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Schluß 5 Uhr.

Gewerkschaftliches.

Berlin und Umgegend.

dem katholischen Kirchentum und dem gebildeten Laientum gesagt hat. I würden.( Bravo ! rechts und im Centrum.) Jh jeze also als Tages- Zum Kapitel der Ausverkäufe lieferte eine Verhandlung, die Er hat diesen Zustand als einen traurigen bezeichnet, und derselbe ordmung fest: zweite Lesung des Etats für die Einführung des gestern vor der Berufungs - Straffammer des Landgerichts 1 statt­Herr Schell sagt über Polizeigefege wie die lex Heinze Folgendes: Checkverkehrs im Reichs- Postgebiet. Zweite Lesung des Etats des fand, einen bemerkenswerten Beitrag. Die Kaufmanns- Ehefrau Geistige Mächte können weder durch Bolizeimaßregeln ferngehalten Reichs- Eisenbahnamis, des Reichs- Schazamts und Invalidenfonds. Bertha Lewin war wegen unlanteren Wettbewerbs vont noch überwunden werden. Das gilt twie einst für den Kulturkampf Die Sigung ist geschlossen. Schöffengericht zu einer Geldstrafe von 100 m. verurteilt worden. auch jetzt für die Kunst.( Sehr richtig! links.) Auch der Herr Kollege Ihr Ehemann war Inhaber eines Schuhwaren- Ladens in der Fenne Hertling hat in einer Broschüre jüngst darauf hingewiesen, daß die straße. Er geriet im Anfang des vorigen Jahrs in Konkurs. wissenschaftliche Forschung unter dem Ratholizismus sehr zu wünschen Run übernahm seine Ehefrau den Ausverkauf der vorhandenen übrig läßt. Er sagt ausdrücklich, daß in katholischen Kreisen eine Waren. Sie ließ ein großes Schild anbringen, wodurch dem Publikunt nicht selten ungenügende Wertschätzung der Wissenschaften herrscht". angezeigt wurde, daß der Verkauf der Konkurswaren zu herab­Wir können hinzufügen: auch eine ungenügende Wertschäzung der gesetzten Preisen stattfinde. Die Angeklagte soll einen bedeutenden Kunst. Das zeigt ihre ganze Haltung in der lex Heinze, in diesem Vom Gewerkschaftshaus. Wegen der bevorstehenden Ge- Zulauf gehabt und ihre in der Nachbarschaft wohnenden Konkurrenten ganzen Kampf, den wir jegt führen, nicht um Stimmung zu machen bändeabnahme werden die fonntäglichen gemeinsamen Besichtigungen sollen dadurch eine erhebliche Einbuße erlitten haben. Als dieselben für unsre Partei, sondern im Interesse der Kultur, der Kunst, des mit dem heutigen Tage eingestellt. Das Bureau des Gewerkschafts - in Erfahrung brachten, daß die Angeklagten die verkauften Waren socialen und geistigen Fortschritts. Ich glaube, daß unsere Aus- Hauses befindet sich von morgen ab nicht mehr Invalidenstraße 118, immer wieder durch nene ersetzten, machten sie dem Obermeister der einandersetzungen gestern und heute sehr viel dazu beitragen werden, sondern im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Das Bureau ist Schuhmacherinnung hiervon Anzeige, der bewirkte, daß die Polizei daß diese Bewegung gegen die lex Heinze, diese Kulturbewegung die vormittags von 9-12 Uhr geöffnet. das Plakat von dem Laden der Angeklagten entfernen ließ und daß weitesten Kreise des Volks ergreifen und dazu führen wird, daß gegen Frau Lewin obige Anklage erhoben wurde. dies Gesez, ein Gesetz zum Schuge perverser Empfindungen und Lohnbewegung der Tapezierer. Bis Sonnabendabend hatte sich fie bor dem Schöffengericht zugab, daß fie neue verkehrter Anschauungen, den Weg nimmt, den es gehen muß, den die Situation sehr zu Gunsten der Ausständigen gewendet. Bewilligt züge in bedeutendem Umfange gemacht und daß der an Weg zum Teufel.( Heiterkeit und Bravo ! links). haben nunmehr auch die Firmen Schröder, Schimming, Fort u. gebliche, Kontursmassen Ausverkauf" beinahe Kretschmar und einige kleinere Fabrikanten. Bemerkenswert ist, daß neun Monate gedauert hatte, hielt der Gerichtshof alle unmehr der Ring der Werkführer" durchbrochen ist, und auch der Thatbestandsmerkmale des§ 4 des Geseges in Betreff des unlauteren Die Verurteilte legte Berufung ein und Beschluß, keine Unterschrift zu geben, gefallen ist, indem die Firmen Wettbewerbes vorliegend. unterschrieben haben. Die Verbandsleitung. ließ durch ihren Verteidiger, Rechtsanwalt Neumann II, vor der zweiten Justanz eine Anzahl Einwände gegen das erstrichterliche Er­fenntnis erheben, die besonders darin gipfelten, daß die Angeklagte fich im guten Glauben befunden habe. Der Gerichtshof, der sich diesen Ausführungen nicht anschließen konnte, bestätigte dagegen das

