Mittwoch,
Br. 277.- 1915. Unterhaltungsblatt des Vorwärts 1. Dezember.
Das Kriegsinfekt.")
Die Läuse bilden keine artenreiche Gruppe. Wenigstens fennt man bis jetzt nicht mehr als einige 60 Arten, die in etwa 16 verschiedene Gattungen gestellt werden und ausschließlich bei Säugetieren vorkommen. Meist ist es so, daß eine Säugetierart nur von einer bestimmten Sorte von Läusen geplagt wird, doch macht schon der Mensch in dieser Hinsicht eine unrühmtliche Ausnahme, denn nicht weniger ale drei verschiedene Arten von Läusen können sich auf verschiedenen Stellen seines Körpers ansiedeln. Das Schaf tann mit zwei Arten aufwarten, denn auf ihm fann erstens Haematopinus ovillus Cram. seinen Wohnsitz aufschlagen, eine Laus, die nur die mit dicker Wolle bekleideten Teile heimsucht, und zweitens Haematopinus pedalis Osb., eine Art, welche, nach Osborn, nur die nackten oder mur mit dünner Wolle bedeckten Beine besiedelt. Aehnlich wie beim Menschen teilen sich also beim Schaf die Bavajiten in verschiedene Wohnplätze, und Mjöberg hat eigentlich ganz recht, wenn er meint, daß bei diesen beiden Läusearten wohl unwillkürlich ein Vergleich zwischen einer„ Waldform" und einer„ Steppenform" recht nahe liegt. Den Bau der Läuse veranschaulicht sehr gut die zur Familie der Pediculidae gehörende menschliche Kopflaus, Pediculus capitis Nitzsch ( cervicalis). Der abgeplattete Körper dieses häßlichen Parasiten ist, wie bei allen Lausarten, ganz flügellos, erreicht beim Männchen eine Länge von kaum 2 Millimeter und beim Weibchen bis gegen 3 Millimeter. Die Fühler sind fünfgliederig. Die bei der Kopflaus seitlich am Kopf stehenden großen, schwarzen Augen sind bei anderen Arten oft verkümmert oder fehlen. Von den Mundteilen ist äußerlich nichts zu sehen, erst dann, wenn die Laus Appetit verspürt und Blut saugen will, fommen einige, bis dahin im Kopfinneren verborgen gewesene Teile zum Vorschein. Zunächst wird der Anfangsteil des Nahrungskanals, der Mundbarm, ausgestülpt, ein röhrenförmiger Rüssel, der fest auf die Haut angesetzt wird. Er spannt mit seinen kleinen, in die Haut eingreifenden Häkchen die anzusaugende Fläche etwas auseinander. In diesem Augenblick tritt ein Bohrstachel hervor, der bisher in einer besonderen Tasche verborgen war, und durchdringt die Haut bis zu den tieferen, blutführenden Schichten, wobei das aufgefogene Blut an ihm entlang in den Nahrungskanal strömt. Der Bohrstachel ist der einzige Teil, der sich mit den Mundwerkzeugen an derer Insekten vergleichen läßt. Er dürfte der Unterlippe ent= sprechen, während die übrigen Kieferpaare den Läusen fehlen, doch soll nicht verschwiegen werden, daß in der Deutung des Bohrapparates bei den Läusen bis jetzt noch gewisse Meinungsver schiedenheiten bestehen, und daß Enderlein bei der Schweinelaus auch ein Paar kleiner Vorderkiefer beschrieben hat. Die sechs an den nur undeutlich getrennten Bruſtringen ſizenden Beine sind für die Kopflaus wichtige Apparate zum Klettern und Anklammern, mit ihnen steigt sie langsam und bedächtig im Haarwald umher und hält sich dabei an den Haaren fest, indem sie das Haar mit ihren trallenförmigen Fußgliedern umgreift, die sich gegen einen daumenähnlichen Vorsprung des vorhergehenden Beingliedes ein schlagen lassen. Der Hinterleib sezt sich aus neun, oft nur undeutlich getrennten Ringen zusammen. Am Darm fällt ein großer, zweilappiger Magen auf. Die Zahl der Harngefäße beträgt vier. Die Läuse sind eierlegende Tiere. Bei der Kopflaus wird das wach und nach etwa 50-60 Gier oder„ iffe", wie sie im Volksam freien Ende ein fleines Dedelchen, das von der jungen Laus munde genannt werden, einzeln an Haare antittet. Jedes Ei hat beim Austriechen in die Höhe gehoben und abgesprengt wird. Da es an Nahrung und Wärme, die die Kopfhaut ja immerwährend in reichem Maße spendet, nicht fehlt, so sind die Wachstumsbedingungen für die Läuse außerordentlich günstig, und das hoffnungs volle junge Tierchen, das in Körperbau und Benehmen ebenso wie in seiner Leidenschaft für das Blutsaugen von vornherein den Eltern gleicht, vermag schon in etwa 2-3 Wochen wieder zu einer vermehrungsfähigen Laus heranzureifen.
