zu gewinnen; mit ebensolcher Be­eine einheitliche Thätigkeit der Sektionen zu beraten. Die Konferenz schulte, treffliche Rednerinnen, die nicht im eignen geisterung arbeiten sie aber für die Socialdemokratie und die Ge fand im Juni vorigen Jahres im Jiergebirge statt; es Ort agitatorisch thätig sind, sondern auch die andren nofsinnen streben danach, sich auch auf politischem Gebiete zu be= waren 12 Ortsgruppen durch Delegierte vertreten. Es wurde Orte bereisten. Auf Beranlassung des Fachverbands hat am thätigen. Außer den Konferenzen und der Agitation in Böhmen wird ein ganzes Arbeitsprogramm aufgestellt und ein Aktions- 6. Januar d. J. eine Konferenz der Sektionen getagt, die auch sonst in Oestreich ganz Anerkennenswertes für die Arbeiterinnen­Tomitee gewählt, dem die Gründung von Sektionen in den ein erfreuliches Bild von der Entwicklungsfähigkeit der Arbeiterinnen Bewegung geleistet, die Bewegung hat in den letzten zwei Jahren im all­einzelnen Ortsgruppen zugewiesen wurde. Den Sektionsleiterinnen bewegung gegeben hat. Die Konferenz war von 6 Sektionen durch gemeinen ganz hübsche Fortschritte gemacht: wie weit das in wurde die Berechtigung zuerkannt, an den Sigungen der Orts- 21 Delegierte beschickt. Als die nächste Aufgabe der Sektionen wurde dem Amvachsen der weiblichen Mitglieder in den Organisationen gruppenleitungen teilzunehmen, wo nicht bereits Frauen im Aus- die Organisierung der Arbeiterinnen in den zahlreichen Glas: zum Ausdruck kommt, wird ja die Statistik, die dem nächsten Ge schuß find. geschäften in Haida- Steinschönau bezeichnet. Diese Arbeiterimen, meist wertschaftskongres vorliegen wird, zeigen. junge Mädchen bekommen einen Arbeitslohu von 2,50 fl. bis 3,50 fl. wöchentlich.

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Auch wurden die Sektionen beauftragt, Besprechungen mit den Arbeiterinnen der einzelnen Orte abzuhalten, sowie die Agitation unter jenen Arbeiterinnen zu besorgen, welche noch nicht der Or: Die Gründung von Frauenjektionen in jenen Orten, wo solche ganisation augehören, und die Agitation unter den Arbeiterinnen noch nicht bestehen, soll von den Genossinnen als nächste Aufgabe überhaupt. betrachtet werden. Auch in diesen Sektionen ist die Arbeite Das Attionskomitee wählte eine Korrespondentin, welche Stelle rinnen 3eitung" eingeführt und erfreut sich eines großen bisher vor einer fehr waderen, opfermutigen Genossin, der Glasschleiferin| Leserkreises. Auch in diesem Organisationsgebiet sind seit dem Be­Aurelie Noth bekleidet wurde. Die Genossin hat eine ganz respettable stand der Frauenfektionen einige tüchtige rednerisch begabte Ge­Urbeit zu leisten, denn mit der Korrespondenz ist bei unsren Kor- nofsinnen thätig. respondentimmen nichts gethan, sie müssen auch Agitatorinnen und Organisatorinnen sein. Tagsüber heißt es in der Schleiferei fleißig arbeiten, abends Referate und Vorträge halten und den ver ichiedenen Sigungen beiwohnen. Da es im Gebirge teine Tramways giebt, so ist die Gebirgsagitation mit ebensovielen Gebirgstouren verbunden.

Sociale Rechtspflege.