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Abg. Richter( frf. Vp.):

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Deutsches Reich .

Wer in einer gegen die guten Sitten verstoßenden Weise einem andern vorsäglich Schaden zufügt, ist dem andern zum Ersatz des Schadens verpflichtet."

Herr Rechtsanwalt Westhaus hier ist Vertreter der Streikenden. Auf den Ausgang dieses für die Gesamt- Arbeiterschaft wichtigen Prozesses darf man gespannt sein. Der Streit steht nach wie vor günstig für die Metallarbeiter! Zuzug nach Düsseldorf fernhalten!

Ausland.

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erste Erkenntnis.

Da Be­

Wegen schwerer Kuppelet standen gestern der Musiker Emil Weinberg und dessen Ehefrau geb. Fenske vor der neunten Straf­tammer. Sie waren beschuldigt, dem unfittlichen Lebenswandel, dem sich ihre Tochter hingegeben, Vorschub geleistet und daraus Vorteile gezogen zu haben. Die Beweisaufnahme ergab die Schuld der beiden Angeklagten, die vom Gerichtshofe zu je einem Jahr drei Monaten Gefängnis verurteilt wurden.

Der Krieg.

Von neuen Zusammenstößen wird nichts gemeldet, und solche find fürs erste wohl auch nicht zu erwarten. Von Süden her find die Engländer jegt ebenfalls in den Oranje- Freistaat eingetreten und gehen langsam in der Richtung auf Bloemfontein vor. Eine englische Kavallerie- Abteilung ist, wie aus Bloemfontain