Wir werden gewiß Knork beistimmen können, wenn er bei der Schilderung der Insekten in Sage, Gitte und Literatur von der Kopflaus meint, daß an ihrer Wiege die Grazien gerade nicht gestanden haben. Als plebejisches Geschöpf hält sie sich vorzugsweise auf den ungefämmten und ungewaschenen Köpfen wandernder
*) Durch das Entgegenkommen des Bibliographischen Instituts in Leipzig sind wir in der Lage, unsere Leser mit einem interessanten Abschnitt aus Brehms Tierleben " bekannt zu machen, dessen völlig neubearbeitete bierte Auflage trok des Krieges immer meiter fortschreitet.
Die Schicksalsmaus.
Eine Erzählung von Tieren und Menschen. 17] Von Harald Tandrup.
So rasch als möglich arbeitete sich die geängstigte Maus rücklings aus dem Trichter heraus; dann ging es wieder einen Hügel hinauf, und plöglich machte der Gang eine jähe Biegung. Meister Grau folgte ihr, und ein Lüftchen, das Biegung. Mitte, ver seine Nase erreichte, verriet ihm, daß eine geräucherte Wurst in der Nähe sein müsse.
Ein Duft dieser Art wirkte auf Meister Grau wie die Boesie auf einen Menschen. Er fühlte sich moralisch gestärkt. Geräucherte Burst war eines seiner höchsten Ideale, das heißt, natürlich nach gebräunter Speckschwarte; denn wenn es in der Mäusewelt auch als Regel gilt, daß sich über den Duft streiten Tasse, so ist doch gebräunte Speckschwarte von jeder Diskussion ausgeschlossen.
- das
Handwerksburschen, fahrender Bettler und gefühlloser Bauern- handelt auch eines jener sozialethischen Probleme, die von Dichtern rüpel auf. Die Soldaten sucht sie nur zur Zeit des Krieges heim, aus dem Kreise der Jüngstdeutschen" oder„ Modernen" auf der da diese alsdann Besseres zu tun haben, als Läuse zu töten." Jm Bühne zur Diskussion gebracht wurden. Es ist eine Gymnasiastenübrigen steht aber fest, daß auch Menschen, die es keineswegs an tragödie, eigentlich die Tragikomödie eines Pädagogen, dessen Glaube der nötigen Reinlichkeit fehlen lassen, durch einen unglücklichen an das Gute im Menschen, zumal in der Jugend zwar furchtbar Bufall leicht einmal Läuse bekommen können. Jedenfalls führt erschüttert wird, aber doch nicht vernichtet werden kann. Es war die Kopflaus ihren Namen mit Recht, denn sie siedelt sich fast ein guter Griff, ein Erlebnis aus der Schulzeit in glücklicher Geimmer auf dem Kopfe an und findet sich nur selten an anderen staltung. Ja und wenn mich mein Gedächtnis nicht trügt: Körperstellen. Je mirrer, schmutziger und vernachlässigter das Drama von dazumal erscheint mir heute in mehrfacher Beziehung Kopfhaar ist, um so üppiger gedeiht dieses widerliche Ungeziefer, straffer gefaßt und daher literarisch wertvoller. Zum mindesten der Stoff nichts bon seiner Aktualität Aktualität eingebüßt: das bei Berührung des Haares oder Wechsel der Kopfbedeckung hat leicht von einer Person zu einer anderen übertragen werden kann. die Tragikomödie ist so wirksam als überzeugend. HauptKinder werden erfahrungsgemäß leichter als Erwachsene befallen. sächlich auch in einem seiner Zeit bemängelten Bunkte: das ist Das