Unfall auf dem Heimwege als Betriebsunfall. Der Arbeiter Worm, der an der Geleisanlage der Hannoverschen Straßenbahn gesellschaft Reparaturen ausgeführt hatte, wollte abends 6 Uhr einen elektrischen Zug benutzen, unt nach seinem Wohn orte Lehnik gut fahren. Bein Aufspringen rutschte cr aus und der Anhängewagen überfuhr ihn. Seinen Anspruch auf eine Die Arbeiterinnenkonferenz im größeren Stile hat im November Unfallrente lehnte die Straßenbahn- Berufsgenossenschaft mit der Bes 1899 in Falfenau a. d. Eger getagt. Diese Konferenz war von gründung ab, daß Unfälle, die auf dem Heimwege passierten, nich 25 Orten Westböhmens mit 40 Delegierten beschickt. Dieje Konferenz zu entschädigen seien. Das Echiedsgericht als Berufungsinstan beschränkte sich aber nicht auf eine Brauche, sondern umfaßte die erhob den Beweis und vernahm unter andern den Ingenieur Arbeiterinnen aller Kategorien und nannte sich: Socialdemoder die Arheiten geleitet hat. Dieser bekundete: Dic tratische Arbeiterinnentonferenz. Arbeiter aus Lchnig wurden auf Kosten der Straßenbahn- Gesellschaft Es wurde fleißig agitiert und organisiert, und schon nach drei Es waren Textil-, Tabat, Glas- und Porzellanarbeiterinnen und mit der Bahn nach Hause befördert, damit sie für die um 11 thr Monaten fonnte eine Konferenz der Frauenjektionen des Jfergebirges Handschuhnäherinnen vertreten; weiter allgemeine Gewerkschafts- beginnende Nachtschicht frischer sein sollten. Wegen der Nachtschich: stattfinden, wo über die erzielten Erfolge berichtet wurde und neuer vereine und der Arbeiterinnenverein Vorwärts für Westböhmen mit wurde die Arbeit statt um 7 Uhr schon um 6 Uhr beendet, trogdem Mut and nene Kraft für weitere Arbeiten geschöpft wurden. Nun- dem Sit in Asch. Genossin Jo b st, die umsichtige Arangenrin der Kon- follten die Leute auch den Lohn für die ausgefallene Stunde erhalten mehr halten die Frauenjektionen der Glasarbeiter Organisation ferenz, hat im Verein mit einem Komitee eifriger Genossinnen vor der Ohne eine solche Entschädigung wäre es schwer gewesen, Arbeite im Ziergebirge jedes Vierteljahr eine Konferenz ab. Es werden Sonferenz eine kleine Statistik veranstaltet. Es waren 100 Frage- für die Nachtschicht zu bekommen. Das Schiedsgericht erkannte mun auch Werkstätten- Angelegenheiten in den Sektionen besprochen und bogen verschickt worden, um die Anzahl der organisierten Ar- mehr zu Gunsten des Klägers und das Reichs- Ver mancher Erfolg ist ihnen schon zuzuschreiben. beiterinnen und den Absatz der Arbeiterinnen- Zeitung" zu erheben. iicherungsamt verwarf die Berufung der Berufsgenossenschaft, Besonderen Wert legen die intelligenten Genossinnen des Von den 100 ausgesandten Fragebogen sind 40 zurückgelangt, wo- indem es ausführte: Es handele sich hier nach dem Ergebnis Gebirges auf die Schaffung und Erhaltung guter sanitärer Zustände nach 1060 Arbeiterinnen organisiert sind. Davon entfallen 643 auf der Beweiserhebung zweifellos einen Betriebsunfall, in den Schleifereien und auf die Herabjegung der Arbeitszeit. den Arbeiterinnenverein mit seinen Ortsgruppen, 168 weibliche denn die Arbeiter feien im Interesse des Betriebs mit Wissen doch gerade die Glasschleiferinnen über die böse Wirkung Mitglieder gehören dem Tabatarbeiter Verein in Joachimsthal an, der elektrischen Straßenbahn nach ihrem Wohnorte befördert angesunder Werkstätten und einer langen Arbeitszeit zu erzählen. Die andern in der Statistik angeführten Arbeiterinnen verteilen sich worden. Anders lägen die Dinge, went W. nach Schluß der Wie wenige gesunde Frauen giebt es unter ihnen! Seit die Glas- auf die Seftionen der oben angeführten Branchen. Die Arbeite- Arbeit 7 Uhr die die Straßenbahn benut hätte, arbeiterinnen organisiert sind, ist ihr Geist ein andrer geworden. rinnenzeitung" wird von den 1060 Arbeiterinnen in 316 Exemplaren nach Hause zu fahren. Zu einem solchen Falle hätte die Heimfahrt Sie sind freier und mutiger geworden, und haben verstehen gelernt, abgenommen. Selbstverständlich sind in Westböhmen weit mehr Arbeite- lediglich im eignent wirtschaftlichen Interesse des Arbeiters gelegen. was sie zu fordern haben. rinnen organisiert, als die Statistit anführt, da ja von 100 angegebenen Darüber sei indessen hier nicht zu entscheiden. Aufs neue wird der Nach in den Ortsgruppen des Glasarbeiter Fachver- Fragebogen nur 40 beantwortet wurden. Allgemein wurde von den De Spott auf die Häupter derer heraufbeschworen, die an dem Arbeiter bandes für Haida Steinschönau besteht seit 1898 eine gierten betont, daß die Beiträge in den Gewerkschaften für die Arbeiterinnen das dummdreiste Verlangen stellen, daß er sich für eine Gesetzgebung lebhafte Bewegung für Frauenjektionen. Die Verhältnisse sind hier zu hohe find, daß eine Herabsetzung wünschenswert ist. Viele Ar- dankbar zeige, die die Gewährung der färglichen Unfallrente von ganz anders wie im fergebirge. Die Heimarbeit ist vorbeiterinnen schließen sich den Organisationen nicht an, weil sie von solchen Zufällen abhängig macht.

4

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