Bring Hohenlohe meinte, der Antrag Heine bezwede, durch eine Hinterthür den Groben Unfug- Paragraphen zu beseitigen. Es handelt sich aber hier nur um eine Beschränkung desselben, die durchaus not­wendig ist. Weit über die Kreise der Socialdemokratie hinaus, fast in allen Parteien hat sich längst die Ueberzeugung Die schwarzen Listen! Gegen den Firmeninhaber des Bahn gebrochen, daß die richterliche Praxis der Auslegung dieses Düsseldorfer Emaillierwerts, Dr. Elbers, haben Paragraphen weit über den Rahmen des Gesetzes hinausgeht. Die ca. 50 Metallarbeiter st I age erhoben beim Landgericht, weil Absicht des Gesetzgebers war, zu verhindern, daß jemand durch die Dr. E. fie auf schwarzen Listen verfehmt und ihnen vorsätzlich Schaden Erregung von Lärm oder ähnlichen Handlungen die öffentliche Ruhe zugefügt hat. Namentlich haben auch solche Arbeiter geklagt, die stört. Die Praxis der Gerichte hat daraus einen Paragraphen ge- von Dr. E. auf schwarzen Listen irrtümlicherweise" verfehmt worden macht, den man in Fällen anwendet, wo sonst kein andrer Baragraph sind und mit dem hiesigen Metallarbeiterstreit absolut gar nichts zu anwendbar ist.( Sehr richtig links.) Insbesondere ist der Paragraph thun hatten. Die Klage ist erhoben worden auf Grund des§ 826 mißbräuchlich gegenüber der Presse und im beschränkteren des Bürgerlichen Gesetzbuchs: Sinne auch gegenüber der Kunst angewandt worden. Dieser Antrag gehört auch durchaus zur Vorlage, die einfach heißt Aenderungen des Strafgesetzbuches"( Sehr richtig! links.) und es ist ein großer taktischer Fehler gewesen, daß wir nicht schon bisher die Gelegenheit benugt haben, Verbesserungen in das Gesetz zu bringen, das läßt sich aber bei den folgenden Para­graphen noch nachholen.( Sehr richtig! Heiterfeit links.) Ich fonstatiere mit Genugthuung, daß Prinz Hohenlohe dazu gekommen ist, gegen das Gesetz zu stimmen. Das fallt umjomehr ins Gewicht, je näher er den Regierungskreisen steht.( Heiterkeit.) Ich Der Ausstand der östreichischen Bergarbeiter. Im Aus­fann nur wünschen, daß sein Beispiel Nachfolge findet in den Streifen ſtandsgebiet herrscht fortgefegt eine große Erbitterung. An einigen der ihm politisch nahestehenden Rechten. Prinz Hohenlohe Orten ist es wieder zu Ausschreitungen gekommen. In Schazlar meinte, die einzige Wirkung des Gesetzes werde sein, ideal denkende kam es anläßlich der Entfernung ausständischer Arbeiter aus den gemeldet wird, von dort nördlich bis zum Modderriver vor­Streife der Socialdemokratie zuzuführen. Es giebt ein sehr einfaches Wohnungen der Gewerkschaft zu großen Demonstrationen, die von gedrungen, fand aber nirgends Anzeichen von der Anwesenheit feind­Mittel, um diese Wirkung abzuschwächen. Sie brauchen nur eine den Gendarmen zerstreut wurden. Wie in bürgerlichen Blättern be- licher Truppen. Die Brücke, die über den Modder- Fluß führt, ist Mittel, um diese Wirkung abzuschwächen. Sie brauchen nur eine richtet wird, soll der Arbeiterausschuß im Hinblick auf den Gesetz- unbeschädigt geblieben. ebenso zähe und hartnädige Opposition dieser Vorlage entgegen entwurf, der den Neunstundentag einführen will, die Aufnahme der zu stellen, wie die Socialdemokratie. In dem Maße, wie Sie selbst Arbeit empfohlen haben. Den aus England kommenden Nachrichten zufolge geht im ( nach rechts) fich dieser Opposition anschließen, werden Sie es ver Aus Prag wird unterm 17. März tele­hindern, daß die Kreise, die sich durch die Vorlage verlegt fühlen, der graphisch gemeldet: Nach den aus dem Ausstandsgebiet vor übrigen der englischen Heeresleitung alles uach Wunsch. Ju Erwiderung Socialdemokratie zugeführt werden.( Sehr richtig! Große Heiterfeit links.) liegenden Nachrichten veranstalteten in Starbiz die Streifenden auf die Proklamation des Feldmarschall Roberts haben sich, so wird Wir würden unsre ganze Vergangenheit verleugnen, wenn wir für Rundgebungen, wurden indessen von Militär und Gendarmerie aus Bloemfontein gemeldet, bisher 400 Freistaatboeren ergeben.- solche Bolizeiparagraphen eintreten würden und ihnen nicht die zerstreut; neun Personen wurden verhaftet. Die in Dug aus Der Gouverneur Brethman erließ eine Proklamation, in welcher er entschiedenste Opposition entgegenstellten.( Sehr richtig! links.) wir der Umgebung eintreffenden Arbeiterzuzüge wurden ebenfalls zer die Farmer auffordert, ihre Produkte auf den Markt zu bringen, find uns sehr wohl bewußt, daß die Mehrheit im stande ist, dies und bei Turn wurden fleinere Ausammlungen durch Gendarmerie forge getroffen, daß der bürgerliche Markt nach wie vor abgehalten streut, drei Berbaftungen wurden vorgenommen. In Zuckmantel um fie der Heeresverwaltung anzubieten; außerdem habe er Bor­Gesetz zur Verabschiedung zu bringen, aber wir verlangen, daß und Militär anseinandergetrieben und zwei Personen verhaftet. Vor diese Mehrheit dann auch präsent ist und für sich ein beschluß dem Walzwerkschacht in Buckmantel erschienen gestern 200 Streifende, werde. Die große Mehrheit der Freistaatboeren kehrt in ihre fähiges Haus bildet. Wenn, wie es scheint, jetzt schon die Wohnungen zurüd. Mehrheit entschieden abbröckelt, dann wird ja für einige Zeit bis forderten die Entlassung der Arbeitenden, zogen sich jedoch bei An­nach Ostern vielleicht der Gegenstand von der Tagesordnung ver- Auf den Schacht Antonia- Tiefbau" in Brüg ist die Arbeit wegen schwinden, dann aber ist weiteren Kreisen außerhalb des Reichstags Wassereinbruchs eingestellt. funft der Gendarmen zurück. Zwei Rädelsführer wurden festgenommen. die Gelegenheit gegeben, fich mit der Materie näher zu beschäftigen. Es kann allen Teilen erwünscht sein, daß man im Volfe zum Be wußtsein kommt, worum es sich bei dieser Gesetzesänderung handelt, denn in der Gesetzgebung soll sich das Rechtsbewußtsein des Volkes abspiegeln.( Lebhafter Beifall links.)