Bohren und Saugen der Läuse ruft ein lästiges Jucken her- die Rolle, die jetzt die erheblich jüngere Frau des Direktors Trauvor, das dem von solchen Bewohnern Geplagten Veranlassung zu mulus" im Hause spielt. Daß manche Situation heute schon eine häufigem Kraken gibt. Hierbei entstehen leicht blutrünstige Stellen, Art historischen" Charakter trägt, liegt an der realistisch- dokumendie unter Umständen für Tuberkelbazillen und andere Krankheits- tarischen Behandlung der stofflichen und zeitlichen Umstände. Glanzvoll war die Aufführung des Dramas. Nudolf Schildfeime günstige Eingangspforten sind, so daß das Ungeziefer schon allein aus hygienischen Gründen immer bekämpft werden muß. fraut verlieb ihm als Traumulus jene Konzentration, die einfach Jedes Wort, jede Gebärde, Reinleichkeit und Kurzhalten des Haares können bereits in ge- bewunderungswürdig heißen muß. wissem Sinne als Gegenmittel gelten; wirksamer sind Waschungen jedes Gefühl war echt und tief aus dem Wesen dieses edlen mit Sublimatlösungen oder Petroleum oder die Einwirkung des Menschen und Erziehers geformt. Von ihm her bekam alles ( feuergefährlichen!) Schwefeläthers unter einer den Kopf bedecken- die richtige Distanz. So Lothar Müthel , der Darsteller des den Kappe und nachheriges Auskämmen des Haares, wodurch mit Kurt v. Nedlitz, io Beate Finkh als Jadwiga, so Jobanna Sicherheit etwaige unerwünschte Ansiedler vertrieben werden. In Terwin, die als Lydia Link eine prachtvoll umrissene Leistung manchen Ländern sucht man auch dem lieben Nächsten durch emsiges bot, io Diegelmann( Bäckermeister Schladebach) und die meisten Absuchen, so gut es geht, Abhilfe zu verschaffen, und die herbei andern. Für den Landrat bringt Emil Jannings alle Eigenglücklich zur Strecke gebrachte Jagdbeute wandert, wie der For- schaften mit, die diefer preußischen Beamtenfategorie von jeher anschungsreisende Moszkowski erzählt, bei den Singeborenen Neu- haften. Am gut einegerzierten Kneipfomment der Oberprimaner guineas ebenso wie bei einigen anderen Wilden ohne weitere Um- werden sicherlich alle, die noch die Schulbank drücken oder längst zu stände regelmäßig in den Mund. Kopfläuse dürften schon seit den den alten Semestern zählen, ihre helle Freude haben. ältesten Zeiten das Menschengeschlecht heimgesucht haben und sind entsprechend den Hauptrassen des Menschen in verschiedene Varietäben oder Abarten zerfallen, die in Größe und Färbung geringfügige Unterschiede zeigen, so daß es z. B. ganz gut möglich sein soll, die großen und dunklen Kopfläuse der Hottentotten von den fleineren und blaſſeren Zäuse der kaukasischen Rassen oder von denen der Auſtralneger mit einiger Sicherheit zu unterscheiden. Mjöberg macht auch darauf aufmerksam, daß die Kopfläufe von Paramaribo - Indianern sehr große Aehnlichkeit mit den von ihm beschriebenen und auf amerikanischen Affen vorkommenden Läusen der Art Pediculus affinis Mjöb. zeigen. So haben sie z. B. die sehr charakteristischen dunkleren Zeichnungen auf den Hinterleibstergiten( Rüdenschilden) gemeinsam.