Hiermit schließt die Diskussion. Auf Antrag des Abg. Beckh- Koburg( frf. Wp.) ist die Ab­ftimmung eine namentliche. Beim Beginn des Namensaufrufs verläßt die gesamte Linke bis auf einige Mitglieder der freisinnigen Vereinigung, den Vice­präsidenten Schmidt und den Abg. Singer den Saal, um die Beschluß­unfähigkeit herbeizuführen.( Die Rechte ruft: Adieu, Adieu!) Präsident Graf Ballestrem:

Gerichts- Beitung.

Eine Depesche Lord Roberts

an das Kriegsamt, datiert aus Bloemfontein vom 16. März, besagt, daß Polecarem in Springfontein eingetroffen sei, so daß Bloemfontein jetzt thatsächlich in Bahnverbindung mit Kapstadt steht. Die Broklamation habe bereits eine auss gezeichnete Wirkung. Verschiedene hundert Burghers hättten

Beiter liegt folgende Meldung vor:

Der Resident und

Am 13. d. M. erklärte Bräsident Krüger den Oranje Frei­ staat als zur Südafrikanischen Republik gehörig. Die Antwort der deutschen Regierung.

Geh. Oberregierungsrat von Lenthe: Im Militärbefreiungs- Prozeß zu Elberfeld begann der die Absicht ausgesprochen, ihre Waffen auszuliefern und zu zweite Tag der Verhandlungen mit der Vernehmung derjenigen ihrer gewohnten Beschäftigung zurückzukehren. Im Namen der verbündeten Regierungen habe ich an Sie die Angeklagten und deren Väter, die sich mit Hilfe des verstorbenen Kommissar von Basutoland habe ferner gemeldet, daß in der letzten Bitte zu richten, den hier vorliegenden Antrag abzulehnen. Der Freimachers" Strudsberg von der Militärpflicht gedrüidt haben Beit Boeren von Bloemfontein dort angekommen feien, und Antrag hat mit den Dingen, die durch den hier vorliegenden Gesez- follen. Interessant ist der Fall des angeklagten Fuhrunternehmers und ebenso ein andres Kontingent aus Alival North, welche nur entwurf abgewendet werden sollen, gar feinen Zusammenhang. Friedrichs, der seinen Sohn von der Dienstpflicht zu befreien darauf warten, die Bedingungen der Proklamation tennen zu lernen, ( Lebhafte Rufe Oho! links.) Schon die Redaktion des vorliegenden gesucht hatte. Friedrichs bemerkt auf Befragen des Bräsidenten: um sich zu ergeben, und sich geweigert hätten, einer Ratsversamm­Antrags macht die Annahme und Einfügung desselben Angeklagte Berger fragte mich einmal, ob ich meinen Sohn vom lung in Kronstadt beizuwohnen, zu welcher sie von dem Präsidenten int das Gesetz unmöglich. Außerdem geht aber auch Militärdienst befreien wolle, er fönte mir dabei die Fassung selbst über das Bedürfnis zur Einschränkung des§ 360, 11 behilflich sein. Steijn berufen worden seien. Ich antwortete:' Das hat noch Zeit. hinans. Ich will hierbei aber offen der Meinung Ausdruck geben, Ginige Zeit darauf fragte mich Berger wieder, ob ich daß ich wie der Herr Staatssekretär des Reichs- Justizamits der An meinen Sohn vom Militärdienst befreien lassen wolle. Er erzählte ficht sind, daß die Gesegesbestimmung über den groben mir, daß er auch einen Mann, namens Garig, befreit habe. Auf Unfug von den Gerichten eine zu weit gehende Auslegung meine Frage, was dieser bezahlt habe, jagte Berger 4000 M. Und erfahren hat.