Sie predigen öffentlich Wasser.
ek.
Die Londoner Monatsschrift„ The Academy" schreibt: " Zum Nutzen jener Leute, denen die behördliche Ausschank
"
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Sauterne Champagner:
Riemen aus Stahl.
Nicht zu ver
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beschränkung allerhand versteckte Schrecken zu enthalten scheint, möchten wir feſtſtellen, daß es nicht wider das Gesetz iſt, reichliche alkoholische Erfrischungen bei einem öffentlichen Wahl zu reichen. für seine Gäſte in der Guildhall ſtellte der Lord- Mayor von London folgende Weinkarte" bereit: Bunich Sherry Gonzalez Liköre Mineralwasser. Port: Cockburn 1896. Pommery 1906; El quot 1906- Rotwein: Château Margeaur 1893 Eine der Kopflaus sehr nahestehende Art von Ungeziefer sind Selbst ein Nörgler dürfte sich über eine solche Bewirtung nicht die Kleiderläuse, welche vorzugsweise Menschen befallen, denen es fröten-, dicke und leichte Suppe; Filets von Seezunge und Hummerbeklagen fönnen.- Und vom Alkohol abgesehen gab es da: Schildan der notwendigen Reinlichkeit mangelt. Die Kleiderlaus, Pediculus vestimenti Nitzsch ( corporis), ist ansehnlicher als die mayonnaise, Partridge- Schüſſel und" Barons of Beef"; Stapaune Kopflaus, denn das Männchen erreicht eine Länge von 3 Willi- à la Bechamel, geräucherte Zunge und Wildpastete. meter, und das Weibchen kann sogar bis 4,25 Millimeter messen. geffen Orangengelee, Prinzeßtorte, Maids of Honour", Charlotten So daß der Christtag im Werkhaus Abgesehen von ihrer bedeutenderen Größe unterscheidet sich die mit Rum und Gefrorenes. Kleiderlaus noch durch spärlichere Beborstung sowie durch etwas im Vergleich damit nichts sein wird.“ andere Ablage ihrer Eier von der Kopflaus, hält sich auch weniger an den Haaren, als hauptsächlich an der Innenseite der Kleidung auf, an deren Nähte und Rauhigkeiten sie ihre Gier absetzt. Bei starfer Vermehrung kommen die Kleiderläufe oft an die OberFläche und können dabei leicht durch Abstreifen zu anderen Personen gelangen. Leeuwenhoek will berechnet haben, daß eine einzige weibliche Laus im Laufe von 8 Wochen es bis zu 5000 Nachkommen geeigneten Bedingungen vorhanden sind, wie im Kriege oder in bringen kann. Tatsache ist jedenfalls, daß die Läuse, wenn die vernachlässigten Gefängnissen, leicht überhandnehmen, so daß sie Dabei können, wie die Erfahrungen der Neuzeit gelehrt haben, schließlich in grauenerregenden Massen den ganzen Körper bedecken. sehr wahrscheinlich auch gefährliche Strankheiten, besonders das Fledfieber, durch Läuse auf den Menschen übertragen werden. den Menschen befallen, die Filzlaus oder Schamlaus, Phthirius Noch eine dritte Art von Bäusen, die häßlichste von allen, kann pubis L., die mit Ausnahme des Hauptes alle stärker behaarten Beinen platt der Haut an, bohrt sich tief mit seinem Kopfe ein Körperteile bewohnt. Das widerliche Tier legt sich mit gespreizten und verursacht ein unerträgliches Jucken.
Kleines Feuilleton.
Volksbühne: Traumulus.
Diefe tragische Komödie, mit der Arno Holz und Defar Jerichte vor zehn Jahren stark andauernden Erfolg erzielten, beflirrte von allen möglichen Metallstücken, von Zwei- und Einfronen, die auf Grau niederprasselten und ihm mit ihrem fürchterlichen Gewicht wehtaten.
Ein kleines, blizendes Goldstück fiel an den äußersten Rand des Raumes und rollte von da aus durch den Mäusegang hinab, wo es verschwand.