( Hört hört! links.) Die Gelegenheit, dieser zu weit was wirde ich denn zu bezahlen haben? fragte ich. 3000 W. würde gehenden Auslegung einen Riegel vorzuschieben, ist aber hier nicht es wohl fosten, antwortete Berger. Ich versetzte: Das ist mir doch Daß die deutsche Regierung sich dem von den Boeren auss die richtige, das kann bei andrer Gelegenheit bewirkt werden. Wie zu viel, ich muß mir mein Geld sehr schiver verdienen. Berger gesprochenen Verlangen gegenüber, in England zu intervenieren, bekannt, liegt ja dem Hause bereits ein Juitiativantrag Munckel, der antwortete: er allein tönne es nicht machen, er werde an Struds - fehr zurückhaltend gezeigt hat, haben wir bereits mitgeteilt. diefelbe Richtung verfolgt, vor. Ich habe mich gefreut, daß der berg nach Köln schreiben, vielleicht mache dieser es auch billiger. Jezt wird der holländische Tert der Antwort an die Boeren bekannt. Abg. Prinz zu Hohenlohe hier der gleichen Ueberzeugung Ausdrud Ginige Tage darauf fagte mir Berger: Ich solle mit ihm nach Elber- Diese Antwort der deutschen Regierung auf das von den Regierungen gegeben hat. Dagegen bedaure ich, daß sich die Ansicht des feld zu Strudsberg fahren, der dort im Hotel Korbach wohne. Ich der jüdafrikanischen Republiken ausgesprochene Ersuchen um freund­Abg. Prinz zu Hohenlohe in Bezug auf die Wirkungen, die fuhr mit Verger nach Elberfeld . Hier im Hotel Storbach jagte mir ichaftliche Vermittelung zur Herstellung des Friedens hat das vorliegende Gefen haben wird, mit derjenigen der verbündeten Strudsberg: Gr fönne meinen Sohn frei machen, ich folle aber folgenden Wortlaut: Regierungen, die dieses Gesez vorgelegt haben, nicht deckt.( Lachen meinen Sohn mitbringen, die Sache foste 2500 M. Als ich bemerkte, Die Regierung Sr. Majestät des deutschen Kaisers wird gern links.) daß dies doch eine sehr hohe Summe jei, fagte Strucksberg: Von bereit sein, bei freundschaftlicher Vermittelung mitzuwirken, sobald die dem Gelde habe ich noch den Arzt usw. zu bezahlen, die Hälfte der Grundbedingungen einer solchen vorhanden sind, d. h. sobald fest­Summe 1230 m. misie sofort bezahlt werden. Ich that das und kam gestellt ist, daß beide Gegner dieselbe wünschen. Darüber, ob auf am folgenden Tage mit meinem Sohn nach Elberfeld . Strucksberg englischer Seite dieser Wunsch gegenwärtig vorhanden ist, werden bestellte uns nach Stöin in seine Wohnung. Dort war ein junger Herr, die beiden jüdafrikanischen Regierungen sich entweder direkt in London augenscheinlich ein Sohn des Strucksberg. Der junge Herr jagte zu oder durch die guten Dienste einer dritten Regierung Auskunft Strudsberg, ob denn der Offiziersiäbel fahon bestellt iei. Mis verschaffen tönnen, welche teine eignen, wichtigen Interessen in Süd­Strucksberg dies verneinte, fagte der junge Mann, dann muß der afrika wahrzunehmen hat. Letztere Vorausseßung trifft bei einer Offiziersfäbet aber unbedingt sofort bestellt werden. Bras.: Was Anzahl von Staaten in Europa und außerhalb Europas zu, jedoch Das Resultat der Abstimmung ist folgendes: Es baben mit entnahmen Sie aus diefer Unterredung? Angell: Ich war nicht bei Deutschland . Jeder derartige Schritt der deutschen Ne­der Meinung, daß damit der Anschein erweckt werden sollte, Strucks gierung würde daher den Verdacht erwecken, daß wir andre Nein 170, mit Ja 2 Abgeordnete gestimmt. An der Abstimmung berg habe Verbindungen mit bohen Militärpersonen. Ich wußte auch als humanitäre Zwecke verfolgen, und das dadurch vermehrte Miz­haben also nur 172 Mitglieder teilgenommen. Das Haus ist also nicht, daß Strucksberg ein Freimacher sei, ich glaubte, er habe Ein- trauen würde der Sache des Friedens nicht förderlich sein. Dem beschlusunfähig und wir müssen unsre Beratungen abbrechen. The Fluß bei hohen Militärpersonen. Strudsberg ging mun mit meinem Wunsche der füdafrikanischen Regierungen, ihre Bitte um Ver­ich aber Tag und Stunde der nächsten Sigung festsetze, will ich vor Sohn zu einem Arzt. Mein Sohn erzählte mir: Der Arzt habe mittlung auch an die öftreichisch ungarische und die schweizerische dem Haus und dem Land konstatieren, daß die Herren, welche ihm gefagt, er habe ein mustuloses Knie. Ob mein Sohn Billen Regierung, deren Interessen durch das deutsche Konjulat in Pretoria hier den Antrag auf namentliche Abstinumung gestellt 50 Herren an der Zahl furz vor der Abgenommen hat, weiß ich nicht. Jedenfalls wurde mein Sohn, als wahrgenommen werden, gelangen zu lassen, ist selbstredend sofort ftimmung den Sigungsfaal verlassen.( Lebhafte Rufe links: Sehr er zur Gestellung ging, gezogen. Ich war darüber sehr un entsprochen worden. Letzte Meldungen. gehalten und habe zunächst dem Berger Vorwürfe gemacht. richtig!) und dadurch die Beschlußunfähigkeit berbeigeführt haben. Berger riet mir, zu Strudsberg nach Köln zu fahren. Ich that das. ( Lebhafte Rufe rechts: Bravo ! Abg. Singer ruft: Wir haben nur Strucksberg schlug die Hände zusammen, als ich ihm mitteilte, daß unfre Pflicht erfüllt! Lärm rechts. Abg. Richter: Das war mein Sohn gezogen sei. unser gutes Recht!( Lärm und Pfnirufe rechts.) Die ganze er werde schon das Erforderliche thun, daß mein Sohn dennoch Er tröstete mich aber bald und sagte mir: Linke ruft im Chorus: Wir haben unsre Pflicht erfüllt!) freitäme. Ich solle ihn nur unterrichten, zu welchem Truppen­teil mein Sohn komme und auch die Compagnie angeben. Ich habe mir fonstatiert, was geschehen ist.( Rufe links: Ja- Ich that dies. Was alsdann weiter geschah, weiß ich nicht. wohl, aber in welchem Ton! Lärm links und rechts.) Als ich einige Zeit darauf Strudsberg fragte: wie die Sache stehe antwortete Strucksberg: Präsident Graf v. Ballestrem: Ihr Sohn ist bereits zur Entlaffung ausgeschrieben. Bräf.: Haben Sie dem Strudsberg Wenn Sie nicht ruhig sind, verlasse ich diesen mr 1250 M. bezahlt? Angetl.: Jawohl, da die Sache nichts Sis, ohne die Tagesordnung festzustellen.( Abg. Frohme ruft: half, so habe ich die andre Hälfte nicht bezahlt. Bräf.: Haben Unser Recht lassen wir uns nicht nehmen.) Salten Sie den Sie dem Berger etwas gegeben? Angel.: Nein, Berger sagte Mund, Herr Frohme!( Ohrenbetäubender Lärim im ganzen mir: wenn Sie den Neft an Strucksberg zahlen, dann behalten Sie Hause.) 300 m. flir mich zurüd.- Präs.: Was sagte Strudsberg. M. für als Sie die Forderung bon 2500 M. für zu hoch Ich schlage vor, oder vielmehr ich sehe fest die nächste Sitzung fanden?- Angefl.: Strudsberg fagte: Wenn Ihr Sohn Soldat auf Montag, den 12. März.( Nufe lints: 19. März) Jawohl wird, dann müssen Sie fremde Leute einstellen und das kostet auch 19. März. Wenn man so aufgeregt ist, kann einem so etwas Geld. - Präs.: War Ihnen denn die Ehre, daß Ihr Sohn paffieren. Bevor ich aber die Tagesordnung festsege, will ich eben zur Garde tam, nichts wert?- Angell.: Herr Präsident, falls noch vor dem Hause wie dem Lande konstatieren, daß ich diefe wenn ich gewußt hätte, mein Sohn werde zum 1. Garde- Regiment ministerium, von den fünf Mitgliedern der Expedition seien vier Tagesordnung nur feftfezze, weil es die vornehmste Pflicht des zu Fuß nach Potsdam tommen, dam hätte ich das für eine solch Reichstage ist, den Reichshaushalt fertigzustellen und weil diese hohe Ehre empfunden, daß es mir nicht eingefallen wäre, meinen Fertigstellung gefährdet wäre, wenn wir hier diesen Gegenstand, über den Sohn freimachen zu laffen. Präs.: Shr Sohn ist vom Militär­wir nun schon so viele Tage beraten haben, noch weiter beraten gericht bestraft worden? Angell.: Jawohl. Berantwortlicher Redacteur: Paul John in Berlin . Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin . Drud und Verlag von Max Bading in Berlin . Hierzu 4 Beilagen und Unterhaltungsblatt.