Meister Grau aber wendete sich von dem Geld ab und fehrte zu der geräucherten Wurst zurück, denn er hatte neue Sträfte zum Einhauen gesammelt.
Herr Blomberg hatte im Halbschlaf gelegen und dabei die Maus droben an der Decke pfeifen und tratzen hören, bis er völlig eingeschlummert war.
Jegt lag er, wie ihn Meister Grau von dem Trichter aus gesehen hatte, mit offenem Mund und heraufgezogenen Beinen da, versunken in einen schönen Traum.
Er ist in Hularyd und sieht die roten Holzhäuser und die Dorfstraße mit den schnatternden Gänsen, die sich überall hinschleichen, sogar zwischen die Gräber, die um das ärmliche Kirchlein ohne Turm her liegen.
Sofort hatte Meister Grau die Gefahr vergessen, der er Erst meint er, es sei alles beim alienda entdeckt er foeben entronnen war. Er dachte nicht daran, wie er wieder plöglich ein neues, vornehmes Haus, dessen blaues Schild mit zurückkommen werde, lief nur dem Duft nach, und dieser fetten gelben Buchstaben die Inschrift trägt: Jöns Blomberg, führte ihn, als würde er an einer unsichtbaren Schnur ge- Taylor- Salon. zogen, gerade dorthin, wo die Wurst lag.
Der Gang mündete in einen viereckigen Raum aus, der im Verhältnis zu Meister Grau wohl groß, in Wirklichkeit aber nur eine Elle lang und eine halbe Elle hoch war.
Sein Dach bildete eine Platte aus Blech, die eine behagliche Wärme ausstrahlte, was darauf schließen ließ, daß sie zu dem Ofen der oberen Wohnung gehörte.
Gierig stürzte sich Meister Grau über den Zipfel der geräucherten Wurst. Er hatte den ganzen Tag noch nichts zu essen bekommen, und darum schwelgte er jetzt förmlich im leberfluß.
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Journal beseitigt ist.
als Treibriemen zu Kraftübertragungen an Stelle von LedertreibEs ist schon seit langem bekannt, daß sich Stahlbänder sehr gut riemen eignen. Mangel einer leichten, sicheren und dauerhaften Verbindung der Gegen ihre Einführung sprach aber bisher der Stahlbänder, ein Mangel, der aber nach Dinglers Bolytechnischem Länge je nach der Breite mehrere Reihen ſyſtematisch geordneter Löcher, wodurch beliebige Verbindung des Niemens an irgend einer Lederriemen aufgelegt und entsprechend abgeschnitten, zur Verbindung Stelle ermöglicht wird. Der Stahlriemen wird genau wie der wird ein mit gleichen Lochungen versehenes rautenförmiges Ueberdeckungsstück gleicher Materialstärke verwendet, das auf den Riemen aufgenietet wird.
Die Stahlriemen haben auf ihrer ganzen
teil der bedeutend größeren Betriebssicherheit und der größeren Gegenüber dem Lederriemen haben Stahlriemen noch den Vorüberall Verwendung finden und können auch durch Präparierung Lebensdauer. Infolge ihrer Witterungsunempfindlichkeit fönnen sie gegen Rosten geichüßt werden. Niemen aus Stahl find bedeutend billiger als Lederriemen, auch das Rohmaterial steht unbegrenzt zur Verfügung.
Notizen.
- Musikchronit. Der 4. Kammermusikabend des SteinerRothstein Quartetts im Lessing- Museum am Mittwoch, den 1. Dezember, 814 Uhr, bringt Smetanas Trio, op. 15, und Schu manns Es- dur- Quintett unter Mitwirkung von Kurt Bauer.
Auch Kater Mons hatte sich in seiner Ecke erhoben und betrachtete verwundert das lebhafte Ding, das endlich müde wurde und sich flach auf den Boden legte.
Mons sprang aus seinem Korb, mit ihm erhob sich auch Blomberg vom Lager. Dann ging der Schneider mit festen Schritten durch das Zimmer und starrte ununterbrochen die Münze an, die er nur für eine Fortsetzung seines Traums, für ein Trugbild hielt, das sich sofort in eitel Dunst auflösen
würde.