haben

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Bräsident Graf Ballestrem:

Präsident Graf v. Ballestrem:

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eingegangen in London über Lurenço Marques am 17. März. Robatsi, 12. März.( Telegramm des Reuterschen Bureaus"), Mafeting wieder offen. Die Boeren haben ihr Lager bei Sequani Eisenbahn und Telegraph find bis Bitsani, 25 Meilen nördlich von geräumt und ziehen sich nach Rustenburg zurück. Der Entsatz von Mafeking dürfte unmittelbar bevorstehen.

Lehte Nachrichten und Depeschen. Frankfurt a. M., 17. März.( B. S.) Die Frf. 8tg." meldet aus Betersburg: In Finnland find in der letzten Zeit zahl­reiche Flugblätter verbreitet worden, welche das Volk gegen den Baren und Rußland aufreizen sollen.

Mährisch- Ostran, 17. März.( B. S.) Infolge der bestimmten Zusicherung der Regierung, die Arbeitszeit zu regeln und General­pardon zu erwirken, beschloß das Streitkomitee, im Sinne einer friedlichen Beilegung des Streits zu wirken.

Chriftiania, 17. März.( W. T. B.) Der Leiter der Nordlicht­Expedition Birkeland meldet heute telegraphisch dem Kulnis gestern von einer Lawine verschüttet worden, als sie trotz seiner Abmahnung die Spige des Haddetoppen zu erreichen suchten. Alle vier feien sofort ausgegraben worden, zwei derselben noch lebend, die

beiden andern bereits tot.