Schon war er so nahe, daß er das Geldstück erreichen fonnte, noch einen Schritt, und er sette den Fuß darauf und spürte es durch den Socken.
Jst's möglich?" flüsterte er überrascht. Mons wich zurück und ließ dem Menschen das Vorrecht. Blomberg bückte sich und hob die Münze auf. Sie war aus Gold - ein Zehnfronenstück.
Der Schneider hatte schon manche Entdeckung in seiner kleinen Wohnung gemacht. Er hatte festgestellt, daß es sowohl Mäuse, als auch Ratten und Wanzen darin gab, daß die Fenster nicht fest schlossen, daß die Grube im Sommer widerlich rochaber daß es Goldstücke regnete, das hatte er doch noch nicht erlebt. Es mußte von der Decke heruntergefallen sein, dieses Ihm gegenüber liegt ein bescheidenes Häuschen, das kleine Ding, darüber bestand kein Zweifel, denn es hatte ihn Blomberg biele hundertmal gesehen hat, durch dessen niedere auf die Nase getroffen. Tür er aus und ein gegangen ist, an dessen Tisch hinter der roten Gardine einst sein Arbeitsplatz war.
erfand Und als Blomberg daraufhin die Decke genau betrachtete,
fand er gerade über seinem Bett ein Loch von der Größe In diesem Hause lebt der alte Molander, der Bauern eines Zweifronenstückes. schneider, Blombergs Lehrmeister. Blomberg sieht ihn ganz So, so aljo daher war die Münze gekommen! Aber deutlich im Traum mit seinen ehrwürdigen, weißen Haaren. wie? Jezt tritt der Alte unter die Tür und lüftet ehrerbietig das Grübeind setzte sich der Schneider auf das Bett; er mußte Stäppchen; der Gutsherr von Lindeberga kommt durchs Dorf es herausbringen. gefahren. Auf einmal fiel ihm ein, daß ja die Diebesbande ihr VerAber dieser wendet den Kopf weg und tut, als ob er steck gerade dort gehabt hatte, wo das Loch war. Er erErst als sein Heißhunger gestillt war, huschte er in dem Molander nicht sähe, denn er will zu Blomberg in den innerte sich daran, daß er droben eine Maus hatte pfeifen seltsamen Raum umher, um zu untersuchen, was sich sonst Taylor- Salon. hören, ehe er eingeschlafen war. Diese Maus und das Goldnoch in dem Raum befinde. Blomberg ist ein großer Mann in Hularyd geworden. stück standen wahrscheinlich in einer gewissen Verbindung. großer Mann in Sularve Außer der Wurst entdeckte er einen großen, ledernen Es fehlt ihm nur eine Frau, die sein neues Heim gemütlich Vielleicht befand sich noch mehr Geld in dem verborgenen Sack, dessen Inhalt seine Neugier erregte. Rasch begann macht. Er hat schon daran gedacht-. Raum eine ganze Menge, die die Polizei nicht enter ein Loch hineinzunagen; der Sack war morsch und alt, Dieser Gedankengang kam nie zu Ende. Denn im selben deckt hatte. Augenblick wurde der Schneider jäh gewedt. Ihm war's, als Jezt galt es nur, eine Gelegendett abzupae, um die habe ihn jemand auf die Nase geschlagen. Sache genauer zu untersuchen. Und während er noch eine Weile so dasaß und zu dem geheimnisvollen, schwetzen Boh hinaufstarrte, reifte sein Plan. ( borts. folgt.)
und so ging es leicht.; der Sack w
Aber schon wartete seiner ein neuer Schrecken, denn als einige Fäden in dem abgenutzten Leder durchgebissen waren, rig das Ganze mit einem Strach entzwei, und der Inhalt des Sackes bahnte sich mit Gewalt einen Weg ins Freie. Es
Er fuhr in die Höhe und hörte das Klirren eines Geldstücks, das über den Fußboden rollte und rollte und dabei immer engere Kreise zog.